Seite 21 von 66 Erste ... 11192021222331 ... Letzte
Ergebnis 201 bis 210 von 653

Thema: Why so curious ?

  1. #201
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    197. Superbad
    (Superbad) USA 2007 R: Greg Mottola

    (g. a. 5.9.2008)
    D: Jonah Hill, Michael Cera, Christopher Mintz-Plasse, Seth Rogen, Bill Hader, Emma Stone, Martha MacIsaac, Aviva, Joe lo Truglio, Kevin Corrigan



    B: Mittagebuchschreiber santoro hat in seinem Eintrag zu dem Film eine sehr interessante These aufgestellt, dass jede Generation ihr Eis am Stiel hat. So gab es eben in den 70ern und 80ern jene „Kultreihe“ aus Israel, in den 90ern dann American pie, und nun dieses hier für die heutige Generation. Finde ich eine sehr interessante und nicht weniger richtige Ansicht, unter deren „Einfluss“ ich nun den Film gesehen habe.

    Und sicherlich sind Parallelen zur Reihe um den heißen Apfelkuchen klar ersichtlich und so drängt sich ein Vergleich geradezu auf. Beide drehen sich um das Thema aus der Sicht befreundeter junger Jungs, die schultechnisch vor einer Veränderung stehen und die nicht gerade die klassischen Abräumer sind. Doch sie teilen neben ihrem Leben und ihrer Probleme auch den Traum von zumindest einem erfolgreichen Abend und so rückt dafür alles andere in den Hintergrund.

    Im Unterschied zu American pie hat man hier allerdings das Gefühl, dass die Figuren mit sehr viel mehr Respekt behandelt werden und nicht nur vorgeführt werden. Zwar mag sich das angesichts der zeitweisen Bemühung einer Dauerfäkalsprache seltsam anhören, aber dennoch machte sich bei mir dieser Eindruck breit. Mglw. gibt es bei AP mehr gelungene Gags, aber dafür scheint Superbad näher an der Realität und die Figuren einfach ein Stück weit liebenswerter, und so gelingen auch die vereinzelt gesäten tragischen Momente sehr viel mehr.

    Highlight bezüglich des Spaßfaktors sind zweifellos die beiden Cops, die herrlich von Rogen und Hader dargestellt werden und auch den drei Hauptdarstellern nimmt man ihr Spiel ab und vergisst sehr schnell, dass es sich „nur“ um einen Film handelt.

    Abgesehen davon hat man hier den Eindruck, dass es keine weitere sinnlose Ausschlachtung des Titels und somit keine Fortsetzungen mehr geben wird, nichts gegen AP 2, aber dennoch irgendwo auch ein gutes Gefühl. Schließlich sei noch positiv angemerkt, dass es eine schöne Dynamik hat, den Großteil der Story innerhalb eines Tages und Abends stattfinden zu lassen, erinnert zeitweise an einen wilden chaotischen Trip durch die Nacht.

    Zu meinen persönlichen Highlights zählt, als Seth von den Jungs geradezu schwärmt, die er seiner Angebeteten eher zutraut als sich selbst; und als Evan seinen japanischen Kumpel im Hauswirtschaftsunterricht ein Katzengesicht verpasst... herrliches Bild wie dieser sich dann auch entsprechend benimmt.

    Benot.: 8/10

    Pass. Song: “Celebrate youth” von Rick Springfield

    Ich frage mich: Ist es eigentlich Zufall, dass alle drei Ladies rothaarig sind ? Hat da etwa Regisseur Mottola oder die Autoren Rogen oder Goldberg ein nicht verarbeitetes Jugendtrauma, was hier versucht wird zu verarbeiten ? Also, ich persönlich habe da überhaupt nichts dagegen, ganz im Gegenteil, aber ist doch irgendwie verdächtig...
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #202
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    198. Juno
    (Juno) USA/CAN 2007 R: Jason Reitman

    (g. a. 7.9.2008)
    D: Ellen Page, Michael Cera, J. K. Simmons, Allison Janney, Jennifer Garner, Jason Bateman, Olivia Thirlby, Eileen Pedde, Valerie Tian, Rainn Wilson



    B: Trotz der eher schwierigen Thematik ein Wohlfühlfilm für den Betrachter. Spätestens wenn Juno und Bleeker am Ende ihr Gitarrenduett zum Besten geben und während sie sich (auf Junos Initiative) küssen die rot-gelben Läufer des „Dancing Elk“-Schullaufsportteams von links nach rechts durchs Bild rennen, hat man das Gefühl ‚ja, das war ein schöner Film’.

