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Thema: There might be something to avoid in here!

  1. #171
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch

    Zitat Zitat von TheCrow


    Wow!!!

    Das ist das Erste, was ich nach der Sichtung dieses 4. Teils dachte...einfach nur:

    WOW!

    Wer hätte gedacht, dass man dermassen gute Fortsetzungen zu einer Horror-Reihe machen kann bzw. dass wir einmal damit beehrt werden?

    Nun, ich hatte die Hoffnung nie aufgegeben und wurde mit diesem Film bestätigt, dass es sich ab und zu lohnt, sich durch Dreck zu wühlen, um an eine Perle zu kommen!

    Die ganze SAW-Reihe ist eigentlich keine Reihe per se.
    Vielmehr haben wir hier ein Konstrukt, welches mit jedem Teil grösser, tiefer und komplexer wird. Es erinnert mich an einen ins Wasser geworfenen Stein, welcher immer grössere Kreise zieht.

    Jigsaw alias Tobin Bell wird näher porträtiert und die Fallen sind dermassen böse, dass ich mir keine Steigerung mehr vorstellen kann...aber das ist auch gut so!

    Der Schluss besitzt wie immer einen grossen AHA-Effekt und steigert die Vorfreude auf den 5. Teil ungemein. Aber da müssen wir ja noch lange drauf warten...

    9/10
    Ich muss mich mal betreffend dieses Posts korrigieren:
    Diese Kinofassung bekommt von mir eine Abwertung auf 7/10...

    Warum?

    Tja, weil mir - auch, wenn auf Schnittberichte.com das Ganze etwas anders angesehen wird - der Unrated-Cut um LÄNGEN besser gefallen hat!!!

    Nicht nur, dass mindestens 5 Szenen in einem völlig neuen Licht erscheinen, nein: man versteht auch alles viel besser!

    Am Ende gibt's gegenüber der Kinofassung zwar eine kleine Kürzung, doch diese sorgte bei mir keinesfalls für Verwirrung oder zu wenig Klarheit (wie es auf oben genannter Website geschrieben steht)...

    Vor allem Jigsaw ersten "Mord" kann man nun besser und tiefgründiger nachvollziehen, weil in der Kinofassung ein paar wichtige Frames fehlten. Ansonsten wird einfach jede blutige Szene hier viel exzessiver zelebriert. Dinge, die im Kino sehr schnell ablaufen, sieht man hier nun schön detailliert und teilweise fast in Zeitlupe.

    Dazu kommen noch viele neue Teildialoge, welche noch mehr Tiefe in die Geschichte bringen und das ganze Geschehen schön abrunden.

    Auf jeden Fall finde ich diesen 4. Teil auch nach der 4. Sichtung noch genauso überzeugend, wie beid er ersten, und der DC hat mir mehr "Added Value" gebracht, als erwartet.

    ...und jetzt passt die Bewertung auch viel besser:

    9/10!!!
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
    NEU: MovieCops auf Schwyyzerdüütsch mit der "Akte 38" (21.05.12)

  2. #172
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch



    Ich kann (und will) nicht mehr über den Film sagen, als ich hier schon getan habe, da ich nicht eine einzige Überraschung vorweg nehmen möchte.

    Kurz:

    Eine sehr gute 9/10
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
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  3. #173
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch



    Ist es ein kitschiger Film?
    Jein --> die Optik passt zur Action und dem Stil, welcher der Vorlage gerecht wird...

    Ist es ein Kinderfilm?
    Jein --> eher ein Film für Jugendliche und Erwachsene, welche sich wieder jung fühlen wollen (so, wie es bei Transformers der Fall war - wobei man die beiden Filme ansonsten nicht miteinander vergleichen kann, da es in Speed Racer nicht das kleinste Bisschen an Pathos zu finden gibt)...

    Ist der Film der letzte Schrott?
    Definitif nicht!

    Für Details müsst Ihr halt auf die Review warten, aber einfach, dass das mal gesagt ist:

    Der Film geht ab, wie Schmitts Katze!!!

    Sind irgendwelche Wipeout, Quantum Redshift oder Burnout Fans hier?
    Das war nämlich das erste, woran ich nach dem Trailer gedacht habe. High-Speed à la Wipeout und Quantum, mit Fahrverhalten, wie in Burnout...und genau das liefern die Rennszenen auch, und zwar auf eine sehr atemberaubende Art und Weise!

