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Thema: There might be something to avoid in here!

  1. #211
    Moderator Moderator Avatar von TheCrow
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    Re: There might be something to avoid in here!

    OMFE - Round 10 / Dictator: Julia




    Was war das denn?!?

    Ich muss gestehen, dass ich auch Stunden nach dem Film noch immer nach dem Sinn dahinter suche. Ich war während der ersten 25 Minuten wirklich drauf und dran die Stop-Taste auf meiner Fernbedienung zu drücken...aber da ich immer noch voll und ganz hinter der OMFE-Idee stehe, und Julia auch Ihre Chance haben sollte, biss ich auf die Zähne und habe den Film zu Ende gesehen.

    Ich muss zugeben, dass nach einer guten halben Stunde doch langsam einzelne, interessante Dinge geschehen, und vielleicht hätten die mich für sich einzeln genommen auch irgendwie fesseln können. In diesem Kontext hier, sowie in der Kombination in welcher die Geschehnisse zueinander stehen, jedoch leider überhaupt nicht. Die meisten Handlungen der Hauptfiguren sind so nachvollziehbar, wie der Fakt dass es einen Kübelböck-Kinofilm gibt. Nur wenige Szenen machen in meinen Augen Sinn, und wäre nicht zumindest die Entwicklung der Beziehung zwischen Onkel und Neffe marginal interessant gewesen (auch wenn diese ebenfalls in eine sehr komische Richtung weitergezogen wird), so wäre es eine wahre Qual geworden. Bevor es aber so aussieht, als wäre dies der einzige positive Aspekt, nein: Matthew Broderick ist auch dabei...und egal worin, ihn sehe ich halt einfach gerne.

    Was bleibt am Ende?
    Eine Geschichte über ein Geschwisterpaar, welches aufgrund des tragischen Unfalls im Kindesalter seiner Eltern beraubt wird, und deswegen etwas länger braucht, um wirklich erwachsen zu werden. Gefangen im Drang alles möglichst korrekt zu machen, realisiert sie - genauso wenig wie er, der immer ziemlich verantwortungslos in den Tag hinein lebt - dass zum Erwachsensein mehr dazu gehört, als ein gesundes Gleichgewicht zwischen Vernunft und Risiko...oder war es Ernsthaftigkeit und Freiheit? Egal, denn der Film zeigt nur die Entwicklung der Figuren...und zwar ohne irgendwelche Hinweise für die Gründe zu geben. Es kommt öfters vor, dass zwei Personen einfach ein wenig mit einander plaudern, und plötzlich hat einer der beiden dann die grosse Einsicht. Woher diese kommt, und warum gerade jetzt: ?!?!?...gnlpfth...

    Ein Film muss für mich in erste Priorität ein Merkmal besitzen:

    Ich muss mir vorstellen können, dass ich mir das Werk mindestens noch ein 2. mal ansehen könnte.

    Dies ist hier nicht gegeben, denn ich werde in Zukunft weiterhin einen grossen Bogen um diese Art von Filmen machen.
    Es tut mir leid - vor allem für Julia! Es war wohl einen Versuch wert, hat aber nicht sollen sein...

    Wer jetzt sagt "Ist ja klar, dass ein Mann diesem Frauenfilm nur wenig abgewinnen kann.", dem kann ich nur entgegnen:

    Ist es ein Frauenfilm? Und, wenn ja: warum war meine bessere Hälfte genau der gleichen Meinung, wie ich?

    Nachdem wir kurz über das soeben Ertragene geredet hatten, kamen wir auf eine 3.5...inkl. Sympathiebonus macht das aufgerundete:

    4/10

    P.S.: vielen Dank noch an Argo, der so lieb war mir dieses Meisterwerk des rührendes Dramas (...NOT!) auszuleihen!!!
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
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  2. #212
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    Re: There might be something to avoid in here!

    OMFE - Round 11 / Dictator: Thomas.Schutte



    Zwar kann ich mir den Film bekanntermassen nicht ansehen (für die Gründe: siehe OMFE-Topic), aber nach allem was ich inzwischen über den Film gelesen habe, will ich ihn definitif sehen!

    Es sieht also so aus, als hätte Thomas meinen Geschmack gettroffen, und schon allein dafür, dass ich jetzt extrem scharf auf den Streifen bin, will ich ihm eine Filmempfehlungs-Bewertung geben...hier ist sie:

    8/10
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  3. #213
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    Re: There might be something to avoid in here!

    OMFE - Round 13 / Dictator: Pitt



    Das war er also, mein erster Kitano (zumindest, was die Regie angeht) seit langem. Was soll ich sagen? Erst einmal, vielen Dank für's Ausleihen der DVD, Pitt!!!

