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Thema: Why so curious ?

  1. #261
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    257. Tatort - Kressin und die Frau des Malers
    D 1972; von Pim de la Parra jr.

    Episode 18; WDR, Köln; Erstausstrahlung: 28.5.1972
    (28.01.2009)
    Mit: Sieghardt Rupp, Heidi Stroh, Hans Quest, Brigitte Skay, Alexander Allerson, Wolfgang Hinze, Imo Heite, Hartmut Hinrichs, Kees Brusse, Jeroen Krabbé, Hermann Lenschau, Guus Oster, Ivan Desny



    Zollfahnder Kressin ist mal wieder einigem auf der Spur. Zunächst mal dem weiblichen Geschlecht (James Bond ist fast ein Waisenknabe gegen ihn...) und dann auch noch einem Fall von Kunstraub und –schmuggel.

    Und wieder findet ein Teil der Geschichte in einer großen, pulsierenden, lasterhaften europäischen Stadt statt, nämlich Amsterdam. Zwar darf sich Kressin im Vergleich zu den ganzen Kriminalober- und haupt- und weißwasnichtalles-Kommissaren nur Zollfahnder nennen, aber dafür kommt er ganz schön herum.

    Im Vergleich zum Stoppen des Nordexpress verliert diese Episode deutlich an Flair. Zwar gibt es diesmal (endlich) auch Tote, aber so ganz rund wirkt die Folge nicht. Wenngleich wieder ein recht authentisches Bild geschaffen wird, doch einige Szenen und Umschnitte wirken, aus heutiger Sicht, fast ein wenig dilettantisch. Doch zum Glück macht die mir so sympathische Figur des Kressin (auch wenn ich selbst ganz anders bin, aber vielleicht mag ich ihn ja auch gerade deshalb so) vieles wieder wett und in meiner Tatort-Ermittler-Hitliste steht er ganz klar an erster Stelle (okay, noch fehlt die Konkurrenz, aber es wird glaube ich schwer ihn vom Thron zu stoßen...).

    Bemerkenswert an dieser Folge ist es, den später auch durch internationale Produktionen bekannten Jeroen Krabbé zu sehen, wobei ich an der Stelle gestehen muss ihn nicht erkannt zu haben, allerdings war er hier auch gut 30 Jahre jünger als auf dem Bild, dass ich grob von ihm im Kopf habe und dieses ist ehrlich gesagt eher unscharf.

    3/5 Handschellen


    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin (Köln)
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #262
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    Re: My point of view

    258. Tatort - Tod eines Mädchens
    D 1991; von Jürgen Roland

    Episode 246; NDR, Hamburg; Erstausstrahlung: 4.8.1991
    (31.01.2009)
    Mit: Manfred Krug, Charles Brauer, Helmut Zierl, Monika Bleibtreu, Katja Studt, Henning Schlüter, Dieter Ohlendiek, Kay Sabban, Lutz Reichert, Katja Woywood, Hans Scheibner, Ann Kligge



    Mein erster Fall des Hamburger Ermittlerteams um Stoever, Brockmöller und den Sidekick Meyer Zwo.

    Der Kriminalfall an sich ist relativ unspektakulär, auch weil man die Ereignisse um den ersten Todesfall gleicht miterlebt, um den zweiten Todesfall wird es dann etwas spannender, was aber wiederum recht schnell aufgelöst wird.

    Der Fall an sich kann also leider bei mir nicht punkten, ganz anders sieht es da bei den Ermittlern im Besonderen und den Darstellern im Allgemeinen aus. Krug und Brauer spielen ihre Rollen dermaßen sympathisch und authentisch, dass es wirklich Freude macht zuzuschauen und über den wie gesagt nicht ganz so gelungenen Kriminalfall hinwegtröstet. Auch ist es mal wieder schön den leider viel zu früh verstorbenen Kay Sabban zu sehen, den ich bereits seit seiner Rolle in den früheren Großstadtrevier-Folgen sehr sympathisch fand. Und dann Hans Scheibner als Rechtsmediziner... feine Sache. Ja und dann bekommt das Ganze aufgrund zweier weiblicher Akteurinnen noch einen ganz besonderen persönlichen Touch. Denn sowohl Katja Studt wie auch Katja Woywood waren in meiner Jugend Bildschirmschwärmereien meinerseits. Hätte gar nicht gedacht, die Beiden mal in einem Film zu sehen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass mir beide hier optisch überhaupt nicht zusagen. Was aber wohl auch an der damaligen Frisurenmode liegt, denn dieses voluminöse, hochtoupierte Haar der späten 80er und frühen 90er ist heute mehr Liebestöter denn -anreger. So gesehen haben sich beide Damen in den letzten gut 15 Jahren sehr zu ihrem Vorteil entwickelt.

