157. Harsh times
(Harsh times) USA 2005 R: David Ayer
(26.3.2008)
D: Christian Bale, Freddy Rodríguez, Eva Longoria, Terry Crews, Tammy Trull, Chaka Forman, Samantha Esteban, Tania Verafield, Noel Gugliemi, J. K. Simmons, Michael Monks, Emilio Rivera
B: Die Grenze zwischen den U.S.A. und Mexiko ist mit die Belebteste und gerade auch wegen des großen Wohlstandsgefälles zwischen den beiden Staaten eine, die unter besonderer Aufmerksamkeit steht, besonders seitens des nördlichen Grenzlandes. Und obwohl in „Harsh times“ diese Ländertrennung kein einziges Mal im Bild eingefangen wird, so steht doch das Leben Diesseits und Jenseits der Grenze im Vordergrund. Und neben dieser konkreten Grenze zwischen zwei Staaten geht es auch um andere Grenzen, solche die durch Gesetze festgelegt wurden, durch Moralverständnis und sonstige Regularien des Zusammenlebens.
Auch wird dargestellt, dass in unterschiedlichen Räumen und zu unterschiedlichen Zeitpunkten und unter gewissen Voraussetzungen Gesetze, Regeln etc. differenziert ausgelegt werden können. Sei es, dass für Soldaten in einem Krieg und somit mit entsprechender "Legitimation" ganz andere Regeln gelten als für einen Normalbürger. Oder dass es eben auch nur mehr oder weniger Zufall ist, ob eine Frau lateinamerikanischer Herkunft sich in Mexiko befindet und somit sämtliche Tätigkeiten die ihr nach der alten Rollenverteilung zufallen wie selbstverständlich erledigt oder ob sie in den U.S.A. aufgewachsen ist, einen entsprechenden schulischen und ausbildungstechnischen Werdegang vollzogen hat und aus einem gleichberechtigten Selbstverständnis heraus lebt.
Das Ganze umhüllt in ein thrilliges, gangstereskes Gewand, dass ständig mitreissend und stets nah am wirklichen Leben zu sein scheint und am Ende dann aber mglw. etwas zu sehr gewollt Gas gibt.
Herausragend natürlich mal wieder Christian Bale... wobei ich zugeben muss, dass ich mglw. nicht ganz objektiv urteile, aber ich konnte absolut nix entdecken, was auch nur annähernd in Richtung negativem wäre. Man nimmt ihm die Rolle zu jeder Sekunde ab und müsste eigentlich meinen, er wäre selbst in diesem Umfeld Südkaliforniens aufgewachsen, aber der junge Mann stammt aus einem Nest aus Wales mit rund 9.400 Seelen, also eher ein Anti-Kalifornien. Überrascht war ich schließlich noch, als ich später im Cast laß, dass hinter der Figur des Agent Richards J. K. Simmons steckt, wenn ich es nicht gelesen hätte, wäre ich nie drauf gekommen, dass er das ist... so ohne Bart und ohne Haare absolut nicht wiederzuerkennen.
Benot.: 8,5/10
Pass. Song: “Crystal frontier” von Calexico


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auch wenn man das offene Ende schon erahnt. 






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