OMFE - Round 10 / Dictator: Julia
Was war das denn?!?
Ich muss gestehen, dass ich auch Stunden nach dem Film noch immer nach dem Sinn dahinter suche. Ich war während der ersten 25 Minuten wirklich drauf und dran die Stop-Taste auf meiner Fernbedienung zu drücken...aber da ich immer noch voll und ganz hinter der OMFE-Idee stehe, und Julia auch Ihre Chance haben sollte, biss ich auf die Zähne und habe den Film zu Ende gesehen.
Ich muss zugeben, dass nach einer guten halben Stunde doch langsam einzelne, interessante Dinge geschehen, und vielleicht hätten die mich für sich einzeln genommen auch irgendwie fesseln können. In diesem Kontext hier, sowie in der Kombination in welcher die Geschehnisse zueinander stehen, jedoch leider überhaupt nicht. Die meisten Handlungen der Hauptfiguren sind so nachvollziehbar, wie der Fakt dass es einen Kübelböck-Kinofilm gibt. Nur wenige Szenen machen in meinen Augen Sinn, und wäre nicht zumindest die Entwicklung der Beziehung zwischen Onkel und Neffe marginal interessant gewesen (auch wenn diese ebenfalls in eine sehr komische Richtung weitergezogen wird), so wäre es eine wahre Qual geworden. Bevor es aber so aussieht, als wäre dies der einzige positive Aspekt, nein: Matthew Broderick ist auch dabei...und egal worin, ihn sehe ich halt einfach gerne.
Was bleibt am Ende?
Eine Geschichte über ein Geschwisterpaar, welches aufgrund des tragischen Unfalls im Kindesalter seiner Eltern beraubt wird, und deswegen etwas länger braucht, um wirklich erwachsen zu werden. Gefangen im Drang alles möglichst korrekt zu machen, realisiert sie - genauso wenig wie er, der immer ziemlich verantwortungslos in den Tag hinein lebt - dass zum Erwachsensein mehr dazu gehört, als ein gesundes Gleichgewicht zwischen Vernunft und Risiko...oder war es Ernsthaftigkeit und Freiheit? Egal, denn der Film zeigt nur die Entwicklung der Figuren...und zwar ohne irgendwelche Hinweise für die Gründe zu geben. Es kommt öfters vor, dass zwei Personen einfach ein wenig mit einander plaudern, und plötzlich hat einer der beiden dann die grosse Einsicht. Woher diese kommt, und warum gerade jetzt: ?!?!?...gnlpfth...
Ein Film muss für mich in erste Priorität ein Merkmal besitzen:
Ich muss mir vorstellen können, dass ich mir das Werk mindestens noch ein 2. mal ansehen könnte.
Dies ist hier nicht gegeben, denn ich werde in Zukunft weiterhin einen grossen Bogen um diese Art von Filmen machen.
Es tut mir leid - vor allem für Julia! Es war wohl einen Versuch wert, hat aber nicht sollen sein...
Wer jetzt sagt "Ist ja klar, dass ein Mann diesem Frauenfilm nur wenig abgewinnen kann.", dem kann ich nur entgegnen:
Ist es ein Frauenfilm? Und, wenn ja: warum war meine bessere Hälfte genau der gleichen Meinung, wie ich?
Nachdem wir kurz über das soeben Ertragene geredet hatten, kamen wir auf eine 3.5...inkl. Sympathiebonus macht das aufgerundete:
4/10
P.S.: vielen Dank noch an Argo, der so lieb war mir dieses Meisterwerk des rührendes Dramas (...NOT!) auszuleihen!!!![]()


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voraus!

), also ging's in den neuen Rogen-Film.

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