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Thema: There might be something to avoid in here!

  1. #261
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Wow! Was für ein Programm, was für ein Stil, was für eine unglaubliche Taktik und Rhetorik!

    Wer von Serdar Somuncu noch nie etwas gehört hat, sollte dies unbedingt nachholen. Mit seinem auf DVD erschienenen Programm "Der Hassprediger liest BILD" prangert er die Boulevardisierung der Nachrichten an, indem er sich während des kompletten Spiels in Intoleranz übt und dabei dem Publikum regelmässig vor den Kopf stösst.

    Die Taktik geht auf, denn immer wieder provoziert er das Publikum dazu, bestimmte Reaktionen zu zeigen...nur um es dann genau dafür blosszustellen: einfach Klasse!

    Gleich zu Beginn macht er allen Anwesenden klar, worauf sie sich mit dem Besuch seiner Vorstellung eingelassen haben...und das mit oftmals derben Sprüchen. Als Beispiel nenne ich mal eine Szene während der Eröffnung, in welcher ein Gast seine Jacke auf den Bühnenrand gelegt hatte (ich habe den genauen Wortlaut nicht mehr 100%-ig im Kopf, aber sinngemäss stimmt es schon):

    "Nimm die Jacke da weg, Du Penner!
    ...
    Den Penner hat er verdient.
    ...
    Die Bühne ist ein heiliger Ort, da legt man keine Jacken hin.
    ...
    Ich kack ja auch nicht in Deinen Rotwein!
    ...
    Ich leg' ja auch nicht meinen Schwanz in Deine Frau...in die schon mal gar nicht...ich poppe doch keine Gewichtheberinnen!
    ...
    (zum Gast gebeugt)
    Alles klar?
    War Spass!...aber auch ein Bisschen ernst:
    Ich mag nun mal keine Jacken auf meiner Bühne.
    Aber Du kannst ganz schön was einstecken...(wieder zum gesamten Publikum gewandt)...und genau darum geht es heute Abend."

    Was danach folgt, ist eine satirisch-ironische Hasstirade auf alles und jeden. Nichts bleibt verschont, und so macht die erste 3/4 Stunde schon grossen Spass.

    Nach der Pause folgt aber dann der eigentliche Programmteil, in welchem Serdar Somuncu die aktuelle Ausgabe der BILD in die Hand nimmt, und aus dieser "Zeitung" (welche er bis dahin noch nicht gelesen hat) anfängt vorzulesen. Dabei stellt er die Form der darin enthaltenen Berichterstattung auf eine Art und Weise bloss, wie ich es noch nie gesehen hatte (aber immer selbst in Gedanken getan habe).

    Ich möchte eigentlich gar nicht mehr verraten, denn am Besten sieht man sich das selbst an, und bildet sich seine eigene Meinung ÜBER die BILD-Zeitung (die Zeitung, welche nicht berichtet was gestern passierte, sondern darüber schreibt was eventuell heute passieren könnte) und alle Medien im Allgemeinen.

    Von mir gibt es dafür eine uneingeschränkte Empfehlung!

    10/10...auch, wenn der Schluss für meinen Geschmack etwas zu abrupt war...dafür war alles Andere zu gut.
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
    NEU: MovieCops auf Schwyyzerdüütsch mit der "Akte 38" (21.05.12)

  2. #262
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Da in unseren geliebten deutschsprachigen Ländern keine ungeschnittene Fassung angekündigt wurde, musste mal wieder importiert werden...und dann musste der Streifen natürlich umgehend unter die Lupe genommen werden...und eines vorweg: ich sehe das mal wieder ganz ähnlich, wie "unser" Keyzer

    Der neueste Streich der CRANK-Macher übt auf innovative Weise oberflächliche Sozialkritik, und schickt dabei den einen oder anderen Seitenhieb in Richtung Online-Community und Killerspiele. Letzteres allerdings eher nur je nach dem wie man es denn nun sehen will, und genau das ist eine der Schwächen des Filmes, welcher irgendwie keine klare Stellung beziehen will und sich somit mehr "bedient", als dass er eine klare Aussage vertritt (am ehesten lassen sich die "Statisten", welche nur ein einziges Battle für einen Freispruch überleben müssen [mehr dazu später], als Killerspiele-Kritik verstehen...aber eben: wenn man denn so will). Lediglich die Darstellung des Spiels "Society" weiss wirklich durch und durch zu überzeugen, und regt den Zuschauer zum Nachdenken an.

