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Thema: Why so curious ?

  1. #301
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Beat the devil

    297. Tödliche Entscheidung
    (Before the devil knows you’re dead) USA/GB 2007 von Sidney Lumet

    (03.05.2009)
    Mit: Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Marisa Tomei, Albert Finney, Rosemary Harris, Brian F. O’Byrne, Amy Ryan, Sarah Livingston, Aleksa Palladino, Michael Shannon, Blaine Horton



    Oft ist es so, dass eine Entscheidung, wenn sie getroffen wird, richtig scheint, doch schon schnell kann sie sich als äußerst dumm herausstellen, weil man mögliche Folgen nicht bedacht hat, oder man aufgrund einer Ausnahmesituation gar nicht in der Lage war, weiteres abzuschätzen. Das müssen auch zwei Brüder erfahren, die durch eine Fehlentscheidung Ereignisse in Gang setzen, die sie nicht mehr aufhalten können und sich immer mehr darin verstricken.

    Der Film beginnt mit einer sehr intimen Szene, gar nicht mal unbedingt was die zwei tun, sondern das Gespräch danach. Irgendwie möchte man an so etwas als Fremder eher nicht teilhaben, war mir fast ein wenig unangenehm. Doch der Film lässt nahezu alle seine Figuren einen Seelenstriptease vollführen, und als Zuschauer ist man unweigerlich mittendrin.

    Sicherlich kommt man bei einer Review des Filmes nicht umhin seinen eher ungewöhnlichen Erzählstil zu erwähnen. Er bewegt sich zeitlich durcheinander und zeigt die Ereignisse jeweils aus der Sicht eines anderen Protagonisten. Das ist grundsätzlich ein sehr interessanter Kniff, der mir auch schon bei dem vier Jahre älteren Los debutantes gut gefallen hat. Im Gegensatz zu dem chilenischen Film wird hier allerdings mehrmals zwischen den Personen gewechselt. Sehr interessant das Ganze und weitere Filme dieser Art sind gerne Willkommen.

    Ansonsten dürfte einen der Film nicht kalt lassen, zumindest mir ging es so. Wenn man mal mittendrin ist, kann man sich der Dramatik und der Ausweglosigkeit der Figuren nicht mehr entziehen, und gegen Ende gewinnt das Ganze dann noch mal an Fahrt und man wird quasi mitgezogen.

    Als besonders bemerkenswert sei noch das großartige Spiel von Philip Seymour Hoffman erwähnt, sowie die zwei most remarkable scenes (bezeichnenderweise beide mit Hoffmans Beteiligung): sein Gefühlsausbruch im Wagen sowie die Szene in der er die Ziersteine aus der Schale auf den Glastisch fallen lässt... hat was... hat definitiv was.

    Zu Marisa Tomei nur eine Frage... ist das alles echt ?


    Somit darf ich Keyzer auch mal recht geben, absolut ein Film, der mehr Beachtung verdient hat.

    8,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #302
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Englishman in New York

    298. New York für Anfänger
    (How to lose friends & alienate people) GB 2008 von Robert B. Weide

    (08.05.2009)
    Mit: Simon Pegg, Kirsten Dunst, Megan Fox, Danny Huston, Jeff Bridges, Gillian Anderson, Miriam Margolyes, Charlotte Devaney, Margo Stilley, Isabella Calthorpe, Max Minghella, Bill Paterson



    Ganz interessant, dass man als Zuschauer ähnliches durchmacht wie Alison in Bezug auf Sidney, wenn auch vielleicht nicht so extrem, aber die Entwicklung vom „boar-was-ein-Arsch“ zum „joa-doch-ganz-netter-und-witziger-Typ“ ist vergleichbar. Und dem entsprechend verhält sich auch das Sympathiegefühl zum Film. Zu Beginn ist man eher weniger begeistert, was sich dann etwas steigert; allerdings gegen Ende geht’s wieder ein wenig abwärts, weil der Verlauf doch zu vorhersehbar und typisch ist. Und was einem als Zuschauer auch nicht gefällt ist der Umschwung in Sidneys Verhalten, auch wenn dies nicht sehr lange anhält.

    Ein Film der sicherlich nicht übergroße Nachhaltigkeit besitzt und von dem ich tendenziell eher ein wenig enttäuscht bin, der aber dennoch überaus sympathisch und von einer positiven Aura umgeben ist und von daher für einen gemütlichen DVD-Nachmittag oder -Abend unter Bekannten, bei dem man auch mal die ein oder andere Szene verpassen kann, gut geeignet ist.

    Zum persönlichen Sympathischfinden tragen natürlich auch die drei Hauptdarsteller bei, besonders die beiden Mädels, besonders die Kirsten... dieses lächeln... dieser Blick... *schmacht*.

