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Thema: Why so curious ?

  1. #181
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    177. Born to be wild
    (Wild hogs) USA 2007 R: Walt Becker

    (g. a. 13.7.2008)
    D: John Travolta, Tim Allen, Martin Lawrence, William H. Macy, Ray Liotta, Jill Hennessy, Tichina Arnold, Marisa Tomei, Kevin Durand, M. C. Gainey, John C. McGinley, Stephen Tobolowsky



    B: Man nehme die Großstadthelden aus City slickers, tausche die Pferde gegen Motorräder aus und bringe noch ein paar richtig fiese Biker mit dazu, natürlich noch etwas durchmischt mit heutigen modernen Technik-Gadgets und Begriffen und erhält diesen Film.

    Vom Spaß- und Unterhaltungsfaktor her habe ich mir definitiv mehr versprochen. Die Geschichte und der Verlauf selbst triefen nur so vor Klischees und Vorhersehbarkeiten, abgesehen davon, dass es tlw. recht unrealistisch erscheint und zu sehr die typischen Hollywood-Unterhaltungsfilm-Regeln bemüht werden.

    Das erste Drittel lässt sich ja noch gut an und der Auftritt von McGinley gefällt auch sehr, die vier Hauptdarsteller überzeugen ebenfalls; aber insgesamt ist es mir einfach zu wenig. Ist wohl so ein Film, bei dem die Crew vor und hinter der Kamera riesigen Spaß hatte, dann hat es sich wenigstens für die gelohnt.

    Muss man vllt. selbst Motorradliebhaber sein, um den Film mehr zu mögen ? Hmmm... kann ich mir wenig vorstellen, denn z. B. das Gefühl der Freiheit wird zwar ständig bemüht und zitiert, aber als wirkliches Feeling kommt es für den Zuseher nicht rüber.

    Naja, kurzweilig unterhalten hat es dennoch, und wenn man den Großteil des Casts grundsätzlich sympathisch findet, dann gibt es doch noch eine leicht überdurchschnittliche Wertung.

    "Fahrt richtig, oder fahrt nach Hause !"

    Benot.: 6/10

    Pass. Song: “On the road again” von Canned Heat
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #182
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    178. Die Eisprinzen
    (Blades of glory) USA 2007 R: Josh Gordon + Will Speck

    (g. a. 17.7.2008)
    D: Will Ferrell, Jon Heder, Craig T. Nelson, Will Arnett, Amy Poehler, Jenna Fischer, William Fichtner, Romany Malco, Nick Swardson, Andy Richter, Luke Wilson



    B: Liegt vielleicht auch an der Sportart, aber so ganz warm geworden bin ich mit dem Film nicht. Zwar bieten Ferrell und Heder teils eine sehr heiße Performance, aber der Verlauf der Geschichte ist einfach auch zu vorhersehbar, insofern will kaum Spannung aufkommen.

    Es gibt einige okayene Gags, u. a. die Verfolgungsjagd zählt sicherlich zu den Highlights, oder der kleine running Gag, dass die Maskottchen immer einiges einstecken müssen, aber so im Großen und Ganzen fand ich den Film doch etwas schwächer als z. B. Anchorman oder Talladega nights.

    Der Film lebt hauptsächlich von den Unterschieden der beiden Hauptcharaktere, die natürlich jeweils sehr überspitzt dargestellt sind. Auf der einen Seite der sexbessessene [ist wohl das Wort mit der größten e und s-Dichte], dem Alkohol fröhnende, arrogante Kerl, auf der Anderen der verträumte, schüchterne, naive Typ. Dass diese beiden extremen Charaktere nun zusammenarbeiten müssen (und dabei teils engen Körperkontakt haben), ist natürlich aus ihrer Sicht der worst case, und das wurde zu wenig herausgearbeitet. Okay, es ist auch eine Komödie und kein Drama, anyway.

    Allerdings hätte man sicher noch mehr rausholen können, so hat sich der finale Veranstaltungsort im französischsprachigen Teil von Kanada ja geradezu für einige Gags in Richtung des nördlichen Nachbarn angeboten, oder auch ein Gag um Tonya „Iron rod“ Harding wäre gut denkbar gewesen. Dafür kommen allerdings Eislauffans sicher auf ihre Kosten, denn einige aktuelle und ehemalige Stars haben ihre Kurzauftritte (Brian Boitano, Scott Hamilton, Sasha Cohen, etc.). Schön auch sind einige einfallsreiche Eislauffiguren und Choreographien, hat bestimmt Freude gemacht die zu entwickeln und umzusetzen.

