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Thema: Why so curious ?

  1. #231
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Yearn after reading

    227. Rogue - Im falschen Revier
    (Rogue) AUS/USA 2007; von Greg McLean

    (04.12.2008)
    Mit: Michael Vartan, Radha Mitchell, Sam Worthington, Stephen Curry, John Jarratt, Caroline Brazier, Geoff Morrell, Barry Otto, Celia Ireland, Mia Wasikowska, Heather Mitchell, Robert Taylor, Damien Richardson



    Tierhorrorfilme sind ja üblicherweise nicht die Krone der Film-Hochkunst (mal abgesehen von Ausnahmen wie Jaws), sie laufen meist nach ähnlichen Mustern ab und bieten selten große Innovationen, und es werden dermaßen viele Tiere und Tierarten zu bösen und mordlustigen Geschöpfen gekünstelt, dass man sich fragt, wie die menschliche Spezies überhaupt so viele Jahrtausende auf diesem Planeten überleben konnte und warum eigentlich ständig diverse Tierarten aussterben, wo es doch eigentlich genau andersherum sein müsste. Dennoch muss ich zugeben, dass ich solche Filme nicht ungerne anschaue, vielleicht weil ich es gerne sehe, wenn die Natur mal zurückschlägt, -schnappt, -beißt, -krallt, -würgt und -zerfetzt. Oder einfach weil meist ein mittelprächtiger Nervenkitzel entsteht, dem man sich gerne für rund 90 Minuten unterzieht.

    Rogue ist mit Sicherheit einer der besten Filme des Subgenres, was mehrere Gründe hat. Zunächst mal ist die Gefahr relativ realistisch, die Grundgeschichte, dass ein Boot im australischen Northern Territory von einem Kroko umgeworfen wird und die ehemaligen Bootsinsassen kurzzeitig um ihr Leben schwimmen müssen (nicht weil sie direkt angegriffen wurden, aber eben die Angst bestand, dass dies so sein könnte), hat so tatsächlich stattgefunden und war für Regisseur McLean auch Auslöser genug diesen Film zu verwirklichen.

    Der beschuppte Hauptprotagonist des Filmes ist mit seinen 7 Metern Gesamtlänge schon mal ein ganz schön stattlicher und nervenstrapazierender Oschie, jedoch sind seine Maße bei weitem nicht übertrieben unrealistisch, auch sein Verhalten ist für meine Begriffe im authentischen Rahmen, und auch wird immer wieder betont, dass Auslöser für die ganze Misere nicht eine herbeifantasierte Mordlust des Reptils ist, sondern schlicht und ergreifend die Tatsache, dass der Mensch in das Revier des Tieres eindringt; wenn wir ungefragt einfach auf das Grundstück oder in das Haus einer anderen Person eindringen würden, wäre diese sicher auch nicht wirklich begeistert, und auch wenn es nicht gleich dazu kommen würde, dass man uns verspeisen wollte, so ist der Wohnungs-/Grundstücks-besitzer sicherlich tendenziell eher weniger begeistert und zumindest ungehalten, in extremen Einzelfällen sicherlich auch gewaltbereit.

    Aber ich schweife ab, der Film bietet also ein realistisches Szenario und wartet mit dem nötigen Respekt gegenüber seinem urtümlichen Hauptdarsteller auf. Hinzu kommen wirklich wunderprächtige Natur- und vor allem Landschaftsaufnahmen, die man wohl nur selten findet, ein wahrer Augenschmaus. Auch gibt es eine für solche Filme eher untypisch gut gelungene Charaktertiefe, auch wenn diese mit zunehmender Zeit weniger wird, was aber der Situation geschuldet ist.

    Doch auch gibt es etwas, was mir persönlich weniger behagte, möchte hier nicht ins Detail gehen und auch nicht schon wieder mit Spoilerbalken arbeiten, aber eine Entwicklung gegen Ende fand ich dann doch ein wenig zu sehr konstruiert, wenngleich diese Ausgangslage natürlich für einige sehr spannende Szenen führte. Überhaupt, Spannung und Thrill sind über weite Strecken des Filmes vorhanden, und insofern hat er also sein Ziel erreicht. An einigen Stellen kommt auch ein gewisser Humor und eine Ironie ins Spiel, was dem Ganzen merklich gut tut, allein die Aufschrift auf einem T-Shirt sorgte für einen Lacher meinerseits, nonverbale Komik par excellence.