    Dem Pressepublikum ist des öfteren der Mund offen stehen geblieben, aber ob der knallbunten Optik und der einzelnen Momente, in welchen man sich an das Nickelodeon-Programm erinnert fühlt, werden wohl dennoch viele den Streifen zerreissen...was ich aber nur als UNFAIR bezeichnen kann!

    Für mich schon jetzt ein DVD-Pflichtkauf...und evtl. gehe ich sogar nochmal mit meiner Freundin ins Kino...die hat inzwischen richtig Lust auf den Film bekommen.
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  4. #174
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch



    "Knock, knock!"

    "Who's there?"

    "A bad slasher-flick..."

    "A bad slasher-flick, who?"

    "A bad slasher-flick I shouldn't have watched!"

    Reicht das?
    Das reicht!

    2/10
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  5. #175
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch



    Die Franzosen haben's einfach drauf, richtig harte und blutige Horrorfilme zu machen, welche auch schockieren können!

    Mit HAUTE TENSION oder INSIDE (À L'INTÉRIEUR) ist dieser Film aber nicht zu vergleichen, denn von der Psyche her wird der Zuschauer bei FRONTIER(S) nicht dermassen mitgerissen. Viel eher lässt sich dieser Film mit dem Vater aller Backwood-Slasher THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE vergleichen, da die Story nahezu identisch abläuft:

    Ein paar knapp nicht mehr Jugendliche Randalen aus dem Pariser Ghetto sind auf Diebestour unterwegs und wollen dann nach Holland (genauer: Amsterdam) abhauen. Da die Gruppe aber aufgrund einer Schiesserei mit der Polizei zweigeteilt ist, beschliesst man sich irgendwo in der Nähe der Belgischen Grenze zu treffen. Leider hat sich aber die erste Hälfte der Gruppe für ein dubioses Motel entschieden, in welchem eine kannibalistisch veranlagte Nazi-Familie haust. Es dauert nicht lange, und schon werden die vier Freunde nacheinander auf brutalste Weise abgeschlachtet. Nur eine Person hat eventuell noch eine Chance, lebend aus der ganzen Sache heraus zu kommen...nur zu welchem Preis?

    Was wie ein 0815-Backwood-Slasher mit typischem Handlungsverlauf klingt, ist auch genau so. Immer wieder ertappt man sich bei dem Gedanken "Jetzt passiert bestimmt dies und jenes"...und das passiert dann auch. Trotzdem hat der Film aber durchaus immer wieder kleinere Überraschungen zu bieten, und geizt auch nicht mit Härte und Blut. Die Darsteller sind gut gewählt, überzeugen und schaffen es - auch, wenn man für die Opfer nie 100%-ige Sympathie empfindet - den Zuschauer immer wieder mitleiden zu lassen. Hin und wieder gibt es gewisse unlogische Handlungsweisen (zum Beispiel lässt eines der Opfer mal eine Waffe achtlos links liegen...denn schliesslich soll der nächste Bösewicht auf andere Art und Weise von seinem Leben befreit werden, als man es mit dem Letzten getan hat), welche offenbar dazu benutzt werden, den Gore-Gehalt in die Höhe zu schrauben. Im Gegensatz zu THE HILLS HAVE 2 (Remake), stört das hier aber kaum sondern sorgt für den nötigen, ungemütlichen Unterhaltungswert.

    An die Klasse der beiden Frankreich-Horror-Aushängeschilder kommt FRONTIER(S) nie heran...aber trotzdem hebt sich der Film wohltuend von der Masse ab und weiss den Genrefan zu "erfreuen"...aber man, hab' ich danach unruhig geschlafen!

    Schade ist nur, dass diese Prämisse schon viel zu oft benutzt wurde, denn von Innovation in Sachen Handlung kann man bis auf wenige Details nicht sprechen. Aber lustig ist es, dass die Franzosen ein typisch amerikanisches Thema viel besser umsetzen können, als die Amis selbst.

    7-8/10
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  6. #176
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch

    Jawohl, der "Mann der sich jeden Scheiss reinzieht" ist wieder da!



