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Thema: Why so curious ?

  1. #311
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    In this case, I rather be a girl

    307. All the boys love Mandy Lane
    USA 2006 von Jonathan Levine

    (25.05.2009)
    Mit: Amber Heard, Michael Welch, Aaron Himelstein, Luke Grimes, Whitney Able, Edwin Hodge, Melissa Price, Anson Mount, Adam Powell



    Seltsam seltsam, irgendwie hatte ich bezüglich dieses Filmes nur positive Meinungen im Hinterkopf, aber wenn ich mir nun andere Reviews hier durchlese, dann kommt dies der Realität doch näher. Das riecht ja wieder mal nach Verschwörung.

    Ne ne, das war nix. Es fing schon mal damit an, dass ich den ersten Todesfall nicht einzuordnen wusste, warum und woran genau ist der Typ gestorben ? Und war das gewollt ? Überhaupt bleiben viele Fragen offen, zu viele. Die Motivation zB... der Hintergrund... ???

    Dann dieser Mischmasch aus „wuhuaha-Spannung-Spannung-wer-ist-der-Killer“ und dann wird’s doch gleich aufgelöst (im Übrigen nicht wirklich überraschend *gähn*); aber warum wird das so schnell aufgelöst ? Ein genialer Kniff, oder bedeutet das vielleicht... nja, natürlich... auch das für mich letztlich gar nicht so sensationell, an so was dachte ich ehrlich gesagt schon als ich das erste Mal etwas mehr vom Film hörte.

    Wenn dann wenigstens die Kills einfallsreich oder irgendwie besonders gewesen wären, oder es sonst irgendetwas bemerkenswertes gegeben hätte... allein, dass der ursprüngliche Plan letztlich kurzfristig abgeändert wird und es sich dann anders entwickelt, kann als interessant eingestuft werden, mehr ist da aber nicht.

    Diese Überfokussierung der Figur (dass ich das nicht nachvollziehen konnte ist die eine Sache, aber selbst wenn, plumper kann man es nicht mehr umsetzen). Als Mandy an den See kommt dachte ich ja jetzt teilt sich gleich das Wasser vor Ehrfurcht. Und dieses direkte Gerede von den Jungs und den Mädels über Mandy in deren Gegenwart, total offensichtlich... hallo ?

    Und was sollte diese Episode mit den Rindern ? Inwieweit hat das die Geschichte voran gebracht ?

    Fragen über Fragen, die aber meinetwegen unbeantwortet bleiben können. Einfach abhaken den Rotz und möglichst nicht mehr ärgern.

    2,5/10 (und das ist schon die absolute Obergrenze)
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #312
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Vi er verden

    308. One day in Europe
    D/E 2005 von Hannes Stöhr

    (25.05.2009)
    Mit: Megan Gay , Andrej Sokolov , Ludmila Tsvetkova , Vita Saval , Oleg Assadulin , Nikolaj Svechnikov , Luis Tosar , Florian Lukas , Erdal Y?ld?z , Nuray ?ahin , Ahmet Mümtaz Taylan , Péter Scherer , Víctor Mosqueira , Miguel de Lira , Goldi Martínez , Mónica García , Marta Pazos , Blanca Cendán , Boris Arquier , Rachida Brakni / , Facundo Diab (/), Kirsten Block , Tom Jahn



    Das ist doch mal wieder ein Film nach meinem Geschmack. Ein Episodenfilm der zeigt, dass es zwar nicht unerhebliche Unterschiede zwischen den Völkern in Europa gibt (insbesondere die Sprachbarriere), daneben aber auch viele Gemeinsamkeiten.

    Rund um das fiktive Champions League-Finale zwischen Galatasaray Istanbul und Deportivo La Coruña in Moskau werden mit schöner Leichtigkeit (auch dank der Musik) vier Episoden aus jeweils unterschiedlichen Punkten des Kontinents erzählt. Was diese neben dem Fußball-Match verbindet sind echte und fingierte Diebstähle, Verständigungsschwierigkeiten sowie der jeweilige Auftritt der örtlichen Polizei. Außerdem, und das ist wohl der wichtigste Aspekt, geht es auch um Begegnungen zwischen Fremden die überwiegend positiv ausfallen, und das trotz mal mehr mal weniger vorhandenen Verständnisproblemen.