    Aber eines nach dem Anderen, denn die Grundidee kann man bei Gamer durchaus als genial ansehen:
    Statt in Videospielen irgendwelche Pixelhaufen zu steuern, kann man einen echten menschen aus Fleisch und Blut steuern. Der grosse Erfinder dieser Idee (Ken Castle, herrlich überdreht dargestellt von "Dexter" Michael C. Hall) verkauft dies als klassisches Win-Win-Szenario, denn die einen erhalten Geld dafür, dass sie kontrolliert werden...und die anderen bezahlen Geld dafür, jemanden kontrollieren zu können (nicht "dürfen", denn die kontrollierten Personen haben keinen Einfluss auf ihre Taten, solange sie sich im "Spiel" befinden). So wird in "Gamer" ein spezielles Verhältnis zwischen Gamern und deren Avataren gezeichnet, welches natürlich immer wieder einen gewollt sehr bitteren Nebengeschmack beinhaltet. Das erinnert nicht nur entfernt an "Hostel" sondern offenbart immer wieder sehr ähnliche Züge, wenn man sieht was die "Spieler" mit ihren "Spielfiguren" so alles anstellen...aber ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, da diese Dinge zu den grossen Stärken des Filmes gehören.

    Inmitten dieser "nano-technologisierten" Welt, fristet John Tillman (Gerard Butler) ein zweifelhaftes Heldendasein als "Kable" (= selten-blöder name, aber nun gut): Ein verurteilter Mörder, welcher nun bei dem "Spiel" namens "Slayers" (das 2. offizielle von Ken Castle "erfundene" Spiel, in welchem ebenfalls Menschen gesteuert werden, und dabei in riesigen Schlachten ihr Leben riskieren) für Aufsehen sorgt, indem er kurz davor ist, die geforderten 30 Battles zu überleben, um von seiner Verurteilung freigesprochen zu werden. Natürlich hat aber jemand etwas dagegen, und so werden diverse Tricks aus dem Ärmel gezaubert, um ihn genau daran zu hindern. Auf der anderen Seite gibt es aber eine revoltierende Untergrundgruppierung welche dafür sorgt dass der Gamer welcher Kable steuert, Kontakt zu seinem "Avatar" aufnehmen kann. Dies ist auch bitter nötig, denn nur so hat Kable eine Chance gegen die fiesen Tricks seines Widersachers anzukommen, und so wieder John Tillman werden zu können.

    Gleich zu Beginn wird der Zuschauer regelrecht in eine der "Slayer-Schlachten" geschleudert! Es regieren Regiespielereien und ein Schnitt-Stakkato, welches James Bond - A Quantum Of Solace und Crank wie Kindergeburtstag aussehen lässt. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen, denn da wurde die Grenze des Ertragbaren bzw. Erfassbaren ganz klar überschritten. Glücklicherweise sind diese Szenen aber nur punktuell anzutreffen, was aber wiederum dafür sorgt dass alles Andere doch sehr lahm wirkt. So kann Gerard Butler sein Potential nie wirklich ausschöpfen, und hetzt sich in eher gemütlichem Tempo von hektischer Actionsequenz zu noch hektischerer Actionsequenz, ohne dass dazwischen viele bleibende Eindrücke hinterlassen werden können. Man bekommt das Gefühl, dass sich die Herren Neveldine und Taylor zu sehr auf ihren Stil verlassen, und dabei vergessen eine Geschichte auf leicht bekömmliche (oder überhaupt Verdaubare) Art und Weise zu präsentieren. Dies mag bei Crank und Crank 2: High Voltage funktioniert haben (für mich zumindest ), wirkt hier allerdings doch immer wieder einmal sehr deplaziert und unpassend.

    Trotzdem macht der Film aber Spass und kann grösstenteils gut unterhalten. Grossen Anteil daran hat Michael C. Hall, welcher mit herrlichem Overacting bei der Darstellung des Ober-Bösewichtes genau den Vibe des Filmes trifft und so immer mehr zum "Szenenklauer" wird. Ganz grosses Kino ist seine Tanzeinlage gegen Ende, welche für sich schon einen guten Grund darstellt, sich Gamer zumindest einmal anzusehen!

