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Thema: Why so curious ?

  1. #341
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Burger kings

    337. Harold & Kumar
    (Harold & Kumar go to White Castle) USA/CAN/D 2004 von Danny Leiner
    (2)
    (02.08.2009)
    John Cho (9), Kal Penn (3), Paula Garcés (2), David Krumholtz (6), Eddie Kaye Thomas (4), Neil Patrick Harris (2), Ethan Embry (7), Robert Tinkler (2), Fred Willard (8), Steve Braun (1), Dov Tiefenbach (3), Anthony Anderson (11), Ryan Reynolds (6), Christopher Meloni (5), Malin Åkerman (4), Sandy Jobin-Bevans (1)



    Also dies hier ist leider ein Musterbeispiel dafür, wie man mit einer Synchro einen Film verhunzen kann. Ich hab’ ja eigentlich nix gegen den Pocher, aber er ist eben nun mal kein ausgebildeter Synchronsprecher und das merkt man auch, außerdem passt dieses Bild nicht, wenn ich John Cho sehe und aufgrund der Stimme aber an den Pocher denken muss. Und aber noch viel schlimmer ist die „Idee“ Kal Penn mit einem aber extrem breiten indischen Akzent sprechen zu lassen, wofür es keinerlei Rechtfertigung gibt und die Verantwortlichen eigentlich einen langsamen, grausamen Tod verdient hätten.

    Jedenfalls hab' ich dann nach wenigen Minuten auf Originalsprache gewechselt und also noch mal von vorne geschaut. Nach weiteren gut fünf Minuten habe ich dann auch noch die deutschen Untertitel deaktiviert, weil für meine Begriffe nicht sehr nah’ am Original übersetzt wurde (was blöd ist) und mich diese daher auch genervt und abgelenkt haben. Also, Original ohne Untertitel... ein mittelgroßes Abenteuer. Somit hab’ ich leider nicht alle Gags verstanden, vermute ich mal, aber die die ich verstanden haben waren überwiegend wirklich gut.

    So erlebt man hier einen wilden Trip durch die Nacht von zwei Kumpels, die einfach nur leckere Burger essen wollen und dabei durch halb New Jersey odyssieren. Neben dem Humor besticht der Film für mich besonders durch die vielen schrägen Figuren die den Weg der beiden Hauptprotagonisten kreuzen sowie deren Erlebnisse. Das ist überwiegend sehr spaßig und vor allem kurzweilig und er überrascht immer mal wieder mit amüsanten Einfällen.

    Sehr schön sind natürlich auch die vielen Gastauftritte, wobei mir besonders der von Ryan Reynolds gefallen hat (RR im Krankenhaus, das weckt alte Serien-Erinnerungen) und natürlich der von Malin Àkerman... heidanei. Aber auch Paula Garcés gefällt.

    Szenen-Highlights waren die Auseinandersetzung mit dem Waschbär sowie der Traum von der lebendigen Riesentüte. Und an negativen Beispielen fällt einem eigentlich nur der Battleshit-Battle ein, das war unnötig.

    Am Ende wurde es dann seltsamerweise bisschen schnell hell, aber das kennt man ja auch schon aus anderen Filmen.


    Zufälligerweise startet gerade heute der zweite Teil mit den beiden Buddies auf einem Pay-TV-Sender. Aber irgendwie zweifle ich noch daran, ob mir Späße zu und über Guantánamo gefallen könnten. Nja ich überleg’s mir noch.

    7/10

    Where’s my car, Dude ?
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #342
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Why so curious ?

    OMFE Reloaded; Vers. 2.7; presented by Fenrisulfr

    338. The machinist
    (El maquinista) E 2004 von Brad Anderson
    (1)
    (04.08.2009)
    Christian Bale (10), Jennifer Jason Leigh (9), Aitana Sánchez-Gijón (2), Michael Ironside (7), John Sharian (5), Craig Stevenson (1), Anna Massey (4)



    Es ist schon bemerkenswert, was Bale für diese Rolle auf sich genommen hat... bzw. das Gegenteil davon. Man kannte ja schon diverse Bilder aus dem Film, aber wenn man ihn da so agieren sieht, in diesem Minimum an menschlicher Hülle, dann bereitet einem dies Unbehagen und man macht sich fast Sorgen. So erstaunlich und bemerkenswert das auch ist, sowas kann auch leicht nach hinten losgehen. Diesen Zustand zu erreichen und vorallem wieder davon loszukommen bedarf schon eines starken Willens.

