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Thema: vjt´s movie diary

  1. #21
    Regisseur Avatar von VJ-Thorsten
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    Re: vjt´s movie diary

    Samstag, 10. Juli

    One Night at McCool`s by Harald Zwart (USA 2001)



    Überraschend. Ein Film der mich damals im Kino prächtig zu unterhalten wusste und es auch jetzt bei der zweiten Sichtung im TV immer noch tat. Dieses prächtige Ensemble von Schauspielern: Matt Dillon, Liv Tyler, John Goodmann und Michael Douglas und was für coole Rollen jeder besetzt. Besonders unterhaltsam ist dann natürlich die Erzählweise. Wir wissen nicht, wer hier auftischt und wer nicht: So zum Beispiel die Sicht der Dinge aus den Augen von Goodmans Charakter, wenn Matt Dillon dann als ekliger Frauenschläger auftritt. Super.
    Eine kurzweilig, aber sehr unterhaltsame kleine Gaunerkomödie in dessen Mittelpunkt eine ungewöhnliche Liv Tyler als Femme Fatale steht. Ein Highlight ist sicherlich dieses furiose Finale im Haus, als all die liebestollen Gockel aufeinander treffen.
    Als Bonus gibt’s einen Michael Douglas mit köstlicher Haar-Tolle.
    Eine kleine Perle von Film, die unangekündigt und ohne große Aufregung auf einmal da war, aber gerne immer wieder kommen darf.

    8 von 10
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  2. #22
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    Re: vjt´s movie diary

    Sonntag, 11. Juli

    Spiderman 2 by Sam Raimi (USA 2004)



    Atemberaubend. Die Zeit stand auch für Peter Parker, Mary Jane und all die anderen Charakter nicht still. Peter studiert mittlerweile und arbeitet als Pizzabote und haust in einem Loch. Bei der Arbeit und im Studium will es nicht so recht klappen. Der Grund ist einfach: Peter ist halbtags Mensch und die andere Zeit Superheld. Herrlich diese Konstruktion. Im Prinzip stellt die erste Hälfte des Films die Leiden eines Superhelden dar. Auch nur ein Mensch. Keine Aufmerksamkeit im Studium, Job weg durch Unpünktlichkeit, Mietrückstand und chronischer Geldmangel um nur einige Miseren von Peter Parker zu nennen. Hinzu kommt, das er nicht das Mädchen haben kann, das er so sehr begehrt und ein neuer Gegenspieler: Doktor Octopus.
    Und alles im allen verlassen ihn dann auch noch seine Superheldenfähigkeiten und sein bester Freund ist nur noch von der Tatsache besessen, Rache an Spiderman zu üben.
    Geregeltes Leben samt Freundin oder Superheld? Diese Frage stellt sich Peter irgendwann.
    Was sich in dieser Rahmenhandlung dann entfaltet ist der schiere Wahnsinn. Diese temporeiche Action, wenn Spidey mit Doc Ock vor und an der Häuserwand kämpft (netter Cameo von Stan Lee) oder die rasante U-Bahnfahrt suchen ihres gleichen. Wohl dosierte Action wohlgemerkt und nicht so ein hohles Abspulen von Bang Boom Bang wie in anderen Filmen.
    Dem Film ist es tatsächlich gelungen, nahtlos in Handlung und Qualität am ersten Teil anzusetzen und das ist schon sehr bemerkenswert. Hätte ich doch eher gedacht, dass nun das Original, wie so oft, Schaden erfährt durch eine misslungene Fortsetzung. Gerade diese gigantische Werbekampagne hat mich doch sehr schockiert und ich erinnerte mich an den Nachfolger von Matrix, wo ebenfalls ein Riesen Tamm Tamm begangen wurde. Doch all dies tut Spiderman keinen Abbruch. Wunderbar, das das gleiche Team wie beim ersten Teil zusammen gearbeitet hat und ich würde mich sehr über noch einen weiteren Film mit dem Cast freuen (9 Filme sollen geplant sein??? Puuuu).
    Spiderman ist rasant. Spiderman ist kitschig, aber eben in dem Maße wie es ein modernes Märchen sein muss. Spiderman ist lustig. Man bekommt eine sehr gelungene Mischung in diesem Film und wir haben es Sam Raimi zu verdanken, dass diese Mischung verdammt gut aussieht und verdammt gut schmeckt.

