Dienstag, 28. Juni 2011
OMFE III - Doc Tieh-Aitsch: FITZCARRALDO
Für seinen Traum, ein Opernhaus im peruanischen Dschungel zu errichten, ist Brian Sweeney Fitzgerald, genannt Fitzcarraldo (Klaus Kinski) bereit, alles zu tun. Finanziell unterstützt von seiner Partnerin Molly (Claudia Carnevale) begibt er sich nach einigen gescheiterten Vorhaben auf gefährliche Mission in unzivilisiertes und von nicht sonderlich kommunikativen Indios beherrschtes Land. Sein Ziel: neue Transportgebiete für das Kautschuk-Geschäft erschließen. Um das zu schaffen, muss er allerdings mit seinem Schiff einen Berg überqueren - unter Duldigung und sogar Hilfe der Indios.
Ursprünglich war Klaus Kinski gar nicht vorgesehen für die Rolle des Fantasten, des Träumers, des Getriebenen. Doch könnte es einen Besseren geben? Es ist ungemein faszinierend, dem Mann beim Spielen zuzusehen. In seinem Schatten werden alle anderen zu Randfiguren. Dafür hat der Regisseur Werner Herzog seinen Preis gezahlt. Die Geschichten aber, die mit diesem Projekt verbunden sind - der immer wieder ausbrechende Wahn des Stars, der zerstörerische Perfektionismus des Filmemachers, der Verlust des wesentlichen ursprünglichen Casts (Robarts, Jagger, Adorf) und vor allem die sagenumwobene Überquerung des Bergs - sie alle machen Fitzcarraldo zu einem Symbol für Mut und Konsequenz. Da verzeiht man der Handlung auch so manche Länge.
Omfe-Wertung: 8/10


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