    Einen kleinen Nachteil hat das Ganze allerdings, denn dieser Aspekt überschattet auch ein wenig den Film selbst, gleichwohl der Film dadurch natürlich auch viel intensiver wirkt. Ein schwieriger Balanceakt.

    Und so steht die großartige Performance von Bale auch im Vordergrund und der Rest des Filmes hat es nicht immer ganz leicht, da mitzukommen. Zweifellos kann einen die gut getroffene, düstere Atmosphäre packen und auch der Story, trotz ihrer leicht lynchesken Züge, kann man besser folgen, als ich es im Vorfeld befürchtet hatte (was wohl der Grund war, weshalb die DVD rund zwei Jahre ungesehen bei mir herumlag). Dazu ist auch am Ende alles schlüssig (wobei ich nicht behaupten wollte, jede Szene und Symbolik zufriedenstellend und allumfassend erklären und aufdröseln zu können; aber die Geschichte wird sinnvoll aufgelöst und es bleiben für meine Begriffe keine Logiklöcher und storytechnischen Schwächen zurück).

    Dabei wird ein sehr nachvollziehbares Bild über einen Mann geschaffen, dessen Dämonen der Vergangenheit sein Leben im Jetzt mehr und mehr beherrschen und dieses schließlich merklich beeinflussen und verändern.

    Nun könnte man eigentlich denken, dass ich den Film viel besser bewerten müsste, als ich es tue. Auch weil ich gar keine schlüssigen Argumente dafür formulieren kann, weshalb es dann doch „nur“ eine 7 ist. Ich weiß es wirklich nicht genau woran es lag und das ist mir auch fast ein wenig unangenehm, aber vom Gefühl her, gibt es für mich lediglich diese Möglichkeit.

    7/10
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  3. #343
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Into the wild

    339. Trouble ohne Paddel
    (Without a paddle) USA/NZL 2004 von Steven Brill
    (2)
    (08.08.2009)
    Seth Green (13), Matthew Lillard (10), Dax Shepard (3), Abraham Benrubi (6), Ethan Suplee (8), Burt Reynolds (16), Rachel Blanchard (3), Christina Moore (1), Bonnie Somerville (2)



    Hier kann ich es ganz kurz machen:

    Für eine Komödie hat der Film zu wenig Lacher. Besonders spannend ist er auch nicht. Dafür sind die Figuren irgendwie sympathisch, was einen den Film zumindest sehenswert macht. Auch die Landschaftsaufnahmen sind ansehnlich und es gibt mal wieder ein Wiedersehen mit Kubiac. Viel mehr gibt’s dazu nicht zu sagen.

    4,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  4. #344
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    Übernehmen sie Cobra

    340. G.I. Joe - Geheimakte Cobra
    (G.I. Joe: The rise of Cobra) USA 2009 von Stephen Sommers
    (5)
    (15.08.2009)
    Channing Tatum (3), Marlon Wayans (7), Sienna Miller (2), Dennis Quaid (14), Christopher Eccleston (5), Rachel Nichols (2), Adewale Akinnuoye-Agbaje (4), Saïd Taghmaoui (3), Ray Park (4), Byung-hun Lee (2), Joseph Gordon-Levitt (5), Jonathan Pryce (6), Arnold Vosloo (3), Brendan Fraser (10), Kevin J. O’Connor (11), Karolina Kurková (1)



    Zusammenfassend lässt sich sagen: Action und Humor stimmen; die Story… naaaajaaaa… da darf man wohl nicht so kleinlich sein.

    Das Ganze ist eindeutig für die großen und kleinen Jungs, und so ist der Plot recht simpel und altbekannt, die skrupellosen Bösen wollen an die Weltherrschaft und die edelmütigen Guten wollen das verhindern und daraus ergeben sich dann größere und kleinere Kampfhandlungen der kaboomigen Art.

    Als Zuschauer kann man hier durchaus, wenn man sich darauf einlässt, großen Spaß haben. Denn es wird einiges an Action geboten, die optisch auch überwiegend gut rüberkommt. Dazu gibt es einige interessante technische Spielereien und Gadgets die über die Leinwand gejagt werden. Und einige nette Sprüche und Lacher, wie man sie von den Filmen des Regisseurs schon gewohnt ist, runden das Ganze ab.