    6,25/10

    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #303
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Mein Vater der Held

    299. Star Trek
    USA/D 2009 von J. J. Abrams

    (09.05.2009)
    Mit: Chris Pine, Zachary Quinto, Karl Urban, Zoe Saldaña, Simon Pegg, Anton Yelchin, John Cho, Bruce Greenwood, Eric Bana, Ben Cross, Winona Ryder, Clifton Collins jr., Rachel Nichols, Chris Hemsworth, Jennifer Morrison, Faran Tahir, Antonio Elias, Leonard Nimoy



    Darf wieder mal mit einer Episode abseits des Filmes beginnen. Auf das Verstreichen der Zeit bis zum Filmbeginn wartend steh’ ich so in der Kinolobby rum und neben mir bildet sich langsam eine Schlange zum Verkaufsstand. Da spricht mich ein junges Mädel an, ob ich denn auch anstehe, was ich verneine. Das „nette“ daran, die hat mich doch tatsächlich gesiezt ! Das zieht einen mal wieder runter...


    Anyway... zum Film:

    Die Geschichten aus dem Star Trek-Universum waren auch für mich immer faszinierend, und da steh’ ich wohl bei weitem nicht alleine da. Und von diesen vielen Fans gibt es sicherlich nicht wenige, die sich in Gedanken immer mal wieder vorgestellt haben, wie sich die Ur-Crew wohl kennengelernt hat und was in der Zeit passierte, bevor sie sich das erste Mal an die Erforschung der unendlichen Weiten gemacht haben. Und so kann man sich gut vorstellen, dass die Autoren dieser Story genau diesen Werdegang durchgemacht haben. Als Kinder/Jugendliche Fans der Serie und der Filme, und nun ihre Fähigkeiten des Schreibens und ihre Fantasie vereinend diese Geschichte kreieren. Und so erfüllen sie nicht nur eigene Vorstellungen, sondern auch die der Zuschauer. Das sind wohl ideale Voraussetzungen, so eine wichtige (weil mächtig viel Fan-Zone dahinterstehende) und vielbeachtete Reihe wiederzubeleben.

    Dies ist also für den vorgeprägten Zuschauer eine sehr interessante Ausgangslage und weckt großes Interesse, allerdings hat das Ganze einen grundlegenden Nachteil, der einfach in der Natur der Sache liegt, wenn man über die Vergangenheit von bereits bekannten Figuren etwas erfährt, dann geht einem in Szenen in denen deren Leben bedroht ist einfach jegliche Spannung ab, denn man weiß ja, dass sie überleben werden. Es kann also gar nichts passieren, und das weiß man eben schon.

    Von der Story selbst gibt es nichts beanstandenswertes, die ist in sich schlüssig, und im Hinblick darauf, dass es möglicherweise nur der Auftakt einer Weiterführung in diesem Rahmen ist, somit nur eine Basis, annehmbar. Auch die Effekte und die optischen Schmankerl sind ordentlich und reihen sich daher an das gute Niveau der Reihe an, alles andere wäre aber auch inakzeptabel. Zur Besetzung kann man den Machern nur gratulieren. Besonders Pine als Kirk (die eine Szene in der Bar zu Beginn, als er mit dem „Schnubbelchen“ spricht... diese Mimik und besonders ein Blick... The Shat himself), und Urban als McCoy (auch wenn es von der Statur her nicht ganz passt, Urban ist weitaus "breiter" als der eher schmächtige Kelley, aber vielleicht war seine harte Arbeit über die Jahrzehnte auch einfach sehr zehrend...) sind sehr klasse, Quinto als Spock ist auch okay. Yelchin und Cho sind guter Durchschnitt, mit Saldaña als Uhura hatte ich Probleme, weil ich sie bisher nie so als sexy Frau gesehen habe, das bringt mein Star Trek-Universum ein wenig durcheinander und Pegg als Scotty gefällt mir gar nicht, nicht weil er etwas falsch macht oder mir auf Anhieb ein geeigneterer Kandidat einfällt, es ist nur... in Pegg sehe ich halt Pegg und nicht Scotty, da konnte ich einfach die Figur nicht unbelastet und losgelöst vom Darsteller sehen. Auch gibt es so einige Dinge bei denen ich mir nicht sicher bin, ob ich die überhaupt wissen wollte... dass Kirk mal Uhura angebaggert hat (ja okay, wirklich überraschend ist das nicht), dass diese mit Spock rumgemacht hat, dass Spock und Kirk sich richtig prügelten...