    Ein Film der auf dem Boden bleibt, der vllt. mitunter zu sehr bemüht unbemüht sein will, aber dennoch ein heikles Thema mit viel Sympathie und sehr unkonventionellem Humor angeht. Zwar wird es Juno letztlich sehr einfach gemacht, so ist seitens der Eltern auch nicht nur ein Anflug eines kritischen Wortes zu hören, im Gegenteil, die mitunter nicht perfekte Beziehung zur Stiefmutter (dass diese so ist ahnt man jedenfalls) erfährt ungeahnte Highlights, wenn diese sich in einer Situation verbal wie eine Löwenmutter schützend vor ihren Zögling wirft. Und auch die Lösung in der „was wird nur aus dem Baby“-Frage ist schnell gefunden und scheint fast schon so perfekt, dass es weh tut. Doch das ist alles geschenkt. Denn wir lernen hier Figuren kennen, die wir gerne in der Realität kennen lernen würden.

    Das Darstellerensemble ist sehr gut zusammengestellt (allen voran Ellen Page mit einer 1a-Performance) und es beschert dem Zuschauer, natürlich in Verbindung mit dem Drehbuch, sehr kurzweilige, unterhaltsame und spaßige gut 90 Minuten, die aber auch ernste Denkanstöße geben.

    Edit: Ach ja eins noch, bin dem Film dankbar, dass er während der Geburtsszene ohne Ton auskam, irgendwie finde ich so was immer blöd... ob der Geräuschkulisse, muss da immer die Lautstärke zurücknehmen, damit die Nachbarn nicht denken ich schaue werweißwasfür Filme... Und bevor sich jetzt eine Schar von Emma-Redakteurinnen mein Bild auf ihre Dartscheibe pinnen, nein, ich habe nix gegen Geburten an sich und ist ein ganz wunderbares Ereignis und wenn es mal bei mir in echt soweit kommen sollte (was ich aber bezweifle), bin ich natürlich dabei und halte Händchen und stör ansonsten nicht weiter, aber in Filmen muss ich das nicht haben. Also danke an Mr. Reitman für diese Idee, die neben dem fast innovativen Stilmittel eben auch meinem Geschmack zu Gute kam.

    Benot.: 8,5/10

    Interesting fact: In den U.S.A. wurden im Jahr 2000 statistisch gesehen 42 von 1000 15- bis 17-jährigen Mädchen schwanger. Nur gut 3/5 davon bekamen ihre Babys auch, bei den restlichen kam es zu Abbrüchen. Damit ist die Quote von schwangeren Jugendlichen im Vergleich zu anderen Industriestaaten mit am Höchsten (zum Vergleich, in Deutschland waren es im selben Zeitraum knapp 8 von 1000 Mädchen).
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #203
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    199. Shooter
    (Shooter) USA 2007 R: Antoine Fuqua

    (g. a. 8.9.2008)
    D: Mark Wahlberg, Danny Glover, Michael Peña, Kate Mara, Elias Koteas, Rhona Mitra, Tate Donovan, Rade Serbedzija, Jonathan Walker, Justin Louis, Ned Beatty, Lane Garrison, Brian Markinson



    B: Es ist schon komisch, da freut man sich auf einen Film irgendwie, dann ist der bisschen komisch irgendwie und dann schlägt die Stimmung plötzlich um und man wartet geradezu auf den nächsten Fehler, die nächste Unstimmigkeit, das nächste Etwas über das man sich auslassen kann. Und das Bashen macht dann irgendwie sogar richtig Spaß, und macht das Ansehen erträglich. Hier also die 673. Variante von "Einer-gegen-alle".

    Okay, die Action stimmt soweit, keine Frage, aber das Drumherum nervt irgendwie ab spätestens der Mitte des Films nur noch, auch wenn es nur ein Gerüst sein soll, aber das ist wacklig und unvollständig und wird von der Berufsgenossenschaft so nicht freigegeben.

    Irgendwie hat es ein bisschen was lächerliches, wenn sich Bob Lee (natürlich ein Doppelname und ein Lee kommt drin vor (da wird der Zaunpfahl schnell zum Holzhammer)) im Baumarkt um die Ecke mit Selbstbausätzen für allerlei Bomben und Gasverströmer versorgt, ach ja und Napalm darf natürlich auch nicht fehlen.