    Doch ich schweife ab. Aber egal, bin eh fertig.

    3/5 Handschellen

    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin (Köln)
    2. Stoever / Brockmöller (Hamburg)
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #263
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    Re: My point of view

    259. Tatort - 3 x schwarzer Kater
    D 2003; von Buddy Giovinazzo

    Episode 543; WDR, Münster; Erstausstrahlung: 19.10.2003
    (03.02.2009)
    Mit: Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, ChrisTine Urspruch, Claus D. Clausnitzer, Caroline Peters, Christian Maria Goebel, Wolfgang Packhäuser, Stephan Bissmeier, Bernd Grawert, Max von Pufendorf



    Wieder ein tolles, sehr sympathisches Ermittlerteam. Besonders gefallen natürlich die kleinen bissigen aber doch stets auch liebevollen Scharmützel untereinander. Thiel ist mir von Anfang an sympathisch, dank seiner Zuneigung zum FC St. Pauli. Und Boerne muss man einfach gerne haben (jedenfalls als Zuschauer, wohl weniger als Mitmensch). Interessant dabei, dass Jan Josef Liefers in echt (wenn ich das aufgrund einiger Interviews mit ihm so sagen kann) total anders ist als seine Figur, aber sicher macht gerade dies das Gelingen aus, denn hier kann er sich ein wenig austoben und ausspielen.

    Der Fall selbst ist recht spannend und die Auflösung unerwartet (so soll es ja auch sein). Ohne andere Folgen des Münsteraner Kriminaldoppels gesehen zu haben, würde ich vermuten, dass in dieser Folge wie in sonst kaum einer Boerne im Mittelpunkt steht, was dem Ganzen nicht schlecht steht.

    "Alles Müller, oder...", "was ?"

    4/5 Handschellen


    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin (Köln)
    2. Stoever / Brockmöller (Hamburg)
    3. Thiel / Boerne (Münster)

    (Auch wenn die Münsteraner sehr viel Spaß machen, mag ich die Hamburger noch etwas mehr... dass gerade die ersten Drei gleich so bei mir punkten ordne ich mal unter Zufall ein und wage fast zu bezweifeln, dass noch mal irgendein anderes Team bzw. ein Einzelermittler in diese Top drei vordringt).
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  4. #264
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    Tatort Bildschirm

    260. Tatort - Der Fremdwohner
    D 2002; von Peter Fratzscher

    Episode 515; BR, München; Erstausstrahlung: 17.11.2002
    (12.02.2009)
    Mit: Miroslav Neme?, Udo Wachtveitl, Michael Fitz, August Zirner, Claudia Lössl, Barbara Philipp, Wilhelm Manske, Andreas Maria Schwaiger, Bettina Redlich



    Nun also mein erster mit dem Münchner Duo Bati? / Leitmayr, welches dank Menzinger zum Trio wird. Sicher auch recht interessante Figuren und auch hier wird versucht ein wenig Humor einzubauen, allerdings werde ich mit den Dreien (noch) nicht ganz warm.

    Der Fall an sich ist sehr interessant und sicher einer der wenigen Krimis überhaupt, bei dem die Hauptfigur weder Täter noch Opfer ist, toll gespielt übrigens von August Zirner.

    Besonders wird die Folge auch dadurch, da sie fast ausschließlich in dem Münchner Stadtteil Au spielt, was zwar in Ordnung ist, aber aufgrund der ständigen Erwähnung und Daraufherumreiterei wird man dem irgendwann überdrüssig.

