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Thema: Why so curious ?

  1. #151
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    147. Shoot ’em up
    (Shoot ’em up) USA 2007 R: Michael Davis

    (g. a. 19.2.2008)
    D: Clive Owen, Paul Giamatti, Monica Bellucci, Stephen Mc Hattie, Greg Bryk, Daniel Pilon, Ramona Pringle, Julian Richings



    B: Manche Filme, auf die man vor dem Ansehen große Stücke hält, sollte man sich einfach nicht ansehen. Das kostet nur Zeit und zerstört Illusionen. Auf den hier habe ich mich sehr gefreut, kann gar nicht sagen weshalb, ist bestimmt eine euphorische Meinung eines MM-Mitglieds dran schuld, so, wäre das geklärt. Natürlich tat da auch die Besetzung ihr Übriges. Clive Owen und Paul Giamatti halte ich schon für gute Darsteller und sind mir auch beide sehr sympathisch, na und über la bella Monica muss ich wohl nix mehr sagen.

    Und Anfangs ist ja alles auch noch in erträglichen Bahnen, es gibt halt ordentlich Mische, mit ungewöhnlichen und einfallsreichen Szenen und aufgrund vieler lässiger Sprüche ist es auch noch amüsant, doch schon recht schnell meint man, das Ein oder Andere sei zu viel des Guten und etwas übertrieben, aber gut, so muss das eben sein, wird schon wieder. Aber es wird immer schlimmer. Noch abgedrehter, noch unrealistischer, noch übertriebener, noch abgehobener, noch brutaler. Teils wirkt es, als wolle es schockieren und übertreiben um des reinen Selbstzweck Willens, großer Quark.

    Okay, einige Sprüche sind schon wirklich klasse und für den Coolness-Oscar ist Clive Owen auf jeden Fall mal wieder nominiert, und der running Gag mit den tödlichen Karotten ist doch auch gar nicht so übel, aber alles in allem way too much.

    Und ich habe ja prinzipiell nix gegen kleine Ungereimtheiten und Übertreibungen, aber dass dieser Film damit übertreibt, wäre noch untertrieben. Das ein Mann gegen all diese vielen Kontrahenten überlebt, sie reihenweise über den Haufen schießt als seien es gottesfürchtige gewaltlose Pazifisten*, die nicht mal wissen wie herum man eine Waffe halten muss, er selbst bekommt dabei aber nicht wirklich was ab und hat meist noch ein Neugeborenes unterm Arm, dass wie ein rohes Ei behandelt werden will. Nee nee, way too much... long way sogar. (Und an die Verfolgung in der Luft darf ich dabei gar nicht denken). Abgesehen davon, dass die Geschichte selbst so dermaßen an den Haaren herbeigezogen und konstruiert ist, dass einen das kalte Grausen packt.

    Okay, einige Sprüche waren sehr spaßig, einige Einfälle waren sehr gelungen, und die technische Umsetzung und die Action waren auch akzeptabel, und Giamatti mal als skrupellosen Bösewicht zu sehen hat auch seinen Reiz, aber die Story an sich ist arschig.

    Einer der Filme, den ich mir kein zweites Mal antun werde.

    Benot.: Edit: 4/10

    Pass. Song: „Revelations“ von Audioslave


    *Danke an Liger, der mir freundlicherweise aushalf und der nun mein offizieller Wortfindungshelfer ist.
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  2. #152
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    148. Ratatouille
    (Ratatouille) USA 2007 R: Brad Bird + Jan Pinkava

    (g. a. 20.2.2008)
    Stimmen: Original: Patton Oswalt, Lou Romano, Brad Garrett, Ian Holm, Brian Dennehy, Peter Sohn, Janeane Garofalo, Will Arnett, Peter O’Toole, James Remar, John Ratzenberger, Julius Callahan, Teddy Newton; dt.: Axel Malzacher, Stefan Günther, Donald Arthur, Gudo Hoegel, Harald Dietl, Manuel Straube, Elisabeth von Koch, Tim Mälzer, Jürgen Thormann, Claus Brockmeyer, Hartmut Neugebauer, Wahid Mannes, Ulrich Frank



    B: Ach was wird uns hier mal wieder für ein knuffiger Film-Held vorgesetzt. Wird auch Zeit, dass die zu Unrecht negativ besetzten possierlichen Nager mal mit einem solchen Film gewürdigt werden, und so in Kinderherzen Einzug halten können. An der Stelle darf ich bemerken, dass ich Nager im Allgemeinen und Ratten im Besonderen schon immer sehr mochte und daher hatte der Film bei mir anfürsich schon von Vornherein gewonnen.

