297. Tödliche Entscheidung
(Before the devil knows you’re dead) USA/GB 2007 von Sidney Lumet
(03.05.2009)
Mit: Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Marisa Tomei, Albert Finney, Rosemary Harris, Brian F. O’Byrne, Amy Ryan, Sarah Livingston, Aleksa Palladino, Michael Shannon, Blaine Horton
Oft ist es so, dass eine Entscheidung, wenn sie getroffen wird, richtig scheint, doch schon schnell kann sie sich als äußerst dumm herausstellen, weil man mögliche Folgen nicht bedacht hat, oder man aufgrund einer Ausnahmesituation gar nicht in der Lage war, weiteres abzuschätzen. Das müssen auch zwei Brüder erfahren, die durch eine Fehlentscheidung Ereignisse in Gang setzen, die sie nicht mehr aufhalten können und sich immer mehr darin verstricken.
Der Film beginnt mit einer sehr intimen Szene, gar nicht mal unbedingt was die zwei tun, sondern das Gespräch danach. Irgendwie möchte man an so etwas als Fremder eher nicht teilhaben, war mir fast ein wenig unangenehm. Doch der Film lässt nahezu alle seine Figuren einen Seelenstriptease vollführen, und als Zuschauer ist man unweigerlich mittendrin.
Sicherlich kommt man bei einer Review des Filmes nicht umhin seinen eher ungewöhnlichen Erzählstil zu erwähnen. Er bewegt sich zeitlich durcheinander und zeigt die Ereignisse jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten. Das ist grundsätzlich ein sehr interessanter Kniff, der mir auch schon bei dem vier Jahre älteren Los debutantes gut gefallen hat. Im Gegensatz zu dem chilenischen Film wird hier allerdings mehrmals zwischen den Personen gewechselt. Sehr interessant das Ganze und weitere Filme dieser Art sind gerne Willkommen.
Ansonsten dürfte einen der Film nicht kalt lassen, zumindest mir ging es so. Wenn man mal mittendrin ist, kann man sich der Dramatik und der Ausweglosigkeit der Figuren nicht mehr entziehen, und gegen Ende gewinnt das Ganze dann noch mal an Fahrt und man wird quasi mitgezogen.
Als besonders bemerkenswert sei noch das großartige Spiel von Philip Seymour Hoffman erwähnt, sowie die zwei most remarkable scenes (bezeichnenderweise beide mit Hoffmans Beteiligung): sein Gefühlsausbruch im Wagen sowie die Szene in der er die Ziersteine aus der Schale auf den Glastisch fallen lässt... hat was... hat definitiv was.
Zu Marisa Tomei nur eine Frage... ist das alles echt ?![]()
Somit darf ich Keyzer auch mal recht geben, absolut ein Film, der mehr Beachtung verdient hat.
8,5/10


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) offensichtlich so gefallen. So eine oberflächliche, künstlich bunte Kitschwelt. Das kommt in dem Film zwar überwiegend nur im 1/3 zum Tragen, später nur noch minimal, aber was ich bei früherem Zappen (als RTL II mal den Inderwahnsinn hatte) und den dadurch bisher „vergönnten“ kurzen Einblicken in diese Filme kenne, passt das aber mal so gar nicht zu Dir.





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