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Thema: There might be something to avoid in here!

  1. #181
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    Re: There might be something to avoid in here! By TheCrow...



    Inzwischen kann man wohl sagen, dass wo "Jason Friedberg & Aaron Seltzer" (Regisseure und Autoren von "Date Movie", "Fantastic Movie" und bald auch "Disaster Movie") drauf steht, auch wirklich immer das gleiche drin ist:
    Über weite Strecken zwar sehr bemühte, aber meistens leider dennoch un(!!!)lustige Filmparodien.

    Man konnte sich schon bei "Date Movie" fragen, inwiefern es überhaupt sinnvoll ist eine Parodie über eine Komödie zu drehen, aber immerhin muss man sagen dass jener Film - sowie "Fantastic Movie" - zumindest noch lustiger war als "Meet the Spartans", wie dieses "Werk" hier im Original heisst.

    Das Hauptproblem - neben der konfusen, weil sinnlosen, Handlung - besteht im Timing und darin, dass die Macher offenbar nicht wissen, wann es genug (bzw. sogar "schon zu weit") ist. So weiss man oft zu Beginn eines Gags schon, wie dieser ausgehen wird...und trotzdem muss man dann noch eine gefühlte Ewigkeit warten, bis die Pointe auch endlich ausgesprochen oder dargestellt wird. Leider hat man bis dahin aber gar keinen Grund mehr zum Lachen, da man dies ja schon viel früher tun wollte (als Beispiel sei die Britney-Szene ziemlich am Anfang genannt). Man könnte zahllose Beispiele nennen (ja, hier versucht jemand eindeutig Qualität durch Quantität zu kompensieren), wo im Grunde gar nicht mal so üble Gags dermassen ausgereizt werden, dass sich nicht einmal ein Grinsen im eigenen Gesicht bilden will. Wie lustig kann es denn sein, einem Kampf zwischen Leonidas und einem Pinguin zuzusehen? Wenn man den Machern glauben darf: gar nicht...ausser man lässt das Tier seine Notdurft auf des Spartaners Gesicht verrichten (an dieser Stelle würde von Borat passenderweise wohl ein "NOT!" zu hören sein). Und dass Spartaner ihre Kinder zu Soldaten formen, indem sie diese immerzu verprüglen, hat man nach 2 oder 3 Wrestling-Figuren begriffen und braucht derer nicht 20 (worauf im Abspann nochmals mehrere folgen...war ja schliesslich lustig...oder etwa nicht?).

    Und wo wir schon beim Abspann sind:
    Dem Film könnte man mit viel gutem Willen und einer grossen Affinität gegenüber diesem Genre noch knapp 4/10 Punkte geben. Allerdings muss ich einen weiteren Abzug machen, da ich mich als Konsument übers Ohr gehauen fühle! Da steht auf der Hülle "ca. 83 Minuten", und das ist nicht einmal gelogen, da erst nach 82 Minuten und 50 Sekunden das Schwarzbild erscheint.
    Umso überraschter ist man, wenn nach knapp 66 (!!!) Minuten der Abspann bereits beginnt. Zwar gibt es zwischen Minute 69 und Minute 76 nochmals diverse Outtakes zu sehen, aber damit hat sich das Studio lediglich die Kosten für Special Features gespart. Dazu hat man sich eine Möglichkeit "ergaunert" eine "abendfüllende Laufzeit" aufs Cover zu knallen, was ja für eine Firma mit wirtschaftlichem Selbstzweck natürlich sehr praktisch ist...quasi eine einseitige Win-Win-Situation (was für uns leider ein Lose-Lose zur Folge hat).

    Natürlich hat auch dieser Film seine "Fans" (wie man auf Amazon auch sofort anhand diverser Kommentare erkennt), doch wer dort 4 oder 5 Sterne vergibt hat wohl die grossen Zeiten von Leslie Nielsen (Naked Gun, Spy Hard, Wrongfully Accused) und Charlie Sheen (Hot Shots 1&2) nicht miterlebt. Scary Movie 1 war auch eine geniale Parodie, wobei auch der 3. Teil grösstenteils überzeugen konnte (Teil 2 war auf Zelluloid gebannter Detritus und der 4. irgendwo zwischen Teil 2 und 3) und man kann nur hoffen, dass die Macher - sollten sie weiterhin ausschliesslich "Parodien, die die Welt nicht braucht" drehen - sich mal ein wenig an diesen wirklich lustigen Filmen orientieren, denn nur wer Fehler einsieht, kann sich auch verbessern...im Falle von Friedberg und Seltzer ist bisher allerdings eher das Gegenteil festzustellen...

    Mein Tipp - sofern man keine übermässige Toleranzgrenze gegenüber Filmen hat:
    Grossräumig umfahren und nicht anhalten!

    2/10
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
    NEU: MovieCops auf Schwyyzerdüütsch mit der "Akte 38" (21.05.12)

  2. #182
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch

    OMFE - Round 2 / Dictator: soulassassin



    Also, ich war ja nicht gerade glücklich über diesen Zwangsfilm und hatte mich lange Zeit davor drücken können...obwohl mir immer wieder vorgeschwärmt wurde, wie toll der Film sei (vor allem von Johnny Cash Fans). Aber da Biopics einfach nicht mein bevorzugtes Genre darstellen (bin mehr der moderne Joker unter den Cineasten: hauptsache Spass und Anarchie...zumindest im Film), musste ich mich dennoch überwinden mir den Film auf den letzten Drücker noch anzusehen (gekauft war er schnell).