    Darstellerisch kann man nicht viel aussetzen, allerdings ist natürlich auch klar, dass bei so einem Film keine oscarverdächtigen charaktertiefen Schauspielleistungen zu erwarten sind. Maximal der Böse ist einigermaßen „tief“ gezeichnet und wird, wie es so oft in „Hollywood“ ist, von einem Briten gespielt. Überhaupt fällt wieder auf, dass eine recht internationale Schauspieltruppe vor der Kamera zu sehen ist, wie man es auch schon aus anderen Werken von Sommers kennt, wie zB den Mumien-Teilen. Das macht es für mich persönlich noch einen Tick interessanter. Schön auch, dass alte Bekannte aus dem Sommers-Universum in Klein- und Kleinstrollen zu sehen sind.


    Weniger gefallen dann allerdings einige Dinge, die man wohl auch einfach als gegeben hinnehmen sollte, die dann aber doch ein wenig negativ aufstoßen. So wird es im letzten Drittel dann doch fast zu viel in Sachen Soldaten-Gehabe (klatschende G.I.’s in angespannter Runde im Hauptquartier) und aufkeimendem Pathos. Oder da sind die „Neuen“ die sich beweisen wollen und natürlich gleich richtig einschlagen und der bislang ungeschlagene Meister in Sachen Nahkampf wird prompt auf die Matte geschickt („Ich habe Snake Eyes noch nie zu Boden gehen sehen !“) ja ne is kla. Und Scarlett, die gefühleunterdrückende Kampfbraut (rothaarig !!!) taut nach erster Zurückhaltung gegenüber dem Werben von Ripcord natürlich auf... hach, was ein hübschen Paar... ich hör’ schon die Hochzeitsglocken läuten. Und dann die Zufälle... der Höhepunkt dann, als sich herausstellt, dass der Wissenschaftler der totgeglaubte Bruder der Frau ist, die jetzt auf der bösen Seite ist und den Einen von der guten Seite mal gekannt hat und...

    Relativ neutral ist der Einsatz einiger Rückblenden. Da merkt man, dass versucht wurde relativ viel Hintergrundgeschichte in den Film zu packen, damit auch unbedarfte Zuschauer ein wenig mehr in dieses Universum eintauchen können und somit den Charakteren wenigstens ein Mindestmaß an Tiefe zu geben. Wobei diese Flashbacks mitunter nur knapp an der Unpassendheit vorbeischrammen. Aber interessant ist es dennoch ein wenig mehr über den Werdegang einiger Figuren zu erfahren.


    Highlight dafür die Verfolgungsjagd in Paris, aufgrund deren sich die Autoverbrenner der Banlieus schämen müssten ob ihrer Uneffektivität.

    Also, mehr als passable zwei Stunden Entertainment die einem hier geboten wird. Man sollte nicht alles hinterfragen, aber dafür kommt es mit ordentlichem Humor und Sympathie daher. Mit Sicherheit einer der besseren Vertreter der kurzweiligen Popcornunterhaltung.

    Interessant, dass es nun einen weiteren Actionfilm gibt der auf „Spielzeug“ basiert. Dann darf ich mir bezüglich Mask ja doch noch Hoffnungen machen...

    7,5/10


    Ich frage mich: Wäre es sehr peinlich zu verraten, dass ich mich bezüglich des Hauptdarstellers zunächst total vertan habe !? Ich dachte lange Zeit 'hui, der Wentworth Miller hat sich aber verändert...'
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  5. #345
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    Adventureland

    OMFE Reloaded; Vers. 2.8; presented by VJ-Thorsten

    341. Dear Wendy
    GB/DK/F/D 2005 von Thomas Vinterberg
    (2)
    (19.08.2009)
    Jamie Bell (3), Mark Webber (2), Michael Angarano (2), Chris Owen (10), Alison Pill (3), Danso Gordon (2), Bill Pullman (14), Novella Nelson (6), Thomas Bo Larsen (6)



    Huiuiui... wenn ich es nicht müsste, würde ich mich hier möglicherweise einer Bewertung enthalten. Denn so wirklich kann ich das Gesehene noch nicht endgültig einordnen. Den Film zu sehen war eine wahre Achterbahnfahrt, denn mehrere Male änderte sich die Tendenz meiner Meinung.

