Runde Nr. 11 von OMFE Forever
von Fenrisulf aufgezwungen bekommen...
Young Guns (1988) by Christopher Cain
Da dachte ich, diesen Film, den kenne ich doch! Doch eine Sichtung muss verdammt lang her sein. Also verschwieg ich meine Kenntnis von diesem Film, um ihn noch einmal schauen zu dürfen. Überhaupt...wo ziehen wir hier die Linie? Anfang der 90er hab ich doch eine Menge Filme gesehen und doch werde ich mich wohl noch an kaum etwas erinnern können. Insofern geht das mit einer Neusichtung schon in Ordnung, gerade wenn es dann wieder wirkt wie beim ersten Mal, da die Erinnerungen komplett verblasst sind. Im übrigen...es war dann wohl doch Young Guns II den ich definitiv bereits gesehen hatte, denn hier hat Christian Slater gefehlt.
Gut, steigen wir ein und ganz ehrlich: Ich war gut angewidert durch die Eröffnung des Films. Das wirkte so was von übel dieses grafisch maue Opening mit der fiesen 80er-Mucke da. Der Western war tot, mehr als tot und ja, vielleicht wollte Regisseur Cain hier mal komplett mit allen Konventionen brechen - was dann in der Folge des Films jedoch ganz und gar nicht der Fall ist. So dachte ich, mich erwartet hier ein munterer Genrebrecher mit lockeren Sprüchen und viel Blei, doch tatsächlich ist das hier nicht der erwartete Spaßfilm geworden. Ganz im Gegenteil, Young Guns ist stellenweise ein kaltblütiges Machwerk, welches in diesen Momenten vom feinen Emilio Estevez und seinem Crazy-Spiel getragen wird.
Wo wir bei Estevez sind, müssen natürlich rasch die Young Guns erwähnt werden:
Also Estevez gleich mal: Keine Ahnung warum der Kollege kaum noch in Erscheinung tritt aber ich hab den in den 90ern sehr gerne gesehen. Gut, darf auch mal wieder Regie führen, Bobby fand ich richtig gut. Hier also als Billy the Kid in Aktion. Macht er fein. Diese Interpretation zwischen Volksheld und Massenmörder und wie sein Spiel hier ständig oszilliert, empfand ich sehr ansprechend.
Charlie Sheen...bleibt unglaublich blass und gibt nach 48 Minuten dann auch schon den Löffel ab. War wohl aber als Namenszugpferd für den Streifen wichtig. Bin keine Charlie Sheen Fanzone. Vati kommt an erster Stelle, dann Bruder Emilio und dann der Knilch.
Kiefer Sutherland...schön Jack Bauer mal wieder in seinen Lehrjahren zu sehen. Mit dieser vollen Mecke da auf dem Haupt. Hat gefallen und ich frage mich gerade wie häufig Jack...ähh Kiefer in seinem Leben den Fluch Son of a bitch bemüht hat. Der gute alte Jack war damals also schon da. In Erinnerung wird der Meskalin-Flash und seine Butterfly-Rede bleiben. Spooky.
Lou Diamond Phillips...der Typ wird bei mir immer mit äußerst beschissenen Filmen der 90er verbunden bleiben. Bin mit dem nie warm geworden, doch hier mimt er den Indianer der Gruppe ganz anständig. Na ja, tritt halt auch nicht weiter groß in Erscheinung. Wird gebraucht um der Gruppe den Meskalin-Flash zu besorgen. Gut, hat nicht genervt aber auch nicht der Rede wert.
Dermot Mulroney....bevor er in den Streifen der Gegenwart auf Pussy gebügelt wurde, durfte er hier in die Rolle des Dirty Steve Stephens schlüpfen und die ganze Zeit saufend und Kautabak mampfend rumprollen. Fein. Hat für Lacher gesorgt.
Casey Siemaszko...ick kenn den nicht. Tut mir leid. Check gerade seine Liste bei imdb und stelle fest: Seriendarsteller in Serien die ick nich kieke. Na ja. Bübchen in der Gang von Billy. Jungfrau, guter Faustkämpfer und das wars. Okay.
Ich verlaber mich hier gerade, wie ich feststelle. Okay. Young Guns schildert die Geschichte um den Revolverhelden Billy the Kid und seiner Gang während des Lincoln County Krieges. Irgendwo las ich, dass diese Darstellung der Ereignisse im Film hier gar nicht so unwahr sein sollen - wenn man sich auf Billy bezieht. Okay. Fand das alles auch gar nicht so übel und der Film wusste mich zu unterhalten. Einzig das Drehbuch war teilweise doch etwas dünn gewesen und wusste Übergänge im Handlungsverlauf nicht allzugut zu verkaufen. Bisschen verwirrend an manchen Stellen. Hier ein wenig mehr Schliff und der Film hätte richtig gut werden können.
Zumindest den Kinogängern 1988 hat er sehr gefallen und so leistete Young Guns seinen Part in der Wiederbelebung des Westerns. Seit Butch Cassidy and the Sundance Kid war keinem Western mehr der kommerzielle Erfolg an der Kinokasse vergönnt gewesen - eben bis zu Cains Young Guns. Da Erfolg bekanntlich Begehrlichkeiten weckt, war ein Sequel dann wohl auch unausweichlich. Muss ich mir die Tage dann auch noch mal geben.
PS: Erschreckend wie schwach Terry O´ Quinn hier in einer Nebenrolle auftrat. Der Weg zum John Locke sollte also noch ein sehr langer sein.
PPS: Bei Wiki las ich, dass Tom Cruise hier einen Gastauftritt im Ballerfinale gehabt hätte....hättet ihr ihn erkannt?
kurz im Bild und schon...
umgelegt.
7 / 10


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), die sich für 110 Minuten in der Welt von Bliss Cavendar aka Babe Rutheless (Ellen Page) verlieren können. Whip It ist Coming-of-Age-Comey, ist Sportfilm, ist Romanze, ist Drama, ist wundervoll. Punkt. Dazu ein ausgezeichneter Cast, der keine Wünsche offen lässt (Drew Barrymore, Juliette Lewis, Jimmy Fallon, Zoe Bell, Kristen Wiig & Andrew Wilson & als Bonus noch Daniel "Marv" Stern) und ein rundum Gute Laune verbreitender Indie-Soundtrack mit den Songs von den Eagles of Death Metal, Ramones, Peaches, The Go! Team uvm. 





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