    Eines vorne weg:
    Wer jetzt denkt "Man, da macht der selber Musik in Richtung Rock und so, und dann interessiert ihn dieser Pflichtfilm für Musiker nicht?", hat recht...der Film ist - gerade für Leute wie mich - äusserst sehenswert und hochinteressant und eben: EINE PFLICHT! Allerdings hatte ich auch genau damit gerechnet, aber eben...diese Diskrepanz zwischen Dingen, welche man sehen will, und Dingen, die man sehen sollte...das Leben ist schon hart (und ohne Harten kein Leben, aber das wissen wir ja)...

    Jetzt aber zum Film:
    Ich habe "Ray" (wen wundert's) nicht gesehen (ähnliche Geschichte, nur wurde mir der noch nicht aufgezwungen - was jetzt aber auch keine Aufforderung sein soll) und kann von daher die in der MM-Review erwähnten Unterschiede nicht beurteilen. Was den ganzen Rest jedoch angeht, bin ich vollkommen einverstanden mit der Kritik!

    Die Darsteller sind allesamt sorgfältig ausgesucht und Mr. Phoenix sowie Reese Witherspoon überzeugen nicht nur vollkommen, sondern überraschen hier sogar mit ihren durchaus soliden Gesangsleistungen. Der Fokus des kompletten Films liegt klar auf ihnen beiden, weswegen der Rest ohne eigenes Verschulden hin und wieder etwas untergeht (so wusste ich anhand des Filmes zum Besipiel nicht, wieviele Kinder J.C. mit seiner ersten Frau hatte - erst Wiki klärte mich auf, dass es vier waren, obwohl ich mich nach dem Streifen nur fragte, ob es nun 2 oder 3 waren).

    Auch, was die Darstellung der einzelnen Szenen und vor allem die Konzerte angeht, hat mir der Film sehr gut gefallen und konnte mich immer wieder mitreissen! Eine der tollsten Szenen war für mich auch ganz klar das Vorsingen im Studio inkl. Monolg des Studio-Bosses, welcher J.C. darin wirklich eine Menge guter Tipps gab.

    Nun aber zur Kehrseite der Medaille:
    Ich hatte grosse Mühe mit dem im Film angewandten "roten Faden". Es kam mir mit der Zeit immer mehr wie ein Flickenteppich vor, welcher mir nur einzelne Eckpunkte darstellen sollte und das war es dann aber auch. Immer wieder wurde ich durch diese abrupten Zeitsprünge, welche bis auf 2 Ausnahmen ohne Ankündigung oder zumindest Einblendung daher kamen, aus der Geschichte gerissen, da ich mich neu orientieren musste:
    Wann sind wir jetzt? Wo sind wir? Was ist in der Zwischenzeit passiert?
    Dies kann natürlich dazu dienen, eine gewisse Spannung zu erzeugen und zu erhalten...bei mir hat dies aber genau zum Gegenteil geführt und es wurde mir sogar regelrecht verunmöglicht den charakterlichen Wandel von J.C. nachzuvollziehen. Es wirkt einfach wie von einer Minute auf die Andere, dass er plötzlich mit allen Groupies poppt und auf Pillen ist. Auch sorgte diese Erzählstruktur dafür, dass man gewisse Dialoge nicht mehr verstehen konnte. Kleines Beispiel:



    Als Johnny bei seiner ersten Frau die Konzertfotos aufhängen will, und dabei dann ein Streit entsteht. Da hört die Szene ja damit auf, Dass J.C. auf seiner Frau liegt und "You think you're perfect?" schreit.
    Gerade vorher sagt sie zu ihm "She'll find out. You'll see: she'll find out!"

    Was meint sie damit? Wer findet etwas heraus? Und was?!?
    June? Dass J.C. sie liebt? Dass er auf Drogen ist? Das weiss sie ja alles schon...



    Zum Glück sind aber die Darsteller dermassen gut, dass über diese Mängel locker hinweggesehen werden kann und mein Abzug dafür auch eher gering ausfällt. Schlussendlich war ich gute 2 Stunden meist gefesselt und interessiert und wurde auch immer wieder berührt, und etwas anderes will so ein Biopic ja auch nicht erreichen.

    Toller Film:
    8/10
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  3. #183
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Wie im entsprechenden Topic (und bei OMFE) bereits erwähnt, war ich vorgestern an der Vorpremiere hier in Basel...also am gleichen Abend an welchem auch "The Dark Knight" seine Vorpremiere im gleichen Pathé Multiplex feierte. Dementsprechend gering war offenbar das Interesse, weswegen der Film auch lediglich in einem mittelgrossen Saal, welcher knapp zur Hälfte gefüllt war, gezeigt wurde. Gegen den schwarzen Rächer kommt momentan wohl einfach kein Film an...heute Abend werde ich für mich dann wohl wissen, ob dies gerechtfertigt ist...

    Aber zurück zum Glück - losen Regisseur, welcher den teuersten Kriegsfilm in Vietnam drehen wollte, aber dafür leider gleich 3 grosse Namen engagierte, welche irgendwie einfach nicht richtig miteinander können. Diese werden in Fake-Trailer (ist die Idee von Grindhouse übernommen worden, oder ist sie für sich entstanden?) zu tollen Filmen, wie "Scorcher VI: Global Meltdown" (eine Art Mischung aus "Die Hard" und "xXx" mit einem Zooländermässig debil dreinblickenden Tugg Speedman alias Ben Stiller), "The Fatties: Fart 2" (wirkte wie "Nutty Professor II: The Klumps" mit Jeff Fatty Portnoy alias Jack Black als Eddie Murphy-Ersatz mit extremen und ständigen Darmwind-Ausbrüchen aka fötide Krepitationen von hoher olfaktorischer Intensität) und zum Schluss noch "Satan's Alley" ("Brokeback Mountain" im Kloster mit dem Oscar-Gewinner Kirk Lazarus alias Robert Downey Jr. und MTV Teen Choice Best Kiss Award Winner Tobey Maguire in einem sehr kleinen aber feinen Gastauftritt). Vorher gab es noch einen Werbeclip eines gewissen Alpa Chino alias Brandon T. Jackson, welcher einen Song mit dem Titel "I Love Tha' Pussy" singt und damit einen Drink namens "Booty Sweat", sowie einen Riegel namens "Bust-A-Nut" verkaufen will...erst nach all diesen wirklich gelungenen Einspielern fängt der eigentliche Film an...und das ist quasi der perfekte Einstieg für diese eindeutige Erwachsenen-Komödie!