    Die UK-BD hat eine ausserordentlich gute Bildqualität, was sich vor allem in den "In-Game"-Sequenzen zeigt, bei welchen sich Zeitlupen und Beschleunigungen in irrsinnigem Schnittempo abwechseln und mit diversen technischen Spielereien das ganze noch etwas hektischer gemacht wird, als es eh schon ist. Trotzdem sieht man aber keinerlei Artefakte oder Verwisch-Effekte, währenddem der Sound immerzu glasklar und punktuell wuchtig aus den Boxen dröhnt. Als Referenz würde ich die Disc zwar nicht bezeichnen, aber weit davon entfernt ist sie in meinen Augen auch nicht.

    Fazit:
    Für Action- und Butler-Fans ist der Film ein Muss! Wer jedoch "etwas wie CRANK" erwartet, wird an den schrägen Einfällen und dem visuellen Stil des Regieduos wahrscheinlich zwar schon seine Freude haben, aber grundsätzlich kann man mit solch einer Herangehensweise doch eher nur enttäuscht werden. Das heisst wie gesagt nicht, dass Gamer wirklich schlecht ist, aber es fehlt ihm doch das gewisse Etwas und leider kann er den Spassfaktor eines "Running Man" nie erreichen. Somit ergeben für mich die diversen Pros und Kontras im Schnitt knappe:

    7/10
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
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  3. #263
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Da ich eigentlich gar nicht viel Zeit habe, werde ich hier auch nicht viele Worte zu verlieren.

    Als erstes aber mal eine Frage:

    Wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, Männerherzen sei eine Komödie?!?

    Ich habe jedenfalls höchstens 4 mal gegrinst, und nicht ein einziges mal gelacht...und das in gut 100 Minuten = fail!

    Die Geschichten sind ansonsten ja ganz nett, wobei aber gegen Ende schon masslos übertrieben wird. Ich höre Regisseur Verhoeven die Schauspieler regelrecht mit dem Satz "Drama, Baby - Drama!" anpeitschen, und das Resultat driftet immer mehr ins Lächerliche ab.

    Bei den Darstellern ist Ulmen der Überzeugendste, und Schweiger spielt seine altbekannte, monotone Rolle des coolen Miesepeters...und das kann ich langsam auch nicht mehr sehen.

    Dazu kommen die immer wiederkehrenden und extrem selbstzweckhaft eingesetzten 3 Songs, wobei es mit Justus von Dohnanyis "Kinder dieser Welt" wenigstens etwas Lustiges gibt.

    Vielleicht lag es daran, dass ich eine Komödie erwartete - eine Komödie, welche den Streifen Männersache wiedergutmacht. Doch weit gefehlt, und wirklich viel besser ist dieses Drama (!!!) hier auch nicht. Back to Maria, ihm schmeckt's nicht I go...

    Deswegen - für jetzt (eventuell bekommt er irgendwann nochmal eine Chance) - reicht es gerade mal so für eine:

    4/10
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  4. #264
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Yeah, man!
    Dolph als Drummer?
    Genau mein Film!
    ...oder?

    Nun, im Grunde schon, und es geht hier auch schnell zur Sache! Die wichtigsten Figuren werden im Eiltempo eingeführt, und schon ist das Konzert am Laufen und die Terroristen am Schiessen. Mittendrin: der stets bekiffte Drummer Joe alias Dolph Lundgren.

    Sein Gig ist zwar schon beendet, aber da er ja noch mit dem US Pop-Sternchen Venus an eine Party will, macht er es sich auf dem Klo mit einem Joint gemütlich, als es rummst und knallt. Überraschend schnell begreift er was los ist, und macht sich in der Folge in bester McClane-manier daran, den bösen Buben den Garaus zu machen.

    Die Terroristen gehen hierbei "herrlich" brutal zur Sache und ballern mal eben die Halle leer, bevor man es sich hinter der Bühne mit ein paar "auserwählten" Geiseln gemütlich macht. Verlangt wird eine Milliarde Britische Pfund Lösegeld, sonst sterben der Präsident, seine Helfer und seine 2 jungen Töchter...doch das ist nur die halbe Wahrheit.