    Richtigerweise ist der Film komplett unsynchronisiert und wird in den Originalsprachen mit dt. Untertiteln gezeigt. Dies war in dem Fall äußerst wichtig. Dennoch blickte ich der letzten Episode in Berlin erfreut entgegen, davon ausgehend, dass ich nun meine Muttersprache hören würde... aber Pustekuchen. Das soll jetzt aber bitte nicht als Kritik missverstanden werden, passt schon alles genau so wie es ist. Dafür gab es ja als kleine „Entschädigung“ ein bisschen schwäbisch vor Istanbuler Kulisse.

    Interessant sind die jeweiligen Polizisten. Die sind ungefähr so, wie man sie sich vorstellt (nur Vorurteile ?); die Russen kühl-diszipliniert, die Türken mit klarer Hierarchie und eher unfreundlich, die Spanier sehr entspannt und la dulce vida lebend, die Deutschen einerseits bemüht aber auch ungeduldig und angenervt.

    Das Einzige was man dem Film anlasten könnte ist, dass man das Gefühl hat, dass zuerst die Grundidee da war und die einzelnen Episoden dann etwas konstruiert runtergeschrieben wurden. Aber das ist nur ein minimaler Minuspunkt in einem ansonsten sehr leichten, liebenswerten, völkerverknüpfenden Film.

    8/10

    Where do you from ?
    Germany !
    Ja dann kenne mer au deitsch schwätza !
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #313
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    Vom Weg abgekommen

    309. Immer nie am Meer
    AUT 2007 von Antonin Svoboda

    (27.05.2009)
    Mit: Christoph Grissemann, Dirk Stermann, Heinz Strunk, Philip Bialowski, Gabriele Heckel, Eva Maria Neubauer, Markus Hering



    Wenn ich so jetzt im Nachhinein einige journalistische Kurzkritiken lese, muss ich wohl zu dem Schluss kommen, dass ich das, was den Film offensichtlich so besonders macht, ganz schlicht und ergreifend nicht kapiert habe. Offensichtlich steckt da noch viel mehr dahinter, was man während oder nach dem Sehen als solches erkennen und analysieren muss/soll/kann... aber darauf wollte oder konnte sich mein Hirn offensichtlich nicht einlassen.

    Natürlich ist es stellenweise lustig bis erheiternd, aber viel weniger als ich erwartet habe, aber vllt. liegt das auch einfach am Humor dieser Herren und den anderen Personen, die am Drehbuch beteiligt waren. Heinz Strunk kenne ich bislang nur aus diversen TV-Interviews, und da sagte mir seine Art schon sehr zu, aber ein Programm von ihm habe ich jetzt noch nicht gesehen. Von Stermann & Grissemann habe ich ausschnittsweise schon was gesehen, was mir teilweise zusagte, teilweise nicht.

    Dass der Film stellenweise unbequem für den Zuschauer ist, das störte mich nicht, denn erstens habe ich damit kein grundsätzliches Problem, und zweitens war es ob dem Herkunftsland fast zu erwarten. Schwierig für mich abschließend und klar zu sagen, woran es denn lag, denn zB der Humor von Hader, der nicht selten in eine ähnliche Richtung geht, liegt mir sehr. Apropos Hader... womit ich auch ein wenig hadere ist das Ende, das mochte ich so nicht.

    Und wenn man so ein Ende schon wählt, dann sollte man dem Zuschauer auch die Möglichkeit geben dieses „auszuleben“, und nicht durch den Abspann dann zu konterkarieren. Wobei vielleicht genau das wieder von denen, die den Film eh ur gut fanden, wiederum gutgeheißen wird.


    Und irgendwie frage ich mich auch, wobei ich mich dann auch frage, warum ich mich dies gerade bei dem Film so frage, was uns der Film denn nun sagen will, was ist die Moral von der Geschicht’ ?

