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Thema: Why so curious ?

  1. #251
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    247. Fast food nation
    (Fast food nation) USA/GB 2006; von Richard Linklater

    (10.01.2009)
    Mit: Greg Kinnear, Catalina Sandino Moreno, Ana Claudia Talancón, Wilmer Valderrama, Bobby Cannavale, Ashley Johnson, Patricia Arquette, Paul Dano, Luis Guzmán, Kris Kristofferson, Esai Morales, Bruce Willis, Ethan Hawke, Avril Lavigne, Aaron Himelstein, Lou Taylor Pucci



    Basierend auf dem gleichnamigen Buch von Eric Schlosser, der gemeinsam mit Regisseur Linklater das Drehbuch schrieb, zeigt uns der Film Dinge, die wir in ähnlicher Weise schon wussten oder ahnten oder vielleicht sogar gar nicht wissen wollen. Zwar handelt es sich um fiktive Episoden, aber Schlossers Buch beruht auf eigenen Erfahrungen und Nachforschungen und ist offensichtlich noch weit ausgiebiger als der Film, auch bezogen auf die "Werbetricks" der Großkonzerne.

    Der Film zeigt nun im Grunde die unschönen Machenschaften und Praktiken eines fiktiven Fast-Food-Konzerns, der allerdings mit Sicherheit durch alle bekannten Ketten austauschbar ist. Es geht hierbei um die Ausbeutung mexikanischer Billigarbeiter genauso wie in Ansätzen um die zweifelhaften Methoden solcher Großkonzerne. Letztlich ist alles der Verringerung von Kosten untergeordnet. Minimierung der Ausgaben ist das primäre Ziel und alles was damit kollidiert, Arbeitssicherheit, Ausbildung der Arbeiter, etc. leidet darunter.

    Sicherlich ein wichtiger Film, der aber das Thema nicht in dessen Gänze abdeckt, weil er es in der kurzen Zeit gar nicht kann. Vielmehr ist es ein Einstieg in die Materie.

    Sehr eindrucksvoll natürlich auch die kurzen Einblicke zum Schluss in den automatisierten und perfekt durchorganisierten Schlachtbetrieb, vom Ansetzen des Bolzenschussgerätes bis hin zum Abziehen der Haut, weiter geht es dann hier nicht. Sollte man mal gesehen haben, auch wenn es nur ein kurzer Auszug ist und vermutlich nur denen in die Magengrube fährt, die eh schon dem Fleischkonsum adieu gesagt haben. In diesem Zusammenhang finde ich auch den Ausdruck in der Filmbeschreibung auf Wikipedia „brutale Schlachtmethoden“ bisschen naiv. Klar wirken diese Szenen brutal, aber das liegt nicht speziell an dem Betrieb, abgesehen vielleicht vom Automatismus, sondern daran, dass eine Tötung, eine Schlachtung immer brutal ist... was glaubt man denn, dass man einem Tier nur gut zureden muss bis dieses dann sanft selbst einschläft ? Der Durchschnittskonsument macht sich schlicht und ergreifend keine großartigen Gedanken wie denn sein Schnitzel oder seine Currywurst entstanden ist, weshalb auch, man bekommt ja letztlich nur die fertigen, schön drappierten Teilstücke vorgesetzt, teilweise auch mit lustigen grinsenden Gesichtern und dann ist man natürlich erstaunt wenn man diese Bilder sieht und aber sein Gewissen findet schon einen Schlupfwinkel... ja, die bösen bösen Massenbetriebe sind so, weit weit weg in den U.S.A., aber bei dem Metzger meines Vertrauens ist das natürlich ganz anders. Naja, erstmal genug davon, bevor ich noch völlig abschweife.

    Zum Film selbst ist noch zu sagen, dass doch eine nicht unerhebliche Anzahl an illustren Darstellern selbigen zieren. Kleines persönliches Highlight war wieder mal der Auftritt von Bruce Willis, auch wenn es nur eine Szene war und er diesmal eher eine unsympathische Figur spielt.

    7,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #252
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    248. The contract
    (The contract) USA/D 2006; von Bruce Beresford

    (10.01.2009)
    Mit: Morgan Freeman, John Cusack, Jamie Anderson, Alice Krige, Megan Dodds, Corey Johnson, Jonathan Hyde, Bill Smitrovich, Anthony Warren, Ned Bellamy, Ian Shaw



    Hmpf. Hier tue ich mich bisschen schwer… einige Teile des Filmes, besonders in den ersten beiden Dritteln, sind recht gut gelungen und zuweilen spannend. Später kommt dann sogar noch etwas Humor dazu, wobei man sich fragt, weshalb der so richtig erst später eintritt... dazu zwei Theorien:

    a) die Drehbuchschreiber standen erst zu einem späteren Zeitpunkt ihrer Tätigkeit unter einem entsprechenden Einfluss diverser Stoffe; oder

    b) man hat hierfür extra einen Gagschreiber engagiert, der aber, aufgrund von Magen-Darm-Problemen oder der Verspätung seines Transportmittels, erst später zu der Schreibtruppe dazustieß, welche aber aus Zeitgründen schon mal angefangen hat...