    Das ausgerechnet eine Ratte nun zum Gourmetkoch wird, der schließlich sogar einem verbitterten Kritiker die Lebensfreude zurückbringt, wirkt vom Ansatz her sicher recht gewagt, ist aber letztlich gut gegangen.

    Ansonsten von der Geschichte und ihrem Verlauf her sehr viel Typisches und das Übliche, aber die gut gelungenen Animationen (insbesondere die Ratten und ihre Bewegungen, und auch in den vielen Szenen, in denen das Tempo erhöht wird, schnalzen die Augen zeitweise vor Vergnügen mit der Zunge) und einige spaßige Einfälle machen dies wieder wett.

    Bisschen seltsam ist es einerseits, dass in dieser Welt Ratten die Menschen zwar verstehen, aber selbst nicht „menschlich“ sprechen können; okay, wenn sie dies könnten wäre es natürlich noch seltsamer; aber warum dann verstehen ? Aber dadurch bleibt die „Vermenschlichung“ von Tieren, wie sie in Zeichentrickfilmen nunmal Gang und Gebe ist, im Rahmen, bzw. findet fast gar nicht statt. Darüber hinaus bietet die uns vorgesetzte Lösung dieser kleinen Verständigungsschwierigkeit auch recht viel freudige Kurzweil, denn die ersten Übungsversuche am heimischen Herd zwischen Rémy und Linguini sind wohl mit die spaßigsten Szenen des Filmes und erleben mit den „Spaghettis-aus-der-Schachtel-in-den-Topf“ ihren sichfastnichtmehreinkriegenkönnen-Höhepunkt. Daneben war auch besonders die Szene spaßig, in der der Mann vom Gesundheitsamt fast gelangweilt die Küche betritt und dabei auf eine Heerschar der Gattung rattus rattus trifft... dieser Blick, vorher und nachher, zu herrlich.

    Was nun die Kleinigkeiten anbelangt, da gibt es ein Minus für die Tatsache, dass in einem Pariser Laden Mittelchen und Waren englisch beschriftet sind (hallo !? meinetwegen gibt es sowas überall in Europa... aber ausgerechnet in Frankreich !? merde). Dickes Plus dafür aber für die fast untergehende und nur per Zufall entdeckte Detailtreue bezüglich der Autos, die nämlich das Pariser Autokennzeichen tragen. Was nun vllt. das Wichtigste ist, die Darstellung der Ratte(n) selbst, nun, im großen Ganzen ohne Zweifel gelungen, die Mischung aus naturgetreuer Darstellung einerseits, kindgerechter Niedlichkeit andererseits wurde gut getroffen finde ich. Kleine Abzüge bekommt es allerdings bezüglich des Nagerschweifs, der scheint mir zu kurz geraten zu sein, anyway.

    Schließlich noch ein Wort der Verwunderung über die deutsche Synchro. Weshalb sprechen alle französischen Figuren in dem Film mit französischem Akzent ? Klar, damit soll wohl der entsprechende Eindruck unterstrichen werden und dem eigentlichen Zielpublikum fällt dieser Umstand wohl auch kaum auf, zumindest nicht negativ, aber irgendwie finde ich es seltsam.

    Benot.: 9/10 als Animationsfilm

    Pass. Song: “Ratamahatta” von Sepultura




    Ach ja, noch ein Wort zu dem Vorfilm, "Lifted". Klasse ! Sagenhafte Idee und sehr spaßig umgesetzt. *big thumbsup*
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  3. #153
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    149. Sterben für Anfänger
    (Death at a funeral) GB/USA/NL/D 2007 R: Frank Oz

    (g. a. 22.2.2008)
    D: Matthew Macfadyen, Keeley Hawes, Rupert Graves, Jane Asher, Andy Nyman, Ewen Bremner, Alan Tudyk, Daisy Donovan, Kris Marshall, Peter Dinklage, Peter Vaughan, Peter Egan, Thomas Wheatley



    B: Familien sind schon seltsame Gebilde, anfürsich könnte man diese sogar als eine Zufallsgemeinschaft bezeichnen. Zwar ist es im besten Falle kein Zufall, wie viel Kinder man bekommt und man kann zumindest versuchen diese nach seinem Gusto zu erziehen, aber diese Möglichkeit der Einflussnahme betrifft i. d. R. nur die direkte Linie nach unten. Eltern, Geschwister, Onkel und Tanten und alle weiteren Verwandtschaftsgrade kann man sich nun mal nicht aussuchen, und wenn sie im besten Falle auch Rück- und Zusammenhalt bilden, so sind allzu viele Verwandte auf einem Haufen oftmals auch nervig. Man hat natürlich die Möglichkeit den Verwandten und Familientreffen aus dem Wege zu gehen, doch bei manchen Anlässen kann man sich dem einfach nicht entziehen. In diese Kategorie fallen unweigerlich auch Beerdigungen wichtiger Angehöriger.

