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Thema: Why so curious ?

  1. #271
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    267. Cashback
    GB 2006; von Sean Ellis

    (07.03.2009)
    Mit: Sean Biggerstaff, Emilia Fox, Shaun Evans, Michelle Ryan, Stuart Goodwin, Michael Dixon, Michael Lambourne, Marc Pickering, Irene Bagach



    Hier haben wir wohl mal wieder den klassischen Fall von zu großen Erwartungen. Angeregt durch Keyzer’s FTB-Eintrag war ich schon sehr auf den Film gespannt, wurde aber letztlich enttäuscht. Keine Ahnung, ob er besser auf mich gewirkt hätte, wenn er mich völlig unerwartet getroffen hätte, zB zufällig beim Zappen oder so.

    Die Figuren sind zwar halbwegs sympathisch und dank der leicht schrägen Supermarkt-Truppe kann er noch bei mir punkten. Die kleinen optischen Spielereien und die Sache mit dem Zeiteinfrieren sind sicher interessant und auch gut umgesetzt, aber anstatt weiteren neuen Ideen wird dies dann zu übermäßig ausgeführt. Zweifelsohne kommt der männliche Zuschauer optisch auf seine Kosten, das allein ist aber zu wenig, denn richtig berühren konnte mich die Geschichte zu keiner Zeit. Vielleicht auch allein schon deswegen, weil mir drei Dinge überhaupt nicht eingehen wollten...


    1. Allein schon die Ausgangssituation, dass Ben mit Suzy schlussmacht aber dann doch dadurch den Boden unter den Füßen verliert. Mir ist zwar schon auch klar, dass es sowas gibt, aber es störte mich doch und man fragt sich, warum denn nicht gleich Suzy die Beziehung beendete, das hätte mehr Sinn gemacht.

    2. Das zwischen Ben und Sharon ging mir zu schnell und zu intensiv.

    3. Die Szene als Sharon den Kuss zwischen Ben und Suzy beobachtet (der eigentlich kein richtiger war, sondern sie sah eben nur den kurzen falschen Moment) ist mal sowas von abgestanden, dass mich ab da die Hauptfiguren und ihr Schicksal überhaupt nicht mehr interessiert haben.



    Übrigens hatte ich hier den umgekehrten Little children-Effekt. Dachte bis zu einem gewissen Punkt, der Film spiele in den USA. Seltsam seltsam.


    6,5/10

    Pass. Song: “Night shift” von The Commodores
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #272
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    268. Vorbilder?!
    (Role models) USA 2008; von David Wain

    (07.03.2009)
    Mit: Paul Rudd, Seann William Scott, Elizabeth Banks, Jane Lynch, Christopher Mintz-Plasse, Bobb’e J. Thompson, Ken Jeong, Ken Marino, Kerri Kenney, Nicole Randall Johnson, Joe lo Truglio, A. D. Miles, Matt Walsh, Alexandra „Allie“ Stamler, Carly Craig



    Eigentlich dachte ich, ist es eine gute Sache den Film schon zu einer für mich eher ungewohnt frühen Zeit um 19:00 h zu schauen, welches die späteste Ausstrahlung in einem Kino in meiner Nähe war, denn dann hat man auch danach den Samstag Abend noch vor sich. Doch dass dies auch seine kleinen Schattenseiten hat, wurde mir schnell klar, als ich erkannte, dass ich wohl so ziemlich der Älteste im Saal war, was aber auch zusätzlich am Film selbst liegen kann, wobei aber vielleicht doch auch einfach nur an der Zeit, denn zB das junge Pärchen neben mir war zuweilen weniger auf die Leinwand konzentriert als auf andere Dinge. Naja, wenigstens saß ich auf Anhieb im richtigen Kinosaal, das ist ja auch schon mal viel wert.