    Was mich hier am meisten gestört hat, sind die vielen Wackelkamera-Bilder. Musste das sein? Denn in Kombination mit einer unterdurchschnittlichen Bildqualität der US-DVD sah das hin und wieder schon recht schrecklich aus. Abgesehen davon wirkt Dolph hier teilweise doch extrem hölzern, wobei seine "Onliner-Gags" aber dann doch immer wieder ins Schwarze treffen.
    ("How can you think about business in this situation?!?" - "Dying is easy, Rock'n'Roll is hard!" )

    Die Action ist schön auf "Old-School" getrimmt und der Schlussfight ist weder zu kurz, noch zu lang. Lediglich der Schlusspunkt hätte etwas überraschender kommen dürfen.

    Die Darsteller sind allesamt auf ähnlichem, brauchbarem Niveau, wobei hier aber natrülich niemand Preise für erwarten wird. Allerdings freue ich mich schon darauf Melissa Smith hoffentlich bald mal wieder irgendwo zu sehen.

    In der Mitte des Filmes begegnen wir dann noch einer langatmigen Phase, und zwischendurch verliert man den Überblick darüber, wer sich gerade wo befindet. Dafür macht es aber irre Spass, Lundgren beim Drummen zuzusehen (und es wirkt sehr authentisch), und für Gorehounds gibt es auch die eine oder andere Szene. Überhaupt ist der Film recht blutig und steckt van Dammes "Sudden Death" in diesem Punkt locker in die Tasche. Auf den kompletten Film bezogen würde ich beide aber als ebenbürtig bezeichnen...der eine ist etwas harmloser und spassiger, dafür ist dieser hier eindeutig härter und cooler.

    Fazit:
    Mal wieder ein Action-B-Movie das rockt!

    7/10
    Geändert von TheCrow (27.07.2010 um 14:19 Uhr)
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  5. #265
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Was bei diesem Film schwierig zu beurteilen ist:

    Wer hat Schuld an diesem Debakel?!?
    Der Regisseur oder das Filmstudio, welches den kompletten Film umschneiden liess, weil man mit der von Ti West abgelieferten Fassung nicht zufrieden war?

    Die Antwort auf diese Frage wird man wahrscheinlich nie erfahren, da die ursprüngliche Fassung wohl kaum auf DVD/BD erscheinen wird (wobei dies bei "Exorzist: Der Anfang" und "Dominion: Exorzist - Der Anfang Des Bösen" ja auch geklappt hat). Wir werden sehen...

    Diese erschienene Fassung wirft jedenfalls an sich diverse Fragen auf...die wichtigste Frage lautet:

    Was soll das?!?!?

    Auf eine Handlung einzugehen, wäre so als würde man von der Heirat eines Papstes berichten:

    So etwas gibt es nicht! Und bei diesem Film schon mal gar nicht!

    Das einzige was passiert ist:

    1. Der Virus wird verbreitet (als Comic dargestellt)
    2. Der Virus richtet an einem Abschlussball ein ekelhaftes Debakel an
    3. Der Virus wird weiter verbreitet (wieder als Comic, und diese beiden Sequenzen sind mit Abstand das Beste am Film)
    4. Der Virus richtet in einem Stripclub ein Blutbad an
    ...dann wird noch angedeutet dass es weiter geht, aber der film ist schon zu Ende.

    Gerne würde ich den Drehbuchautor treffen, der sich diesen Bockmist ausgedacht hat, und ihn mal Fragen auf welcher Sonderschule er das Verfassen von Drehbüchern erlernt hat. Ich habe schon vieles gesehen, aber solch ein sinnloser und nur auf Gore ausgerichteter Quark ist mir bisher (glücklicherweise!) noch nie untergekommen.

    Natürlich hat der Film für Splatterfans seine "Schauwerte", und deswegen vergebe ich hier auch nicht das Minimum an möglichen Sternen sondern einen mehr. Hier spritzt das Blut in riesigen Fontänen aus jeglichen erdenklichen Körperöffnungen heraus, dass eines jeden Gorehounds Herz höher schlagen dürfte. Dazu sind die Effekte ganz gut gelungen, und man muss manschmal wirklich einen Würgreiz unterdrücken.

    Doch wo sind die Identifikationsfiguren, die Charakterentwicklung, der rote Faden, die Spannung oder überhaupt zumindest der Hauch eines Horrorgefühls?!?

