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Thema: Why so curious ?

  1. #361
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    357. Tatort – Der doppelte Lott
    D 2005; von Manfred Stelzer

    Episode 615; WDR, Münster; Erstausstrahlung: 20.11.2005
    (27.09.2009)
    Mit: Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, ChrisTine Urspruch, Mechthild Großmann, Claus D. Clausnitzer, Alexander Held, Chulpan Khamatova, Tim Fischer, Wilfried Hochholdinger, Rezo Chkhikvishvili, Joe Bausch, Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Dagmar Sachse



    Nach langer Pause erfährt mein kleines Tatort-Projekt mal wieder etwas Belebung und so kann ich nun schon das sechste Häkchen in der langen Abarbeitungsliste dieser Krimireihe machen (aktuell nur noch 748 to go...).

    Es ist sicher kein Zufall, dass gerade diese Tatort-Folge am heutigen Tage ausgestrahlt wurde. Mir sollte es recht sein.

    In einer Kritik die ich nun laß werden nicht viel gute Haare an der Folge gelassen, was ich persönlich aber absolut nicht nachvollziehen kann. Vielleicht kenne ich zuwenig Folgen um ein entscheidendes Wörtchen mitreden zu können und vielleicht ist der Anspruch des Publikums ein anderer, spannendere Fälle, kompromissloseres Vorgehen, weniger Tralala... doch was kümmert mich die Masse !? Nach dem heutigen Tage noch weniger und so darf ich ganz egoistisch festhalten, dass mich diese Folge allerbestens unterhalten hat. So ist der Fall rückblickend gar nicht so belanglos wie man vielleicht stellenweise meinen könnte. Und dann natürlich der Humor, die Sprüche, Dialoge und Aktionen; insbesondere die von Thiel und Boerne. Das dies so wunderbar funktioniert ist einerseits dem sehr guten Drehbuch und natürlich besonders Prahl und Liefers zu verdanken, die wirklich grandiose “Arbeit“ leisten. Zwar fallen die Kabbeleien zwischen Boerne und Alberich diesmal recht kurz aus, aber ein wenig Zeit für die ein oder andere kleine Spitze ist natürlich immer drin.

    Vielleicht ist der Humor das, was manchen Zusehern aufstößt, weil sie lieber einen knallharten Kriminalfall ohne Firlefanz haben möchten, aber wie gesagt, diese Problematik schafft bei mir nicht die 5%-Hürde der kopfzerbrechenwürdigen Ereignisse.

    Das Einzige was mir ein klitzekleinwenig missfallen hat ist, dass die beiden Hauptpersonen auch privat quasi so sehr in den Fall und die Ereignisse drumherum verwickelt sind. Okay, das ist in vielen Serien so, und natürlich wird das Ganze dadurch erst so richtig interessant und natürlich stört es mich auch gar nicht, aber es fällt halt auf. So bandelt Thiel schon wieder mit einer Frau an.... obwohl, verstehen kann man ihn ja, Chulpan Khamatova ist wirklich eine ganz Bezaubernde; ein bisschen die russische genauer gesagt die tatarische Version von Audrey Tautou.

    Natürlich ist es ein recht verträglicher und vielleicht stellenweise sich auch Klischeevorstellungen bedienender Fall... aber damit ist er nicht weniger reaistisch. So ist man natürlich ganz "politisch korrekt", wenn man alle Figuren zwar ihren deutlichen Unmut bezüglich des rechtspopulistischen Bürgermeisterkandidaten äußern lässt, diese aber dann natürlich jedwede Gewalt gegen ihn missbilligen. Ist aber natürlich nachvollziehbar und soll keine Kritik sein; wenngleich man sich manchmal auch etwas anderes wünscht, so lange es nur ein Film ist...

    Zu den Highlights der Folge gehört zweifelsohne als Thiel unter Zeitdruck und in voller St. Pauli-Fan-Montur sich in ein freies Wochenende zu einem Spiel seines Teams nach Hamburg mit den Worten „Die Pflicht ruft“ verabschiedet und natürlich wie die beiden mit Boernes Porsche durch den Golfplatz heizen. Herrliches Bild.


    Allein eines lässt mich unzufrieden zurück... hätte zu gerne gewusst wie die Darstellerin der fahrerflüchtigen Person heißt...