    Tugg Speedman ist ein Weichei ohne dass er will, dass ihm dies wirklich bewusst wird (ähnlich, wie in "Dodgeball" oder "Mystery Men" mit einem Touch "Zoolander"), weswegen er auch innerhalb einer Szene nicht heulen kann. Jeff Portnoy ist drogensüchtig und fett...und das war's dann auch schon in Sachen Charaktertiefe. Kirk Lazarus ist Method-Actor par excellence und liess sich extra Farbpigment einoperieren, damit er den dunkelhäutigen Platoon-Leader spielen kann, womit er seiner direkten Konkurrenz in diesem Punkt - Alpa Chino - natürlich gehörig auf den Geist geht...dies vor allem auch, weil Lazarus es einfach masslos übertreibt. Begründung: er bleibt fest in seiner Rolle, und das bis zum DVD-Kommentar! Als auf jeden Fall Geld in den Sand gesetzt wird und so falles in die Hose zu gehen droht, weil dem Produzenten Les Grossman (ein wirklich herausragender und vor allem stark überraschender Tom Cruise!) umgehend der Kragen platzt, beschliesst Damien Cockburn ( ) alias Steve Coogan zusammen mit Four Leaf Payback (Nick Nolte als derjenige, auf dessen Erlebnissen der Film basieren soll) den Blair Witch Weg zu beschreiten:
    Eine Handvoll Schauspieler wird also mit dem Helikopter in den mit verstecken Kameras geschmückten Djungel geflogen und soll sich alleine bis zum Ausgangspunkt durchschlagen. So sollen die Darsteller das Gefühl der damals zum grössten Teil verstorbenen Soldaten nachvollziehen können und somit ihre Darstellungen verbessern. Leider haben sie aber...
    1. nicht darauf geachtet, in welchem Land der Abwurf stattfindet.
    2. keine Ahnung, dass der Special Effects Mann diverse Sprengladungen verteilt hat, um für überraschende Angriff-Action sorgen zu können.
    3. nicht den geringsten Verdacht, dass sie sich soeben in das Hoheitsgebiet einer Heroin produzierenden Drogengang begeben haben.
    4. noch immer den Glauben, dass sie eine millionenschwere Filmproduktionsfirma im Rücken haben und ihnen nix passieren kann, da alle Angreifer ja nur schauspieler sind.
    5. nach gefühlten 5 Minuten keinen Anführer - sprich: Regisseur - mehr!

    Fortan geht es nur noch darum, wie die Gruppe sich durch den Djungel schlägt, um hoffentlich irgendwann wieder in echter Sicherheit zu sein...mit allen Zwischenspielen, welche solch eine Basis mit sich bringen kann.

    Man muss kein Kriegsfilm-Kenner oder -Fanatiker sein (was ich eben nicht bin - im Gegenteil!), um zu merken, dass es sich hier um eine Mischung aus Persiflage und Hommage zu "Apocalypse Now" handelt inkl. vieler Anspielungen auf weitere Filme dieser Art. Allerdings hatte ich auch nicht den Eindruck, dass es bei diesem Film hauptsächlich um diese Tatsache handelte...im Grunde wollte Stiller meiner Meinung nach nämlich einfach das Gegenstück zu "John Rambo" liefern: einen LUSTIGEN Kriegsfilm, bei dem man sehr harte Szenen sieht, über die man lachen MUSS. Natürlich ist dies auch nur eine Annahme von mir selbst - so wie Harald in der MM-Review auch seine eigene getroffen hat - und niemand muss dies als Fakt ansehen...schliesslich bin ich ja bekennender Kriegsfilme-Hasser.

    Grundsötzlich kann ich so auch vielen Punkten aus Haralds Review absolut zustimmen, denn familienfreundlich ist dies hier nicht...und das ist auch sehr, sehr, SEHR gut so! Warum? Weil es sonst nur ein weiterer Stiller-Film wäre, wie ich sie zwar immer wieder sehr gerne sehe, aber wie bei einer Achterbahn nimmt auch hier der Nervenkitzel mit jeder Fahrt bzw. jedem neuen Film ab. Somit hebt sich "Tropic Thunder" schon einmal angenehm davon ab, allerdings sind es im Grunde lediglich schätzungsweise gute 5 Gags, welche wirklich böse sind und vor schwarzem Humor nur so triefen (Kopf, Panda, Simple Jack und Half Squat fallen mir da spontan ein)...der Rest fässt sich für mich in die Kategorie der typischen Stiller-Black-&-Co.-Gags einordnen. Dies ist, wie gerade beschrieben, nicht schlecht, haut einen aber auch nicht vom Hocker, da vor allem Ben Stillers Charakter so etwas von altbekannt daherkommt, dass ich mich an Adam Sandler erinnert fühlte. Klingt jetzt alles schlimmer als es ist, denn auch Sandlers Filme sehe ich mir immer gerne an.

    Der nächste Punkt war Jack Black:
    Diese Rolle hätte ein Hamster mit Verstopfung spielen können, also warum um alles in der Welt gibt man einem Jack Black nicht etwas, womit er richtig arbeiten kann?!? Gut, er bringt einen meiner Lieblingssprüche im Film (an eine Fledermaus gerichtet: "What are you even flying around? It's daytime!"), aber er wird hier verheizt und wird in vielen Kritiken schlecht dargestellt...sehr schade, denn dass der Man was kann ist klar...nur wo es nichts zu tun gibt, kann man auch nichts machen...

