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Thema: "Go then. There are other worlds than these"

  1. #121
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    I spit on your grave (2011)

    Thema: Grausames im Hinterland

    Die Schriftstellerin Jennifer Hills will in Ruhe einen Roman verfassen und begibt sich dabei irgendwo in den USA ins Hinterland in eine einsame Waldhütte, um dieses Vorhaben umzusetzen. Durch eine eigenartige Dynamik bedrängen ein paar Jungs aus dem Dorf in der Nähe des Hauses die Frau bis diese fliehen kann und den Sheriff des Ortes um Hilfe bittet. Doch dieser hilft den Jungs und es kommt zu mehrfachen abscheulichen Vergewaltigungen. Mit Müh und Not entkommt die Frau. Die Leiche finden die 5 Männer nie und es kann zur blutigen Rache der Jennifer Hills kommen.

    Über Sinn und Unsinn der Rape and Revenge- Filme, denen dieser Film eindeutig zuzuordnen ist, kann man gerne streiten. Abläufe der Handlung sind größtenteils schematisch gleich und man weiß fast immer was man bekommt. Dieser Film war der einzige, den ich mir bei den Fantasy Filmfest Nights anschauen konnte und laut Aussagen der Veranstalter ungeschnitten. Mal schauen, wie hart es den Film in der DVD- Auswertung trifft.

    Insgesamt ist der Film in meiner Auffassung recht gelungen, er braucht zwar recht lang und die Vergewaltigung wird größtenteils nur angedeutet, so dass es nicht ganz so explizit wirkt. Was mich ein bisschen störte und ruhig weiter hätte ausgebaut werden können, war der Rachefeldzug der Frau. Das wurde zu schnell abgefrühstückt, dafür aber dann richtig. Waren krasse Szenen dabei und Miss Hills zeigte sich recht einfallsreich, wie sie ihre Peiniger um die Ecke bringt.
    Insgesamt nachvollziehbar aufgebaut und auch in einer Unbarmherzigkeit gezeigt, wie es sich für solche Filme gehört. Ebenso, dass am Ende keine Wertung der Selbstjustiz vorgenommen wird oder ähnliches fällt positiv ins Gewicht, so dass es jeder selbst im Nachhinein reflektieren kann, ob sowas gut ist oder nicht. Bei mir wirkte der Film von der Thematik her und der Reaktion der Geschädigten noch ein paar Tage nach. Wenn das ein Film schafft, dann war er in meinen Augen nicht schlecht.
    Handwerklich gibt es nix zu meckern. Solide umgesetzt mit einem, wenn ich mich recht erinnere, dezentem Score, der teilweise die Grausamkeit in beiderlei Richtungen ordentlich unterstreicht.

    Da der Aufbau teilweise zu beschaulich von statten ging und die Rache zu schnell über die Bühne gezogen wurde, gibt es

    7/10,
    wobei das keine Wertung in dem Sinne ist, dass ich Spaß an dem Werk hatte. Es hat zwar gefallen, grausam war es trotzdem und ich werde solche Menschen nie verstehen, die Frauen vergewaltigen und sich im Nachhinein noch rechtfertigen, warum sie dies taten.
    "I do not kill with my gun, he who kill with his gun has forgotten the face of his father. I kill with my heart."

  2. #122
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Ist das echt schon wieder 8 Monate her, als ich das letzte Mal hier was notiert habe? Meine Güte ist in der Zeit viel passiert bei mir
    Ganz so dolle, wie in den Monaten zuvor werde ich jetzt nicht mehr schreiben, aber ich lese immer noch fleißig mit
    So nun eine Sammlung von Filmen, die ich in den letzten Monaten so gesehen habe (die ganzen Tatort- Folgen, die ich in der Zwischenzeit gesehen habe nehme ich da mal aus- es sei nur erwähnt, dass mir das neue Frankfurt- Duo sehr gut gefällt und die Folge Borowski und der coole Hund von vor ein paar Wochen mir auch sehr zugesagt hat).

    Die Verurteilten

    Thema: Knastbrüder

    Lange lange Zeit wollte ich mir diesen Film ansehen, ist aber immer wieder aus dem Fokus geraten, nur um ihn dann innerhalb eines Jahres gleich zweimal anzuschauen. Was für eine Perle mir da bisher entgangen ist, wurde mir schon bei der Erstsichtung bewusst. Es wird eine eigentlich einfache Geschichte von 2 Männern erzählt, die eine Freundschaft unter schwierigen Bedingungen aufbauen und zwar im Gefängnis Shawshank, dem berüchtigten Gefängnis im Stephen King- Universum.