    Also, guter Fall, mittelprächtiges Drumherum.


    knappe 3/5 Handschellen


    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin (Köln)
    2. Stoever / Brockmöller (Hamburg)
    3. Thiel / Boerne (Münster)
    4. Bati? / Leitmayr (München)
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  5. #265
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    Jump into the television

    261. Jumper
    (Jumper) USA 2008; von Doug Liman

    (20.02.2009)
    Mit: Hayden Christensen, Rachel Bilson, Samuel L. Jackson, Jamie Bell, Michael Rooker, Diane Lane, Tom Hulce, Teddy Dunn, Max Thieriot, AnnaSophia Robb, Jesse James, Kristen Stewart



    Tjoa, übermäßig viel habe ich ja nicht erwartet, insofern gibt es auch keine besonders schmerzende Enttäuschung. Man merkt dem Film sehr früh an, dass er eher auf ein jüngeres Zielpublikum geschnitten ist, und sich dabei vielleicht sogar eher an die weiblichen Fans richtet, welche er recht einfach in seinen Bann ziehen kann... ich sehe schon die enthusiastischen und fern jeder Realität strotzenden Einträge in den Filmforen dieser Welt von kleinen Teenie-Mädchen bildlich vor mir.

    Gegen die beiden Hauptdarsteller habe ich soweit nicht viel einzuwenden, Rachel Bilson ist eben mehr als nur durchschnittliches Eyecandy für den männlichen Betrachter (inwieweit sie es schauspielerisch drauf hat steht auf einem anderen Blatt), mit Hayden Christensen bin ich bislang noch nicht richtig warm geworden, er ist mir einfach ein zu glatter Teenie-Schwarm-Schönling... allerdings die Tatsache dass er Kanadier ist und väterlicherseits offenbar dänische Vorfahren hat, bringen ihm wieder ein paar Pluspunkte, dennoch stört er ansonsten nicht weiter. Jamie Bell kann ganz ordentlich überzeugen, kommt aber letztlich zu kurz... wobei er in der Kategorie noch um Längen geschlagen wird... da freut man sich wie Bolle mal wieder Kristen Stewart zu sehen und dann wird sie in einer dermaßen kurzen Szene nahezu verheizt, dass es schon fast weh tut. Und in Sachen Sam Jackson bringt ihm der Film einen weiteren Eintrag in meiner „Anzahl Filme einzelner Darsteller“-Liste und somit bestätigt er seine Führung mit nun 35 Filmen die ich mit ihm gesehen habe, dicht gefolgt von Bruce Willis und Steve Buscemi.

    Die Geschichte an sich ist im Grunde recht interessant, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man noch mehr hätte herausholen können, an der Stelle auch ein kleiner negativer Wink in Richtung der eher kurzen Laufzeit. Sehr gut fand ich dagegen die Actionteile und Effekte, vielleicht bin ich auch zu leicht zu beeindrucken, aber mir hat das größtenteils zugesagt. Und schließlich sei auch noch der Soundtrack als mehr als durchschnittlich erwähnt, zumindest die Songs von The Charlatans und besonders Switches gefallen mir sehr. Was dagegen eher negativ aufstößt sind fehlende Hintergründe, warum können die Jumper dass was sie können, warum sind die Paladine so besessen davon dies zu unterbinden, warum fielen sie in der Weltgeschichte bislang noch nie auf (vielleicht ist das für einen Film nicht unbedingt von Nöten, dass immer alles genau aufgelöst und die Hintergründe gezeigt werden, aber ein bisschen mehr hätte es diesbezüglich schon sein dürfen, das hätte dem Film wohl eher gut getan). Auch tun sich einige Logiklöcher oder zumindest -Risse auf, aber das muss wohl an der Raum- u. Zeitkrümmung (oder was auch immer) der vielen Jumps liegen... wie zB ist es denn bitteschön möglich, dass man in den heutigen Zeiten mit einem Rucksack voller Geldbündel die Sicherheitseinrichtungen eines US-Flughafens übersteht !? Unnötig fand' ich auch den kleinen Abstecher nach Tschetschenien (was sollte das ?) und auch das Handeln der Figuren an einigen Stellen ist mir nicht ganz nachvollziehbar.

    Fazit: Wenn man weiblich und zwischen 13 und maximal 17 Jahren ist, könnte einem der Film gefallen, ansonsten wohl eher nicht mehr als durchschnittliche Unterhaltung mit annehmbarer Action für zwischendurch.