    Was mir weniger zugesagt hat, war die Sache mit dem Zukunfts-Spock, der eben schon viel weiter in seinem Wissen ist und die Figuren in die Position bringt, die notwendig wird, damit dies geschieht, was eben alles geschehen wird und was in dem Moment nur der Zukunfts-Spock und der Zuschauer weiß. Aber das enttäuscht mich ein wenig, ist denn also alles "nur" so gekommen wie es gekommen ist, weil es aus der Zukunft so gewollt war und dementsprechend eingegriffen wurde, und nicht, weil es auch einfach so, aus sich heraus, eingetreten wäre !? Wenn man mir noch folgen kann... das stört mich. Ebenso als Spock Scotty dessen spätere Formel in Bezug auf das Beamen auf ein Objekt mit Warp-Geschwindigkeit verrät... sowas ist ja nicht ganz neu bei ST und aber mir ein Dorn im Auge. Dann überhaupt die vielen Zufälle, und ich weiß nicht wie viel Szenen es gab, wo einer der Akteure sich grad’ noch so knapp an einem Abhang festhalten kann und sich doch grad noch so retten kann... war ja eh meist ein Charakter, bei dem man wusste, dass nichts passieren kann, aber dennoch, dieserlei Szenen hat man als durchschnittlicher Filmkonsument schon tausendmal gesehen und fühlt sich somit irgendwie nicht ernstgenommen. Und dass der bislang nicht bekannte Charakter der Enterprise-Besatzung seinen Aufenthalt außerhalb des Raumschiffs nicht lange überleben wird, war irgendwie sonnenklar, aber das jetzt nicht als Kritikpunkt, mit etwas gutem Willen kann man dies sogar mit einem großen Augenzwinkern sehen.

    Dass der Russe mal wieder den Clown spielen darf... naja, hat mich im Verlauf dann immer weniger gestört und war ja auch früher bzw. später nicht viel anders, soweit kann ich’s akzeptieren, wenngleich es in den späteren... eh früheren Filmen einfach charmanter war. Anyway. Positiv war noch, dass wirklich jeder der glorreichen Sieben direkt oder indirekt etwas dazu beigetragen hat, dass dazu führte, dass das Schiff und die wichtigen Leute gerettet wurden... oder einer hat einen gerettet oder maßgeblich zu einer Entwicklung beigetragen, die dann dazu führt, dass alles gut geht. Erinnert mich doch an irgendwas... save the Captain, save the planet !?

    Auch beschlich mich nach Ende des Filmes so ein Gefühl von 'hmmm... das war es nun also ?...' irgendwie wirkte es auf mich unvollständig und es beschlich mich ein nicht näher zu definierendes aber eben präsentes 'Naja'.

    Doch all diesen negativen Überlegungen stehen zwei Dinge entgegen. Erstens wurde man letztlich doch und anfürsich ausreichend unterhalten und zweitens stellt sich die große Frage, ob es denn besser hätte gemacht werden können... ich denke mal, aufgrund der bestehenden Gefahr, dass es auch durchaus hätte schlechter kommen können, kann man noch zufrieden sein und hat das gute Gefühl, dass hier überwiegend Leute am Werk waren, die sich ihrer Verantwortung bewusst waren und diese auch erfüllt haben. Aber das ändert nichts dran dass es für mich, abgesehen vom Treffen der Generationen, der „schlechteste“ Star Trek Film war, bei dem einer der Figuren auf den Namen Kirk hört, wobei das Jammern auf relativ hohem Niveau ist.

    Wenn das mit den Enterprise Juniors aber noch weitergehen würde (wenn nicht wäre das sehr schade, denn eine bessere Ausgangslage für eine neue Reihe wird man nicht mehr hinbekommen), wäre ich dabei.

    6,7/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  4. #304
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    You bet your life

    300. Intacto
    SPA 2001 von Juan Carlos Fresnadillo

    (10.05.2009)
    Mit: Eusebio Poncela, Leonardo Sbaraglia, Max von Sydow, Mónica López, Antonio Dechent, Guillermo Toledo, Alber Ponte, Andrea San Vicente, Paz Gómez



    Albert Schweitzer sagte einmal, das Glück sei das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt. Nun, offenbar kannte er diesen Film dabei noch nicht, denn die Drehbuchautoren Fresnadillo und Koppel gehen von einer anderen Ausgangslage aus. Nämlich der, dass manche Menschen mit einer besonderen Gabe geboren werden, mit deren Hilfe sie von ihren Mitmenschen deren Glück abzapfen können und es somit diesen nehmen und für sich erhöhen, und das nur durch eine Berührung.

    Diese Gabe wird nun verschiedentlich genutzt, natürlich letztlich dafür, sich auch an materiellen Dingen zu bereichern. Und so gibt es eine Reihe von Glücks-Spielen mit sehr hohen Einsätzen, bis hin zu dem des eigenen Lebens.

    Diese Grundidee finde ich interessant und die diversen Glücks-Spiele recht einfallsreich und auch gut inszeniert, weil es stellenweise kurzzeitig spannend ist bis man erkennt, um was genau es denn jeweils geht. So war besonders das erste Drittel recht ansprechend, allerdings hängt der Film dann etwas durch, und ich hatte meine Mühen dranzubleiben, wobei dann der Showdown wieder einiges rausholt.