    Kurz gesagt:

    Nicht in diesem "Film" - hier geht es lediglich darum, Ekel zu verbreiten...that's it!

    Ich persönlich sehe mir da viel lieber die FEAST-Trilogie an, denn da haben wir wenigstens noch viel schwarzen Humor und Action en masse. CABIN FEVER 2 ist einfach ein billiger Trittbrettfahrer des Originals ohne wirkliche Geschichte, dafür aber mit mittelmässigen bis miserablen Darstellern (aber hauptsache BLUT).

    Auch der Subplot mit dem Polizisten aus Teil eins überzeugt zu keiner Sekunde, und so kann man inhaltlich nur von einem Totalausfall reden. Die Inszenierung hat ein paar gute Momente...aber wie sollen die über die restlichen 95% der Laufzeit hinwegtrösten können?
    Gar nicht!
    Eben...

    Fazit:

    Abgesehen von guten Splattereffekten (wenn man's mag) hat dieser Streifen nichts zu bieten. Also wirklich REIN GAR NICHTS! Wenigstens ist das Bild der BD sehr gut, und der Soundtrack rockt hin und wieder auch gut durch das Surround-System. Auf der technischen Seite der Disc gibt es also nichts zu bemängeln. Schade, dass dies den Film aber leider auch nicht besser macht...

    2/10
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  6. #266
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Worum es hier geht, dürfte den zahlreichen Fans des ersten Teils bekannt sein. Auch wird dies in der Produktbeschreibung ausführlich erhlärt, und ich konzentriere mich deswegen auf den Rest.

    Vielerorts hört man "The Descent 2 setzt da an, wo die US-Kinofassung in Teil 1 aufhörte", und auch ich ging in diesem Glauben an den Film ran. Nachdem ich ihn nun gesehen habe kann ich ganz klar sagen:
    Das kann man zwar so sehen, entspricht aber kaum den Tatsachen! Dafür gibt es 2 Gründe, welche allerdings kleine Spoiler beinhalten...



    1. Sarah sitzt nicht im Auto. Warum, wenn es sich um das US-Ende handeln sollte? Dort sitzt sie im Auto. Doch nein, sie kommt aus dem Wald gerannt und hat das Auto also nie gefunden. Das wiederum entspricht dem uns bekannten Ende, welches offenbar einfach weitergeführt wurde. Sarah ist also nach der Vision mit ihrer Tochter nicht einfach dort gestorben, sondern...

    2. ...sie wurde vom Wasser aus dem Höhlensystem herausgespült. Dies sagt sie in einer Szene dieses 2. Teils auch ganz klar.




    Wer sich also bisher von diesem Film fern hielt, weil er die Wirkung des Endes vom ersten Teil in Gefahr vermutete sei hiermit beruhigt: THE DESCENT 2 setzt kurz nach dem uns bekannten und sehr gelungenen Horrorfilm namens THE DESCENT inkl. "Anti-Happy-End" an.

    Was dann folgt ist eine leicht konstruierte Geschichte über einen Suchtrupp und einen sehr komisch agierenden Sheriff. Zusammen schleifen sie die kaum genesene und an kurzfristiger Amnesie leidende Sarah kurzerhand wieder in das Höhlensystem, wo sich die gefrässigen Monster bereits auf die "Snacks auf 2 Beinen" freuen.

    Wieder gibt es schöne Höhlen, viele klaustrophobische Momente, blutige Angriffe (teilweise sehr "Würgreiz induzierend" - bei mir zumindest in 2 Szenen) und ein paar einfallsreiche Wendungen, welche an dieser Stelle nicht verraten werden sollen.

    Die Darsteller machen ihre Sache nicht schlecht bis sehr gut (= Shauna Macdonald als Sarah), wobei die neu Hinzugekommenen doch ein wenig hinterher hinken und sich in "brauchbar" und "austauschbar" einteilen lassen. Genauer möchte ich aus Spoilergründen nicht darauf eingehen, aber so viel sei gesagt:
    Niemand stört mit seiner "Leistung" die Wirkung des Filmes, und mehr brauche ich persönlich bei solch einer Prämisse auch nicht.

