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Thema: Why so curious ?

  1. #351
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Why so furious ?

    347. Mean Creek
    USA 2004 von Jacob Aaron Estes
    (1)
    (06.09.2009)
    Rory Culkin (4), Trevor Morgan (4), Scott Mechlowicz (1), Ryan Kelley (1), Carly Schroeder (2), Josh Peck (3), Branden Williams (4)



    Der Film ist mehr als er auf den ersten Blick zu sein scheint. Neben dem Offensichtlichen ist es auch ein Porträt der US-amerikanischen Mittelklasse. Umgeben von wilder und nicht selten atemberaubend schöner Natur haben sich die Menschen sozial degeneriert. Das zeigt sich auch in den immer mal wieder beiläufig angedeuteten Verhaltensweisen der Eltern. Die für ihren Nachwuchs nur selten das sind, was sie eigentlich sein sollen.

    Die ganze Geschichte, die den Eindruck erweckt auf einer wahren Begebenheit zu beruhen, wird in sehr ruhigen, unaufgeregten Bildern erzählt. Das passt sehr gut, denn es soll ja hier kein temporeicher und spannender Thriller sein. Und vielleicht ist gerade auch diese reduzierte Inszenierung ein großes Plus, in den gezeigten offensichtlichen Belanglosigkeiten steckt mehr.

    Doch so wirklich konnte mich das Ganze dann doch nicht packen, wohl auch weil mir die Figuren nicht nahe genug gingen.

    Und so rückblickend drängt sich auch die Frage auf, warum Sam am Anfang an der Videokamera rumfummeln musste.

    7,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #352
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    Why so avaricious ?

    348. 21
    USA 2008 von Robert Luketic
    (2)
    (06.09.2009)
    Jim Sturgess (1), Kevin Spacey (16), Kate Bosworth (3), Laurence Fishburne (13), Aaron Yoo (2), Liza Lapira (3), Jacob Pitts (2), Jack McGee (11), Josh Gad (2), Sam Golzari (1)



    So ziemlich das Übliche, irgendwie. Ein junger, unbedarfter Kerl kommt durch eine Fähigkeit in eine Sache rein, die sein bisheriges eher beschauliches Leben gehörig umkrempelt. Die ersten Erfolge werden angemessen gefeiert. Doch irgendwann gibt es die ersten Rückschläge bis zum ganz großen Knockout. Und dann muss er noch mal alle Energie zusammenbringen um wieder alles zum Guten zu wenden. *gähn*

    Ach ja, rein zufällig befindet sich sein Love-Interest, zu der ein Kontakt bislang nicht denkbar war, auch in dieser Gruppe und irgendwann kommt man sich auch näher. Dass das Ganze dann in Las Vegas, diesem eigenen Planeten, im Kartenzockermilieu spielt ist die einzige nennenswerte Variable in diesem altbekannten Muster.

    Lediglich die mitunter ordentlichen Darstellerleistungen (besonders Spacey), das gute Setting und die routiniert-niveauvolle Inszenierung können ihn knapp über das Mittelmaß setzen. Ansonsten recht belanglos und eigentlich vergessenswert.

    Bisschen unlogisch fand ich es auch, dass die Truppe mehrmals ausgerechnet in dem einzigen Casino zu Gange ist, in dem Williams noch tätig ist... als ob es in Vegas keine Wahl gäbe.

    Übrigens diese Sache mit den drei Toren mit einem Hauptpreis und zwei Nieten kennt man ja schon. Aber wirklich verstanden habe ich es nicht. Ich meine, weshalb sich die rechnerische Wahrscheinlichkeit auf den Gewinn im Falle eines Wechsels des Tores auf 66,6% erhöht ist mir schleierhaft, vielleicht sollte ich dazu mal mit Jörg Draeger plaudern. Und auch das mit dem Kartenzählen ist mir noch irgendwie suspekt, und war es schon immer wenn es irgendwo Erwähnung fand. Aber vielleicht besser so, dann komme ich gar nicht erst in Versuchung.

    5,5/10

    Du hast am Samstag eine super Wohnheimfete verpasst. Wir hätten sogar beinahe ein Mädchen dabei gehabt.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #353
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Why so anxious ?