    Ansonsten, nja, ich weiß auch nicht, vielleicht war mir der Film zu europäisch, und auch konnte ich zB die Sache mit den Polaroids von Personen als Trophäe und Glückseinsatz nicht ganz so hinnehmen, da könnte ja jeder mit x-beliebigen Fotos vorbeikommen. Ansonsten war es ordentlich inszeniert und gespielt (besonders von Sydow zeigt eine gute Performance), stellenweise originell und interessant, aber letztlich einfach nicht ganz mein Fall.

    5/10

    Pass. Song: "Lucky man" von The Verve
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  5. #305
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    Inderwahn

    OMFE Reloaded; Vers. 2.1; presented by Bob

    301. Om Shanti Om
    IND 2007 von Farah Khan

    (12.05.2009)
    Mit: Shahrukh Khan, Deepika Padukone, Arjun Rampal, Shreyas Talpade, Kiron Kher, Javed Sheikh, Nitish Pandey, Shawar Ali, Yuvika Chaudhry, Bindu



    Ach Bob, was hab’ ich Dir nur angetan, dass Du mich damit strafst ? Das dachte ich bei diesem Film besonders im ersten Drittel, der wohl recht typisch für einen Bollywood-Film verlief (soweit ich das beurteilen kann und möchte), dieses bunte, dieses getanze, dieses gesinge, diese Dialoge... (ich frag' mich nur, sind die da alle naturstoned oder wie viel Mengen Ecstasy gehen da wohl für einen Dreh drauf ?). Im zweiten Drittel wirkt es dann mehr wie ein augenzwinkernder Blick auf das indische Filmbusiness. Wobei man vielleicht vorher mehr Bollywood-Filme gesehen haben sollte (oder wenigstens den ein oder anderen), um mögliche Anspielungen und evtl. Seitenhiebe auch zu verstehen. Sicherlich wirkt der Film auf das indische Publikum, das seit Jahrzehnten Filme dieser bzw. der klassischen Art gewöhnt ist (und diese überlebt hat), ganz anders und geht dort fast schon auch als Satire durch, besonders eben dieser Teilabschnitt. Das letzte Drittel geht dann fast schon mehr in Richtung Thriller, und da gibt es meinerseits dann sogar eine Aufwertung, weil das dann stellenweise fast schon spannend ist. In dieser Phase kommt richtig Story und Bewegung rein.

    Natürlich kann ich nachvollziehen, weshalb diese Filme bei vielen dort, und teilweise auch über die indischen Grenzen hinaus, so beliebt sind. Denn hier wird die große Gefühlstonleiter einmal durchgespielt, es gibt Fröhlichkeit, Verliebtsein, Dramatik, Tot, etc., irgendwie soapig. Ist halt ein bisschen was für das einfache Gemüt, und das ist jetzt gar nicht abwertend gemeint. Und was man neidlos positiv anerkennen muss sind die aufwendig und bemerkenswert choreographierten und inszenierten Tanzeinlagen, aus objektiver Sicht ganz groß; und der Khan hat es diesbezüglich schon drauf, kann man nix sagen. Ganz lippensynchron wirkte es teilweise zwar nicht, da ist wohl der später verwendete Gesang nicht direkt auch bei der Tanzszene aufgenommen worden, aber das ist verzeihlich.

    Natürlich hab’ ich den Film wunschgemäß im Original geschaut, keine Ahnung, ob sich das letztlich bisschen besser oder bisschen schlechter auswirkt, das kann ich so im Nachhinein nicht sagen (und dass mir jetzt keiner auf die Idee kommt, ich solle den Film noch mal synchronisiert schauen...), aber ich vermute, dadurch hat er eher ein kleinwenig besser gewirkt, auch weil dieser ständige Wechsel zwischen hindi und englisch so interessant war (mir tun da nur die Übersetzer ein wenig leid).

    Übrigens, eine Rupie für jede Erwähnung des Wortes ’Herz’...

    Der Film ist, besonders im ersten Drittel, bemüht darum auch witzig zu sein, aber so richtig kommt das bei mir nicht an. Für mich gab es lediglich zwei witzige Szenen (die dafür aber richtig einschlugen) ich sag’ nur das Führerscheinfoto und die Nominierungen bei den Awards (Fake-Ausschnitte), besonders „Return of Khadil" (?)... interessante Art zu schießen, und dann hat der eine Uniform mit der Aufschrift 'Polizei' an... wth ?

    Abschließend noch zwei persönlich interessante Dinge, zum einen hab' ich jetzt im Nachgang festgestellt, dass die Hauptdarstellerin, die im Übrigen als ziemlich hübsch betitelt werden darf, in Kopenhagen geboren wurde; und dass einer der vielen Namen die im Abspann liefen mir von einem kanadischen Eishockeyspieler bekannt war und ich bislang gerätselt habe, wo dieser Familienname wohl herstammt... indisch also, joa, macht Sinn, so hat das Ganze letztlich doch noch einen Wert für mich.

