Titel: Shrek
Genre: Animation/Fantasy/Comedy
Land: USA
Jahr: 2001
Regie: Andrew Adamson, Vicky Jenson
Shrek erzaehlt die Geschichte von einem Oger und einem Esel, die von Lord Farquaad ausgeschickt werden, um eine Prinzessin aus den Klauen eines Drachen zu retten.
Der Oger Shrek lebt alleine in seinem Sumpf, und wird nur gelegentlich von Menschen belaestigt die ihn hassen, wiel sie ihn fuerchten, was auch der Grund fuer seine Zurueckgezogenheit ist. Er mag es gar nicht, als ploetzlich seine Ruhe von einem ganzen Haufen Maerchengestalten (von Pinocchio ueber die 3 kleine Schweinchen bis Schneewittchen) gestoert wird. Diese wurden vom boesen Lord Farquaad verhaftet und deportiert, um aus seinem Reich ein perfektes Land zu machen. So weit, so Nazi. Der gute Lord leidet wohl an einem Minderwertigkeitskomplex, da er nur knapp 1 m hoch ist.
Auf dem Weg zum Schloss, um die Beseitigung der Ruhestoerer zu verlangen, wird Shrek gegen seinen Willen von der Labertasche Donkey (einem Esel, falls das nicht klar ist)begleitet. Nach einigem hin und her bekommt Shrek das Versprechen, dass die Kreaturen wieder aus seinem Sumpf verschwinden, wenn er fuer den Lord die Prinzessin Fiona aus der Hand des Drachen befreit. Durch eine Hochzeit wuerde der Lord dann Koenig werden.
Shrek und Donkey ziehen also aus, um die Prinzessin zu retten, was ihnen auch gelingt. Allerdings ist der Retter nicht das, was die Prinzessin erwartet hatte, und auch sie ist nicht immer das, was sie scheint. Nach Irrungen, Verwirrungen und einem liebeskranken Drachen lernen wir, dass Schoenheit nur eine Frage des Standpunktes ist. Happy End.
Obwohl Shrek ein Maerchen ist, ist es keinewegs fuer die Unter-einem-meter-Disney-Brigade gedacht, welche die unzaehligen Anspielungen im Film nicht verstehen wuerden. Aber es ist ein Film fuer den Rest der Familie. Ich wuerde ohne weiteres meine Eltern mit in den Film nehmen.
Die Witze kommen ununterbrochen und die meisten treffen ins Schwarze. Allerdings halten sich die Schuesse in Richtung Disney in Grenzen (abgesehen von dem faschistischen Disneyland). Die Hassliebe zwischen Shrek und Donkey gibt Munition fuer unzaehlige Seitenhiebe zwischen den beiden. Das meiste zwischen ihnen ist genialer deadpan.
Die Situationskomik ist auch gut, mit Szenen, die man von Disney nie sehen wuerde (Vogel in Singwettstreit mit Prinzessin explodiert in einer Wolke aus Federn.Cut. Rauchende Krallen auf Ast. Cut. 3 Eier in Nest. Cut. 3 Spiegeleier ueber Feuer zum Fruehstueck). Die obligatorische Verarschung der Matrix-Bullettime-Kampfsequenz fehlt genausowenig wie eine Musicalperformance von Robin Hood und seiner Truppe. Die Vielfalt der Gags ist atemberaubend und laesst auch gegen Ende des Film nicht nach.
Vom technischen Aspekt ist der Film makellos. Die Charaktaere wirken real, in keinster Weise gezeichnet a la Disney, und ich habe selten so gute Animationen von Feuer und Flammen gesehen.
Die Story ist eigentlich Schema F (komplett mit Zauberspigel, verwunschener Prinzessin und boesem Lord, aber ohne Stiefmutter), hat aber ein paar interessante Twists und ist gut erzaehlt. Der melodramatische Teil haelt sich in Grenzen und der Rest der Story nimmt sich so gut wie nie ernst.
Mein Tip, unbedingt ansehen, einer der besten Filme des Jahres. Ich werde ihn mir warscheinlich noch ein paar mal ansehen.
(All dies bezieht sich auf die englische Version. Ich hoffe, dass die Uebersetzer keinen Mist mit Dialekten bauen. Die Amerikanischen Stimmen sind bestens auf den Charakter abgestimmt. Eddie Murphy labert als Donkey ohne Punkt und Komma.)


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