    Dafür wiederum ist die Rolle von Robert Downey Jr. ist wirklich klasse geschrieben, und sein Spiel: allererste Sahne! Zusammen mit Tom Cruise und Tugg Speedmanns Manager alias Matthew McConaughey sorgt er für dermassen viel Kritik an - und Gags auf Kosten der - Filmindustrie, dass es eine wahre Freude ist! Doch was all diese Gags und Anspielunegn angeht, sind es einerseits dermassen viele, dass man sich all diese nach einer Sichtung wirklich nicht merken kann, und andererseits lebt der Film hauptsächlich hiervon, weswegen ich das gar nicht vorweg nehmen will.

    Bleibt zu sagen, dass die Grundhandlung - sobald der innovative und einfallsreiche Beginn durch ist - doch recht vorhersehbar ist, und der Film somit ein Stiller-Produkt mit ungewohnten und teilweise neuen Gewürzen geworden ist:
    Ein tolle Komödie mit vielen Gags und klasse Darstellern...allerdings aber auch mit kleinen Schwächen, weswegend der grosse Wurf ausblieb und für mich nicht mehr drin liegt als eine verdiente...

    8/10
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  4. #184
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Zur Zeit, keine Zeit...aber wer schon einmal wissen möchte, was meine Meinung ist, der kann dies hier bei John Fallon nachlesen:
    Der Mann trifft damit bei mir beinahe voll ins Schwarze!...nur kleine Details sehe ich etwas anders.

    Zur Review von Dimitrios:
    Zwangsläufig sehe ich das Ganze nicht so...aber seine Kritik ist nachvollziehbar geschrieben, und zu dem Thema schreibt John Fallon auch etwas im ersten Absatz. Es gibt nun mal in Sachen Batman heutzutage 2 Fangruppen. In der ersten Gruppe sind die Comic-Fans, welche den Comic-Charme auch in den Verfilmungen suchen und/oder sehen wollen (was ja auch legitim ist...darf sich ja jeder wpnschen, was er/sie will)...und in dieser gruppe ist wohl Dimitrios (sowie wohle auch der Schreiber vom Spiegel). Die zweite Gruppe jedoch, mochte den bei "Batman Begins" eingeschlagenen, realistischen Weg und wurde mit der Weiterführung dieser Richtung in TDK quasi von den Socken gehauen...und zu denen gehöre ich halt auch.

    Meine sehr subjektive Bewertung:

    10/10

    Dies heisst nicht, dass ich nichts am Film auszusetzen hätte, aber nichts davon kann das Gesamturteil nach unten ziehen!
    Mehr, sobald ich dazu gekommen bin (evtl. erst nächste Woche...sorry and so long, folks!).
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  5. #185
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    Re: There might be something to avoid in here!

    So...jetzt habe ich Zeit, aber ich frage mich, was ich eigentlich noch zu diesem meisterwerk schreiben, soll...wo doch schon beinahe alles gesagt ist?

    Egal, denn mich hat diese Fortsetzung zu "Batmna Begins" einfach umgehauen! Der realistischere Ton des ersten Teils wurde nicht nur fortgeführt, sondern auch gleich verstärkt. Losgelöst von der Vorlage betrachtet, kann ich diese Entwicklung nur begrüssen, ermöglicht sie mir doch das verstärkte Mitfühlen in allen Belangen.

    Gotham City hat quasi den letzten Rest an comichafter Gothik-Mythologie verloren und kann nun mit jeder beliebigen Grossstadt verglichen werden: gross, grau, zugebaut...mit Hafen, Hochbahn und allem, was so eine Grossstadt nun mal braucht. Mitten drin: ein Beschützer, kein Held...nein, ein dunkler Ritter. Doch wie es dazu kommt, dass einem bei diesen Worten am Ende ein eiskalter Schauer über den Rücken fährt, ist eine 152 Minuten lange Geschichte die dermassen stimmig inszeniert ist, dass man als Zuschauer im 5-minuten-Takt in Beigeisterungsstürme verfallen könnte.

    Da wäre zuerst einmal die Eröffnungsszene, welche schon einmal mit viel schwarzem Humor gespickt wurde. Der Joker ist eingeführt, die Karten im Spiel. Schon Ledgers 2. Erscheinen lässt sich nicht mehr aus dem Gedächtnis löschen und man ist "very amused", wenn er auf sehr böse Art und Weise einen Stift verschwinden lässt. Man lacht über ihn...doch gleichzeitig hat man Angst und hofft solch einen planlosen aber dennoch kalkulierenden Psychopathen niemals begegnen zu müssen!

    Auf der anderen Seite Batman: innerlich zerissen, wie eh und je...doch weniger wegen Selbstzweifeln, sondern vielmehr aufgrund der Sehnsucht nach einem normalen Leben an der Seite der Liebe seines Lebens. Schon wären wir auch mitten drin im Liebesdreieck dieser Geschichte, denn das weisse Pendant zum dunklen Ritter taucht in der Form des D.A. Harvey Dent auf der Bildschirm auf. Mit des geflügelten Rächers Herzensdame liiert, wird er geprüft, getestet aber letztlich doch besiegt. Nur von wem genau, und mit welchem Ziel?

    All diese Dinge laufen perfekt ineinander, während die Gangsterbosse aus früheren Zeiten zu Schachfiguren verkommen und selbst nur noch wenige Möglichkeiten bekommen, aktiv zu werden. Stattdessen erklärt der Joker die ganze Stadt zu seinem Spielplatz und macht sich sogleich daran, mit der Fledermaus zu spielen und vergisst dabei natürlich nicht, immer wieder Lehren über die egoistische Bevölkerung zu proklamieren.