    Andy Dufrense, grandios zurückhaltend von Tim Robbins verkörpert, geht für den Mord an seiner Frau und dessen Liebhaber in den Knast, da keine entlastenden Beweise für seine Unschuld gefunden werden konnten. Da die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird, gibt es zweimal lebenslänglich in Shawshank, dass besonders für seine rapiaten Wärter bekannt ist. Dort angekommen muss sich Dufrense erstmal den Bedingungen anpassen, die aus den schon erwähnten sadistischen Wärtern besteht, den ebenso (teilweise) sadistischen Mithäftlingen und der täglichen Angst einer Vergewaltigung oder anderen Repressalien (wie zum Beispiel die Dunkelzelle) aus dem Weg gehen zu müssen. Unter diesen Umständen versucht Andy mit Red (herrlich abgeklärt: Morgan Freeman) eine Art Freundschaft einzugehen. Recht schnell hat Andy erkannt, dass Red durch seine Tätigkeit als Schmuggler einer der einflussreichsten Mithäftlinge ist und darüber hinaus gar kein so schlechter Charakter zu sein scheint, der über die Jahre (zu Beginn des Films 20 Jahre im Knast) gelernt hat, seine Tat in jungen Jahren immer mehr zu bereuen. Aus der "Art" Freundschaft wird recht schnell eine feste, richtig gute Freundschaft. Der Rang von Andy unter seinen Mithäftlingen und auch bei den Wärtern ändert sich schlagartig, als er nach und nach den Wärtern die Steuererklärungen macht und auch erleichternde Haftbedingungen für seine Mithäftlinge erreicht und damit seinen Sonderstatus innerhalb des Gefängnisses immer mehr festigt. Als auch der Direktor seine schmutzigen Geschäfte über Andy abwickeln lassen will, ist Andy einer ständigen Gefahr ausgesetzt- doch nichts ist so wie es scheint.

    Ein Knastfilm wie ein kleines Märchen für Erwachsene.Muss man nicht mögen, kann man aber. Viele Sachen werden nur angedeutet oder durch Morgan Freeman aus dem Off nur kommentiert ohne überhaupt gezeigt zu werden. Das macht den Film um einiges erträglicher, als wenn man z.B. die Vergewaltigungen noch gezeigt hätte. Was den Film für mich persönlich auf ein richtig gutes Level hebt und vor allem bei der Erstsichtung zu begeistern weiß ist der Fakt, dass der Film trotz seiner etwas größeren Laufzeit zu keiner Minute langweilt und man die ganze Zeit mit Andy leidet und wissen will, wie es mit ihm weiter geht. Bei der Zweitsichtung stach mir mit dem Wissen wie der Film ausgeht vor allem der Witz ins Auge, mit dem Andy versucht den Alltag im Knast für sich erträglich zu machen und eigentlich auch die ganze Zeit die Wärter und den Direktor an der Nase herum führt. Auch die Musik und die Schauspieler in der Summe tun ihr übriges dazu, dass der Film ein Rührstück feinster Form ist, aber nicht zu dick aufträgt. Das Ende rührt einen richtiggehend an, worauf der Film versucht, und das muss man ihm etwas ankreiden, hinzuführen, wodurch einige Geschehnisse unlogisch erscheinen in ihrem Ablauf, aber darüber kann man meiner Meinung nach hinwegsehen, da alles andere mehr als überwiegt. Das der Film Platz 1 der imdb- Liste steht kann man verstehen, muss man aber nicht (aber Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden und jeder hat ja seine persönlichen Favoriten).

    9/10
    "I do not kill with my gun, he who kill with his gun has forgotten the face of his father. I kill with my heart."

  3. #123
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Fight Club

    Thema: Faustkampfidylle

    "Ich bin Jacks vollkommenes Defizit an Überaschungen."

