Ken Park (2002)
Dass innergesellschaftliche, totgeschwiegene Vorgänge sich anhand der Darstellung von onanierenden Jugendlichen oder pinkelnden verkappt homosexuellen Vätern überzeugender verdeutlichen lassen, wage ich zu bezweifeln. Leider scheint Larry Clark da anderer Ansicht zu sein, denn solche oder ähnliche Szenen reihen sich im minutentakt aneinander. Die drastische und offenherzige Darstellung dieser intimen Handlungen mag in einigen Fällen den gewünschten Zweck erfüllen, der Eindruck der Effekthascherei drängt sich jedoch geradezu auf.
Allgemein lässt sich festhalten, dass dem Film in mancherlei Hinsicht etwas mehr, in anderer etwas weniger gut getan hätte. Etwas mehr Background hier und da, etwas weniger Voyeurismus (fast) überall.
4/10


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