    Zwei Fehler gab es am Anfang, als Ferrell und Heder in der Einzelkonkurrenz jeweils eine Goldmedaille bekamen, standen noch ein Silber- und Bronzemedaillengewinner auf dem Stockerl. Also zunächst mal war es ein Fehler, dass ein Schwede Bronze gewinnt... (okay, zugegeben, ein sehr subjektiver Punkt), aber dann ist es so, dass, wenn es zwei gleichwertige Medaillen gibt, der nächste Platz ausgespart wird. Wenn es also zwei mal Gold gibt, entfällt Silber und so hätte lediglich noch der Nächstbeste eine Medaille bekommen, und zwar dann Bronze. Das aber nur als Randnotiz. (Ebenfalls stößt mir etwas sauer auf, weshalb das Geschwisterpaar mit schweizerischen Wurzeln einen niederländischen Namen hat !?)

    Alle die den Ferrell-Humor mögen können auch damit nicht viel falsch machen, wenngleich es bessere Filme mit ihm gibt.

    PS: Wer die DVD hat, sollte sich bei den Extras das Interview mit Amy Poehler und Will Arnett geben, extra Klasse !

    Benot.: 6,5/10

    Pass. Song: “Cold as ice” von Foreigner
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  3. #183
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    179. Anchorman - Die Legende von Ron Burgundy
    (Zweitsichtung)



    Fast genau zwei Jahre nach der Erstsichtung auf einem Pay-TV-Kanal läuft der Film auch "schon" im Free TV.

    Zwar verlieren einige der Gags ihre extrem spaßige Wirkung, wenn man sie schon kennt, aber allesinallem nachwievor ein großes Vergnügen, auch dank der Gastauftritte. (Und diesmal habe ich auch Seth Rogen als Kameramann erkannt).

    Auch Carell fällt noch mehr (positiv) auf, die Rolle gibt aber diesbezüglich auch sehr viel her.

    Aber kann es sein, dass in der ARD eine leicht gekürzte Version lief ? Mindestens drei Szenen habe ich vermisst, oder hatte ich mir das nur eingebildet ? Na jedenfalls der Abspann war mal wieder typisch verhunzt, durch schnellen Vorlauf und Kürzung .

    Alles weitere gibt's hier.

    "Leck mich am Arsch San Diego !"
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  4. #184
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    180. Der Pakt
    (The covenant) USA 2006 R: Renny Harlin

    (g. a. 18.7.2008)
    D: Steven Strait, Laura Ramsey, Sebastian Stan, Taylor Kitsch, Jessica Lucas, Toby Hemingway, Chace Crawford, Kyle Schmid, Wendy Crewson, Stephen McHattie, Kenneth Welsh



    B: Aus der Abteilung „Besser als erwartet“. Hatte aber auch ziemlichen Mist erwartet, doch allen Unkenrufen zum Trotz, war es dann doch nicht ganz so schlimm.

    Natürlich ist die Story und der Verlauf so vorhersagbar wie die Lottozahlen der Vorwoche, die Darsteller agieren recht stereotyp (wobei alles andere wohl auch weniger gepasst hätte zu dem Film), sind halt auch größtenteils unbeschriebene Blätter, junge Knospen... warum muss ich an der Stelle an Laura Ramsey denken... hmm...

    Also, einige ordentliche Effekte sind dabei, bisschen mystische Atmosphäre und junge Menschen halt. Ein Film den man eben konsumiert und sich davon unterhalten lässt, ohne dass viel Nachwirkungen bleiben oder man sich großartig Gedanken machen müsste.

    Was allerdings sehr schön eingefangen ist wie ich finde, sind die Locations und man bekommt eine Ahnung davon, warum der Nordosten der USA auch als „Neuengland“ bezeichnet wird. Dachte echt mehrmals, das Ganze spiele iwo in Großbritannien, insofern also Lob an die Location-Sucher und -Finder und Setzusammensteller.

