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Thema: Why so curious ?

  1. #291
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    287. Semi-Pro
    (Semi-Pro) USA 2008 von Kent Alterman

    (09.04.2009)
    Mit: Will Ferrell, Woody Harrelson, André Benjamin, Maura Tierney, Andrew Daly, Will Arnett, Andy Richter, Rob Corddry, Matt Walsh, Josh Braaten, Jackie Earle Haley, DeRay Davis, Jay Phillips, Peter Cornell, David Koechner, Pat Kilbane, Tim Meadows, Collette Wolfe, Kristen Wiig



    Diese Sportkomödie als semi-unterhaltsam zu betiteln wäre noch geschmeichelt. Zum ersten Mal bin ich von Ferrell richtig enttäuscht, was sicherlich nicht alleine an ihm liegt, denn Filmemachen ist wie Basketball ein Teamsport. Und hier verfehlen die Spaßbälle nicht immer nur knapp den Korb, es gibt einen Airball nach dem Anderen. Allein die immer aberwitzigeren Aktionen von Jackie Moon in seiner Eigenschaft als Event-Promoter geben jeweils ein Schmunzeln her und ein richtig guter Gag ist auch dabei, aber der kommt erst ganz am Schluss, den viele möglicherweise gar nicht mehr miterleben.

    Sicherlich ist es interessant, weil hinter der gezeigten halb-professionellen Liga auch ein Stückchen Wahrheit und somit ein wenig US-amerikanische Sportgeschichte steckt, aber natürlich darf man hier keine faktische und detailgetreue Aufarbeitung erwarten.

    Allein Jackie Earle Haley ist noch ein besonderes Highlight 'want my money', auch wenn er kaum zu erkennen ist (aber das wird ihm ganz recht sein, denn neben solch tollen und hochwertigen Produktionen wie Little children oder Watchmen ist das doch ein ganz dunkler Fleck auf seiner Film-Vita).

    Insofern ist der Film keinem wirklich zu empfehlen, Ferrell-Fans nicht, weil sich enttäuscht sein werden, Ferrell-Hassern auch nicht, weil sie nichts sehen, was sie nicht eh schon geahnt haben, und Basketball-Fans auch nicht, denn dazu gibt es im Prinzip zu wenig Spielszenen. (Allein wer Harrelson mal wieder unter dem Korb agieren sehen möchte, kann ja mal unverbindlich reinschauen).

    Insgesamt ist das also alles ziemlich vergessenswert und allein die neben Ferrell gern gesehenen Nasen wie Koechner, Arnett oder Richter bringen ein wenig Freude rein, dazu noch die ungewöhnlichen (aber zeitgemäßen) Frisuren und ein wenigstens ordentlicher Soundtrack.

    3/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #292
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    288. Masters of horror - (21) Valerie on the stairs - Der Geist des Highberger House
    USA/CAN 2006; von Mick Garris

    (12.04.2009)
    D: Tyron Leitso, Clare Grant, Tony Todd, Jonathan Watton, Christopher Lloyd, Nicola Lipman, Suki Kaiser, Christine Barrie



    Wieder mal eine Geschichte um ein Haus mit übernatürlichen Bewohnern... wie originell… *gähn*. Dass es dann so insgesamt auch den ein oder anderen noch nicht oft strapazierten Teilaspekt gibt kann ich aufgrund meiner anfänglichen Enttäuschung gar nicht richtig wahrnehmen.

    Die Inszenierung ist mittelprächtig, eine Szene recht ordentlich goreig und die Schlussszene ist gar nicht mal so übel. Aber extrem mies sind die bescheuerten Dialoge, die eine besondere Erwähnung „verdient“ haben.

    Ich hoffe es kommen bald wieder bessere Folgen...

    Bewertung, in der MoH-Reihe: 5/10
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  3. #293
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    289. Masters of horror - (23) We all scream for ice cream
    USA/CAN 2006; von Tom Holland

    (12.04.2009)
    D: Lee Tergesen, William Forsythe, Ingrid Tesch, Tim Henry, Colin Cunningham



    Irgendwie hatte ich mich sehr auf diese Episode gefreut weil ich aus irgendeinem Grunde dachte, sie sei besonders gut... aber, dieser Konjunktiv wurde nicht real und so war es eine ganz okayene Folge, aber auch nix allzu besonderes.

