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Thema: Why so curious ?

  1. #101
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    98. Assault – Anschlag bei Nacht
    (Assault on precinct 13) USA 1976 R: John Carpenter

    (g. a. 2.11.2007)
    D: Austin Stoker, Darwin Joston, Charles Cyphers, Laurie Zimmer, Martin West, Tony Burton, Nancy Kyes, John J. Fox, Peter Bruni, Henry Brandon, Kim Richards



    B: Was von diesem Film in Erinnerung bleibt, ist vor allem der Score. Diese fast seichte, typisch nach 70er-Jahre klingende Musik, die man sich gut als Hintergrundmusik in einem Restaurant, einem Flughafen oder einem Aufzug vorstellen kann, welche sich regelmäßig mit harten, nervenkratzenden Tönen, wie man sie schon aus Helloween kennt, abwechselt.

    Dazu kommt eine Inszenierung die teilweise wirr ist, Dialoge die entweder nicht wirklich gut geschrieben oder einfach schlecht übersetzt sind und man hat das Gefühl dass die Story bzw. der Verlauf nicht ganz rund ist. Aber, das macht gar nichts, der Film ist trotzdem absolut sehenswert und darf auf keiner „Alte-Filme-Nachhol-Liste“ fehlen.

    Carpenter beweist schon in seinem Frühwerk sein Gespür dafür, den Zuschauer zu fesseln und für Nervenkitzel zu sorgen. Auch wenn es hier keine Figuren aus anderen Welten oder solche mit übernatürlichen Fähigkeiten sind, sondern sprichwörtlich die „blutgierige“ Bande von Nebenan. Dennoch weist die Belagerung der Polizei-Station durch die Gang-Mitglieder starke Parallelen zu einer Belagerung durch Zombies auf, wohl eher kein Zufall !?

    Früher Beitrag zum Thema „Rache/Selbstjustiz“ und warum man es vllt. besser lassen sollte... kompromisslos und hart wie das Leben selbst.

    Benotung: 7,5/10

    Passender Song: „Schunder-Song“ von Die Ärzte (wegen der Textpassage „...Gewalt erzeugt Gegengewalt...“)
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #102
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    99. Nach 7 Tagen - Ausgeflittert
    (The heartbreak kid) USA 2007 R: Bobby + Peter Farrelly

    (g. a. 3.11.2007)
    D: Ben Stiller, Malin Åkerman, Michelle Monaghan, Jerry Stiller, Carlos Mencia, Rob Corddry, Lauren Bowles, Danny R. Mc Bride, Roy Jenkins, Michael Kromka, Nicholas Kromka, Amy Sloan



    B: Nach langer Kinosaal-Abstinenz meinte mein Kumpel, dass wir einen solchen mal wieder von innen sehen sollten. Die Wahl fiel schnell auf den neuen „Ben Stiller-Film“. Zwar löste selbiges in mir keine Ovationen aus, da die ersten Film-Eindrücke nicht schlecht aber auch nicht wirklich großartig erschienen und die Filme der Farrelly-Brothers seit „Verrückt nach Mary“ stetig und beträchtlich an Qualität und Unterhaltungswert verloren (jedenfalls für meinen Geschmack) und in „Unzertrennlich“ ihren Tiefpunkt erreichten, doch andererseits hatte ich grundsätzlich mal wieder großen Bedarf die kinotypischen Seh-, Hör- und Geruchseindrücke aufzuladen.

    Das Kino war ziemlich voll, ausverkauft würde ich sagen, was ja nicht wirklich schlimm ist, abgesehen von den ersten gut zwei Minuten die teilweise durch Plappern und Geräuschemachen der Mitseher etwas undeutlich waren (vllt. waren es auch nur 30 Sekunden, aber „gefühlt“ schien es länger zu sein...). Interessant war auch zu erfahren, wozu man wirklich ein Handy gebrauchen kann, in erster Linie nicht zum Telefonieren oder zur Kommunikation, nein, neben der Sicherung von Arbeitsplätzen bezüglich der Erstellung und vor allem Werbung von und mit Handyklingeltönen, dient es in einem dunklen Kinosaal auch zum Auffinden der passenden Sitzplätze... OMG, wie konnte die Menschheit nur so lange ohne Handy leben... Randnotizen.

    Zurück zum Film, entgegen der geringen Erwartungen muss ich allerdings mein (Vor)urteil revidieren. Vom Spaßfaktor her reicht der Film (dessen dt. Titel mal wieder Quark ist) gut an die erste Zusammenarbeit zwischen den Farrellys und Ben Stiller heran. Eddie Cantrow könnte sogar die Fortführung von Ted Stroehmann sein. Auch erinnert Malin Åkerman in Aussehen und in ihrer Art sehr an Cameron Díaz in ihrer Mary-Rolle.