    Und dann ist da natürlich der emsige FBI-Mitarbeiter der dem Ganzen schnell auf die Schliche kommt und sich unbequeme Fragen stellt. Und dann immer diese Extreme. Lauter Supertypen, der eine kann aus 4 km einer Stubenfliege das Auge ausschießen, der Andere überlebt es wenn Hundertschaften von Spezialeinheiten einen Häuserblock seinetwegen sprengen, dann ist da der zurückgezogen lebende Eigenbrödler-Waffenexperte, der schon (Zitat) „seit 5 km weiß dass wir kommen“ (gibt es solche Bewegungsmelder auch im Baumarkt ?) und der zwar die Antwort zu einer Frage nicht direkt weiß, aber er weiß genau in welchem Buch sie steht, dass er 12 Jahre nicht mehr benutzt hat (wird natürlich besonders von ihm betont dass es so ist), und die Witwe darf kurz mal eine Schusswunde neu „verarzten“ incl. der intensiven Wundreinigung ohne große Kenntnisse und woher die desinfizierten Instrumente dafür hergekommen sein sollen wird leider nicht verraten. Allein zu gute halten muss ich an der Stelle, dass die Beiden ihre „Doktorspielchen“ nicht vertieft haben, war ja ein- zweimal kurz davor und dann dachte ich ‚och nö nicht das auch noch...’, also zum Glück nicht, sonst hätte er noch mehr verloren. Ja und dergleichen mehr. Es heißt zwar dann, dass man sich eben auf so was einlassen sollte und so was beiseite schieben soll und ich selbst habe solche Aussagen auch schon bemüht, aber manche Filme sind einem einfach aus teilweise unerklärlichen Gründen sympathisch und man drückt mehrere Augen zu bei einer Beurteilung, jedenfalls wenn sie subjektiv sein soll und darf, aber der hier ist für mich einfach sehr unsympathisch und funktioniert so für mich nicht, oder um es mit dem Bundesjogi zu sagen „in keinschter Weise!“.

    Vielleicht ist dieser Film ob seiner Thematik ja besonders für den US-Markt gemacht, und dort scheint er ja auch ganz gut angekommen zu sein, und vllt. sind solche Filme auch wichtig für die Menschen dort, keine Ahnung, ich fand ihn insgesamt jedenfalls daneben.

    Benot.: 4,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  4. #204
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    200. Lucky Number Slevin
    (Lucky Number Slevin); USA/D 2006; von Paul McGuigan

    (11.9.2008)
    Mit: Josh Hartnett, Lucy Liu, Bruce Willis, Morgan Freeman, Ben Kingsley, Michael Rubenfeld, Stanley Tucci, Peter Outerbridge, Kevin Chamberlin, Mykelti Williamson, Danny Aiello, Scott Gibson, Sam Jaeger



    Machen wir es kurz!; -Den Zeitpunkt haben wir schon verpasst!

    Der Film ist für den Zuschauer das, was er als Kansas City Shuffle beschreibt, alle schauen nach rechts, während man sich nach links bewegt; will sagen man wird auf eine falsche Fährte gelockt und unerwartet kommt die große Überraschung, doch dann ist es schon zu spät. Naja okay, wie man liest nicht für jeden Zuschauer, aber ich persönlich hatte mit der Entwicklung bis zu deren Beginn nicht gerechnet, erst als sich die Konturen der tatsächlichen Story im Nebel der Verwirrung abzeichnen ahnt man, was es mit dem Hauptprotagonisten auf sich hat.

    Doch bis dahin ist man, pardon, bin ich bereits im Film ganz drin und fühle mich durch diese unkonventionelle Art der Erzählung und den vorhandenen Humor mehr als nur gut unterhalten.

    Zunächst entwickelt es sich als temporeiche, schräge Story mit vielen schrägen Charakteren und einigen pointierten, ungewöhnlichen und heiteren Dialogen. Es wirkt fast wie eine moderne Screwball-Komödie. Dabei wird ein perfektes Szenario geschaffen, welches dem Zuschauer alleine schon genug bietet, so dass man gar nicht die Gelegenheit hat zu denken, es würde noch viel mehr dahinterstecken. Doch dann wird aus dieser schrägen Gangsterposse letztlich ein Rache-Feldzug, der detailliert geplant und ausgeführt ist. Und so scheint neben diesem Plan auch das Drehbuch selbst perfekt ausgeklügelt zu sein. Diese vielschichtige Struktur mit ihren unterschiedlichen Erzähl-Puzzleteilen, die sich letztlich passend ineinander fügen, ohne dass eine Lücke hinterlassen wird, fand ich recht beeindruckend. Vielleicht waren die zwei letzten Twists um die weibliche Hauptfigur unnötig, aber das macht den mehr als ordentlichen Gesamteindruck nicht kaputt.

    Hat mich von der Machart und der ungewöhnlichen Geschichte sehr an Smokin’ aces erinnert, nur ist das Ganze hier eben deutlich besser umgesetzt.

