"The Fighter" von David O. Russell
Mit einigem Abstand seit dem ersten Ansehen muss ich sagen, dass ich Russells Inszenierung dann doch ueberdurchschnittlich gelungen finde. Ich habe den Eindruck, als versuche er hier zu vermitteln, dass Boxen was von Musik hat. Der Einsatz der Songs ist den Bewegungen der Boxer angepasst, aber auch die einzelnen Geraeusche, die entstehen, zum Beispiel beim Sparring sind rhytmisch. Finde, dass das eigentlich eine sehr spannende Idee ist. Der Film ist ansonsten wie aus einem Guss erzaehlt, hat aber so ein paar Kleinigkeiten, die ihn hindern ein wirklich Meisterwerk zu sein. Nach wie vor geht es mir viel zu schnell, wie Dickie von Saulus zum Paulus wird und Mickie ist so anders, als seine Familie, da will es mir nicht wirklich einleuchten, warum er noch so an denen haengt. Durch die "alten" Familienaufnahmen wird versucht da einen Hintergrund zu skizzieren, aber mir persoenlich ist das alles ein bisschen duenn. Amy Adams ist atemberaubend und ehrlich erotisch. Das Feuer wird auesserlich leider durch rote Haare gezeigt, viel wichtiger ist aber, wie sie sich bewegt, ebenso melodioes, wie die Boxer, mindestens genau so explosiv. Wenn ich jetzt schon von Musik spreche, dann ist es ja auch so, dass Mickie eigentlich nicht anderes sucht als Harmonie und in der Musik ist das ja auch das was, zumindest fuer mich, am schoensten klingt. Wahlberg kann ich beim zweiten Ansehen mehr abgewinnen, Melissa Leo nicht, ihre Rolle ist doof und nicht sehr originell verpackt.
Fazit: 8 von 10 Punkten


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