    Was soll ich noch groß sagen !? Der Film und ich haben einfach keine Kompatibilität, er hat einen Einschlitz-Schraubenkopf aber ich bin ein Kreuzschlitz-Schraubenzieher. Mit etwas gefummel bekommt man einige Umdrehungen hin, aber richtig festmachen lässt sie sich nicht.

    5/10
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  4. #314
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    Diese Jugend heutzutage

    310. Eden Lake
    GBR 2008 von James Watkins

    (28.05.2009)
    Mit: Kelly Reilly, Michael Fassbender, Jack O’Connell, Jumayn Hunter, James Burrows, Thomas Gill, Finn Atkins, Thomas Turgoose, James Gandhi



    So ein kompromissloser und für den Zuschauer nervenanspannender Film kann eigentlich nur aus Europa kommen, für Hollywood-Verhältnisse ist das zu unbequem, zu dreckig.

    Es ist interessant wie schnell sich ein kleiner Konflikt verselbständigt und immer schneller moralische und ethische Schranken fallen, bis man einen gewissen Punkt überschritten hat, ab dem es dann kein zurück mehr gibt. Schon ganz schön krass was da alles abgeht, nicht weil man besonders blutrünstige Szenen sieht, hier hält sich der Film verhältnismäßig zurück, aber der Horror der sich im Kopf abspielt, wenn man die Ereignisse losgelöst von einem Film sieht, und insbesondere unter Einbeziehung des Endes, das beschäftigt einen noch Stunden danach. Ein Schlag in die Magengrube, Tritt in den Unterleib, Kinnhaken und Kopfnuss in einem.

    In Zeiten in denen die Jugendkriminalität ansteigt und Hemmschwellen sinken, ein erschreckend realitätsnahes (weil mögliches) Szenario, wobei die Jugendlichen wiederum letztlich nur die Folgen ihres Umfeldes sind (im ganzen Ort scheint ja die Grundaggressivität sehr hoch... ist da ein KKW in der Nähe oder hat man da irgendwas ins Grundwasser eingeleitet ?).

    Ein Film den man nicht so schnell vergisst und allein das spricht für ihn. Doch auch unabhängig davon solide inszeniert und dargestellt. Fast Paradebeispiel für einen guten und vor allem packenden Film des Genres. Bedrückend.

    7,5/10
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  5. #315
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    Wochenend und Sonnenschein...

    311. Hundstage
    AUT 2001 von Ulrich Seidl

    (30.05.2009)
    Mit: Maria Hofstätter, Claudia Martini, Victor Rathbone, Erich Finsches, Gerti Lehner, Franziska Weisz, René Wanko, Alfred Mrva, Christine Jirku, Viktor Hennemann, Georg Friedrich, Christian Bakonyi



    Bereits am Samstag Vormittag gesehen, wollte ich eigentlich auch gleich danach einen Eintrag schreiben... aber irgendwie wollte mir auf Anhieb nicht gleich einfallen, was ich schreiben wollte/sollte. Und ehrlich gesagt, mit zumindest etwas Abstand jetzt fällt mir auch nicht wesentlich mehr ein.

    Also fang' ich mal grob mit der sachlichen Handlung an. Tja, leichter gesagt als getan, man kann es als Episodenfilm sehen, in dem sich vereinzelt die Wege der Hauptprotagonisten kreuzen. Das Ganze spielt in einer Vorortsiedlung südlich von Wien (wobei es sich gemäß einer anderen Quelle um mehrere verschiedene Vororte handelt... !?), während einigen besonders heißen Sommertagen.