    Nun aber zu dem weniger Erfreulichen, obwohl ich schon damit gerechnet hatte (und deswegen - auch, wenn ich jetzt von vielen gesteinigt werde - diese Filme bisher auch nie angesehen hatte):

    Ich bin bei Brother irgendwie halb-halb in allen Belangen. Alles hat mir irgendwie gefallen, und dann doch irgendwie auch wieder nicht. Die Kameraführung war teils eindrücklich, um im nächsten Moment wieder sehr einschläfernd auf mich zu wirken (und dies in einem Mass, welches mich immer wieder zwang nochmals ein paar Sekunden zurückzuspulen). Die Dialoge waren auch teils genial, und dann wieder extrem trivial. Und genau das zieht sich durch alle Punkte, wie Action, Story, usw. durch. Ob dies so gewollt war? Teilweise sicher...aber warm werden konnte ich damit dennoch nicht.

    Zu stereotypisch waren mir die Freunde von Ken (obwohl mir Omar Epps Darstellung dabei wieder sehr gut gefallen hat), zu unlogisch deren Handeln und sofortige Unterwerfung. Die ganze Handlung war für mich nur sehr schwer nachvollziehbar, und dass das Ganze schlussendlich genau auf das hinausläuft, was man von Anfang an erwartet hatte, hilft dem Film dann in meinen Augen am Ende auch nicht weiter.

    Mag sein, dass ich da zu hart ins Gericht gehe, aber die ach so grandios angekündigten Schiessereien hatte auf mich eine eher lächerliche Wirkung.
    Und sie wurden dazu für meinen Gecshmack viel zu hastig abgehandelt. Ist es wirklich so, dass Kitano sich hier zu sehr von Hollywood beeinflussen liess? Oder wollte er damit auf etwas bestimmtes hinweisen? Und wenn ja: worauf, und wie soll ich darauf kommen, wenn ich eine Geschichte über einen geschassten Yakuza ansehe, der gute eineinhalb Stunden lang sehr ruhig (was auch passt - wobei ich sagen muss, dass ich Kitano noch nie habe anders spielen sehen als hier: innerlich zerissen und sehr ruhig mit seinem punktuell auftauchenden, typischen Grinsen) sich und die meisten um sich herum in den Tod treibt bzw. mitzieht?

    Nun, schlussendlich geht es nur um Zusammenhalt, Ehre und den daraufhin zwangsläufigen, indirekten Selbstmord. Aber ist das neu? Ist das überraschend? Ist das vielleciht sogar schockierend? Tja, in dem Kontext in welchem der Film spielt für mich überhaupt nicht. Und da liegt wohl das Problem (bei mir), weswegen ich alles andere als in Begeisterungsstürme versetzt wurde.

    Wie gesagt:
    Es ist alles halb-halb, und so habe ich mich nicht gelangweilt, aber auch nicht gut unterhalten gefühlt. Es war, wie ein Poster an der Wand, welches man schon gut kennt und deswegen nicht sonderlich beachtet...es ist da...es sieht nicht schlecht aus...es gefällt...aber würde man wirklich etwas vermissen, wenn es nicht da wäre? Eine sehr gute Frage, auf welche ich mir selbst nicht einmal eine 100%-ig sichere Antwort geben kann.

    Aus all diesem halb-halb-Geschreibsel ziehe ich die Zwangsläufige Bewertung, die da lautet:

    5/10

    Sorry Pitt...ich wollte den Film besser bewerten...wollte ihn mindestens so gut finden, dass ich mir doch noch die DVD bestelle, aber so werde ich das wohl nicht tun. Mal sehen...vielleicht gebe ich noch mal einem anderen seiner früheren Streifen eine Chance...time will tell...
    Geändert von TheCrow (13.07.2011 um 09:24 Uhr)
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  4. #214
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Schon wieder SAW - schon wieder Fallen und Blut, nur dieses mal ohne Kreativität - schon wieder tauchen Fragen auf, welche nicht alle beantwortet werden, wobei dabei wenigstens auf ein paar bestehende Fragen eingegangen wird. Jigsaw kommt zu kurz, Hoffmann soll den Film tragen, spielt aber wie ein Soap-Darsteller...blablabla...

    So in etwa klingen die Dinge, welche man querbeet durch's Internet über SAW V lesen kann.

    Natürlich handelt es sich im nun Folgenden Text um meine subjektive Meinung und Auffassung der Dinge, aber ich kann nicht anders als den negativen Meinung wehement zu widersprechen (wer noch nicht bis und mit Teil 4 gesehen hat, sollte den nächsten Absatz überspringen):

    Det. Hoffmann ist tatsächlich Jigsaws Nachfolger! Teil 5 beginnt gleich nach dem Ende des 4. Teils (wenn man die Eröffnungssequenz mal weg lässt, denn diese ist eine Rückblende - was sehr bald klar wird und deswegen wohl kein Spoiler ist). Peter Strahm ist in dem Raum gefangen in welchem die Leichen aus Teil 3 liegen. Nicht durch ein Wunder, aber durch eine eindrückliche Tat, schafft er es aber lebendig (und schwer verletzt) aus dem Gideon-Gebäude heraus zu kommen. Fortan heftet er sich an die Fersen von Hoffmann, denn Strahm ist sich ziemlich sicher dass dieser auch ein Komplize Jigsaws ist. Gleichzeitig wird ein weiteres Spiel mit 5 Teilnehmern gespielt, und Hoffmann ist sehr darauf bedacht, Strahm auf Distanz zu halten. Der wiederum ist sich immer sicherer, dass seine Vermutung stimmt und ermittelt auf eigene Faust, weil er von dem Fall abgezogen wurde.
    Allerdings offenbart sich erst gegen Schluss, wie all dies - wieder einmal - perfekt zusammen passt und die Puzzlestücke ineinander greifen!