    Die Vorfreude auf diesen Film war nicht unbeträchtlich, bei zwei mir so sympathischen Hauptdarstellern und einer Grundstory, die sich auf dem Papier gut anhört und einiges spaßiges vermuten lässt. Doch diese Erwartungen konnten nicht wirklich bestätigt werden. Im Großen und Ganzen war es einfach zu unlustig und Rudd durfte seine Fähigkeiten nur selten ausspielen.

    Bezüglich des Humors erinnerte es oft an die American pie-Reihe, also eher schlüpfrig und unter der Gürtellinie (wobei bei AP wenigstens einiges noch funktionierte), insofern also doch wohl eher für das Zielpublikum geschaffen, welches sich im Saal auch annähernd ausschließlich einfand. Und vermutlich hatten die Darsteller beim Dreh sehr viel Spaß, schade, dass man das nicht immer auch auf die andere Seite der Leinwand übermitteln konnte, sei ihnen aber gegönnt.

    Mich störte auch, dass diese Liverollenspielgeschichte zu viel Platz einnahm. Das erinnert mich an Maximum overdrive, dort war ich auch ziemlich enttäuscht, als nach einem so guten Start (und einer klasse Grundidee) dann gut 2/3 nur noch von der Thematik mit den von Trucks eingekesselten Personen handelt. Das wirkt immer so, als ob den Machern die Ideen ausgingen und diese sich dann eben auf eine Sache fokussieren. Mag’ nicht jeder so sehen, aber mir gefällt das weniger.

    Und leider kann Rudd den Film eben auch nicht mehr retten und vielleicht verhält es sich bei ihm auch ein wenig wie man es Will Ferrell immer vorwirft, dass er allein eine Komödie nicht tragen kann (was ich so natürlich ganz anders sehe), und eben besser als Nebendarsteller brillieren kann. Nun, seine weiteren Projekte werden darüber Aufschluss geben.

    5,5/10
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  3. #273
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    269. Saw IV
    USA/CAN 2007; von Darren Lynn Bousman

    (09.03.2009)
    Mit: Tobin Bell, Lyriq Bent, Costas Mandylor, Betsy Russell, Scott Patterson, Athena Karkanis, Donnie Wahlberg, Angus Macfadyen, Mike Realba, Justin Louis, Billy Otis, Julian Richings



    Das Vehikel auf welches die Saw-Reihe gespannt ist bewegt sich für mein Empfinden auf leicht abschüssiger Strecke, denn jeder Teil wird irgendwie immer ein wenig schlechter.

    Hier hatte ich stellenweise das Gefühl in einem direct-to-DVD-B-Movie gelandet zu sein, so hölzern klangen die Dialoge, so unterirdisch war teilweise das Spiel der Akteure (an der Stelle muss ich auch leider meinen sehr geschätzten Gilmore girls-Luke benennen, bei dem ich mich immer fragte, weshalb er in so wenigen Großproduktionen zu sehen ist, so langsam ahne ich den Grund...), und somit wurde ich an die alten (Schüler)Zeiten erinnert, als mein Kumpel und ich jeden Samstag ein oder zwei Filme aus der Videothek ausgeliehen und angeschaut haben und dabei hin und wieder ein B-Movie erwischten, was aber oftmals die Freude nicht unbedingt trübte.

    Das einzig Interessante an den Fortsetzungen sind die teils einfallsreichen und bösen Fallen und Vorrichtungen (mein Highlight hier war der „Icecrusher“), und dass man mehr über die Hintergründe von Jigsaw lernt und etwas Licht in den genauen Verlauf der Ereignisse gebracht wird.

    Hier aber auch an der Stelle noch ein großes Lob an TheCrow, dessen „Jigsaw Chronicles“ ich ja nun nach Ende dieses Filmes lesen durfte und auch wollte und somit wurden mir letztlich alle noch offenen Fragen beantwortet.

    Aber die Macher fädeln das schon geschickt ein, wenn man wissen will, wie es weitergeht (weil auch dieser Teil wieder mal nach einer Fortführung schreit), muss man eben auch den nächsten Teil anschauen, und den nächsten, und den nächsten... na ja, schau’n wer mal.