    349. H3: Halloween Horror Hostel
    D 2008 von Michael Karen
    (2)
    (08.09.2009)
    Alfonso Losa (2), Jennifer Ulrich (2), Hendrik von Bültzingslöwen (1), Axel Stein (5), Christian Tramitz (5), Mike Krüger (6), Ivonne Schönherr (2), Anni Wendler (1), Max Giermann (1), Mirjam Weichselbraun (1)



    Jaja, ich weiß was ihr jetzt denkt... und letztlich habt ihr ja recht... und ich hatte auch eigentlich gar nicht vor das zu schauen, aber der Anfang hat mir dann doch so gefallen, dass ich halt dran geblieben bin.

    Zunächst ist da der starke Auftakt mit der „Mälzer“-Kochshow, und was Ribéry für die Bayern oder seine Nationalmannschaft ist, ist Giermann für diesen Film, denn auch wenn der Rest der Mannschaft (bzw. des Filmes) enttäuscht, kann er mit einer Einzelaktion Dank seiner individuellen Stärken punkten.

    Jedenfalls geht es dann in dieser Pro7-Eigenproduktion zunächst auch recht ordentlich weiter und der ein oder andere gute Gag war schon dabei. Beim Autotelefon hab‘ ich mich fast weggeschmissen... ja sorry, hat einfach mein Humorzentrum voll getroffen. Dann gefällt natürlich das Kennzeichen des Wagens, bei dem gleich zwei Horrorfilmtitel untergebracht sind, das ist schon aller Ehren wert. Hab' ja schon kurzzeitig mit dem Gedanken gespielt nach Stuttgart umzuziehen und mir dieses KfZ-Zeichen zu sichern... aber bestimmt ist es schon vergeben. Auch hat man das Gefühl, der Film nimmt sich selbst nicht wirklich ernst, und das ist grundsätzlich mal so unsympathisch nicht.

    Doch nach diesem ersten Drittel wird es dann immer schwächer, zwar gibt es noch die ein oder andere okayene Aktion, aber die Qualität geht unbeirrt bis zum Ende steil bergab. Highlight dann lediglich noch die Idee, wie man Zombies ablenkt. Und auch der Auftritt des kiffenden Frank aus Donnie Darko war noch recht amüsant. Der Rest war dann eher seicht und nicht selten an der Grenze zum Peinlichen.

    Zu den Akteuren ist nicht allzuviel zu sagen, die machen halt überwiegend das, was sie mehr oder weniger können, allerdings fand‘ ich die Stein-Figur ziemlich nervig, wobei der running Gag mit den wechselnden T-Shirts schon wieder seinen Reiz hatte.

    Auch finden sich leicht einige Fehler... z. B. gibt es beim Eishockey keine Halbzeitpause (nicht mal wenn Halloween auf einen 13. fällt). Auch ist Michael Meier eine seltsame Mischung, einerseits hat er Torwartschienen an, andererseits aber den Schläger eines Feldspielers (aber wenigstens hat man ein Shirt mit dem Logo eines NHL-Teams bemüht). Naja, das macht den Film letztlich nicht (noch) schlechter, aber es fällt eben (unangenehm) auf.

    Sicherlich ist es nicht allzu schwer die allseits bekannten Elemente aus Hollywood-Horrorfilmen (incl. der Musik) zu bemühen und erinnert kaum an nobelpreisverdächtigem Einfallsreichtum und sowas könnte auch jeder von uns einigermaßen so hinbekommen, aber deshalb kann es doch auch durchaus spaßig sein. Wobei die Betonung auf kann liegt.

    Erfreut war ich die Weichselbraun zu sehen, leider ist ihr aber nur ein sehr kurzer Auftritt vergönnt. Setze da sehr auf ein Prequel in der ihr Nebenplot deutlich ausgebaut wird.

    Landet nach ordentlichem Beginn letztlich nur bei

    5/10

    Punkten.
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  4. #354
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    Why so felonious ?