    Sonny-boy Josh Hartnett spielt seinen Charakter sehr ordentlich und wird dadurch in der Meinung vieler seiner Kritiker sicherlich steigen, die Herren Freeman und Kingsley sind hier mehr als das Salz in der Suppe, der eine ist die Suppe, der andere der Teller, und Stanley Tucci der Löffel, bon appetite. Und dann natürlich Mr. Bruce Willis [............] (<--- dramaturgische Pause). Man mag ihm zwar vorhalten, dass sein reduziertes Spiel und den Anforderungen entsprechend die schauspielerische Leistung in einem überschaubaren Rahmen liegt, aber dabei ist der Mann so cool dass ich minütlich drauf wartete, dass es gleich Eiswürfel regnet. Mit so gut wie nix tun hat der Junge eine dermaßen präsente Coolness, dass es einfach nur großartig ist.

    9/10

    Ich glaube es wird Zeit, dass du mir erklärst warum du immer noch ein Handtuch trägst!?;
    -Darf ich mir vorher was anziehen?


    Der Film ist empfehlenswert für: Leute, die mit ungewöhnlichen, leicht verschachtelten Geschichten, die mit Tempo- und Dialogwitz ausgestattet sind, keine Probleme haben. Die mit einem Genrebruch umgehen können und, wie ich, blöd genug sind, die weitere Entwicklung nicht schon während den ersten zwei Dritteln zu wissen.

    Ich frage mich: Meinen die eigentlich nun Kansas City, Kansas oder Kansas City, Missouri ?
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  5. #205
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #4; presented by Daniel

    Das Glück der Iren

    201. In America
    (In America); IRL/GB 2002; von Jim Sheridan

    (13.9.2008)
    Mit: Paddy Considine, Samantha Morton, Sarah Bolger, Emma Bolger, Djimon Hounsou, Ciaran Cronin, Jason Salkey, Rene Millan



    Vielleicht einer der persönlichsten Filme eines Regisseurs, denn Jim Sheridan beschreibt hier in der Grundthematik und in einzelnen Szenen persönlich erlebtes. Es geht um eine Familie, die in den 80ern ihre Heimat Irland verlässt, um über den Umweg Kanada in den U.S.A. ein neues Leben anzufangen. Wobei über die Vorgeschichte nicht allzuviel bekannt ist, der Film beginnt exakt an dem Punkt, als die Sullivans kurz davor sind US-amerikanischen Boden zu betreten bzw. zu befahren.

    Damit sind sie nicht allein, denn in den vergangenen rund 180 Jahren wagten insgesamt mehr Iren den Sprung über den großen Teich, als die grüne Insel heutzutage Einwohner hat. Dies spiegelt sich auch in den heutigen Zusammensetzungen vieler US-Städte, besonders an der Ostküste, wieder. So weisen besonders Boston, New York, aber auch Chicago jeweils große irische Viertel auf, ihr Einfluss war und ist entsprechend vorhanden.

    Grundsätzlich bin ich kein allzu großer Freund von Filmdramen, es sei denn, sie erfassen mich aufgrund ihrer Art und Weise besonders und ich kann mit den Figuren förmlich mitleiden und mitfühlen. Dies gelingt mir allerdings nicht allzu häufig und so frage ich mich mitunter, ob es vielleicht an mir liegt. Allerdings kann ich wohl guten Gewissens sagen, kein allzu herzloser Mensch zu sein. Jedoch muss sich eben ein Film dieser Kategorie richtig abstrampeln um mich auf seine Seite zu ziehen und mich zu überzeugen, doch dieses Bemühen kann ich letztlich in diesem Fall nicht belohnen.

    Zu Beginn war ich noch guten Mutes, als die Familie Sullivan ihr neues Heim bezog, dass jeder von uns, auch aufgrund des Umfeldes, als eher abstoßend beschreiben würde, von der Familie allerdings sehr positiv und ohne Zweifel als neue Heimat angenommen wird. Die Wohnung als konkreter, greifbarer Wendepunkt und Start für ein neues Leben, ein erster Fixpunkt in der ansonsten haltlosen neuen Umgebung.

    Vielleicht scheitert es auch an der Differenz zwischen dem, was ich erwartete und was mir letztlich serviert wurde. Bin davon ausgegangen der Film behandelt die klassische Geschichte einer Einwandererfamilie, die sich im neuen Umfeld zurechtfinden muss, dabei die eigenen Ansprüche auf ein Mindestmaß zurückschrauben und einen allgegenwärtigen Überlebenskampf führen muss. Natürlich behandelt der Film auch dieses, aber eben nur zu einem geringen Teil, vielmehr geht es dann aber um die Schwierigkeiten nicht verarbeiteter Altlasten und im letzten Drittel überwiegt die Thematik einer problematischen Schwangerschaft und Geburt. Dies sei ihm zwar grundsätzlich zugestanden, aber meinen Nerv konnte er damit nicht treffen.