    Hier entführt uns nun der Engländer Frank Oz in eine Familienzusammenkunft ob eines traurigen Anlasses, der Frank Oz, der uns bereits in der Vergangenheit einige tolle Filme, meist Komödien, schenkte. Darin gab es zwar immer auch Platz an slapstickhaftem, vllt. sogar albernem Humor, doch immer wurde dazu auch ein gewisses Maß an Niveau und mit unter Ernsthaftigkeit geliefert und man kann Frank Oz in seinem Metier durchaus als Altmeister bezeichnen, was nicht despektierlich gemeint ist.

    Zunächst muss ich zugestehen, nicht alle seine Filme gesehen zu haben, doch ohne zu zögern und ohne die anderen abwerten zu wollen darf ich behaupten, dass dies hier seine (bislang) beste Arbeit ist. Sicherlich tragen dazu auch zwei weitere sehr wichtige Komponenten bei, doch hier verhält es sich wie mit der Zusammensetzung seiner eigenen Familie, einen Teil kann man beeinflussen (oder es zumindest versuchen) doch in einigem ist man auch von Zufall und günstigen Fügungen des Schicksals abhängig. So lag die Grundgeschichte weniger in seiner Macht, sondern stütz sich auf ein (von Oz sehr gelobtes) Drehbuch des (relativ) jungen englischen Autors Dean Craig. Eine etwas größere Einflussnahme konnte Oz auf die ausgewählten Schauspieler nehmen, doch ob und wie diese dann funktionieren und wie sie in der gemeinsamen Interaktion wirken ist sicherlich in der Form geplant gewesen, dass es aber letztlich so herrlich passte, konnte sicher keiner der Verantwortlichen mit absoluter Sicherheit im Vorhinein wissen.

    Und so kann sich der Zuschauer hier an einem der wohl besten Ensembles der letzten Filmjahre erfreuen und frohlockt ob der Zusammenstellung, auch wenn einige zuvor einem weniger ein Begriff waren, doch das hat sich mit diesem Film geändert. Letztendlich ist es wie bereits erwähnt das Zusammenspiel und Funktionieren der gesamten Truppe, aber besonders hervorheben möchte ich Alan Tudyk und seine Leistung (ausgerechnet der US-Amerikaner übertrumpft seine britischen Kollegen, wenn auch nur um wenige Längen) sowie Andy Nyman (der mir während des Ansehens irgendwie bekannt vor kam, aber erst im Zuge des Abspannes, in dem Gesicht und Name zusammenfanden, fiel es mir mit großem „aaaach“ ein, der junge Mann aus „Severance“ war dies; hier aufgrund seines fehlenden Bartes zunächst nicht erkannt). Doch auch Matthew Macfadyen (der mich ständig sehr an John Cusack erinnerte) sowie Peter Dinklage (herrlich, sein dezentes aber erkennbares tuntiges Spiel) sind hervorzuheben; und eben der Rest der Truppe auch.

    Das Besondere ist auch die perfekte Mischung aus (teils schwarzem) Humor und Ernsthaftigkeit, die diesem Thema grundsätzlich eben anhaftet, very british, very good. Und zu keiner Zeit werden die Späße niveaulos, obwohl die Gefahr dazu ja recht groß war, aber es bleibt immer im Diesseits des guten Geschmacks, und oft ertappt man sich dabei und fragt sich selbst, ob es denn angebracht und political correct ist, eine gewisse Situation amüsant zu finden. Doch man darf guten Gewissens seinen Neigungen nachkommen.

    Ein weiterer positiver Gradmesser ist die Erkenntnis, dass die gut anderthalb Stunden Laufzeit fast wie nichts vergehen und ehe man sich’s versieht ist der Film (leider) schon vorbei. So angenehm vergeht die Zeit sonst fast nur noch im Schlaf. Voraussetzung ist natürlich, dass man diesen auch findet, aber zur Not kann man ja eine Valium einnehmen...

    Benot.: 9,5/10

    Pass. Song: “Dirty little secret” von The All-American Rejects
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  4. #154
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    150. The host
    (Gwoemul) ROK 2006 R: Joon-ho Bong

    (g. a. 22.2.2008)
    D: Kang-ho Song, Hie-bong Byeon, Hae-il Park, Du-na Bae, Ah-sung Ko



    B: Licht und Schatten hat dieser Film für mich zu bieten. Zu den Lichtblicken zählt zweifelsfrei die Tricktechnik bzw. die Effekte, die andererseits jedoch für einen Monsterfilm fast zu wenig sind (also von der Dauer her), jedoch dafür perfekt scheinen und keinem sachlich begründeten Einwand standhalten. Insbesondere wenn das Untier und die Menschen auf der Uferanlage aufeinandertreffen. Die dabei entstehende authentische Massenpanik und der Schrecken der vom amphibischen Angreifer ausgeht, wird sehr gut eingefangen und aufgezeigt. Wenn man sich noch vor Augen führt, dass es sich um einen südkoreanischen Film handelt, so ist dies ein zusätzliches Chapeau! wert.