    Wieder setzen die Farrellys gekonnt auf schräge Charaktere, Fettnäpfchen-Situationskomik und aberwitzige Späße Jenseits der Gürtellinie, die kein gutes Haar an den Mitwirkenden lassen. Doch wer den Humor mag kommt hier voll auf seine Kosten. Darüber hinaus ist der Film auch wirklich optisch sehr gut gehalten und das Zusehen macht die komplette Spielzeit über totalen Spaß. Vielleicht sollten sie künftig häufiger schon bestehende Storys/Filme adaptieren und auf ihre Weise neu interpretieren.

    Typisch Farrelly-like auch wieder die Art des Humors, wo eine Szene schon läuft und zunächst oberflächlich nichts auf Unregelmäßigkeiten oder gar einen Gag hindeutet und dann kommt das große „bo-how“, wie z. B. in der „Hundewelpen-Streichel-Szene“.

    Schön dass Senior und Junior Stiller mal in einem Film zusammen spielen, man weiß zwar schon seit „King of Queens“ woher Ben Stiller sein komisches Talent hat, aber sein Papa ist absolut eine Bereicherung für den Film. Überhaupt wirkt es wie ein Zusammentreffen von bekannten Serien-Darstellern, neben dem Schwiegervater des King of Queens, ist noch die Schwiegermutter vom Heimwerker-King mit von der Partie, genauso wie „Bob“, einer der Kumpels von Al Bundy und eine der verzweifelten Hausfrauen (jedenfalls für meine Begriffe...*).

    Wer also „Verrückt nach Mary“ schon sehr spaßig fand und mit derbem Humor kein Problem hat, der ist hier absolut richtig.

    *Eine Sache ist mir allerdings nicht ganz klar, abgesehen davon, dass der imdb-Eintrag noch ziemlich unvollständig scheint, die Rolle der „Consuela“ wird dort mit einer Darstellerin namens Sandra Ramírez angegeben, allerdings meinte ich Eva Longoria als solche erkannt zu haben... !?

    BTW: Michelle Monaghan ist wirklich zum Verlieben...

    Benotung: 8,5/10

    Passender Song: „Love is…” von Oil On Canvas
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  3. #103
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    100. Stirb langsam 4.0
    (Live free or die hard) USA/GB 2007 R: Len Wiseman

    (g. a. 6.11.2007)
    D: Bruce Willis, Justin Long, Timothy Olyphant, Mary Elizabeth Winstead, Cliff Curtis, Maggie Q, Jonathan Sadowski, Kevin Smith, Andrew Friedman, Yorgo Constantine, Chris Palermo, Sung Kang, Željko Ivanek, Cyril Raffaelli, Jake Mc Dorman



    B: Noch knapp 8 Stunden bevor ich die DVD in meinen Player schob hätte ich nicht daran gedacht, dass ich meinen Abend mit der Sichtung des vierten Teiles des Klassikers in Sachen „Einer-gegen-alle“ gestalten würde. Doch wie das Leben so spielt kam ich zufälligerweise recht günstig an die Scheibe und konnte es Abends dann kaum erwarten, die lang ersehnte Fortsetzung einer meiner Lieblings Reihen zu sehen.

    Und wieder gerät Mc Clane auch per Zufall in eine Sache rein, die seinen Widersachern und seiner Krankenversicherung die Tränen in die Augen treiben. Und wieder geht dabei so einiges zu Bruch und wird so einiges in seine Einzelteile zerlegt. Und wieder ist die Action heftig, ansatzweise sicher übertrieben aber absolut hochwertig und in höchstem Maße unterhaltend und mitreißend.

    So ist eben die Welt von John Mc Clane, laut, schmerzhaft, gnadenlos und mitunter wird die Realität nur als grober Richtwert gesehen. Aber wie ein Pferd in einen Western, ein Toter in einen Krimi und ein Raumschiff in einen SciFi-Film gehört eben dies in einen Film der Die hard-Reihe. Damit muss man klarkommen oder es sein lassen. Und mir ist relativ egal ob ein Jet der gezeigten Bauart diese engen Manöver fliegen kann oder nicht und warum Mc Clane immer wieder irgendwie davon kommt und selbst als Ziel auf dem Präsentierteller mit Schleifchen nicht zu stoppen ist; so lange die Japaner keine chinesischen Namen haben und die Polen keine tschechischen ist meine Welt in Ordnung.

    Doch ein bisschen was ist anders, die Welt hat sich verändert, Mc Clane ist der Gleiche, aber um ihn herum ist die Welt im Wandel, die Technik ist weit fortgeschritten und auch seine Tochter hat sich gut entwickelt und ist im typischen Teenager-Trotz-Verhalten welches durch den Mc Clane’schen Gen-Einschlag noch verstärkt wird.