    Was für ein herrlicher Trash!!!

    Ein Serienmörder wird mittels Polizeitransport von A nach B gefahren. Unterwegs kollidiert der Wagen mit einem Transporter, welcher irgendeine genetische Flüssigkeit geladen hat. Diese Flüssigkeit ergiesst sich über den Mörder namens Jack Frost, welcher sich daraufhin auflöst. Leider verbindet sich seine DNS dann aber auf molekularer Ebene mit dem am Boden liegenden Schnee, und voilà: ein lebendiger, mordlüstener Schneeman treibt fortan sein Unwesen in der Gegend und will sich an dem Sheriff, welcher ihn überführt hatte, rächen.
    Schon bald stapeln sich die Leichen, und niemand will die Wahrheit glauben, bis alle eines besseren belehrt werden und man ein Mittel gegen Jack Frost fndet.

    Klingt nach absolutem Blödsinn?
    Ist es auch!

    Aber trotzdem (oder eben deswegen?) macht der Film irgendwie Spass! Das Ganze nimmt sich keine Sekunde ernst, und spielt dabei mit der eigenen Blödsinnigkeit, dass es eine wahre Freude ist. Dabei wirkt der Film in seiner amateurhaften Machart irgendwie niedlich und bisweilen - weil er vom Feeling her an Gremlins erinnert...nur billiger - sogar nostalgisch.

    Witzige Dialoge, komisch-abstruse Situationen und ein gut aufgelegter Cast lassen über die Mängel hinweg sehen, weswegen man sich dieses Werk als toleranter Filmfan problemlos ansehen kann.

    Sicher kein Film, den man gesehen haben muss, aber für Freunde der trashigen Horror-Komödien ist es eine sehenswerte Erfahrung.

    Lieblingsspruch von Jack - er wird gerade von 4 Männern angegriffen, welche alle einen Föhn in der Hand halten...und dann kommt eine Frau mit Lockenstab dazu:

    "Ach wie niedlich, Weiber sind auch noch dabei!"

    6/10

    P.S.: Jack Frost sieht glücklicherweise nicht so, wie auf dem Cover aus! Eher so, wie auf dem Cover des 2. Teils (siehe nächster Beitrag).
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  7. #177
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch



    Und weil es so schön war, habe ich mir auch gleich den 2. Teil in seiner Uncut-Version gekauft und auch gleich angesehen.

    Im Grunde schliesst der Film fast nahtlos an den ersten Teil an...nur halt ein Jahr später.

    Wieder ist Winter und Weihnachten, und irgendwelche Idioten haben Jacks Überreste ausgegraben um damit herum zu experimentieren. Natürlich wird Jack somit wiederbelebt und macht sich auf den Weg, seinem "Lieblings-Sheriff" den Urlaub auf einer Südsee-Insel zu verderben. Dieser wollte mit seiner Frau eigentlich dem Schnee entfliehen um endlcih über die Geschichte mit dem Killerschneemann hinweg zu kommen und gleichzeitig seine 2. Flitterwochen mit seiner Frau verbringen. Allerdings hat er von Anfang an eine Ahnung, dass Jack nicht tot ist. Erst als seine Frau langsam die Nase voll von dem Verfolgungswahn ihres Gatten hat, zeigt sich Jack Frost wieder, und richtet schon bald ein riesiges Blutbad an. Doch natürlich weiss die Gruppe um den Sheriff inzwischen, wie man dem Schneemann das Handwerk legen kann...allerdings hat keiner mit einer weiteren Mutation und deren Folgen gerechnet.

    Ein Killerschneemann auf einer tropischen Insel? Ist das nicht noch bescheuerter?
    Ja! Aber es ist eben auch lustig!

    Dazu kommt, dass die Synchro dieses mal noch witziger ist, als beim Original, und so darf Jack Frost einen Oneliner nach dem anderen raushauen. Zwar zünden nicht alle Gags, aber es gibt immer wieder viel Situationskomik und Dialogwitz.