    5,5/10
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  4. #274
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: My point of view

    270. Baise-moi
    F 2000; von Virginie Despentes und Coralie

    (09.03.2009)
    Mit: Karen Bach, Raffaela Anderson, Delphine McCarty, Ouassini Embarek, Marc Rioufol



    Dass der Film schlecht sein soll hatte ich ja vorher schon mitbekommen, aber wenn es denn so gewesen wäre, dann könnte man ja noch zufrieden sein. Aber das hier ist alles nur Oberstumpfsinn aller erster Kajüte.

    Die „Charakterzeichnung“ (das Wort in Zusammenhang mit dem Film zu nennen ist eigentlich schon eine Sünde) war so flach, dass es fast weh tut (nur fast, denn hieran irgendein Gefühl zu verschwenden wäre falsch). Die Dialoge waren grauenvoll, der Zusammenschnitt großer Quark, usw. usf..

    Das Problem liegt ja nicht grundsätzlich an dem Thema oder an der Art der Darstellung, da wusste ich ja schon ungefähr was mich erwartet, es war einfach nur schlecht gemacht, wobei schlecht wie gesagt fast schon ein Kompliment ist.

    Wenn man hier das Budget des Filmes (was aber nicht viel sein kann) einfach im heimischen Kamin verbrannt hätte, wäre es sinnvoller angelegt gewesen.

    Immerhin bedarf es ein wenig Mut, so einen kontroversen Film zu machen, und daher gibt’s noch einen halben Gnadenpunkt.

    0,5/10
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  5. #275
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    Re: My point of view

    271. Liebe mich, wenn Du Dich traust
    (Jeux d’enfants) F/B 2003; von Yann Samuell

    (10.03.2009)
    Mit: Guillaume Canet, Marion Cotillard, Gérard Watkins, Emmanuelle Grönvold, Gilles Lellouche, Laëtizia Venezia Tarnowska, Thibault Verhaeghe, Joséphine Lebas-Joly, Julia Faure, Élodie Navarre



    Das Schöne an dem forumseigenen OMFE-Spiel ist ja, dass man nicht nur selbst das ein oder andere Schmankerl serviert bekommt, von dem man entweder bislang noch gar keine Ahnung hatte oder aufgrund falscher Einschätzung eine Sichtung weitestgehend vermieden hat... sondern man kann vielleicht auch noch den ein oder anderen Tipp eines Mitomfers bzw. Mitomferin abstauben und sehen was passiert.

    Dass der Film letztlich für mich auch zu einem ganz persönlichen wird ahnte ich noch nicht, als ich ihn bereits vor Monaten in meine Online-Ausleihliste aufnahm. Doch trotz dieser Vorzeichen konnte mich der Film an keiner Stelle so richtig begeistern. Zunächst mal konnte ich mit beiden Hauptcharakteren überhaupt nicht warm werden. Und so schön manche Ideen und romantisch einige Aktionen auch waren, letztlich fand’ ich die Figuren mehr psychotisch als liebenswert. Obwohl Cotillard natürlich einiges in Sachen Liebreiz in die Waagschale werfen kann, aber hier überwog dann doch die Figur, wobei genau dies ja auch Sinn der Sache war, also Kompliment an Mme. Cotillard, alles richtig gemacht, und doch wieder falsch... immer dieses wankelmütige Publikum.

    Hoffe, mein Empfinden des Filmes spricht nun nicht gegen mich. Vielleicht bin ich doch zu unromantisch (was ich aber nie zugeben würde) um eine Liebe zu akzeptieren, die sich dermaßen äußert. Wenngleich man natürlich sagen kann, dass es andererseits auch wieder sehr bemerkenswert und vielleicht die wunderbarste Form ist, wie sich die Liebe der Beiden dermaßen eine eigene Welt geschaffen hat, dass dadurch alles drumherum außer acht gelassen wird und für die Außenwelt eine geradezu ignorante und zerstörerische Kraft hat. Diese Überlegung bringt mich nun in ein Dilemma, weil ich aus persönlichen Gründen derzeit genau diese Haltung gutheißen würde, aber seltsamerweise kommt es bei mir hier deutlich negativ an. Aber vermutlich liegt es einfach doch mehr an mir als am Film.