    Anyway. Wo war ich, ach ja, einige Teile also gar nicht mal so übel, aber einiges dann auch wieder bisschen doofsinnig. Highlight sicherlich, dass der Witwer mit seinem Sohn auf eine Dame trifft, die sich mit ihrem Freund nicht wirklich gut versteht und... ach, mehr verrate ich besser nicht, wie es diesbezüglich weitergeht ist natürlich völlig überraschend und ich möchte keinesfalls spoilern...

    Ansonsten sind auch diverse Handlungsweisen einzelner Personen nicht wirklich nachvollziehbar. Schön dagegen die Landschaftsaufnahmen, die uns die großflächigen und wilden Wälder Washingtons (nein, nicht DC) nahe bringen, wobei diese Szenen sicherlich ganz woanders gedreht wurden. Schön anzusehen ist es dennoch.

    Insgesamt mittelklassige Thrillerkost, die dank zweier guter Hauptdarsteller noch etwas über dem Durchschnitt liegt und auf einer nicht uninteressanten Grundidee basiert.

    6/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #253
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    Samstag-auf-der-Couch-liegen-und-Filme-schauen die Dritte… oder: Ein Abend mit John Cusack

    249. Zimmer 1408
    (1408) USA 2007; Mikael Håfström

    (10.01.2009)
    Mit: John Cusack, Samuel L. Jackson, Tony Shalhoub, Mary McCormack, Len Cariou, Jasmine Jessica Anthony



    Normalerweise wollte ich mir Filme mit „Geisterhäusern“ und Co. nicht mehr anschauen, nein, nicht weil ich diesen *gruselgrusel* nicht mehr vertrage sondern weil hier das Motto gilt, kennste einen, kennste alle. Außerdem haben mich Filme mit übersinnlicher Gefahr auch noch nie so richtig und ausgiebig angesprochen, da ich in Wirklichkeit nicht an so etwas glaube, hält sich daher auch... moment ich glaub’ ich hab’ da ein Geräusch gehört... ah, alles gut, war nur meine Katze, also, wo war ich, ja richtig, daher also kann mich die in den Filmen ausgehende Gefahr von Geistern & Co. auch nicht wirklich packen und... ähm Moment, da fällt mir ein, ich hab’ doch gar keine Katze, und warum knurrt sie mich so an mit ihren blitzenden Augen und und... hups, hat sich einfach aufgelöst... seltsam, na ja, also jedenfalls... man, jetzt klappert auch noch das Fenster, hmmm, dabei ist es doch windstill draußen... ja okay, ich höre ja schon auf damit...

    Also, diesesmal treffen wir nicht auf ein Geisterhaus sondern nur auf ein Geisterzimmer, allerdings eigentlich ohne Geister, denn letztlich ist das Zimmer selbst das Böse... und das mitten in einem der vielen Hotels in New York, wo es wohl so viele Hotelzimmer gibt wie sonst kaum auf der Welt. In einem davon war ich auch mal, wobei mir da nichts unheimliches aufgefallen ist... wobei doch... eines war merkwürdig, jeden Tag war das Bett frisch gemacht, benutzte Handtücher waren gegen frische ausgetausch, verbrauchte Bestände an Seife & Co. waren aufgefüllt... schon seltsam wenn ich jetzt so drüber nachdenke...

    Also mal abgesehen davon, dass mich allgemein solche Spukgeschichten nicht komplett begeistern können, war er doch recht ordentlich. Wobei ich das Ende zwar konsequent finde aber mir noch nicht ganz sicher bin, was ich davon halten soll... schade auch, dass Jackson nur kurz zum Zuge kommt, wobei eigentlich alles und jeder, abgesehen von Cusack und dem Hotelzimmer, nur kurz zum Zuge kommt.

    Paar Szenen sind durchaus gut gelungen und teils auch was neues, besonders die Fenster-zu-Fenster-Szene hat mir sehr gefallen (auch bezüglich einer Nervenanspannung). Wer also diesartiges mag wird sicher durchaus solide unterhalten werden, wer nicht, den wird das Ganze sicher auch nicht bekehren können.

    6,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  4. #254
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    250. 10 items or less - Du bist wen du triffst
    (10 items or less) USA 2006; Brad Silberling

    (16.01.2009)
    Mit: Morgan Freeman, Paz Vega, Jonah Hill, Anne Dudek, Bobby Cannavale, Kumar Pallana, Jim Parsons, sowie “Big D” nebst Gattin



    Sehr schönes Feel-Good-Movie mit einer interessanten und sehr gefälligen Ausgangslage (gibt es noch mehr Filme dieser Art ? Bitte Info an mich !).

