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Thema: Why so curious ?

  1. #331
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Jetzt gibt's Hiebe, für Gauner und Diebe

    327. Clever & Smart
    (La gran aventura de Mortadelo y Filemón) E 2003 von Javier Fesser
    (1)
    (05.07.2009)
    Benito Pocino (1), Pepe Viyuela (1), Mariano Venancio (1), Janfri Topera (1), Dominique Pinon (4), Berta Ojea (1), Paco Sagárzazu (1), Janusz Ziemniak (1), Emilio Gavira (1)



    Was habe ich als Kind und Jugendlicher die Comics um die beiden Geheimagenten aus der Feder von Francisco Ibáñez geliebt. Mit Abstand mein meistgelesenes Comic zu der Zeit, Fix & Foxi hin, Spider-Man her, besonders schön auch immer die Specials zur Fußball-WM oder Olympia. Bis heute hab’ ich noch an die 70 Bände und wenn ich so dran denke, bekomme ich fast wieder Lust mal wieder reinzuschauen.

    Nun, natürlich sind bei der Grundlage die Ansprüche an eine Realverfilmung extrem hoch (nun weiß ich was der Dude in Bezug auf Watchmen durchgemacht hat :wink. Allerdings hatte ich seinerzeit nicht viel gutes darüber gehört und daher lange eine Sichtung gemieden, aber nun wollte ich es mir doch anschauen.

    Nun, was soll man sagen... eigentlich war zu erwarten, dass eine Realverfilmung gegenüber der Vorlage abstinken muss, denn nach wie vor hat man als Zeichner quasi alle Möglichkeiten offen und es gibt keine Limits, dies kann eben nicht in die Realität übertragen werden. Aber, man kann es ja wenigstens versuchen und sich Mühe geben... warum es hier nicht dazu kam weiß ich nicht. Die Story ist so bescheuert, an vielen Stellen unlogisch und einfach nur ein großer Eimer Quark.

    Okay, zugegeben, an der ein oder anderen Stelle musste ich sogar schmunzeln, aber das ist viel zu wenig. Okay, es ist bunt, abgedreht und stellenweise slapstickartig temporeich, aber eben nicht witzig und vorallem hat es keinen Charme und keine Seele.

    Eigentlich schade, dass hier wohl einiges investiert wurde, daraus aber nichts wurde. Jedenfalls die wohl schlechteste Comic-Verfilmung dieses Planeten.

    Vielleicht ist die Vorlage ja aber auch einfach unverfilmbar... letzte Hoffnung Peter Jackson !?

    Hmmm und wie soll man wohl die auffälligen Parallelen des erfundenen "Schurkenstaates" zu Albanien interpretieren !?

    Okay, ein Punkt gibt es für die zugegebenermaßen gut gelungene Einbindung der Fischstraße 13 (incl. das mit dem Einblick ins Haus) und einen halben für den Mut es zu versuchen.

    1,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #332
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    And the band played on...

    328. Elizabethtown
    USA 2005 von Cameron Crowe
    (4)
    (05.07.2009)
    Orlando Bloom (9), Kirsten Dunst (15), Susan Sarandon (11), Judy Greer (7), Paul Schneider (2), Loudon Wainwright III (5), Bruce McGill (13), Gailard Sartain (8), Alec Baldwin (16), Jessica Biel (8)



    Und wieder muss ich mit ansehen, wie irgend so ein dahergelaufener Mittelklasseschönling an meiner Kirsten rumgrabscht und -schlabbert und sonstwas macht. Wie.der.lich. Insofern kann ihre Gage durchaus als Schmerzensgeld angesehen werden. Jaja, da spricht nur der Neid aus mir.

    Doch zum Film, der hangelt sich durch ein Feld von komischen, dramatischen und romantischen Momenten, wobei er es zunächst nicht schafft, meinen Nerv zu treffen. Das sieht man schon allein daran, dass mich vermeintliche Kleinigkeiten und Fragen beschäftigten, wie zB warum denn das Flugzeug so leer war. Und so ist das Anschauen des Films nicht selten mit etwas Mühe verbunden und man hat sich schon darauf eingestellt, die restliche Laufzeit irgendwie herumzubringen.