    Die Schlussszene an sich ist dann auch wieder böse, aber nicht ganz so überraschend wie beim Original. Ich frage mich, ob dieses Ende in den Staaten auch wieder verharmlost wurde...aber das spielt hier ja keine Rolle.

    Wenn man will, kann man hier diverse Dinge vorwerfen. Da wäre zum Beispiel die punktuell suboptimale Farbe des Blutes, die unrealistischen Blut-Fontänen, ein paar ganz kleine Logikfehler und die Tatsache dass ein Camcorder-Bildschirm eine halbe Höhle hell erleuchten kann. Ja, das könnte man wohl...hat mich aber in keiner Sekunde während der Erstsichtung gestört (und auch beim 2. mal ist es mir höchstens mal aufgefallen, störte aber weiterhin nicht) und konnte den Spass an der Sache somit nicht verderben.

    Wirkliche Innovationen sucht man hier zwar vergebens, aber um mal einen Freund zu zitieren:
    "Gut geklaut (beim Vorgänger) ist nun mal gut geklaut!" - und das sagt in Bezug auf THE DESCENT 2 im Grunde genommen schon alles.

    Bild und Ton der UK-BD sind klasse:
    Auch in sehr dunklen Szenen hat man das Gefühl quasi ALLES zu sehen, und konstant hört man um sich herum (egal ob PCM uncompressed oder DTS-HD) ein Rascheln oder Tropfen, so dass man sich tatsächlich beinahe mit in der Höhle wähnt. So macht Filme schauen Spass!

    Fazit:

    Wer den ersten Teil mochte, kann auch hier bedenkenlos zugreifen, denn abgesehen von etwas weniger Gruppendynamik beinhaltet diese Fortsetzung alle Zutaten, welche THE DESCENT zu dem erfolgreichen Film machten, der er ist. Also Film besorgen, auf die Nacht warten (oder Zimmer abdunklen) und los geht die erneute Besichtigung der Höhle, welche man selbst nie besuchen wollen würde!

    Teil 3 darf von mir aus - solange dieses Niveau gehalten werden kann - kommen...

    8/10
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  7. #267
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    Re: There might be something to avoid in here!



    Als grosser Ong-Bak und Tom Yum Goong-Fan, wurde mir letztes Jahr der erste Film mit Jeeja Yanin namens Chocolate empfohlen, und tatsächlich hatte mir der Film - trotz punktuell suboptimaler Kampf-Dynamik - sehr gut gefallen! Die Handlung erfüllte ihren Zweck, die süsse Hauptdarstellerin überzeugte als stumme Kämpferin und der lange Showdown war erstklassig, innovativ und sehr unterhaltsam.

    Vor ein paar Wochen stiess ich dann in London zufällig auf diese BD mit dem 2. Jeeja Yanin-Film: Raging Phoenix

    In diesem Film darf die Hauptdarstellerin sprechen ( ), und es wurde sehr viel Wert auf eine gut ausgebaute Handlung gelegt. Dies ist zwar lobenswert, doch manchmal ist weniger eben doch mehr und man kann die Geschichte an sich deswegen dennoch sehr einfach zusammenfassen:

    Eine junge Frau (Deu alias Jeeja Yanin) wird entführt, kann aber dank einer Strassengang entkommen und schliesst sich danach eben diesen Kämpfern an, welche diverse Kampfsportarten (vor allem "Muay Thai" inkl. "Drunken Monkey"-Stil) mit Breakdance kombiniert haben. Sie wird ausgebildet und zieht danach umgehend in den Kampf gegen die Entführer, welche im grossen Stil ihrem "Geschäft" nachgehen. Nachdem es aufgrund ihrer Eigenmächtigkeit aber innerhalb der Gang zu mehreren Streitereien kommt, stellt sich dann gegen Ende endlich heraus, worum es eigentlich im Detail geht (was mit zum Besten gehört und deswegen an dieser Stelle nicht verraten werden soll). Es folgt der Showdown und schon ist der Film zu Ende.