    Wie mag man diesen (und die anderen unzähligen Bollywoodfilme) nun kurz zusammenfassen: bildgewaltig; oppulent; nix für mich.

    Aber was mich wahnsinnig wundert, Bob, dass Dir diese Bollywood-Filme (oder soll ich B-Filme sagen ) offensichtlich so gefallen. So eine oberflächliche, künstlich bunte Kitschwelt. Das kommt in dem Film zwar überwiegend nur im 1/3 zum Tragen, später nur noch minimal, aber was ich bei früherem Zappen (als RTL II mal den Inderwahnsinn hatte) und den dadurch bisher „vergönnten“ kurzen Einblicken in diese Filme kenne, passt das aber mal so gar nicht zu Dir.

    Nja jedenfalls, dank dem letzten Drittel noch auf

    5/10

    gerettet (auch weil ich so rückblickend froh bin, die mehr als zweieinhalb Stunden hinter mich gebracht zu haben... und das ohne nennenswerte Folgeschäden, 'ooooom shantiiii ooooom' *sing*).

    Ich frage mich...: Was bitteschön ist mit 'Discoschmerz' gemeint ? Etwa der Schmerz wenn einen der Türsteher ablehnt !? Oder wenn man zu viel getanzt hat !? Strange.

    Pass. Song: “New born“ von Muse
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  6. #306
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    Quiero olvidar

    302. Lucía und der Sex
    (Lucía y el sexo) SPA/FRA 2001 von Julio Medem

    (15.05.2009)
    Mit: Paz Vega, Tristán Ulloa, Najwa Nimri, Elena Anaya, Daniel Freire, Javier Cámara, Diana Suárez, Silvia Llanos



    Himmel was ein Quark. Musste man denn wirklich so eine pseudo-intelektuelle Story konstruieren um Paz Vega naggisch rumlaufen zu lassen (aber selbst das ist zwiespältig zu sehen, denn sie hatte teilweise ein Bodydouble). Das wäre doch auch einfacher gegangen: Handwerker klingelt bei Hausfrau, sie gehen ins Bad, sie erklärt ihm dass der Abfluss nicht mehr tut und schwupps verlieren beide plötzlich und ohne Grund ihre Kleidung, voilá. Das wäre sinnvoller gewesen.

    Auf Einzelheiten mag ich jetzt gar nicht eingehen, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Frag’ mich eh noch wo ich diese zwei Stunden verlorene Lebenszeit wieder reinbekomme...

    Aber eins sei noch erwähnenswert... die teils grausligen Dialoge und dieses Geschwafel... mucho mierda.

    1,5/10
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  7. #307
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    Bis dass der Tod euch scheidet...

    303. Bloody Mallory
    FRA/SPA 2002 von Julien Magnat

    (16.05.2009)
    Mit: Olivia Bonamy, Jeffrey Ribier, Thylda Barès, Adrià Collado, Laurent Spielvogel, Valentina Vargas, Julien Boisselier, Ludovic Berthillot, Thierry Perkins-Lyautey, Sophie Tellier, María Jurado



    Gerne schaut man sich hin und wieder ja bewusst was trashiges an, um dann die richtig guten Filme überhaupt würdigen zu können. Ein kleiner Filmgeschmack-Reset für zwischendurch. Natürlich sollte der Trash dann in gewisser Weise positiv sein, also spaßig und schräg.

    Nun, dieser Film ist wie ein alter Satz Autoreifen... abgefahren und letztlich haltlos. Da haben wir die Hauptprotagonistin, eine Art französische Lara Croft (und nicht minder sexy) mit der Lizenz das Paranormale zu bekämpfen, dann eine Transe (mit entsprechendem Auftreten) und ein kleines Mädchen, dass zwar nicht reden dafür aber telepathieren und sich auch in andere Lebewesen reinvergeistern kann. Der Vierte im Bunde ist dann der männliche Part, der aber recht früh abtritt, doch ein Ersatz ist schnell gefunden in Form eines spanischen Priesters und seines Zeichens Leibwächter des Papstes, welcher entführt wird. Ja und auf der anderen Seite haben wir so allerhand Dämonen und einen Vampir und einen Sukubus und was die Höllenwelten sonst noch so hergeben.

    Nun, dieses Grundgerüst könnte für einen herrlichen Trash-Spaß fast nicht besser vorgegeben sein, doch leider werden die Möglichkeiten nicht übermäßig genutzt. So bot sich an vielen Stellen der ein oder andere gute Gag an, doch entsprechende Sprüche etc. sind die Ausnahme (wie zB der Unbeteiligte mit Handy am Ende *lach*). Schade. Was die Effekte angeht... nun... viel erwarten durfte man ja nicht, aber berauschend war es jetzt nicht wirklich.