    Der Auftakt hatte ein wenig was von einer Axte X-Folge (wobei der Ablauf der Szene so im Nachhinein irgendwie an Sinn verliert... woher wussten der Junge und sein Vater, was passieren wird...). Und auch am Ende gab es einige Fragen... was passierte mit dem Eis, um welches sich Laynes' Kinder stritten ?

    Jedenfalls... eine nicht neue als-Kinder-haben-wir-was-angestellt-was-uns-nun-einholt-Story mit Pennywise’ Bruder (wenngleich die Mutter aller Killerclowns weitaus bedrohlicher wirkte).

    Der Grundgedanke ist auch nicht übel, wobei Busters Vorgehen auch ein wenig umständlich ist, aber gut, akzeptieren wir halt einfach mal die Idee des Voodoo-Eis, ist ja wie gesagt recht einfallsreich. Und so sorgt es u. a. auch für eine recht eindrucksvolle Szene, die zwar ein wenig an Gremlins erinnert, aber im Unterschied dazu trifft es diesmal einen Menschen.

    Nja also... war ganz okay, aber so insgesamt hätte ich doch mehr Biss erwartet... irgendwie konnte ich mit der Geschichte nicht ganz verschmelzen... kurzum, I scream for more better episodes...

    Bewertung, in der MoH-Reihe: 6,5/10
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  4. #294
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    I'm T.N.T.

    290. Napoleon Dynamite
    USA 2004 von Jared Hess

    (13.04.2009)
    Mit: Jon Heder, Efren Ramírez, Aaron Ruell, Jon Gries, Tina Majorino, Haylie Duff, Sandy Martin, Diedrich Bader, Emily Tyndall, Trevor Snarr, Shondrella Avery



    Schon durch das einfallsreiche und besondere Intro hat einen der Film gleich auf seiner Seite, was sicherlich auch nicht verkehrt ist, denn ein paar Minuten braucht es, bis man in den Film selbst richtig reingefunden hat. Doch eben aufgrund des guten Gefühls ob des Einstiegs hält man diese kurze Zeit problemlos durch.

    Danach bietet sich einem eine Vielzahl an schrägen Figuren und ungewöhnlichen Begebenheiten, die aber nie ins unrealistische oder negativ lächerliche abdriften. Ich würde den Film ein wenig mit Little miss sunshine vergleichen, auch wenn das Grundthema an sich ein anderes ist und es etwas weniger große Lacher und etwas weniger Tragik gibt, gemein sind den beiden Werken die schrägen aber liebenswerten Figuren und ich vermute, dass man, wenn man den einen Film mag, auch den Anderen gut findet.

    Die besondere Wirkung entfaltet das Ganze vor allem auch durch die wunderbaren Darsteller, insbesondere Heder, Ramírez und Ruell punkten auf ganzer Linie. Dieses ja, wie soll man es nennen... dieses reduzierte... diese Dismimik... und... hach, das muss man gesehen haben. Und auch Majorino macht da ganz ordentlich mit und ist stellenweise richtig herzig. Wenn man sich dann noch vor Augen hält, wie die drei erstgenannten Darsteller, sowie auch Gries, im wahren Leben aussehen, dann ist das schon erstaunlich, zu was sie hier gemacht wurden bzw. sich gemacht haben. Ich denke mal, mindestens 75% der guten Wirkung des Filmes geht auf das Konto der Darsteller.

    Kleiner Hinweis noch... bitte den nicht allzu langen Abspann, der durch den wunderbaren „The promise“ der Band When in Rome begleitet wird, durchschauen, danach gibt es noch eine bemerkenswerte Szene.

    Fazit: Wer skurrile Charaktere mag, kommt um diesen wunderbaren und dabei unaufdringlichen Film nicht herum.

    „Peace yo !“

    8/10

    PS: Ich lese gerade Keyzers Eintrag zu dem Film und kann mich nur wundern, wie unterschiedlich man doch einen Film aufnehmen kann und bin gleichermaßen erschüttert. (Naja, auf IMDb ist der Ø bei 6,9... puh, somit ist die Welt wieder in Ordnung).
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  5. #295
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    Forgetting Forgetting Sarah Marshall

    291. Forgetting Sarah Marshall
    USA 2008 von Nicholas Stoller

    (17.04.2009)
    Mit: Jason Segel, Kristen Bell, Mila Kunis, Russell Brand, Bill Hader, Liz Cackowski, Maria Thayer, Jack McBrayer, Jonah Hill, Paul Rudd, Taylor Wily, Davon McDonald, Branscombe Richmond, William Baldwin, Jason Bateman



    Gibt’s von dem Film eigentlich noch eine Fortsetzung ? In der dann die ganzen Gags kommen ?