    Danach verliert sich die Story allerdings in einige Längen, und auch wenn es sicherlich interessant ist, dass es nicht rein um Monster vs. Menschen-Battle in allerlei Formen geht, sondern auch mal andere Seiten eines solchen Ereignisses aufgezeigt werden, nämlich wie Behörden auf einen solchen Angriff reagieren und wie dies auf eine bestimmten Familie wirkt, welche direkt betroffen ist, was unfraglich den Realismusgrad nach oben steigen lässt, so entstehen auch daraus bedingt gewisse Längen und „anstrengende“ Passagen.

    Und was mir auch unangenehm aufgestoßen ist, sind diverse Fragen die offen bleiben bzw. Ungereimtheiten die mir in den Sinn kommen. Auch wenn diese sicherlich für das Genre nicht unüblich sind, muss sich der Film, gerade weil er so besonderen Wert auf Realismus legt, diese Nachfragen dann gefallen lassen.

    Auch fand ich mindestens zwei Szenen zu typisch Hollywood-kitschig, irgendwie. Somit unpassend. Meine nächste Aussage ist vllt. etwas gewagt, aber eine kleine Prise mehr Humor hätte dem Film möglicherweise gut tun können... ist aber auch ein Tanz auf der Rasierklinge, zuviel wäre wiederum fatal gewesen... ach, ich möchte nicht in der Haut eines Filmemachers stecken. Es gibt ja so zwei/drei Ansätze (ich denke da an die Szene als Gang-du mit dem Schild nebst Ständer zwischen den Lastwagen durchrennt; oder die Szene als die Truppe aus dem Krankenhaus mittels dem Transporter flieht).

    Nun ja, alles in allem auf jeden Fall ein Film, den zumindest die Liebhaber des Monsterfilmgenres gesehen haben sollten. Die Effekte und die realistisch wirkende Panik und das damit verbundene Chaos sind schon beeindruckend.

    Benot.: 6,7/10

    Pass. Song: „The river“ von Live
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  5. #155
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    151. 8 Blickwinkel
    (Vantage point) USA 2008 R: Pete Travis

    (g. a. 1.3.2008)
    D: Dennis Quaid, Matthew Fox, William Hurt, Forest Whitaker, Sigourney Weaver, Edgar Ramírez, Ayelet Zurer, Saïd Taghmaoui, Bruce Mc Gill, James le Gros, Zoe Saldaña, Eduardo Noriega, Richard T. Jones, Holt Mc Callany



    B: Bei einem Ereignis, besonders wenn es so komplex und umfangreich ist wie ein Attentat auf einen namhaften Weltpolitiker, kann eine einzige Blickweise immer nur einen ganz geringen Teil der tatsächlichen Vorkommnisse einfangen und erfassen. Insbesondere, wenn die Attentäter es darauf angelegt haben, falsche Fährten zu setzen, Fallen zu stellen und dank ausgeklügeltem Plan ihrem Gegenüber immer mindestens zwei Schritte voraus zu sein scheinen. Dieses Konzept gefällt mir persönlich sehr und ich würde mich freuen, wenn es künftig weitere Nachahmer findet.

    Und so decken sich für den Zuschauer durch jede weitere Sichtweise und zusätzliches mehr an Geschichte weitere Puzzleteile dieses eher für Fortgeschrittene empfohlenen Geduldspieles. Dadurch werden auch immer weitere Teilstränge der Geschichte aufgedeckt, die teilweise überraschend sind und vieles immer mal wieder in ein anderes Licht rücken.

    Als besonders positiv ist die actionreiche Verfolgungsjagd durch die engen Straßen im sonnigen Salamanca zu sehen.

    Sicherlich hat der Film auch einige Kritikpunkte hinzunehmen, so sind manche Dinge schon gewisse Zeit vorzuerahnen; einiges wirkt unnötig übertrieben (die Rettung der kleinen Ana seitens Lewis und besonders dass er danach von seiner getrennt lebenden Frau angerufen wird..., oder auch dass der Präsident selbst tätig wird und versucht die Attentäter unschädlich zu machen (mag ja grundsätzlich im Bereich des Möglichen liegen, kann man sich aber bei George W. Bush z. B. absolut nicht vorstellen) ). Und somit ist das Ende zu übertrieben und typisch Hollywood; aber der große Rest davor bietet sehr viel Spannung und Unterhaltung und die Erzählweise kann, für mich, wie schon gesagt, ebenfalls punkten.