    Zwar ist es löblich, dass man einem im Grunde banalen Film mehr Substanz durch Handlung und Charaktertiefe geben will. Allerdings benötigt man dafür aber auch fähige Darsteller, und so gerne ich Jeeja Yanin beim Kämpfen zusehe:
    In den ruhigen Szenen kann sie nicht überzeugen und in diesem Punkt wird sie von den anderen Darstellern teilweise sehr klar übertrumpft. Dazu kommt die Tatsache, dass die ruhigen Szenen stark überwiegen, so dass man während der ersten Stunde mehr auf Action wartet, als dass einem etwas Interessantes geboten wird. Man kann nun mal alles übertreiben, und wenn die gleichen Probleme zum 3. mal durchgekaut werden, verspürt man nur noch den innigsten Wunsch, dass der Film mal endlich auf den Punkt kommt.

    Die Auflösung am Ende entschädigt hierfür zwar ein wenig, aber den Gesamteindruck kann dies nicht mehr in die erhofften Höhen hieven.

    Ein weiteres Problem ist die Action an sich. Diese wurde sehr gut choreographiert, man kann den Kämpfen problemlos folgen und die Breakdance-Elemente fügen dem Ganzen etwas mehr oder weniger Neues hinzu, weswegen man um das Adjektiv "sehenswert" sicherlich nicht drum herum kommt (+ der "betrunkene Kampfstil" gefällt mir persönlich sehr gut). Umso mehr stellt man sich die Frage, warum ein bereits in Chocolate vereinzelt auftretendes Problem hier konstant den Spass schmälert:
    Es fehlt nämlich eindeutig an Dynamik!

    Immer wieder hat man das Gefühl, die Akteure würden sich zurückhalten und beinahe im Zeitlupentempo agieren. Dies, obwohl es in Yanins Ersteinsatz genügend Beweise dafür gab, dass dies eigentlich nicht nötig sein sollte. So hat man einen Makel nicht eliminiert, sondern vielmehr weiter ausgebaut, weswegen die grossen "Wow-Momente" genau so schmerzlich vermisst werden, wie die zu breit getretene Handlung den Zuschauer ins Land der Träume entführen will.

    Das mag jetzt aber schlimmer klingen als es ist, denn im Grossen und Ganzen bleibt "Raging Phoenix" für Martial Arts-Fans ein sehenswerter Film, bei welchem man einfach nicht zu viel erwarten sollte. An Chocolate kommt dieser 2. Eintrag in Jeeja Yanins Filmographie zwar wie beschrieben bei weitem nicht ran, doch wer nichts dagegen hat nur marginale Innovationen geboten zu bekommen und sich nicht zu sehr an fehlender Dynamik stört, kann hier trotz fehlender Kurzweil (nächstes mal bitte ein besseres Drama/Action-Verhältnis!) durchaus gut unterhalten werden.

    Fazit:
    Glatter Durchschnitt!

    5/10

    P.S.: Japanisch klingt in meinen Ohren halt schon viel schöner als Thailändisch!
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  8. #268
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    AW: There might be something to avoid in here!



    Ich bin so frei, und binde hier einfach die entsprechende MovieCops-Besprechung mit ein.

    Es ist so weit!

    Wir präsentieren Euch unsere allererste Filmbesprechung, wobei es sich gleich um einen der Sommer-Blockbuster schlechthin handelt: PREDATORS

    Kann der Film die hohen Erwartungen erfüllen, welche die weltweiten Fans der ausserirdischen Jäger in diesen Neustart setzen? Oder ist es traurigerweise mal wieder die Vernichtung einer klassischen Figur, welche uns auf der grossen Leinwand erwartet? Seht selbst…

    Unser Bewertungssystem:
    Mindestens eine halbe Handschelle, maximal 5 Handschellen

    Wir wünschen Euch viel Spass und sagen bis bald,
    Eure MovieCops


    PREDATORS by MovieCops


    4/10
    Geändert von TheCrow (20.09.2010 um 17:22 Uhr)
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  9. #269
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    AW: Re: There might be something to avoid in here!



    Weiter geht’s…

    Dieser Blog ist noch so leer, da muss der Inhalt etwas schneller als geplant nachgeliefert werden.

    Nachdem im letzten Jahrzehnt unser Nachbarland Frankreich vermehrt Perlen des Horrorgenres hervorgebracht hatte, wurde nun ein riesiger Wirbel um den Zombie-Streifen DIE HORDE gemacht. Ob dieser Macho-Splatter-Streifen aber wirklich seinem Hype gerecht wird (zumindest aus unserer Sicht), das erfahrt Ihr in unserem neuesten Fall.