    Nja also der Einstieg hat mir sehr gefallen, dank dem Cake-Song... eine meiner Lieblingsbands mit einem tollen Titel... *jubel*...; am Ende gab es auch noch eine tolle Szene, der Trailer für die neue Serie (würde mich aber nicht wundern, wenn so was wirklich mal gedreht wird)... aber sonst... hätte die anbetungswürdige Mila Kunis nicht mitgemacht, ich hätte den Film vermutlich vorzeitig abgebrochen.

    Die Dinner-zu-viert-Szene war teils in Anflügen lustig, aber sonst... Jonah Hill’s Figur war teils nicht schlecht, aber wirkte auch ein wenig nach dem Motto ‚wo bekommen wir den jetzt in dem Film noch unter... ach, als crazy schrägen Kellner... au ja, das wird was...’.

    Ansonsten gefallen nur die Szenen mit Kunis und Thayer, der Rest... na ja. Interessant nur, dass ich Paul Rudd aber mal so was von nicht erkannt habe (im aller ersten Moment dachte ich noch kurz an Seann William Scott).

    Weshalb Rachel Peter eine Suite fast für Umme überlässt und sich gleich so mit ihm einlässt wäre bei Gelegenheit vllt. auch noch zu klären.

    Tja, was machen wir jetzt mit dem Film !? Hmmm... forgetting ist ein gutes Stichwort.

    4/10
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  6. #296
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    Incidents on and off a mountain road

    292. The hitcher
    USA 2007 von Dave Meyers

    (18.04.2009)
    Mit: Sophia Bush, Zachary Knighton, Sean Bean, Neal McDonough, Kyle Davis



    (leichte)
    Bei der Beurteilung dieses Films, wieder mal ein Remake dessen Original ich aber nicht kenne, tue ich mich recht schwer. Denn es gibt einiges feines, wie zB den fast ständig präsenten Thrill sowie die angespannte Stimmung, die überzeugende Darstellung von Mr. Bean, sowie die stellenweise recht kompromisslose Art (boar, ich hätte nicht gedacht, dass er die Zweiteilung durchzieht), oder wenn ich an die Szene denke als er die Polizeiwagen und den Hubschrauber sprichwörtlich aus dem Verkehr zieht, das hat klasse, das hat Tempo, das gefällt.

    Doch es gibt auch Punkte die weniger gefallen, was ob der guten Stellen besonders schmerzlich ist, denn man hat die Chance, einen ganz großen Film abzuliefern, letztlich vermasselt. So zB die teilweise nicht nachvollziehbare Handlungsweise des hitchers. Auch über seine Intention gilt es zu rätseln, hat er grundsätzlich ein Rad ab, war er einfach nur angepisst, weil ihn die Beiden im Regen haben stehen lassen und fast über’n Haufen gefahren haben, war er scharf auf Grace, neidisch auf Jim oder hat er einfach nur schlecht gefrühstückt ? Oder braucht es für so einen überhaupt keinen Grund. Man weiß es nicht. Eines ist sicher, die weiten Highways der USA sind selbiges nicht.

    Auch hier war der Einstieg was besonderes... die Haseübernhaufenfahr-Szene hat mir zwar erwartungsgemäß weniger zugesagt, aber da es sich um einen fast lächerlichen CGI handelt, ist das halb so wild, und der Song der All-American Rejects gefällt dafür sehr.

    Was bleibt ist ein ordentlicher Suspenser, mit einem weiteren Eintrag in die ten coolest last words (McDonough) und eine Hauptdarstellerin die... nein, dafür gibt es keine Worte, alles weitere zu und mit ihr findet ausschließlich in meinem Kopf statt.


    7,5/10
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  7. #297
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    And justice for all !?