    350. The cottage
    GB 2008 von Paul Andrew Williams
    (1)
    (11.09.2009)
    Andy Serkis (6), Reece Shearsmith (2), Jennifer Ellison (1), Steven O’Donnell (4), Dave Legeno (3), Logan Wong (1), Jonathan Chan-Pensley (1), Simon Schatzberger (1)



    Wer Filme wie Severance oder Botched mag, wird auch an diesem seine helle Freude haben. Denn hier liefert uns Paul Andrew Williams, Regisseur und Drehbuchschreiber zugleich, einen herrlichen schwarzhumorigen Film mit Splatteranleihen der britischen Art.

    Vergleichbar ist das Ganze auch mit From dusk till dawn, denn es beginnt mit einem relativ harmlosen Kriminalfall, als zwei vom Leben nicht unbedingt bevorzugte Brüder die unterschiedlicher kaum sein könnten, die Tochter eines Unterweltbosses entführen um Lösegeld zu erpressen. Dieser lässt sich das natürlich nicht gefallen und entsendet zwei seiner Handlanger als Vorhut, die dem Dritten im Bunde, ausgerechnet dem Sohn des Bosses, bis zum abgelegenen titelgebenden Häuschen in der englischen Provinz folgen können. Die Entführte fügt sich jedoch nicht ihrem Schicksal sondern hält ordentlich dagegen und kann sich schließlich sogar befreien, „Dank“ der Stümperhaftigkeit mit der die Kriminellen vorgehen (übrigens Grund genug sie zwar als verblödet aber dadurch auch irgendwie als sympathisch anzusehen). Als dann alle durch den Wald irren und auf ein entlegenes Farmgelände stoßen werden ihre bisherigen Probleme plötzlich nichtig und man verbündet sich sogar stellenweise, denn man sieht sich in Form eines degenerierten und blutrünstigen Farmers einem gemeinsamen Feind gegenüber, und ab da wird es dann richtig blutig.

    Man merkt dem Film zwar an, dass er nur ein relativ geringes Budget zur Verfügung hatte, aber Dank guter Darsteller, einer einfallsreichen Story und vor allem viel Humor wird dieser vermeintliche Makel locker wieder wett gemacht. Zwar ist die ein oder andere Verhaltensweise der Agierenden mit nicht weniger als dämlich zu bezeichnen, aber es ist durchaus nicht unrealistisch. Auch kann man als erfahrener Filmseher die ein oder andere Entwicklung erahnen, aber dann spielt der Film auch wiederum mit den Erwartungen des Zuschauers und erfüllt diese dann nicht. Ich empfand es jedenfalls teilweise auch als spannend.

    Wer nicht zu viel erwartet, so wie ich da ich erst knapp eine halbe Stunde vor der Ausstrahlung des Filmes darüber las und spontan entschied ihn anzusehen, und auf britischen Humor steht, und es auch gerne etwas blutig mag, der kann durchaus auf seine Kosten kommen und seinen Spaß haben. Jedenfalls sehr kurzweilige Unterhaltung, die einen trotz der dramatischen Ereignisse mit guter Laune zurücklässt.

    Auch ist es interessant, Andy Serkis mal als "normalen Menschen" in einer Hauptrolle zu erleben.

    8/10
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  5. #355
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    Why so sagacious ?

    351. The Oxford murders
    E/GB/F 2008 von Álex de la Iglesia
    (4)
    (12.09.2009)
    Elijah Wood (14), John Hurt (9), Leonor Watling (1), Julie Cox (1), Jim Carter (5), Burn Gorman (2), Dominique Pinon (5), Anna Massey (5)



    Sehr intelligenter Krimi das. Stellenweise vielleicht zu intelligent für mich. Zuweilen fühlte ich mich in den dennoch sehr interessanten Denk-Duellen und Szenario-Durchspielereien von Martin und Seldom (sehr gute Leistung von Hurt übrigens) jedenfalls als Unterlegener und nahm einiges einfach mal so hin ohne allem genau folgen zu können.

    Der Anfang ist ein wenig behäbig, auch wenn Martin bei seiner Ankunft in der englischen Universitätsstadt gleich ziemlich in die Vollen geht und nicht viel von englischer Zurückhaltung hält, vielleicht ist diese Art auch das, was die weiblichen Hauptprotagonistinnen so an ihm fasziniert, denn die scheint er magisch anzuziehen (was einem übrigens anfänglich ziemlich auf die Sacknaht geht). Wobei selbst ich zugeben muss... diese blauen Augen...