    Ansonsten ist alles beim (guten) Alten, krachendgeile Action (siehe Foto), coole Sprüche und ein Film dessen Anschauen eine große Freude ist. Die Darsteller sind sehr gut ausgewählt und machen ihre Sache sehr gut, Willis sowieso; dazu Long als sein Buddy (sehr klasse !; im Übrigen finde ich, dass Long wie ein junger Keanu Reeves aussieht.); Olyphant als Bösewicht und auch der Rest (incl. „Silent Bob“ als gar nicht so stilles Hacker-Genie Warlock) passt.

    Sehr gut in Idee und Umsetzung ist die „Präsidenten-Ansprache“. Außerdem fällt auf, wie einfach es ist, ein ganzes Land fast lahm zu legen, wenn man denn etwas Ahnung davon hat, wirkt sehr beängstigend wenngleich man als gewöhnlicher Zuschauer den Wahrheitsgehalt in diese Richtung nicht abschätzen kann. Dass Gabriel sein Wissen und seine Fähigkeiten einer Ausbildung durch die US-Regierung selbst verdankt, lässt einen doch an ähnliche Parallelen zu Diktatoren im Nahen Osten denken.

    Nette Idee auch die am Anfang, als dem 20th Century Fox-Symbol der Strom abgestellt wird. Zu erfahren ist auch, dass in der Polizei-Sprache der USA ein „587“ für einen Flitzer steht.

    Benotung: 8,7/10

    Passender Song: „Helden“ von EAV

    Ich frage mich... was genau macht eigentlich der durch Schleudersitz gerettete Pilot des Kampfjets; geht der zur nächsten Telefonzelle ruft bei der Air Force an und verlangt seine Abholung „Ehm, Smith hier, gab da einen kleinen ehm Zwischenfall... der Jet ist leider Schrott aber mir geht’s soweit gut... kann mich jemand abholen oder soll ich mir ein Taxi nehmen ?“.
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  4. #104
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    101. Jungfrau (40), männlich, sucht...
    (The 40 year old virgin) USA 2005 R: Judd Apatow

    (g. a. 9.11.2007)
    D: Steve Carell, Catherine Keener, Paul Rudd, Seth Rogen, Romany Malco, Elizabeth Banks, Leslie Mann, Jane Lynch, Gerry Bednob, Shelley Malil, Kat Dennings, Jordy Masterson, Chelsea Smith, Jonah Hill, Marika Dominczyk, David Koechner



    B: Aus einem unerfindlichen Grund hatte ich mich sehr auf den Film gefreut und konnte die Sichtung kaum erwarten, daher an der Stelle auch noch mal großen Dank an unsere Freunde aus der Schweiz, dass er dort nun schon lief.

    Naja, ganz unerfindlich sind die Gründe auch nicht, Hauptaspekt für die hohe Erwartungshaltung ist sicherlich Steve Carell, der in diversen anderen Filmen bereits sein hohes komödiantisches Talent unter Beweis stellte. Auch die Mitwirkung von Paul Rudd und Seth Rogen schien nicht nachteilig für den Film zu sein und so ließ es mich alles in allem in Richtung von Klasse-Komödien á la „Wedding crashers“, „Anchorman“ oder „Old school“ denken. Auch das Thema an sich bietet ja vielerlei Möglichkeiten an Gags, oftmals platte und schlüpfrige Gags, aber wenn einem dies vorher bewusst ist, dürfte es kein Problem darstellen.

    Auch dass ein Großteil der Gags um die Geschmacksgrenze herum schlängelt und oftmals darunter liegt war eigentlich zu erwarten, und so wirkt der Film dann auch wie ein Alptraum einer Mutter eines 13 - 15jährigen Zöglinges, mit einer Vielzahl an manchmal fast peinlichen Situationen. Sollte von vornherein die Hauptzielgruppe des Filmes Jungs im besagten Alter gewesen sein, dann wurde das Klassenziel erreicht, und da fast alle Männer irgendwo auch immer ein bisschen pubertierende Jungs bleiben, kommen auch „ältere Semester“ auf ihre Kosten. Doch viel mehr ist es nicht.

    Keine Ahnung weshalb, aber obwohl Steve Carell alles gibt (und das ist nicht wenig) kann der Film für mich nicht überzeugen. Es gibt sehr viele Gags, von denen aber nur wenige ein Kristallfeuerwerk abgeben, die meisten bleiben auf der Wunderkerzen-Ebene.