    Zunächst dauert es ein wenig, bis ich in den Film hineingekommen bin, doch dann beginnt die Geschichte interessant zu werden. Ungewöhnlich, aber interessant. Man kann mit der „Loser“-Gruppe durchaus sympathisieren, weil sie dass was sie tun mit soviel Stil, Engagement und Einfallsreichtum tun. Als dann die Figur des Sebastian ins Spiel kommt ist man als Zuschauer erst irritiert... eigentlich will man ja keinen "Fremden" in der Gruppe dabei haben, und so einen Unsympathen schon gar nicht. Und so kommt es dann zuerst auch wie befürchtet, die bislang so funktionierende Truppe wird aufgerissen und es gibt erste Disharmonien, Eifersüchteleien und Konkurrenzsituationen. Was aber fast auch abzusehen war, denn je enger und harmonischer ein Gebilde ist, umso leichter scheint es, warum auch immer, dieses ins Wanken und Einstürzen zu bringen. Je freisinniger es ist, umso leichter scheint es, dass durch eine verhältnismäßige Kleinigkeit das Ganze System umkippt, weil es eine Eigendynamik bekommt, die nicht mehr zu stoppen ist. Aber letztlich fügt sich Sebastian doch einigermaßen in das Gebilde ein und wird letztlich akzeptiert.

    Apropos Eigendynamik die nicht mehr zu stoppen ist... kommen wir zum letzten Drittel. Da war ich für einige Zeit richtig sauer über diesen Verlauf, das hat mich total irritiert und aber mal so was von nicht gefallen. ’Was sollte das bloß’, dachte ich zunächst. Die Eskalation war so unnötig und fast lächerlich, das hat mich dermaßen gestört, weil es so sinnlos schien, und mit so etwas habe ich mitunter Schwierigkeiten.

    Doch dann hat es irgendwann ’klick’ gemacht und mir schien es, als wollten von Trier (der hier das Drehbuch schrieb) und Vinterberg uns damit die Sinnlosigkeit von Waffenbesitz zeigen, und dass ein dramatisches Ende fast unausweichlich ist. Waffen sind nun mal keine Spielzeuge, sie richten unmittelbares Unheil an, und dabei ist es ihnen ganz egal, ob sie sich in der Hand eines Fanatikers oder eines selbsternannten Pazifisten befinden. Vor ihnen sind alle Menschen gleich und unterscheiden sich letztlich nur dadurch, auf welcher Seite von Kimme und Korn sie stehen.

    Der Film könnte möglicherweise Michael Haneke gefallen, denn hier ist die gezeigte Gewalt eigentlich nicht konsumierbar. Dies nicht ob ihrer (nicht vorhandenen) Brutalität, sondern ob der Sinnlosigkeit und Unnachvollziehbarkeit. Und dies tut einem als Zuschauer zuerst richtig weh und man ist fast sauer, aber mit etwas Nachdenken zeigt sich der wahre Gehalt des Filmes. Auch wenn es ein Stück weit Spekulation bleibt, möchte ich diese Betrachtungsweise als die Richtige ansehen.


    Bemerkenswert ist noch der mit Klassikern von The Zombies durchzogene Soundtrack und die ordentlichen Leistungen der jungen Darsteller, allen voran natürlich Jamie Bell. Ebenfalls ist die Inszenierung sehr überzeugend.


    Nachdem ich kurz nach Filmende maximal eine 5 geben wollte, wird dem OMFEhler hoffentlich noch die letztlich solide

    7/10

    gefallen.
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  6. #346
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Cleveland rocks

    342. Der Rocker
    (The rocker) USA 2008 von Peter Cattaneo
    (2)
    (22.08.2009)
    Rainn Wilson (6), Teddy Geiger (1), Josh Gad (1), Emma Stone (2), Christina Applegate (8), Jane Lynch (8), Jeff Garlin (7), Jason Sudeikis (2), Will Arnett (3), Jane Krakowski (3)



    Boar, jetzt habe ich mir mal etwas mehr Zeit gelassen zwischen Sichtung und FTB-Eintrag und schon schwinden die Erinnerungen... spricht das jetzt gegen mich oder gegen den Film ?

    Anyway. Der Storyverlauf ist jetzt nicht wahnsinnig innovativ oder sensationell, die Gags werden nicht unbedingt am Fließband produziert und „bisschen“ vorhersehbar ist das Ganze auch, aber, was den Film klar über den Durchschnitt hebt sind die sehr sympathischen Figuren, die ordentlichen Leistungen der Darsteller und der vorhandene Humor, sowie eine gewisse Leichtigkeit die den ganzen Film trägt. Dabei wird die Hauptfigur zwar nicht immer im besten Licht gezeigt, aber auch nie wirklich vorgeführt, jedenfalls empfand ich es so. Außerdem gefällt mir auch der Großteil der Musik, was bei dem Film ja nicht ganz unwichtig ist.