    Unzählige Male gesehen und nun meine Freundin überredet den auch anzuschauen, obwohl sie kein großer Fan von Brad Pitt ist. Durch ihre Augen wurde mir im Nachgang mal wieder bewusst für was das Siegel FSK18 eigentlich erfunden wurde. Zwar auch für überbordende Zombie- Slasher und andere Filme, wo die Gliedmaßen durch die Gegend fliegen, aber das hier hat einen anderen Charakter, realer, fieser und dreckiger in seiner Art und Weise, wie ich es in keiner Hollywoodproduktion bis dato bewundern konnte. Dabei den Film oberflächlich nur aufgrund seiner Brutalität bewerten zu wollen, tut dieser Perle keinen Gefallen, denn wie die Gesellschaft und das Streben nach Konsum hier stellvertretend duch den von Edward Norton grandios dargestellten Namenlosen durch den Kakao gezogen und auch kritisiert wird ist allererster Sahne. Den Kniff, den die Story dabei zu bieten hat, hat mich damals bei der Erstsichtung erstmal ordentlich geplättet zurück gelassen.

    Einen Kurzabriss der Geschichte zu bringen macht keinen Sinn, da man schon da zuviel verraten könnte (hab ich das oben schon gemacht? hm). Für mich ist das einer dieser Filme, die fürs Kino gemacht wurden, mit Kameraeinstellungen, wie man sie von Fincher kennt, einem Soundtrack, den man sich auch heute noch anhören kann und der einem die ganze unheilvolle verzweifelte Stimmung in den Kopf überträgt und Schauspielern, die einfach Spaß haben, diese kaputte und kranke Geschichte zu spielen. Das merkt man vor allem an der Interaktion von Edward Norton und Brad Pitt- bei denen stimmt einfach die Chemie von der ersten Sekunde an. Für mich gibt’s an diesem Film nichts auszusetzen, wo manche sich über die Gewalt aufregen, die ihrer Meinung nach zu purem Selbstzweck verkommt oder über den Sinn oder Unsinn dieses Films. Hier stimmt einfach alles und es, wie eingangs schon erwähnt, ein Film für Erwachsene der viele Dinge zwar albtraumhaft aber doch realistisch zeigt. Dieser Film ist auf meiner Liste der besten Filme aller Zeiten ganz oben anzutreffen.

    10/10
    "I do not kill with my gun, he who kill with his gun has forgotten the face of his father. I kill with my heart."

  4. #124
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Und hier noch eine kleine Übersicht an Filmen, die ich in den letzten Monaten gesehen habe, bei denen ich aber gerade keine Lust habe, die zu kommentieren- vielleicht hole ich das nach

    Vanilla Sky

    Thema: Über den Wolken

    7/10


    Midnight in Paris

    Thema: Sonderbares nach Mitternacht

    8/10


    Eine ganz heiße Nummer

    Thema: Heiße Telefonate in der Provinz

    6/10


    Wer früher stirbt ist länger tot

    Thema: Ungewöhnliche Zusammenkünfte

    7/10


    Das letzte Einhorn

    Thema: Märchenhafter Zeichentrickkitsch

    7/10


    Abenteuer im Zauberwald, Das Feuerzeug, Frau Holle

    Thema: Aufleben alter russischer, tschechicher oder DDR- Filmklassiker- to be continued

    Ohne Wertung, da irgendwie aus der Zeit gefallen, aber man will sie sich doch immer wieder gerne anschauen
    Geändert von W.Munny (06.12.2011 um 09:28 Uhr)
    "I do not kill with my gun, he who kill with his gun has forgotten the face of his father. I kill with my heart."

  5. #125
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Juno

    Thema: Schwangerschaft als Pubertätsende

    Juno wird, noch im Teenageralter und überhaupt nicht für so etwas bereit, ungewollt schwanger. Erst will sie das Kind abtreiben lassen, bekommt dann aber doch Gewissensbisse und will das Kind allen anderen Meinungen zum Trotz auf die Welt bringen und zur Adoption frei geben. Die kesse Juno will das Kind aber nicht irgendwelchen wildfremden Leuten in ihre Obhut geben sondern diese selber aussuchen und in der Zeit ihrer Schwangerschaft selber kennen lernen, damit sie weiß, wem sie das Kind überlässt. Diese Adoptiveltern sind schnell gefunden und wirken auf den ersten Blick gefestigt und zeigen durch ihre Außenwirkung, dass sie das Wohlergehen des Kleinen im Blick haben. Doch desto dicker der Bauch von Juno wird, umso mehr bröckelt die Fassade der heilen Welt, die Juno von den Adoptiveltern anfangs gezeigt wird und der Plan, dass Kind an die beiden zu übergeben scheint zum scheitern verurteilt.