    Interessant übrigens auch das Verhalten der Touris, als sie von der Tour-Leiterin Kate Ryan (Radha Mitchell) (au je, nach Sarah Connor noch eine weitere Verwechslungsmöglichkeit zwischen einer Filmfigur und einer Sängerin...) die Eckdaten der Krokos aufgezählt bekommen und dabei leicht bis mittelstark erschaudern, dabei haben sie diese Flussrundfahrt incl. Croc-Watching ja bewusst gebucht, na ja, Homo sapiens eben.

    Verwundert laß ich übrigens im Abspann den Namen John Jarratt, mir schon bekannt aus der gemeinsamen Arbeit mit Regisseur McLean, Wolf Creek, und ich wunderte mich und rätselte wer er denn war... und dann laß ich noch mal den Rollennamen und konnte es kaum glauben, dass tatsächlich er es war.

    Fazit: Für Genrefans ein nahezu unbedingtes muss.

    B: 7,8/10

    Pass. Song: “Schni schna Schnappi”; German traditional
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  2. #232
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    Re: Yearn after reading

    Nikolaus-Horror-Abend; Teil 1

    228. Black Christmas
    (Black Christmas) USA/CAN 2006; von Glen Morgan

    (06.12.2008)
    Mit: Katie Cassidy, Michelle Trachtenberg, Kristen Cloke, Mary Elizabeth Winstead, Lacey Chabert, Crystal Lowe, Andrea Martin, Oliver Hudson, Karin Konoval, Robert Mann, Dean Friss, Jessica Harmon, Leela Savasta, Cainan Wiebe



    Wenn ich so die anderen (wenigen) Bewertungen hier auf MM lese muss ich mich doch sehr wundern und bin geneigt mich an Premiere zu wenden, dass sie mir offensichtlich einen anderen Film untergemogelt haben, allerdings stimmen die Darsteller mit dem imdb-Eintrag überein... Apropos imdb, selbst die 4,3 dort sind noch zuviel.

    Einige Filmemacher glauben wohl es reicht, einige eklige Szenen zu kreieren und schon hat man den perfekten Horrorfilm. Doch dem ist nicht so, was man hier sehr schön sehen kann... ne, der Film ging mal mächtig ins Auge.

    Besonders in den ersten beiden Dritteln wirkt es sehr konfus und unausgegoren, und der so langweilig-typische Epilog ist schon allein ob seiner Vorhandenheit ein schlechter Witz.

    Vielleicht wollten die Macher mit diesem Film erreichen, dass sie von ihren Familien verstoßen und nicht mehr zu Weihnachts-Familienfeiern eingeladen werden, hierfür stehen die Chancen gut.

    Und wenn man sich schon dafür entscheidet lauter Mädels als theoretische und praktische Opfer zu engagieren, dann hätte man diese ruhig noch etwas freizügiger agieren lassen können, das hätte den Film zwar nicht besser gemacht, aber wenigstens für den männlichen Zuschauer erträglicher.

    Die Russen haben den Weihnachtsmann abgeschossen !

    B: 2,5/10

    Pass. Song: „Last Christmas“ von Wham! (der Songtitel bekommt im Zusammenhang des Filmes eine ganz andere Bedeutung und beide sind gleichermaßen nervig und überflüssig).
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  3. #233
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    Re: Yearn after reading

    Nikolaus-Horror-Abend; Teil 2

    229. Shallow ground
    (Shallow ground) USA 2004; von Sheldon Wilson

    (06.12.2008)
    Mit: Timothy V. Murphy, Stan Kirsch, Lindsey Stoddart, Rocky Marquette, Natalie Avital, Chris Hendrie, Tara Killian, Steve Eastin, Patty McCormack, Myron Natwick, John Kapelos



    Das ist mal wieder so ein Film bei dem es nicht so ganz einfach ist ihn zu bewerten. Auffällig ist zunächst mal, dass ich ihn nun, mit etwas Abstand, etwas besser sehe als noch während des Abspanns, drum schreib’ ich die Bewertung auch recht schnell, bevor er noch zur 10 wird.