    Was auch bemerkenswert ist, ist die Darstellung von Oxford. Dieser Intelligenz-Fabrik, diesem Hort an Wissen und Denken, dass einen als Außenstehenden geradezu erschlägt. Die Stadt scheint unter dieser Bürde geradezu zu leiden. Denn keine Normalität oder Alltäglichkeit scheint nur das zu sein was es eben ist, etwas banales, nein, alles scheint unter der schweren Last der Intelligenz zu stehen, Fluch und Segen zugleich. Als Außenstehender muss man sich wie Sheriff Carter in EUReKA vorkommen.

    Der Kriminalfall ist interessant und verworren. Der Schlusstwist ist theoretisch erkennbar (wenn man im Nachhinein drüber nachdenkt erkennt man den klaren Hinweis darauf, dass da noch etwas anderes ist). Aber so ganz ist mir noch nicht klar, ob mir diese Wendung nicht doch zu viel ist. Oder rundet sie doch alles genau ab und ist die einzig logische Folge. Hmmm, will ich mein armes Köpfchen mal nicht überanstrengen, es riecht schon nach angekokelten Haaren.

    Wie gesagt, den Schluss fand ich, obwohl an sich stimmig, etwas übertrieben. Aber ansonsten ein sehr ordentlicher Krimi, der wohl vor allem für Freunde von Mathematik und Logik interessant sein dürfte.

    7/10


    PS: Habe mich übrigens bei der Durchsicht der Filmografie von Frau Watling spontan zu einem kleinen Projekt entschlossen. Werde mir vier ihrer Filme in absehbarer Zeit anschauen. Nicht aus einem vielleicht offensichtlichen Grund, nein, einfach weil ich vermute, dass es interessante Filme sind über die ich so hier und da mal nebenbei hörte.
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  6. #356
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    Why so inglorious ?

    352. Inglourious basterds
    USA/D 2009 von Quentin Tarantino
    (7)
    (12.09.2009)
    Christoph Waltz (3), Brad Pitt (18), Mélanie Laurent (1), Eli Roth (3), Daniel Brühl (5), Sylvester Groth (2), Martin Wuttke (1), Til Schweiger (13), Gedeon Burkhard (4), Michael Fassbender (2), Diane Kruger (4), Jacky Ido (1), B.J. Novak (2), Omar Doom (2), Mike Myers (8), August Diehl (4), Julie Dreyfus (2), Rod Taylor (4), Richard Sammel (4), Samm Levine (2), Paul Rust (2), Michael Bacall (1), Christian Berkel (7), Alexander Fehling (1)



    So ganz kann ich das Gesehene noch nicht allumfassend beurteilen. Vielleicht brauche ich da ausnahmsweise mal die Zweitsichtung. Und so insgesamt bin ich fast ein klein wenig enttäuscht, aber vielleicht haben die vielen Lobhudeleien im Vorfeld mal wieder meine Erwartungen zu hoch getrieben. Dennoch ein mehr als ordentlicher Film, keine Frage, aber ich hatte noch etwas mehr erwartet.

    Definitiv ein Film der Freude macht ihn anzuschauen, trotz der relativ langen Laufzeit ist er zu keiner Zeit langatmig. Positiv sind die Dialoge, die Settings und Szenerien sowie die Bilder und Kameraeindrücke, sowie die Darbietungen der Darsteller (und zwar ausnahmslos). Es scheint, als habe Tarantino eine besondere Gabe seine Akteure zu Höchstleistungen zu bringen, selbst die, die nicht seine Muttersprache teilen. So dürften sogar Schweiger und Burkhard bei einigen ihrer Nicht-Fans zumindest einen mit Bleistift geschriebenen Eintrag in der Anwärter-Abteilung zum Buch der coolen Leute erhalten. Ebenso zeigt Brühl eine sehr ordentliche Leistung eines jungen Mannes, der zwar bescheiden wirkt und damit kokettiert aber letztlich doch auch sehr von sich eingenommen ist. Zur Leistung von Waltz braucht man wohl nicht mehr allzuviel zu sagen. Aber er darf auch einen sehr gut geschriebenen und facettenreichen Charakter darstellen.