    Politik ist viel zu wichtig um sie den Politikern zu überlassen !

    Darf man fragen wer sie sind ?
    Ja !


    Da läuft ja mein Golf-Cappy !

    Sie ist jung, sie ist hübsch... was will sie eigentlich von ihnen ?


    5/5 Handschellen


    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin [2] (Köln)
    2. Stoever / Brockmöller [1] (Hamburg) + Thiel / Boerne [2] (Münster)
    4. Bati? / Leitmayr [1] (München)
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #362
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    Re: Why so curious ?

    OMFE Reloaded; Vers. 2.11; presented by Danwalker

    358. I’m not there.
    USA/D 2007 von Todd Haynes
    (1)
    (28.09.2009)
    Christian Bale (11), Cate Blanchett (10), Marcus Carl Franklin (1), Richard Gere (13), Heath Ledger (5), Ben Whishaw (2), Charlotte Gainsbourg (1), Julianne Moore (18), Bruce Greenwood (12), Peter Friedman (6), Joe Cobden (2), Michelle Williams (4), David Cross (7), Kristen Hager (2), Jennifer Rae Westley (1), Benz Antoine (4)



    Hier haben wir das Portrait eines Mannes, der so vielschichtig ist, dass es sechs bedeutender Schauspieler bedarf, sein Tun und Wirken darzustellen. Dass dabei ein anderes Geschlecht oder eine andere Hautfarbe kein Hinderungsgrund ist, ist eine klare Aussage in diese Richtung. Sicherlich ist diese Tatsache bzw. Vorgehensweise alleine schon ein großes Lob des Regisseurs an den bedeutenden Musiker und Songwriter, dessen Name kein einziges Mal im Film genannt werden muss.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dieser Film für Dylan-Anhänger ein wahres Fest sein muss, weil er wohl genau das darstellt, was den Musiker ausmacht. Allerdings zähle ich mich nicht zu diesen und so kann ich mit dem Ganzen weitaus weniger anfangen. Sicherlich erkenne ich die gute Arbeit der Macher, die Story an sich, die Bilder, die Inszenierung, die Leistungen der Darsteller (neben Blanchett, Franklin und Ledger seien auch noch Gainsbourg und Greenwood hervorgehoben. Bales Part ist fast zu kurz um besonderes zu zeigen, was ihm dennoch ansatzweise gelingt). Aber das sind alles objektive Punkte; aus rein subjektiver Sicht muss ich sagen, dass mir der Film so insgesamt nicht übermäßig zugesagt hat und einfach nicht die Art von Film ist, die mich unterhält. Und Unterhaltung ist nunmal für mich die Hauptaufgabe eine Filmes. Jaja, ich höre schon die Buh-Rufe von den Logen-Plätzen.

    Was mir von Anfang an nicht ganz klar war ist, ob alle gezeigten Erlebnisse und Situationen nun auch wirklich in Dylans Leben so passiert sind oder nicht. Für die Kenner seiner Vita sicherlich eine leichte Aufgabe dies festzustellen, aber für den unbedarften Zuseher dann letztlich mühevoll und unklar. Was ich meine erkannt zu haben ist, dass diverse Song-Inhalte in Bilder und Geschichten umgesetzt wurden, was sicherlich auch eine gute Idee ist, aber letztlich bleibt da für mich zu viel im Dunkeln.

    In dem Zusammenhang fällt mir auch auf, obwohl ich ja ein großer Musik-Hörer bin, dass mich Musiker-Biografien bislang so gar nicht angesprochen haben. Aber vielleicht liegt das auch nur an den beschriebenen und gezeigten Bands bzw. Musikern.

    Allerdings hat mir der ein oder andere Song ganz ordentlich gefallen und ich werde mir dieser Tage diese im Speziellen noch mal kurz anhören und so wird meine bislang aus nur einem Song bestehende „Sammlung“ von Dylan wohl wenigstens noch etwas ausgebaut.

    So kann ich letztlich 5,5 Punkte geben und runde für OMFE auf

    6/10

    Punkte auf, weil der Film es geschafft hat, dass ich mir doch noch ein paar Dylan-Songs durchhöre und wohl den ein oder anderen auch zulegen werde.
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  3. #363
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    Re: Why so curious ?