    Bisher nie dazu gekommen ihn zu sehen und doch immer auf dem Zettel gehabt. Nun da der Nachwuchs auch bei mir bald da ist, habe ich hinter diese wunderbare Komödie ein Häkchen gemacht, in der ausgerechnet die noch nicht ganz reife Juno die wahre Erwachsene ist, während um sie herum alle durchdrehen, weil sie schwanger ist oder mit der Tatsache nicht klarkommen, was sie mit dem Kind danach vorhat. Die Rolle der rotzfrechen Juno ist Ellen Page auf dem Leib geschrieben. Wie sie die altkluge Göre spielt, die am besten mit der Schwangerschaft klar kommt ist erstens goldig und zweitens bewundernswert. Ebenso die Tatsache, dass sie das Kind auf die Welt bringen möchte (wenn auch aus etwas niederen Gründen- wenn ich das richtig verstanden habe in der Szene bei der Abtreibungsklinik) und zur Adoption frei geben will, ist ein mutiger Schritt, den Ellen Page glaubhaft an den Zuschauer bringt. Die Konstellation mit den Adoptiveltern und das Juno diese näher kennen lernen möchte ist gut gemacht und setzt Kräfte in Gang, die am Ende die Leute größtenteils komplett verändert zurück lässt. Auch das teilweise nachvollziehbar und manchmal durch die gezeigten Gründe eben nicht (wie zum Beispiel beim Adoptivvater).
    In der Summe eine freche Komödie, die an manchen Stellen den Zynikern, Besserwissern und ähnlichen Gesellen, die denken allen ihren Weg vorschreiben zu müssen, ordentlich über den Mund fährt und dabei eine rührende Geschichte zeigt, bei der man am Ende eventuell eine Träne verdrückt (meiner Freundin gings in ihrem jetztigen Zustand jedenfalls so).


    8,5/10
    "I do not kill with my gun, he who kill with his gun has forgotten the face of his father. I kill with my heart."

  6. #126
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Harry Potter Gesamtwerk

    Thema: Besenreitend Erwachsen werden

    Als Fan der ersten Stunde würde ich mich nicht bezeichnen, nicht was die Bücher anbelangt und auch nicht die Filme. Der Hype um diese Harry Potter- Welt war mir sehr suspekt und ließ mich auch manchmal kopfschüttelnd die ganzen Geschehnisse (Mitternachtsverkäufe der Bücher inklusive verkleideter Kinder zum Beispiel) verfolgen. Anfangs noch als Kinderliteratur verschrien (was mich auch abschreckte), mauserte sich die Reihe schnell zu einer (wenn auch meiner Meinung nach anspruchslosen) Jugendliteraturreihe, bei der die Fantasie ordentlich angeregt wird und man ohne große Umstände in Welten entführt wird, die zwar in unserer Welt existieren, aber doch vor unseren Muggelaugen versteckt bleiben. Nun, da der Teil 7.2 nun endlich auch gesichtet wurde, kann das Gesamtwerk der Harry Potter- Reihe endgültig bewertet werden. Da ich auch die anderen Teile innerhalb weniger Wochen herunter gerissen habe, war der Aufbau dieser großen Geschichte in guter Erinnerung und man konnte sich ohne Erinnerungslücken an den nächsten Teil machen.

    Was bleibt als Gesamteindruck? Das diese Reihe Filmgeschichte geschrieben hat und noch lange im Gedächtnis haften bleiben wird . Besonders beeindruckend fand ich, dass der Kerncast über die Jahre zusammen gehalten wurde und somit ein eingespieltes Team entstehen konnte, was sich besonders in den Teilen 3-5 bemerkbar macht und durchaus die Stärke dieser Filme ist, als das man sich für ein und dieselbe Rolle mit neuen Gesichtern anfreunden muss. Die Spielfreude ist allen Schauspielern anzumerken, auch wenn ich finde, dass gerade Radcliffe hinten raus in der titelgebenden Rolle immer steifer wird und gerade bei den gefühlsbetonten Szenen wenig beizusteuern weiß. Besonders zu begeistern wusste dagegen in meinen Augen Alan Rickman als undurchsichtiger Snape, der seine zweilichtige Rolle in den Szenen die er hatte gekonnt einsetzte. Auch Ralph Fiennes als Voldemort geht in seiner fiesen Rolle ganz auf und spielt sie so perfekt, dass mir auf Anhieb keiner einfallen würde, der diese Rolle besser ausfüllen würde. Weiterhin fand ich beeindruckend, wie düster das Ganze von Teil zu Teil umgesetzt wurde. Waren im Teil 1 noch sehr viele kindliche Elemente enthalten, die ihn (bis auf den Schluss) auch für 6Jährige ertragbar macht, war dies eigentlich schon ab dem 2.Teil nicht mehr der Fall und gerade dort kann man über die Freigabekennzeichnung echt den Kopf schütteln, aber das ist halt die FSK. Besonders erfreut hat mich das düstere Szenario, was ab dem 3.Teil aufgebaut wurde und perfekt in 7.2 kulminierte und auch vor Verlusten wird nicht zurück geschreckt (was mich bei den Büchern schon zu begeistern wusste- spiegelt es doch auch das Leben wieder, dass man da hin wieder Verluste zu verarbeiten hat).