    Benot.: 4/10 [Edit: von 5 auf 4]

    Pass. Song: „Could it be magic ?“ von Take That
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  5. #185
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    181. Das Beste kommt zum Schluss
    (The bucket list) USA 2007 R: Rob Reiner

    (g. a. 26.7.2008)
    D: Jack Nicholson, Morgan Freeman, Sean Hayes, Rob Morrow, Beverly Todd, Alfonso Freeman, Rowena King



    B: Nicholson und Freeman in einem Film, endlich. Und so spielen die Beiden hier in ihren Paraderollen, wie sie leibgeschneiderter nicht sein könnten. Doch das schafft von vornherein eine große Vertrautheit und dadurch bedarf es auch gar keiner weiteren großen Einführung der Figuren, weil man als eifriger Seher ihrer Filme die beiden Rollen bereits passend einordnen kann. Dass beide durchaus auch andere Figur-Typen darstellen können haben sie bereits bewiesen.

    Möglicherweise hätte der Film in anderer Besetzung so nicht funktioniert, jedenfalls nicht bei mir, aber warum Überlegungen im Konjunktiv anstellen !?

    Schon allein wegen den beiden Darstellern und ihrer Figuren hatte mich der Film sehr schnell auf seiner Seite und es war dann auch eine große Freude mit viel Lachen und am Ende auch mit viel Traurigkeit, obwohl man es ja ugf. absehen kann was passieren wird, die Art und Weise hat mich einfach zutiefst berührt und ich konnte nur schwer an mich halten... so etwas lösen nicht viele Filme bei mir aus.

    Die Aktivitäten die die beiden durchführen sind dabei nur Staffage, es geht einzig und allein um die Figuren und im ihre gemeinsame Geschichte. Einfach großes, emotionales Kino.

    Benot.: 9/10

    Pass. Song: „I can see clearly now“ von Johnny Nash
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  6. #186
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    182. Get Smart
    (Get Smart) USA 2008 R: Peter Segal

    (g. a. 26.7.2008)
    D: Steve Carell, Anne Hathaway, Alan Arkin, Dwayne Johnson, Terence Stamp, David Koechner, Terry Crews, Masi Oka, Nate Torrence, James Caan, Ken Davitian, Dalip Singh, Patrick Warburton



    B: Obwohl der Film für sein Genre eine überdurchschnittliche Laufzeit aufweist, verging diese extrem schnell. Eben stand ich noch mit meinem Kumpel in der Cinemaxplexmultimegacenter-Lobby auf das Verstreichen der Zeit bis zum Beginn wartend und *schwups* befanden wir uns auch schon wieder im Auto auf der Rückfahrt. So im Nachhinein berachtet spricht das eher positiv für den Film, denn bis auf nur ganz ganz wenige Minuten zu Beginn macht er so gut wie keine Pause und weist keine Längen auf.

    Schon bevor der Vorhang vor der Kinoleinwand zur Seite ruckelte (an der Stelle sei mal gefragt, hat der Vorhang eigentlich wirklich einen pratkischen Hintergrund so im Sinne von Schutz der kostbaren Leinwand o. ä., oder geht es einfach nur um den Effekt, so von wegen Steigerung der Spannung beim Zuschauer, eine dezentere Version des „jetzt geht’s loohoos... jetzt geht’s loohoos...“ !?). Denn zunächstmal fand die Vorstellung in „Kino 1“ statt, welches sich am äußersten Rand des Komplexes befindet und somit wohl eines der Kleinsten ist und dabei fiel mir auf, dass ich in diesem Saal noch nie war, obwohl ich ja relativ eifriger Besucher in dem Kinocenter bin... hinzu kam dann noch, dass mir und meinem Kumpel nicht verborgen blieb, dass wir, bis auf ein, maximal zwei Außnahmen, die ältesten Besucher in dem Saal waren (also waren keine Kinder, wäre für Samstag 23:00 h auch bisschen ungewöhnlich, aber eben alle so zwischen 16 - 25 etwa) hmmm... naja, an diese Situationen wird man sich wohl gewöhnen müssen...