    5,5/10

    Pass. Song: "Can’t fight this feeling" von REO Speedwagon
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  6. #276
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    Re: My point of view

    272. Unknown
    USA 2006; von Simon Brand

    (14.03.2009)
    Mit: James Caviezel, Barry Pepper, Greg Kinnear, Joe Pantoliano, Jeremy Sisto, Peter Stormare, Chris Mulkey, Clayne Crawford, Mark Boone Junior, Wilmer Calderón, Kevin Chapman, David Selby, Bridget Moynahan



    Als ich vom Ausgangsszenario des Filmes hörte (hail to the Dude) horchte ich auf, denn diese Grundidee, dass eine beliebige Anzahl von Personen, die sich augenscheinlich nicht kennen und sich an nichts erinnern können, eingeschlossen in einem Raum aufwachen, hat mich schon immer interessiert. Egal ob bei Cube oder einer Folge von Enterprise - TNG. Doch anders als in den beiden genannten Beispielen, ist der Fall in diesem Film etwas anders gelagert, was die „Auflösung“ anbelangt. Diese ist letztlich keine große Überraschung, weil es sich im Verlauf bereits andeutet und so bleibt ein übermäßiger Aha!-Effekt aus. Allein ganz zum Schluss wird dann noch eins draufgesetzt nach dem Motto `ach komm’, wenn wir grad schon mal dabei sind...` und das wirkt dann eher sinnlos.

    Und so insgesamt fragt man sich, was wollte uns der Film eigentlich sagen !? Ich meine, nicht dass er besonders schlecht wäre, er ist nur irgendwie... unnötig, ersetzbar, unnachhaltig.

    Allein der ordentliche Cast kann einen halbwegs begeistern und wie gesagt, wirklich übel ist er nicht, aber eben auch nicht besonders herausragend, ganz so wie der Londoner Vorstadt-Club in einem Zitat aus einem anderen Film.

    5/10
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  7. #277
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    Re: My point of view

    273. Inside
    (À l’intérieur) F 2007; von Alexandre Bustillo + Julien Maury

    (14.03.2009)
    Mit: Alysson Paradis, Béatrice Dalle, Nathalie Roussel, François-Régis Marchasson, Hyam Zeytoun, Tahar Rahim, Emmanuel Guez, Emmanuel Lanzi, Ludovic Berthillot, Nicolas Duvauchelle, Aymen Saïdi



    Schon vor der Sichtung des Filmes, wenn man darüber nachdenkt, stellt man sich Fragen. Zu allererst... warum schaut man so einen Film überhaupt ? Ist es die Faszination des Grauens, wie mein Mitblogcaster es, in Anlehnung an den deutschen Zusatztitel eines spanischen Filmes, nannte, ist es Voyeurismus, oder weil man mitreden will, will man einen besonderen Kick erleben oder weil man seine Grenzen als Filmkonsument austesten will... eine genaue Antwort kann ich in meinem Falle gar nicht geben, wohl ein bisschen was von allem. Gleichzeitig kann man den Fragenball aber auch zurückwerfen, warum wird ein solcher Film überhaupt gedreht ? Hier überschneiden sich möglicherweise die bereits genannten Motive teilweise und aber letztlich können das nur die Macher selbst beantworten.

    Ich weiß nicht ob es wieder mal daran lag, dass ich zuvor einiges über den Film wusste und somit zumindest von der Story selbst kaum überrascht wurde, sogar der kleine Mini-Twist über die genauen Motive der Lady in black (oh pardon, femme en noir) ahnte ich in etwa schon nach der ersten Szene, was aber nicht sonderlich schlimm ist.