    359. Underworld
    GB/USA/H/D 2003 von Len Wiseman
    (2)
    (30.09.2009)
    Kate Beckinsale (12), Scott Speedman (3), Michael Sheen (3), Shane Brolly (1), Bill Nighy (7), Sophia Myles (1), Robbie Gee (4), Kevin Grevioux (12), Erwin Leder (3), Scott McElroy (2), Zita Görög (1), Wentworth Miller (1)



    Beim dritten Anlauf mit mir und dem Film hat es nun endlich geklappt. Bei den ersten beiden Malen war ich jeweils nach rund einer halben Stunde so müde, dass ich die laufende Sichtung jeweils abgebrochen habe. Dass sprach aber nicht unbedingt gegen den Film sondern lag daran, dass er jeweils zu relativ später Zeit im TV ausgestrahlt wurde und mich eben zum falschen Zeitpunkt erwischt hat.

    Naja, so im Nachhinein darf ich wenigstens feststellen, dass es wohl jeweils richtiger war so und dieser Film eine Unausgeschlafenheit nicht rechtfertigt.

    Die Grundidee, Vampire vs. Werwölfe (in Fachkreisen auch Lykaner genannt) kämpfen zu lassen, ist so schlecht nicht, ganz im Gegenteil. Die Ausführung finde ich dann allerdings eher mangelhaft. Ich meine, Vampire und Werwölfe macht hauptsächlich aus, dass sie über besondere, übermenschliche Fähigkeiten und Kräfte verfügen... die dürfen sie hier aber nur selten zeigen und ballern deshalb lieber mit Schusswaffen (und Spezialmunition) aufeinander. Jaja, klar, das ist insoweit schon „realistisch“ und nachvollziehbar, warum sollten sie es auch nicht tun, in unserer heutigen, modernen Zeit. Ich fand’s dennoch bescheuert. Denn so merkt man eher selten, um welche zwei Spezies es sich hier handelt und es könnte auch der Krieg zweier Drogengangs oder mafiösen Vereinigungen sein. Und so wird der Hauptaspekt, der diesen Film für mich interessant gemacht hat, einfach ad absurdum geführt.

    Naja, dann können vielleicht die Optik, die Effekte und die Atmo punkten !? Ähm... naja. Optik und Effekte sind akzeptabel, mehr aber auch nicht. Die Atmo ist okay, das Düstere wird gut eingefangen, ist halt immer dunkel und es regnet. In Sachen Action hatte ich bisschen mehr erwartet.

    Dann vielleicht die Story und die Inszenierung !? Hmmm... die Story ist mir fast zu voluminös und stellenweise zu langatmig, lässt andererseits aber auch Fragen offen. Wenn das Ganze schon von vornherein nur als Auftakt für eine Trilogie gedacht war, kann man die langgezogene Entwicklung vielleicht noch verschmerzen, bezweifle allerdings, dass es so war.

    Interessant ist, dass man den Ort des Geschehens nicht erfährt, was wohl Absicht sein soll. Oder könnte man den anhand der U-Bahn oder der Polizei-Uniform erkennen ? Allerdings fand ich es interessant, dass das Polizei-Auto kyrillische Schriftzeichen im Kennzeichen hat, aber auf dem Wagen die Aufschrift "Police" prangt. Also wohl doch ein Fantasie-Ort.

    Auch hätte ich mir gewünscht, dass man beide Gruppen eher ausgewogen zeigt, doch ich empfand es klar in Richtung zu Gunsten der Vampire erzählt, bzw. überwiegend aus deren Blickwinkel. Ich hätte es besser gefunden, wenn man da etwas neutraler rangeht (den selben Fehler machte man schon bei Cats & dogs), außerdem sind mir Werwölfe irgendwie sympathischer...

    Allein Beckinsale im knappen Lack-Outfit bringt Bonuspunkte. Auch Sophia Myles ist sehr ansehnlich (die Figur dafür aber sehr undurchsichtig, irgendwie ist sie für und gegen drei Seiten gleichzeitig); dafür kommt Zita Görög leider zu kurz.

    5/10
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  4. #364
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    Re: Why so curious ?

