Das Haus in Montevideo
(Das Haus in Montevideo, Deutschland, 1951)
“Das Haus in Montevideo” quillt über von geistreichen, geschliffenen Dialogen, die Curt Goetz auf eine attackierende Art ausspielt, wie man es im deutschen Film sonst nie erlebte - und die das Wesen der Spiessbürgerlichkeit dem Zuschauer so vorführt, dass er zu einem verstehenden Lachen angestachelt wird, welches durch die überdrehte Schlusspointe (sie soll hier nicht verraten werden) beinahe so etwas wie Erlösung erfährt. Hinzu kommen Situationskomik am laufenden Band (etwa der berühmte Spaziergang mit den Enten als Geleit, der Aufruhr der Damen in “Unterwäsche“ im vermeintlichen Sündenbabel in Montevideo) und eine formale Leichtigkeit, wie sie sonst nur von Hollywood-Komödien erwartet werden durfte.
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