    Doch dann gibt es mit dem Auftritt von Ruckus ein erstes richtiges Highlight, da sprang der Funke dann im wahrsten Sinne des Wortes über. Na und wenn man es schon gar nicht mehr erwartet kommt er mit einem nahezu grandiosen Finale daher, mit einer sehr schönen und romantischen Grundidee, toller Musik und tollen Schauplätzen (fast eine kleine Liebeserklärung an den mittleren Westen), bei der man sogar einmal richtig Gänsehaut bekommt, und zwar die Szene in der es um Martin Luther King geht, wenn der tolle U2-Song einsetzt. Doch dann ist das Finale vom Finale leider doch wieder ein kleiner Reinfall. Ist zwar einerseits schön und auch nachvollziehbar aber dann auch wieder irgendwie zu bemüht und zu happy.

    Vergleiche mit Garden State drängen sich natürlich auf, denn beide verbindet eine ähnliche Ausgangssituation (wobei es auch nicht unerhebliche Unterschiede gibt, wie zB der, dass in dem einen Film die Hauptfigur in den Ort der Kindheit/Jugend zurückkommt, in dem Anderen in einen fremden Ort). Nur Garden State hat mir sehr viel besser gefallen, der ist einfach skurriler, komischer, schöner und trifft einen einfach. Elizabethtown hat lediglich das bessere Finale (jedenfalls 3/4 davon) und die bezauberndere Hauptdarstellerin, denn Kirsten war lange Zeit der einzige Grund, den Film durchzuhalten, wobei ich mich eigentlich gar nicht zwischen den beiden Hauptprotagonistinnen der Filme entscheiden möchte, nein, soweit darf es nie kommen. Vielleicht könnte man ja so was noch mal machen und beide Damen unterbringen. Vielleicht hat die Hauptfigur in diesem Film ja eine gespaltene Persönlichkeit, und dem wird durch den Einsatz von zwei Darstellerinnen Rechnung getragen... Gardentown Empire Drive Highway oder so.

    Jedenfalls schafft es der Film, dank dem letzten Drittel, noch auf knappe

    7/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #333
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Room with a view

    329. Motel
    (Vacancy) USA 2007 von Nimród Antal
    (2)
    (05.07.2009)
    Luke Wilson (13), Kate Beckinsale (10), Frank Whaley (7), Ethan Embry (6), David Doty (9)



    Der Einstieg in diesen Film ist recht einfach und die kleinen Kabbeleien zwischen dem so-gut-wie-Ex-Ehepaar stellenweise richtig amüsant. Doch natürlich soll dies hier keine Komödie sein und so beginnt kurz nach der Ankunft im Zimmer auch langsam aber stetig der nervenaufreibende Thrill.

    Um es kurz zu machen, der Film hat für mich seine Stärken und Schwächen.

    Weniger gefallen haben mir einige Abläufe bzw. stellenweise unnachvollziehbares Verhalten der Killer. Ja, diesmal sind es weniger die Opfer die allein wegen ihrer Dämlichkeit es verdient hätten erwischt zu werden (wobei, gänzlich reinwaschen können die sich auch nicht), nein, die hinterwäldlerischen Übeltäter selbst scheinen nicht ganz Herr der Lage zu sein. Und das ist irgendwie ja schon ein wenig seltsam, dass es ein unbedarftes Pärchen schafft, hier die Oberhand zu gewinnen und Probleme zu machen, denn schließlich befinden sie sich ja auf des Gegners Platz sozusagen. Da fragt man sich doch, warum verschaffen sich die Snuffer nicht schon früher Zutritt zum Zimmer, sei es mit Gewalt durch die Vordertür oder eben durch den versteckten Hintereingang. Und warum liegen in dem Zimmer die Filme rum ? Will man dadurch bei den Opfern schon vorab Angst schüren, aber andererseits büßt man dadurch den Überrumpelungseffekt total ein und verschafft den Leuten Zeit und Möglichkeit nachzudenken.