    Erwähnenswert ist noch, dass einige Filme und Schauspieler erwähnt werden, sodass es für „Cineasten“ doch kleine Schmankerl gibt. Außerdem werden in Form von Andy’s Sammelfiguren für einige Fans von alten Serien Erinnerungen wach.

    Benotung: 6,5/10

    Passender Song: „Like a virgin“ von Madonna
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  5. #105
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    102. Smokin’ aces
    (Smokin’ aces) USA/GB/F 2006 R: Joe Carnahan

    (g. a. 10.11.2007)
    D: Ryan Reynolds, Ray Liotta, Jeremy Piven, Joseph Ruskin, Andy García, Common, Christopher Michael Holley, Ben Affleck, Peter Berg, Martin Henderson, Alicia Keys, Taraji P. Henson, Kevin Durand, Chris Pine, Maury Sterling, Tommy Flanagan, Nestor Carbonell, Curtis Armstrong, Mike Falkow, Vladimir Kulich, Jason Bateman, Davenia Mc Fadden, Joel Edgerton, George Fisher, David Proval, Matthew Fox



    B: Aufmerksam auf diesen Film wurde ich durch den Ohrensessel-Podcast und aufgrund der dortigen Empfehlung konnte ich die Sichtung dann auch kaum erwarten.

    Nun ließ einen schon die Einleitung großes erwarten, denn obwohl man kurze Zeit braucht um alle gebotenen Informationen zu sortieren und viele Figuren vorgestellt bekommt kann man doch erahnen oder zumindest erhoffen, was alles passiert, wenn diese Figuren aufeinandertreffen, viel Geballer, viele Verletzte und schräge Handlungsabfolgen. Und so kommt es dann auch, die Hitmans und -ladys werden vorgestellt, mit all ihren kleinen und großen Macken und alles läuft auf einen großen Urknall im beschaulichen Lake Tahoe hinaus.

    Bei der Bewertung/Einordnung des Films tue ich mich wirklich sehr schwer. Da ist auf der einen Seite die Action- und Geballerebene, die absolut zu gefallen weiß und wenig Wünsche offen lässt. Dann ist da die Seite der schrägen Figuren die einen schon auch an Tarantino denken lassen. Der Vorwurf eines misslungenen Kopieversuchs ist allerdings nicht ganz gerechtfertigt. Selbstredend werden neue Filme immer an den großen Werken ihres Genres gemessen, aber wie schon an anderer Stelle geschrieben, sollte jeder Film allein für sich stehen können. Diese Darstellung der Figuren ist teilweise gut gelungen, wenn z. B. die Kleinste und Zartwirkendste der Killerbande ihren stärksten Auftritt hat und zeigt, dass auch ihr Mundwerk ähnlich ihrer Riesenwumme ordentlich laut und unangenehm sein kann, wenn sie der bieder wirkenden Hotelangestellten eine Kurzzusammenfassung in Sachen Gleichberechtigung geben will. Und natürlich sind die Profikiller überzeichnet, was sie schon alles „geleistet“ haben, was ihre Fähigkeiten sind, sicherlich wirkt dies auch etwas menschenverachtend weil alles in einer recht coolen Optik präsentiert wird. Doch dies sind eben die Zutaten für einen solchen Film; wer Kuchen backen will, muss Eier zerschlagen. (okay, 3 Euro ins Phrasen-Schwein...)

    Dann ist da aber auch noch diese Mafia-, FBI-Geheimnisse- und überraschende Schlussauflösungsschiene; das ist fast ein bisschen viel und darf an der Stelle auch entsprechend kritisiert werden.

    Fraglich bleibt, weshalb sich bei dem riesigen Kopfgeld nur so wenige Auftragskiller auf den Weg machen... eigentlich müsste soviel Geld ja viel mehr Berufsmörder anlocken... zwar ist die Entscheidung, nicht noch mehr Charaktere einzuführen sicherlich das kleinere Übel im Vergleich zu der benannten „Unlogik“, aber man darf sich diese Frage doch mal stellen. Und warum eine Person die offenkundig russischer Herkunft ist (oder hat da die dt. Synchro eigenständige Entscheidungen getroffen !?) Hugo heisst, bleibt eines der vielen Rätsel der Menschheitsgeschichte.

    Positiv erwähnenswert ist noch die Szene mit dem schrägen „Rip“ Reed und man fragt sich ernsthaft, was er denn mit dem Bunny-Kopf bezweckt. Stark auch die Szene zwischen Carruthers und „El estrago“ im Aufzug. Oder die, als „El estrago“ sein Opfer noch kurz auf die „andere Seite“ begleitet. Die Einlage mit dem erregten Kung-Fu-Jüngling hat sich allerdings bei mir noch nicht endgültig für „schlecht“ oder „gut“ entschieden, die Idee an sich ist sicherlich klasse, aber in diesen Film passt es irgendwie nicht.