    Mist, schon wieder bisschen vom Thema abgekommen, dabei ist der Film es doch wert, dass man von ihm berichtet. Also. Sehr große Unterhaltung wird einem hier geboten, Lacher am laufenden Band und für das Genre ungewöhnlich viel und gut gemachte Action... hollaho. Steve Carell ist natürlich mal wieder genial, und wohl keiner hätte in die Rolle des vertrottelten CONTROL-Agenten Maxwell Smart besser gepasst als er. Auch der restliche Cast ist wirklich klasse ausgewählt und zusammengestellt. Besonders auch die Nebenrollen (Koechner, Oka, Crews), und Anne Hathaway ist eine schicke Augenweide.

    Schön auch, dass man den typischen Serien-Beginn übernommen hat und auch andere aus der Serie bekannte Gimmicks Berücksichtigung finden, wie z. B. der Telefonzellenfahrstuhl oder das Schuhtelefon (und vllt. noch anderes, was ich nicht erkannte, weil ich von der Serie nur maximal drei Episoden gesehen habe).

    Es gibt natürlich auch Kritikpunkte, dass der Storyverlauf und die Zeichnung von Gut und Böse nicht innovativ sein wird war eh klar und nicht anders zu erwarten (weiß nicht ob unbedingt jedes Klischee in Russland hätte bemüht werden müssen, allerdings zeigt die Szene mit der Bäuerin und dem Fotohandy, dass ein Umdenken bei den Filmemachern eingesetzt hat, wenn wohl auch nur aus Gründen des Gags. Allerdings war positiv, dass viele kleine Details sehr stimmig waren). Weniger gut waren allerdings so zwei drei unerklärliche Vorgänge und Ungereimtheiten. Und auch hätte Maxwell Smart noch mehr tolpatschiger sein können und noch mehr hätte schief gehen können, letztendlich hat er doch einiges drauf und verrichtet seine Arbeit teilweise auch sehr ordentlich. Kleinigkeiten.

    Schlussendlich ein großer Spaß mit einigen Brüllern (größtes persönliches Highlight die Sache mit dem Schwertfisch...), auch vor allem und besonders dank Carell.

    Ach ja und noch was... man könnte meinen in Zeiten von Internet, Suchmaschinen und der Informationsgesellschaft sollten falsch verwendete Namen der Vergangenheit angehören. Doch Filmemacher bzw. Autoren scheinen sich dem zu entziehen. Der Vorname des böswichtigen Bosniers war mal wieder ein Witz (nur ohne Pointe), naja, wenigstens war der Nachname passend. An der Stelle sei noch auf einen anderen aktuellen Fall verwiesen, beim Lesen der Inhaltsangabe von „Bukarest Fleisch“ fiel dies auf, da wird einer Rumänin ein russischer Name verpasst, der so in Rumänien einfach nicht vorkommt. 98% der Weltbevölkerung stören solche Dinge zwar nicht, aber mir kräuselt es da regelmäßig die Innerein auf wenn ich so was lesen muss...

    Benot.: 8/10

    Pass. Song: “Secret agent man” von Blues Traveler
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  7. #187
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    183. Brick
    (Brick) USA 2005 R: Rian Johnson

    (g. a. 1.8.2008)
    D: Joseph Gordon-Levitt, Nora Zehetner, Matt O’Leary, Lukas Haas, Noah Fleiss, Emilie de Ravin, Noah Segan, Meagan Good, Richard Roundtree, Brian J. White, Jonathan Cauff



    B: Okay, es ist wohl nicht zu viel verlangt, wenn ich zumindest eine einigermaßen plausible Begründung dazuschreibe, daher übernehme ich einen bereits im FTB-Diskussions-Topic veröffentlichte Stellungnahme:

    Der Film hat mich so überhaupt nicht angesprochen. Normalerweise fühle ich beim Ansehen zumindest irgendwas, Freude, Thrill, Mitleid, Angst, irgendwas, doch hier war gar nix da, für mich. Die Hauptfigur war mir von anfang an unsympathisch, alle Figuren waren mir unsympathisch, ich hatte gar nix an dem Film, dass mich irgendwie irgendwo auch nur annähernd berührte. Alle Figuren wirkten irgendwie so realitätsentrückt, wie aus einer Parallelwelt, aber eben nicht von diesem Planeten.