    Auffällig ist sicher die kurze Spieldauer, zieht man den sehenswerten Abspann ab sind es nur rund 67 Minuten. Aber das passt finde ich, natürlich wäre es spannend gewesen noch mehr zu sehen und die beiden Hauptprotagonisten hätten noch so das ein oder andere erleben können, aber dann wäre die Gefahr gewesen, dass es abrutscht, vielleicht sogar unglaubwürdig wird. Doch so nimmt man die Geschehnisse so hin und zweifelt nicht an der Möglichkeit ihrer Authentizität. Allerdings werden die offensichtlichen Laiendarsteller von bekannten und gestandenen Darstellern umrahmt.

    Freeman spielt sich selbst, wobei man als Außenstehender nicht beurteilen kann, wie viel davon echt ist... da ich ihm aber sehr wohlgesonnen bin möchte ich annehmen, dass es weitestgehend die Realität wiederspiegelt, denn auch wenn er einige kleine, liebenswerte Macken an den Tag legen darf, kommt er insgesamt sehr sympathisch weg und so stelle ich ihn mir auch vor. War bestimmt eine große Freude für ihn das Script zu lesen und zu erfahren, wie er von Autor und Regisseur Brad Silberling gesehen wird, für den wiederum sicher spannend Freemans Reaktion zu erfahren. Keine Ahnung wie gut sie sich vor diesem Projekt kannten (eine gemeinsame Arbeit vor dieser ist mir nicht bewusst). Jedenfalls beweist Silberling viel Feingefühl für seine Figuren und gibt ihnen aber auch genügend Unperfektheit und somit Menschlichkeit an die Hand, damit sich der Zuschauer gut aufgehoben und sich den Figuren nah fühlen kann.

    Doch, lässt einen in einer sehr guten Stimmung zurück, was auch durch die überwiegend latinosoundmäßig geprägte Musik unterstützt wird und natürlich gefällt auch der tolle Humor, der den Film durchzieht (sehr schön u. a. die "Car wash-Szene").

    Ach ja, erwähnt sei noch Jim Parsons, nachdem ich ihn in Garden state und Der Date Profi nicht wahrgenommen habe, sind nun aller guten Dinge drei. Nur eine kurze Szene mit ihm hier, aber hat mir gefallen.

    Sehr interessant ist auch das in den Features der DVD vorhandene „Interview“. Für gewöhnlich erzählen darin ja die Darsteller so ihre Eindrücke und Erlebnisse des Drehs, wie sie zu der Rolle kamen, etc., von entsprechend journalistisch ausgebildeten Fragestellern moderiert. Doch hier sitzen Vega, Freeman und Silberling am letzten Drehtag im kleinen Kreis mitten im „Target Markt“ während dieser für die Kundschaft schließt und stellen sich gegenseitig ein paar Fragen und diskutieren über den Film und ein paar allgemeine Dinge... und das ist einfach interessant anzusehen und zu hören, wenngleich auch leider etwas kurz ausgefallen. (Sowas wünsche ich mir auch für den neusten Silberling-Film Land of the lost zusammen in lockerer Runde mit Ferrell und Friel... dann aber bitte mindestens zwei Stunden lang und an einem sehr warmen Tag (damit Friel was möglichst kurzes anhat)).

    Ach ja, eine Frage noch... als Filminteressierter sollte man das vielleicht wissen, aber in welchem Film bitteschön hat Freeman eine Frau dargestellt ? Das muss mir entgangen sein...

    “Ihretwegen wollte ich immer eine Frau sein!”, “ich habe diese Wirkung auf Menschen…!”

    Schließlich möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass das Sehen dieses Filmes letztlich einem Missverständnis zu verdanken ist, aber selten habe ich mich schöner geirrt. Irgendwann mal den Titel wahrgenommen und als sehenswert abgespeichert, dann vor einiger Zeit bei meinem DVD-Online-Versand in die Liste gestellt und gewartet... als dann Bob neulich den FTB-Eintrag dazu schrieb war ich kurz verwundert, weil das Wenige, was er über den Film selbst schrieb so gar nicht zu dem passen wollte, was ich mir für ihn vorstellte, aber da es nicht das erste Mal wäre, dass ich etwas vergesse oder durcheinander bringe dachte ich mir nichts weiter. Als ich den Film nun sah dachte ich im Nachhinein auch, hui, war wunderbar, aber erwartet hatte ich was anderes... und als ich eben über IMDb nochmals bisschen schmökere fiel mir auch die Ursache für meine Verwirrung auf... ich meinte damals die gleichnamige Serie... und die hat mit dem Film hier selbstredend nicht allzu viel zu tun.