    Naja, das ist also so eine Sache, die einen negativen Eindruck hinterlässt. Sehr gut gefallen hat mir dafür die ständig präsente bedrückende Atmosphäre, die wurde sehr schön eingefangen; da also großes Lob an alle Beteiligten.

    Letztlich ein Film der sich leicht über dem Durchschnitt seines Genres bewegt, auch dank der überzeugenden Darsteller und eben der spannenden Stimmung und die eher unterdurchschnittliche Laufzeit passt auch ganz gut.

    6,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  4. #334
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    I have no idea

    OMFE Reloaded; Vers. 2.5; presented by David_Aames

    330. Igby
    (Igby goes down) USA 2002 von Burr Steers
    (1)
    (07.07.2009)
    Kieran Culkin (5), Ryan Philippe (9), Susan Sarandon (12), Claire Danes (6), Jeff Goldblum (17), Amanda Peet (11), Bill Pullman (13), Jared Harris (6), Rory Culkin (3), Bill Irwin (5)



    Die erste Szene des Filmes war ja schon mal... ähm, nennen wir es mal überraschend und zieht einen ja fast runter. Weiter geht es mit einigen recht kurzen Szenen, die im ersten Moment nur schwer einen geordneten Zusammenhang ergeben, das wirkte fast ein wenig willkürlich auf mich und es fiel mir bisschen schwer mich darauf einzulassen.

    Aber gut, das sind nur Eindrücke und keinesfalls große Kritikpunkte. Das Hauptproblem zwischen mir und dem Film ist recht einfach auf den Punkt gebracht: zu keiner einzigen Figur konnte ich eine Sympathie aufbauen (höchstens vielleicht noch zum Vater), und somit haben mich die Figuren auch kaum interessiert ehrlich gesagt. Ihr Verhalten und ihre Art haben mir einfach nicht gefallen.

    Bemerkenswert immerhin, dass eine doch ordentliche Darstellerriege geboten wurde, die eigentlich auch alle zu denen gehören, die ich gerne sehe, aber das konnten sie nicht auf ihre Figuren übertragen, auch wenn die darstellerischen Leistungen, allen voran Kieran Culkin, ordentlich waren.

    Was mir gut gefallen hat waren die wenigen witzigen Szenen, aber der Rest konnte mich letztlich nicht allzu sehr begeistern.

    Erfreulicherweise wird die Geschichte nicht unnötig in die Länge gezogen, sprich, der Film hat keine besonders lange Laufzeit, was ich aus den genannten Gründen positiv fand.

    Interessant fand’ ich noch den Darsteller des Bestatters am Schluss... der kam mir doch bekannt vor, und nun nachgeschaut, das ist Nicholas Wyman, und den kenn' ich als Simon Grubers rechte Hand aus Die hard with a vengeance. Vom Gangster/Killer zum Bestatter, ja, das macht Sinn.

    Dank solider Schauspielerleistungen, einer ordentlichen Inszenierung und vor allem einem guten Soundtrack rettet sich der für mich thematisch nicht so interessante Film noch auf

    6/10 Punkte
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  5. #335
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    Das lange Elend

    331. Mein verschärftes Wochenende
    (The long weekend) CAN/USA/GB 2005 von Pat Holden
    (1)
    (10.07.2009)
    Brendan Fehr (3), Chris Klein (7), Cobie Smulders (1), Chandra West (2), Chelan Simmons (3), Craig Fairbrass (2), Paul Campbell (1), Evangeline Lilly (1)



    Okay, machen wir es kurz, ich will mir und Euch ja nicht unnötig die Zeit stehlen, nicht für diesen Film.

    In dem Film wird mehrmals gefurzt. Und wie ein Furz ist auch der Film selbst: farblos, geschmacklos und unangenehm für alle Beteiligten.