    Man darf bei aller Kritik aber auch nicht vergessen, dass die USA insgesamt nicht wirklich gut wegkommen; wenn man auf diese Punkte achtet.

    Alles in allem einer der besseren „Attentats-Filme“ mit teils überraschenden Wendungen, mitreißender Action und einer Portion US-Kritik.

    Benot.: 7/10

    Pass. Song: “Both sides of the story” von Phil Collins
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  6. #156
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    152. Unten am Fluss
    (Watership down) GB 1978 R: Martin Rosen

    (g. a. 3.3.2008)
    Stimmen: Original: John Hurt, Richard Briers, Michael Graham Cox, John Bennett, Simon Cadell, Terence Rigby, Roy Kinnear, Richard O’Callaghan, Denholm Elliott, Mary Maddox, Zero Mostel, Harry Andrews, Hannah Gordon, Nigel Hawthorne, Clifton Jones, Derek Griffiths, Michael Hordern, Joss Ackland; dt.: Norbert Gescher, Stefan Krause, Andreas Mannkopff, Gerd Duwner, Lutz Riedel, Mogens von Gadow, Wolfgang Ziffer, Ulrich Matthes, Horst Gentzen



    B: Im deutschen Sprachraum werden ängstliche, feige und mutlose Menschen oft als Angsthase tituliert. Doch diese Bezeichnung ist, wie fast jede von Menschen gewählte „tierische“ Begrifflichkeit, schlicht und ergreifend arrogant und unangebracht. Vermutlich stammt dieser Begriff aus alten Zeiten, in denen beobachtet wurde, dass Hasen und Kaninchen immer davon rannten und flohen. Doch ist diese Eigenart weniger ein Zeichen von Angst in der ursprünglichen Definition. Freilebende Hasen haben ein Vielzahl natürlicher Feinde. Aufgrund Fehlens eines Raubtiergebisses, und der im Vergleich zu den Fressfeinden eher schwachen Anatomie ist die Flucht der einzige Ausweg der Gefahr zu entgehen und somit zu überleben. Darüber hinaus sind sie mit einem überdurchschnittlichen Gehör, Geruchssinn und ebensolcher Sehfähigkeit ausgestattet.

    Grundlage für diesen britischen Zeichentrickfilm ist das gleichnamige Buch von Richard Adams aus dem Jahr 1972. Gezeigt wird das Leben einiger Wildkaninchen, die ihren angestammten Platz verlassen um eine neue Heimat zu finden und dabei allerlei Gefahren trotzen müssen, die sich ihnen aus allen Richtungen in den Weg stellen.

    Der Film ist kein Glücksbärchi-Zeichentrickfilm mit lustigen Tierchen und nur bedingt kindgerecht, sondern er packt dieses Thema sehr ernsthaft an und ist teils blutig und dramatisch bebildert, was ihm einen relativen Realismus verleiht.

    Als ich den Film erstmals sah muss ich so 9/10 Jahre alt gewesen sein und er hatte mich damals schwer beeindruckt und vielleicht den Grundstein für meine bis heute gebliebene und weiter ausgeprägte Zuneigung zu „Meister Lampe“ gelegt. Auch jetzt, im zarten Alter von Anfang 30 stellen sich feuchte Augen ein, wenn Hazel schwer verwundet wird, und erstmals das „Kaninchen des Todes“ über der Szenerie einschwebt und die herrlich-traurigen Klänge von Art Garfunkels „Bright eyes“ erklingen... einer von mehreren Gänsehautmomenten.

    Die Bewegungen der Kaninchen und die Zeichnungen sind annähernd realistisch, wohl nicht genug für einen fachlichen Dokumentationsfilm, aber auch weit entfernt von einem Roger Rabbit. Im Übrigen überzeugen auch die schönen Landschaftszeichnungen.

    Auch wenn der Film nun etwas von seiner Wirkung verloren hat, ist er ein bedeutender Teil meiner späten Kindheit und somit meines Lebens.


    Die ganze Welt wird dein Feind sein. Fürst mit tausendfachen Feinden. Und wann immer sie dich fangen, werden sie dich töten, doch erst müssen sie dich fangen. Gräber, Lauscher, Läufer, Fürst der schnellen Warnung. Sei schlau und voller List und dein Volk wird nie vernichtet werden.


    Im Übrigen sind Kaninchen gar nicht unbedingt solche „Angsthasen“, wovon ich mich selbst bereits überzeugen konnte. So hat sich mein damals noch lebender kleiner Racker gegenüber dem Kater meiner Mutter, den ich für einige Tage ob eines Krankenhausaufenthalts bei mir aufgenommen hatte, äußerst mutig gezeigt und kam ihm entgegen. Während der Kater der Situation eher skeptisch gegenüberstand und zurückwich, hoppste das Langohr immer munter zu ihm hin. Zwar war er dabei möglicherweise mehr von Neugier als von Wagemut getrieben, entpuppte sich aber letzlich die Samtpfote als „Angsthase“.