    8/10

    Pass. Song: "Ten paciencia" von Thalia
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  5. #255
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    Re: My point of view

    Eine verhängnisvolle Affäre

    251. Der letzte Kuss
    (The last kiss) USA 2006; Tony Goldwyn

    (16.01.2009)
    Mit: Zach Braff, Jacinda Barrett, Rachel Bilson, Tom Wilkinson, Blythe Danner, Michael Weston, Eric Christian Olsen, Casey Affleck, Lauren Lee Smith, Marley Shelton, Cindy Sampson, Harold Ramis



    Hatte mich eigentlich auf eine Liebeskomödie eingestellt, und anfangs gab es auch das ein oder andere belustigende, aber dann wird’s nur noch dramatisch.

    Und wenn mir Zach Braff mal über den Weg läuft dann gibt’s Mische... wie kann dieser #$%^&* nur die bezaubernde Jacinda so hintergehen und verletzen... letztlich kommt der viel zu gut weg... in meinem persönlichen alternativen Ende würde sie ihn über’n Haufen schießen, vor Gericht wegen mildernden Umständen freigesprochen und dieses Flittchen Bilson würde sich vor Liebeskummer vergiften... wie ? achso... ist nur ein Film... na ja okay... reg’ mich ja schon wieder ab.

    Aber mal ernsthaft, bisher mochte ich Braff immer sehr umso mutiger von ihm mal das Arschloch zu spielen. Jacinda Barrett ist einfach nur bezaubernd (daher noch mal vielen Dank für den Tipp Keyzer) und Rachel Bilson ist zwar auch nicht zu verachten, aber zu JB kein Vergleich.

    Neben diesem Hauptpärchen geht es aber auch sonst in allen „Beziehungen“ der handelnden Personen kreuz und quer und es kriselt an allen Ecken, somit ist dies wohl eher kein Film, den man sich im Rahmen einer sich eventuell anbahnenden Beziehung gemeinsam anschauen sollte... andererseits gäbe es aber auch ausreichend Gesprächsstoff. Na wie auch immer... ich hab' ja gewarnt...

    Also letztlich nicht das ideale Thema für mich, und somit retten allein die guten Darsteller und die insgesamt nicht ganz so rosigen Happy-Endings das Ganze auf ein ordentliches Bewertungsmaß. (Für eine Wertung ab 9 habe ich vermutlich das falsche Chromosomenpärchen).

    „Was würdest du tun wenn ich sterben würde ?“, „ich würde meinen dunklen Anzug bügeln !“

    6,5/10

    Pass. Song: "Love is a battlefield" von Pat Benatar
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  6. #256
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    Re: My point of view

    252. Elementarteilchen
    (Elementarteilchen) D 2006; Oskar Roehler

    (18.01.2009)
    Mit: Moritz Bleibtreu, Christian Ulmen, Franka Potente, Martina Gedeck, Nina Hoss, Uwe Ochsenknecht, Corinna Harfouch, Tom Schilling, Thomas Drechsel, Jelena Weber, Michael Gwisdek, Herbert Knaup, Ulrike Kriener, Hermann Beyer, Nina Kronjäger, Jasmin Tabatabai, Rüdiger Klink, Shaun Lawton, Jennifer Ulrich, Wilfried Hochholdinger, Simon Böer, Simon Licht, Ursula Karusseit



    Hierbei handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans des Autors Michel Houellebecq und darüber hinaus um ein Werk, welches höchst unterschiedliche Reaktionen auslöst, wie u. a. aus der auffallend großen Vielzahl der Einträge hier zu entnehmen ist.

    Dabei kann ich die benannten Gründe weitestgehend nachvollziehen und glaube zu erahnen, dass in dem Fall tatsächlich und unwidersprochen das Buch selbst durchaus mehr Gewicht hat als der Film. Um dies zu bestätigen müsste ich das Buch natürlich lesen, bzw. lesen lassen (zweiteres scheint wahrscheinlicher). Interesse ist jedenfalls grundsätzlich vorhanden, weil ich mich gerne davon überzeugen möchte, dass die Geschichte durchaus mehr Potenzial und Tiefe besitzt als im Film gezeigt wird. Dabei stellt sich unweigerlich die Frage, ob der Film ob seiner Vorlage scheitern musste, oder ob es nur an der „schlechten“ Umsetzung Roehlers lag. Auch hier bewegen wir uns letztlich im spekulativen Bereich, vllt. gibt aber die besagte „Lesung“ diesbezüglich neue Aufschlüsse.

    Fakt ist, dass die Geschichte durchaus zu interessieren vermag, wenngleich sich eine besondere Nähe zu den Figuren nicht ergeben wollte. Die Fülle an teils selbstgewählter und teils injizierter Kaputtheit der Figuren ist mir stellenweise too much, am Besten kommt dies zB in der Szene zu Tage, in der Bruno der Ärztin erstmals aus seiner Jugend berichtet... das wirkt wie ein Sammelsurium an Kuriositäten und angehenden Geschmacklosigkeiten die in der Weise einfach überladen wirken, aber möglicherweise durch die Verkürzung auf eine vernünftige Filmlaufzeit notwendig wurden, somit bietet also auch in diesem Punkt der Roman möglicherweise mehr Aufschluss und entzerrt das Ganze. Damit will ich nicht sagen, dass die Charakterzeichnung komplett unrealistisch ist, aber mich eben stellenweise nicht überzeugte; im Übrigen konnte ich mich mit meinem Namensvetter ein wenig eher identifizieren, aber auch nur minimal und nur mal so am Rande erwähnt.