    360. Transporter 3
    F 2008 von Olivier Megaton
    (1)
    (04.10.2009)
    Jason Statham (13), Robert Knepper (6), Natalija Rudakova (1), François Berléand (5), Jeroen Krabbé (4), Eriq Ebouany (3), Timo Dierkes (3), Alex Kobold (1), David Atrakchi (1)



    Nach dem guten ersten und dem schwächeren zweiten Teil, liegt dieser hier nun irgendwo dazwischen.

    Letztlich bekommt man das, was man erwarten konnte, halsbrecherische und gut inszenierte Action und temporeiche Fahreinlagen (Höhepunkt sicher die Szene mit dem Bike). Leider ist vieles davon zu schnell geschnitten (wie schon beim 2. Teil), das tut der Freude oft einen kleinen Abbruch.

    Ansonsten ist es aber gute Unterhaltung mit einem coolen Statham. Die beiden Multiprügelszenen sind zwar ordentlich inszeniert und choreographiert und mit kleinen einfallsreichen Ideen versehen, aber eigentlich kennt man das ja schon von der Reihe. Auch an die (zuweilen unrealistisch scheinenden) punktgenauen Aktionen und Zufälle hat man sich schon gewöhnt und genießt mehr die Action als dass man den vermeintlichen Unrealismus kritisiert.


    Was mich dann gestört hat ist das letzte Drittel. Diese „romantische“ Entwicklung fand ich unnötig (natürlich schwer einer Rothaarigen mit Sommersprossen (die mal da waren und dann plötzlich überschminkt !?) zu widerstehen, aber die Figur war andererseits auch ziemlich nervig und eines Frank Martin eigentlich unwürdig). Das ging dann auch alles zu schnell (filmtypisch halt) und ist wohl ein Zugeständnis an die weiblichen Zuseher.

    Die Szene als Valentina aufwacht und sie plötzlich in Odessa sind will mir noch nicht so recht eingehen. Odessa liegt zwar relativ kurz nach der rumänisch-ukrainischen Grenze, aber dass Valentina nicht schon früher aufgefallen ist, dass sie sich in ihrem Heimatland befinden... spätestens doch an der Grenze !? Hmmmm...

    Jedenfalls offenbart u. a. da das Drehbuch eine seiner Schwächen.

    Knepper ist ein ordentlicher Bösewicht und passabler Gegner, Berléand sorgt für die kleinen Lacher nebenbei und von der Rudakova würde ich gerne mehr sehen.

    6,5/10
    Wobei das letzte Drittel mindestens einen Punkt gekostet hat.


    Ah, du bist wohl der Schlaue !?


    Erkannt /Nicht erkannt : Dierkes (Das Experiment) hab' ich erkannt; Krabbè (Auf der Flucht) dagegen nicht.
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  5. #365
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    Re: Why so curious ?

    361. Street Kings
    USA 2008 von David Ayer
    (2)
    (05.10.2009)
    Keanu Reeves (18), Forest Whitaker (15), Hugh Laurie (3), Chris Evans (5), Terry Crews (13), Jay Mohr (8), John Corbett (4), Amaury Nolasco (2), Naomie Harris (4), Martha Higareda (1), Cedric the Entertainer (3), Noel Gugliemi (13), The Game (1), Clifton Powell (6), Common (4), Cle Sloan (3)



    Die Frage ob man den Film sehen soll oder nicht kann man im Vorfeld schon recht einfach beantworten. Wenn einem Harsh Times und vor allem Training Day schon gefallen haben, dann ab dafür, wenn nicht, dann besser nicht. Denn auch wenn es natürlich Unterschiede gibt, fallen doch auch Gemeinsamkeiten auf, gerade zwischen TD und diesem hier. Dies liegt natürlich hauptsächlich an Ayer, der bei HT und SK Regie geführt und bei allen drei genannten Filmen das Drehbuch geschrieben hat. Weiß auch nicht, aber diese Filme gefallen mir irgendwie.

    Ist ein unterhaltsamer, düsterer, packender und knautschzonenfreier Cop-Thriller, bei dem jeder jeden austrickst und Unschuld und moralische Integrität Fremdworte sind, der uns in die sumpfigen Abgründe des LAPD führt, bei dem Korruption noch das Geringste ist.