    Letztlich werden aber keine in sich abgeschlossenen Geschichten erzählt, in der klassischen ’Einleitung - Hauptteil - Schluss’-Form, sondern es sind quasi einzelne Episoden aus dem Leben der Personen, die wie zufällig aufgenommen scheinen. Zwar gibt es Handlungsverläufe mit teils mehr teils weniger Dramaturgie, aber letztlich können es x-beliebige Alltäglichkeiten aus einem x-beliebigen Jahr sein. Natürlich kommt es nicht nur zu komplett belanglosen Alltagssituationen, aber letztlich, wenn man so will, ist der Film, zumindest an der Oberfläche, reichlich nichtssagend. Und dennoch hat er auf mich, auf eine seltsame Weise, einen gewissen Reiz. Ich mochte diese fast dogmaeske Art, das so mittenausdemlebenartige, zu dem sicher auch die komplett unvorgegebenen und somit improvisierten Dialoge gehören, und natürlich passt es da auch, dass auch Schauspiel-Laien agierten, oder „Profis“ die es zumindest wirken lassen konnten, als seien es Laien. Dabei geben diese teils sehr viel von sich preis, sicher nicht immer einfach für die.

    Mir kommt es so vor, als ob Seidl das gelungen ist, was Larry Clark mit Ken Park und Lukas Moodysson mit A hole in my heart stellenweise versucht haben aufzuzeigen, dabei aber letztlich eher gescheitert sind.

    Sicherlich ein stellenweise unbequemer Film, dadurch aber auch wahrhaftig und wenn man sich darauf einlässt bzw. einem diese Art nicht missfällt, dann wird man sicherlich gebannt sein, und die zwei Stunden Film vergehen fast noch zu schnell.

    Übrigens, wer bei Silentium oder Hinterholz 8 schon Verständnisprobleme hat, der sollte hier die deutschen Untertitel mitnehmen. Diese brauchte ich zwar nicht, aber war stellenweise schon nicht einfach. Aber dafür kann ich jetzt das ein oder andere österreichische Werbejingle mitflöten und konnte meine Listensammlungen u. a. um die „10 beliebtesten Haustiere...“ und „10 beliebtesten Supermärkte Österreichs“ erweitern.

    Schön auch das DVD-Menü. Diese leichte Geräuschkulisse zirpender Grillen (oder handelt es sich um Zikaden ?) und diese schwülstige Hitze die man quasi hört... das könnte ich mir stundenlang anhören, jetzt ganz ohne Schmarrn.

    8/10

    Pass. Song: „Suburbia“ von Pet Shop Boys
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  6. #316
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    You can't leave your head on

    312. Zombie Strippers!
    USA 2008 von Jay Lee

    (31.05.2009)
    Mit: Robert Englund, Jenna Jameson, Roxy Saint, Shamron Moore, Penny Drake, Whitney Anderson, Jennifer Holland, Jeannette Sousa, Carmit Levité, John Hawkes, Brad Milne, Jessica Custodio, Joey Medina, Travis Wood, Zak Kilberg, Calvin Green, Jen Alex González, Catero Colbert, Laura Bach



    Ein bisschen Trash für zwischendurch. Doch so schlecht ist der Film gar nicht, schon der Anfang lässt einen kräftig schmunzeln, denn der Film spielt in naher Zukunft und beginnt mit einer Nachrichtensendung, in der u. a. vermeldet wird, dass George W. gerade zu seiner vierten Amtszeit gewählt wurde (zusammen mit Vize Schwarzenegger...) (man beachte auch die Meldungen auf dem Crawl und auch sonst lohnt es sich hin und wieder genauer hinzuschauen). Tja, so beginnt also schon ganz früh das Horror-Element. Danach muss eine kleine Truppe Soldaten in einem Labor, in dem offensichtlich ein Experiment schiefgegangen ist und es daher dort von Untoten wimmelt, aufräumen. Auch das ist stellenweise recht spaßig. Als sich dann ein infizierter Soldat in den benachbarten Strip-Club schleppt, geht’s erst so richtig los, denn neben heißen Performances der Stripperinenn (allen voran Hardcore-Ikone Jenna Jameson) dezimieren die Damen des Hauses nach und nach ihre zahlende Kundschaft.

    Im Mittelteil geht der Humor etwas zurück und kurzzeitig zieht sich das Ganze ein wenig, doch zum Ende hin fängt es sich wieder. Dazu kommt, dass die Effekte stellenweise richtig gut gemacht sind, und die ein oder andere Szene doch nicht unbedingt für die ganz sensiblen Gemüter ist, aber vielleicht hat einen der teilweise humorige Unterton doch zu sehr vom Hauptthema eines Splatterfilmes abgelenkt.