    Ein kleines Beispiel:

    Agent: "Kommen Sie in 10 Minuten zur Bar, ich muss mit Ihnen reden!"
    Sheriff: "Aber worüber denn?
    Agent: "Wir sind zum ersten mal einer Meinung...und ich will mit Ihnen alleine reden. Also in 10 Minuten an der Bar"
    Sheriff: "Wir können ja gleich jetzt gehen, warum erst in 10 Minuten?"
    Agent: "Weil ich dringend pissen muss!"
    --> Das nenne ich mal eine ehrliche und natürliche Antwort!

    Des Weiteren sind viele Charaktere aus dem ersten Teil wieder dabei (inkl. einer Überraschung) und es gibt sogar den einen oder anderen Twist gegen Anfang des letzten Drittels.

    Das letzte Drittel an sich, erinnert dann sehr stark an Critters (nur, dass sie hier weiss sind, und niedlich aussehen...bis man die Zähne sieht) und liefert eine blutige Massenschlacht zwischen Urlaubern und Schneebällen (!!!). Die Auflösung ist so hanebüchen, wie der ganze Film und wer hier irgendetwas auch nur Ansatzweise ernst nimmt, ist selber schuld.

    Einzig die CGI-Effekte hätte man sich sparen sollen, da diese den Charme des Filmes (sofern man das so nennen kann) doch immer wieder etwas zerstören. Deswegen muss ich den im Grunde gleichwertigen Film gegenüber dem Vorgänger leich abwerten...aber im Grunde sind beide Filme auf sehr ähnlichem "Niveau", nur ist der 2. definitif blutiger...und lustiger.

    Lieblingsspruch von Jack - er versuchte gerade mittels Eiszapfen von einer Palme aus eine junge Urlauberin zu erstechen...trifft aber nie, und wirft dann einfach einen riesigen Amboss aus Eis auf diese:

    "Das kann doch wohl nicht wahr sein...Ach, scheiss der Amboss drauf!"

    5/10

    P.S.: es ist mir bewusst, dass man im Normalfall für solch einen Schrott - so unterhaltsam er auch sein mag - nicht öffentlich Stellung bezieht...aber ich bin ja nicht normal (oder habe es zumindest noch nie behauptet) und respektiere es, wenn Horrorfans mit Leidenschaft ein solches Projekt auf die Beine stellen (siehe meine MM-Review zu "The Ring Thing").
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  8. #178
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch



    Also...

    ...

    ...

    ...nachdem ich den Film im Kino verpasst hatte (er lief hier auch nur sehr kurz...und ich wollte halt nur OV gucken - trotzdem: shame on me!), habe ich ihn mir Anfang April bestellt...und nach ca. 15('000) Verzögerungs-Mails vorgestern endlich auch erhalten (immerhin einen Monat vor dem deutschen Release der DVD...wow!).

    Zwar war ich am Abend noch beschäftigt und kam erst nach 11 Uhr wieder nach Hause, aber ich konnte nicht anders:

    Um ziemlich genau 12 Uhr Nachts wollte ich unbedingt zumindest mal reinsehen...denkste! Von der ersten Sekunde an war ich gefesselt und auch wieder hellwach!

    Es war nicht alles so, wie ich es mir anno 1998 während meines Militärdienstes beim Lesen der Novelle vorgestellt hatte, doch es war mir auf Anhieb bewusst, dass Darabont zumindest verdammt nah dran war, was sich auch mehr als zufriedenstellend herausstellte.

    Nach dem Film war dann irgendwie auch gleich wieder vor dem Film, und am nächsten Abend (so ca. 20 Stunden nach Erstsichtung) musste mein DVD-Player wieder dran glauben und mir THE MIST zeigen...aber mit einem Unterschied:

    Dieses Mal wollte ich mir die vom Regisseur bevorzugte Schwarz-Weiss-Version ansehen, um mir mein eigenes Urteil darüber bilden zu können, welche Version denn nun "besser" ist.

    Gleich vorneweg: wirklich "besser" ist keine der beiden Versionen...aber allen welche über schlechte CGI wettern, würde ich die S-W-Version wärmstens ans Herz legen, da dieser Kritikpunkt darin inexistent ist! Keine Textur- oder Farb-Probleme mehr = die Monster sehen allesamt sehr reell aus und passen in dieser 60er-Jahre-Monster-Horror-Hommage, wie die Faust auf's Auge. Es war ein Heidenspass (--> klar, für mich als Ungläubigen ) THE MIST in dieser Form sehen zu können, und wenn sich jemand Cineast oder Filmfreak nennt, dann verpflichtet er sich quasi zum Kauf des 2-Disc-Sets!