    Benot.: 10/10

    Passender Song: “Silent running” von Mike & The Mechanics
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  7. #157
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    153. Okay
    (Okay) DK 2002 R: Jesper W. Nielsen

    (g. a. 3.3.2008)
    D: Paprika Steen, Troels Lyby, Ole Ernst, Nicolaj Kopernikus, Molly Blixt Egelind, Laura Drasbæk, Trine Dyrholm, Lotte Merete Andersen, Jesper Christensen, Henrik Prip



    B: Wieder einmal beweist unser kleines nordisches Nachbarland, dass es in Sachen gefühlvolle dramakomödiantische Lebensdarstellung die Nase vorne hat und wohl nur noch gegen die Briten um diese Krone kämpft. Zwar ist das Verhalten der gezeigten Figuren nicht unbedingt als revolutionär innovativ zu bezeichnen, aber das wird von ihnen auch gar nicht verlangt. Vielmehr darf der Zuschauer am realistisch dargestellten Leben aus der Sicht der Enddreißigerin Agnete (Steen) teilhaben, deren ohnehin schon aufgrund eines stressigen Jobs und leichten finanziellen Engpässen mühevolles Tagwerk aufgrund familiärer Angelegenheiten noch erschwert wird.

    Auslöser ist die gestellte Diagnose, ihr Vater (Ernst) habe nur noch wenige Wochen zu leben. Kurzerhand nimmt sie ihn bei sich auf, damit er seine letzten Tage gemeinsam mit ihr, ihrem Mann (Lyby) und ihrer Tochter (Blixt Egelind) verbringen kann. Scheint die Lage zunächst allesinallem unter Kontrolle, ergeben sich mit der Zeit immer mehr Reibungspunkte. So erliegt ihr vernachlässigter Ehemann den Verlockungen einer seiner Studentinnen (Drasbæk), der Vater, der sich partout nicht an die Zeitvorgabe des Arztes (Christensen) halten will, verbündet sich unterdessen mit der pubertierenden Tochter und hintergeht damit Netes Erziehung. Gleichzeitig versucht sie ihren Vater und ihren Bruder Martin (Kopernikus) zu einem gemeinsamen Gespräch zu bewegen. Doch die nicht vorhandene Kommunikation zwischen den Beiden, welche vor acht Jahren durch das Coming-out des Sohnes gegenüber seinem Vater verursacht wurde, scheint nicht mehr in Gang kommen zu wollen. Dabei hat Martin zur Zeit ganz andere Sorgen, denn zwei befreundete Lesben (Dyrholm + Andersen) bitten ihn darum als biologischer Vater für deren Wunschkind zu fungieren.

    Was sich wie eine alberne Übertreibung aus einem Billigroman anhört ist letztlich ein weit mehr als ordentlicher Film geworden. So kommen die Figuren recht leicht daher und die traurigen, nachdenklichen und ernsten Momente wechseln sich gekonnt mit heiteren, freundlichen und humorvollen ab, ohne dass die Waage in einer Szene zu sehr in die ein oder andere Richtung ausschlägt. Und dass gerade mir, der mit allzu viel Drama auf einem Haufen, selbst wenn es noch so realistisch und lebensnah sein sollte, eher weniger anfangen kann, nichts in diesem Film too much ist, will schon was heißen. Man kann die Handlungsweisen der Figuren recht gut nachvollziehen und somit sich auch jeweils mit ihnen identifizieren.

    Bemerkenswert ist besonders die Leistung von Paprika Steen, die im Übrigen von Gestik und Mimik und von der Art und Weise her sehr häufig an die Figur der von Helen Hunt dargestellten Carol Connelly in dem Film „Besser geht’s nicht“ erinnert. Was ein weiterer subjektiv-positiver Punkt ist.

    Ein Drama für Anfänger, da nicht übertrieben, sehr lebensnah und mit feinem bis direktem Humor gewürzt und gut abgeschmeckt.

    Benotung: 8,3/10 (edit)

    Pass. Song: “Life ain’t easy” von Cleopatra

    Mein dänisches Lieblingswort des Monats: tidsskrifter
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  8. #158
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    154. Exit
    (Exit) S 2006 R: Peter Lindmark

    (g. a. 8.3.2008)
    D: Mads Mikkelsen, Samuel Fröler, Kirsti Eline Torhaug, Börje Ahlstedt, Alexander Skarsgård, Kristina Törnqvist, Johan Rabaeus, Maria Langhammer, Henrik Norlén, Johanna Dickson, Henrik Noël Olesen, Hassan Brijany



    B: Exit ist ein gutes Stichwort, würde mich nicht wundern, wenn manche Kinobesucher dieses Wort als große Erlösung empfanden.