    Positives möchte ich aber auch erwähnen. Besonders schön fand ich als die Familie Sullivan erstmals durch Manhattan fährt. Den Hauptaugenmerk der Betrachtung dabei auf die beiden Kinder mit ihren großen staunenden Augen zu richten war absolut richtig, weil es wohl vielen, gleich jeden Alters, ähnlich geht. Diese große, bunte, aufregende Stadt weckt ob ihrer beeindruckenden Präsenz einfach ein kindlich-faszinierendes Gefühl in jedem. Und diesbezüglich seien auch die beiden Darstellerinnen Sarah und Emma Bolger löblich erwähnt, die, wie der gemeinsame Familienname es schon vermuten lässt, auch im wahren Leben Schwestern sind.

    Vielleicht ist vieles auch in gewisser Symbolik versteckt und lässt interpretierbaren Raum, jedoch wollte sich mir der Zugang zum Film nicht ganz offenbaren. Die notwendige Nähe zu den Figuren, mit der ein solcher Film bei mir steht und fällt, fehlte.

    5/10

    Pass. Song: "Here comes a city" von The Go-Betweens
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  6. #206
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    Death becomes her

    202. Masters of horror - (12) Haeckel’s tale
    USA/CAN 2006; von John McNaughton

    (15.9.2008)
    D: Micki Maunsell, Steve Bacic, Derek Cecil, Leela Savasta, Tom McBeath, Jon Polito, Christopher de Lisle, Pablo Coffey, Gerard Plunkett



    Juhu, schön langsam bekomme ich die Serie doch noch komplett, dank der gefühlt vierten Wiederholungsschleife von Premiere. Vermutlich wird die dritte Staffel grad fertiggestellt, die vierte angefangen und die fünfte geplant während ich noch an der ersten rumkrebs, aber... only one to go.

    Njoa… ein gewisses Einfallsreichtum muss man den Schöpfern dieser Folge schon attestieren, ist auf jeden Fall das erste Mal, dass ich eine Art Zombie-Gangbang sehe. Wobei ich mir durchaus vorstellen kann, dass es so etwas in diversen B- und C-Trashfilmen schon gab, vielleicht können diesbezüglich die in dieser Richtung einschlägig vorgebildeten User hier ihre Erfahrungen kundtun.

    Aber so insgesamt hatte mich die Folge zu keinem Zeitpunkt gepackt. Es dauert viel zu lange bis der dann recht schnell abgehandelte Höhepunkt erreicht wird (wobei hier sicherlich auch ein Teil der Schere zum Opfer fiel). Und bis dahin gab es grad mal zwei „Schock“-Szenen, die aber nicht sonderlich beängstigend oder dergleichen waren. Hatte sogar über einen nicht unerheblichen Teil der Geschichte mir Gedanken machen können, wie das Leben zu der Zeit wohl so war, ohne Autos, ohne Technik, ohne Telefon etc., denn teilweise zooooooooog sich die ganze Sache doch beträchtlich hin. Als Haeckel dann auf das seltsame Paar um Elise und ihren Mann traf kam zumindest etwas Spannung auf, was denn nun noch genau passieren wird. Aber insgesamt eher eine Enttäuschung.

    Bewertung, in der MoH-Reihe: 5,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  7. #207
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    203. No country for old men
    (No country for old men); USA 2007; von Ethan + Joel Coen

    (18.9.2008)
    Mit: Josh Brolin, Javier Bardem, Tommy Lee Jones, Woody Harrelson, Kelly MacDonald, Garret Dillahunt, Tess Harper, Barry Corbin, Stephen Root, Rodger Boyce, Beth Grant, Kit Gwin



    Die Coens mal wieder. Diese würde ich ohne groß zu zögern zu meinen Lieblingsregisseuren zählen, weil sie mir viele tolle Filme beschert haben. In diesen zeigen sie immer wieder interessante Geschichten, sehr skurrile aber letztlich auch liebenswerte Figuren (die oftmals von von mir sehr gemochten Darstellern dargestellt wurden (wobei dieses Mögen sicherlich auch mit diesen Filmen stark zusammenhing), als Beispiele seien nur Buscemi, Turturro, McDormand und Goodman genannt), dazu waren immer wieder schöne Bilder zu sehen und auch einige bittersüße Momente. Ebenfalls gefielen mir fast immer auch die häufig vorkommenden leiseren, langsameren Momente sehr, was sonst nicht immer meinen Geschmack trifft. Allerdings begann das Götzenbild mit den letzten Filmen zu bröckeln. So haben mir drei ihrer letzten vier Filme vor diesem hier weniger bis ganz wenig zugesagt, was sogar dazu führte, Ladykillers bislang bewusst zu meiden, weil mir erste Vorschauen nicht gefielen und einige Meinungen auch in die von mir befürchtete negative Richtung tendieren.