    Es wirkt so, als ob da einer mit Twin Peaks aufgewachsen ist und versucht hat diese Erfahrung in seinen eigenen Film zu packen. Doch das zündete nicht, jdf. nicht bei mir. Und seltsamerweise habe ich die Handlung, jdf. soweit ich es eben denke, komplett verstanden, daran kann es also weniger gelegen haben.

    Mglw. könnte ich aus objektiver Sicht 4 - 5 Punkte vergeben, aber da mich der Film einfach überhaupt nicht erreicht hat (was natürlich eine zu 100% subjektive Sache ist) muss ich hier einfach die Tiefstwertung zücken.

    Wenn er so viele Anhänger hat und vielen gefallen hat so ist das wunderbar und freut mich für die, wirklich. Und allein JoAnn's FTB-Eintrag zu lesen war ganz wunderbar und auf jeden Fall das Beste für mich persönlich, was mit diesem Film zu tun hat. Aber nein, deswegen kann ich ihn nicht besser machen, als er auf mich wirkt.

    EDIT: Na gut, nochmal drüber nachgedacht, eine 0, also das Mieseste vom Miesen ist wohl doch etwas zu hart und ist wohl auch der ersten großen Enttäuschung geschuldet... daher kleine "Aufwertung":

    Benot.: 2/10
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  8. #188
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #1; presented by Chefkoch

    Ausgerechnet Alaska

    184. Insomnia
    (Insomnia) USA 2002 R: Christopher Nolan

    (g. a. 2.8.2008)
    D: Al Pacino, Robin Williams, Hilary Swank, Martin Donovan, Paul Dooley, Nicky Katt, Larry Holden, Jay Brazeau, Lorne Cardinal, Maura Tierney, Jonathan Jackson, Katharine Isabelle



    B: Es gibt Orte und Plätze in Nordamerika, da ist es nicht besonders schlimm nicht schlafen zu können, New York etwa, Los Angeles oder natürlich Las Vegas (dort ist es sogar seitens der Hotelbetreiber erwünscht und es wird dem mit kleinen Tricks nachgeholfen). Doch in einem kleinen Nest in Alaska, in dem die Speisekarte des Restaurants so abwechslungsreich ist wie die Arbeit eines Akkordarbeiters am Fließband, wünscht man sich nichts weniger, als Schlaflosigkeit und Langeweile.

    Doch für den LAPD-Veteran Dormer ist die Schlaflosigkeit nur eines von vielen Problemen, die innerhalb kürzerer Zeit auf ihn einprasseln.

    Insomnia ist das US-Remake des norwegischen Films Todesschlaf (ein relativ reißerischer deutscher Titel hat sich da der Verleih ausgedacht, dem er übrigens nicht gerecht wird, denn in beiden Filmen geht es erfrischend unspektakulär zu, und es spielt sich mehr auf der psychischen Ebene ab). Wer das Original kennt und schätzt, so wie ich, der geht natürlich etwas skeptisch an den Gedanken eines US-Remakes heran, wenngleich ich für meine Bewertung versuche auf einen direkten Vergleich zu verzichten. Doch ganz ausblenden lässt es sich nicht, denn einer der Besonderheiten die den Film ausmacht ist die relativ unkonventionelle Geschichte und ihr Verlauf. Diese verliert eben etwas an Eindruck, wenn man sie schon kennt.

    Noch ein Wort zu den Unterschieden, den Schauspielern: Pacino wie man ihn kennt, Williams nimmt man die Figur gut ab und Swank nervt etwas (was aber auch an der Figur liegt).

    Fazit: Solider Thriller der am Besten wirkt, wenn man das skandinavische Original nicht kennt und der ein wenig auf US-amerikanische Gewohnheiten getunt wurde (z. B. unnötiger Showdown am Schluss, entlässt den Zuschauer etwas positiver als das Original).

    "Ich habe noch nie jemanden aus LA kennen gelernt !" - "Da haben sie nicht viel verpasst !"