    Von der technischen Seite kann bei allen Filmen nicht gemeckert werden, denn es wird nicht gekleckert sondern geklotzt, was besonders bei den Teilen 4 und 7.2 der Fall ist. Das dabei manche Nebenhandlung die im Buch wichtig ist, dem Skript für die Filme nicht dienlich erschien kann man an manchen Stellen verschmerzen und manchmal wirkte ein Teil dadurch nur gehetzt, was mich besonders beim 4.Teil aufgeregt hatte und den Gesamteindruck ein wenig trübt. Dabei hätte man doch wunderbar manchen Kitsch weglassen und sich auf das Trimagische Turnier konzentrieren können, aber das wurde sinnloser Weise hergeschenkt. Auch manche Umdrehung von Tatsachen, wie zum Beispiel das Ende vom 6.Teil ist bei mir nicht gerade auf Gegenliebe gestoßen. Das schon angesprochene Weglassen von manchen vermeintlich unwichtigen Details ist auch der große Nachteil der gesamten Reihe, da man bis zum 5.Teil nicht wusste, wie das Ende der Geschichte nun aussieht und was dafür relevant ist. Das war eben der Vorteil von Der Herr der Ringe und wird (wenn es denn irgendwann mal verfilmt wird) der Vorteil von Der dunkle Turm sein, weil da die Bücher schon alle veröffentlicht sind und das Ende bekannt ist. Aber das ist alles Meckern auf sehr hohem Niveau, denn handwerklich, soundtechnisch, schauspielerisch, von der Erzählweise und und und sind eigentlich alle Teile auf einem Level, bei dem es gilt, die Leute zu unterhalten und das haben alle Filme bei mir geschafft. Ebenso wussten sie es bei mir die Begeisterung für die Bücher loszutreten, welche bei mir erst ab dem 3.Teil (Film) einsetzte und ich dabei auch nicht enttäuscht wurde. Um es kurz zu machen: Ich bin ein Fan dieses Gesamtwerkes, welches nur durch wenige Punkte in seiner Wertung meinerseits getrübt wird und ich es (auch wenn noch ein paar Jahre ins Land gehen müssen) meinen Kindern vorsetzen werde als das was es im eigentlichen Sinne ist- Ein riesengroßes modernes Märchen, es fehlen am Anfang eigentlich nur die Worte: "Der schwarze Mann… " äh quatsch "Es war einmal…"

    In diesem Sinne

    9/10 (Dabei war für mich der 3.Teil das perfekte Bindeglied zwischen den kindlichen Teilen 1 und 2 und den "erwachseneren" Teilen 4-7 und damit der Beste der Reihe. Teil 6 wurde mir durch das schon erwähnte Verdrehen von Tatsachen beim Ende verg(k)rätzt und kommt in der Wertung bei mir persönlich am schlechtesten weg.)

    für das Gesamtwerk.
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  7. #127
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Rubbeldiekatz

    Thema: Geschlechtertausch

    Ich hatte mich abseits dessen, dass dieser Film Tootsie im Großen und Ganzen kopiert, auf diese Komödie gefreut. Am Ende war ich enttäuscht von dem Gezeigten. Anstatt richtig auf die Kacke zu hauen und tief in die Mann/Frau- Klischee- kiste zu greifen, werden ein paar halbgare Gags serviert, die zwar lustig sind, aber auch peinlichst an der Schamschmerzgrenze entlangschaben (stellenweise jedenfalls). Ansonsten wird versucht eine pseudelustige Parodie auf das Glamourgeschäft zu veranstalten und das Ganze noch mit einer unrealistischen Beziehungsgeschichte aufzupeppen. Da werden zum Beispiel ein paar Szenen gezeigt, die so gar nicht in den Film passen wollen, wie zum Beispiel die Grillszene im Park, bei der die Vorbereitungen des Speisevorgangs ausufernd gezeigt werden oder im Anschluss dessen, wo sie Alexander im Park suchen. Solche Szenen erstreckten sich wie Kaugummi und kamen gehäuft im Film vor und nervten tierisch. Auch die Beziehungsgeschichte zwischen Alexander und Sarah ist, auch wenn es ein Film ist, arg an den Haaren herbei gezogen. Man wird das Gefühl einfach nicht los, dass Alexander Sarah nur begehrt, weil sie die berühmte Hollywoodschauspielerin ist, auch wenn er das nicht weiß.
    Für meinen Teil war dieser Film ein Schuss in den Ofen, der ein paar gute Gags zu bieten hatte, aber daraus nicht mehr gemacht hat. So werden es von meiner Seite