    Einige Szenen bewegen sich knapp vor der Grenze zur Peinlichkeit, und sicher liegt dabei auch die größte Gefahr den Film schlichtweg zu verabscheuen, doch letztlich bleibt alles in annehmbaren Bahnen. Aber leichte Kost für die gemütliche Fernsehunterhaltung zwischendurch ist es sicherlich nicht, dessen sollte man sich bewusst sein.

    Beeindruckend ist sicher das bemerkenswerte Aufgebot an namhaften deutschen Schauspielern, teilweise auch nur in kurzen Nebenrollen, und gleichwohl der große Pluspunkt des Filmes, wenngleich ich mich seltsamerweise gerade bei diesem Film stellenweise fragte, ob die Besetzung durch eine/n bereits sehr bekannte/n Darsteller/in nicht grundsätzlich der Tod für die objektive Wahrnehmung einer Figur ist. Darüber werde ich bei Gelegenheit noch mal ein wenig sinnieren.

    Als Film: 6/10
    Als überzeugende Verfilmung einer Romanvorlage: vermutlich schlechter
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  7. #257
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    Re: My point of view

    253. Mord und Margaritas
    (The matador) USA/IRL/D 2005; Richard Shepard

    (19.01.2009)
    Mit: Pierce Brosnan, Greg Kinnear, Hope Davis, Philip Baker Hall, Adam Scott, Dylan Baker



    Dieser Film um einen smarten Auftragskiller mit Burnout-Syndrom wird besonders durch seinen Hauptdarsteller Pierce Brosnan getragen und seiner oft amüsierenden Darstellung einer Person, der es an Selbstbewusstsein nicht mangelt, zumindest nach außen hin. Eine gewisse Abgebrühtheit und Selbstsicherheit sind allerdings auch notwendig in seinem eher ungewöhnlichen Job.

    Dieser heimatlose „Vermittler“ trifft dann im Rahmen seines aktuellen Auftrags auf einen recht durchschnittlichen Angestellten, der gerade selbst leicht verzweifelt ist, ob eines wichtigen Geschäftes, welches unbedingt erfolgreich abzuschließen ist. Und diese beiden im Grunde so unterschiedlichen Männer freunden sich nun trotz oder gerade wegen den besonderen Umständen an, zuerst zaghaft, aber dann doch immer mehr. Und man hat so den Eindruck, dass der brave Danny (böswillig könnte man ihn auch als bieder bezeichnen, aber unabhängig davon ein recht sympathischer Kerl), für den Auftragskiller Julian ein wenig als Psychiater fungiert, an dem man einfach mal seine Probleme abladen und diese teilen kann, ein Ventil um seelischen Druck abzulassen.

    Der Film bietet auch einige nette Szenen und ist sicher ein angenehmer Zeitvertreib, aber andererseits fehlt ihm noch mehr Bösartigkeit, die diesem Thema grundsätzlich anhaftet, diesbezüglich hätte man ruhig etwas mutiger sein können.

    6,5/10

    Pass. Song: „Strange affection“ von De/Vision
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  8. #258
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    Re: My point of view

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #14; presented by David_Aames

    254. Garp und wie er die Welt sah
    (The world according to Garp) USA 1982; von George Roy Hill

    (25.01.2009)
    Mit: Robin Williams, Glenn Close, Mary Beth Hurt, John Lithgow, Jessica Tandy, Hume Cronyn, Swoosie Kurtz, James McCall, Peter Michael Goetz, Nathan Babcock, Ian MacGregor, Mark Soper, Jenny Wright, Brenda Currin, Amanda Plummer



    Vermutlich haben es Literaturverfilmungen immer schwer, zumindest wenn es um eine solch umfangreiche Geschichte geht wie diese hier, die nahezu ein ganzes, ereignisreiches Leben beschreibt. Schwierig ist es deshalb, weil man sich in einem Film mit einer einigermaßen akzeptablen Lauflänge nicht an allen Stationen der Vorlage ausreichend lange aufhalten kann und so wirkt der Film stellenweise wie eine Abarbeitung der wichtigsten Passagen und beinhalt Zeitsprünge, die mitunter recht zufällig gewählt scheinen.