    9 von 10
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  3. #23
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    Re: vjt´s movie diary

    Sonntag, 1. August 2004

    Es folgten zwei Wochen Urlaub in der Toskana, ohne jegliche modernen Medien wie Fernsehen oder Internet. Kein Fernseher, kein Kino, keine DVD. Gar nichts. War aber auch mal erholsam, sich zwei Wochen von der modernen Technik in Beschlag nehmen zu lassen.
    Nach meiner Rückkehr war dann aber mal wieder der Gang in den dunklen Saal nötig. Der neue/alte Film der Coen-Brüder war meine Wahl. Nun denn.


    Ladykillersby Joel & Ethan Coen (USA 2004)



    Nicht Coen-like. Ich kenne das Original nicht, muss ich vorweg sagen. Da fällt mir ein, Tom Hanks kennt das Original ebenso wenig. Er meinte darauf lachend, dass wohl die Ladykillers ein Film sei, den viele vom Hörensagen kennen, aber gesehen hat ihn wohl niemand.
    Was auch immer. Meine Erwartungshaltung war gering, da ich nicht allzu viel Gutes über den Film hörte und insgesamt gesehen kann ich dem zustimmen, wobei ich gar nicht mal soviel Schlechtes sah. Aber eben auch nicht viel Tolles. Der Film ging und ging und ging und war dann einfach vorbei. Ich stand auf und verließ den Saal. Weder konnte mich irgendwas fesseln, noch dazu anregen, irgendwelche weiteren Gedanken zu diesem Film zu bekommen. Nix. Die Coens dringen nun mit solch manch blöder Klamaukart in Gefilde vor, die ihnen eigentlich gar nicht stehen (Stichwort „Reizdarm“). Mit Tom Hanks und der alten Dame, lagen sie aber goldrichtig. Herrlich wie Tom Hanks diesen von der kriminellen Muße geküssten Professor spielt. Seine eloquenten Reden und die komischen Mimiken. Schön, man sieht, das Hanks aus dem Fach kommt (nur leider schon sehr lange dort nicht mehr am Werke war). Irma P. Hall als altes biestiges Weib steht dem bald in nix nach. Allein schon ihre Rede über diese elende Hibbidi-Hop Musik.
    Einige Coen-like Charakter sind schon vertreten: Der irre Sprengmeister und ganz besonderen Spaß hat mir der General gemacht. Die Dialoge hingegen waren dann schon nicht mehr so der Stil der Brüder.
    Dafür können sie immer noch Bilder zum Leben erwecken und Geschichten erzählen, auch wenn das hier irgendwie alles nicht so stimmig war. Der Einstieg in den Film ist extrem lässig mit dieser Brückenfigur in Großaufnahme und dazu dann noch diese phantastische Musik. Apropos Musik: Die ist wie in jedem Coen-Film einfach klasse und erinnerte hier stark an „O Brother Where Art´Thou“.
    Ich hab gelacht, in geringen Dosen versprüht der Film auch Lacher und dann war es vorbei. Nix zum aufregen, nix zum erfreuen. Nix zum weitergeben. Schade eigentlich.

    6 von 10 Punkten
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  4. #24
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    Re: vjt´s movie diary

    Montag, 2. August 2004

    Innocents - The dreamers by Bernardo Bertolucci ( F 2003)



    Interessant. Paris 1968. Der Begründer der Cinémathèque Francaise, André Malraux, wird von der de Gaulle Administration entlassen. Im Getümmel der Demonstration gegen diese Entscheidung trifft der amerikanische Student Mathew auf das Geschwisterpaar Isabelle und Theo. Die drei freunden sich an und letztlich zieht Mathew bei ihnen ein. Die Eltern sind für einen Monat verreist.
    Im Folgenden führen die drei ein recht dekadentes Leben welches durch Filmquize, Alkohol und später Sex charakterisiert ist. So frönen sie ihr Leben, bis irgendwann die Schecks von Papa aufgebraucht sind. Sie lieben und sie streiten sich und alles steht unmittelbar vor der großen Katastrophe.
    Tja. Ich weiß eigentlich gar nicht viel mehr über diesen Film zu sagen, als den Inhalt hier wiederzugeben. Bertoluccis Film scheint mir eine Hommage an das Kino und an ein Leben zu sein, welches sich wohl jeder Filmfan wünscht: Abends der Besuch der Cinematheque Francaise, danach bei Wein am Tisch zusammensitzen und über Filme reden und als Abschluss mit einer schönen Frau schlafen (und Eva Green ist wirklich strahlend schön).
    Es wird gekonnt mit Zitaten und alten Filmdokumenten gespielt. Höhepunkt bildet zweifellos die Aufstellung eines neuen Rekords im Sprint durch den Louvre.
    Das Hauptproblem des Films, welches jedoch von Bertolucci diskret behandelt wird, ist die inzestuös angehauchte Beziehung zwischen Isabelle und Theo, die nur ein fatales Ende nehmen kann. Mathew, so sehr er sich auch bemüht, wird immer außen vor bleiben.
    Untermalt wird das ganze von einem fabelhaften Soundtrack, der Helden von Damals (Doors, Hendrix).