    5,5/10

    Pass. Song: "Jump" von Kriss Kross

    (schreckliches Teil, ich weiß, passte aber... btw. was wohl aus denen wurde... Knast oder brave Familienväter ? )
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  6. #266
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    Le fabuleux destin d'Lisa

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #15; presented by NY152

    262. Die fabelhafte Welt der Amélie
    (Le fabuleux destin d’Amélie Poulain) F/D 2001; von Jean-Pierre Jeunet

    (22.02.2009)
    Mit: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Lorella Cravotta, Serge Merlin, Jamel Debbouze, Clotilde Mollet, Claire Maurier, Isabelle Nanty, Dominique Pinon, Artus de Penguem, Yolande Moreau, Urbain Cancelier, Maurice Bénichou, Michel Robin



    Mein Name ist Michael und ich schaue gerne Filme,

    was ich an diesem hier besonders mag ist

    ... die Musik von Yann Tiersen

    ... die Hauptdarstellerin

    ... dieses Füllhorn an Fantasie und Wunderbarkeit welches er über dem Zuschauer ausschüttet

    ... die Idee mit dem Souffleur aus dem Kellerfenster

    ... Ein Gartenzwerg auf Weltreise

    ... Himbeeren von den Fingerspitzen zu essen

    ... die Kaninchenwolke

    (...und in der deutschen Version die Erzählstimme von Peter Fricke)

    was ich an diesem hier nicht mag ist

    ... wenn Amélie traurig ist

    ... dass ich ihn so lange Zeit übergangen habe

    ... dass das Leben in Wirklichkeit nicht so ist wie hier


    Bin schlichtweg begeistert, für Filme wie diesen wurde das Medium einst erfunden. Was Regisseur Jeunet, Hauptdarsteller Tautou und Kassovitz sowie die gesamte Crew hier für eine wundervolle Welt geschaffen haben... das ist ganz großes Kino, selbst wenn man ihn an einem tristen Sonntagnachmittag auf DVD sieht.

    Viel mehr Worte möchte ich gar nicht verlieren weil ich den Film nicht auf eine sachliche Diskussionsebene herunterziehen möchte, dafür ist er viel zu besonders. Erwähnt sei lediglich noch die Tatsache, dass mir am Ende des Filmes links und rechts jeweils eine Träne über die Wangen lief... nicht aus Traurigkeit, nicht aus Freude, einfach weil der Film so schön ist und so bewegend.

    10/10
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  7. #267
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    Brügge sehen... und sterben? sehen und schreiben

    263. Brügge sehen... und sterben?
    (In Bruges) GB/USA 2008; von Martin McDonagh

    (26.02.2009)
    Mit: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Jérémie Renier, Thekla Reuten, Jordan Prentice, Željko Ivanek, Elizabeth Berrington, Eric Godon



    Wer hätte gedacht, dass die sechstgrößte Stadt Belgiens und die Größte der Provinz Westflandern mal im Mittelpunkt einer internationalen Produktion steht. Und wer hätte gedacht, dass dieser Film rund um dieses so beschauliche und märchenhafte Städtchen dermaßen einschlägt und viele Fans findet.

    Und wie lange habe ich, aufgrund der annähernd ausnahmslos positiven Wertungen im Forum, darauf gewartet ihn zu sehen und freute mich wahnsinnig auf eine neue spaßig-gangstereske Unterhaltung in guter alter britischer Tradition, vor ungewohnter Kulisse. Doch diese Vorschusslorbeeren hingen wohl letztlich zu hoch, denn obwohl es insgesamt eine überdurchschnittliche Wertung meinerseits gibt, rechnete ich eher mindestens mit einer Höchstwertung. Tja und nun stellt sich natürlich die Frage, ob mir der Film eventuell wesentlich mehr zugesagt hätte, wenn ich ihn unvorbereiteter und bar jeder Erwartung gesehen hätte. Doch das ist Spekulation.

    Was mir u. a. nicht gefallen hat waren so zwei/drei Entwicklungen bzw. Abläufe gegen Ende, die zwar im Bereich des Möglichen liegen, aber für so einen Film ein zu großes Gefühl von `hach, musste das so sein` hinterließ. Wobei der Showdown zweifelsohne recht spannend und vor allem auch teilweise ungewöhnlich und somit innovativ war. Auch ist es meist ein zweischneidiges Schwert, wenn man als Hauptfiguren Personen hat, die einerseits kaltblütige Killer sind aber dann doch wieder Höchstpunkte in Moral, Ehre und Loyalität einfahren, das mag zwar nicht grundsätzlich unrealistisch sein, aber es kommt einem, besonders hier in der Intensität, ein wenig gestellt und geschönt vor. Ebenso hatte die Geschichte einfach letztlich viel weniger zu bieten, als ich erwartet hatte... ach, da sind sie wieder, diese blöden Erwartungen und Vorstellungen... manchmal wünscht man sich doch die Merkfähigkeit einer Stubenfliege, dann könnte so etwas nicht passieren und man könnte auch wieder leichter vergessen... allerdings würden dann in meinen Tagebucheinträgen keine mehr oder weniger sinnvollen Inhalte stehen sondern nur ein `summ summ brumm brumm`.