    Eine Aneinanderreihung von schlechten und teils unappetitlichen Szenen, die einem nicht mal TheCrow gutargumentieren könnte (no harm intended, ist als Kompliment gemeint).

    Eigentlich wollte ich den Film nach knapp 10 Minuten abbrechen, aber nein, ich dachte mir, ich halte tapfer durch, dann kann ich ihn in meinem FTB aufführen und dadurch Euch warnen. Überhaupt, neben der FSK sollte es ein weiteres Prüfsiegel geben; das MovieMaze-Filmfreunde-Schau-Dir-den-Film-bitte-bitte-bitte-nicht-an-tu-es-unter-keinen-Umständen-selbst-wenn-Du-sonst-auf-objektiv-schlechte-Filme-stehst-lass-es-tu-es-nicht-denk-nicht-mal-dran-denn-der-Film-ist-wirklich-richtig-(und-wir-meinen-so-richtig)-mies-und-übel-und-Scheiße-noch-eins-ist-der-schlecht-und-die-drei-bis-fünf-Schmunzler-die-Du-vielleicht-haben-wirst-weil-die-Macher-doch-mal-kurz-einen-lichten-Moment-hatten-oder-den-„Gag“-irgendwo-geklaut-oder-aus-dem-Kaugummitautomaten-gezogen-haben-ist-es-nicht-wert-also-echt-jetzt-ganz-ohne-Scheiß-und-der-Umstand-dass-er-bei-IMDb-eine-Wertung-von-über-fünf-Punkten-hat-ist-nur-der-Beweis-dass-man-die-Finger-von-Alkohol-und-harten-Drogen-lassen-sollte-also-vergiss-es-da-ist-ja-Upps-Die-Superpannenshow-unterhaltsam-niveauvoll-und-sogar-witzig-dagegen-und-selbst-für-Chris-Klein-Verhältnisse-ein-großer-Eimer-Müll-und-das-trotz-Rollerball-Remake-Ohne-Worte-und-Wir-waren-Helden-also-vertrau-uns-und-schau-ihn-Dir-nur-an-wenn-Du-Friedberg-oder-Seltzer-heißt-aber-sonst-bitte-bitte-nicht-Siegel.

    Jo und das bekommt er dann auch.

    1/10

    Den Punkt gibt es einfach mal so, weil ich so gutmütig bin, auch wenn er es nicht verdient hat.


    Edit: Hab' den Film ja von meinem Online-Versand und da gibt es die Option "Problem melden" und da hab' ich eben kurz fantasiert ich würde schreiben 'Das Problem ist: der Film ist Scheiße und ich muss die DVD jetzt zerstören, aus Sicherheitsgründen'. Naja, kurz war der Gedanke amüsant, aber letztendlich bin ich dann doch zu brav um sowas zu tun. Aber ich arbeite daran.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  6. #336
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Tell me a Poe-em

    332. Masters of horror - (24) The black cat
    USA/CAN 2006; von Stuart Gordon + Stuart Ortiz

    (12.07.2009)
    Jeffrey Combs, Elyse Levesque, Aron Tager, Ken Kramer, Patrick Gallagher, Eric Keenleyside, Ryan Crocker, Ian Alexander Martin



    Eigentlich erwarte ich in der Masters of horror-Reihe ja eher neue, bislang wenig bemühte Geschichten, das hat in der ersten Staffel ja auch stellenweise recht gut geklappt. Bei dieser Folge hier aber nicht, denn The black cat ist ziemlich genau eine Adaption der gleichnamigen Kurzgeschichte des wohl bekanntesten Schreibers von fantastischen Geschichten. Entscheidender Unterschied ist jedoch, dass wir hier nicht irgendeine erfundene Hauptfigur vor uns haben, sondern Edgar A. Poe selbst zum Hauptprotagonisten wird, und sich biographische Realitäten mit Vermutungen und Erfundenem vermischen.