    Benot.: 7/10

    Pass. Song: „I’ll sleep when I’m dead” von Bon Jovi
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  9. #189
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    Das Model und der Freak

    185. Beim ersten Mal
    (Knocked up) USA 2007 R: Judd Apatow

    (g. a. 2.8.2008)
    D: Seth Rogen, Katherine Heigl, Paul Rudd, Leslie Mann, Jason Segel, Jay Baruchel, Jonah Hill, Martin Starr, Charlyne Yi, Harold Ramis, Joanna Kerns, Alan Tudyk, Kristen Wiig, Bill Hader, Ken Jeong, Tim Bagley, James Franco, Steve Carell, Jessica Alba, Eva Mendes



    B: Das ist ein Film, den ich richtig gerne angeschaut habe. Man trifft viele schräge Typen, die aber alle durchweg liebenswert sind (auf ihre ganz besondere Weise), und dazu ein tolles Schauspielerensemble. Allein Seth Rogen und seine „Gang“ sind ein wahrer Quell der Freude (Fans von Freaks and Geeks kommen dabei voll auf ihre Kosten). Dann noch Paul Rudd, der sich endgültig in meine oberste Favoriten-Liga katapultiert hat (und der nächste Film mit ihm ist schon auf dem Weg zu mir, yeah), dazu Gastauftritte von Harold Ramis, Alan Tudyk und Tim Bagley (bekannt durch seine Nebenrollen in Monk und King of Queens), und natürlich darf Carell auch nicht fehlen, wenn auch leider sehr kurz.

    Der Film selbst ist wohl ein typischer Apatow. Eine gesunde Mischung aus teils unkonventionellem Humor und ernsten, ja fast dramatischen Tönen, jedoch ohne dabei allzu melodramatisch zu werden. In der Art und Weise spricht es hauptsächtlich ein jüngeres Publikum an (zu dem ich mich einfach mal hinzuzähle). Im Hauptblickfeld des Ganzen steht die Thematik Eltern zu werden oder zu sein (ersteres ist übrigens einfacher). Mit einem kleinen Einblick auf die Vor- und Nachteile. Und natürlich geht es auch darum Verantwortung für das eigene Leben und das von Anderen zu übernehmen. Dazu wird auch das nötige Stück Ernsthaftigkeit gezeigt, ohne dabei mit dem erhobenen Zeigefinger zu fuchteln, und alles umwoben von mal mehr mal weniger Humor.

    Sehr schön sind auch die vielen Anspielungen auf Filme, Serien und Musik, welche zusätzliche Schmankerl bieten. Dass die Kumpels von Ben alle ihren richtigen Namen tragen und Rogen und Baruchel der Realität entsprechend Kanadier sind und dies auch stolz zeigen, ist eine zusätzliche Besonderheit.

    Benot.: 7,5/10
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  10. #190
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    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    186. Der Nebel
    (The mist) USA 2007 R: Frank Darabont

    (g. a. 5.8.2008)
    D: Thomas Jane, Laurie Holden, Toby Jones, Jeffrey de Munn, Frances Sternhagen, Marcia Gay Harden, William Sadler, Andre Braugher, Nathan Gamble, Alexa Davalos, Sam Witwer, David Jensen, Robert C. Treveiler, Andy Stahl, Chris Owen



    B: Der Film geht erfrischend schnell in die Vollen, es gibt keine große Einführung der Figuren, diese ist auch nicht nötig, denn die Charaktere definieren sich über ihr Handeln während des Filmes selbst, was sie davor waren und gemacht haben und was ihr individuelles Leben bestimmte ist schlichtweg ohne Bedeutung. Dazu wird eine schön unangenehme Stimmung erzeugt, die den Zuseher gleich richtig packt.

    Wenn man nun meint es mit einem reinen Monster- oder sonstigen Horror-Streifen zu tun zu haben, so wird man im Laufe der Zeit eines besseren belehrt, und spätestens durch das fulminante Ende zeigt sich, dass die „Monstergeschichte“ nur ein Bühnenbild aus Pappmaché war, das wirkliche Stück welches hier zur Aufführung kommt ist die Darstellung menschlichen Verhaltens in einer Extremsituation. Fast ist man geneigt zu denken, irgendwann verzieht sich der Nebel schlagartig und ein paar nette Herren mit Brillen und weißen Laborkitteln erlösen die Supermarkt-Insassen mit den Worten „so Herrschaften, alles gut, das war nur ein Experiment über Verhaltensmuster; unsere Kameras sind hier, hier und hier...“.