    OMFE präsentiert: Must-See-Film #19; presented by JFK

    293. Das Urteil von Nürnberg
    (Judgment at Nuremberg) USA 1961 von Stanley Kramer

    (26.04.2009)
    Mit: Spencer Tracy, Burt Lancaster, Richard Widmark, Maximilian Schell, Marlene Dietrich, Alan Baxter, Ed Binns, Montgomery Clift, Judy Garland, William Shatner, Kenneth MacKenna, Ray Teal, Werner Klemperer, Torben Meyer, Martin Brandt, Joseph Bernard, Virginia Christine, Ben Wright, John Wengraf, Karl Swenson, Howard Caine



    Ein auf wahren Begebenheiten beruhender Film ist immer so eine Sache, insbesondere bei historisch allseits bekannten Vorgängen wie die vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Denn letztlich kann und darf der Film nicht übermäßig von den echten Geschehnissen abweichen, insofern ist das Drehbuch, besonders bezüglich der Szenen im Gerichtssaal, schon vorgegeben.

    Schwierig wird die Bewertung deshalb, weil ich während der überwiegenden Zeit des Ansehens nicht das Gefühl hatte, dass es ein Film ist, und das obwohl eine ganz ordentliche Zahl an bekannten Schauspielgrößen rumläuft. Ich sah’ das Ganze fast eher wie eine historische Dokumentation, nur eben mit bereits bekannten Nasen.

    Das Ganze war jedenfalls sehr ordentlich umgesetzt, und, besonders für die damalige Zeit, erfrischend nichtssagend im Hinblick auf eine Wertung des Geschehenen. Meiner Meinung nach schlägt man sich nicht eindeutig und übermäßig auf die eigene, die Alliierte, Seite. Zwar sind Ansätze vorhanden, die das deutsche Volk nicht unbedingt in einem guten Licht darstellen, aber unter Berücksichtigung des Entstehungsjahres ist dies noch relativ gering. Wenn auch ohne Frage die gezeigten Bilder dessen, was Alliierte Soldaten in den Konzentrationslagern vorfanden, eindeutig sind und sie verfehlen ihre Wirkung nicht, weder im Gerichtssaal noch vor dem TV-Gerät.

    Die Leistungen von Lancaster und Widmark sind überdurchschnittlich gut, die von Schell und in den Nebenrollen Garland und insbesondere Clift annähernd großartig. William Shatner mal wieder in jung zu sehen ist auch irgendwie ganz spaßig. Und natürlich ist er in einer Szene auch mit seiner hübschen Freundin zu sehen... und vorher fragt ihn der Richter doch tatsächlich noch, ob er denn jemanden diesbezüglich habe... tze, das braucht man The Shat doch nicht fragen.

    Übrigens habe ich den Film fast ausschließlich in OV gesehen (mit dt. Untertiteln versteht sich), das fußte zwar eher auf einer Fehlannahme, aber ich hab’s dann natürlich durchgezogen. Da der Film im Original nämlich vermeintlich zweisprachig ist, dachte ich mir, wäre es sinnvoller, ihn auch zweisprachig zu erleben, wozu man auf Original umschalten müsste (insbesondere fand ich es spannend, Lancaster deutschsprechen zu hören). Doch da habe ich mich getäuscht, auch wenn im Film (vermeintlich) deutsch gesprochen wird, handelt es sich doch um englisch. So blieb es lediglich dann interessant, wenn sich zwischen die englischen Worte einzelne feststehende deutsche Begriffe mogelten wie Gestapo, Reichstag, oder Straßenbezeichnungen. Naja, wie gesagt, war dennoch wohl kein Fehler es im Original zu schauen, und da die Inszenierung ja wenig Actionszenen enthält, war das Mitlesen nicht problematisch. Dass die (teils "echten" teils "falschen") Deutschen im Film auch englisch reden ist natürlich ein wenig naja... spricht nicht für den Film finde ich (macht auch aufgrund der im Film benutzten Übersetzer und Kopfhörer dann keinen Sinn), andererseits sprach Lancaster mit (deutschem) Akzent, was wiederum positiv ist, irgendwie.