    Letztlich ein Film, der wohl am Besten in geselliger Männerrunde ankommt. Ansehnliche nackte Damen und ordentlicher Splatter, mit etwas Humor und stellenweise auch Anspruch gewürzt. Hat Potential zum Kultfilm.

    Bester Gag: Stichwort Esel nein, nix unanständiges natürlich

    6,5/10
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  7. #317
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    Headline wanted...

    313. Wanted
    USA/D 2008 von Timur Bekmambetov

    (31.05.2009)
    Mit: James McAvoy, Angelina Jolie, Morgan Freeman, Thomas Kretschmann, Common, Marc Warren, Konstantin Khabenskij, Dato Bakhtadze, Terence Stamp, Kristen Hager, Chris Pratt, David O’Hara, Lorna Scott



    Wenn man den Film mit Crank und Shoot ‘em up vergleichen möchte, dann liegt er in meiner Gunst irgendwo dazwischen (an der Stelle fällt mir auf, dass ich den Karotten-Film zu gut bewertet habe...).

    Der Auftakt war ja schon mal vielversprechend, die Aktion von Mr. X zu Beginn. Das hatte was, so ungefähr hatte ich mir das Bekmambetov-meets-Hollywood-Erlebnis vorgestellt. Doch alles was danach kam, konnte mich nicht mehr so fesseln. Klar, war schon auch gute Action und diverse visuelle Spielereien die überwiegend stark gefallen, aber komplett meinen Nerv konnte es dann nicht treffen. Dabei darf man der Story nicht vorwerfen, dass sie nicht übermäßig durchdacht ist und logische Webfehler aufweist, denn dessen sollte/konnte man sich ja vorher schon bewusst sein. Vielleicht kam mir auch ein wenig der Humor zu kurz. Nicht, dass dies für so einen Film Pflicht wäre, aber hätte sicher bei mir noch eine kleine Aufwertung rauskitzeln können.

    McAvoy habe ich hier zum ersten Mal bewusst gesehen, hat mich jetzt nicht sonderlich von meiner Sitzgelegenheit gehauen. Die Rollen von Freeman und Kretschmann sind nicht unbedingt darauf ausgelegt ihr großes Talent zu zeigen, aber dafür kann Angie ordentlich punkten. Hot und cool zugleich, wowzers.

    5/10
    Geändert von Kalervo (10.09.2010 um 16:14 Uhr)
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  8. #318
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    Urlaub am Gardasee hab' ich mir anders vorgestellt

    314. Die 120 Tage von Sodom
    (Salò o le 120 giornate di Sodoma) ITA/FRA 1975 von Pier Paolo Pasolini

    (07.06.2009)
    Mit: Aldo Valletti, Paolo Bonacelli, Umberto Paolo Quintavalle, Giorgio Cataldi, Caterina Boratto, Elsa de Giorgi, Hélène Surgère, Sonia Saviange, Sergio Fascetti, Bruno Musso, Antonio Orlando, Claudio Cicchetti, Franco Merli, Umberto Chessari, Lamberto Book, Gaspare di Jenno, Giuliana Melis, Faridah Malik, Graziella Aniceto, Renata Moar, Dorit Henke, Antiniska Nemour, Benedetta Gaetani, Olga Andreis, Rinaldo Missaglia, Giuseppe Patruno, Guido Galletti, Efisio Etzi, Ines Pellegrini