    Zweifelsohne war die Nervenanspannung während des Sehens recht groß und somit wurde wohl genau das erfüllt, was es zu erfüllen gab. Doch gegen Ende verlor sich das seltsamerweise ein wenig, die Schlussszene war eh unausweichlich und konnte somit kaum mehr schockieren.

    Sicher mag der Film für einige eigentlich abgebrühte Genre-Liebhaber ein besonderes Erlebnis gewesen sein und ohne Frage sind einige heftige Szenen dabei, aber jetzt so im Nachhinein muss ich sagen, dass das Ganze weitaus weniger Nachhaltigkeit besitzt als die für mich diesbezüglich weitaus stärker nachklingenden Haute tension sowie der (nun auch weiterhin) unangefochtene Primus in dieser Kategorie Irreversible. Das alles auch obwohl es neben den konkreten heftigen Szenen auch einige sehr atmosphärische, eher ruhig inszenierte Sequenzen gab, die durchaus zu gefallen und anzuspannen wussten, jedoch hatte ich so insgesamt in Sachen Atmosphäre und einer hochklassig dargestellten Bedrohlichkeit mehr erwartet.

    6/10
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  8. #278
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    Re: My point of view

    274. Zusammen ist man weniger allein
    (Ensemble, c’est tout) F 2007; von Claude Berri

    (15.03.2009)
    Mit: Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Firmine Richard, Hélène Surgère, Sandrine Mazéas, Béatrice Michel, Kahena Saighi



    Hach, die Franzosen können ja auch einen auf heile Glücksbärchi-Welt machen. Somit das passende Kontrastprogramm zum Vorabend. Ja okay, natürlich werden hier auch die menschlichen Dramen angerissen, aber am Ende ist alles gut.

    Ähnlich erging es mir selbst, als sich zunächst andeutet in welche Richtung das Ganze unweigerlich gehen muss, war ich bisschen sauer, weil es so entmutigend ist, dass immer der Arschloch-Charakter am Ende doch das Mädchen bekommt, das ist so ungerecht. Aber dann erzählt der Film sehr zurückhaltend und unaufdringlich wie es zur Annäherung der beiden Hauptfiguren kommt und dann kann man das sogar letztlich akzeptieren.

    Also ein kleiner, feiner Film der zum Pflegen sozialer Kontakte ermutigt, letztlich keinem weh tut und aber auch kein Werk ist, welches man unbedingt gesehen haben muss.

    Tautou ist natürlich nicht ganz so bezaubernd wie als Amélie (war ja klar, dass dieser Vergleich kommen muss...), was aber ganz einfach an der Rolle liegt. Doch auch als „normaler“ Mensch kann sie überzeugen, wenngleich sie mir mit so kurzen Haaren nicht gefällt, aber ich vermute dass ist ihr und dem Regisseur herzlich Schnuppe.

    6/10

    Pass. Song: „All together now“ von The Farm
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  9. #279
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    Re: My point of view

    275. L’auberge espagnole - Barcelona für ein Jahr
    (L’auberge espagnole) F/E 2003; Cédric Klapisch

    (15.03.2009)
    Mit: Romain Duris , Cécile de France , Kelly Reilly , Federico D’Anna , Christian Pagh , Barnaby Metschurat , Cristina Brondo , Audrey Tautou , Judith Godrèche , Xavier de Guillebon , Kevin Bishop , Javier Coromina , Irene Montalà , Paulina Gálvez /, Martine Demaret , Wladimir Yordanoff , Iddo Goldberg , Olivier Raynal



    Endlich. Nachdem zuletzt das ganz große Erlebnis ausblieb, nun wieder mal ein Film bei dem das Zuschauen durchweg großen Spaß machte. Ein richtiges Good-Feel-Movie.

    Das mir schon allein die Grundidee an sich gefallen würde ahnte ich ja schon, allein wegen der internationalen Zusammenstellung (was dann bereits im Vorspann schön mit den Fähnchen zelebriert wurde und an der Stelle hatte er das erste Mal ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert... bei weitem nicht das Letzte).