    Ansonsten gäbe es sicherlich noch Seitenweise über die Thematik zu schreiben, die historische und politische Bedeutung dieses und der ähnlich gelagerten Prozesse davor und danach, die juristische Seite des Handelns der angeklagten Nazi-Richter und so weiter und so fort. Doch dazu müsste ich mich erst noch weiter in die ganze Themaik reinvertiefen (aus dem Geschichtsunterricht ist doch nur noch rudimentäres Wissen vorhanden), doch das scheitert aktuell an fehlender Zeit. Dennoch ein Film, der diese wichtigen und eben historisch-fundierten Ereignisse in gut inszenierter Art und Weise für die Nachwelt festgehalten hat. Ein Film auch ein Stück weit gegen das Vergessen. Insofern positiv, ihn nun gesehen zu haben.

    7,3/10; für OMFE: 7
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  8. #298
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    Brothers in arms

    294. Die Stiefbrüder
    (Step brothers) USA 2008 von Adam McKay

    (26.04.2009)
    Mit: Will Ferrell, John C. Reilly, Richard Jenkins, Mary Steenburgen, Adam Scott, Kathryn Hahn, Lurie Poston, Elizabeth Yozamp, Andrea Savage, Logan Manus, Wayne Federman, Rob Riggle, Seth Rogen



    Hrmpfg. Ein teils recht spaßiger Film, der es aber auch nicht selten übertreibt. Gut, das passt ja thematisch, denn Kinder wissen ja auch oft nicht wann es genug ist und neigen zur übertriebenen Überdrehtheit. Und hier haben wir es mit zwei besonderen Exemplaren zu tun, wenn etwas schlimmer ist als zwei kleine, nervige Plagen, dann sind es zwei große, nervige Plagen, die ihre Eltern an den Rand des Wahnsinns treiben. Und allein die elterliche Zuneigung verhindert es, dass diese von der Schusswaffe gebrauch machen.

    Ach ja, zum hrmpfg... das sollte Ausdruck dafür sein, dass ich nicht ganz weiß, was ich von dem halten soll und mir unschlüssig bezüglich einer abschließenden Bewertung bin. Gab’ zwar einige spaßige Momente (insbesonders das Abschrecken möglicher Hauskäufer; oder als die Beiden ihre Gemeinsamkeiten entdecken; oder das Baumhausboot), aber ich hatte mir schon deutlich mehr erwartet.

    Für Ferrell und Reilly jedoch muss es ein ganz großer Spaß gewesen sein, sich als große Kinder mal so richtig daneben benehmen zu dürfen. Wovon sicherlich viele Träumen dürfen sie ausleben und bewältigen diese "Aufgabe" auch entsprechend gut.

    Es gibt auch etliche direkte Anspielungen auf alte Filme und Serien, das typische Film-Geek-Verhalten, wie man es aus dem Apatow-Universum gewohnt ist.

    Joa, so kann ich nun wenigstens einen weiteren Teil der Ferrell-Filmographie abhaken und freu mich dennoch auf mehr.

    Pow !

    5,5/10
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  9. #299
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    Eyes wide open

    295. Eagle Eye
    (Eagle eye) USA/D 2008 von D. J. Caruso

    (01.05.2009)
    Mit: Shia la Beouf, Michelle Monaghan, Billy Bob Thornton, Rosario Dawson, Michael Chiklis, Anthony Mackie, Ethan Embry, Anthony Azizi, Bill Smitrovich, Cameron Boyce, William Sadler



    Irgendwie scheint ein Fluch auf mir zu lasten. Fast alle Filme, zu denen ich ein Topic eröffne, scheinen nicht so der Bringer zu sein. Ich sehe nun viele denken „ja, das hätten wir Dir ja gleich sagen können...“, aber ich dachte jedesmal, dass der Film wenigstens mir ordentlich zusagt. Doch dies trat auch hier nicht ein.

    Zwar hat der Film auch seine Stärken, Stichwort Action und Spannung, aber so ganz rund fand ich ihn nicht. Gab’ auch so einiges was mich störte:



    Zunächst mal kann ich nicht ganz verstehen, warum dieses ARIA Jerry überhaupt brauchte, sprich, warum war es notwendig, diese „Operation Guillotine“ wieder zu reaktivieren... zu diesem Zeitpunkt hatte diese künstliche Intelligenz ja schon alles in die Wege geleitet und arrangiert, um die 12 Leute auf der Abschussliste zu terminieren. War die Freischaltung nur für zukünftige Möglichkeiten notwendig, zu denen es dann gar nicht mehr kam ?