    Interessant ist, wenn man so im nachhinein, angeregt durch diese Episode, ein wenig in der Biographie des Schriftstellers liest, dass einem verschiedene Punkte durch die Folge bekannt vorkommen, wie zB die Erwähnung von West Point oder auch der Name eines Kaufinteressenten für das Klavier, Fordham, in Wahrheit begegnet einem dieser Begriff allerdings nicht in Form einer Person, sondern der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat New York, welche in Poes-Biographie eine Rolle spielt. Oder auch die Mitwirkung eines Kanarienvogels kommt einem irgendwie bekannt vor (fehlte nur noch ein Pendel, aber das wäre wohl zu offensichtlich gewesen). Und sicher ist es für den Poe-Kenner ein größeres Vergnügen dieser Geschichte zu folgen als für den unbedarften Zuseher, und kann dann wenigstens für diesen Personenkreis noch eine Aufwertung erfahren.

    Ansonsten ist diese Episode allerdings nicht so der Bringer, wohl auch, weil man sich irgendwann an das irgendwo mal halbwegs gehörte Ende der Kurzgeschichte erinnert und somit die Auflösung bereits kennt. Und auch sonst, abgesehen von zwei kräftigeren und blutigeren Szenen, konnte mich das Ganze zu keiner Zeit packen und die Sichtung war größtenteils mühsam für mich und ich habe mehrmals auf den Minutenzähler der Aufnahme geblickt und auf das Ende gewartet. Kein gutes Zeichen.

    Bewertung, in der MoH-Reihe: 3/10

    A dream within a dream
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  7. #337
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    Domino day

    OMFE Reloaded; Vers. 2.6; presented by soulassassin

    333. V wie Vendetta
    (V for vendetta) USA/GB/D 2005 von James McTeigue
    (1)
    (19.07.2009)
    Hugo Weaving (7), Natalie Portman (13), John Hurt (8), Stephen Rea (7), Stephen Fry (5), Tim Pigott-Smith (4), Rupert Graves (2), Roger Allam (2), Ben Miles (1), Eddie Marsan (6)



    Die Welt ist so ungerecht. Da steht laut Drehbuch eine Kussszene mit Natalie Portman an, und dann muss man dabei so eine dämliche Maske tragen.

    Schon recht schnell hat mir der Film recht gut gefallen und hat mich von seiner Art her überzeugt. Dadurch gab es eine positive Überraschung, die wohl auf falschen Vorannahmen wie der Film sei, beruhte, denn da hatte ich etwas anderes erwartet. Doch dann gibt es im Verlauf immer wieder so kleine Makel, denen man zuerst noch keine große Bedeutung zumisst, die aber, wenn man Stunden nach der Sichtung diese noch mal gedanklich durchgeht, einen doch mit jeder Minute mehr stören.


    Zum Beispiel wird für meine Begriffe zu wenig auf die unmittelbaren negativen Auswirkungen dieser Diktatur auf die Menschen eingegangen. Es werden zwar viele Punkte benannt (Verbot von Büchern und klassischer Musik, Verbot gleichgeschlechtlicher Beziehungen, Ausgangssperren, Zufallsverhaftungen, routinierte Lügen des staatlichen Fernsehens) aber zu wenig direkt gezeigt. Daher wirkt die Befreiung am Ende nicht so stark, wie sie es gewesen wäre, wenn der Zuschauer zuvor noch mehr mit den Menschen mitgelitten hätte. Insofern stimme ich in diesem Punkt dem FTB-Eintrag von Pablo Honey sehr zu.

    Dann ist mir unerklärlich, wie es zur Ausstrahlung dieser Sendung von Gordon kommen konnte (die, als Evey gerade bei ihm ist). Selbst wenn er den Entschluss fast, kurzfristig so eine Sendung zu machen, wie kam es, dass all die anderen daran Beteiligten (vor und hinter der Kamera) ohne zu zögern mitgemacht haben ? Die Konsequenzen müssen ihnen doch bewusst gewesen sein. Warum hat dies keiner der Verantwortlichen verhindert ? Überhaupt, das Verhalten von Gordon wirkt fast naiv; er ist sich bewusst, was er tut, und meint aber, es werde schon nix passieren, und wenn es dann doch dazu kommt, ist er überrascht und entsetzt !?