    7 von 10
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  5. #25
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    Re: vjt´s movie diary

    Dienstag, 3. August 2004

    Along Came Polly by John Hamburg (USA 2004)



    Kurzweilig. Zuviel Schlechtes hatte ich einfach über den Film gehört, was mich letztlich von einer Sichtung im Kino abhielt.
    Mittlerweile ist er ja auf DVD erschienen und da mir in diesem Moment am Auswahlbildschirm nichts Besseres einfiel, wurde er geliehen. Ein wenig Lachen, mehr wollte ich ja gar nicht.
    Und gerade diese negative Grundhaltung, sprich, die daraus resultierende niedrige Erwartungshaltung, half mir, meinen Spaß zu haben. Leider war es ja wie so oft, dass man die witzigsten Szenen bereits aus dem Trailer kannte. Aber gut. Ben Stiller und Philip Seymour Hoffman waren am Start und gerade letzterer bot eine brillante Show als ehemaliger „Filmstar“. Einfach herrlich. Ben Stiller ist solide wie immer, konnte mich hier nicht überraschen (sollte er das?). Bleibt noch Jennifer Aniston, die ich zuvor eigentlich gar nicht wahrgenommen hatte. Aber in diesem Film sieht sie nicht nur gut aus, nein, sie stellt gar ihr komödiantisches Talent unter Beweis (Fans der Serie „Friends“ mögen mir verzeihen, ich gucke es nicht).
    Ansonsten ein Film der nach altbewährten Muster abläuft und ihr und da seine Lacher zu verbuchen hat (danke, das diese wenigstens nicht im Fäkalhumor endeten).
    Nix weltbewegendes aber auch gar nicht so schlecht wie erwartet.
    Als kleinen Bonus gibt’s dann noch den guten alten Alec Baldwin in einer Nebenrolle zu sehen, die ihm sichtlich Freude bereitet hat (allein diese Szene auf dem Klo war schon köstlich).
    Dennoch: Ich freu mich schon mal auf „Meet the Fockers“ und werde wohl von „Duplex“ die Finger lassen.

    6,5 von 10
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  6. #26
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    Re: vjt´s movie diary

    Donnerstag, 5. August 2004

    Muxmäuschenstill by Marcus Mittermeier (D 2003)



    Drakonisch. Der Überraschungsfilm aus Deutschland in diesem Jahr. Extrem überzeugend und extrem nahe gehend und extrem preiswert.
    Mux, hat sich selbst zur Aufgabe gemacht, ein Manifest zu veröffentlichen, welches den Menschen in unserer Gesellschaft wieder Halt geben soll, sind doch Moral und Gewissenhaftigkeit abhanden gekommen. Er macht sich auf, die Alltagstäter zur Strecke zu bringen: Raser, Pädophilie, Sprayer, Diebe etc. Unterstützt wird er von Gerd, einem ehemaligen Langzeitarbeitslosen. Bewaffnet mit der Videokamera dokumentieren sie die Fälle und bald schon expandiert dieses kleine Unternehmen.
    Im Prinzip möchte man Mux zustimmen. Man erlebt es immer wieder im Alltag der Großstadt. Jeder ist nur noch sich selbst der nächste und Rücksicht wird schon gar keine mehr genommen. Hinzu kommen die Ausbeutung vom sozialen System, sowie das Zerstörerische an sich.
    Doch mit welcher Entschlossenheit Mux vorgeht, das lässt einen erschaudern. Keine Ausnahmen. Wie ein Besessener geht er zu Werke und die anfänglichen Lacher bleiben einem irgendwann im Halse stecken. Und wenn sich dann auch noch vielfach Leute bei ihm melden, die als Informanten in seinem Netzwerk tätigen werden wollen, bekommt das alles einen sehr schalen Beigeschmack.
    Der Film ist ein Plädoyer für ein besseres gemeinsames Umgehen miteinander, dass es nicht erst soweit kommen muss, wie in „Muxmäuschenstill“.
    Die verwackelte Handkamera bietet die nötige Nähe und der gesamte (wohl teilweise echte) Cast weiß zu überzeugen.
    Am Anfang lacht man noch Tränen und am Ende muss man gewaltig Schlucken.