    Diese anfängliche Unzufriedenheit rührt zunächst mal daher, dass mir ein paar wichtige Punkte zunächst nicht so ganz klar waren, hier lädt der Film teilweise etwas zum interpretieren ein, und das mag ich nicht immer so besonders, ich hab’ lieber klare An- und Aussagen, aber gut, will ich mal nicht so sein und mach' mir eben meine Gedanken und dann setzt sich das auch einigermaßen sinnvoll zusammen und ich kann damit leben.

    Unabhängig davon ist dies über weite Strecken ein recht spannender Film, weil man längere Zeit im Unklaren ist, was es denn mit der ganzen Sache auf sich hat und wohin das noch alles führen wird.

    Wie gesagt, zufrieden bin ich mit meiner Bewertung nicht, weil es mir schwer fällt mich festzulegen, gute und weniger gute Szenen wechseln sich ab. Darum wäre es auch schön wenn sich in nächster Zeit noch andere finden, die den Film sehen und ihre Eindrücke im Forum mitteilen, wobei ich niemanden dazu forcieren will, sonst heißt es im Falle einer Enttäuschung noch ich sei schuld...

    Eines wird jedenfalls sonnenklar beim Sehen dieses Filmes, wenn es einen der wenigen krisensicheren Jobs auf der Welt gibt, dann der des Kunstblutherstellers.

    B: 6,3/10

    Pass. Song: „The blood that moves the body“ von a-ha
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  4. #234
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    Re: Yearn after reading

    230. Brothers - Zwischen Brüdern
    (Brødre) DK 2004; von Susanne Bier

    (07.12.2008)
    Mit: Ulrich Thomsen, Connie Nielsen, Nikolaj Lie Kaas, Sarah Juel Werner, Rebecca Løgstrup Soltau, Bent Mejding, Solbjørg Højfeldt, Niels Olsen, Paw Henriksen, Lars Ranthe, Lars Hjortshøj, André Babikian, Laura Bro, Henrik Koefoed, Karzan Sherabayani



    Krieg ist grausam. Er nimmt einem die Seele und hinterlässt eine leere Hülle. Dies ist keine neue Erkenntnis, doch ungewohnt (wenngleich auch nicht neu) ist, dass einem dies nicht anhand von im Feuerhagel zerberstender Köpfe und abgetrennter Körperteile veranschaulicht wird, sondern über die psychologische Ebene. Natürlich bleibt Gewalt nicht aus, aber nicht um der Gewalt selbst willen.

    Dass das Grundkonzept dabei von Pearl Harbour ausgeliehen ist, darüber sollte man hinwegsehen, ganz im Gegenteil, wo Pearl Harbour scheitert, landet Brødre Erfolg auf ganzer Linie.

    Eindringlich realistisch werden auf die Protagonisten und den Zuschauer gleich mehrere Salven an Schicksalsschlägen abgegeben, die einen tief treffen, zum Nachdenken anregen und einen nicht ungerührt lassen. Mehrere Male Gänsehaut und an einer Stelle feuchte Augen, obwohl man der trauernden Familie um die sich dann bestätigende Vermutung voraus ist, dass die Trauer unbegründet ist. Doch der Anblick weinender Kinder kann einen nicht kalt lassen.

    Dass für den Familienvater nach seiner Rückkehr nichts mehr so ist wie es war und das Scheitern der Wiedereingliederung in den Alltag scheint vorgezeichnet, wenn er von dem täglichen Überlebenskampf und nach den mitgemachten Erlebnissen zurück in eine Welt kommt, in der die größte Tragik darin besteht, dass die kleine Tochter ihre Lieblingssendung im Fernsehen verpassen könnte.

    Auch frage ich mich, wie es wohl ist einen verlorengeglaubten Menschen unverhofft zurückzugewinnen, als Außenstehender würde man sich nur schwer davon überzeugen lassen, dass nicht eine unermessliche Freude im Vordergrund steht. Doch ich denke, die Wahrheit sieht anders aus, wenn man mit einem Menschen gedanklich abgeschlossen hat, ist es mehr als schwierig diesem wieder Platz in seinem Leben zu geben und seine Anwesenheit zuzulassen.

    Wo Pearl Harbour in einer ähnlichen Situation mit einem schwülstigen Score vergeblich versucht diese Gefühle einzufangen, gelingt Brødre dies auf viel subtilere und dennoch eindringlichere Weise und streift daneben gleich noch mehr Alltags-Sprengsätze, ohne unterzugehen.