    Am Anfang war ich noch skeptisch, wie man so eine Story mit Mord und Totschlag mit einer jungen Darstellerin vereinen will, aber das wurde dann ganz gut gelöst.

    Ein bisschen wirkt es, besonders am Anfang, wie aus einem Underground-Comic entsprungen, so grell die Farben und so speziell die Figuren. Oder es könnte auch eine schlechte Videospiel-Verfilmung sein, ein bisschen Boll-Atmo kam jedenfalls auf.

    Fraglich bleibt nur, wo Mallory zu Beginn die Axt herbekam ?

    Interessant am Ende noch den Namen Valentina Vargas zu lesen, die man aus Der Name der Rose kennt, wo sie den jungen Erzähler in Versuchung bringt. Hab’ ich nicht erkannt, aber zwischen diesen beiden Filmen liegen neben etlichen Qualitätspunkten auch einige Jahre.

    3/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  8. #308
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    304. Silentium
    AUT 2004 von Wolfgang Murnberger

    (17.05.2009)
    Mit: Josef Hader, Simon Schwarz, Maria Köstlinger, Joachim Król, Udo Samel, Georg Friedrich, Jürgen Tarrach, Rosie Álvarez, Karl Fischer, Wolfgang S. Zechmayer, Johannes Silberschneider, Luka Omoto, Joachim Bißmeier, Anne Bennent, Gerhard Zemann, Herbert Fux, Christoph Schlingensief, Dirk Stermann



    Fast ein klassischer Film-noir, zumindest konnte ich mich stellenweise nicht dagegen wehren, dass mir dieser klassische Krimi-Plot ’Heruntergekommener-aber-letztlich-doch-ein-Rest-an-Moral-bewahrender-Detektiv-wird-von-einer-attraktiven-Frau-beauftragt-und-muss-bei-seiner-Arbeit-auch-einiges-einstecken’ in den Sinn kam, dazu passte auch die Stimme aus dem Off.

    Eigentlich müsste ich mich selbst geißeln, dass ich die Sichtung dieses Filmes (sowie auch seines Vorgängers) so lange nicht realisiert habe, wo ich doch großer Hader-Fan bin, und darüber hinaus auch den Dialekt sehr mag (kann nicht nachvollziehen, dass man da so große Verständnisprobleme haben kann... tze, diese Piefkes...). Weiß auch nicht, wie ich es ausdrücken soll, hatte da doch auch eine kleine innere Barriere, weil ich befürchtete, dass der Film doch zu sehr in eine Richtung geht, die mir nicht zusagt, wie gesagt, kann das Außenstehenden nicht wirklich vermitteln wie genau ich das meine, aber wenigstens weiß ich für mich wie ich es meine (zum Glück). Na jedenfalls... hat sich ja nun als falsch erwiesen.

    Die Figur des Brenner kann man doch recht schnell in sein Herz schließen, auch wenn er nicht der Übermoralist ist, aber gerade seine Schwächen machen seine Besonderheit aus. Was an der Figur auch auffällt ist, dass sie von der Haltung her keinen Knicks vor Oberen macht und sich tapfer durchbeißt. Denke, dass auch dies den meisten Zuschauern zusagt, und dann trägt sicher auch der Darsteller noch seinen Anteil dazu bei. Auch sein eher unfreiwillig in die Sache hineingezogener Kumpel Berti ist eine recht sympathische Figur und zusammen sind sie dann auch für die ein oder andere kleine verbale Kabbelei gut, das zieht ja immer.

    Apropos ziehen... zu Beginn zieht sich die Geschichte ein wenig, was aber der soliden Charakterbildung und Einführung der Figuren geschuldet ist. Doch spätestens ab der Mitte nimmt das Ganze fahrt auf und mündet in einen furiosen Schlussspurt. Dabei bekommen die sonst so ehrwürdigen Institutionen wie die Kirche (insbesondere einige ihrer Mitglieder) und die Salzburger Festspielwelt ordentlich Breitseiten.

    Was mir nicht so ganz zusagte waren die zwei, drei Szenen, in denen „Effekte“ eingesetzt wurden, wie zB die Szene, in der Brenner von dem Flugzeug verfolgt wird (eh Anspielung auf eine der berühmtesten Filmszenen). Da erkannte man einfach die Unechtheit der Szene. Andererseits gibt es auch den positiv erwähnenswerten Blick für’s Detail und das Vermeiden von Anschlussfehlern (man denke an den Fleck auf dem Bett). Das liegt wohl auch an der soliden Buchvorlage. Ganz toll war allerdings diese Sequenz in der Brenner sich und die anderen Figuren in einem Tischkicker-Match sieht, gute Idee und treffend umgesetzt.

    Auffällig ist, dass die wichtigsten „Bösen“ von deutschen Darstellern verkörpert werden... ein Schelm wer mehr als einen Zufall dahinter sieht. Wobei all diese Figuren auch nicht durch und durch böse sind, sondern auf ihre Weise auch gute Seiten haben, realistisch eben (selbst die beiden Killer brauchen mal ihren Urlaub).