    Die Story ist wieder mal recht intelligent und weiß zu fesseln. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, allerdings kein Teddybär-Kuschel-Humor sondern zuweilen ein derberer, und auch ist, besonders bei den Basterds, eine gehörige Portion Coolness attestierbar. Beides dürfte einen allerdings bei einem Film dieses Regisseurs nicht sonderlich überraschen.

    Zwei Dinge konnte ich nicht ganz nachvollziehen, bezüglich dem Handeln von Landa...

    warum er am Anfang Shosanna laufen lässt; er scheint mir sonst, wenn auch mit gewissem Charme ausgestattet, auch einer der seine Arbeit ohne große Skrupel und eben gründlich tut, da passt das nicht so ganz. Auch weshalb er am Ende so einfach und (scheinbar) grundlos überläuft kann ich nicht wirklich nachvollziehen. So gesehen wurde es den Basterds und den Alliierten doch zu einfach gemacht und sogar Hitler und Co. lassen ihr Leben entgegen allen geschichtlichen Aufzeichnungen... aber wie uns die Anfangsworte ja deutlich machen, ist es letztlich nur eine Art Märchen.



    Ein Gedanke manifestierte sich bei mir während des Filmes... schade, dass Ulrich Mühe nicht mehr unter uns weilt. Er hätte sicher auch eine wichtige Rolle darstellen können und wenn Tarantino dafür das ganze Drehbuch hätte umschreiben müssen. Er hätte dem Film sicher einen weiteren positiven Einfluss gegeben und hätte dem guten Quentin sicher sehr gefallen.

    8/10
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  7. #357
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    Why so unscrupulous ?

    353. District 9
    USA/NZ 2009 von Neill Blomkamp
    (1)
    (13.09.2009)
    Sharlto Copley (1), Jason Cope (1), Nathalie Boltt (1), Sylvaine Strike (1), John Sumner (4), William Allen Young (1), Louis Minnaar (1), Vanessa Haywood (1), David James (1), Mandla Gaduka (1), Kenneth Nkosi (1)



    Packender Film mit einer sehr interessanten Story und wahrlich fantastischen Effekten. Wie die Shrimps sich da so selbstverständlich in 'unserer' Welt bewegten... muss da unbedingt mal bei Gelegenheit ins Making of schauen, das interessiert mich nun doch brennend. Jedenfalls sah das richtig richtig gut aus. Überhaupt diese Shrimps (gibt’s dafür eigentlich auch einen politisch korrekten Begriff ?), die gefielen mir doch sehr, schon alleine optisch. Eine richtig komplexe Figur, bei dessen Entwicklung und Einsetzung sich die Macher aber mal richtig Gedanken und Mühen gemacht haben und das Resultat spricht dann für sich. Sind neben dem Predator auf jeden Fall mal meine Lieblings-Außerirdischen. Auch ihre Sprache gefällt sehr.

    Schon der Anfang hat einen dicken Schmunzler verdient, als kleiner Seitenhieb auf Hollywood (bezüglich des Aufenthaltsortes des Raumschiffes).

    Man erfährt zwar recht wenig über die genauen Hintergründe der Besucher bzw. dem Grund ihres Hierseins, aber das ist für mich verschmerzbar.

    Das Ganze ist aufgemacht wie eine Doku über die dramatischen Ereignisse um Wikus, was dank Handkamera und der gelegentlichen Verwendung von Aufzeichnungen aus öffentlichen oder privaten Überwachungskameras unterstrichen wird und damit ein recht realistisches Bild wiedergibt. Überhaupt, die Entwicklung der Lage der Shrimps ist relativ realitätsnah ausgedacht und aufgezeigt; so könnte es im Falle eines Falles wirklich ablaufen. Auch, dass sie zwar geduldet, aber nicht wirklich gern gesehen sind, wobei sie sich auch nicht unbedingt immer besonders diplomatisch verhalten, wobei sich die Frage stellt, ob man dies erwarten kann.

    Zweifellos auch eine sehr gute Darbietung von Copley, dessen Figur sich äußerlich wie innerlich wandelt. Und so wird er vom eher naiven, fast spießigen MNU-Mitarbeiter zu jemandem der sich durchbeißen muss und sich plötzlich zwischen allen Fronten wiederfindet, von mehreren Seiten gejagt, die allerdings keine guten Absichten verfolgen.