    Und überhaupt, irgendwie schien mir diese Schlussaktion, auf die alles hinauslief, zu umständlich. Okay, alle 12 auf einen Streich ist schon was wert, aber diese Umstände, dieses über den Rücken durch die Brust ins Auge... wäre doch viel einfacher gewesen, jeden Einzelnen innerhalb kurzer Zeit einem bedauerlichen Unfall zum Opfer fallen zu lassen... da gäbe es doch unzählige Möglichkeiten. Aber vielleicht denken ja künstliche Superhirne auf diese Art... Zieloptimierung oder was weiß ich, die menschliche Denke funzt da noch ein wenig anders, aber das ist wohl auch ganz gut so.

    Dann soll ich noch glauben, dass Rachel nicht wusste, wie lange ihr geliebter Sohn mit dem Zug unterwegs ist ? Böser Filmfehler in meinen Augen.

    Und dann kommen sich die Beiden natürlich näher... och nööö... das musste doch nicht sein.

    Und dann am Ende... als Jerry niedergeschossen wird war ich zwar überrascht, aber okay, ist dann halt so, auch okay. Doch natürlich hat er überlebt (hallo !?)... und hat nur den Arm in der Schlinge (süß, oder). Ein Mann dringt in einen Raum ein, in dem unter anderem der US-Präsident (und weitere hochrangige Politiker) sich befinden und schießt rum... und der überlebt !? Spricht nicht für den Sicherheitsdienst. In dem Fall müssten mehrere Wachen mit der Pumpgun den (vermeintlichen) Attentäter in seine Einzelteile pulverisieren, sodass ein offener Sarg wie bei seinem Bruder nicht möglich ist.

    Bemerkenswert allerdings, diese totale Kontrolle über quasi alles, die ARIA hat. Hoffen wir, dass es zu so einer Einrichtung in der Form nie kommen mag, die Risiken sind viel zu groß. Vielleicht mag man dies dem Film zu gute halten, dass er ein warnendes Beispiel sein will, der solches verhindern möchte. Nja okay, zugegeben, bisschen übereifrig den Film zum Guten gewendet, aber, ich ziehe dies einfach mal als Möglichkeit in Betracht.

    Könnte mir aber gut vorstellen, dass sowas wie ARIA bei Herrn Schäuble feuchte Träume auslöst.



    Also gestern Abend war ich dem Film noch mehr zugetan und hätte locker eine 6,5 gezückt, aber je mehr ich darüber nachdenke... 5,6/10, und das ist noch wohlwollend.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #300
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    Døde i rød snø

    296. Cold prey
    (Fritt vilt) N 2006 von Roar Uthaug

    (03.05.2009)
    Mit: Ingrid Bolsø Berdal, Tomas Alf Larsen, Endre Martin Midtstigen, Rolf Kristian Larsen, Viktoria Winge, Rune Melby, Erik Skjeggedal



    Wäre dies mein erster Film des Genres gewesen, vielleicht hätte er dann eher seinen Zweck erfüllt. Denn letztlich passiert nichts großartiges, was man nicht ungefähr so erwartet hätte oder so oder ähnlich schon mal gesehen hat, da muss ich leider Abzüge anbringen.

    Wir haben mal wieder eine Gruppe befreundeter junger Leute auf ihrem Weg in ein unbeschwertes Wochenende, denen das Wort OPFER, bzw. in dem Fall OFFER, groß auf die Stirn eingraviert ist. Muss zugeben, zu Beginn war ich bisschen kribbelig, wie ich es bei allen Gruslern und Suspensern bin, doch als sich dann das Übliche anbahnte, hab’ ich die Zeit letztlich nur noch abgesessen. Außerdem wurde mir klar, dass es ja kein französischer Film war, also konnte er ja gar nicht wirklich schocken.


    Joa und die Auflösung war jetzt auch nicht wirklich überraschend... fiel mir gleich zu Beginn auf, warum der Junge denn so ein auffälliges Merkmal hat... das kann ja nur einen Grund haben...


    Ansonsten haben wir dunkle lange Flure, ein großes verwinkeltes Haus, ein großgewachsener Killer (was wäre nur aus ihm geworden, wenn er die 1,75 m nicht überschritten hätte ?) etc. pp.

    Für norwegische Verhältnisse sicherlich was besonderes, aber für den erfahrenen Zuschauer nicht wirklich überragend.

    Allein die schöne Kulisse ist den ein oder anderen Blick wert.

    5,5/10
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