    Ich kann nicht anders, als - wie schon beim 4. Teil - den Drehbuchautoren ein grosses Lob auszusprechen! Ich finde es schlichtweg genial, wie das Gesamtbild kontinuierlich komplexer und imposanter wird...I friggin' love it!!!
    Alles passt zusammen, offene Fragen muss man akzeptieren können...schliesslich ist es noch nicht fertig, und das ist in meiner kleinen Welt auch gut so.
    ...oder gibt's jemanden, der eine Horrorreihe kennt, welche auf einem ähnlichen Niveau spielt? Mir ist jedenfalls keine einzige bekannt.
    Allerdings gebe ich zu, dass irgendwann einmal Schluss sein muss...und ich hoffe, dass dieser Schluss kommen wird - und zwar bevor die Reihe sich wirklich selber zerstört!

    Bis jetzt muss ich aber nochmals sagen: es passt!

    Warum sind nun aber die Stimmen im internet dermassen negativ?!?
    Ganz ehrlich: ich weiss es nicht...aber ich habe da eine Theorie, welche 2 Punkte beinhaltet:

    1. Die Gorehounds wollen nur eines sehen:
    Immer krassere Fallen, mit immer mehr blut (man lese sich nur mal die teilweise debilen Kommentare zum SB auf SB-com durch) und krankeren Spielen.
    Tja, und genau das bietet die Reihe nicht.
    Jigsaw ist Jigsaw...alle anderen seine Lehrlinge.
    Somit ist und bleibt der Stil der Seinige, und dementsprechend darf es keine grosse Entwicklung des Stils der Fallen und Spiele geben (denn DANN wäre es an den Haaren herbei gezogen)!
    Also sind die reinen Gorehounds auch nicht die wichtigste Zielgruppe. Da diese Gruppe aber dennoch in dem Glauben ist, zur Hauptziegruppe zu gehören, ist sie vom Gebotenen enttäuscht, weil das ja "zu wenig" ist...

    2. Alle anderen, welche die Filme negativ bewerten, stören sich genau an diesen Gewaltexzessen (= für die einen zu wenig, für die anderen schon viel zu viel), und achten oftmals gar nicht mehr genau auf die Handlung...oder sie konzentrieren sich zu wenig, verpassen wichtige Details, oder wasweissich.
    Das führt dann dazu, dass die SAW-Reihe diesen Leuten unterm Strich gar nichts bietet, woraus dann natürlich ein Verriss resultiert.

    Ich selber aber, sehe nicht die Wiederholungen (schliesslich geht es ja eben IMMER um Jigsaw, also warum sollte ich erwarten, dass sich alles ändert?), sondern das Puzzle welches rundherum gezeichnet wird.
    Es macht mir einfach sehr grossen Spass, wenn ich 90 Minuten lang immerzu am Rätseln bin, wer denn nun was genau, warum tun will. Und vor allem ist es faszinierend, dass man sich bei den letzten Teilen der Reihe immerzu fragen kann: "Wann sind wir hier?" & "Wo sind wir hier?"
    Und erst am Ende (oder sogar erst im nächsten Teil - was in Sachen Marketing nur als sehr geschickt bezeichnet werden kann) hat man überhaupt die Möglichkeit, sich einzelne Fragen zu beantworten.

    Hier nochmals die Frage:
    Welche Horrorreihe bietet mir das sonst?!?
    Ich mag zwar auch die Friday- und Freddy-Filme, aber die sind ja inhaltlich auf einem ganz anderen (= viel tieferen) Niveau angesiedelt!
    Hier geht es grundsätzlich nähmlich um eines:
    Eine sofort wirksame Rehabilitierungs-Methode - irgendwie krank...aber irgendwie hat Jigsaws Theorie auch etwas Wahres (so traurig das auch ist). Somit befassen sich die SAW-Filme auf ihre ganz eigene Art und Weise mit dem Wahnsinn gennant "Mensch".

    Dann hiess es noch immer wieder: "Costas Mandylor spielt schlecht!"
    Nun, da ist mir viel eher der Peter Strahm-Darsteller negativ aufgefallen...Costas passt in diese Rolle!...aber was weiss ich denn schon...