    Wer noch immer nicht genau weiss, ob er nicht einfach die Farbe am Fernseher runterdrehen kann, dem sei dieser Bildvergleich (Danke an Pitt für's Posten!) zur Entscheidungsfindung empfohlen.

    Grundsätzlich kann man es nicht besser sagen, als es Mr. Darabont im Intro gleich selbst erklärt:
    THE MIST in Farbe = 70er- bis 80er-Jahre-Horrorstreifen-Feeling
    THE MIST in S-W = 60er-Jahre-Horrorstreifen-Feeling, welches durch die Farbgebung von Anfang an etwas düsterer und vor allem bedrohlicher wirkt, als die Kinoversion.

    Nun zum Film an sich, und zusammenfassend, fällt mir da ein alter Werbespruch ein:

    Wow, ist das ein Kau!

    Der Film hat mich umgeworfen, und er hat mir genügend Dinge zum dran Knabbern gegeben...allem voran natürlich dieser congeniale Schluss mit dem ich absolut nicht gerechnet hätte, aber besser nicht hätte sein können! Seit THE DESCENT hat mich kein Schluss dermassen überzeugen können, wobei THE MIST diesen locker noch übertrifft. Es ist ein Schlag in den Magen...nein: es sind viele Schläge...man fühlt sich quasi wie Homer Simpson in der Folge, wo er immer Kanonenkugeln mit dem Bauch auffängt...und immer wieder kann man es nicht fassen, da die Lösung doch offenbar so nah lag, aber eben leider alles andere als offensichtlich war...hier kann man nur noch Mitleid empfinden und ist gleichzeitig froh, nicht in der Haut von David zu stecken. Ich selbst dachte in dem Moment nur, ob ich mir nicht eine Waffe von einem der Typen nehmen würde, um mich umgehend selbst zu richten...aber ich will es gar nicht wissen müssen, wie ich reagieren würde. Allerdings steht eines fest:
    Den ganzen Film hindurch ist man der Überzeugung, dass David nicht schlecht handelt, und bis vor diesen letzten Bildern würde man so gut wie alles genauso machen!

    Forsetzung = nächster Post...
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  9. #179
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch

    Nebelzeit 17.20 Uhr - geschätzter Tag 5 nach Erstsichtung des Nebels.

    Er will sich einfach nicht verziehen, weswegen ich den Nebel nun schon 5 mal sah.
    Die Beruhigungsdrogen wirken etwas befremdend, weswegen mir der Nebel 3 mal farbig, jedoch 2 mal in schwarz-weisser Version vor Augen kam.

    Noch immer kreisen die Gedanken um viele…



    Was ist denn nun die zentrale Aussage des Filmes?

    Ich für meinen Teil würde sagen:
    "Bin ich nicht ein rundherum gelungener Horrorfilm? Ja, ich bin es!"

    Etwas anderes dem Streifen zu akkreditieren wäre wohl zu viel, denn auch wenn es im Nebel viele Denkanstösse gibt und diese nicht von der Hand zu weisen sind, so sollen diese nur eines bewirken: uns zum Denken anzustossen!

    Und gelingt ihm dies?
    Definitif!!!

    Selbst nach der 5. Sichtung innert weniger Tage hat man den Film nicht tot gesehen, sondern im Grunde erst so richtig erfasst.
    Erst jetzt hatte ich die Möglichkeit mich in jede Figur hineinzuversetzen…herauszufinden ab wann mein Handeln wohl anders gewesen wäre, als im Film schlussendlich zu beobachten ist.

    Würde ich Mrs. Carmody von Anfang an mittels Erbsenkonserven "steinigen"?
    Würde ich ihr folgen? Wohl kaum…aber gleich ins andere Extrem wechseln? Auch weniger…

    Kann ich denn so eine Natur, wie diejenige von Mrs.Carmody nachvollziehen bzw. könnte ich mir vorstellen diese Person zu sein?
    Nein!...und dies schon nach ihrem allerersten Satz im Film! So schnell wurden bisher nur wenige Hassbilder effektiv…châpeau!