    Der Film erzählt von guten und von schlechten Zeiten, von der Leichtigkeit des Lebens sowie von dessen Schwere, von schönen Momenten genau so wie von Schicksalsschlägen. Dabei wird die Geschichte nie zu schwer, denn sie wird immer wieder von genau richtig dosiertem Humor in der Luft gehalten und auch dank des überwiegend optimistisch und lebensfreudig eingestellten Garp, der am Ende endlich fliegen darf, zu gefallen weiß.

    Und im Prinzip habe ich nun auch schon die wichtigsten Eckpunkte meiner Einschätzung genannt. Denn sehr positiv ist für mich, dass der Film es schafft mein Interesse zu wahren und mir zu gefallen, obwohl es eine Literaturverfilmung in biographischer Art ist, spricht schon mal für ihn. Dies liegt sicherlich auch an den interessanten und überwiegend sympathischen Figuren. Allerdings kann mich so eine Geschichte auch nicht gänzlich fesseln und es bleiben eben die Szenensprünge, die eher negativ auffallen.

    Handwerklich und schauspielerisch ist der Film allerdings nicht zu beanstanden, daher gibt es solide

    7/10

    Punkte.

    Pass. Song: "Let your soul be your pilot" von Sting
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  9. #259
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    Re: My point of view

    255. Tatort - Kressin stoppt den Nordexpress
    D 1971; von Rolf von Sydow
    Episode 7; WDR, Köln; Erstausstrahlung: 2.5.1971

    (26.01.2009)
    Mit: Sieghardt Rupp, Ivan Desny, Gitte Hænning, Yvonne Ingdal, Edgar Hoppe, Hermann Lenschau, Karl-Heinz Otto, Dieter Wagner, Uta Levka, Nino Korda, Imo Heite, Heinz Günter Kilian, Wolfgang Kaehler, Siegfried Fetscher, Hannes Andersen, Wolfgang Groenebaum, Wolf Schlamminger, Dieter Ohlendiek, Alexander May, Wolf-Dietrich Berg, Allan Evans, Lotte Tarp



    Man mag es kaum glauben, aber abgesehen von einigen halbgaren Nebenbei-Sichtungen in der frühen Jugend war dies mein erster richtiger Tatort seit ich mich bewusst um meine eigene TV-Programmgestaltung kümmere. Eigentlich liegt das gar nicht mal an fehlendem Interesse an der Thematik oder gar am Zweifel der Qualität dieser Kultreihe, irgendwie dachte ich wohl immer, dass ich gar nicht mehr sinnvoll einsteigen kann, sprich, wenn ich einmal anfange muss ich ja quasi alle anderen nachholen (ja blöd irgendwie, aber so funktioniert meine Denke bisweilen..., nachdem meine Aktivitäten als Jäger sich gegen 0 richten, muss sich eben meine ganze Energie dem Sammeln widmen). Dass das nahezu unmöglich scheint war und ist mir klar, aber wie ich nun denke, schließt das Eine ja das Andere nicht aus.

    War auch mehr dem Zufall zuzuschreiben, dass ich mir diese sehr frühe Folge der Mutter aller deutschen TV-Krimiserien ansah... mir war gestern recht früh klar, dass das eine kurze Nacht geben wird (so kam es dann auch, waren insgesamt nur knapp zwei Stunden Schlaf... derzeit geht mir viel im Kopf herum, da ist die anstehende „Reise“, die an sich schon Grund genug ist sich den Kopf zu zerbrechen, dann die Dinge die bis dahin noch zu erledigen sind und nicht zuletzt sind meine Gedanken bei einer bestimmten Person (nein, nicht die Bäckereifachverkäuferin vom Montag), welche mir zunehmends schlaflose Nächte bereitet), und so zappte ich kurz vor Mitternacht durch die Programme und hielt nach etwas halbwegs interessantem Ausschau. Keine Ahnung weshalb ich mich entschloss die Inhaltsbeschreibung des bald beginnenden Tatorts im Videotext zu lesen, aber die klang schon mal sehr interessant. Und so entschied ich mich spontan und mangels passabler Alternativen dazu, mich mal überraschen zu lassen, denn auf der Videotext-Tafel stand kein Produktionsjahr und kein Darsteller, so dass ich nicht einordnen konnte, ob es einer der ganz neuen oder vielleicht einer der ganz frühen oder einer aus der Zeit irgendwo dazwischen ist. Doch schon nach dem ersten Bild war klar, dass es sich um einen eher früheren handelt, aber das sollte meinem Interesse keinen Abbruch tun.