    Eigentlich habe ich Pearl Harbour hier schon viel zu oft erwähnt, doch ein letztes Mal will ich dies noch tun. Hiermit ändere ich nämlich offiziell meine Bewertung für diesen Film von 6,5 auf 4,5 [cc an Uwe Boll].

    Ach ja, Apropos US-Kino... eben mit leichtem Entsetzen festgestellt, dass nächstes Jahr das US-Remake erscheinen wird. Und obwohl sich der Cast sehen lassen kann und der Film vllt. sogar einigermaßen was wird... bitte bitte... wer ernsthaft Interesse an dem Thema hat, erst das Original schauen, dass hat es sich verdient (alles andere sehe ich als persönliche Beleidigung an).

    Fazit: Ein wahrlich bewegendes Drama, dass einen nicht ungerührt lässt, allein eine Szene hat sich bei mir für ewig ins Kleinhirn eingebrannt.

    Was steht auf meinem Grabstein ?

    B: 8,5/10

    Pass. Song: “Stranger in my house” von Tamia

    Interesting fact: Es war der erste dänische Spielfilm der Schauspielerin Connie Nielsen. Mit 18 Jahren zog sie zunächst durch halb Europa, um schließlich in New York und somit den U.S.A. ihre neue Heimat zu finden, wo sie schon in einigen hochrangigen Filmproduktionen mitwirkte.
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  5. #235
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    Re: Yearn after reading

    231. Dein Ex - Mein Albtraum
    (Fast track / The ex) USA 2006; von Jesse Peretz

    (07.12.2008)
    Mit: Zach Braff, Amanda Peet, Jason Bateman, Charles Grodin, Mia Farrow, Lucian Maisel, Donal Logue, Amy Poehler, Fred Armisen, Bob Stephenson, Yaffit Hallely, Josh Charles, Amy Adams, Marin Hinkle, Yul Vázquez, Paul Rudd, Romany Malco, Robert John Burke, John Benjamin Hickey



    So, nach soviel mitreissendem Drama als Gegenpol eine leichte Komödie, bei der man weiß, was auf einen zukommt.

    Auch wenn der Film weit davon entfernt ist großartig Neues zu bringen, ist er doch in erster Linie unterhaltsam und oft auch komisch, gerade im ersten Drittel. Wenn man weiß, worauf man sich einlässt bekommt man in etwa das was man erwarten konnte.

    Natürlich dürfte auch viel davon abhängig sein, ob man die Hauptdarsteller mag, was bei mir mit Braff, Bateman und Peet der Fall ist, und auch einige Nebendarsteller werden erfreut zur Kenntnis genommen, so Logue, Rudd und natürlich der „Colonel“.

    Joa, viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen, weil das Ganze streng genommen natürlich wenig Substanz hat, aber wer ein Faible dafür hat, darf einigen gut aufgelegten Darstellern bei ihrer „Arbeit“ zuschauen.

    6,7/10
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  6. #236
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    Re: Yearn after reading

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #10; presented by Julia

    232. Findet Nemo
    (Finding Nemo) USA 2003; von Andrew Stanton + Lee Unkrich

    (08.12.2008)
    Stimmen: Original: Albert Brooks, Alexander Gould, Ellen de Generes, Willem Dafoe, Brad Garrett, Stephen Root, Vicki Lewis, Austin Pendleton, Allison Janney, Joe Ranft, Geoffrey Rush, Barry Humphries, Eric Bana, Bruce Spence, Elizabeth Perkins, Bill Hunter, Bob Peterson, Andrew Stanton; dt.: Christian Tramitz, Domenic Redl, Anke Engelke, Martin Umbach, Michael Gahr, Kai Taschner, Marina Köhler, Claus Brockmeyer, Sibylle Nicolai, Frank Lenart, Thomas Fritsch, Thomas Albus, John Friedmann, Florian Simbeck, Claudia Lössl, Willi Röbke, Jean Pütz, Udo Wachtveitl



    Noch immer rätsel ich, weshalb ausgerechnet der OMFE-Älteste in Julias Runde den Kinderfilm bekommt… aber gut, lassen wir dies mal dahingestellt.

    Animationsfilme aus den Häusern Pixar und DreamWorks funktionieren eigentlich immer nach dem gleichen Schema. Die Geschichte und ihr Verlauf bieten grob wenig Überraschungen, die Figuren und die Umgebungen sind meist sehr detailreich und gut gelungen und die angebotenen Charakter meist recht typisch. Was aber gar nicht so schlimm ist, wenn man dran denkt, wer die eigentliche Zielgruppe der Filme ist.