    Also, ran an das Naheliegendste: ich identifiziere mich mit David. Er, der weder zu rationell, noch zu wenig rationell denkt und handelt.
    Er, welcher scheinbar alles nachvollziehbar macht…nicht unbedingt richtig im Auge eines neutralen Beobachters, aber immerhin sehr natürlich und realistisch! Denn wer würde sich oder sogar seinen Sohn einer ungewissen Gefahr aussetzen, um mit einer Frau mitzugehen welche sich nicht davon abbringen lässt sich durch den Nebel zu ihren Kindern zu kämpfen? Wohl nur die allerwenigsten…

    Somit sieht alles nach einem guten Entscheid aus, und auch wenn man selbst in einzelnen Momenten stärker darauf geachtet hätte, dass die Idioten die Lampen AUS und nicht AN machen, so ist man bei ihm. Zwar hat man mit Ollie einen weiteren Charakter, welcher sehr intelligent und sympathisch wirkt…aber durch seine unscheinbare Erscheinung, bleibt man dann doch lieber bei David…und bis kurz vor Schluss fühlt man sich sogar bestätigt, denn Ollie ist nicht mehr da um mit ihm mitzufiebern.

    Dann der Schock…ist es wirklich wahr?
    Hat David so lange durchgehalten, um schlussendlich die Höchststrafe zu erhalten?
    Womit hat er das verdient?
    Nun…alle, welche ihm folgten sind tot. Unverdient sieht anders aus…
    Allerdings war es nie seine ABSICHT, dass irgendjemand zu Schaden kommt.
    Doch wie kommt er dann zu der Überzeugung, er habe immer eine gute Antwort parat?
    Im grunde sehr einfach, wenn niemand überhaupt eine Antwort bietet…womit die gerade als solche identifizierten Opfer auch wieder eine gewisse Eigenschuld mitzutragen haben, weswegen Davids Strafe wiederum umso härter erscheint.

    Und was passiert eigentlich mit den restlichen Kaufhaus-Insassen?
    Diese Kopflose Schlange, welche einfach von Davids Gruppe alleine gelassen wird…warum erfahren wir nicht, ob sie überlebt haben?
    Nun, weil diese nur eine weitere Weggabelung für David warer, welcher gegen den Goliath des kollektiven Irrglaubens ankämpfte und dank seiner rechten Hand zum Sieg kommen konnte…Ollie ist quasi eine Lebendige Steinschleuder mit Rückendeckungsgarantie.
    Immer wieder hatte David eine Wahl zu treffen, und immer wieder glaubt der Zuschauer auch dass die getroffene Wahl die Beste sei…
    Falsch gedacht, und diesen Schlag zu verarbeiten und die Gedanken zu sortieren ist kein leichtes Unterfangen.

    Und bevor mich mein roter Faden nun komplett im dunklen Nebel herumirren lässt, schliesse ich diese periphere Analyse ab und wende mich einem anderen Punkt zu, welcher für King-Fans unbedingte Erwähnung verdient hat:

    Wo sind denn überall Hinweise auf THE DARK TOWER vorhanden?

    Nun, der offensichtlichste Hinweis dürfte das von David gemalte, und gleich darauf durch den Sturm "zerstörte", Bild von Roland von Gilead darstellen.
    Wunderbar dieses Bild mit dem Turm hinten links, der Rose aus dem blutroten Feld und der in der Luft schwebenden Türe…Türen, welche an einem Strand stehen…einem Strand aus welchem Riesenhummer herauskommen und den tragischen Antihelden angreifen.

    Womit wir beim nächsten Hinweis wären:
    Die Monster! Die Hummer haben ähnlichkeit mit dem Vieh, welches sich Ollie (und den Soldaten sowie den Rocker - welcher übrigens von King hätte gespielt werden sollen, doch dieser lehnte ab) schnappt. Spinnen sind bei King sowieso immer beliebt, und nicht erst seit ES (ein monster welches aus der Prim heraus kam…die Prim ist die Urmaterie von ALLEM und gilt als Grundlage der Existenz in…? Richtig: DER DUNKLE TURM). Auch gibt es die Geschichte FROM A BUICK 8, wo aus einem Kofferraum komische Lebewesen herauskommen…unter anderem riesige Insekten…

    Ein weiterer Hinweis ist der Satz "Mein Leben für Dich" - welcher von Mrs. Carmody ausgesprochen wird...daraufhin wird sie von dem Insekt nicht angegriffen. Sollte dies heissen, dass die Insekten und übrigen Monster dem Befehl des scharlachroten Königs unterstehen? Oder doch eher von Randall Flagg kontrolliert werden? Auf jeden Fall hört man diesen Satz des öfteren von einem Charakter namens Trash in THE STAND, sowie von Randall (oder Marten? Oder, oder, oder?) in THE DARK TOWER.