    Nun stand aber dieser oscarprämierte Film zur Sichtung an und schon in den Ausschnitten konnte man erkennen, dass die Coens hier wieder das Abliefern, was man (bzw. ich) von den früheren Werken so sehr schätzte, und so war ich nun auch mehr als gespannt und in freudiger Erwartung.

    Und diese wurden zum Großteil auch erfüllt. Insgesamt finde ich es dann auch ganz positiv, dass No country for old men mehr an den ersten Coen-Film Blood simple erinnert, als an die (für mich) enttäuschenden (Un)möglicher Härtefall oder O brother where art thou. Schon dieser Erstling weckte damals den Drang in mir, mehr von diesen damals neuen Filmemachern zu sehen. Was sich ja dann auch in den meisten Fällen als richtige Vorgehensweise erwiesen hat.

    Und so kommt es dann auch, dass ich mich hier schon von Anfang an sehr wohl gefühlt habe in dem Film, alles was ich sah war einerseits natürlich neu, aber dann auch wieder hatte ich das Gefühl, mich in gewohnter Atmosphäre wiederzufinden und fühlte mich entsprechend wohl und heimelig.

    Der Großteil dieser komplexen Story war sehr spannend inszeniert, obwohl er gleichzeitig auch sehr ruhig erzählt ist und er mal wieder ein typischer 'old school-wenig Dialoge-Coen' ist. Also es gab sehr viele Einstellungen, die mit nur wenigen oder keinen Worten auskommen, da ließ man einfach die Bilder oder die Schauspieler rein durch ihr Spiel sprechen, und das war toll umgesetzt. Und aber gab es auch diese herrliche „Verfolgungsjagd“ zwischen Llewelyn und Anton, und diese hat mich ob ihrer Machart ziemlich beeindruckt. Oder auch diese Szene als Llewelyn vor dem Hund flieht, durch den Fluss... wirklich eine fast atemberaubende Szene, mit der herrlichen Landschaft im Hintergrund und dazu diese gewisse Ruhe und Bedächtigkeit... echt schön das.

    Auch bin ich der Meinung, einige Parallelen zu Fargo erkannt zu haben. Und zwar bezüglich der Charakterzeichnung der leicht schrulligen und etwas einfältigen „Eingeborenen“, sowie die Art und Weise wie diese, eigentlich ohne etwas dazugetan zu haben, zu Opfern werden.

    Allerdings muss ich dann, leider, ob dem letzten Drittel, meine Lobhudelei etwas einschränken. Hier spürt jeder plötzlich jeden auf und der Zuschauer weiß gar nicht wie genau und was am Anfang noch in einem Mindestmaß detailliert gezeigt wurde, wurde einem als Zuschauer plötzlich einfach so hingeworfen. Ebenso der Autounfall... halte ich für ziemlich unnötig und nichtssagend, was hatte diese Aktion für einen Sinn für die Geschichte ? Vllt. kapier ich’s ja auch einfach nicht. Anyway, jedenfalls schade, dass ein sonst so großartiger Film doch gegen Ende wieder verliert. Ansonsten gab es eben auch viel philosophisches von Seiten der Jones-Figur, da ist sicherlich auch interessantes dabei und gut möglich dass die US-Zuschauer damit mehr anfangen können als unsereins, und jedenfalls ein lohnenswerter Aspekt.

    Auch sehr bemerkenswert finde ich den Fakt, dass ich zu keiner Zeit des Filmes auf die Idee gekommen wäre, dass die Geschichte im Jahr 1980 spielt. Wenn es nicht erwähnt worden wäre, wäre es mir wohl entgangen, abgesehen von der noch präsenten Vietnam-Thematik deutete für mich nichts darauf hin.

    Aber insgesamt auf jeden Fall sehenswert, keine Frage, allein schon die Figur den Anton Chigurh und die Verkörperung dieser Figur durch Javier Bardem ist Gold wert. Und eben mal wieder ein deutliches Signal, dass die Coens wieder zu ihrem altbewährten, mir sehr zusagenden Stil zurückgefunden haben. Wenngleich das neue Werk sicherlich diese ernstere Schiene in Richtung eines wieder fast klamaukigen Filmes verlässt, aber wenn es gut gemacht ist, muss das ja nichts schlechtes heißen.

    8,5/10

    Pass. Song: „Times they are a changin’“ von Bob Dylan
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  8. #208
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    204. Masters of horror - (13) Imprint
    USA/J 2006; von Takashi Miike

    (22.9.2008)
    D: Billy Drago, Youki Kudoh, Michie Itô, Toshie Negishi, Noriko Eguchi, Megumu Te... sag' mal bin ich bekloppt und stell für diesen Müll auch noch Recherchen an... glaub' 's hakt...