    Und die Szenen in der V Evey in dem nachgebauten Kerker festhält lassen auch Fragen offen. ZB wer hat eigentlich Evey die Haare kahlgeschoren ? V hatte doch keine Helfershelfer, aber er selbst kann es nicht gewesen sein, denn 1. war es ein heller Raum, und somit war die Gefahr, dass sie ihn erkennt, viel zu groß (seine Maske zu tragen hätte ihn auch verraten); 2. die Person die rasiert hat, hatte durchsichtige Handschuhe an und die Hände darunter wirkten „normal“ (also nicht die vernarbten/ verbrannten Hände von V).


    Und dann denke ich noch an zwei Kleinigkeiten, aber die möchte ich an der Stelle nicht ausführen, eh schon genug gemeckert.

    Dagegen steht aber eine sehr ansprechende und zu gefallende Optik und Inszenierung. Die Dialoge, die schauspielerischen Leistungen (herausragend für mich dabei auch das Spiel von John Hurt; auch wenn er zu 95% immer das Gleiche macht, so macht er dies sehr nachdrücklich und glaubhaft. Und in den restlichen 5%, die dem vorigen konträr gegenüberstehen, kann er auch überzeugen) und die Grundthematik sind als sehr gut zu bezeichnen und es ist zuweilen auch spannend, so fällt es nicht schwer die gut zwei Stunden Film zu konsumieren, weil es an keiner Stelle langweilig wird. So kann ich letztlich ordentliche

    7,5/10 Punkte verteilen und runde für OMFE auf 8 auf, als kleiner Dank für den Empfehler, weil ich ohne diesen „Zwang“ die Sichtung des Filmes wohl noch länger verschoben hätte, aus unberechtigten Gründen, wie sich nun herausstellte.

    Btw.: „Nett“ fand ich den Namen des Diktators... Adam Sutler... da wird aus dem winkenden Zaunpfahl ein ganzer Wald.

    Noch ’ne Frage: Welche Rolle spielte denn Eddie Marsan ? Im Abspann den Namen gelesen... hab’ den aber im Film nicht erkannt. Ach, irgendwie ärgerlich.
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  8. #338
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    Geht das !

    334. Poppitz - So lustig kann nur Urlaub sein
    A 2002 von Harald Sicheritz
    (2)
    (24.07.2009)
    Roland Düringer (2), Marie Bäumer (4), Nora Heschl (1), Kai Wiesinger (6), Reinhard Nowak (3), Eva Billisich (2), Oliver Korittke (4), Sabina Riedel (1), Karl Künstler (4), Maria Hofstätter (4), Alfred Dorfer (4), Maverick Queck (2), Antonia Cäcilia Holfelder (2), Vinzenz Kiefer (1), Özgür Özata (1), Sissy Wolf (1), Josef Hannesschläger (7), Sun-Young Spatzek-Yun (1), Viktoria Stifter (1), David Heissig (2)



    Who the fuck is Poppitz ?, fragt sich der Hauptprotagonist gleich am Anfang... und dabei steckt die Antwort schon in der Frage selbst.. eigentlich schon im Namen selbst...

    Was wir nach der kurzen Einleitung zu sehen bekommen ist eine teils schwarzhumorige und nicht selten bitterböse Urlaubssatire, die vor keinem Aspekt, was im Urlaub passieren und vor allem schief gehen kann, halt macht. Und da wäre ich dann auch schon bei einem Negativpunkt, weil so absolut wahnsinnig viel neues der Film auf dem Gebiet nicht unbedingt bietet, wenn man schon derartiges wie zB Club Las Piranjas von Kerkeling, Man spricht deutsh von Polt oder auch Sketche und sonstiges zu dem Thema gesehen hat. Allerdings ist das Ganze auf eine recht sympathische Art dargeboten, auch dank der Charaktere, die im Endeffekt doch überwiegend positiv rüberkommen und so wird es zu keinem Zeitpunkt fad oder unleiwand.