    Obwohl ich nun hauptsächlich die Kritikpunkte hervorgehoben habe, gab es natürlich auch sehr viel schönes, wie die teils aberwitzigen Dialoge, der zumindest teilweise ungewöhnliche Storyverlauf sowie einige spaßige Szenen und eben die schönen Bilder der beschaulichen Stadt, dazu noch einige passable Darstellerleistungen (besonders Fiennes als unsympathischer Choleriker hat mir überraschend gut gefallen) sowie ordentlich gemachte blutige Szenen, und so reicht es am Ende zu knappen

    8/10

    You weren't really shit, but you weren't all that great either. Like Tottenham.

    PS: Aber die Stadt ist mal auf meine lange to-visit-Liste aufgenommen.
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  8. #268
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    Leg' Dich nicht mit Bryan an

    264. 96 hours
    (Taken) F 2008; von Pierre Morel

    (28.02.2009)
    Mit: Liam Neeson, Famke Janssen, Maggie Grace, Xander Berkeley, Katie Cassidy, Olivier Rabourdin, Leland Orser, Jon Gries, David Warshofsky, Radivoje Bukvi?, Arben Bajraktaraj, Goran Kosti?, Nicolas Giraud, Anatole Taubman, Gérard Watkins, Holly Valance



    Da das Leben an sich meist recht trostlos ist, extra für Euch eine kleine Geschichte aus meinem Universum zur allgemeinen Belustigung. Beim heutigen Kinobesuch bekam der Begriff „im falschen Film sein“ erschreckend realistische Züge. Als ich nach erfolgtem Kinokartenkauf auf das quadratische Ticket blickte um auszumachen wo ich denn hin müsse, laß ich die 7, soweit mir bekannt, war ich dort nie zuvor. Egal, unbeschwert ging ich in die passende Richtung und sah eine große 7 an der Wand prangen und exakt links daneben eine Kinosaaleingangstüre, durch welche ich sodann schritt. Ich ging zu meiner Reihe hinauf und trippelte dann durch selbige, da sich mein Platz (natürlich) am entgegengesetzten Ende der Reihe befand (an der Stelle sei noch erwähnt, dass ich bisschen knapp dran war und daher alle anderen schon saßen). Und so setzte ich mich auf meinen Platz und genoss den Watchmen-Trailer. Kurz darauf kamen drei Jungs und sprachen mich an, ob ich denn nicht falsch säße, doch mein Ticket zeigte `Reihe 9, Platz 1` und da befand ich mich ja auch. So entstand eine kleine Diskussion, wer von uns denn hier richtig sei und während sie meinten es sei Kino 6 war ich der festen Überzeugung, es sei Saal-Nr. 7. So fragte ich schließlich zwei Besucher hinter mir, welches Kino es denn sei und diese meinten eindeutig Kino 6. Tja, so war ich recht verwirrt, entschuldigte mich artig und trat den Rückzug an (das Erstaunliche dabei war, dass ich zwei der drei Typen schon davon überzeugt hatte, dass sie falsch seien und diese schon dabei waren den Saal wieder zu verlassen, nur der Dritte war hartnäckig). So ging ich also noch mal teilweise den gleichen Gang wie zuvor entlang und erblickte eine weitere Türe rechts neben der großen 7 an der Wand (allerdings bisschen versteckt), und dort war ich dann richtig. Also, nochmal durch die Reihe durchtrippeln, denn mein Platz war wieder ganz am Ende... und aber da störte mich dann wenigstens keiner mehr. Liebe Kinobesitzer, macht es den Besuchern doch nicht so schwer und wenn es schon zwei Eingangstüren zu unterschiedlichen Kinosälen neben einer Kinosaalnummernzahl gibt, dann empfehle ich den Einsatz von eindeutigen Pfeilen oder ähnliches. Naja, so kam ich wenigstens zweimal in den Genuss des Watchmen-Trailers.

