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Thema: Danwalkers Filmtagebuch

  1. #1331
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    AW: Danwalkers Filmtagebuch



    "Gosford Park" von Robert Altman

    Robert Altmans Fundus ist so gross, das wird noch Jahre dauern, bis ich alles aufgearbeitet habe. Dieser Film ist wie die anderen Altmans, die ich gesehen habe, eine Perle. Am Anfang war es wirklich schwer angesichts der vielen Figuren und vor allem der verschiedenen Akzente und Dialekte im Englischen, den Ueberblick zu behalten. Doch langsam machte es dann alles Sinn und es ist elegant gemacht, wie die meisten Figuren Grund haben William zu hassen, der von Michael Gambon so gespielt wird, dass man denkt, dass er eigentlich Albert Finney ist. Eine Frage, die ich mir stelle ist, welche Relevanz es hat sich die britische Gesellschaft in den 30er Jahren anzusehen. Vielleicht hat es einfach gar keine, vielleicht erzaehlt es einfach nur ein bisschen was darueber, wie Menschen miteinander umgehen. Und vielleicht ist es einfach nur ein wunderbares Setting, dass geradezu danach schreit, dass man hier die unterhalb der Treppe und die oberhalb der Treppe aufeinander loslaesst. Die Schauspieler sind superb, die Kameraarbeit haelt das Ganze am Leben und keine der Figuren wirkt platt, obwohl ja alle nicht wirklich viel Zeit bekommen sich zu entfalten. Wunderbar. Knapp:

    Fazit: 9 von 10 Punkten
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  2. #1332
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    "Tatort: Es ist boese" von Stefan Kornatz

    Nach dem starken letzten Frankfurter Tatort, war ich neugierig, ob es so gut weitergehen wuerde. Leider nicht. Die Figuren snd teilweise unertraeglich platt und die Handlung finde ich fast schon konfus. Der Killer ist farblos und langweilig und auch den Kommissaren wird wenig neues gegeben, wobei Conny May noch ein bisschen Tiefe bekommt hier. Insgesamt enttaeuschend.

    Fazit: 5 von 10 Punkten
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  3. #1333
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    "Valkyrie" von Bryan Singer

    Ich habe ein Problem mit Stauffenberg. Es scheint mir, dass ihm eine bedingungslose Heldenverehrung entgegen kommt, die ich ein wenig problematisch finde. Dem Film ist es zumindest gelungen, dass ich mir jetzt mal auf die Liste geschrieben habe ueber das Attentat mal genauer zu lesen und mir ein fundierteres Bild zu machen. Stauffenberg als Figur scheint mir so weich gezeichnet, dass er kein Mensch mehr ist. Er ist nur noch eine Ansammlung von tollen Eigenschaften. Er ist eigentlich Tom Cruise mit Augenklappe. Stauffenberg ist so farblos, wie Cruise es in vielen seiner Filme ist. Dafuer sind die Figuren in den Nebenrollen ganz nett, Bill Nighy macht nen guten Job. Der Film ist in Ordnung. Ich wuerde ihn nicht als zu historisch akkurat einschaetzen, aber er scheint mir auch nicht vollends aus der Luft gegriffen zu sein. Technisch gibt es nichts zu meckern, obwohl man in jeder Sekunde weiss, was passieren wird, ist er trotzdem spannend und das ist schonmal eine Leistung. Dennoch bleibt der Eindruck, dass er weichgespuelt ist und deswegen im Endeffekt belanglos.

    Fazit: 7 von 10 Punkten
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  4. #1334
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    "Chronicle" von Josh Trank

    Habe mir den natuerlich gegeben, weil ich gehofft hatte ein bisschen was King County zu sehen, dem County in dem ich nunmal einige Monate gelebt habe. War aber dann nicht viel mit Seattle, wurde ja anscheinend vor allem in Suedafrika und Vancouver gedreht. Der Streifen ist hoechst gelungen, allerdings haetten im etwas bessere Special Effects gut getan. Bei grossen Sachen, zim Beispiel dem Fliegen sieht er gut aus, aber bei kleinen, Steinen oder Baellen die jongliert werden zum Beispiel sieht man deutlich, dass es das Budget nicht mehr her gibt. Denke, dass die Technik da eigentlich schon weiter ist. Der Film funktioniert einerseits als klassischer Superheldenfilm, andererseits ist er auch ein bisschen ein Film ueber das Erwachsenwerden. Die Superkraefte sind ein Bild der wachsenden Verantwortung, die man mit sich traegt, je aelter man wird. Dann wiederum ist Andrew ja eigentlich ein verantwortungsvoller Typ und so koennte man argumentieren, dass er an den Anforderungen der Verantwortung, die ihm auferliegt zerbricht. Im Kontext eines High School-Films in Verbindung mit Superheldenzeugs ist das schoen sehr komplexes Storytelling. Sequel wird, so zeigt es die Erfahrung, eher was kaputt machen als hinzufuegen, sehe aber dennoch einige sinnvolle Optionen. Knapp:

    Fazit: 8 von 10 Punkten
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  5. #1335
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    "Nine" von Rob Marshall