    Ehrlich gesagt ist man schon früh gegen die Vorgehensweisen der Humanoiden eingestellt (spätestens wenn so selbstverständlich der Shrimp-Nachwuchs zerstört wird), was sich dann immer weiter verstärkt und in den Ereignissen in dem Forschungslabor seinen Höhepunkt findet. Interessant auch die kleinen Anleihen bei Die Fliege und RoboCop.

    Zu dieser interessanten Story kommt auch die Action nicht zu kurz (ebenfalls mit sehr ordentlichen Effekten). Dass das Ganze dann auch noch Sinn und Verstand und einen fast pädagogischen Wert hat, macht es nur noch bedeutsamer. Dabei wird auch das gesellschaftliche Bild Südafrikas gut getroffen.

    Sollte man nach Möglichkeit nicht verpassen.

    9/10
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  8. #358
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    Why so imperious ?

    354. Team America
    (Team America: World police) USA/D 2004; von Trey Parker
    (1)
    (13.+14.09.2009)
    Stimmen: Original: Trey Parker, Matt Stone, Kristen Miller, Masasa Moyo, Daran Norris, Phil Hendrie, Maurice LaMarche; dt.: Simon Jäger, Benjamin Völz, Melanie Hinze, Manja Doering, Stefan Krause, Peter Flechtner, Tilo Schmitz, Norbert Gescher, Stefan Gossler, Norbert Langer, Klaus-Dieter Klebsch, Tobias Meister, Gerald Paradies



    Na das nenne ich doch mal einen herrlichen Spaß. Politisch korrekt sind hier insgesamt vielleicht fünf Sekunden, aber wenn man damit kein Problem hat, dann wird man dafür entlohnt und kann die teils guten Gags und satirischen Einlagen und Anspielungen einfach genießen oder wenigstens erfreut zur Kenntnis nehmen.

    Allein die Grundidee, ein solches Spektakel als Puppenspiel aufzuziehen verdient ein mittleres ‘Hut ab‘. Und die Umsetzung ist dann auch wirklich ahnsehnlich, inklusive ordentlicher Actionszenen. Vielleicht soll dies aber auch symbolisch sein... das alles auf der Welt von höherer Stelle gelenkt wird und wir nur alle steuerbare Marionetten sind; oder dass die Welt am seidenen Faden hängt... Überdies bemerkenswert sind die Puppen mit ihrer Mimik.

    Schon der Einstieg ist herrlich, die Idee mit dem Puppenspiel im Puppenspiel. Und gleich beim ersten Einsatz zeigt das Team America wozu es fähig ist und wofür es steht. Ihre Blödheit wird nur noch durch ihre Arroganz und Selbstherrlichkeit übertroffen. Was im zweiten Auslandseinsatz dann auch noch bestätigt wird. Wer spätestens danach noch zweifelt wie die Macher zu ihren Hauptprotagonisten, als Sinnbild der Weltmacht U.S.A., stehen, der sollte sich die Passagen noch mal in Ruhe anschauen. Denn auch wenn sie am Ende dann doch wirklich die Welt retten, ist dies sicher nicht Grund genug, ihre Vorgehensweisen uneingeschränkt als gut oder richtig zu bezeichnen.

    Erstaunlich ist auch, wenn man sich andere Kritiken allüberall durchliest, dass frohsame Einigkeit besteht, wenn Dinge durch den dunkeltrüben Kakao gezogen werden die der Verfasser selbst nicht mag, wenn selbiges aber Personen widerfährt, die man mag, wird daraufhin gleich der ganze Film und seine Aussage in Frage gestellt. Okay, sowas ist menschlich und geht mir oft nicht anders, aber man sollte beim Ansehen so eines klar überspitzen Filmes nicht auf eigene Sym- und Antipathien bestehen. Einfach akzeptieren, dass wirklich alles und jeder einstecken muss, und gut is.