    8/10
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  7. #27
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    Re: vjt´s movie diary

    Montag, 9. August 2004

    The Stepford Wives by Frank Oz (USA 2004)



    Dahinplätschernd. Irgendwie scheine ich genau der Typus von Zuschauer zu sein, den die Stuidobosse gerne haben. Ich gehöre zu der Spezies, die kaum die Originale von der momentanen Remake-Welle kennt. Das war bei den „Ladykillers“ so und ist bei den Frauen von Stepford nicht anders.
    Der Film war eher ein kurzeitiges Entfliehen vor der Sommerhitze und wäre „Super Size Me“ schon um 14 Uhr gelaufen, dann hätte ich mir den lieber angeschaut. Sei es drum.
    Nicole Kidman als karierebewuße Frau der Großstadt die nebst Gatten und Kinder im Kleinstadtidyll landet. Noch dazu in einem merkwürdigen Idyll, wo die Männer das Sagen haben und die Frauen ihnen jeden Wunsch von den Lippen ablesen (halt, die Fähigkeit des Denkens haben die Damen ja auch gar nicht….sagen wir Sklaven).
    Gatte Matthew Broderick ist sichtlich angetan und lässt es sich im Mens-Club so richtig gut gehen, während sich Gattin Kidman auf Rechereche begibt, begleitet vom homosexuellen Roger und der sehr chaotischen Bette Midler.
    Ja und?
    Ich weiß auch nicht. Der Film plätscherte so vor sich hin. Man dachte den chauvinistischen Grundgedanken zu kennen und wartete auf die moralische Läuterung und dann kommt es doch alles anders.
    Der Film war weder sonderlich komisch (schade, der gute Christopher Walken hätte gerne mehr auftrumpfen können) noch spannend oder dramatisch. Er plätscherte so vor sich hin und war dann auch zu ende. Wie ein Imbiss von McDonalds (wobei dieser manchmal einen wenigstens noch länger beschäftigen kann).
    Na ja gut, die Bilder des Films waren schön. Auch die Ausstattung. Da wollen wir mal nicht rummeckern. Nette 50er Jahre Idylle gepaart mir modernen Elementen.
    Ansonsten vollkommen Belanglos.

    5/10


    Cabin Feaver by Eli Roth (USA 2003)



    Unkameradschaftlich. Die Voraussetzungen für den Film waren durch das überwiegend positive Echo bei Zuschauern und Kritiker recht gut.
    Wieder einmal verschlägt uns dieser Film in das Hinterland der USA (Großstadtmenschen müssen echt angst haben vor den Dörflern) und wieder einmal sehen wir eine Gruppe Jugendlicher, die sich, um ein paar Tage einen drauf zumachen, in einer einsamen Hütte in den Wäldern einquartieren.
    Doch ist es diesmal nicht ein irrer Killer, der den Teens nach ihrem Leben giert, sondern ein unbekannter Virus, der den Horror verbreitet.
    Nach einer unterlassenen Hilfeleistung bei einem Infizierten, steckt sich die Gruppe an und recht schnell wird deutlich wie eng ihrer aller Freundschaftsband tatsächlich ist. In der Not ist jeder sich selbst am nächsten.
    Die Spannung die hier aufgebaut wird kann sich durchaus sehen lassen und Eli Roth hat hier perfekte Bilder und Stimmungen eingefangen, die den Zuschauer mit in die gesellschaftliche Einöde nehmen.
    Ein Kritikpunkt war das Humorechse, welches irgendwann diese Spannung nimmt. Aber ehrlich gesagt: Ich will bei solchen Filmen lachen können und es hilft einem Zuschauer doch immer, wenn er diesen Fluchtweg in Anspruch nehmen kann. Der Hilfssheriff, sowie die Teens selber, sorgen für die nötigen Lacher (leider auch unfreiwillig die Synchro).
    Ganz so blutig wie von Peter Jackson versprochen war er dann doch nicht und ganz so überzeugend auch nicht. Viele Fragen bleiben offen.