    Kurz zur Story: Zwei international gesuchte Schwerverbrecher sind der schwedischen Polizei ins Netz gegangen und sollen nun, per Eisenbahn, von Schweden über Kopenhagen, per Fähre nach Puttgarden, über Hamburg bis hin nach Köln „reisen“, von deutschen Polizisten treusorgend begleitet. In diesen Zug gerät auch unversehens der deutsche Zollfahnder Kressin, der eigentlich für seinen Arbeitgeber die dänische Pornoheft-Schmuggelszene ein wenig auskundschaften soll, allerdings überwiegend mit seiner dänischen Freundin beschäftigt ist (sehr niedlich übrigens, Sängerin Gitte in jung). Eigentlich sollte er ja fliegen, aber er wird einen Tag früher zurückbeordert. Zunächst ist er wenig begeistert mit der Bahn zu fahren, aber als er mitbekommt, wie eine junge, hübsche Dänin ebenfalls für diese Bahnfahrt ein Ticket erwirbt, entschließt er sich doch dazu der Deutschen Bundesbahn eine Chance zu geben. Der Hauptplot besteht nun darin, dass eine sehr gut durchorganisierte und personenstarke Verbrechertruppe plant den Zug in die eigene Gewalt zu bekommen und ihre beiden Kollegen zu befreien. Als Kressin den Braten riecht versucht er auf eigene Faust und quasi auf sich alleine gestellt dies zu verhindern.

    Noch eine kleine Anmerkung, in einigen Inhaltsangaben im Internet ist u. a. auch von einer Bombe im Zug die Rede, deren Explosion es zu verhindern gilt... also entweder ich leide unter Wahrnehmungsstörungen oder einige Inhaltsangabenschreiber wollten die Folge spannender machen als es notwendig ist... eine Bombe kommt in diesem Krimi aber mal sowas von überhaupt gar nicht vor (von diversen dänischen Sexbomben mal abgesehen :wink.

    Zunächst mal ist die Grundgeschichte schon mal sehr spannend wie ich finde. Und die Umsetzung war nahezu tadellos. War wirklich toll inszeniert und gespielt und auch recht spannend. Natürlich bekam das Ganze für mich schon von Anfang an Pluspunkte, weil es zunächst in Kopenhagen spielte und einige Brocken dänisch zu hören waren, und dieses Element durch die Mitfahrerin Pernille auch durchgehend präsent bleibt. Eine weitere große Stärke ist die Figur des Kressin, als Gewaltverbrechenverhinderer wider Willen, durch seine aufdringlich aber irgendwie doch schon wieder charmante Art hemmunglos mit jedem weiblichen Wesen zu flirten welches halbwegs attraktiv ist und dabei vor allem seine Sprüche und seine Art... schon eine Freude das.

    Interessanterweise geschieht in diesem Tatort kein Mord, sonst ja Dreh- und Angelpunkt der Serie, aber dennoch bleibt es vom kriminalistischen her sehr spannend. Ebenfalls sehr interessant sind die gewährten Einblicke in die Vorbereitungen der Gangstertruppe, die sehr akribisch sind und gut durchgeplant. Ansonsten war es auch interessant einige vom Sehen her bekannte Darsteller wiederzuerkennen, überwiegend in eher jüngeren Jahren, so u. a. Wolfgang Groenebaum (bek. als Egon Kling aus der Lindenstraße) oder auch Edgar Hoppe (bek. aus dem Großstadtrevier) ja und natürlich Sängerin Gitte, im zarten Alter von 24 Jahren. Das Drehbuch schrieb übrigens Wolfgang Menge, mir besonders bekannt durch seine Serie Ein Herz und eine Seele, doch auch im Krimifach fühlt er sich offenbar gut zu Hause und bringt auch stellenweise Humor mit in diese Folge, was die Unterhaltung gut abrundet.

    Alles in allem also ein sehr unterhaltsamer Krimi, der durch die besondere Location des Zuges sehr an Fahrt gewinnt und sicherlich nicht der schlechteste Einstieg für diese Reihe darstellt. Und ich werde mal versuchen, immer mal wieder bei Gelegenheit einen Tatort mitzunehmen, querbeet nach Jahren und Teams, ganz ohne Zwang. Keine Ahnung ob mein Vorhaben, wirklich nach und nach einige Tatorte zu schauen gelingt, aber ich bin mal optimistisch und beginne daher eine eigene Bewertungsskala innerhalb und ausschließlich für diese Dauerbrenner-Krimi-Reihe mit dem prägnanten Vorspann:

    Tatort-Wertung: 4 von 5 Handschellen

    Hach doch, ich denke das könnte der Beginn einer langjährigen Tatortfolgen-Sammlung sein... sind ja auch nur noch 731 Folgen die mir aktuell fehlen. (Muss mir da glaub gleich mal eine Excel-Liste zur Übersicht erstellen...).
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #260
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #13; presented by Pitt

    256. Little children
    (Little children) USA 2006; von Todd Field

    (21.01.2009 + 27.01.2009)
    Mit: Kate Winslet, Patrick Wilson, Jennifer Connelly, Gregg Edelman, Noah Emmerich, Jackie Earle Haley, Ty Simpkins, Sadie Goldstein, Phyllis Somerville



    War schon ziemlich blöd gewesen, dass ich den Film in zwei Etappen sehen musste... na wenigstens kam die extra georderte DVD gestern und somit gerade noch rechtzeitig. Dauerte also kurz, bis ich wieder im Film drin war, aber letztlich klappte dies ganz gut.