    4/10
    Geändert von W.Munny (16.02.2012 um 12:05 Uhr)
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  8. #128
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Hugo Cabret

    Thema: Zauberhafte Bahnhofsgechichte

    Da eigentlich schon alles gesagt wurde, was diesen Film betrifft und ich Danwalker bezüglich seiner 3d- Phobie vollends zustimme und auch Wolfe beispflichte, dass man sich in seine eigene Kindheit zurückversetzt fühlt und er es mit seinem Beitrag auch für mich am Besten getroffen hat, vergebe ich an dieser Stelle nur meine eigene Punktewertung mit

    9/10 (bissl Abzug für 3D, da mich das zu sehr von der eigentlichen Geschichte und von den Bildern abgelenkt hat, die in einer 2D- Vorstellung bestimmt vorzüglich gewirkt hätten)
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  9. #129
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Charlie und die Schokoladenfabrik

    Thema: Karies

    Eigentlich nie wirklich Interesse an diesem Film gezeigt und nur am Ball geblieben, weil vor kurzem nichts anderes im Fernsehen lief und dieser Film mir am interessantesten erschien. Die Geschichte ist auf Kinder zugeschnitten und auch so gestaltet. Großes Plus für diesen Film und gleichzeitig auch ein großes Minus, wobei ich hier auf die in der moviemaze- Filmkritik angesprochene Tatsache verweisen möchte, dass im Film immer wieder betont wird, dass den Kindern nichts "passiert". Das Plus ist, dass sich sowohl Burton in der Regie als auch Depp als Willy Wonka so richtig mit diesem Film austoben konnten mit ihrer Fantasie. Besonders ab dem Zeitpunkt, an dem die Kinder in die Fabrik Wonkas gelassen werden ist es ein großer bunter surrealistischer Spaß, bei dem sich Kinder satt sehen und ans Schlaraffenland denken können. Für die Erwachsenen kommt es aber schnell zu Ermüdungserscheinungen, da man kein so richtiges Ziel erkennen kann, auf den die Geschichte hinsteuern will. Als dieses Ziel dann aber präsentiert wird, kann man auch nicht so richtig zufrieden sein, da zwar ein bisschen mit der Moralkeule geschwungen wird, aber auch nicht so richtig, so dass bei all dem Zucker ein fader Beigeschmack bleibt. Für Kinder sicher eine niedliche Geschichte, von der allerdings nur vereinzelte Schauwerte im Gedächtnis bleiben in der Johnny Depp wie immer hervorragend den spleenigen Charakter mimt und sich in dieser Rolle so richtig austobt.
    Für mich ein Film, den man nicht unbedingt zweimal gesehen haben muss. Für Erwachsene zu langweilig und nichtssagend und für Kinder eigentlich auch nichts richtiges (würde ich jetzt mal so einschätzen). Deshalb von meiner Seite:

    6/10
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  10. #130
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    AW: "Go then. There are other worlds than these"

    Männerherzen

    Thema: "An alle Kinder dieser Erde,...."

    Gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer das die Klischees bedient, die das Thema Liebe umweht, aber diese werden sehr charmant und gänzlich ohne anzügliche Witze auskommend rüber gebracht. Ein Film bei dem man(n) sich an manchen Stellen vielleicht wieder erkennt und den man trotzdem ganz schnell wieder vergisst, da irgendwie belanglos. Einzig zwei Sachen blieben haften: ein angenehm zurückhaltender Til Schweiger und der von Dohnanyi dargestellte Bruce Berger, der die meisten Lacher im Film auf sich verbuchen konnte.
    Insgesamt recht kurzweiliger Film, den man sich mal ansehen und dabei ein paar Schmunzler verbuchen kann.
    6/10
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