    Dabei bietet das Ganze auch noch einige interessante Details und schneidet somit, ganz unaufdringlich, den ein oder anderen Teilaspekt an, aber um darauf detaillierter eingehen zu können bedürfte es wohl einer Zweitsichtung. Jedenfalls habe ich das Gefühl, dass da noch mehr sein könnte.

    Rainn Wilson zeigt mit seiner guten Performance dass er einen Film als Main Act tragen kann (besonders in einer meiner Lieblingsszenen, als er wie selbstverständlich auf dem Schulball nach langjähriger Schlagzeug-Abstinenz sich unerwartet gut einfügt und zeigt, wie sehr er und sein Instrument zusammengehören. Dass die Leute am Ende sauer auf ihn sind, ob seiner kleinen Extra-Solo-Runde zum Schluss, kann ich da übrigens nicht nachvollziehen). Dazu hat man mit Teddy Geiger einen richtigen Nachwuchs-Musiker verpflichten können, was unbestritten ein Vorteil ist, und die liebreizende Emma Stone ist endgültig als Mitglied in meiner ehrwürdigen Honeybunny-Liste gebookmarked. Drum freu‘ ich mich auch schon wie eine Paprika auf Zombieland.

    Fazit: Sympathischer Humor, gute Musik und passende Darsteller heben eine suboptimale Story aus der Masse an Unterhaltungsfilmen heraus. Für Musikinteressierte mit Hang zur Komik fast ein Must-see.

    7/10
    Geändert von Kalervo (30.11.2010 um 14:58 Uhr)
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  7. #347
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    Park + ride (with the devil)

    343. P2 - Schreie im Parkhaus
    (P2) USA 2007 von Franck Khalfoun
    (1)
    (26.08.2009)
    Rachel Nichols (3), Wes Bentley (2), Simon Reynolds (5), Philip Akin (5)



    Gestern Nacht beim Rumzappen zufällig kurz vor dem Start erwischt und kurzfristig beschlossen ihn jetzt und hier anzuschauen.

    Wohl einer der kürzesten Filmtitel (im Original) und dazu auch ein recht überschaubarer Cast. Aber man braucht auch nicht viel um ordentlich Spannung zu erzeugen, nur eine große, leere und verschlossene Tiefgarage sowie einen Psychopathen und ein Opfer. (Wobei ich gerade merke, dass so ein besonders kurzer Titel sehr ungünstig für eine Forumssuche ist...).

    Interessant dabei, dass die Beiden irgendwann fast auf Augenhöhe sind, weil sie diverse Male seinen direkten Fängen entkommen kann, so dass sich ein sehr interessantes Katz- und Maus-Spiel entwickelt, wobei die Rollen nicht durchgehend klar definiert sind. Die relativ eingeengten Möglichkeiten für die Beiden, ob der Umstände, werden teilweise einfallsreich gelöst und offensichtlich hatten die Drehbuchschreiber (u. a. ein gewisser Herr Aja), sichtlich Freude daran, sich in diese Lage zu versetzen und den Verlauf zu entwickeln.

    Das Duell der Zwei sowie damit verbunden die Spannung für den Zuschauer beginnt zunächst auf der rein psychologischen Ebene, und man merkt schnell, dass Tom einen ordentlichen Schatten hat. Später geht das Ganze dann erwartungsgemäß in die physische Richtung, und spätestens dann wird es für den Zuseher richtig aufregend.

    Interessant ist, dass Tom Angela zunächst gar nichts antut (ja okay, Freiheitsberaubung und vielleicht noch seelische Grausamkeiten, aber körperliche Gewalt nicht direkt). Wer weiß, wenn sie sich nicht gewehrt hätte, vielleicht hätte er ihr gar nichts weiter angetan. Ja okay, zum Schluss hätte er sie dann wahrscheinlich gekillt, aber vielleicht ja auch nicht, wer weiß.

    Bentley spielt den Psycho richtig gut muss ich sagen, gibt von meiner Seite aus ein dickes Sternchen. Das Verhalten von Angela hat mich Stellenweise richtig genervt und ich war schon kurz davor meine Sympathien umzuswitchen und zu Tom zu halten.

    Lediglich einen Schwachpunkt muss ich benennen, dass die Angehörigen von Jim diesen nicht vermisst und die Polizei eingeschaltet bzw. nach ihm gesucht haben.