    Dazu ist es großteils spaßig und wie man weiß mag ich den Wiener Dialekt sehr, das wertet das Ganze für mich also auf. Und diesen kleinen „kalten Krieg“ der Ösis gegen die Piefkes fand ich natürlich auch sehr amüsant, an so etwas kann ich mich immer sehr erfreuen, besonders wenn beide Seiten ihre Hiebe abbekommen; wobei man diesen Teil für meine Begriffe durchaus noch weiter hätte ausbauen können.


    Die Schlussauflösung ist dann so eine Sache... wie man ja weiß, mag‘ ich Filme eigentlich eher weniger, wenn sich am Ende als große Überraschung herausstellt, dass alles Vorherige nur ein Traum, eine Einbildung oder sonstwas in der Richtung war. Allerdings finde ich diesen „Twist“ hier nicht so schlimm wie bei anderen Filmen. Außerdem gab es auch einige Situationen, die fast schon den Hang zum Unrealistischen hatten, was dann durch diese Auflösung aber Sinn macht (zB die Animateure, die eigentlich ungefragt und gnadenlos ehrlich ihre Unmoralitäten in die Videokamera eines Urlaubers flöten; oder dass Lena so selbstverständlich ein Mordkomplott schmiedet).


    Interessant dagegen diese Alternativszenen und Fantastereien der Hauptfigur, stellenweise wusste man erst gar nicht, ob dass nun "echt" oder wieder nur eine Vorstellung ist.

    Positiv war auch die vielen bekannten Gesichter zu sehen, dass war mir gar nicht mehr bewusst, wer da so alles mitmacht. Besonders auch die weibliche Hauptfigur (wobei ihr (aufgesetzter) norddeutscher Dialekt da wieder einige Sex-Appeal-Punkte kostet :wink... aber ansonsten kann ich nur die EAV zitieren (auch wenn dabei etwas anderes gemeint war) „...her mit der Marie !“. Und dann zeigt sie sich zu Beginn auch noch kurz wie Gott sie schuf (well done btw.).

    Ach und eines ist aber klar, unabhängig von dem Film, so einen Club-Urlaub würde ich niemals mitmachen.

    Und so kann ich, summasumarum, knappe

    7/10 Punkte vergeben.

    Deutsche Splach, schwele Splach !
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  9. #339
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    Nodoby is ferpect

    335. Ein ferpektes Verbrechen
    (Crimen ferpecto) E 2004 von Álex de la Iglesia
    (3)
    (26.07.2009)
    Guillermo Toledo (2), Mónica Cervera (1), Luis Varela (1), Enrique Villén (2), Fernando Tejero (1), Javier Gutiérrez (1), José Alias (2), Montse Mostaza (1), Kira Miró (1), Penélope Velasco (1)



    Hmmm, irgendwie fällt es mir schwer sonderlich viel über den Film zu schreiben. Ist eine stellenweise recht witzige Krimödie mit teilweise sehr schwarzem Humor.

    So ein paar kleine Ungereimtheiten gibt es, zB wie schnell die Zeit vergeht als Rafael die Leiche entsorgen will, oder dass diese zunächst quasi gar nicht blutet. Aber das sind gar nicht so schwergewichtige Punkte, weil man den Film trotzdem gerne anschaut.

    Was gefällt sind die skurrilen Figuren, wie zB der Kommissar (so herrlich die Szene mit dem Foto seiner Kinder), oder die Familie von Lourdes (das hätte man vielleicht noch ausbauen können). Und eigentlich alle anderen Hauptfiguren auch (wobei mir die zwei Schleimer nicht so zugesagt haben).

    Rafas Schluss-Coup war dann richgit einrallsfeich fand’ ich und gefickt eingeschädelt.

    Und so gibt es von seiner Meite knappe

    10/7 Punkte.