    Differenzierungen zwischen einzelnen Filmen dieser Kategorie kann es dann nur über die Anzahl der gut gelungenen Gags (wobei es nicht immer einfach ist mehrere Generationen gleichermaßen anzusprechen) und der optischen Umsetzung geben. Bezüglich des Spaßfaktors muss ich an der Stelle zugeben, dass der Film doch unterhaltsamer und komischer war als ich vorher dachte, paar mal musste ich grinsen oder sogar deutlich hörbar meinem Vergnügen verbal Ausdruck verleihen, dies auch, weil die Macher wieder mal bewusst einige Gags die speziell für die großen Zuschauer ausgelegt waren eingebaut haben. Im Namen der vielen armen Väter und Mütter an der Stelle ein kleines Dankeschön, anders wäre dass für die Eltern sonst wohl nicht auszuhalten.

    In Sachen Eyecandy und optischen Schmankerln bietet der Film erwartungsgemäß einiges, hat er sich doch die wohl bunteste, prächtigste und vielfältigste kleine große Eigenwelt unseres Planeten ausgesucht und er kann diese Vorlage gut nutzen und so fällt der Film sehr farbenprächtig aus.

    Obwohl ich von dem DreamWorks-Pendant in Sachen Unterwasserwelt nur wenige kurze Passagen gesehen habe, hat dies doch klar ausgereicht um festzustellen, dass dieser hier dem Anderen vorziehen ist, da hier die Fische wenigstens horizontal im Wasser liegen, während sie in Große Haie - Kleine Fische eine eher menschenähnliche aufgerichtete Position annehmen (hallo !? jemand zuhause ? Aber das kommt wohl dabei heraus, wenn man den Biologieunterricht damit verbringt unschuldige Frösche aufzuschneiden). Zudem wurde bei Findet Nemo sehr viel mehr Wert auf eine detailgenaue Umsetzung und Darstellung der Fische und Unterwasserbewohner gelegt.

    Wobei mich eine Frage nach wie vor beschäftigt... dass alle Arten sich untereinander verständigen können ist ja okay und für den Film hinzunehmen, aber warum gerade die Wale als einzige aus diesem Raster fallen ist mir nicht ganz verständlich.

    Offiziell 6,5/10; für OMFE: 7/10

    „Du kommst aus dem großen weiten Meer... wie ist es da ?"
    „Ähm, groß... und... weit...!"
    „Ich wusste es !"


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  7. #237
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    Re: Yearn after reading

    233. Held up - Achtung Geiselnahme!
    (Held up) USA 1999; von Steve Rash

    (09.12.2008)
    Mit: Jamie Foxx, Nia Long, Barry Corbin, John Cullum, Eduardo Yáñez, Sarah Paulson, Jake Busey, Roselyn Sánchez, Diego Fuentes, Greg Owen, Julie Hagerty, Sam Gifaldi, Andrew Jackson, Natalia Cigliuti



    Unerfreuliche und erfreuliche Überraschungen haben eines gemeinsam, sie kommen... überraschend. Für Hauptprotagonist Michael schießen in dieser Komödie die negativen Überraschungen wie Pilze aus dem Boden (btw. eigentlich eine bescheuerte Redewendung weil Pilze wohl so ziemlich alles tun außer sich besonders schnell oder gar blitzartig zu bewegen bzw. zu wachsen, aber das soll jetzt nicht unser Problem sein...). Zuerst verlässt ihn seine Freundin mitten in einem kleinen Kaff im Nirgendwo, dann wird ihm sein neu erworbenes (und überbezahltes) Auto geklaut und zu allem Überfluss wird dann auch noch die Tankstelle, in der er sich notgedrungen bis zum Eintreffen der kurzfristig und für teuer Geld klargemachten Mitfahrgelegenheit aufhalten muss, überfallen. Das ruft natürlich schnell den örtlichen Sheriff (dessen größtes Ärgernis es ist mitten in einem wichtigen Baseballspiel unterbrochen worden zu sein) samt seiner Leute und im weiteren Verlauf auch die halbe Stadt als Schaulustige auf den Plan. Die drei Tankstellenräuber sowie die Polizei überbieten sich von nun an in Sachen Stümperhaftigkeit und Unvermögen, sehr zur Freude des Zuschauers, in dem Fall meiner Wenigkeit, und da wären wir auch schon bei den erfreulichen Überraschungen.