    Die Verhaltensweisen einzelner Menschen untereinander in einer extremen Stresssituation werden hier sehr tiefgründig aufgearbeitet und in aller Drastik gezeigt. Auch kommt hier, für das reine Horrorgenre unüblich, auch die Problematik zum Tragen, eine so unglaubliche Sache wie der Angriff einer Riesenkrake (oder was auch immer) einem Anderen glaubhaft zu versichern. Hier führt dieser Versuch dazu, dass sich unter Spannung stehende Menschen richtig angiften, persönliche Befindlichkeiten stehen über der Sache selbst. Als dann der Stern von Mrs. Carmody beginnt aufzugehen und eine kurze Diskussion mit Mr. Norton aufkommt hätte ich mir allerdings gewünscht, dass das Rededuell dieser beiden noch etwas fortgeführt wird. Denn ich hätte es spannend gefunden zu zeigen, dass die zwei Figuren, die dem Zuschauer am unsympathischsten gemacht wurden, sich auseinandersetzen. Dass es eben nicht klar „gut“ und „böse“ gibt, und wenn der eine „Böse“ etwas konträres zu einem „Guten“ tut oder sagt jeder andere „Böse“ ohne Wiederrede zustimmt. Nein, die Realität ist anders. Sicher wäre es also spannend gewesen, zu erfahren, wie einzelne Zuschauer eine intensivere Auseinandersetzung dieser beiden Figuren empfunden hätten.



    Die Szene als Mrs. Carmody dann ihrem geliebten Schöpfer nähergebracht wird ist auch noch eine tiefere Betrachtung wert. Verschiedene Reaktionen von Zusehern waren ja recht eindeutig, und ich muss gestehen, dass ich im ersten Moment auch eine Art Erlösung empfand als sie endlich schwieg. Dabei ist dies doch nur die perfide Umsetzung dessen was im Film passiert auf die Realität vor der Kinoleinwand und vor dem TV-Gerät. Sich über den Tod eines Menschen zu freuen ist neutral gesehen erst mal im Grunde ein menschenunwürdiges Verhalten, doch dass solche egtl. grundsätzlichen Selbstverständlichkeiten, nämlich die Achtung und der Respekt seiner Mitgeschöpfe, in bestimmten Situationen außer Kraft gesetzt und gebrochen werden, darüber handelt ja letztlich der Film und das überträgt er in der Szene auf den Zuschauer, mit absolutem und fast erschreckendem Erfolg wie man sieht. (So, ich hoffe das hört sich jetzt nicht nach religiösem Fanatiker an...).

    Sehr heftig auch, als die Meute den Private aus dem geschützten Raum verstößt und seinem Schicksal überlässt, einem Schicksal, dass allen Beteiligten bewusst war. Diese Szene empfand ich als überaus harten Tobak für meine Nerven.

    Nochmal zum Ende, als es passierte dachte ich schon auch, ‚hey nein man, das kann doch nicht euer ernst sein, so eine finale Lösung steht doch noch gar nicht zur Debatte... warum schlucken das alle so ohne Widerworte ?’... aber letztlich war es schon richtig so, sicherlich eines der most-remarkable-Filmenden ever. Ob man sich nun 100%ig damit anfreunden kann oder nicht, es bleibt im Gedächtnis und bietet Diskussionsstoff.

    Letztlich bleibt auch einiges ungeklärt zB war der Sturm Ursache für das misslungene Army-Experiment oder war es umgekehrt, etc. Aber das tut der Wirkung des Filmes letztlich keinen Abbruch.



    Ach ja, eins noch, das Ganze und insbesondere der Schluss wird perfekt durch den Abspann abgerundet, wenn die Musik verklungen ist, einfach die Augen zu machen, das eben Gesehene noch mal Revue passieren lassen und den Geräuschen lauschen... das ist Gänsehaut pur.

    "Wir sind eine Spezies, die von Grund auf wahnsinnig ist. Packen sie zwei von uns in einen Raum und schon überlegen wir uns, wieso wir den anderen umbringen sollten!"

    Benot.: als Film: 8,5/10; als einschneidendes Erlebnis und Quell zum Nachdenken über die Menschen und die Welt und überhaupt: unbezahlbar !

    Pass. Song: „Hopeless“ von Bruce Guthro
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