    Summasumarum hat mir der Film allerdings dann doch überdurchschnittlich gefallen, was einfach an dem Grundmotiv liegt.

    Achtung, kein Film für Ben Affleck-Fans !

    Nachtrag: Ach ja, die beste Szene hätte ich fast vergessen... als Ryan Reynolds sich zwischen die Krankenbetten setzt und... (aber seht selbst...). Die dazu laufende Musik und die Szene als solche ist einfach WOHOW ! (BTW, falls jemand den Titel des in der besagten Szene gespielten Liedes weiß, bitte Mitteilung an mich!).

    Benotung: 8/10
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  6. #106
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    103. Sunshine
    (Sunshine) USA/GB 2007 R: Danny Boyle

    (g. a. 11.11.2007)
    D: Hiroyuki Sanada, Cliff Curtis, Cillian Murphy, Chris Evans, Rose Byrne, Michelle Yeoh, Benedict Wong, Troy Garity, Mark Strong



    B: Das kommt also raus, wenn man das SciFi-Thema nicht als bloßes Effektefeuerwerk oder Geballere sieht sondern von der intelektuellen Seite her „beleuchtet“. Quasi ein modernes 2001.

    Im Mittelpunkt steht schlicht und ergreifend der Lebensmittelpunkt eines ganzen Sternensystems. Die Sonne. Unsere Sonne. Sie spendet uns notwendige Wärme und Licht, hat aber auch im darniedergehenden Status noch ausreichende Zerstörungskraft.

    Und so hat die Crew der „Ikarus 2“ nicht nur mit der großen Entfernung zur Erde, Streitigkeiten und Machtkämpfen untereinander sondern auch mit der Stärke der Sonne zu tun, in all ihrer gleißenden Schönheit und all ihrer gnadenlosen Vernichtungskraft.

    Die Themen bei einem „non-Alien-SciFi-Film“ liegen sicherlich auf der Hand, räumliche Enge, Probleme mit Schwerkraft und Sauerstoff sowie Kampf gegen extreme Wärme- und Kältegrade. Sowie die Neigung von Menschen sich irrational und für andere gefährdend zu verhalten.

    Hier kommen auch ethische Überlegungen wie „das Wohl einzelner gegen das von Vielen abzuwägen“ nicht zu kurz und zeigen endgültig auf, dass es kein Film für Leute ist, die mit Star Wars-Actionfiguren hantieren.

    Herausragend, abgesehen von der sehr gelungenen Verknüpfung der o. g. Thematiken ist vor allem die Optik. Die teilweise dargebotene Bilderflut ist einfach unbeschreiblich.

    Dennoch schafft es der Film nicht gänzlich mich zu überzeugen, was ich aber nicht an faktischem festmachen kann, vllt. bin ich nicht intelektuell genug !?

    Bezogen auf die Bombe die den Sonnenmotor wieder anwerfen soll ist fraglich für mich, ob es denn wirklich ein Material gibt, dass nahezu unbeschadet in den Sonnenkern eindringen und dann auch noch seine explosive Wirkung zeigen kann; aber vielleicht ist diese Fragestellung an sich schon der Beweis, dass ich den Film nicht restlos verstanden habe oder ich das Ganze unter falschen Voraussetzungen angehe. Aber erlaubt sein sollte die bescheidene Nachfrage, warum auch zu Zeiten, als an „Ikarus 2“ noch nicht zu denken war, „Ikarus 1“ bereits als „Ikarus 1“ bezeichnet wurde !?

    Größte Szene ist sicherlich die, als Harvey zuerst schockgefriert (allein das Bild der gefrorenen Augen !) und danach mit einem kurzen aber sehr eindringlichen Geräusch verglüht. Und natürlich als Dr. Searle seinem Ende entgegensieht... die Musik dazu ist einfach grandios.

    Naja, ein wahrer Rausch an Bild und Klang und mal eine Alternative zu den sonst üblichen Weltraumfilmen; allerdings Vorsicht, die SoFi-Brille nicht vergessen !