    Denn hätte ich nicht diese Woche Urlaub und aufgrund einer Erkältung einen kurzen Schlaf und hätte daher nicht zufällig die Scrubs-Doppelfolge am frühen Morgen gesehen und nach deren Ende nicht per Zufall den Anfang dieses bislang mir völlig unbekannten Filmes mitbekommen sondern vielleicht schneller um- oder abgeschalten... ich wäre um sehr vergnügliche gut 90 Minuten gekommen.

    Zu Beginn des letzten Drittels hängt das Ganze zwar etwas durch, aber der Rest, besonders ab dem Eintreffen an der Tankstelle, ist wirklich sehr amüsant und einige Gags sind wirklich mehr als gelungen. Weshalb der Film auf imdb eine so miserable Wertung hat ist mir schleierhaft, offenbar teilen nur ganz wenige Menschen den hier gezeigten und mir sehr zusagenden Humor, sei’s drum, ich hatte sehr viel Spaß.

    Sehr schön u. a., als der Sheriff sich über das Fehlen der angeforderten Verstärkung echauffiert „wo ist das SWAT-Team ?“; Umschnitt auf dieses mitten auf einer einsamen Straße fahrend und aus dem Laderaum dringt verzweifelt „wo ist North Butte ?“.

    oder

    „Willst du Miami Vice spielen ?“
    „Seh’ ich aus wie ein Flamingo ?“


    (die Tatsache, dass die Frage an Jamie Foxx gerichtet ist gibt dem Ganzen noch mal eine zusätzliche Umdrehung auf der Spaß-Drehscheibe, auch wenn dies zum Zeitpunkt der Filmentstehung noch kein Thema war).

    7,5/10
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  8. #238
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    Re: Yearn after reading

    234. Untraceable - Jeder Klick kann töten
    (Untraceable) USA 2008; von Gregory Hoblit

    (10.12.2008)
    Mit: Diane Lane, Billy Burke, Colin Hanks, Mary Beth Hurt, Peter Lewis, Tyrone Giordano, Joseph Cross, Perla Haney-Jardine, Tim de Zarn, Christopher Cousins



    Routinierter Thriller. Dieses Attribut beinhaltet sowohl positive als auch negative Teilaspekte, und je nach dem ob man den durchschnittlichen US-Serienmörder-Thriller-Film der letzten gut 15 Jahre mag oder nicht sollte man diesem Film eine Chance geben oder eben Finger und Augen davon lassen.

    Ein neues Element gibt es diesmal auch, nämlich dass der Mörder auf die Neugierde und die Sensationsgeilheit der anonymen Masse setzt und diese somit zum eigentlichen Haupttäter macht. Somit steckt eine gar nicht mal so falsche Gesellschaftskritik dahinter, was das Ganze ein wenig unbehaglicher macht, da man zwar zweifelt, ob es wirklich so geschehen würde, aber ausschließen kann man den Gedanken nicht. Gerade die User-Comments, die am Ende kurz angerissen werden, zeigen die zerstörerische Kraft die hinter der Anonymität der Internet-Masse stehen. Erinnert mich zB auch an einzelne Kommentare zu YouTube-Videos, die teilweise recht heftig sind und für meine Begriffe zuweilen in eine beleidigende bis verachtende Ecke gehen. Das lässt wenig Hoffnung, dass in absehbarer Zeit der allgemeine Moralpegel in unserer Welt wieder nach oben steigt, im Gegenteil, man hat eher das Gefühl, dass dieser immer schneller nach unten sinkt und sicher irgendwann ins bodenlose fällt.

    Auch positiv war, dass man sich entschieden hat, den Täter zwischendurch einfach fast nebenbei zu präsentieren. Somit ersparte man sich einen möglichen Reinfall, wenn man den Zuschauer in ein Wer-ist-der-Täter-Spiel reinzieht, an dem sich dann eine Nebenfigur am Ende als Bösewicht entpuppt (meist die, die sich am auffälligsten unauffällig gibt). Denn dieses Konzept ging schon öfters schief (siehe zB bei Der Knochenjäger). Ansonsten kann man noch positiv anmerken, dass die Motive des Täters durchaus nachvollziehbar sind, was die Geschichte gut abrundet.