    Der Film selbst hat mich insgesamt sehr überrascht, insbesondere meine Meinung zu dem Film. Denn von fachkundiger Seite vorgewarnt erwartete ich ein tiefanrühriges Drama, von der Sorte, wie es mir weniger zusagt. Aber, ich sollte eines Besseren belehrt werden. Denn der Film gefiel mir annähernd von Anfang an wirklich sehr. Filmisch (also vor allem kameratechnisch) ist alles sehr schön eingefangen, die Geschichte ist stimmig und man kann sich in die Figuren hineinversetzen, hinzu kommen ein paar schöne Momente und Szenen, die einen irgendwo tief im Filmliebhaberherz berühren. Teils komisch anmutende, wie die Reaktion der „desperate housewives“ beim ersten (noch zurückhaltenden) Kuss der beiden Hauptprotagonisten oder auch die „Schaukelanschuckszene“ ziemlich zu Beginn... aus irgendeinem Grund hat mir diese besonders Gefallen, insbesondere auch durch die Wiederkehrenden Bewegungen und Quietsch-Geräusche, ein kleiner Magic Moment für mich. Auch bemerkenswert die Szene als Ronnie im Schwimmbad entdeckt wird... die dann ausbrechende Panik erinnerte sehr an Jaws... total überzogene Reaktion und ab da beginnt man seltsamerweise sich eher auf seine Seite zu stellen, auch wenn er sich dann stellenweise nicht mehr wirklich vorbildlich verhält und dann bröckelt dieses Bild auch ein wenig. Wobei ich das nicht verallgemeinern möchte, vielleicht geht das ja auch nur mir so.

    Dazu ist der Film auch vielschichtig, es geht eben nicht nur um eine Affäre zwischen zwei Verheirateten, sondern auch, und dies merkt man an allen sechs Hauptfiguren, um geheime Verlangen und Sehnsüchte in einer Welt voll vorbestimmtem Alltag, der teils wie ein Gefängnis wahrgenommen wird, und gegen die bürgerlichen Moralvorstellungen und eingeengten Konventionen.

    Außerdem möchte ich noch erwähnen, und das ist mal wieder eine Episode aus dem Dauerbrenner „Kalervos schräge Sicht der Dinge“, dass ich von Anfang an, aus absolut unbestimmten Gründen und rein gefühlsmäßig, davon ausgegangen bin, dass die Geschichte in England spielt. Erst als irgendjemand eine Preisangabe in Dollar machte war mir klar, wo wir uns befinden. Und auch wenn mein Verstand dann wusste, dass es ein US-Vorort ist, vom Gefühl her hatte ich immer wieder während des Films das Empfinden in England zu sein und wurde dann nur hin und wieder aus dieser Vorstellung gerissen, z. B. wenn Football gespielt wurde oder ein Polizeiwagen zu sehen war... don’t ask me why.

    Die Stimme aus dem Off, die aus dem Ganzen ein quasi-literarisches Werk macht, hat mir ausgesprochen gut gefallen, weil... ja, warum eigentlich... hat mir einfach sehr gut gefallen... reicht das !?

    Auch sei noch angemerkt, dass Patrick Wilson doch ein ganz ansehnlicher Kerl ist, das muss man(n) mal ganz neidvoll anerkennen.

    Vermutlich kann man über diesen Film noch tiefgründig philosophieren, über die Bedeutung einzelner Teile mutmaßen und plaudern..., schon allein das Ende bietet hierzu vielfältige Möglichkeit. Hier allein eine Diskussion, ob das Ende nun happy ist oder nicht, wäre gut denkbar, da ich vermute, dass manche diese Entwicklung eher mit einem zufriedenen Gefühl sehen und andere eher enttäuscht sind (ich gehöre eher zur zweiten Gruppe, wobei sich dieses Gefühl nicht darauf bezieht, vom Film selbst enttäuscht zu sein, sondern vielmehr von der Entwicklung der Geschichte, was aber keine Auswirkung auf die Bewertung hat). Über all dies kann man also ausschweifend sinnieren, aber aus Gründen der knappen Zeit und der beschränkten Möglichkeit alles genau so auszudrücken, wie ich es denke und empfinde, muss ich dies an der Stelle erst mal sein lassen und verweise auf einen späteren, nicht näher definierbaren Zeitpunkt.

    Ich frage mich nur, wie Pitt auf die (richtige) Idee kam, dass mir dieser Film gefallen könnte und auch hätte ich nicht gedacht, dass ihm dieser Film gefällt (wobei, ob dem so ist weiß ich ja gar nicht, ist ja keine Voraussetzung, aber gehe einfach mal davon aus, dass dies so ist). Und so vergebe ich in die Schweiz

    8/10

    Länderpunkte.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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