    Viel Spass damit!
    Eure MovieCops

    LA HORDE by MovieCops

    4/10
    Geändert von TheCrow (20.09.2010 um 17:23 Uhr)
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  10. #270
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    AW: There might be something to avoid in here!





    Gestern habe ich den UNRATED-Cut zu diesem im Grunde recht kranken, aber dann wiederum gar nicht mal so weit hergeholten Sci-Fi-Action-Thriller-Drama gesehen (nachdem ich am Samstag Markus' Warnung missachtet und mir im Kino Karate Kid angetan hatte).

    Zwar konnte mich Repo Men nicht vollkommen zufriedenstellen; aber mich auf stimmungsvolle Art und Weise in seinen Bann ziehen: das hat der Streifen problemlos geschafft!

    Nachdem Rémy jahrlang als Repo für die Union tätig war, wird er durch einen Arbeitsunfall plötzlich selbst Kunde: In einer Welt, in welcher man keine Wartelisten mehr für Organspenden benötigt, muss man lediglich einem teuren Kreditvertrag der Union zustimmen um ein künstliches Organ der Wahl (bzw. der Not) zu erhalten. Diese Organe sind sehr leistungsfähig und die dazugehörigen Garantiebestimmungen sind erstklassig. Trotzdem hat die Sache einen Haken, denn kann man mal während 96 Tagen seinen Ratenzahlungen nicht nachkommen, wird ein Repo losgeschickt, um den Besitz der Union unverzüglich zurückzuholen. Rémy hat in seiner Dienstzeit als Repo hunderten von Menschen Organe entfernt und dabei deren Tod in Kauf genommen. Nun, von Zweifeln geplagt, gerät er selbst in Zahlungsschwierigkeiten und muss fortan vor seinem Freund und Arbeitskollegen Jake fliehen:
    Dieser soll das künstliche Herz der Union wieder in deren Besitz bringen.

    Die Handlungsbeschreibung erinnert zu einem grossen Teil natürlich stark an Repo! The Genetic Opera, und doch fühlt sich der Film ganz anders als die Rock-Oper an (und das nicht nur, weil nicht die ganze Zeit gesungen wird). Auch, wer eine bluttriefende und actionreiche Schlachtplatte erwartet, wird wohl eher enttäuscht werden, denn die durchaus graphisch gestalteten Szenen tauchen lediglich gelegentlich auf, um erst am Ende nochmal eins draufzusetzen. Dazwischen gibt es viel Drama und Philosophie...was aber bewusst eher oberflächlich gehalten wird, denn alles Andere wäre von einem Erzähler der von sich selbst sagt er hätte ein kleines Hirn doch ziemlich unlogisch und unpassend.

    Somit begnügt sich Repo Men damit, viele Fragen aufzuwerfen ohne auch nur eine einzige Antwort für den Zuschauer auf einem Silbertablett bereit zu halten. Wer demnach nicht bereit ist die Gedankengänge auf eigene Faust weiter zu durchschreiten, der wird zwangsläufig nur wenig aus diesem Film herausnehmen können.

    Gespickt mit zahlreichen Genre-Referenzen und mit sehr soliden Darstellern ausgestattet, liefert Repo Men eine teilweise hoffnungsvolle, und dennoch dystopische Zukunftsvision:
    Rémy befindet sich in einer Welt, welche Lösungen zwar parat hat, diese aber trotzdem nicht konsequent umsetzen kann, denn die Habgier ist auch dann noch lange nicht besiegt worden...

    Law und Whitaker haben mir beide sehr gut gefallen, und auch Alice Braga konnte mich hier viel mehr überzeugen, als in Predators...aber das lag da wohl auch eher an dem Film an sich. Hier hätte ich mir einfach hin und wieder eine etwas zügigere Gangart gewünscht, und ganz ehrlich hatte ich bei der Thematik (und vor allem in der UNRATED-Version) doch etwas mehr Repossession-Action erwartet. Aber das ist mein Problem, weswegen ich folgende gute Wertung vergebe:

    7/10
    Ich war auf einer einfarbigen Hochschule. Einer sogenannten "Üni"...
    NEU: MovieCops auf Schwyyzerdüütsch mit der "Akte 38" (21.05.12)

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