    Tjanu, was soll man über diesen Film schreiben. In den Extras der freundlicherweise leihweise zur Verfügung gestellten DVD sprechen vier Regisseure unserer Zeit, von denen ich lediglich Noé kannte, über ihre Erfahrungen mit dem Film. Sicher eine interessante Sache und das könnte man sich auch gut für andere Werke vorstellen. Was denkt zB David Lynch über World Trade Center oder Uwe Boll über Transformers 2 oder Lars von Trier über Ab durch die Hecke etc. pp. Ja und wo war ich, achso, also ich schau diese Kommentare und merke irgendwann, dass das was die vier da von sich geben sich gar nicht im Entferntesten mit meiner Meinung deckt und breche ab. (Noé spricht sogar davon es gäbe zwei Zeitrechnungen, eine vor Salò und eine ab Salò... ja ne is klar... sorry, kann ich so nicht nachvollziehen. Aber ist eben seine Meinung und die hat wahrscheinlich für die Meisten auch mehr Gewicht als meine und daher ist das auch schon alles gut so). Mich hat der Film nämlich, seltsamerweise vielleicht, gar nicht so gepackt oder getroffen wie er dies wohl bei vielen anderen geschafft hat. Vielleicht „wusste“ ich zuvor zuviel darüber und war in etwa darauf vorbereitet, was da so abgeht und dachte auch, ich sei eh abgebrüht genug dafür. Nun, dann aber beim Höllenkreis der Scheiße wurde es mir doch ein wenig anders, weil dies so eine Sache ist die ich weniger ertragen kann. Aber gut, jeder Jeck ist anders.

    Was ich nur nicht ganz nachvollziehen kann sind die genauen Beweggründe der vier Herren, wollten sie nur ihre persönlichen Horizonte erweitern und austesten, und vor allem, was bewegt die ganzen Anderen die da mitmachen dazu dies zu tun !? Oder soll man das Ganze eh nicht reell sehen sondern mehr als Parabel auf den Nationalsozialismus !? Ist mir vielleicht auch letztlich zu hoch.

    Insofern hinterlässt mich der Film mehr verwirrt als geschockt. Wobei ich auch nicht verharmlosen will, man sollte sich schon vorher sicher sein, ob man so was ertragen kann, weil es viele sicherlich treffen kann, mir macht es jetzt irgendwie kaum etwas aus, vielleicht weil ich wie gesagt die Hintergründe nicht erfassen kann und zu den Gequälten auch gar keine „Zuschauer-Opfer-Beziehung“ aufbauen konnte.

    Interessant sicherlich wie die Darsteller beim Drehen mit dem Allem umgegangen sind, war ja sicher nicht immer einfach, gerade für die Jungen (also im Sinne von jung).

    Nja aber eines ist wenigstens sicher, von dem Film wird es wohl kein US-Remake geben.


    Eine Bewertung kann ich hier nicht anbringen.
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  9. #319
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    315. Laurel Canyon
    USA 2002 von Lisa Cholodenko
    (1)
    (07.06.2009)
    Mit: Frances McDormand (12), Christian Bale (8), Kate Beckinsale (9), Alessandro Nivola (4), Natascha McElhone (4), Lou Barlow (1), Melissa de Sousa (2), Rick González (2)



    Was für ein Film. McDormand zieht blank, Beckinsale strippt und Nivola singt. Das allein klingt doch schon mal nicht schlecht, oder ? Dazu gibt es noch einen gewissen Herrn Bale und eine der hübschesten Rothaarigen der letzten Jahrzehnte. Was will man mehr ? Hmmm... vielleicht eine Geschichte die nicht ganz so erahnbar ist und einen noch mehr mitreißt !?

    Dabei fand’ ich den Film jetzt gar nicht so schlecht wie die zwei Mittagebuchschreiber, die ihn ebenfalls bereits verewigt haben. Ich fand’ zB die Figuren keineswegs unsympathisch, außer vielleicht die Nivola-Figur Ian, und McDormand und Bale kann ich gar nie nicht unsympathisch finden, selbst in American psycho fand’ ich Bale nicht unsympathisch. Ne, bei dem würde das nie klappen... drum kann ich nur hoffen, dass er nie den Hitler spielen wird.

    Und was hier ganz seltsam ist... bzw., erst mal muss ich mit etwas anderem seltsamen anfangen, also, Miss Beckinsale konnte mich bisher, im Gegensatz zur Meinung vieler anderer, weder optisch noch darstellerisch besonders mitreißen (zu ersterem konnte sie bisher nur bei Van Helsing stellenweise punkten, so im schwarzen kinda Lack-Outfit...), aber hier, seltsamerweise, gefiel sie mir sehr gut.