    Naja, wie auch immer:
    Jedem das Seine, aber wenn einem das Gesamtbild um Jigsaw nicht interessiert, rate ich jedem sich die Filme einfach nicht anzusehen.
    Ob man's glaubt oder nicht (und das habe ich erst gestern wieder erlebt), die SAW-Filme verlangen einiges an Aufmerksamkeit...wer diese nicht mitbringt, wird nur die Hälfte mitbekommen und weitaus schlechter darüber denken, als ich.

    Damit will ich niemandem ans Bein pinkeln! Aber wenn ich nun mal anders denke, kann ich auch nur so schreiben, wie ich es soeben getan habe.

    Und, wenn ich darüber nachdenke...vielleicht hat ja die Tatsache, dass ich mich für The Jigsaw-Chronicles 2 Wochen lang eingehend mit der Thematik auseinandergesetzt habe, viel damit zu tun dass ich so positiv eingestellt bin...who knows?

    When you're good in anticipating the human mind - there's not much left for chance!

    9/10 für den Unrated Director's Cut
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  5. #215
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    Re: There might be something to avoid in here!



    So, lange hat es gedauert, bis die DVD endlich etwas billiger wurde (nach den vielen Vorschusslohrbeeren wollte ich einfach nicht viel dafür ausgeben ), und schon wurde das Filmchen gekauft und angesehen.
    (@ OMFE-Teilnehmer: The Jacket sollte in den nächsten 48 Stunden bei mir eintreffen)

    Was soll ich sagen?
    In den meisten Punkten kann ich der MM-Review zustimmen:
    Die Inszenierung ist recht grottig und verrät alles schon, bevor man überhaupt weiss, worum es geht (diese blauen und roten Flimmerübergänge zerstören alles, statt dass sie ein innovatives Stilmittel darstellen...was wohl der Grundgedanke war). Die Darsteller fallen zwar nicht negativ auf, aber sie fallen eben grösstenteils überhaupt nicht auf!
    Die Auflösung ist extrem vorhersehbar (es kommen von Anfang an nur 2 Personen in Frage - nach der Hälfte nur noch einer...und warum die Polizei dann nicht die Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern herausfiltert ist mir ein Rätsel!) und dazu sehr schlecht in Szene gesetzt. Die letzten Bilder setzen dem Ganzen die Krone auf, und das obwohl es viel besser ist als das alternative Ende.

    Aber!...ich hatte keinerlei Ermüdungserscheinungen und habe den Film in einem durch bis zum Schluss angesehen...und das war dann um 02.00 Uhr morgens. Das muss ich schon mal als Pluspunkt werten...wobei ich dabei auch zugeben muss, dass ich die Lindsay einfach gerne sehe. Mal abgesehen von Ihren privaten Escapaden (= rein äusserlich) entspricht sie halt schon sehr meinem Typ Frau.
    Auch weiss ich nicht, wie das hier nun mit Body-Doubles aussieht. Man hat zwar schon immer wieder das Gefühl, dass die Frage "Ist sie das wirklich?" berechtigt ist, aber jedesmal wenn ich genau hingesehen habe, konnte ich klar sehen, dass es ihre Haut ist (oder zumindest ein Body-Double, welches die gleichen Pygmente hat - zum Vergelich kann man sich Frau Lohan in der "Mistress of the Week"-Datenbank unter Arrow in the Head ansehen gehen). Kurz gesagt habe ich da keinen blassen Schimmer, ob das nun so ist...aber es war auch schon spät und vielleicht war ich einfach nicht mehr so wach, wie ich es mir einbilde...

    Das Thema an sich hat mich angesprochen...wobei ich da aber auch keinen Sinn darin sehe, über Sinn und Unsinn zu diskuttieren. Es ist ein Horror-Thriller, und da passieren nun mal sehr oft Dinge, welche in Wirklichkeit lächerlich sind. Alte Genre-Krankheit, welche ich mindestens jedem 2. Horrorfilm ankreiden müsste.

    Alles in Allem überwiegen die negativen Punkte, vor allem in Sachen Regie. Dennoch bereue ich es nicht, mir den Film angesehen zu haben...aber ohne Lindsay wäre mein Urteil wohl um einiges härter. So jedoch schafft es der Film noch auf:

    4/10
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  6. #216
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    Re: There might be something to avoid in here!

    OMFE - Round 15 / Dictator: NY152



    So, jetzt habe ich wenigstens mal noch einen der hängigen OMFE-Filme angeschaut, und wie ich erwartet hatte, gefiel mir diese Österreischiche Komödie recht gut.

