Titel: Adventures of Joe Dirt
Land: USA
Jahr: 2001
Sprache: Englisch
Genre: Komödie
Regie: Dennie Gordon
Darsteller: David Spade, Brittany Daniel, Christopher Walken
FSK: 12
Hätte Forrest Gump einen kleinen, häßlichen und ungepflegten Bruder gehabt, wäre das wahrscheinlich "Joe Dirt" gewesen. In Rückblenden erzählt der personifizierte "Oscar aus der Mülltonne"einem Radiomoderator von seiner kümmerlichen Existenz: wie ihn seine Eltern als Achtjährigen am Grand Canyon "vergaßen", er sich fortan alleine durchs Leben schlagen mußte und dabei immer wieder ganz tief in die Scheiße packt, im wahrsten Sinne des Wortes. Aber das kleine Steh-auf-Männchen mit Herz am rechten Fleck läßt sich nicht unterkriegen, und während ganz L.A. gebannt seiner Lebensgeschichte lauscht und ihn zur neuen Kult-Figur erhebt, sucht Joe Dreck tapfer nach seinen Eltern, Freundschaft und der wahren Liebe.
Die Welt von Joe Dreck ist eine Welt aus gammeligen Mobile-Homes, rülpsenden Hillbillies und allem, was der "White-Trash" zu bieten hat. Was möglicherweise als Versuch angedacht war, diese abstoßende Welt zum Kult zu stilisieren, endet als Rohrkrepierer.
Wer auf blähende Kühe und Fäkalhumor steht, wird dieser Film vermutlich gefallen, allen anderen sei von einem Rendevous mit Joe Dreck abgeraten. Die meisten Gags wirken zu gewollt und mit dem Holzhammer herbeigeführt, wie der erbärmliche Versuch einer Persiflage auf "Schweigen der Lämmer", der an dieser Stelle vollkommen unpassend eingesetzt wirkte.
Zwei Lichtblicke gab es aber doch: eine gelungene bzw. stimmige Ausstattung (trashigere T-Shirts ließen sich wohl kaum finden als olle 80er-Jahre Metal- & Sprüche-Shirts) und ein kurzer Auftritt von Christopher Walken als sich ständig verplappernder Hausmeister, ansonsten war dieser Film definitiv für die Tonne!


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