    King liebt es, alles miteinander zu verflechten…und gerade mit diesen Geschichten hat er eine wahre Meisterleistung in diesen Belangen vollbracht…mal abgesehen davon, dass THE MIST auch für sich alleinstehend ganz grosses Kino ist!



    Langsam lichtet sich der Gedankennebel…wahrscheinlich verursacht durch die Niederschrift desselben…

    Somit wäre diese Beschreibung abgeschlossen, und ich kann mir nur wünschen dass viele Lust auf den Film bekommen haben (egal ob "endlich" oder "wieder"), und wünsche viel Spass beim Spaziergang im Nebel.

    10/10
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch

    OMFE - Round 1 / Dictator: Chefkoch



    Seit ich "The Last House On The Left" gesehen hatte, war ich interessiert an diesem Streifen. Ende letzten Jahres habe ich ihn auch günstig "besorgen" können (ist ja auf'm index das Filmchen).

    Nachdem ich kurz reingesehen hatte, wollte sich aber nie mehr richtige Lust auf den Film bei mir bemerkbar machen...bis zum OMFE-Spiel.

    Also: Danke Chefkoch!...denn so ist eine DVD weniger in meinem "To Watch"-Regal...

    Gleich zu Beginn:
    "The Last House On The Left" hat mir mehr zugesagt.
    Aber warum?...handelt es sich doch um sehr ähnliche Filme aus der gleichen Ära...

    Ganz einfach:
    Der 1. und 2. Akt waren dort irgendwie erträglicher, und vor allem war der letzte Akt da auch viel befriedigender!

    Es war einfach eine Tortur, wie man ohne jeglichen Score oder sonstige, musikalische Untermahlung eine knappe Stunde lang mit ansehen muss, wie eine sympathische, junge, hübsche Frau von 3 Landeiern und einem Vollidioten mehrfach verprügelt und vergewaltigt wird. Das hätte man gut und gerne etwas kürzen können, aber nun gut:
    Der Regisseur will ja, dass man mitfühlt. Schliesslich sollen wir ja die Rache nicht nur nachvollziehen können, sondern das Opfer am Besten noch dazu anfeuern. Wenn die Rache dann vollzogen wird, soll sich dann die Befriedigung einstellen...und genau da haben wir hier ein Problem, denn auch wenn man über einen streiten kann, so werden hier 3 der 4 Peiniger doch einfach zu billig in die ewigen Jagdgründe entlassen. Vor allem Nummer 3 und 4 waren enttäuschend, und dass gleich darauf der Film zu Ende war, half auch nicht. Lediglich Rache-Opfer Nummer 2 war irgendwie erfüllend bzw. so hart und kompromisslos, wie man es sich erhofft hat, denn etwas anderes hatte dieses Schwein nicht verdient...alle anderen hätten aber eben noch viel mehr verdient gehabt und das Sterben wurde ihnen zu einfach gemacht.

    Nicht falsch verstehen:
    Ich bin kein Rache-lüsterner Psychopath, aber bei einem Rape'n'Revenge-Thriller wie diesem, erwarte ich schon etwas in diese Richtung (vor allem dann, wenn es so auf der Hülle dargestellt wird und dann aber wiederum so nicht gezeigt wird). Auf diese Weise war es einfach ein unangenehmer Film mit reeller Atmosphäre und schon zu oft kopierter Handlung (meist von ihm, aber das hilft dem Streifen heute auch nicht weiter).

    Mein Tipp:
    Film um gut 15 Minuten straffen und den Schluss härter bzw. gerechter gestalten, und dann wäre meine Bewertung definitif höher ausgefallen als:

    6/10
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