    Die Handlung ist anfangs etwas wirr erzählt, lässt sich aber fogendermassen zusammenfassen:

    Autoverkäufer Gerry (Roland Düringer, den ich bisher lediglich vom Namen her kannte) hat soeben seinen Chef beerdigt und fliegt gleich darauf mit seiner Frau und seiner Tochter in die Ferien. Das Ferienparadies entpuppt sich als von Wüste umgebener Bungalow-Komplex, in welchem sich ewig grinsende aber ahnungslose Hosts, dauergeile und sehr angepisste Animateure, schräge Gäste aller Facetten und teilweise verständnisloses Personal tummeln. Raus kann man nicht, und wenn es mal einen Ausflug mit dem Bus gibt, wird dieser von den Kindern der Inselbewohner mit Steinen beworfen. Die Bungalows sind von der Ausstattung her unter aller Sau, aber dafür hat man ca. 20 Mitbewohner in Form der vielen umherkrabbelnden Kakerlaken. Als wäre das alles nicht schon einladend genug, vermisst Gerry nach der Ankunft natürlich auch noch seinen Koffer (was zu sehr lustigen Szenen führt, da Gerry lediglich einen schwarzen Anzug auf sich trägt und mit diesem überall rumrennt...auch am Pool und Strand!). Doch man hat sich ja nicht umsonst auf den tollen All-Inclusive-Urlaub gefreut, und deswegen macht man halt trotzdem das Beste aus alledem...auch wenn die gekaufte Sonnenbrille doch kein Unikat ist, seine Tochter sich gerade auf dem Anti-Eltern-Punk-Trip befindet und seine Frau mit einem aalglatten Deutschen Urlauber anbandelt. Was sich aber in Gerrys Kopf festgefressen hat, und ihn einfach nicht in Ruhe lassen will, ist ein Name. Dieser Name gehört einer Person...einem Deutschen...eine Person, welche in letzter Zeit des öfteren mit Gerrys direktem Vorgesetzten telefoniert. Was hat es mit dieser Person auf sich...oder anders gesagt:
    Who the fuck is POPPITZ?!?

    Als Komödienfan kann man sich ausmalen, in welchem Stil der Film präsentiert wird. Er ist sehr grell, direkt und dreckig...so wie der Blick hinter die Kulissen dieser austauschbaren Ferienidylle. Immer wieder wendet sich Düringer direkt dem Publikum zu, um seine Gedankengänge und Motivationen für seine nächsten - oder soeben getätigten - Handlungen darzulegen. Aufgrund seines sehr schwarzen humors, welcher unglaublich trocken vorgetragen wird, schafft es Poppitz durchaus über die komplette Laufzeit zu unterhalten, und wer schon bei Englischem Humor denkt es wäre zu hart, der sollte erst gar nicht versuchen, hier Lachen zu wollen! Mir hat das allerdings am Besten gefallen, vor allem weil diese Art von Humor mit einer herrlichen Konsequenz bis kurz vor Ende durchgezogen wird. Der Schluss an sich geht dann zwar wieder eher in Richtung Einheitsbrei, aber diese paar Sekunden können das vorher Gesehene nicht zunichte machen.

    Zugegeben: neu ist das alles nicht unbedingt, denn da hat unter anderem Hape Kerkeling 1995 mit seinem Club Las Piranjas schon viel Vorarbeit geleistet (und immer wieder kam mir der Film auch während der Ansicht von Poppitz in den Sinn). Auch kann man verstehen, dass diese Art von Film / Humor nicht jedermanns Sache ist. Dazu kommt, dass der Soundmix oftmals voll und ganz in die Hose gegangen ist, und so kommt es immer wieder vor, dass man aufgrund der Lautstärke des Scores die Dialoge nicht mehr versteht. Die Regie ist grundsätzlich auch nichts Besonderes, aber darum geht es auch nicht, und dafür werden wir immer wieder mit einzelnen in die Handlung eingebauten Alternativszenen und mehreren Storywendungen überrascht.

    Bleibt noch zu sagen, dass ich nur einen sehr marginalen Unterschied zwischen der Österreischichen und der Deutschen Fassung feststellen konnte und mich dementsprechend erst einmal an den Klang des breiten Österreischichen Dialektes gewöhnen musste (25 Jahre E.A.V. hören reichen da offenbar nicht aus ) um mitzukommen. Dafür habe ich den Anfang dann aber gleich nochmals angesehen, um ein faires Urteil abgeben zu können.

    Da ich gut unterhalten wurde, mir aber ein etwas zügigeres Tempo und mehr Gags gewünscht hätte, ergibt dies unterm Strich:

    Eine gute 7/10

    "Kann i do nid mehr Punkte für bekommen?"
    "Ja...Morgen...Geht das!(?)"
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  7. #217
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    Re: There might be something to avoid in here!



    So, nach den vielen Meldungen über zu schnelle Schnitte, habe ich im Kino verzichtet und auf die DVD gewartet. Gestern Abend war es dann so weit, aber irgendwie hätte ich vielleicht doch zuerst nochmals Casino Royale ansehen sollen. Egal, irgendwie kam ich auch so ganz gut mir.