    PS: Und wer gerne Buchstabenrätsel löst, der kann gerne nochmal den obigen Text zusammensetzen. Einfach folgendes kopieren und losknobeln:

    aaaaaaaAaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaääääbbbBbbbB
    bbbccccccccccccccccccccccCccccdddddddddddddddddd
    dddddddddddddeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee
    eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee
    eeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeefFfFffFFFffffggggggggggggg g
    gggggggHhhhhhhHhhhhhhhhhhhhhhhhHhhhhhhhhhiiiiiiiIi ii
    iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiKkkkKKkkkklllllll
    llllllLllllllllllLllllllllllmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
    Mnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn
    nnnnnnnnnnnnnooooooooooooooooooooööpPppppPq
    rrrrrrrrrrrrrRrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrRrrrrsssssss sssSssssssssss
    sssssssssssSssssSssSsssssssttttttttttttttttttttttt ttttt
    tttttttttttuuUuuuuuuuuuuUuuuuuuuUuüvvvvvwwwwww
    wwwwwwWwwwwzzzzZzzzzzz017
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  10. #340
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    Alles ist erleuchtet

    336. Hangover
    (The hangover) USA/D 2009 von Todd Phillips
    (5)
    (01.08.2009)
    Bradley Cooper (2), Ed Helms (3), Zach Galifianakis (3), Justin Bartha (3), Heather Graham (13), Sasha Barrese (4), Jeffrey Tambor (7), Ken Jeong (4), Rachael Harris (6), Rob Riggle (3), Mike Tyson (2), Mike Epps (2)



    Ich könnte jetzt lang und breit ausholen, was Las Vegas doch für eine interessante und bemerkenswerte Stadt ist, die vielen Menschen schon riesigen Spaß und Kurzweil gebracht oder deren Existenz vernichtet hat. Eine Stadt die schon viele Seelen verschlungen und ausgespuckt hat und dazu führt, dass sich erwachsene Menschen mit staunenden Kinderaugen das ganze Geglitzer und den Glamour anschauen.

    Aber ich möchte es kurz machen. Schon fast von Anfang an konnte ich zu den Figuren große Sympathie aufbauen, was sich dann über die weitere Laufzeit noch gesteigert hat. Besonders Alan, der Ein-Mann-Wolfsrudel, entwickelte sich früh zu meiner Lieblings-Figur. Seine schräge Art und sein Auftreten gefallen sehr.

    Sicherlich kann man sich recht schnell, wenn man es nicht schon vorher ahnt, den Verlauf der Story grob denken und so wirkt es wie eine stadtumfassende Schnipseljagd auf der Spur der Ereignisse der vergangenen Nacht und man kann sich ausrechnen, dass eben möglichst schräge Geschehnisse aufgedeckt werden. Aber dabei ist es stellenweise sehr komisch, und das ohne größere Pausen ( :wink, und zuweilen auch überraschend. Und erfreulicherweise wird auch der Grund für den Gruppenerinnerungsverlust sinnvoll geklärt, obwohl ich sogar eine fehlende oder löchrige Erklärung akzeptiert hätte.

    Sicher ist es fraglich, ob der Film auch bei einem zweiten Anschauen noch den gleichen Spaß macht, käme halt mal auf einen Versuch an. Und es mag sicher sein, dass man auf kleine Ungereimtheiten stößt wenn man die komplette Geschichte haarklein seziert, aber geschenkt.

    Doch, als ich eben kurz ein paar Film-Bilder durchschaute kamen mir die dazu passenden Szenen in den Sinn und ein sehr breites äußeres und inneres Schmunzeln stellte sich ein.


    Besonders toll auch der Abspann mit den Fotos. Das Bemerkenswerte daran ist, dass diese verblüffend echt aussehen. Blicke, Gestik und Mimik der Motive wirken wie wirklich per zufälliger Momentaufnahme im Bruchteil einer Sekunde festgehalten. Und ich denke etwas gestelltes komplett ungestellt wirken zu lassen ist gar nicht so einfach.


    Somit gibt’s von mir ordentliche

    8/10

    Punkte.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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