    Können die Einwohner von Gotham beweisen, dass auch sie noch genügend Menschlichkeit in sich besitzen, um sich einer Übermacht entgegen zu stellen?
    Kann der dunkle Ritter dem weissen Ritter helfen und gleichzeitig sein geistiges Gegenbild im Schach halten?
    Kann der weisse Ritter für Sicherheit in gotham sorgen, bevor er selbst zur Bedrohung wird?

    Und schlussendlich:

    Kann ein eher ernsthafter, auf einem Comic basierender Film all dies nachvollziehbar unter einen Hut bringen und den Zuschauer nicht nur fesseln sondern auch begeistern?

    UND WIE!!!

    Ich muss aber noch dazu sagen, dass Heath Ledger den Joker zwar perfekt spielt, aber trotz allem war es für mich persönlich nie so, als dass sein Spiel das Spiel aller anderen überschatten würde. Der Fokus liegt auf seiner Figur, da man batman bereits kennt, und er hält dieser Herausforderung auch eindrücklich stand, aber ein Christian Bale zum Beispiel spielt auch hier mit dem ihm Gegebenen nicht schlechter auf.

    Nun möchte ich aber dennoch die 3 Punkte erwähnen, welche für mich nicht ganz ins Gesamtbild gepasst haben:



    1. auch, wenn es schon viel besser aussieht, als bei "Batman Begins", so ist die Kamera bei der Action noch immer zu nah dran, und die Schnitte oftmals zu schnell. Bei der Auto-LKW-Pod-Verfolgung weiss man zum Beispiel nur selten, welches Fahrzueg nun genau wo hineingecrasht ist...schade, aber immerhin sind ja Verbesserungen erkennbar. Offenbar ist nolan einfach kein Action-Regisseur, weswegen auch die Schlusskämpfe eher kurz gehalten sind und nicht zum Wesentlichen erkoren werden. Nichts, was man hier wirklich ki^ritisieren wollen würde!

    2. diese Analyse mit dem Fingerabdruck auf der nirgends aufgefundenen Kugel...ähm...tja, Mittermaier würde sagen "Da wird es ein klein wenig unrealistisch!"...aber da der Fakt dass Batman aufgrund dieser Info irgendwo hinkommt, wo er nichts bewirken kann, hat dies auch keinen Einfluss auf die Handlung an sich und ändert somit auch nichts am Gesamtbild.

    3. das Gesicht von Two-Face...ja: das ist wunderbar animiert und sieht schön krass aus. Aber für mich war dies einfach etwas zu viel des Guten! Hätte man dem Mann nicht wenigstens ein Augenlid lassen können? So trocknet das Auge doch sehr schnell aus und kann vergessen werden. Deswegen war das Design seines Gesichtes das Einzige, was den Film in meinen Augen wieder ins Comicartige zurückzog...zwar nur punktuell - und ich lasse die Gesamtbewertung nicht unter diesem Detail leiden! - und deswegen nicht gravierend, aber nächstes mal bitte mit demselben Gespür für gutes Desgin, wie beim kompletten, restlichen Film. Was das Ableben angeht: passt und muss GENAU so sein! Sonst wäre die Aussage futsch, oder gewisses Handeln nicht mehr nachvollziehbar.



    Zum Schluss kann ich nur sagen:
    Irgendwie denke ich, dass da auf DVD noch ein Unrated-Cut folgen könnte...das PG-13 war halt doch in mindestens 2 Szenen etwas auffällig.

    Ich wiederhole mich - und das sehr gerne:

    10/10

    Hype hin oder her, der Film hat meine Erwartungen voll erfüllt!
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  6. #186
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Das war er also: der von mir nach THE DARK KNIGHT sehnlichst erwartete neue Action-Streifen von Timur Bekmambetov mit Angelina Jolie. Madamme Jolie hat mir ja schon immer gefallen (auch, wenn ihre Arme hier irgendwie skelettartig wirkten, knackig ist sie nach wie vor!) und vom Herrn Bekmambetov war ich aufgrund seiner beiden, bisehrigen Wächter-Filme auch bereits sehr angetan. Der Trailer versprach dann auch eine Action-Inszenierung, welche an die Wächter-Streifen erinnerte, und so freute ich mich (auch John Fallon fand grossen gefallen an dem Streifen, weswegen mich die MM-Review nicht beirren konnte) immer mehr.

    Womit haben wir es hier zu tun? Nun, es gibt Filme, die sind wie Achterbahnen: es handelt sich immer um kleine Züge auf Schienen, welche auf kurvenreichen Strecken hoch und runter Fahren. Hat man solche Fahrten mal erlebt, weiss man auch was einen erwartet. Liebt man diese Achterbahnen, geht man immer wieder drauf, und hat immer wieder - auch, wenn Innovationen und Überraschungen selten sind - einen Riesenspass daran!

    Solche filme sind in meinen Augen eben diese oft sogenannten "No-Brainer-Action-Filme" à la "Transformers", "Bad Boys" und wie sie alle heissen: nahezu reine Materialschlachten, nur um der Unterhaltung Willen.