    Himmel was ein Dreck.

    Dass einiges darin an der Grenze des guten Geschmacks entlangbalanciert und teilweise darüber hinausfällt ist ja nicht das Hauptproblem (vieles davon war eh geschnitten), aber die Story und überhaupt alles war dermaßen Müll.

    Damit ist alles Wichtige gesagt und jedes weitere Wort wäre zuviel.


    Bewertung, in der MoH-Reihe: 0,0/10

    Ich frage mich... Was macht Billy Drago eigentlich beruflich ?
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  9. #209
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    Watchmen

    205. Kitchen stories
    (Salmer fra kjøkkenet); N/S 2003; von Bent Hamer

    (26.9.2008)
    Mit: Tomas Norström, Joachim Calmeyer, Bjørn Floberg, Reine Brynolfsson, Sverre Anker Ousdal, Leif Andrée, Gard B. Eidsvold



    Schon allein ob der schräg-absurden Grundidee hatte der Film schnell bei mir gewonnen. Und ich weiß nicht ob es so was in der Form vielleicht sogar in der Realität gab, aber wenn, dann ist es absolut nur den Schweden zuzutrauen auf die Idee zu kommen, eine derartige Studie anzuleiern. Eine Untersuchung die dazu führt, dass sowohl Beobachter als auch Beobachteter in ihrer Privatsphäre extrem eingeschränkt sind.

    Dabei alles schön auf 50er Jahre getrimmt und mit dem Charme verschneiter skandinavischer Landschaft versehen.

    Der eigenbrödlerische und zurückgezogen lebende ältere Mann, Isak, der aber auch ein ganz normaler und netter Mensch ist, wenn erst mal das Eis gebrochen ist. Doch es bleibt auch nach der Annäherung der beiden Figuren immer realistisch und wirkt nie überzogen.

    Dabei gibt es einige wirklich komische Szenen, keine klassischen Schenkelklopfer, mehr ein ruhiger Humor, der sich langsam anschleicht und plötzlich da ist, ohne aufdringlich zu sein und oft auch ohne große Worte funktioniert, ich denke da nur an die Szene mit der Mausefallenbestückung, die absurde Wohnwagen-Karawane und natürlich das herrlich-absurde Bild wie im obigen Bild.

    Schön wurde auch die Problematik gelöst, wie schafft man es, die für das Funktionieren des Filmes so wichtige Ausgangssituation zu schaffen, dass der Beobachtete von der Idee mal so gar nicht begeistert ist, obwohl er sich ja zuvor freiwillig für die Studie gemeldet hat. Wurde einem nicht mit dem Holzhammer eingebläut sondern so nebenbei erzählt und war absolut nachvollziehbar, wie es zu dem Missverständnis kam.

    Was mir weniger Gefallen hat war das Verhalten von Grant. In Teilen ist es zwar zu verstehen, aber dass er bis zum Äußersten geht, zu dem es dann allerdings nicht kommt, weil Isak einschreitet, fand ich unpassend und für mich nicht nachvollziehbar. Dass Isak dann weder gegenüber Grant noch gegenüber Folke diese Sache anspricht fand ich hingegen wieder passend.

    Letztlich möchte ich noch anmerken, dass man den Film nicht in den Topf mit der Aufschrift „skandinavischen Filme“ werfen sollte. Vielmehr ist der Humor eben typisch norwegisch: zurückhaltend, ruhig, liebenswert-skurril, fast stur. Wohingegen der Dänische im Vergleich dazu fast schon extrovertiert, laut, abgedreht ist. Tja, innerhalb Nordeuropas sind die Dänen halt die Südländer.

    Wer auf ruhige Filme mit leisem Humor steht, dem sei dieser Film sehr zur Sichtung angeraten.

    7,5/10

    Pass. Song: “Sitting waiting wishing” von Jack Johnson
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #210
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
    Beiträge
    12.737

    Re: Dies ist vielleicht das Buch, in dem Sie lesen werden !

    206. Tropic Thunder
    (Tropic Thunder); USA 2008; von Ben Stiller

    (27.9.2008)
    Mit: Ben Stiller, Robert Downey jr., Jack Black, Jay Baruchel, Brandon T. Jackson, Steve Coogan, Nick Nolte, Danny R. McBride, Matthew McConaughey, Bill Hader, Tom Cruise, Brandon Soo Hoo, Reggie Lee, Trieu Tran; sowie einige Cameos, aber ich möchte nicht zu viel verraten



    Seltsam. Kurz nach dem Anschauen war ich erst mal ein wenig enttäuscht, weil ich insgesamt doch etwas mehr erwartete, aber vielleicht lag das auch nur an überzogenen Erwartungen. Mit etwas Abstand kann ich mich aber etwas nach oben korrigieren in meiner Meinung.