    Positiv kann man auch anrechnen, dass ich zu Beginn des Filmes ein wenig müde war und fast schon befürchtete mittendrin abbrechen zu müssen, dieses Gefühl aber recht schnell vorbei war. Sprich, der Film war sehr spannend und müdigkeitshemmend. Außerdem auch wirkungsvoll. Als ich danach am Fenster stand um den Rollladen herunter zu lassen und mit dem Rücken zum Raum stand hatte ich kurz die Befürchtung, dass jemand hinter mir steht.

    Fazit: Fesselnder und spannender Thriller, der die begrenzten Möglichkeiten seiner Location einfallsreich ausnutzt und stellenweise auch nicht zimperlich ist.

    7,8/10

    Ist schon erstaunlich was für einen Unterschied doch eine Haarfarbe ausmachen kann. Hat mir Rachel Nichols neulich in G.I. Joe noch übermäßig gut gefallen, tut sie es hier so gar nicht. Verrückt.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  8. #348
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    Keine Möhrchen

    344. House bunny
    (The house bunny) USA 2008 von Fred Wolf
    (1)
    (28.08.2009)
    Anna Faris (7), Emma Stone (3), Colin Hanks (6), Kat Dennings (2), Katharine McPhee (1), Rumer Willis (4), Monet Mazur (7), Hugh Hefner (3), Christopher McDonald (14), Beverly D’Angelo (8), Dana Goodman (1), Kimberly Makkouk (1), Kiely Williams (1), Sarah Wright (1), Tyson Ritter (1), Rachel Specter (1), Owen Benjamin (1)



    Eigentlich freute ich mich ja auf eine interessante Doku über die Haltung von Hauskaninchen. Man kann sich sicher meine Enttäuschung vorstellen, als ich statt den knuffigen Nagern mit den langen Ohren anfangs nur bildhübsche, knapp bekleidete Mädels sah. Widerlich. Naja, aber da der Film dann schon mal lief...

    Doch zum Film... bei dem hier tue ich mich relativ leicht was dazu zu schreiben. Ist ja schon seltsam, dass man sich bei manchen die Einträge geradezu mühsam abringen muss und dann doch nicht ganz zufrieden ist und manchmal schreibt man einfach ohne groß nachzudenken. Ob das mit dem Niveau-Level des Filmes selbst zu tun hat ? Dann hieße das ja, der hier wäre nicht so besonders gehaltvoll. Nun, um ehrlich zu sein, ich verrate wohl kein großes Geheimnis wenn ich sage, dass dem so ist.

    Story und Dialoge zeugen nicht wirklich von großer Komplexität und Raffinesse. Aber das braucht es ja auch nicht immer. Das hier will ja letztlich nur eine nette, kleine Komödie sein, die unterhalten will. Das tut es letztlich auch, wenn auch vielleicht weniger als erhofft. Es sind zwar einige ordentliche Gags dabei, die das Potential andeuten, aber es hätte ruhig etwas mehr sein dürfen.

    Ansonsten ist es sehr einfach gestrickt, man hat eine Gruppe sehr klischeehaft beschriebener „Loserinnen“, die ihre Zeit lieber vor Büchern als vor Spiegeln verbingen. Grundsätzlich ja auch nichts verkehrtes. Und die treffen dann auf ein Ex-Bunny aus Hugh Hefners wunderbarer und unbeschwerter Bunny-Welt, bei der es sich gerade anders herum verhält. Und da nun beide Gruppen die Kenntnisse der jeweils Anderen brauchen, helfen sie sich eben gegenseitig. Das hat man eigentlich schon unzählige Male so oder so ähnlich gesehen. Drum kann der Plot auch wenig überraschen. Aber wie gesagt, einige Lacher sind dabei und die Figuren sind überwiegend sympathisch.

    Und was man auch zu Gute halten muss ist, dass es einige nette, kleine Ideen gibt, die vielleicht den Humor nicht neu erfinden, aber den Film auch ein Stück weit besonders machen und die einem auch erst einmal einfallen müssen.

    Für mich persönlich gibt es noch Pluspunkte ob Anna Faris und Emma Stone (die auch ihr komisches Talent unter Beweis stellen dürfen und damit punkten), die wären feste Bestandteile in meiner Häschen-Villa. Aber nur wenn Anna Frisur und Haarfarbe ändert und Emma so bleibt wie in der zweiten Hälfte des Filmes, sonst gibt’s vielleicht doch einen „bösen Brief“.

    Joa, erwähnenswert ist noch der ordentliche Soundtrack.

    Lauf Joann, lauf !