    In letzter Zeit kamen dazu dann noch die vollkommen überzogenen Filme, wie zum Beispiel "Crank" oder "Shoot 'Em Up!"...und genau in diese Kategorie würde ich auch "Wanted" stecken:
    Unrealistische Action bis zum abwinken, eine durftige - wenn auch dennoch funktionierende - Handlung um das Ganze zu transportieren, gute bis tolle Darsteller, und das visionäre Auge eines Regisseurs dessen Handschrift nach nur 3 Filmen für jeden erkennbar sein dürfte = klasse Streifen für das breite Grinsen zwischendurch! 8)

    Natürlich gefallen diese Filme nicht jedem...um bei vorigem Beispiel zu bleiben: wenn jemand Achterbahnen hasst und ihm immer schlecht darauf wird, dann sollte er im Grunde nicht einsteigen. Tut er es doch, wird ihm die Fahrt mit grösster Sicherheit nicht gefallen können, weswegen eine zumindest teilweise objektive Meinung sehr schwierig zu erhalten ist. Damit will ich aber nicht unbedingt kritisieren, dass Dimitrios dazu die Review geschrieben hat, denn ich kenne seinen Filmgeschmack nicht und grundsätzlich kann man den Film so sehen, wie er das tut (ich habe sehr ähnlich, vernichtende Argumente in Bezug auf CRANK und SHOOT 'EM UP gehört)...und hätte ich (der ich Achterbahnen sowohl im klassischen, als auch im vorher erläuterten filmischen Sinne liebe) die Review geschrieben, wäre genauso viel Subjektivität in die andere Richtung enthalten gewesen...also lassen wir das sinnlose Meinungen Vergleichen und freuen uns daran, dass wir an den verschiedensten Meinungen Teil haben dürfen...macht ja schliesslich auch alles mehr Spass so!

    Grundsätzlich kann ich von der Stimmung im Openair-Kino her sagen, dass die grosse Mehrheit den Film gut aufgenommen hat (bis auf der eine Zuschauer, welcher nach einer knappen Stunde einen epileptischen Anfall bekam...das war nicht lustig und ich hoffe, demjenigen geht es wieder gut!). Gleich zu Beginn zeigt Bekmambetov, auf was man sich hier einlässt, wenn ein Mann im Anzug über eine grosse Lücke von einem Hochhaus zum anderen Springt und im Fluge um Ecken schiesst. Das ist alles andere als realistisch und ernstzunehmend...und genau das sollte hier niemanden interessieren, der sich nicht im falschen Film wiederfinden will!

    Was folgt ist eine typische "Du bist jetzt einer von uns und hast ungeahnte, übermenschliche Fähigkeiten"-Geschichte um einen lustlosen Loser, welcher im Verlauf des Filmes immer mehr aufdreht. Viele sagen, dass sie den Wandel von James McAvoys Figur zum Superkiller nicht nachvollziehen können, und dass das überhastet dargestellt wird. Dies entspricht aber absolut nicht meiner Meinung. Natürlich kann man von diesen Zeitraffer-Sequenzen halten, was man will, aber ich wüsste nicht, warum ich etwas dagegen haben sollte, wenn mir dies die Geschehnisse von Wochen oder Monaten in ein paar Minuten zeigen kann. Somit wird klar, dass doch eine gewisse Zeit vergeht, und wenn ich James McAvoy etwas nicht glaubte, dann war es seine Darstellung des Losers zu Beginn, da sein gelangweilter Ton einfach zu aufgesetzt klang. Zum Glück konnte er diesen dann aber bald ablegen, und von da an gefiel er selbst mir auch viel besser. Angelina spielt hier so gut, wie schon lange nicht mehr. Wer ihren Körper beurteilen will, soll dies tun...mich interessiert vielmehr ihre Darstellung der knallharten Fox, und als solche passt und überzeugt sie. Morgan Freeman macht, was er auch in TDK macht, nur mit einem kleinen Schuss mehr biss, was rollenbedingt ist.

    Kamera & Kamerafahrten, Schnitt, Score und Action (u.A. zahlreiche blutige CGI-Headshots - wobei die CGI-Benutzung nicht sonderlich negativ auffällt) sind vom Allerfeinsten!!! Hier sieht man wieder mal Dinge, welche so noch nie zu sehen waren! Lieblingsszenen gibt es mehrere, aber bei einer musste ich herzhaft loslachen, ich sage nur: Tastatur, Zähne & F.U.

    Ein vielseitig bemängelter Punkt darf natürlich auch nicht ohne Erwähnung bleiben:



    Die Webmaschine des Schicksals und der eingewobene Binärcode, welcher die Aufträge (woher auch immer) übermittelt...na und?!? Wen interessiert es? Es geht ja sowieso "nur" darum, dass Sloan alle verarscht und die komplette Killer-Gemeinschaft nur für seine Zwecke missbraucht (ob die maschine - wie am Ende von ihm behauptet - wirklich alle namen der Killer ausgespuckt hat, wage ich zu bezweifeln, denn sonst würde das Schicksal ja sein eigenes Werkzeug vernichten).
    Und, was den Binärcode an sich angeht: warum nicht? Ich meine, es leuchtete sogar mir gestern ein, dass man da Nullen und Einsen drin "verstecken" kann...und wer behauptet eigentlich, dass 0100111010110010 erst seit der Erfindung von Computern benutzt wird? Wurde es nicht schon vorher erfunden, und stellte sich danach einfach als ideal für Programmierungen heraus? Ich weiss es nicht...und ich will es auch gar nicht wissen, weil mir bei einem solchen Film wissenschaftliche Argumentationen egal sind (bzw.: sein müssen). Ich dachte für mich nur "Wenn es die Jungs seit Jahrhunderten gibt, müssen die schon immer eine Coden benutzt haben...warum keinen Binärcode? Und in so einem Teppich ist der doch gut versteckt."

    Wie dem auch sei:
    Gestört hat mich das in diesem Kontext nicht die Bohne!



    Fazit:
    Auch, wenn es im letzten Drittel etwas nachlässt, um kurz vor Schluss nochmals aufzudrehen, hatte ich so gut wie von A bis Z meinen Spass an diesem Film, welcher einen ganz klaren DVD-Pflichtkauf darstellt.

    8/10
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Womit haben wir es hier zu tun?