    Vielleicht kann man dem Film vorwerfen, dass er die schweren Seiten des Lebens entweder komplett ausblendet oder meist mit einer fluffigen Leichtigkeit serviert, aber das habe ich ihm sofortestens verziehen, weil das Zusehen wie schon gesagt einfach eine Freude ist und das ist genau das was ich mag, außerdem gibt es schon auch tragische Momente, die aber nicht überstrapaziert werden.

    Die Haupt- und Nebenfiguren sind einfach durchweg sympathisch (wenn auch nicht immer frei von moralischen Unzulänglichkeiten) und man möchte gerne selbst ein mal in einer solchen „EU“-WG leben. Dies alles noch vor der Kulisse von Barcelona, wobei man so wahnsinnig viel über die Stadt selbst gar nicht lernt, aber das ist verzeihlich denn für solche Zwecke gibt es ja Reisedokus. Schade nur, dass die anderen Figuren ein wenig kurz kamen, anderenfalls hätte der Film dann zwar doppelt so lange dauern müssen, aber das wäre kein Problem gewesen.

    Sehr klasse waren auch die vereinzelten filmtechnischen Spielereien, besonders zu Beginn und in der vielleicht besten Szene. Gemeint ist die, in der alle sich spontan dazu entschließen ihrer Freundin Wendy zu helfen. Positiv dabei das Tempo, der leichte Witz, der Zusammenhalt der Truppe und man bekommt auf die schnelle noch einige Einblicke in einige Straßen und Gassen von Barcelona. Dass die Aktion an sich Alistair gegenüber natürlich äußerst übel ist, ist dann allerdings die andere Seite der Medaille. Aber so eine länderübergreifende Freundschaft ist wohl wie eine Großstadt, es gibt die schönen und die schmutzigen Ecken, und als Neuling kommt man sich zu Beginn recht allein und fremd vor.

    Ein Plus gibt’s dann noch wegen dem Dänen und der vielen sehenswerten Weiblichkeit.

    9/10

    Pass. Song: “Auberge” von Chris Rea
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  10. #280
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    I've watched the Watchmen

    276. Watchmen
    USA 2009; von Zack Snyder

    (15.03.2009)
    Mit: Patrick Wilson, Jackie Earle Haley, Billy Crudup, Malin Åkerman, Matthew Goode, Harry Dean Morgan, Carla Gugino, Matt Frewer, Stephen McHattie, Laura Mennell, Rob la Belle, Gary Houston, Robert Wisden, Frank Novak, Danny Woodburn



    Oh man ich bin vielleicht so was von enttäuscht... habe ich mich doch so sehr auf einen Watchmen-Smiley-Button gefreut, doch den gab es nicht *snief*.

    Doch zum Film. Bevor ein gewisser User (ab sofort von mir auch Dr. Rorozymandian Owl Spectre genannt) hier kräftig bereits lange vor der Veröffentlichung die Werbetrommel rührte, hatte ich von der Truppe hier so wenig Ahnung wie eine Termite vom Mars. Doch die Welt, die sich mir aus dem Trailer und den (Achtung, Untertreibung des Jahres) wenigen Bildern bot, machte mich doch sehr an. So konnte ich diese „Comicverfilmung“ also in gänzlicher Unkenntnis der Vorlage erleben, und ehrlich gesagt, ist mir selbige auch relativ schnurz (das ist jetzt nicht abwertend gemeint, was ich damit nur sagen will ist, dass für mich die Frage ob der Film der Vorlage gerecht wird, sie mglw. sogar perfekt in bewegte Bilder umwandelt, keinerlei Bewertungsmaßstab ist).