    Aber zum Film. Dieser unterhält im Rahmen des schon sehr oft verarbeiteten Grundthemas äußerst ansprechend. Dreh- und Angelpunkt für den Zuschauer ist natürlich die Hauptfigur, sehr gut durch Liam Neeson verkörpert, und man hat wenig Mühe sich auf seine Seite zu stellen und ihn sympathisch zu finden, was wohl für den Erfolg beim Zuschauer nicht unwichtig ist. Denn so nimmt man die Figur und ihr Tun ernst und der Film ist nicht nur ein lieb- und seelenloses Stück von der Stange und blinde Aneinanderreihung übertriebener Gewaltszenen sondern bewegt sich im Rahmen des Themas im oberen Niveau-Level.

    Dabei geht es recht kompromisslos zu, wie man es von einem französischen Film erwarten konnte, wenngleich ein bisschen Ami-Weichspülung auch dabei ist, aber das ist verschmerzbar, verhindert aber vielleicht einen halben bis einen ganzen Wertungspunkt. Die Rollen der anderen Darsteller geben letztlich nicht allzuviel her, und insoweit gibt es auch keine nennenswerten Ausfälle.

    Erfreulich sind die lebensnahen, handgemachten Actionszenen und Neeson darf seine One-man-Show richtiggehend zelebrieren. Dass dabei auch nachdenkliche Töne angestoßen werden, wenn man mit Bryan miterlebt wie er von einem Abgrund in den Nächsten, noch tieferen, blicken muss, was mich ein wenig auch an 8mm erinnert hat. Und ansonsten kann man ihn wohl als MacGyver-Typ beschreiben, der aber seinen Pazifismus an der Garderobe abgegeben hat.


    Das Ende war mir dann ein wenig zu Hollywood-typisch und wirkte aus irgendeinem Grunde ein wenig unrund.


    Was mir sehr gefallen hat war mal wieder Leland Orser zu sehen, auch wenn diesem leider nur sehr wenig Leinwandzeit vergönnt ist. Und Xander Berkeley wirkte richtig alt (lag wohl am vollen Vollbart). Innerlich gekräußelt hat es mich mal wieder bei den albanischen (Vor)Namen... erschreckend unrealistisch und ich wiederhole noch mal mein Angebot an die Filmemacher dieser Welt diesbezüglich als Berater tätig zu sein. Natürlich ohne Honorar, eine kleine Erwähnung im Abspann, den 95% der Kinosbesucher eh nicht mehr richtig wahrnehmen, reicht mir schon (sowie das gute Gefühl, das die Namen passen).

    Ein weiteres Geheimnis bleibt, weshalb der deutsche Verleih den Titel in der Weise geändert hat. Die einzig annehmbare Begründung für die Änderung eines ausländischen Filmtitels ist eine mehr oder weniger gelungene Übersetzung bzw. Eindeutschung, aber den Titel zu ändern, die Sprache aber nicht, macht für meine Begriffe wenig Sinn. Aber was macht schon Sinn auf dieser seltsamen Welt.

    7,5/10

    Pass. Song: „Don’t stop me now“ von Queen

    Notiz an mich selbst: Im nächsten Leben Bodyguard von jungen Sängerinnen werden.
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  9. #269
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    Unvollständige Gebäudeteile im Osten Deutschlands

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #16; presented by VJ-Thorsten

    265. Halbe Treppe
    D 2002; von Andreas Dresen

    (01.03.2009)
    Mit: Axel Prahl, Steffi Kühnert, Thorsten Merten, Gabriela Maria Schmeide, Julia Ziesche, Mascha Rommel, Gregor Ziesche, Jens Graßmehl sowie Hans-Peter



    Da hat der diesmalige „Bestimmer“ schon ganz gut kombiniert, wissend, da mir der Haupthandlungsort aufgrund eines lange zurückliegenden Kurzbesuches zumindest ein wenig persönlich bekannt ist und aufgrund der Tatsache, dass es die offizielle Partnerstadt meiner Heimatstadt ist, dass allein das schon mal einige Sympathiebonuspunkte bringt. Jaja, mit allen Tricks wird hier bei diesem doch eigentlich so unschuldigen Spielchen gearbeitet... aber das ist ja legitim.