    Was natürlich ganz ausgezeichnet ist, sind die vielen Verweise und die satirisch-kritische Sicht auf das Filmbiz. Das Gebaren verschiedener Darsteller, die Abgebrühtheit der Macher, und vieles mehr. Und eben auch diverse Anspielungen bzw. Erwähnungen von anderen Filmen und Darstellern.

    Kann mir gut vorstellen, dass die ganze Darstellerbande sehr viel Spaß beim Drehen des Filmes hatte. Und das wird für mich ganz gut transportiert, besonders durch Ben Stiller, und zwar vor wie auch hinter der Kamera. Womit wir auch schon bei der Einzelbewertung wären. Stiller also hat mir mal wieder sehr gut gefallen, wird aber etwas von Downey jr. überschattet. Er spielt den künstlerisch-angetuntigten australischen Method-Actor (der mich optisch und von seiner Art sehr an Udo Kier erinnerte), genau so wie seinen Film-im-Film-Charakter, einen afroamerikanischen Soldaten. Gut möglich, dass das im Original noch besser rüberkommt, sehr wahrscheinlich sogar, keine Frage, aber es ist natürlich insofern zufällig sehr gut passend, dass seine Hauptsynchronstimme Charles Rettinghaus ist, der im Serien-Bereich auf (echte) dunkelhäutige Darsteller abonniert ist (George Eads in C.S.I.; Victor Williams in King of Queens, Omar Epps in Emergency room, und weitere). Jack Black hat mich ein wenig enttäuscht muss ich sagen, lag sicher auch an der Rolle, aber man merkt hier, dass er kein klassischer Schauspieler ist, sondern „nur“ ein lustiger Typ, der vor der Kamera seine beschränkten Mittel durch seine lockere Art und sein Improvisationstalent kaschiert und damit dann aber wiederum punktet. Baruchel, Nolte, Jackson und McBride gefallen auch sehr ordentlich, ebenfalls sei McConaughey lobend erwähnt. Dann der kleine Brandon Soo Hoo, der wohl sicher auch Riesenspaß gehabt hat an seiner Rolle (auch wenn seine Eltern möglicherweise jetzt ein Erziehungsproblem haben). Und dann ist da natürlich noch eine bemerkenswerte Darstellung seitens eines gewissen Tom Cruise. Wäre sein ganzer Scientology-Quatsch und die ein oder andere private Geschichte nicht, er hätte allein ob dieser Performance einen Platz in so manchen Coole-Leute-Büchern sicher. Aber aus persönlicher Sicht möchte ich noch Bill Hader besonders herausheben. Auch wenn er in einer der Szenen des Filmes neben Cruise fast verblasst, fand ich ihn dennoch sehr klasse und er ist nun in meinen erlauchten Kreis der Favoriten aufgenommen.

    Allerdings muss man auch ein bisschen warnen, die ein oder andere Szene ist fast schon ein wenig derb, jedenfalls für eine klassische Komödie sehr ungewohnt. Auch die Sprache ist nicht immer sehr stubenrein, aber das macht es nur spaßiger, wenn man es so mag.

    Herausragend auch die anfänglichen Film-Trailer, besonders Satan’s alley... mit Downey jr. und... ach, möchte ich nicht verraten (auch wenn es tlw. schon bekannt gemacht wurde), jedenfalls absolut genial. Und dazu die Musik von Enigma und die perfekt-passende Off-Stimme von Thomas Fritsch (der so herrlich nicht ernstgemeinten Ernst betonen kann). Ganz groß.

    Apropos Musik... toll fand ich, dass während den Dschungel-Szenen genau die Musik gespielt wurde, die zeitlich in einen Vietnam-Kriegsfilm passt, sei es CCR, Rolling Stones oder Buffalo Springfield.

    Macht Spaß, wenn man nicht zu viel erwartet.

    8/10

    Pass. Song: „There’s no business like show business”
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

Seite 21 von 66 Erste ... 11192021222331 ... Letzte

Ähnliche Themen

  1. The Curious Case of Benjamin Button
    Von Bob im Forum Filme
    Antworten: 67
    Letzter Beitrag: 27.02.2009, 17:26

Besucher fanden diesen Beitrag durch eine Suche nach:

bernd grawert

stephan bissmeierkristen stewart jumperDan DommerShanie Calahansieghardt ruppRüdiger BahrCaroline Petersalbie kinsellaAdam ChubbuckHermann Lenschau adam brixkaren bachlars kaalundkingkong

Stichworte

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32