    Grundsätzlich hat mir Quantum Of Solace sehr gut gefallen!
    Nachdem ich schon vom Vorgänger mehr als nur überzeugt wurde, konnte der dort eingeschlagene Stil sehr gut weitergeführt und sogar auch weiterentwickelt werden. Marc Forster hat wieder mal eine sehr solide und überzeugende Arbeit abgeliefert, und der Film ist von der ersten bis zur letzten Sekunde extrem fesselnd.

    Daniel Craig ist für mich der beste Bond ever!!!
    Genau so stelle ich mir einen Agenten in der modernen Welt vor. Er sollte sich mehr zurückhalten und unauffälliger agieren? Bestimmt nicht, denn das würde weder zu seiner Motivation, noch zur Situation an sich passen. Er rast innerlich vor Wut! Eine Wut gegen die Verantwortlichen für Vespers Tod, und eine noch grössere Wut gegenüber sich selbst, weil er es irgendwie nie schafft dass ihm nahestehende Menschen am Leben bleiben. Diese Frustration entlädt sich in seiner Vorgehensweise, was ich sehr begrüsst habe.

    Die Bösewichte waren okay, wobei ich die Darstellung des Greene sehr gelungen fand...dafür aber dessen rechte Hand - und somit meinen Landsmann - überhaupt nicht. Was macht der eigentlich im ganzen Film? Telefoniert mit seiner Mama, fällt die Treppe runter und dann ist auch schon bald aus für ihn...ein vollkommen überflüssiger Charakter!

    Neben diesem kleinen Kritikpunkt, muss ich mich auch noch denjenigen anschliessen, welche die Schnitte zu hektisch fanden:
    Es ist ja im grunde genommen nicht wirklich schlecht, dass man das fehlen von Gadgets und sonstigen Gimmicks mit einer dynamischen Inszenierung kompensieren will. Aber hier ist dies nunmal wirklich ein Quantum zu viel des Guten! Im Kino wäre ich durchgedreht (oder hätte einen epileptischen Anfall bekommen), denn das war nur noch anstrengend...und das sogar schon auf dem TV-Bildschirm (okay, der ist jetzt auch nicht sooo klein ).
    Nicht falsch verstehen, ich finde die Action hervorragend!!!...nur hätte ich die in sekundenschnelle auftauchenden wunderschönen Bilder auch gerne geniessen wollen, was mir durch das Editing aber nicht möglich war.
    Trotzdem war die Verfolgungsjagd am Anfang ein wahrer Leckerbissen, und immer wieder schrie mein Hirn "Yeah, BURNOUT Baby!!!".
    Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist wie man hier von "nur wenig Action" reden kann...wie bitte?!? Der Film besteht ja praktisch nur aus Action! Und gerade deswegen sind die schnellen Schnitte in den Actionszenen dermassen ermüdend: es sind einfach so viele Action-Sequenzen, dass man das Gefühl bekommt, man müsste die vollen 100 Minuten ohne zu Blinzeln verbringen.

    Nichts desto trotz freue ich mich schon auf die 2. Sichtung mit meiner Frau...aber zuerst gibt's nochmal den Craig-Erstling um dann in ein Double-Feature zu mutieren...oder so...

    Fazit:
    Auch, wenn ich am Ende nicht mehr genau wiedergeben konnte, was im neuesten Bond so alles passiert ist (es ist einfach zu viel, um es nach einmal Sehen gleich abzuspeichern), so ist der Film in meinen Augen gelungen. Ich für meinen teil freue mich jedenfalls schon extrem auf das nächste Bond-Abenteuer mit Daniel Craig!

    8/10
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  8. #218
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Was für ein frischer Wind im Horror-Splatter-Comedy-Genre!

    Kleine voraus!

    Grundschullehrer und überzeugter Vegetarier Archie Andrews lebt in einer Welt in der Nahen Zukunft (genauer gesagt: 2 Wochen nach dem JETZT). Die Benzinpreise sind inzwischen in astronomische Höhen gestiegen, und einen 50-Liter-Tank zu füllen kostet rund 400.-- Dollar!

    In einem Prolog erfahren wir, dass aufgrund dieser Umstände keiner mehr Auto fährt. Im Autokino liegen alle nur noch auf Decken rum, und die Strassen werden hauptsächlich von Fahrrad- und Rollschuh-Fahrern bevölkert.

    Zwar haben Jugendliche noch immer sexuellen Verkehr in Autos, nur dass sich diese dann auf einem Autofriedhof befinden...

    Archie - ganz der engagierte Weltverbesserer - versucht in dieser schweren Zeit in seiner kleinen Wohnung einen Motor zu bauen, welcher mit Weizengrass läuft. Allerdings scheint dies nicht so richtig zu funktionieren...bis ihm eines Tages ein Missgeschick passiert und ein Tropfen seines Blutes in den Motor gerät. Plötzlich fängt das Ding an zu laufen, als gäbe es kein Morgen.