    Aber der Schwerpunkt liegt hier nicht auf der Stadt selbst, vielleicht empfindet dies ein Zuseher der von dort kommt anders, weil er einige Plätze und Stellen erkennt, aber im Mittelpunkt stehen zwei Paare bzw. vier Menschen, die auf halber Treppe ihres Lebens angekommen sind. Alte Träume sind längst vom Alltag getilgt, Gefühle zu zeigen und zu erfahren ist im oberflächlichen, festgefahrenen Beziehungskäfig nicht mehr an der Tagesordnung. Doch wenn die Balkontüre des Lebens mal versehentlich offen gelassen wird, entweicht man fluchs und spürt die große Freiheit um seine eingerosteten Flügel wehen. Und nachdem man sich ausgiebig freigeflattert hat, ist eine Rückkehr nicht ausgeschlossen. Doch dies alles hat unweigerlich weitreichende Folgen für die direkt beteiligten Personen.

    Die dogmaeske Mache des Filmes drängt sich einem unweigerlich auf, was nicht negativ gemeint ist. Im Gegenteil, diese direkte und authentische Art macht seinen großen Charme aus und dies erleichtert dem Zuschauer, die Geschichte an sich heranzulassen. Auch wenn ich die halb-dokumentarisch wirkenden Szenen, in denen sich einzelne Personen wie in einem Interview direkt an die Kamera wenden, eher unpassend fand. Dabei ist vieles dramatisch, aber nicht übertrieben und man findet auch einige humorige Passagen, besonders durch den Prahl-Charakter und seiner locker-nonchalanten Art und „Berliner Schnauze“ (an der Stelle sei erwähnt, dass ich es sehr mochte, dass teilweise der dort übliche Dialekt gesprochen wird, das unterstützt die Echtheit und gefällt mir persönlich zudem recht gut. Und dabei ist zu bedenken, dass Prahl aus einer ganz anderen Ecke Deutschlands herkommt).

    Dabei wirkt alles mehr improvisiert als großartig einstudiert und daher eben echt. Große Klasse seitens der „Schauspieler“ und des „Regisseurs“. Doch, sowas mag ich auch.

    Auch wird nachträglich endlich der bislang verkannte Masterplan der hinter der Errichtung der grauen und eintönigen Plattenbausiedlungen steht aufgedeckt. Wenn einem nämlich mal der farbenprächtige Hausvogel entflieht kann man ihn ganz leicht wieder finden, weil er sich durch seine Farben vom grauen Hintergrund abhebt; so muss jedenfalls die Theorie gewesen sein.

    Fazit: So insjesamt war det janz schau (sic?).

    Offiziell 7,5/10; für OMFE: 8/10
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  10. #270
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    RoboCop 2.0

    266. Iron man
    USA 2008; von Jon Favreau

    (01.03.2009)
    Mit: Robert Downey jr., Terrence Howard, Jeff Bridges, Gwyneth Paltrow, Clark Gregg, Shaun Toub, Faran Tahir, Leslie Bibb, Bill Smitrovich, Sayed Badreya, Jon Favreau, Peter Billingsley, Tim Guinee, Will Lyman



    Bis ich von dem Film das erste Mal hörte, war mir die Existenz der marveligen Hauptfigur gänzlich unbekannt. Vielleicht aus diesem Grunde habe ich ihn zur Kinozeit ungesehen vorbeiziehen lassen, aber nun sollte es doch soweit sein.

    Und so richtig weiß ich nicht was ich davon halten soll, die Effekte waren ziemlich klasse (insbesondere die Toneffekte), dafür war der finale Endkampf relativ kurz (von Realismus brauch’ ich an der Stelle eh nicht zu sprechen). Positiv war auch Downey jr. und die Verkörperung seiner Rolle und einige Lacher gab es auch (aber deutlich weniger als erwartet). Mit Terrence Howard, vorher schon das ein oder andere Mal gesehen, kann ich nicht wirklich was anfangen, ich hab’ nix gegen ihn oder so, aber kann ihm auch nichts abgewinnen, er ist halt da. Paltrow fand’ ich erstmalig einigermaßen reizvoll und Bridges war ganz okay. Viel besser gefielen mir da eher noch die Nebenfiguren Yinsen und Agent Coulson.

    Fazit: Aufgrund der Effekte, des sympathischen Hauptdarstellers und einiger weniger spaßiger Momente überdurchschnittlich unterhaltsam, aber auch kein Meilenstein.

    7/10
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