    Benotung: 7,5/10

    Passender Song: „Looking for the summer“ von Chris Rea

    Ich frage mich... ob es die nette, schnuckelige Ikarus-Computer-Stimme auch für Navi-Geräte gibt... !?
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  7. #107
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    104. Prestige - Die Meister der Magie
    (The prestige) USA/GB 2006 R: Christopher Nolan

    (g. a. 11.11.2007)
    D: Christian Bale, Hugh Jackman, Michael Caine, Scarlett Johansson, Rebecca Hall, Piper Perabo, Andy Serkis, David Bowie, Samantha Mahurin, Roger Rees, Edward Hibbert, Ricky Jay, Daniel Davis, Chrstopher Neame, Jim Piddock, Ron Perkins



    B: Normalerweise müsste ich bezüglich der Beurteilung dieses Filmes als befangen abgelehnt werden. Denn Hauptdarsteller Christian Bale ist mein persönlicher Gott und somit sind alle seine Werke göttlich und eine Bemessung seiner Leistung liegt per sé außerhalb den uns bekannten Zahlendimensionen. Doch ich muss versuchen, in meine Subjektivität soviel Objektivität wie möglich reinzubringen und ein neutrales Bild aufzuzeigen.

    Ein wahrlich magischer Film, auch wenn Worte wie „magisch“ oder „zauberhaft“ in vermutlich jeder Besprechung zu diesem Film vorkommen, so sind sie überaus treffend und richtig. Doch es ist keine bloße Effekthascherei, man wird zwar vornehmlich wie ein ganz gewöhnlicher Theaterzuschauer hinter’s Licht, dafür aber auch hinter die Bühne geführt und man erkennt, dass Magier nur selten ein zauberhaftes Leben führen.

    Vielmehr ist es ein wahrer Konkurrenzkampf zwischen zwei Magiern, die, ausgelöst durch einen Unfall, in eine immer tiefere Spirale aus Missgunst und Hass geraten, bei dem auch menschliche Opfer nicht ausbleiben. Überhaupt wird gezeigt, was Menschen alles aufgeben, was sie anderen Mitmenschen zumuten und dass sie auch vor tierischen und menschlichen Verlusten nicht halt machen, um die perfekte Illusion zu zeigen und das Publikum zu unterhalten. Dies alles spielt in der Zeit um die vorletzte Jahrhundertwende und wird somit in den optimal passenden Rahmen geschnürt. Eine Verlegung des Themas in die heutige Zeit hätte ihm sehr viel von seiner wunderbaren Ausstrahlung und von seiner Magie genommen.

    Der Film selbst wirkt wie ein langer Zaubertrick mit Wendungen, auf falsche Fährten gelockt werden und Überraschungen. Auch wenn mich persönlich die endgültige Auflösung nicht mehr ganz überraschen konnte, versteht es Regisseur Nolan nach „Memento“ erneut, den Zuschauer gleichermaßen in seinen Bann zu ziehen und zu verblüffen. Wobei auch hier die zeitliche Abfolge nicht ganz der üblichen chronologischen Reihenfolge entspricht, was die Sache Anfangs schwieriger gestaltet, sich aber am Ende restlos auflöst.

    Die Leistung der Darsteller ist sehr hoch einzustufen, nicht nur Bale, auch Jackman und Caine brillieren. Hinzu kommt „Gollum“ Andy Serkis und nach langer Leinwandabstinenz auch mal wieder David Bowie. Scarlett Johansson fand’ ich jetzt nicht unbedingt überragend oder überdurchschnittlich erwähnenswert aber mglw. sehen das ihre zahlreichen Fans anders und auch hier kann ich mich gegen den Vorwurf der Voreingenommenheit nicht erwehren.

    Wunderbar auch die Bilder, die Optik, die Kostüme, eben all das, was diesen Film so wirkungsvoll macht. Von der Darstellung und Umsetzung der Tricks mal ganz abgesehen.

    Nett auch der Kurzauftritt von Ricky Jay, der bereits in einer meiner Lieblings-Akte X-Folgen als „Der große Maleeni“ einen Magier gab. Zufall ist dies nicht, denn wie ich im Nachhinein las ist er tatsächlich u. a. als Zauberer unterwegs.

    Interessant ist auch zu erfahren, dass es solcherlei „Duelle“ zwischen Magiern in der damaligen Zeit teilweise wirklich gab und dass einige der Tricks natürlich auf wahren Projekten früherer Meister der Zunft wie z. B. Houdini zurückgehen, was den Film zusätzlich aufwertet. Ebenso wie die relativ wirklichkeitsnahen Bezüge um den Konkurrenzkampf zwischen Tesla und Edison.

    Nachtrag: Was ich noch anmerken wollte; dieses Duell der beiden Magier, das gegenseitige Austricksen, dass der Eine auf der Siegerstraße zu sein scheint und dann doch der Andere einen Erfolg für sich verbuchen kann aber wiederum vom Ersten gefoppt wird usw. erinnerte mich sehr an die MadTV-Fassung von Spion gegen Spion.

