So, der Dude ist ab jetzt auch dabei wenn es darum geht euch mitzuteilen welche Streifen er bekackt findet und welche nicht. Inhaltsangaben oder Storybeschreibungen gibts bei mir nicht, die müsst ihr euch schon woanders suchen. :wink: Peace, Mann.
Mittwoch 17. März
2009 - LOST MEMORIES
Korea 2002, Si-myung Lee
Gesehen auf deutscher DVD.
Die Scheibe hat mich schon lange in der Thecke angelacht und da der Film im Netzt des öfteren als koreanischer Überblockbuster bezeichnet wird, hab ich ihn mir mal mitgenommen. War leider ne ziemliche Enttäuschung. Die Story gibt nicht besonders viel her, vor allen Dingen vollzieht sich die Wendung in Fantastische viel zu spät und macht eine Identifikation mit den Personen noch sehr viel schwerer. Überhaupt geht der Film viel zu lang, über die Hälfte der Zeit wird für eine äußerst schnarchige Charakterisierung der beiden Haupdarsteller verschwendet. Die beiden sind nur leider absolute 0815 Movie-Cops und daher rutscht der Streifen leider über weite Strecke in ziemliche Langweile ab. Die Action ist ziemlich bombig, dabei aber auch mindestens genauso pathetisch wie alles von Michael Bay. Der Score erinnert auch sehr stark an THE ROCK und so dürfen die Helden schonmal minutenlang im stärksten Kugelhagel um ihre gefallenen Freunde trauern und sich danach mit herzzereißenden Schreien auf die feindliche Übermacht stürzen.
Alles in allem nicht wirklich zu empfehlen, aber wer auf großangelegte Shootouts im Heroic-Bloodshed Stil steht, kann schon mal einen Blick riskieren, denn in diesem Bereich hat der Streifen ein zwei wirklich gelungene Szenen zu bieten.
4,5 von 10 Punkten.
PATHS OF GLORY
USA 1957, Stanley Kubrick
Gesehen auf Arte Aufnahme.
Zum zweiten Mal gesehen und zum zweiten Mal absolut überwältigt und gerührt gewesen. Einer der wenigen Filme die ich ohne zu zögern als Antikriegsfilm bezeichnen würde. Er bestärkt meine Meinung darin das man den grauenhaften Schrecken des Krieges nicht wirklich durch authentisch-brutale Schlachtszenen vermitteln kann, denn bei dieser Methode bleibt irgendwo immer die Faszination am Specktakel und der Rasanz mit der solche Szenen meistens inszeniert sind, bestehen. Obwohl Kubricks Film eine kurze, perfekt gemachte Kriegszene aufweist, wird die Sinnlosigkeit des Krieges durch eine pervers-genaue Analyse der Kriegsbürokratie und Justiz in all ihrer Menschenfeindlichkeit und Widerwärtigkeit, deutlicher als je zuvor. Kubrick dreht die Spirale der Ungerechtigkeiten immer weiter an und dennoch hofft man bis zuletzt auf eine Rettung für die drei zum Tode verurteilten. Seinen Höhepunkt hat der Film dann wohl in der endlos hinausgezögerten Exekutionsszene, die man nicht perfekter hätte inszenieren können. Perfektion ist überhaupt das Stichwort mit dem sich von den Schauspielern (allen voran Kirk Douglas) bis zum Drehbuch so ziemlich alles an diesem Film am besten beschreiben läßt. Dennoch hinterläßt er bei mir stellenweise fast ein Gefühl von Ekel, über die Tatsache das man wirklich derselben Rasse angehört wie einige der hier agierenden Personen.
9,5 von 10 Punkten.


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