    Kurzentschlossen baut Archie den Motor in sein Auto ein, nur um festzustellen, dass er überhaupt kein Weizengrass benötigt sondern nur Blut. Er macht sich also auf die Jagd und erlegt unter Weinkrämpfen diverse Tiere (wobei er ihnen tatsächlich verspricht, sie nicht zu essen...er will ja nur das Blut!), nur um zu merken dass das Auto offenbar nach nichts anderem als Menschenblut dürstet. So kommt es, dass Archie - augenscheinlich hauptsächlich um die sexuellen Avancen der heissen Denise (welche offenbar sehr stark aufs Autofahren abfährt) in Empfang nehmen zu können - immer skrupelloser vorgeht, um sein Auto zu betanken.

    Es dauert nicht lange und schon tauchen an allen Ecken Regierungs-Agenten auf, welche immer wieder versuchen das Auto in die eigenen Finger zu bekommen.

    fertig!

    Bevor ich zu meinem Urteil komme, eines vorweg:
    Der Film ist eindeutig mit sehr wenig Budget, dafür aber mit umso mehr Tatendrang und Freude am Projekt realisiert worden! Dies habe ich sehr stark in meine Bewertung einfliessen lassen, oder anders gesagt würdige ich hier eher den Inhalt, als die Machart.

    Effekte gibt es nur sehr wenige (vieles passiert im Off), und wenn mangels Geld ein Vegetarier- sowie ein ein Fleisch-Laden lediglich jeweils aus einer schätzungsweise 2 Quadratmeter grossen Holzbude bestehen, macht man sich einen Spass daraus, das auch offen zu zeigen. Doch auch wenn es nur sporadisch vorkommt, so sind die Splatter-Einlagen durchaus solide realisiert worden.

    Die Darsteller sind ein durchmischtes Völkchen, welches teilweise überzeugt, und teilweise eher weniger. Inmitten dieser Unbekannten Damen und Herren befindet sich allerdings ein Name, welcher nicht wirklich unbekannt ist: Anna Chlumsky.
    Es handelt sich dabei um die süsse Vada aus My Girl 1 & 2, welche den grossen Durchbruch aus irgendeinem Grund nie geschafft hat. Hier gehört sie - als Verkäuferin von vegetarischen Waren names Lorraine - neben Katie Rowlett - als nymphomanisch veranlagte Fleischwarenfachverkäuferin Denise (die beiden Läden stehen übrigens auf einem kleinen Platz genau gegenüber) - zu den überzeugendsten Beteiligten. Auf der negativen Seite fällt dabei Archie-Darsteller Mike Brune auf, wobei seine überzogene und weinerliche Art hier im Grunde dann doch wieder ganz gut zum Kontext passt.

    Am meisten Kritikpunkte gibt es allerdings in Sachen Kamera und Schnitt, denn teilweise wird über längere Zeit ein sehr suboptimaler Bildauschnitt gewählt und viele Schnitte wirken deplaziert. Hat man sich aber einmal an die Inszenierung gewöhnt, stört dies kaum noch und man kann sich dem herrlich schwarzen Humor voll und ganz hingeben!

    Teilweise wirken die Gags zwar etwas verkrampft, aber es gibt auf der anderen Seite der Medaille dermassen viele - schon fast geniale - Ideen, dass man auch dies nicht zu stark gewichten kann. Dazu der klar vorhandene satirische Ansatz, welcher Politiker wie Ölindustrie gleichermassen angiftet, sowie diverse Splatstick-Einlagen, und fertig ist ein bitterböser aber dennoch sehr gelungener Spass für aufgeschlossene Filmfans.

    Fazit:
    Wer schon bei Freak Out seinen Spass hatte, sollte sich unbedingt auch mal Blood Car ansehen! Auch, wenn die beiden Filme inhaltlich herzlich wenig miteinander zu tun haben, so haben sie doch einen ähnlichen Charme und vergleichbare Production Values.
    Aber auch allen anderen Allessehern sei diese fiese, kleine Perle des Independent-Filmes ans Herz gelegt. Und mal Hand aufs Herz: was kann bei einer Horrorkomödie mit viel nackter Haut, Blut, political incorrectness, frechen Sprüchen, witzigen Ideen und einem ganz bösen Schluss schon schief gehen?
    Ich für meinen Teil hatte jedenfalls grossen Spass und werde mir den Streifen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon bald wieder ansehen.

    Somit vergebe ich sehr gerne, sehr gute:

    7/10
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Schönes Cover - dachte ich mir im Virgin Megastore in L.A., und da ich noch nie etwas von "Steel Trap" gehört hatte, griff ich zu.

    Leider hat das Cover aber nix mit dem Inhalt zu tun! Weder die dort dargestellte Szenerie, noch die Person kommen so im Film vor.

    Auf dem Deutschen Cover passt das hässliche Bild schon viel besser zum Inhalt, nur steht da auf der Rückseite "Hostel im Hochhaus", worüber ich nur lachen kann!