    Kurz und bündig:
    Mit einer Mischung aus "Godzilla" und "The Blair Witch Projekt" (oder auch - bald aktuell - "Diary Of The Dead"). Vom Ersten nimmt man das Setting und das Monster (im weitesten Sinn, denn dieses hier hat rein optisch überhaupt nichts mit dem legendären Asia-Vieh zu tun), und von Letzterem einfach die Inszenierung.

    Statt hinter die Kulissen zu blicken, und mitzuerleben, wie die staatlichen Sicherheitsdispositive sich gegen eine solche Bedrohung stemmen, folgt der zuschauer hier den Erlebnissen von einer handvoll Betroffener. Gerade eben feierten diese Twens eine Abschiedsparty für Rob, welcher - trotz grossen Gefühlen für Beth - beruflich nach Asien abhauen will. Sein Bruder Jason hat somit zusammen mit seiner eigenen Freudnin Lilly eine Abschiedsparty organisiert, an welcher Robs besten Freund Hub dazu überredet alles mitzufilmen um eine komplette Dokumentation über den Abend zu haben und daraus ein Abschiedsgeschenk zu machen. Beth taucht auch auf...allerdings in Begleitung, weswegen Rob ungehalten reagiert und sie wieder geht. Das ist der Moment, in welchem ein lauter Knall ertönt, und die Party ist vorbei.
    Voller Gewissensbisse will Rob unbedingt nach Beth suchen, und Jason, Lilly, Hub und Marlene (ein weiterer Partygast) stehen ihm zur Seite. Was folgt, ist eine Nacht in einer Stadt, welche gerade von einem Monster kurz und klein geschlagen wird, und es nur wenig Hoffnung auf Rettung gibt...hautnah mitzuerleben, wie es in dieser form noch nie der Fall war!

    Natürlich ist es so, dass diese Handkamerabilder nicht die angenehmsten Bilder für die Augen sind. Dennoch hat man sich nach der knapp 20-minütigen Einleitung schon fast daran gewöhnt, und zum Glück dauert der Film auch nicht allzu lange, weswegen man diese Umstände beinahe problemlos über sich ergeht, und sich dabei über beinahe greifbare Spannung in der Luft freut.

    Die Macher haben hier Mut bewiesen, denn wie man an diversen Kritiken erkennen kann, hätte das Ganze auch ins Auge (bzw. in die Verlustzone) gehen können. Ich persönlich bin jedoch sehr positiv überrascht von diesem Film, welcher abgesehen von der Einleitung keinerlei Längen bestizt und konstant in Bewegung bleibt. Dazu noch ein Zückerchen in Form einer sehr guten Idee, wie man etwas zuvor Geschehenes noch auf das gleiche Band packen kann (wobei am Ende noch Hochinteressantes zu sehen ist) und fertig ist der rundum gelungene Monsterfilm, welcher Schlaftabletten wie Emmerichs Godzilla den Meister zeigt.

    Das Bonusmaterial der DVD ist auch interessant und dabei witzig inszeniert und deckt sich im Übrigen 1:1 mit den Special Features der Special Edition. Diese hebt sich lediglich durch das Steelbook ab, und da muss jeder selbst entscheiden, wieviel ihm dieser Streifen wert ist...in jede anständige, grössere Sammlung gehört er jedenfalls.

    9/10
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
    NEU: MovieCops auf Schwyyzerdüütsch mit der "Akte 38" (21.05.12)

  8. #188
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Da ich gerade fleissig am DVDs abbauen bin, folgt hier gleich der nächste Beitrag...aber es ist anzunehmen, dass die Kommentare von mir an dieser Stelle nun wieder kürzer werden, sonst werde ich nie fertig.

    Nun aber zu Zombie Strippers, welcher nach einer Empfehlung von Keyzer schon viel zu lange bei mir rumlag und gestern endlich fällig war.

    Wie es in der MM-Review steht, hält der Film genau, was er verspricht:
    Der Zuschauer bekommt viele Zombies, Stripperinnen und vor allem strippende Zombies geboten, zwischen welchen ein leicht tuntiger Robert Englund versucht viel Kohle mit der Gesamtsituation zu scheffeln (und dies in einer Zeit, in welcher G.W. Bush seine 4. Amtszeit durchläuft und jegliche öffentliche Nacktheit absolut verboten ist!). Es wird stark gesplattert ohne zu explizit zu werden, und vor allem die Strip-Szenen sind für männliche Augen sehr schön anzusehen (die meisten zumindest...eher gegen Anfang bis zur Mitte). Danach beinhalten diese Darbietungen dafür wieder sehr Absurde Elemente, wie auch der Film einfach nur absurd und deswegen auch lustig ist!

    Schade ist, dass der Anfang mit den gelungenen politischen Anspielungen schnell wieder fallengelassen wird. Klar, man wollte hiermit nichts Tiefgründiges oder wirklich Satirisches erreichen, sondern nur die wichtigsten Elemnte des Splatterfilms auftischen: sex, guts & gags!

    Dies gelingt dem Film auch auf ganzer Ebene, wobei nur schade ist dass diverse Darsteller negativ auffallen. Vor allem das Army-Platoon spielt so etwas von schlecht, dass man froh ist diese Darsteller nur wenige Zeit zu sehen. Dazu kommt ein typisches 0815-Ende, weswegen ich trotz aller Unterhaltungswerte doch ein paar Punkte abziehen muss.

    7/10
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  9. #189
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    Re: TheCrow's Filmtagebuch

    OMFE - Round 3 / Dictator: KeyzerSoze



    Es ist mir ja im Grunde schon fast ein Bisschen unangenehm, weil das jetzt etwas voreingenommen wirken könnte:

    Der - und da ich auch mal ein Wort erfinden will, mache ich das jetzt auch - diesrundige Diktator ist auch gleichzeitig der Verfasser dieser Review zu dem mir aufgezwungenen Film...und das Blöde ist für mich nun, dass darin im Grunde alles schon enthalten ist, was mir so durch den Kopf gegangen ist (wobei ich eher an Trainspotting dachte, da ich die von Keyzer in der Review genannten Filme nicht gesehen habe).