    So insgesamt ist die Story trotz ihrer Verwinkelung in sich schlüssig und logisch, allein störten mich ein klitzekleinesbisschen diverse Zufälle und warum man das zerstückelte Mädchen nicht richtig „entsorgte“. Aber gut, Kleinigkeiten.

    Vom Humor her hätte ich mir vielleicht ein klein wenig mehr versprochen, aber wohl soll die Ernsthaftigkeit des Ganzen erhalten bleiben und nicht ins Lächerliche gezogen werden. Wobei ich innerlich auf dem Boden gelegen bin, als Brenner und Berti die Schlingensief-Oper crashen und den Zuschauern dort fällt das nicht mal als solches auf sondern wird als zum Stück gehörig aufgefasst.

    Die Duschszene ist doch in ihrer Wirkung recht heftig, hätte ich zu Beginn nicht gedacht, dass es so relativ lange herausgezogen wird, da litt man richtig mit.

    Interessant ist auch, dass der Film am Ende, trotz eigentlichem Happy-End, den Zuschauer doch so überhaupt nicht happy zurücklässt. Jedenfalls war ich einige kurze Zeit danach in sehr negativer Stimmung, und wenn ein Film eine emotionale Wirkung bei einem hinterlässt, grundsätzlich erst mal egal welche, dann spricht das für ihn. Sprich, er ist nicht so im Vorbeigehen konsumierbar finde ich, auch wenn er nicht die gnadenlose Drastik eines Funny games besitzt, so hinterlässt er eben doch wie schon gesagt eine fast bedrückende Stimmung, wenn man nach dem Ende noch mal kurz innehält und über das Gesehene reflektiert.

    Ich kann dies alles aber auch in einem Satz zusammenfassen und „leihe“ mir dafür die Worte des Users Walter Sobchak aus dem Film-Topic, der es schön auf den Punkt bringt:
    Was das Besondere ausmacht, ist natürlich die typisch österreichische Mischung aus schwarzem Humor, Melancholie und bitterbösem Realismus.
    7,75/10
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  9. #309
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    ...du hast jeden Raum mit Sonne geflutet...

    305. Happy-go-lucky
    GBR 2008 von Mike Leigh

    (22.05.2009)
    Mit: Sally Hawkins, Alexis Zegerman, Kate O’Flynn, Eddie Marsan, Samuel Roukin, Sylvestra le Touzel, Caroline Martin, Oliver Maltman, Karina Fernández, Stanley Townsend



    Wow.

    Anfangs ist einem noch unklar, was der Film eigentlich sagen will, aber das Tolle daran ist... letztlich ist es egal, denn er versprüht soviel Charme und Leichtigkeit, dass ich mich fast nur wohl fühlte. Das auch dank dem sonnigen Gemüt welches Hauptfigur Poppy, die anfangs scheinbar gar nix aus der Ruhe bringen kann, ausstrahlt... eine Frischzellenkur für die Laune. Ich musste fast durchgängig schmunzeln und nicht selten lachen. Herzig. Sonnig. Wunderbar. Allein ihre Kleider… die schert sich nicht um modische bzw. gesellschaftliche “Vorgaben” in dieser Richtung... ganz groß, und auch mutig (allein ihr Aufzug bei dem Chiropraktiker... GANZ GROß).

    Poppy ist wohl der 'missing link' der Evolution zwischen den normalen Menschen und einer Amélie.

    Weiß gar nicht, ob ich mit so einer Person in der Realität umgehen könnte, ich glaube ich wäre (zumindest anfangs) überfordert, wohl ganz schwer diese Art anzunehmen und sich darauf einzulassen. Aber so aus der Sicht des nicht direkt beteiligten Beobachters wahrlich amüsierend und liebenswert.

    Und Wahnsinn, wie der Film eben keine reine Albernheit ist sondern anfangs so ganz beiläufig auch Sozialkritik übt und gegen Ende dann nochmal ganz dramatisch wird. Denn es gibt nur ganz wenige Momente in denen Poppy ernst ist, und das überträgt sich in dem Fall auch stark auf einen selbst und zeigt Wirkung. Hat mich jedenfalls sehr berührt.