    Kann gar nicht genau festmachen woran es eigentlich liegt und es ist fast schade, dass ich nicht einzelne Dinge benennen und bebashen kann, aber so alles in allem war das hier mal gar nix. Was sehr schade ist, weil ich ehrlich gesagt lieber Filme schaue die mir gefallen, als welche die dies nicht tun. Kaum zu glauben, aber wahr.

    Nunja, was soll man sagen... der Madse macht es noch größtenteils ertragbar, weil er recht ordentlich spielt, aber man hat auch schon vieles besser von ihm gesehen. Vielleicht ist er mit der recht einfachen und fast schon uninteressanten Story einfach zu unterfordert.

    Das Schicksal der unschuldig in Not geratenen Protagonisten will einen einfach nicht fesseln und so lässt man die Geschichte an sich vorbeilaufen wie ein Laufband mit den aktuellen Börsenkursen, die einen nicht die Bohne interessieren.

    Kein Film, den man auf eine einsame Insel mitnimmt; es sei denn, es gibt dort keinen Strom.

    Benot.: 4/10

    Passender Song: nö, diesbezüglich will ich mir für diesen Film keine Gedanken machen *schmoll*
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  9. #159
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    155. Fluchtpunkt Nizza
    (Anthony Zimmer) F 2005 R: Jérôme Salle

    (g. a. 11.3.2008)
    D: Yvan Attal, Sophie Marceau, Sami Frey, Gilles Lellouche, Daniel Olbrychski, Samir Guesmi, Dimitri Rataud



    B: Wieder mal ein Zufallsprodukt, also nicht der Film selbst sondern das Anschauen selbigens. Habe per Zufall den Anfang mitbekommen und bin aufgrund des noch nicht schlafen wollens und des interessanten Beginns einfach mal drangeblieben und dass ich auch bis zum Ende gegen halb drei durchgehalten habe, spricht schon mal für diesen Thriller in mediterraner Atmosphäre.

    Ausgangspunkt ist, dass der zu Vermögen gekommene Verbrecher und Geldwäscher Anthony Zimmer der Polizei knapp entkommt und daher beschließt, sich einer plastisch-chirurgischen Gesichtsoperation zu unterziehen um für seine Kontrahenten unerkannt zu bleiben. Doch damit nicht genug, um die Polizei und die russische Mafia (von welcher er ebenfalls verfolgt wird) zu foppen, legt er mit Hilfe seiner Geliebten (Marceau), welche von Polizei und Mafia beobachtet wird, eine falsche Spur, in dem er ihr aufträgt, sich in einen Zug nach Nizza zu begeben und sich dort zu einem Mann zu setzen, der etwa Zimmers Statur hat. Mit diesem soll sie dann anbandeln und zusammen mit ihm ein Hotel beziehen um so die Verfolger glauben zu machen, es handele sich um den operierten Zimmer. Dies fällt ihr auch nicht schwer, denn ihre vorhandenen Reize setzt sie gekonnt ein und der unbescholtene François Taillandier (Attal) sowie Polizei und Mafia tappen in die Falle. Und Taillander befindet sich plötzlich wie in einem Traum, eine schöne Frau an seiner Seite, ein luxuriöses Zimmer im besten Hotel am Platze, das wunderschöne Nizza als passende Kulisse im Hintergrund. Doch es gibt ein schnelles Erwachen, als nämlich zwei Männer versuchen ihn zu töten, nur mit Mühe kann er entkommen, und so flüchtet er barfuß und mit nacktem Oberkörper durch den hektischen Straßenverkehr der südfranzösischen Stadt, ohne zu Wissen wer ihm da den Garaus machen will und vor allem weshalb... doch, es gibt noch die ein oder andere Überraschung.

    Der Film zieht einen schon schnell in seinen Bann, denn man begreift recht früh was für einen perfiden Plan der titelgebende Kriminelle ausgeheckt hat und leidet schon mit dem vermeintlich unbeteiligten Taillandier, noch bevor er wirklich in Gefahr gerät. Und genau dann hat einen der Film dort, wo er den Zuschauer auch haben will...

