147. Shoot ’em up
(Shoot ’em up) USA 2007 R: Michael Davis
(g. a. 19.2.2008)
D: Clive Owen, Paul Giamatti, Monica Bellucci, Stephen Mc Hattie, Greg Bryk, Daniel Pilon, Ramona Pringle, Julian Richings
B: Manche Filme, auf die man vor dem Ansehen große Stücke hält, sollte man sich einfach nicht ansehen. Das kostet nur Zeit und zerstört Illusionen. Auf den hier habe ich mich sehr gefreut, kann gar nicht sagen weshalb, ist bestimmt eine euphorische Meinung eines MM-Mitglieds dran schuld, so, wäre das geklärt. Natürlich tat da auch die Besetzung ihr Übriges. Clive Owen und Paul Giamatti halte ich schon für gute Darsteller und sind mir auch beide sehr sympathisch, na und über la bella Monica muss ich wohl nix mehr sagen.
Und Anfangs ist ja alles auch noch in erträglichen Bahnen, es gibt halt ordentlich Mische, mit ungewöhnlichen und einfallsreichen Szenen und aufgrund vieler lässiger Sprüche ist es auch noch amüsant, doch schon recht schnell meint man, das Ein oder Andere sei zu viel des Guten und etwas übertrieben, aber gut, so muss das eben sein, wird schon wieder. Aber es wird immer schlimmer. Noch abgedrehter, noch unrealistischer, noch übertriebener, noch abgehobener, noch brutaler. Teils wirkt es, als wolle es schockieren und übertreiben um des reinen Selbstzweck Willens, großer Quark.
Okay, einige Sprüche sind schon wirklich klasse und für den Coolness-Oscar ist Clive Owen auf jeden Fall mal wieder nominiert, und der running Gag mit den tödlichen Karotten ist doch auch gar nicht so übel, aber alles in allem way too much.
Und ich habe ja prinzipiell nix gegen kleine Ungereimtheiten und Übertreibungen, aber dass dieser Film damit übertreibt, wäre noch untertrieben. Das ein Mann gegen all diese vielen Kontrahenten überlebt, sie reihenweise über den Haufen schießt als seien es gottesfürchtige gewaltlose Pazifisten*, die nicht mal wissen wie herum man eine Waffe halten muss, er selbst bekommt dabei aber nicht wirklich was ab und hat meist noch ein Neugeborenes unterm Arm, dass wie ein rohes Ei behandelt werden will. Nee nee, way too much... long way sogar. (Und an die Verfolgung in der Luft darf ich dabei gar nicht denken). Abgesehen davon, dass die Geschichte selbst so dermaßen an den Haaren herbeigezogen und konstruiert ist, dass einen das kalte Grausen packt.
Okay, einige Sprüche waren sehr spaßig, einige Einfälle waren sehr gelungen, und die technische Umsetzung und die Action waren auch akzeptabel, und Giamatti mal als skrupellosen Bösewicht zu sehen hat auch seinen Reiz, aber die Story an sich ist arschig.
Einer der Filme, den ich mir kein zweites Mal antun werde.
Benot.: Edit: 4/10
Pass. Song: „Revelations“ von Audioslave
*Danke an Liger, der mir freundlicherweise aushalf und der nun mein offizieller Wortfindungshelfer ist.


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