    Und wohl ist es eine der Aussagen des Filmes, dass man Menschen die Gewalt zeigen nicht aufgeben soll, sondern ihnen zuhört und versucht die Ursache für dieses Verhalten zu finden und im besten Falle abzustellen; aber das hat bei mir offensichtlich nicht ganz gefruchtet, denn für mich ist dieser Scott ja voll Psycho. Seinen Ausbruch am Ende habe ich erst nicht ganz verstanden, also weshalb er in Poppy und ihrem Verhalten etwas sieht, was (für den Zuschauer ganz offensichtlich) nicht da ist. Aber beim Nachdenken (ja... manchmal hilft das...) wurde es mir klar... natürlich glaubt er genau das was er ihr vorwirft, denn anders kann er ihre Art gar nicht deuten und verstehen. Die richtige Möglichkeit auch nur in Betracht ziehen kann er nicht, dafür reicht sein Horizont nicht aus, bestimmt auch, weil er sowas nie erfahren hat und möglicherweise kann er gar nicht viel dafür, dass er so ist wie er ist. Daher fast schon wieder tragisch für ihn.

    Selbstredend ganz außergewöhnlich gute Leistungen von Hawkins und Marsan. Die eine Figur liebt man, die andere hasst man letztlich... und das will erst mal geschafft werden.

    Normalerweise sollte man ja Gefühle wie Sym- oder Antipathie nicht davon abhängig machen, ob Person X Film Y nun gefällt oder nicht. Aber ich denke, die Bewertung dieses Films ist für mich recht richtungsweisend, ob ich mit der Person was anfangen kann oder nicht. Vielleicht sollte ich jedem möglichen Love-interest diesen Film zeigen und wie bei Aschenputtel ist weiteres nur möglich, wenn dieser „Schuh“ passt. Alles andere macht gar keinen Sinn.

    9,5/10

    Pass. Song: "Die Laughing" von Therapy?
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #310
    Regisseur Avatar von Kalervo
    Registriert seit
    06.07.2005
    Ort
    Porada Ninfu
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    Durch die Nacht mit...

    OMFE Reloaded; Vers. 2.2; presented by Pitt

    306. Die Zeit nach Mitternacht
    (After hours) USA 1985 von Martin Scorsese

    (24.05.2009)
    Mit: Griffin Dunne, Rosanna Arquette, Linda Fiorentino, Will Patton, Verna Bloom, Catherine O’Hara, John Heard, Teri Garr, Cheech Marin, Tommy Chong, Dick Miller, Robert Plunket, Larry Block, Bronson Pinchot, Victor Argo, Clarence Felder



    Schwer zu sagen warum, aber wenn ich es nicht gewusst hätte, wäre ich wohl nicht darauf gekommen, dass es sich hierbei um einen Scorsese handelt. Typisch ist natürlich der Handlungsort und die Riege namhafter Darsteller (zumindest aus heutiger Sicht).

    Im ersten Drittel des Filmes war ich noch etwas skeptisch, das wollte mir von der Art her (noch) nicht ganz so eingehen. Erst als die Hauptfigur versucht ein U-Bahn-Ticket zu ergattern gewinnt das Ganze langsam aber stetig an Humor, und ab da war ich dann dabei. Doch, war dann stellenweise richtig witzig und skurril sowieso.

    Ein wilder Trip durch die Nacht der ganz unter dem Zeichen von Murphy’s Gesetz steht, es geht schief was schief gehen kann.

    Das Ende ist recht bemerkenswert weil... ja, wie soll ich das sagen, die bisherige Leichtigkeit für den Zuschauer sich in ein mulmiges Gefühl umwandelt, wenn man mal realisiert, was die gestörte Dame da mit unserem Protagonisten anstellt. Was aber dann glücklicherweise in eine tolle Schlusspointe mündet. Überhaupt, was den Film, neben dem Humor, auszeichnet, ist die Verknüpfung der einzelnen Teilstränge der Story und der Personen, sowas mag' ich ganz gerne, wenn es gut gemacht ist, so wie hier.

    Dunne hat mich stellenweise, von der Optik und Mimik her, an Steve Carell erinnert. Bemerkenswert noch Will Patton als Horst... nur kurz zu sehen, aber irgendwie eindrücklich.

    Weiß nicht ob es am Film selbst lag’ oder an der Kopie, aber in Sachen Bild- und vor allem Tonqualität habe ich schon besseres gesehen bzw. gehört, aber wie gesagt, das laste ich dem Film selbst nicht an.

    Gestört hat mich das mit der Maus in der Falle... wirkte erschreckend echt. Wobei, die AHA, die in den U.S.A. darauf achtet, dass Tieren während bzw. durch einen Filmdreh keinen Schaden zugefügt wird, ist bereits seit 1940 in diesem Bereich tätig wie ich nun nachgelesen habe, früher als ich dachte.

    Jedenfalls, ein abwechslungsreicher und nicht selten heiterer Trip durch’s nächtliche Manhattan, der mir letztlich doch ganz ordentlich gefallen hat (vielleicht hätte man noch etwas mehr von der Stadt selbst zeigen können/sollen...).


    Übrigens, kleines Lob an Pitt, beide Empfehlungen kamen in der Zeit als sie dran waren auf einem von mir empfangbaren TV-Kanal (was ich aber bei der ersten Runde dennoch vermasselt hatte...), das nenn' ich gute Planung.

    7/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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