    Was mir übrigens aufgefallen ist, wenn man das eckins aus Beckinsale rausnimmt kommt Bale raus... keine Ahnung was das für die Beiden bedeutet, aber ich wollte es einfach mal erwähnt haben.

    Tjoa, was der Film letztlich aussagen will, ist mir jetzt auch nicht ganz klar, aber er war wenigstens nicht schlecht und hat seine Momente. So hat er mir also überdurchschnittlich gut gefallen, und das ohne tiefere Begründung.

    7/10
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  10. #320
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    Where everybody knows your name

    316. Gone baby gone - Kein Kinderspiel
    (Gone baby gone) USA 2007 von Ben Affleck
    (1)
    (08.06.2009)
    Mit: Casey Affleck (6), Michelle Monaghan (6), Morgan Freeman (25), Ed Harris (15), John Ashton (6), Amy Ryan (4), Amy Madigan (3), Titus Welliver (1), Michael K. Williams (1), Edi Gathegi (2), Mark Margolis (8), Trudi Goodman (2), Matthew Maher (3), Brian Scannell (1), William Lee (2), Sean Malone (1)



    Also wenn man sich so die Filme der letzten Jahre ansieht die in Boston spielen, dann scheinen die nicht unbedingt mit dem dortigen Fremdenverkehrsamt abgesprochen zu sein. Und so entführt uns auch dieser Film hier zum Bodensatz dieser traditionsreichen und geschichtsträchtigen Ostküsten-Großstadt.

    Schon recht früh ahnt man als Zuschauer, dass die Auflösung am Ende eine besondere ist und dass die Richtung, in die man zunächst geschickt wird, eine Sackgasse ist. Doch diese Vorahnung wertet das Seherlebnis nicht ab, ganz im Gegenteil, es sorgt für zusätzliche Spannung, weil man schon ein wenig miträtselt.


    Das Ende ist dann aus vielerlei Hinsicht ganz besonders. Interessant ist, wenn man danach noch mal drüber nachdenkt, gibt es einige Hinweise in der Richtung, die aber wohl die Meisten, behaupte ich jetzt einfach mal, in dem Moment nicht richtig deuten. Ich denke da zB daran, dass Cpt. Doyle, bislang außerordentlich pflichtbewusst scheinend, in der Szene als er, vermeintlich, von der Sache die die beiden Cops und unser Privatdetektivpärchen abgezogen haben erfährt, das nicht an die große Glocke hängt, sondern den Personenkreis der Mitwisser ganz klein hält. Das kam mir im ersten Moment seltsam vor, hab’ ich dann aber gedanklich nicht weiter verfolgt, weil ich mich auf das weitere Geschehen konzentriert habe. Dann die Sache mit der „geplatzten Übergabe“ an dem See... man sieht nicht was tatsächlich passiert, sondern hört nur was sich abgespielt haben könnte... irgendwie wirkte das inszeniert. Und dann als Bressant fast übertrieben davon erzählt, wie sehr er gegen die vorgeht, die Kinder schlecht behandeln; das wirkte fast wie eine Rechtfertigung... aber warum ? Im Nachhinein wird es klar.

    Nun kann man noch eine Moral-Diskussion führen, ob das was Patrick gemacht hat richtig war oder nicht... und ich kann selbst für mich keine ausreichende Antwort finden, wie muss es da erst ihm gegangen sein. Im ersten Moment scheint die Antwort klar, Amanda geht es bei Doyle vermeintlich viel besser und Helene scheint mit ihren Mutteraufgaben sichtlich überfordert und ihre Drogenabhängigkeit ist da sicherlich auch nicht hilfreich. Aber darf man Mutter und Tochter in dieser Art und Weise trennen. Noch dazu wo man Straftaten beging und erhebliche Opfer brachte, incl. mindestens einem Toten, unabhängig davon dass dieser selbst ein übler Verbrecher und Mörder war. Denn letztlich ist es genau das, hier werden mehrere Straftaten begangen. Auch wenn dies vermeintlich zum Wohl des Kindes passiert, ist es dennoch Unrecht. Doch immerhin geschieht es eben auch zum vermeintlichen Wohl der Kleinen und nur geringfügig zum eigenen Vorteil, das ist eben ein wenig ein moralisches Dilemma, bei dem es, aus meiner Sicht, kein klares richtig oder falsch gibt, auch weil das gesetzliche "Richtig" nicht alle Seiten zufrieden stellt.