    Ein ganz feiner Film aus unserem westlichen Nachbarland und eine weitere Bestätigung für mich, dass Frankreich ein wahrlich tolles Filmland ist, gerade im Bereich von Thrillern verstehen die Macher es immer wieder den Zuschauer zu packen und das Interesse zu wecken. Heimlicher Star des Films ist natürlich Nizza, diese wunderschöne Stadt an der Côte d’Azur, von dessen Faszination ich mich vor vielen Jahren selbst schon vor Ort überzeugen konnte. Und wenn sich zwei Schönheiten auf einem Fleck auch manchmal neutralisieren mögen, so ist dies hier nicht der Fall und Sophie Marceau wirkt verführerisch und begehrenswert wie selten zuvor, obwohl sie auch nicht mehr die Allerjüngste ist, umso bemerkenswerter also ihre nach wie vor vorhandene Ausstrahlung und Anziehungskraft. Das Einsetzen ihrer Reize zu Beginn im Zug mag einfach sein, böse Zungen könnten von Einfallslosigkeit sprechen, aber es ist extrem wirkungsvoll und man(n) kann sich gut in Taillandiers Handeln hineinversetzen.

    Großteils auch wirklich schön gefilmt und fotografiert und besonders gefallen hat die Szene der „tanzenden“ Pillen auf der Feuertreppe des Hotels. Sehr solider Thriller mit Spannung, schönen Bildern und etwas Meer; der erfreulicherweise ohne größere Brutalität auskommt, was auch mal angenehm ist, auch innerhalb des Genres.

    Benot.: 8,5/10

    Pass. Song: “The siren” von Nightwish
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #160
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    156. Planet terror
    (Planet terror) USA 2007 R: Robert Rodríguez

    (17.3.2008)
    D: Freddy Rodríguez, Rose Mc Gowan, Josh Brolin, Marley Shelton, Michael Biehn, Jeff Fahey, Bruce Willis, Naveen Andrews, Julio Oscar Mechoso, Stacy Ferguson, Nicky Katt, Rebel Rodríguez, Tom Savini, Carlos Gallardo, Jason Douglas, Michael Parks, Quentin Tarantino



    B: Kann ich nicht einfach so tun, als ob ich den Film nie gesehen hätte; bekommt doch keiner mit, oder !? Verdammt, zu spät.

    Nun, die Erwartungen an dieses Werk von Robert Rodríguez waren riesig hoch. Offensichtlich zu hoch, denn letztenendes ist er enttäuschend. Obwohl er natürlich gut anzusehen ist und letztlich auch eine ordentliche Bewertung bekommt, aber anfürsich hatte ich mit der Höchstnote gerechnet.

    Das Problem ist nicht, dass er mit Absicht auf alt getrimmt ist, dass war ja vorher klar und hat seinen Reiz und ist auch technisch gut gemacht. Und auch die Geschichte an sich scheint eben an die Grindhouse-Zeit angelehnt zu sein, und vllt. steckt da auch ein Teilproblem. Allerdings wird auch nicht verhehlt, dass der Film in der Jetztzeit spielt, dazu tragen die Verwendung von Handys genauso bei wie die Bezüge zum Irak-Krieg und bin Laden sowie die Erwähnung von Chris Rock. Einerseits interessant so eine „Vermischung“, andererseits wäre es vllt. besser gewesen, es auch in den 70ern spielen zu lassen; aber das ist nur so ein konjunktiver Gedanke.

    Die Figuren haben schon was für sich, erwähnenswert dabei die coolen Bruce Willis und Michael Biehn. Besonders letzterer scheint damit wieder reaktiviert und hat nach etlichen Fehlgriffen endlich wieder eine sehr solide Darstellung abgeliefert und ist vor allem Teil eines guten Filmes. Mit dem Namensvetter des Regisseurs konnte ich weniger anfangen, finde die Figur unsympathisch, auf eine uninteressante Weise. Das Wiedersehen mit „Sex-machine“ war zweifellos auch einer der Höhepunkte des Filmes. Überraschend auch der Auftritt vom „Rasenmähermann“, der ist ja ganz schön alt geworden, hatte erst bisschen gerätselt ob er es wirklich ist. Rose Mc Gowan gefällt mir gahz ordentlich, grundsätzlich und in der Rolle; auch da unterscheidet sich meine Meinung offensichtlich von der manch Anderer.

    Was hat mich nun gestört ? Hmmm... gute Frage, seltsam war, dass mir einige „Fehler“ bzw. unklare Punkte negativ aufgestoßen sind, auch wenn man sie einfach mit „ist so gewollt und dem Grindhouse-Gedanken geschuldet“ abhaken kann. Dennoch stört es und verhindert eine bessere Meinung.

    Nun, viel mehr kann bzw. will ich nicht mehr schreiben; theoretisch sollte ich mein Hirn reseten können und den Film dann ohne Vorkenntnisse anschauen, vllt. wird dann mehr daraus. Erinnert mich dran, falls das mal möglich sein sollte.

    Benot.: 7/10

    Pass. Song: “Something in the air” von David Bowie
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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