    7/10
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  9. #239
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    Re: Yearn after reading

    235. Things we lost in the fire
    (Things we lost in the fire) USA/GB 2007; von Susanne Bier

    (10.12.2008)
    Mit: Halle Berry, Benicio del Toro, David Duchovny, Alexis Llewellyn, Micah Berry, Omar Benson Miller, John Carroll Lynch, Alison Lohman, Robin Weigert, Paula Newsome, Patricia Harras



    Wie sagte schon einer der Klytshkos in einer früheren Werbung: “schwere Kost”. Jedenfalls tue ich mich hier recht schwer was zu schreiben. Drum fasse ich mich kurz:

    Ein ordentliches Stück (teils sperriges, teils lockeres) Drama was einem die dänische Regisseurin da um Augen und Ohren haut. Und wieder einmal leidet man mit Halle mit... hach, sie kann aber auch so schön leiden, da möchte man(n) sie doch gerne trösten. Der Rest der Darsteller lässt auch kaum Wünsche offen, wobei del Toro die meiste Screentime vergönnt ist.

    Ansonsten zeigt der Film auf recht interessante Weise, wie das Leid und Schicksalsschläge einer oder mehrerer Personen für eine andere plötzlich die Chance für einen Neubeginn ist, also sogar eine positive Entwicklung nimmt. Somit wird der Zuschauer in den Konflikt gebracht, ob er nun um den Tod der einen Person trauert oder sich ob des Lebens-Resets der anderen Figur freut.

    Als Fazit kann ich nur sagen, im direkten Vergleich zum kürzlich gesehenen Bier-Film Brødre, dass ich zu dem Film und dessen Figuren hier nicht so sehr einen Zugang gefunden habe... keine Ahnung weshalb. Vielleicht ging einiges an Atmosphäre über den großen Teich verloren und Frau Bier sollte weiter Filme in ihrer Heimat drehen. Insofern bin ich nun schon sehr auf Nach der Hochzeit gespannt, den ich mir auch baldigst anschauen werde.

    „So ein alter, langweiliger Film mit dem aus Meine Braut, ihr Vater und ich...“
    „Der Pate 2 !“


    6,5/10

    Interesting fact: Der kleine Micah Berry ist nicht mit Halle Berry verwandt.
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  10. #240
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    Re: Yearn after reading

    236. Chuck und Larry - Wie Feuer und Flamme
    (I now pronounce you Chuck & Larry) USA 2007; von Dennis Dugan

    (14.12.2008)
    Mit: Kevin James, Adam Sandler, Jessica Biel, Ving Rhames, Dan Aykroyd, Nicholas Turturro, Steve Buscemi, Cole Morgen, Shelby Adamowsky, Allen Covert, Gary Valentine, Nick Swardson, Richard Chamberlain, Rachel Dratch, Matt Winston, Rob Corddry, Robert Smigel, Chandra West, Rob Schneider



    Wenn die beiden Komiker Kevin James und Adam Sandler eine filmische Liaison eingehen, so bringen sie in diesen Hausstand auch die eigene film- und fernsehtechnische Verwandtschaft mit. Bei Sandler sind es Rob Schneider und Allen Covert, die zu einem Sandler-Film gehören wie Bild und Ton, bei James dessen Bruder Gary Valentine sowie Rachel Dratch, welche man beide schon aus King of Queens kennt.

    Zum Film selbst kann man sich wiederum kurz fassen. Wer eine Komödie mit dem typischen James- und Sandler-Humor erwartet, der bekommt selbige auch geliefert. Wobei besonders das erste Drittel noch mit einigen Gags aufwartet, danach verliert es sich dann ein wenig und auch der Rest der Geschichte ist nicht von großer Nachhaltigkeit, doch das war ja auch nicht zu erwarten.

    Ansonsten gibt es neben den bereits erwähnten noch weitere Gastauftritte, und allein die Szene wenn Ving Rhames in seiner ganzen Pracht unter der Dusche steht und „I’m every woman“ trällert ist jedes Eintrittsgeld der Welt wert. Der Rest ist eben der erwähnte typische Humor, der natürlich vor Klischees keinen Halt macht, aber letztendlich hat der Film doch auch eine positive Botschaft und einen tollen Soundtrack, der besonders dann wirkt, wenn man die 80er und 90er selbst erlebt hat.

    6,5/10
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