    Tja und am Ende... da gibt es Tote, verdiente Polizisten die Gutes tun wollten aber nun im Knast landen, ein Mann der mehr durch Zufall in die Sache reingerutscht ist und mit einer nicht unerheblichen psychischen Last leben muss und dessen ehemalige Liebe ihn verlassen hat. Dann Amanda, die es nun vermeintlich schlechter hat, sowohl aus materieller aber auch aus Aufmerksamkeitssicht. Lediglich die Mutter kann mit dem was sie hat zufrieden sein, aber das weiß sie nicht wirklich zu schätzen und man ahnt schon, dass sie, allen Besserungsgelöbnissen zum Trotz, wieder Mist bauen wird, was wahrscheinlich auch zu Lasten von Amanda gehen wird. Und auch Patrick selbst hat große Zweifel an der Richtigkeit seines Tuns, das spürt man in der Schlussszene ganz gut. Also am Ende sitzt man als Zuschauer ganz schön dumm da, wenn man sich das alles mal überlegt. Aber so ist das Leben eben, ein Eimer voll Scheiße.


    Ansonsten wirkt die Story sehr gut aufgebaut und wird zum Ende lückenlos aufgeklärt.

    Casey Affleck habe ich hier das erste Mal bewusst wahrgenommen und ich finde er macht das ganz ordentlich. Optisch finde ich kaum Ähnlichkeiten zu Ben, höchstens in der ein oder anderen Szene ein Blick, aber das kann auch Einbildung sein. Allein die Mundpartie hat mich stellenweise an einen anderen Schauspieler erinnert, aber das will ich nicht weiter ausführen, sonst hält man mich wieder für daneben.

    Über seine Figur bin ich mir auch nicht ganz im Klaren. Einerseits soll er hier wohl das Gute darstellen, aber dabei ist er auch ein ziemlicher Arsch stellenweise. Manchmal meint man, er will besser sein als viele aus der Unterschicht des Viertels, ist er aber nicht, er ist letztlich ein genauso kompromissloser Gewalttäter. Man denke nur an die Szene als er den Pädophilen ohne zu zögern (und nicht aus Notwehr) in den Kopf schießt, und da spielt die Überlegung, ob dieser das in irgendeiner Weise „verdient“ hat, keine Rolle. Oder als er in der Bar blöd angemacht wird und eigentlich, aufgrund seiner Puste, in der Situation der "Gewinner" ist, aber nein, er muss dem Einen noch eine reinhauen. Das lässt auch an einen anderen in Boston spielenden Film der letzten Jahre denken, in dem u. a. auch die Frage aufgeworfen wird, ob man sich dem Umfeld, in das man geboren wird, entziehen kann oder doch immer aufgrund der Gegebenheiten darin gefangen ist und unweigerlich durch sein Verhalten diesem vorgegebenen Weg nachgibt.

    Ja, irgendwie gibt es sehr vieles an dem Film, incl. zunächst eher unwichtig erscheinender Kleinigkeiten, worüber man im Nachhinein noch ausgiebig nachdenken und sinnieren kann. Dazu lässt einen der Film ob der Tragik seiner Ereignisse und des Ist-Zustandes ziemlich bedröppelt zurück und ist inszenatorisch nicht zu beanstanden. Aus diesen Gründen kann ich eine hohe Wertung anbringen.

    Seltsamerweise fühlte ich mich nicht selten während des Verlaufes an Brick erinnert, nur dass mir dieser Film hier weitaus mehr zusagt.

    8/10
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