    5,5/10

    Ich frage mich: Wie ist das eigentlich mit diesen seltsamen Bezeichnungen der Studentenverbindungen in Amiland !? Die bestehen ja immer aus drei griechischen Buchstaben. Aber haben die dann auch eine Bedeutung ? Gibt es dafür Regeln ? Irgendwie steig' ich da noch nicht durch.
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  9. #349
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    Wenn die Hunde des Krieges von der Kette springen

    OMFE Reloaded; Vers. 2.9; presented by Thomas.Schutte

    345. Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben
    (Dr. Strangelove or: How I learned to stop worrying and love the bomb) GB 1964 von Stanley Kubrick
    (5)
    (02.09.2009)
    Peter Sellers (9), George C. Scott (3), Sterling Hayden (1), Keenan Wynn (6), Slim Pickens (1), Peter Bull (1), James Earl Jones (8)



    Hui ein Klassiker. Das erkennt man schon mal daran, dass der Film älter ist als ich selbst. Eigentlich sollte ich dem Omfehler fast sauer sein, weil ich mich dadurch jetzt outen musste, den Film noch nicht zu kennen... aber andererseits kommt es darauf bei mir nun auch nicht mehr an.

    Auch ist es punktemäßig eine relativ sichere Nummer, denn wenn ich einen vielerseits so hochgelobten Film schlecht bewerten sollte, dann müsste ich mir schon eine verdammt gute Argumentierung zurecht legen. Wobei ich ja schon bewiesen habe, dass ich auf allgemeingültige Meinungen mitunter wenig Rücksicht nehme. Aber solcherlei Vorüberlegungen sind ja letztlich Pillepalle. Entscheidend ist der Film und sein Eindruck. Und dieser ist ziemlich gut.

    Es dauert zwar kurz bis man richtig drin ist im Film, auch wenn er relativ schnell in die Vollen geht, thematisch, aber spätestens wenn zum ersten Mal die große Runde um den US-Präsidenten tagt und die ganze Tragweite des Geschehenen offenbar wird, ist man mittendrin und voll dabei. Die Thematik ist einerseits bedrückend und fast schon spannend (auch wenn man den ungefähren Ausgang ahnt), andererseits mit einer herrlichen Leichtigkeit dargeboten. Die Art wie die Personen agieren und reden ist so herrlich unpassend zu dem Szenario, bewusst natürlich, dass es doch eine große Freude ist.

    Dabei wird die Sinnlosigkeit des Krieges auf herrliche Art und Weise entlarvt. U. a. dadurch, dass sich ausgedachte und eingerichtete Schutzmaßnahmen vor Eingriffen des Feindes im Notfall als unüberwindbar für sich selbst herausstellen. Oder dass Freund und Feind deutlich verschwimmen, wenn sich z. B. US-Truppen gegenseitig beschießen, teils in der Annahme den Feind vor sich zu haben, weil durch Krieg losgetretene Ereignisse schnell eine teils mit drastischen Folgen behaftete Eigendynamik entwickeln, in die es dann schwer ist einzugreifen, Untaten werden dadurch legitimiert.

    Auch wird gezeigt, dass viele Verantwortliche aus Fehlern und aus der (negativen) Geschichte offensichtlich nichts gelernt haben und nichts lernen. Das zeigt grundsätzlich die titelgebende Figur, genau so wie General Turgidson ganz zum Schluss. Übrigens tragen auch die guten bis sehr guten Leistungen von Sellers (in einer Dreifachrolle), Scott und Pickens zum Gelingen des Ganzen bei.

    Neben dem fast durchgängigen inneren und äußeren Schmunzeln, welches man beim Ansehen hat, gibt es auch die ein oder andere richtig gute Pointe, wie die Sache mit der Auskunft in Omsk (was man übrigens ruhig noch etwas austreten hätte können) oder das R-Gespräch ins Weiße Haus.

    Die fast kammerspielartige Inszenierung passt letztlich ganz gut und man merkt natürlich, dass keine großen Geldmittel dafür verbraten wurden, wobei dies auch den Charme erhöht und es nicht unnötig in eine falsche Richtung geht, sondern die Story an sich im Vordergrund bleibt. Die relativ kurze Laufzeit ist überwiegend positiv zu benennen, auch wenn der ein oder andere kleine Verlaufssprung vielleicht bisschen unerwartet kommt.

    Nett war es James Earl Jones, den ich bisher fast nur aus Filmen seiner späteren Karriere kenne, in seinem ersten Spielfilm und somit in jung zu sehen, auch wenn es nur eine kleine Nebenrolle ist.


