"Gosford Park" von Robert Altman
Robert Altmans Fundus ist so gross, das wird noch Jahre dauern, bis ich alles aufgearbeitet habe. Dieser Film ist wie die anderen Altmans, die ich gesehen habe, eine Perle. Am Anfang war es wirklich schwer angesichts der vielen Figuren und vor allem der verschiedenen Akzente und Dialekte im Englischen, den Ueberblick zu behalten. Doch langsam machte es dann alles Sinn und es ist elegant gemacht, wie die meisten Figuren Grund haben William zu hassen, der von Michael Gambon so gespielt wird, dass man denkt, dass er eigentlich Albert Finney ist. Eine Frage, die ich mir stelle ist, welche Relevanz es hat sich die britische Gesellschaft in den 30er Jahren anzusehen. Vielleicht hat es einfach gar keine, vielleicht erzaehlt es einfach nur ein bisschen was darueber, wie Menschen miteinander umgehen. Und vielleicht ist es einfach nur ein wunderbares Setting, dass geradezu danach schreit, dass man hier die unterhalb der Treppe und die oberhalb der Treppe aufeinander loslaesst. Die Schauspieler sind superb, die Kameraarbeit haelt das Ganze am Leben und keine der Figuren wirkt platt, obwohl ja alle nicht wirklich viel Zeit bekommen sich zu entfalten. Wunderbar. Knapp:
Fazit: 9 von 10 Punkten


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