    War eigentlich alles angerichtet um einen ganz grossen Film zu machen. Ist aber ein mittelpraechtiges Desaster. Schauspieler sind gut und doch schlecht. Day-Lewis ist wie immer intensiv aber wenn er so Englisch mit einem italienischen Akzent redet, dann ist das unfreiwillig komisch. Marion Cotilliard ist wie immer nicht zu kritisieren, ueberhaupt sind alle Frauen toll. Einzig Penelopes Cruz' Figur ist einfach zu daemlich. So richtig was aufbauen kann man mit den Figuren nicht, es gibt so viele und die aehneln sich alle so. Wo genau ist jetzt der Unterschied zwischen der Kostuembildnerin und der Mutter? Zwischen der Ehefrau und der Muse? Alles verschwimmt in eine breiige Masse. Statt komplex wird es so fad. Ich habe den Film total teilnahmslos angesehen, es war mir schlecht egal. Die Songs sind knackig, aber wenn man mal ein bisschen hinhoert, was sie da singen, besonders bei "Cinema Italiano", dann kann man nur sagen, dass es voelliger Unsinn ist, was da gesungen wird. Geschweige denn davon, dass die Stimmen alle samt nicht so prickelnd sind. Schade, schade, schade.

    Fazit: 4 von 10 Punkten
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  6. #1336
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    "The Avengers" von Joss Whedon

    Spoiler

    Muss derzeit darauf warten, dass mein WG-Zimmer frei wird und bin deswegen gezwungen bei meiner Mutter unterzukommen. Und weil mir da die Decke auf den Kopf faellt, bin ich halt in diesen Film gegangen. Gut ist, dass ein Grossteil der durchschnittlichen Action auf den Schlussakt gelegt wurde. Ansonsten finde ich es ziemlich lame, dass S.H.I.E.L.D.s grosses Geheimnis ist, dass sie Waffen bauen. Dieser Film wird ja sicher auch der Auftakt einer Reihe sein. Bei einem ersten Teil muss man sich am Anfang eigentlich Zeit nehmen um die Figuren einander und dm Publikum vorzustellen. Die Figuren kennt man hier ja aber schon, trotzdem stuerzt man sich nicht gleich ins Geschehen. Fand dass das fast schon eine kuriose Herangehensweise ist. Die Figuren geben nochmal ein Best Of ihrer jeweiligen Filme ab, ausser Hulk. Der wird meiner Meinung nach gegenueber seinem Originfilm nicht nur optisch veraendert, sondern auch inhatlich stark modifiziert. Tut ihm gut! Ein bisschen mehr Fleisch darf es schon sein. Der Film ist wie Kaninchen, sieht gut aus, riecht gut, ist aber wenig dran. Knapp:

    Fazit: 6 von 10 Punkten
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  7. #1337
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    "Dan In Real Life" von Peter Hedges

    Wenn ich ehrlich sein soll, ist es nicht so, als wenn der Film jeden Fehler auslassen wuerde. So sind einige Momente zu dick aufgetragen, einige Stellen passen nicht so wirklich zu anderen. Dennoch ist es ein toller Film, denn die Figuren kommen sympathisch rueber. Das staendige Wiederholen von Motiven ist ein bisschen penetrant, aber dafuer ist der Film wirklich durchweg amuesant, ohne dass irgendwann die Luft ausgehen wuerde. Juliette Binoche ist wie immer hinreissend und Steve Carell ist wie fast immer wunderbar. Gute Laune-Film.

    Fazit: 8 von 10 Punkten
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  8. #1338
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    "Insomnia" von Christopher Nolan

    Es ist so lange her, dass ich diesen Film gesehen habe, da hatte ich noch keine Haare am Sack. Fand ihn jetzt nicht ausserordentlich originell und sehe auch nicht, wie er sich von einem Grossteil der anderen Filme aehnlicher Machart unterscheidet. Interessanter ist da schon darueber nachzudenken, dass Nolans Hauptfiguren immer Maenner sind und sie sich immer in einer Art verzerrter Realitaet befinden. Was will Nolan damit sagen? Warum findet er das so faszinierend? Und warum immer Maenner? Al Pacinos Performance ist nicht unter seinen besten, aber definitiv ganz stark. Leider nehme ich ihm die Schlaflosigkeit wirklich erst gegen Ende des Films ab, wenn er schon fast hemmungslos uebertreibt. Robin Williams macht seine Sache gut, doch seine Figur ist ein stueckweit klischeebeladen und funktioniert nicht wirklich fuer mich. Werd dem Film, wenn einige Zeit vergangen ist, nochmal ne Chance geben. Knapp:

    Fazit: 7 von 10 Punkten
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  9. #1339
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    "Back To The Future" von Robert Zemeckis

    Hab ich erwaehnt, dass John Williams einpacken kann, denn sowas wie den Score dieses Films hat er einfach nicht drauf. Genig der Worte.

    Bob

    Fazit: 10 von 10 Punkten
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  10. #1340
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    "Back To The Future Part II" von Robert Zemeckis

    Sicher ein anderer Film als der erste, hat aber seine Daseinsberechtigung. Und ich glaube das er absichtlich so hysterisch ist.

    Fazit: 9 von 10 Punkten
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