    Fazit: Eine herrliche, fast zeitlose Satire zum Thema Sinnlosigkeit von Krieg und der Unvernunft einiger Entscheidungsträger.

    8/10

    Der kalte Krieg ist heiß geworden.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #350
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    rot-weiß-tot

    346. In 3 Tagen bist du tot
    A 2006 von Andreas Prochaska
    (1)
    (02.09.2009)
    Sabrina Reiter (1), Michael Steinocher (1), Julia Rosa Stöckl (1), Nadja Vogel (1), Laurence Rupp (1), Julian Sharp (2), Andreas Kiendl (1), Karl Fischer (2), Michou Friesz (1), Amelia Jarolim (1), Susi Stach (1)



    Woran kann man die Güte eines Horrorfilmes bemessen ? Vielleicht daran wie groß das mulmige Gefühl ist, wenn man sich danach, allein in der dunklen Wohnung, zu Bett begibt bzw. ob selbiges überhaupt vorhanden ist !? Nun, ehrlich gesagt, für einen kurzen Moment war diese Gefühl da, dieses ‘was, wenn da jetzt plötzlich einer im Raum steht...‘; aber okay, ich bekomme ja auch Alpträume von Zeichentrickserien, also weiß ich nicht wie aussagekräftig dieses Unbehagen war. Und klar, recht schnell siegt dann auch der Verstand.

    Sicher, mit den guten Vertretern seines Faches aus den USA, Großbritannien oder Frankreich kann er nicht wirklich mithalten, aber für mitteleuropäische Verhältnisse ist das so schlecht nicht. Einerseits ist das Ganze relativ routiniert inszeniert, vom Ablauf her, andererseits werden viel zu sehr die nordamerikanischen Vorbilder kopiert und somit gibt es wenig neues zu entdecken.

    Die Story an sich ist also eher unterdurchschnittlich, die Kills wenig bis gar nicht schockierend und der Verlauf und manche Verhaltensweisen zumindest fragwürdig. Was mir aber gut gefallen hat ist die stellenweise sehr gut eingefangene bzw. geschaffene düstere Atmosphäre. Besonders in der ersten Hälfte und dort vor allem bei der relativ ausgedehnten Szene um das erste Opfer.

    Was schnell auffällt ist die Präsenz des Elementes Wasser... wenn man das vielleicht etwas subtiler hätte einbauen können, dann hätte es vielleicht gewirkt, aber so war es viel zu aufdringlich.

    Dass man in den Hauptrollen auf relativ unbeschriebene Darsteller zurückgreift ist einerseits eine mutige Entscheidung. Die Tatsache, dass fast alle danach noch weitere Filme und Serien gedreht haben zeigt aber, dass die Wahl nicht allzu schlecht war. Jedenfalls wird es dadurch ein wenig realistischer und lebensnaher, wenn auch oft eher theoretisch als praktisch. Und auch wenn es stellenweise allzu laienhaft wirkt, denke ich doch, dass dies dem Film eher gut getan hat.

    Negativ fällt auf, dass das Gesprochene nicht lippensynchron war, offensichtlich haben sich die Darsteller nachträglich nochmal übersprochen. Wäre nun interessant zu wissen weshalb... hatte man kein Geld für Mikrofone oder hat man den Darstellern nicht zugetraut gleichzeitig zu spielen und fehlerfrei den Text wiederzugeben... seltsam allemal. Und dadurch wird aber der eben erwähnte positive Ansatz der lebensnaheren Darstellung fast schon wieder außer Kraft gesetzt. Finde ich jedenfalls ein nicht unerhebliches Ärgernis.

    Dazu musste ich auch zwei mal lachen, aber das war wohl eher unfreiwilliger Humor.

    Nicht ganz kapiert habe ich die Szene mit dem Reh... sollte das eine Parodie auf das offensichtliche US-Vorbild sein ? Oder gar eine falsche Fährte setzen (ja sorry, wenn ich das jetzt verspoiler, aber der Täter ist kein militanter Tierschützer, der sich rächen will... surprise surprise).

    5,5/10

    Solang nix bassiert is, bassiert nix.

    Ich frage mich...: Hätte man den Fall nicht schneller auflösen können !? Also zB bei CSI hätten sie einfach die Verbindungsnachweise der Mobilfunkanbieter gecheckt um an die Daten des SMS-Absendehandys zu gelangen. Naja okay, soweit ist man halt nicht überall auf der Welt.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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