    Benotung: 9/10

    Passender Song: „A kind of magic” von Queen

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  8. #108
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    105. Los debutantes
    (Los debutantes) CHL 2003 R: Andrés Waissbluth

    (g. a. 13.11.2007)
    D: Néstor Cantillana, Juan Pablo Miranda, Antonella Ríos, Alejandro Trejo, Eduardo Barril, Roberto Farías, Victor Montero, Anita Alvarado, Mario Poblete, Antonia Bravo, Arturo Ruiz Tagle



    B: Da der Film vermutlich einen recht geringen Bekanntheitsgrad hat, hier eine grobe Inhaltsangabe: Die Brüder Silvio und Victor leben alleine in der chilenischen Hauptstadt Santiago, seit dem Tod eines Elternteils haben sie ihre Heimatstadt in der Provinz verlassen und versuchen ihr Glück in der Großstadt. Anlässlich Victors 17. Geburtstag liegt es für Silvio nahe, ihm einen Aufenthalt in einem Nachtclub sowie seine Mannwerdung mit Hilfe einer professionellen Dame zu schenken. Doch Victor verliert an diesem Abend nicht seine Unschuld, sondern sein Herz, an die Stripperin Gracia. Diese wiederum ist die Geliebte des Nachtclubbesitzers und Klein-Paten Don Pascual. Der wiederum stellt Silvio als Fahrer und Handlanger für sich ein. Als Silvio und Gracia miteiander anbandeln und auch der mit Don Pascual konkurrierende Don Marco sich einmischt und Gracia erpresst, fangen die Schwierigkeiten an.

    Nun ist diese Grundgeschichte für den überdurchschnittlichen Filmkonsument sicherlich kein Novum, auch der Umstand der für Mitteleuropäer ungewohnten und weitestgehend unbekannten Location in Form der chilenischen Hauptstadt bringt nur wenig „exotisches“ und damit neues für den Zuschauer. Was allerdings heraussticht und besonderes Merkmal des Filmes ist, ist die unübliche Erzählstruktur. Die Geschichte wird nämlich hintereinander aus der jeweiligen Sichtweise der drei Hauptfiguren Victor, Silvio und Gracia erzählt. Und so erhält der Zuschauer mit jeder weiteren Sichtweise nach und nach das Gesamtpaket der Ereignisse geliefert.

    Daraus ergibt sich nun der Umstand, dass jeder Teil der Betrachtungsweise ein anderes Genre bedient, obwohl sich die Wege der drei Hauptprotagonisten hier und da kreuzen und die Ereignisse an sich einen Verlauf haben, wirken sie ob der speziellen und subjektiven Sichtweise der einzelnen Figuren doch in ganz anderer Form. Dies hat mir persönlichen am Besten gefallen und diese Grundidee hat sicherlich sehr viel Potenzial.

    Optischer Gewinn und gleichzeitig Angriffspunkt ist sicherlich die Figur der Gracia, da sie doch sehr häufig nackt, halbnackt, fast immer aber attraktiv und lasziv daherkommt. Angriffspunkt deshalb, weil dadurch natürlich vielen Kritikern, die den Umstand der „Reizüberflutung“ benennen, und den Film als pseudowichtiges Sexfilmchen abtun möchten, Tür und Tor geöffnet werden. Für den (männlichen) Durchschnitts-Zuschauer jedoch ein schöner Augenschmaus, allerdings weit ab von Glanz und Glamour.

    Was ich noch negativ anmerken möchte ist, dass man dem Film anmerkt, dass zuerst die Idee der ungewöhnlichen Erzählweise da war und danach drumherum die Geschichte gezimmert wurde. Möglicherweise tue ich den Machern damit unrecht, aber so wirkt es auf mich und damit verliert der Film etwas an Stärke. Ansonsten ist es ein relativ ungeblümter Film über Liebe, Abhängigkeiten und das Leben an sich, mit all seinen kleinen Wendungen, die Größeres bewirken können, jedoch weit davon entfernt in eine Gewaltorgie abzudriften.

    Benotung: 7,5/10
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  9. #109
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    106. Save the green planet
    (Jigureul jikyeora!) ROK 2003 R: Joon-hwan Jang

    (g. a. 14.11.2007)
    D: Ha-kyun Shin, Yun-shik Baek, Jeong-min Hwang, Jae-yong Lee, Ju-hyeon Lee, Ju-bong Gi, Roe-ha Kim, Mu-hyeon Lee



    B: Bei diesem Film bzw. bei der Sichtung ist wohl einer der wichtigsten Bewertungs-Parameter der Punkt „Erwartung“. Erwartet man nichts, wird man begeistert sein; erwartet man viel, wird man enttäuscht werden. Ich erwartete einiges, und diese Erwartungen wurden nicht wirklich erfüllt. Nicht dass der Film schlecht ist, aber eben auch nicht so etwas besonderes und außergewöhnliches wie angenommen.