    Somit beschränke ich mich auf ein paar Gedanken, welche mir nun - ca. 10 Minuten nach Ende dieses Films - durch den Kopf gehen...

    Zuerst dachte ich an eine Video-Collage. Diese Szenen rückwärts, und doch irgendwie chronologisch, da die Geschichte grundsätzlich geradlinig verläuft. Die Inszenierung ist dagegen alles andere als Geradlinig und schafft es immer wieder durch eine Spielerei zu überraschen.

    In diesem Zusammenhang gefiel mir eines sehr gut im Vorspann:
    Warum nicht öfter mal die Namen der Darsteller mit einem Edding in deren Gesicht schreiben?


    Auch sehr auffällig war die Entwicklung der Musik, welche The Feminists spielten, denn je drastischer der Film in seiner Gesamtheit - womit neben der Inszenierung auch die Handlung an sich und die immer extremeren und kompromissloseren Handlungen der Charaktere gemeint sind - wurde, desto drastischer bzw. psychedelischer wurde auch die Musik, sowie deren Stil. Aber in so einem Loch Proben...und was für Proben überhaupt? Streiten? - Okay - Rummachen? - Auch dabei - Prügeln? - Sowieso - Und wofür? Für eine Chance darauf, aus dem jeweiligen Müllhaufen namens mein bisheriges Leben ausbrechen zu können. Eine von Anfang an sehr aussichtslos wirkende Chance, und je mehr man sieht, umso weniger glaub man dass hier etwas Schönes passieren könnte.

    Worin man auch nicht enttäuscht wird. Abgründe müssen schliesslich am Boden enden.

    Ein Film, welcher keine Glücksgefühle auslöst. Viel eher glaubt man oft seinen Augen kaum und fragt sich, wie weit das alles überhaupt noch gehen kann. Es ist ein verstörendes Erlebnis, ein Abbild der gesellschaftlichen, ungern zur Kenntnis genommenen Nebenprodukte...living on the razor's edge...

    Ein Film in seinem eigenen Element, und darin fühlt er sich sichtlich sauwohl und ist dazu in seiner Art perfekt.

    Um aber alles wirklich zu erkennen und mitzubekommen, reicht mir eine Sichtung nicht aus. Die nächste wird allerdings kaum innerhalb der nächsten sieben Tage stattfinden, denn das muss erst einmal verdaut werden. Somit vergebe ich die bisher höchste von mir bei der OMFE vergebene Punktzahl:

    9/10

    P.S.: Hardcore-Shit!
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  10. #190
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Ich fand den Streifen jetzt gar nicht mal so schlecht, wie er im allgemeinen gemacht wird.

    Natürlich besitzt auch dieser 3. Versuch nicht den Charme der Comics, aber das war ja schon bei den vorherigen Live-Action-Asterix-Versuchen nicht anders.

    Sehr positiv überrascht war ich von Clovis Cornillac, welcher sich als neuer Asterix sehr gut macht (was mich persönlich sehr überrascht hat, da ich Clavier als Idealbesetzung sah).

    Dazu kommt eine spassige Darstellung des Brutus von einem Mann, bei dem ich imdb konsultieren musste um zu erkennen, woher ich den Mann kenne:
    Es ist Benoît Peolvoorde - der Mörder aus C'est arrivé près de chez vous (Man Bites Dog) und das passt hier, wie die faust auf's Auge!

    Die neumodischen Gadgets waren auch im 2. Teil schon mehrfach vertreten, weswegen George Lucas hier wohl mehr Probleme mit der Benutzung seiner Erfindung hat, als ich. Wie gesagt: dies geht entgegen dem Charme des Comics, aber da die Macher den sowieso nie treffen werden (ich habe mich halt damit abgefunden), sind andere witzige Elemente bei mir durchaus willkommen...und es kam meist sogar noch überraschend.

    Am meisten stört hier wirklich das Schaulaufen der Sportler am Ende! Was sollte das genau? Naja, wenigstens war Numerobis dann noch kurz dabei, und er war auch derjenige, welcher endlich den Gag in Bezug auf den Besetzungswechsel bei Asterix vom Stapel lassen durfte.

    Sogar Schumi war ganz witzig anzusehen, auch wenn er sicherlich so gut wie gar nichts zu tun hatte...sein krummes Grinsen passte trotzdem hierhin.

    Was Bully angeht: warum musste er denn eine Rolle ohne Zunge bekommen? Kann er kein Französisch? Und wenn er das wirklich nicht können sollte, hätte er den Text sicher auswendig lernen können!...so wird er verschenkt und kann in Sachen Gags auch nichts Herausragendes bieten.

    Der Humor ist allgemein auf einem seichten, niedrigem Niveau und bleibt den kompletten Film über auch dort: erträglich und unterhaltsam...aber nicht wirklich von höherer Qualität.

    Die Laufzeit von knapp 2 Stunden ist eine weitere positive Überraschung - jedenfalls in dem Moment, in welchem man die DVD-Hülle zum ersten mal betrachtet - nach der Sichtung weiss man, dass es hier eigentlich einiges zu Straffen gab...das wäre dann sicherlich auch dem Humor und Timing dienlich gewesen, aber naja.

    Bleibt ein vorhersehbares Filmchen, bei welchem mir wohl auch die vernichtenden Kritiken geholfen haben eine sehr geringe Erwartungshaltung aufzubauen...weswegen der Film bei mir nun doch besser abschneidet:

    4/10
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
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