    7 von 10
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  8. #28
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    Dienstag, 10. August 2004

    Super Size Me by Morgan Spurlock (USA 2004)



    Als Ausgangsliege dient dem Film eine Klage von zwei übergewichtigen Teenagern gegen McDonalds, welche abgeschmettert wird, da niemand nachweisen konnte, das McDonalds Gerichte auf Dauer ungesund sind und an dem desolaten Zustand der beiden Mädchen schuld sind.
    Morgan Spurlock tritt nun den Gegenbeweis an und ernährt sich 30 Tage lang ausschließlich vom Fast Food der Kette mit dem gelben großen M. Dabei streift er quer durchs Land und spürt die Folgen der schlechten Ernährung auf.
    Sicherlich,Morgan Spurlock bietet uns hier eine Dokumentation, die an Polemik denen von Michael Moore in fast nix nachstehen (Mr. Moore ist aber doch resoluter) und ich nehme ihm das nicht übel. Er macht durch seine Dokumentation auf einen Missstand aufmerksam und nutzt viele einfache Beispiele um es zu verdeutlichen. Und das ganze ist, so traurig es erscheinen mag, ein Heidenspaß.
    Ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass er sich ausnahmslos nur von dem Fraß ernährt hat. Aber okay, die vermeintlichen Folgen waren wahrlich erschreckend.
    Interessanter und vor allem unterhaltsame Doku über die Missstände der Ernährung von den Amerikanern im Speziellen, aber auch von allen Fast Food Fans im Allgemeinen.

    7 von 10
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  9. #29
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    Re: vjt´s movie diary

    Liebes Filmtagebuch,

    Heute will ich dir mal wieder schreiben. Ein weiterer Urlaub verhinderte die Sichtung vieler Filme, die ich noch unbedingt schaffen möchte. Wir werden sehen, wie wir das alles schaffen. Hinzu kommen die drei Staffeln von "24", die gesehen werden wollen. Da kommt was auf uns zu!
    Ab heute, werde ich keine Punktebewertungen abgeben. Ich tat mich damit eh immer schwer und werde fortan nur mein empfundenes beim, respektive nach dem Sehen aufschreiben.
    Ich hoffe das stört dich nicht.

    Also auf gehts:

    Samstag, 14. August 2004

    Dogma by Kevin Smith (USA 1999)



    Komisch Eine herrlich respektlose Komödie mit tollen Darstellern, viel Witz und großen Momenten.
    Ich mag Dogma und wenn ich ein wenig mehr religiöses Wissen besitzen würde (als Kind der DDR natürlich vollkommen atheistisch), hätte ich bestimmt noch mehr Spaß. Aber sei es drum. Einer der wenigen Filme, wo ich selbst Ben Affleck ertragen kann.
    Leider bin ich in Sachen Kevin Smith weiterhin ein fast leeres Blatt. Clerks noch nie gesehen, Chasing Army ebenso wenig und dementsprechend konnte mich wohl auch „Jay and Sielent Bob Strikes Back“ nicht so überzeugen. Ich will gern alles sehen, aber meine ansonsten gut sortierte Videothek weist hinsichtlich dieses Regisseurs eine deutliche Lücke auf. Schade.
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  10. #30
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    Re: vjt´s movie diary

    Sonntag, 15. August 2004

    Halbe Treppe by Andreas Dresen (D 2002)



    Wahr Endlich. Nach langen Jahren der Missachtung des Films, kam es nun endlich zur Sichtung. Ich wollte den schon immer sehen aber irgendwie fanden wir doch nicht zueinander. Sei es drum. Ein Film, der in meiner Geburtsstadt spielt und dazu noch ein landesweites, überwiegend positives Echo empfing.
    „Halbe Treppe“ stieß mich förmlich ab. Und das ist diesmal nicht negativ zu bewerten. Es war einfach alles so lebensnah. Ungeschminkt, so wahr irgendwie. Ein Haufen Laiendarsteller plus einem tollen Soundtrack und als Bonus noch einen fabelhaften Axel Prahl obendrauf und das alles auf DV. Ein filmisches Experiment, welches großartig aufgeht. Man taucht förmlich ein in die Tristess der Oderstadt und die Leiden der Protagonisten. Und anders als im Hollywoodkino, gibt es hier kein Happy-End. Nein, vielmehr ist der Film wie das Leben an sich manchmal ist: Ungerecht.
    Ich war begeistert.
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