    Ich würde den Film mal grob in drei Teile teilen. Der erste ist eine längere Einführung in die Charaktere und die gesamte Situation, was erfreulicherweise fast überhaupt nicht langatmig wirkt, weil diese Welt doch recht interessant scheint, und auch ist diese ganze „was bisher geschah“-Kiste sehr gut in die laufende Story eingebettet, das gefiel (an der Stelle seien auch die sehr detailreichen und oppulenten Opening Credits erwähnt, deren ganzen komplexen Inhalt man beim ersten Sehen wohl kaum erfassen kann, noch dazu bei fehlendem Vorwissen). Der zweite Teil ist dann quasi die Konkretisierung der aktuellen Lage, dieser Teil ist für mich persönlich wohl der Beste, weil der Film hier richtig an Fahrt gewinnt, es dann auch mal schön bildgewaltige Action gibt und die kennen gelernten Figuren richtig agieren dürfen. Der letzte Teil ist dann quasi ein langgezogener Show-down incl. einem Versuch der Zusammenfassung der Lage. Über diesen Teil bin ich mir noch nicht so ganz im Klaren, bzw. bin ich einerseits schon, bin mir nur nicht sicher, wie ich das richtig ausdrücken soll, vor allem ohne, dass es gleich auf mich zurückfällt. Denn hier merkt man dann deutlicher als sonst, woher die Vorlage kommt, alles andere zuvor wirkte kaum comichaft (abgesehen vielleicht von dem wohl absichtlich überzeichneten Körperteil des Präsidenten), doch zum Schluss wirkt es einfach auch recht überdreht und teilweise ein wenig too much... wie gesagt, wer die Vorlage kennt und halbwegs gut findet, dürfte sich daran kaum stören. Doch ich bin nur ein kleiner, unwissender Filmkonsument.

    Nichtsdestotrotz ist dies hier ein bildgewaltiges Epos, welches den Grundgedanken der Comic-Superhelden in einer hochklassigen und penibel durchdachten Art und Weise auf links dreht und mit ordentlich Sozialkritik anreichert.

    In der Frage, inwieweit die hier ausgewählten Darsteller richtig waren, kann ich ebenfalls nicht auf Kenntnisse der Vorlage zurückgreifen und somit ist meine Beurteilung auch hier möglicherweise einseitig. Doch so insgesamt fand ich es ganz gut, besonders Haley, Wilson, Morgan und Åkerman (rrrrrrr) gefielen sehr, was aber auch sehr an den Figuren an sich liegt. Mit Dr. Manhattan und Ozymandias konnte ich weitaus weniger anfangen. Dr. Manhattan wirkt mir sehr suspekt, so ein wenig wie Data, der auch die schlimmsten und omni-wichtigsten Ereignisse ganz emotionslos und fast weichlich-naiv kommentiert. Gut, aus seiner Sicht sicherlich nachvollziehbar, aber gefiel mir eben nicht. Aber okay, sicherlich ist das auch so gewollt, dass „Helden“ geschaffen werden, die, aus den unterschiedlichsten Gründen, eben nicht everybody’s Darling sind. Man denke allein an die Figur des Comedian, Herrschaften, wer solche Freunde hat..., dennoch schaffte ich es nicht ihn gänzlich zu hassen sondern auf eine seltsame Art auch gefallen an der Figur zu finden. Mein favorisierter Charakter ist wohl Rorschach. Auch wenn er als Person nicht gerade ein Herzchen ist und in der realen Welt ich wohl eher eine Begegnung meiden würde. Aber hier kommt wohl meine Vorliebe für die eher nicht so glänzenden, eher unbeliebten Nebenfiguren zum Tragen.

    Interessant auch, Wilson und Haley wieder gemeinsam in Aktion zu sehen... so wurden sie von little children zu richtigen Watchmen.

    Fazit: Für die breite Masse in Unkenntnis der Vorlage nicht unbedingt ausnahmslos zu empfehlen, doch aber für jeden, der einer detailreichen bildgewaltigen und komplexen Geschichte zugeneigt ist.

    8,5/10

    Ich frage mich...: Warum muss Dr. Manhattan blinzeln ?

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