    Mir persönlich hat auch nicht alles super toll gefallen, wie z. B. die (zu) ausgiebige Kotzszene, aber das ist eben eine persönliche Animosität und Parker/Stone haben diesen Film mit Sicherheit nicht gemacht um neue Freunde zu finden. Der Hauptpunkt ist, dass es fast ausnahmslos großen Spaß macht. Allein die Rede mit der "die Harten/die Pussies/die Arschlöcher-Theorie" vor versammelter Weltpolitik fand‘ ich zum Kreischen; jaja schlimm schlimm wie niveaulos ich doch bin. Oder auch die Idee und Umsetzung mit den Panthern, wunderbar. Oder die Liedtexte und Gesangeseinlagen...

    Herrlich politisch unkorrekt und gnadenlos; aber gerade deswegen ein ordentlicher Spaß.

    7,5/10

    Frère Jacques, frère Jacques…
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  9. #359
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    Why so unconscious ?

    355. Winged creatures
    USA 2008 von Rowan Woods
    (1)
    (20.09.2009)
    Kate Beckinsale (11), Forest Whitaker (14), Guy Pearce (6), Dakota Fanning (4), Embeth Davidtz (9), Jackie Earle Haley (4), Josh Hutcherson (1), Jeanne Tripplehorn (7), Robin Weigert (2), Troy Garity (4), Tim Guinee (5), Jennifer Hudson (1)



    Die Macher des Filmes haben offensichtlich die Worte von Bruce Darnell zu wörtlich genommen... more drama. Denn hier prasselt schon einiges auf den Zuschauer ein.

    Am Anfang steht ein Amoklauf in einem Diner, der das Leben der Überlebenden gehörig aus der Bahn wirft. Denn beim Versuch das Erlebte zu verarbeiten, stoßen diese Menschen an ihre inneren Grenzen und kompensieren ihre Ohnmacht mit Handlungen, die für Außenstehende nicht immer nachzuvollziehen sind und die ihre Situation immer weiter verschlimmern und die dabei auf dramatische Folgen zusteuern. Hat mich Ansatzweise ein bisschen an Fearless erinnert.

    Bemerkenswert ist hier, dass eine Amoktat nicht aus Sicht des Täters geschildert wird, sondern ausschließlich auf die Folgen der Tat auf die zufällig Beteiligten eingegangen wird.

    Das Ganze erinnert von der Inszenierung auch ein wenig an L.A. crash, sicherlich hier auch wegen der episodenartigen Erzählweise. Interessant ist das Aufgebot namhafter Darsteller und diese können auch überwiegend sehr überzeugen, besonders Whitaker und Fanning seien hier herausgehoben.

    Obwohl es sich um ein Drama handelt und mit kaum vorhandenem Tempo erzählt wird, hat mir der Film dennoch ordentlich gefallen, weil mich das Ereignis und die Schicksale der Beteiligten offensichtlich berührt haben. Obwohl ich schon abertausende Filmschüsse gehört habe, haben mich diese hier richtig "getroffen".

    7/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #360
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    Why so murderous ?

    356. You kill me
    USA 2007 von John Dahl
    (5)
    (25.09.2009)
    Ben Kingsley (8), Téa Leoni (7), Luke Wilson (14), Dennis Farina (13), Philip Baker Hall (18), Bill Pullman (15), Marcus Thomas (3), Scott Heindl (4), Alison Sealy-Smith (4), Aaron Hughes (1)



    Netter kleiner Film das. Und das ist nicht negativ gemeint, im Gegenteil.

    Aufmerksam wurde ich per Zufall, als ich auf einer anderen Leih-DVD neulich den Trailer gesehen habe. Und die skurrile Geschichte und der nicht uninteressante Cast waren Grund genug für eine Sichtung. Welche ich nun nicht bereue.

    Eigentlich passiert nichts besonderes, nichts großartiges, nichts was sich für immer ins Gedächtnis des Zusehers einbrennt. Dennoch ist das Ganze recht kurzweilig und unterhaltsam. Die beiden Hauptcharaktere Frank und Laurel und ihre Art sind auch recht amüsant. Ganz große Lacher bleiben zwar aus, aber ein paar nette kleine Szenen und Momente sind schon dabei. Und dabei wirkt es trotz einer leichten Skurrilität niemals abgehoben oder unecht. Und auch ernstere Untertöne, wie eben Franks Leiden, die Alkoholsucht, bleiben nicht aus. Allerdings glücklicherweise ohne erhobenen Zeigefinger und ohne zu sehr zu dramatisieren.

    7,5/10
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