    Nicht, dass die Hostel-Filme bei mir ganz oben rangieren würden oder über alle Zweifel erhaben wären...aber die sind trotz allem solide inszeniert und spannend, wenn man sich so etwas gerne ansieht.

    Butchered hingegen ist nichts anderes als ein stinknormaler Slasher mit schlechten Darstellern von der Stange und noch schlechteren Dialogen. Was hilft es, wenn es mal keine Teenies sind, wenn sie sich dennoch genauso bescheuert verhalten? Was ändert es, dass es eine Party und kein Camping-Ausflug ist, wenn das der einzige Unterschied bleibt?

    Dazu eine lächerliche Auflösung, die nun wirklich jeder kommen sieht, und ein paar Kills, welche allerdings weder innovativ noch sonderlich gut gemacht sind.

    Einzig die Location vermag noch halbwegs zu überzeugen, weswegen man den Film zumindest bis zum Schluss durstehen kann...KANN nicht MUSS!

    Mein Tipp:
    Lieber die guten alten Slasher aus dem Regal holen und nochmals ansehen, denn das macht viel mehr Spass!!!

    Fazit:
    Ein B-Movie-Slasher-Trittbrettfahrer, der immer wieder gerne einen auf "Saw" gemacht hätte, aber einfach nicht konnte. Belangloses Futter für Allesseher.

    3/10
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  10. #220
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Das ist ja mal wieder eine klasse Übersetzung eines Filmtitels!
    Im Original Observe & Report...bei uns Shopping-Center King...

    Aber egal, denn schliesslich zählt der Inhalt, und ich habe den Streifen sowieso in L.A. (im Chinese Theater gleich neben dem Kodak Theater) gesehen.

    Ziel war es dort, einfach einen Film zu sehen, der hierzulande sicherlich noch nicht gelaufen ist. Alternativen waren kaum vorhanden (Mutant Chronicles lief dort gerade an ), also ging's in den neuen Rogen-Film.

    Mit Erwartungen ist das immer so eine Sache...und meistens ist man selbst schuld, wenn man diese zu hoch geschraubt hat. Was aber wenn es von überall her heisst, es ginge um eine Komödie und man doch lange warten muss, bis man auch wirklich mal lachen kann (wobei man sich bei diesem Film grundsätzlich nie sicher war, aber das nun auch wirklich lustig war)? Dann hat man es wohl eher mit einer bösen Satire zu tun...und genau das ist Observe & Report dann am Ende auch.

    Im Grunde bin ich bei diesem Werk mit der MM-Review einverstanden, denn je mehr man über das Ganze nachdenkt, umso mehr erschliesst sich einem auch, was die Macher hier eigentlich aussagen wollen.

    Leider passiert das aber während des Films nur marginal, denn immer wieder ertappt man sich beim blossen Kopfschütteln. Sei es nun der One-Night-Stand mit einer kotzenden Schönheit, die vielen rassistischen Vorurteile, die Säufer-Mutter (welche stolz ist, dass sie nun nur noch Bier trinkt - "Now I can drink all day long and still stand up"), die einseitige (und sehr brutale) Skateboarder-Prügelei, der vollkommen überspitzte Schluss oder die immer wieder auftauchende Verherrlichung von Schusswaffen: man ist sich irgendwie nir 100%-ig sicher, ob das nun alles als Kritik gedacht ist, oder...tja...oder doch nicht...

    Lässt man das alles ein paar Tage wirken, erkennt man die satirischen Punkte besser. Offenbar wurden wir einfach von der Natur des Filmes überrascht und waren während dem Kinobesuch einfach zu wenig auf so etwas eingestellt, weswegen wir den Saal mit gemischten Gefühlen verliessen.

    Hauptgrund dafür war der Abschluss des Filmes, denn bei aller Gesellschaftskritik kann man den Bogen auch überspannen:



    Wenn am Ende des Filmes ein Exhibitionist nach einer langen (und expliziten) Verfolgungsjagd durch das Shopping-Center einfach über den haufen geknallt wird, dann schluckt man schon einmal. Wenn der Schwerverletzte dann auch noch mit einem Scooter ins Polizeirevier - statt mit einem Krankenwagen in Hospital - gefahren wird, und der Schütze dann von allen Seiten her plötzlich den Respekt erhält, den er schon immer wollte, dann kann ich dies Aussage dieser letzten Szenen nur als fragwürdig deklarieren!

    Hier wechselt das Ganze dann nämlich von einer kranken subjektiven Selbstwahrnehmung, zu einer kranken Gesellschaft. Dies wird wohl auch so gewollt gewesen sein, kam mir aber zu plötzlich und konnte bei mir deswegen nicht die gewünschte Wirkung erzielen.



    Ansonsten aber ein durchaus sehenswerter Film, vorausgesetzt man steht auf tiefschwarzen Humor und kann mit sehr schrägen Geschichten etwas anfangen. Alle anderen werden hier wohl weniger mit anfangen können.

    7/10
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