    Was gefiel war der Anfang, auch der Teil als Detective Cho bei Byeong-gu zu Gast ist und der Showdown in der Fabrik. Der Part als über das gesprochen wird, was die Menschen sich gegenseitig antun und dies mit aussagekräftigen Bildern unterlegt wird, gehört zweifellos auch zu den stärkeren Teilen des Filmes, wenngleich es fast ein wenig zu kurz kommt.

    Was bleibt zurück... ein sehr depressives Gefühl zum Schluss, ich fühlte mich richtig runtergezogen, denn das eigentliche Ende (das tatsächliche lass ich mal außen vor, denn das war bis auf den gelungenen „Haar-Gag“ ziemlich unnötig, fand ich) zeigt Byeong-gu als gescheitert. Nicht nur als Mensch in seinem normalen Leben, in dem er von Schicksalsschlägen nur so überrannt wurde, auch in seiner Mission zur Rettung des Planeten. Er ist wohl einer der bemitleidenswertesten „Serienkiller“ der Filmgeschichte; seine Vision von den Aliens die auf der Erde ihr Unwesen treiben ist einerseits psychischer Fluchtpunkt und Ausweg um das Erlebte zu verarbeiten, am Ende wird ihm aber dieser Glaube zum Verhängnis. Das ist für mich das Tragische, dass in dieser Figur und seiner Entwicklung liegt und diese Erkenntnis und die Tatsache, dass der Film kurzzeitig ein so starkes Gefühl in mir auslösen konnte, hat zu einer Aufwertung geführt.

    Interessant auch zu sehen, dass auch südkoreanische Filmemacher US-Produktionen ansehen und annehmen, denn die kleinen Parallelen zu „Die üblichen Verdächtigen“ oder „Misery“ waren zu offensichtlich um nur ein Zufall zu sein.

    Benotung: 7/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #110
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.729

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    107. Ab durch die Hecke
    (Over the hedge) USA 2006 R: Tim Johnson + Karey Kirkpatrick

    (g. a. 15.11.2007)
    Stimmen; Original: Bruce Willis, Garry Shandling, Steve Carell, Wanda Sykes, William Shatner, Nick Nolte, Thomas Haden Church, Allison Janney, Eugene Levy, Catherine O’Hara, Avril Lavigne, Omid Djalili; dt.: Götz Otto, Bernhard Hoëcker, Ralf Schmitz, Heike Schrötter, Kaspar Eichel, Ben Becker, Jörg Hengstler, Andrea Aust, Michael Nowka, Heidrun Bartholomäus, Jeanette Biedermann, Tayfun Bademsoy



    B: Absoluter Spaß ! Spaß ! Spaß ! Spaß !

    Ein herrlicher, wunderschöner, detailverliebter (u. a. Beschriftung auf Autoreifen), spaßiger, liebevoll gestalteter Animationsfilm, wie man ihn besser eigentlich nicht hinbekommen könnte, sowohl vom technischen als auch vom „Freude-für-den-Zuschauer“-Faktor her. Witzige Einfälle en masse (u. a. der „Alaaaaarm“ des Katers oder wenn Hammy sich Sprühkäse durch die Nase sprayt uvm.). Auch ordentliche Action kommt nicht zu kurz (die Besetzung von Mc Clane im Original kommt sicher nicht von ungefähr...) und diese ist dabei auch noch perfekt in Szene gesetzt. Wunderbar auch der Einfall und die Umsetzung der Szene, in der Hammy quasi die Zeit anhält, da haben die Heroes-Macher also ihre Idee her... (Hammy mit Koffein ist quasi wie Obelix mit Zaubertrank).

    Die Figuren selbst sind anfürsich eigentlich nur zum lieb haben und man möchte am liebsten alle abknuffen (außer vllt. Stella...), wenngleich diese Grundzutat eines gelungenen Animationsfilmes, nämlich das Sympathischfinden der Hauptfiguren natürlich auch schief gehen kann, wenn man z. B. kein Freund von den Tierchen ist, die hier die Hauptprotagonisten sind, aber das sollten die Wenigsten sein.

    Natürlich steckt auch eine tiefe Moral dahinter, dass wirkt vielleicht etwas zu gewollt, ist aber im Hinblick auf das eigentliche Zielpublikum nachvollziehbar und entschuldbar.

    Absoluter Held des Films: Eichhörnchen Hammy !

    Die Besetzung der dt. Stimmen ist soweit okay, besonders passend natürlich Hoëcker als besserwisserische Schildkröte Verne.

    Benotung: 10/10 als Animationsfilm

    Passender Song: "It's a jungle out there" von Randy Newman
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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