    Dabei geht es in Wort und Bild nicht immer zimperlich zu und meine an mich selbst gestellte Frage nach dem Warum, als vor dem Film daran erinnert wurde, dass er erst ab 18 ist, wurde recht schnell beantwortet. Wohl nicht nur wegen der Gewalt, sondern eben auch wegen der teilweise recht verächtlichen Sprache. Die Story ist relativ komplex, dennoch ahnt man schon früh, auf was das Ganze hinauslaufen könnte... allerdings gibt's dann auch noch einige unerwartete Wendungen.

    Die schauspielerischen Leistungen lassen kaum zu wünschen übrig, wobei man Forest Whitaker fast für die beste Denzel Washington-Imitation des Jahres gratulieren möchte. Aber vielleicht wiegt da für mich auch nur die TD-"Vorbelastung" zu stark.

    Was auch auf- und gefällt ist der beeindruckende Ton, vor allem bei den Schussszenen. Stellenweise war ich kurz davor mich zu ducken, obwohl ich noch nicht mal über ein besonders nennenswertes Heim-Sound-System verfüge.

    7,8/10


    "Ihr habt Augen wie ’ne Halbmondsichel, zieht euch an wie Weiße, redet wie Schwarze und fahrt Auto wie Juden. Woher soll ich also wissen was ihr für gelbe, hundefleischfressende Charlies seid, wenn ihr’s nicht wisst !?"


    Erkannt /Nicht erkannt : Gugliemi (am Bekanntesten wohl durch die Szene in Bruce allmächtig) hab' ich gleich erkannt, irgendwie seh' ich den Typ gern', auch wenn man meint in seinen Rollen als Gangster spielt er sich selbst; Corbett (My Big Fat Greek Wedding) hab' ich dafür überhaupt nicht erkannt; selbst als ich im Abspann seinen Namen laß dachte ich zuerst, dass ist halt zufällig ein Kerl mit dem gleichen Namen. Muss am Haarschnitt gelegen haben.
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  6. #366
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    Re: Why so curious ?

    362. Was niemand weiß
    (Det som ingen ved) DK/S 2008 von Søren Kragh-Jacobsen
    (3)
    (05.10.2009)
    Anders Wodskou Berthelsen (3), Maria Bonnevie (2), Henning Jensen (5), Ghita Nørby (1), Marie Louise Wille (1), Sarah Juel Werner (2), Sonja Richter (3), Jonas Schmidt (2), Lars Mikkelsen (1), Sarah Boberg (1), Baard Owe (3), Claus Gerving (3), Mette Gregersen (1)



    Eigentlich hat der Familienvater Thomas gerade genug damit zu tun selbige zusammenzuhalten, denn seine Frau will sich von ihm trennen, doch dann kommt seine Schwester, die offenbar einer enthüllenden Story auf der Spur ist, ums Leben. Bei den dann von ihm angestrengten Nachforschungen gerät er in eine Sache von zunächst unerwartetem Ausmaß, in die womöglich auch sein toter Vater verwickelt war und deren Wurzeln bis in höhere Kreise des dänischen Geheimdienstes reichen. Dass diese von seinen Aktivitäten weniger begeistert sind bekommt er und eine Freundin seiner Schwester, die er in das Ganze mit hineinzieht, schnell zu spüren.

    Ein interessanter Polit-Thriller mit immer aktueller werdendem Bezug (Stichwort Überwachungsstaat) der, wie die meisten europäischen Filme, den Schwerpunkt auf die Story legt. Allerdings muss ich festhalten, dass ich ein wenig mehr erwartet hatte. Dass der Film lange Zeit relativ gemächlich vorangeht ist das Problem nicht, dafür schaltet er dann im letzten Drittel etwas höher. Dennoch dürfte er für den erfahrenen Filmseher nicht allzuviel Besonderes bieten, abgesehen von ordentlicher und bisweilen spannender Unterhaltung. Wirkt eher wie ein solider nordeuropäischer Fernsehkrimi, weniger wie ein Kinofilm. Andererseits macht er wenig falsch und bietet auch keine Belanglosigkeiten, insofern ist er durchgängig unterhaltsam.


    Spätestens am Ende merkt man dann nochmal ganz deutlich, dass man hier kein Hollywood-Kino vor Augen hat. Und in dem Fall ist mir dies so sehr viel angenehmer, weil realistischer.


    Inwieweit die gezeigte Überwachung öffentlicher Plätze (incl. Tiefgaragen) realitätsnah ist, kann ich gar nicht beurteilen. Sicherlich aber eine Intention des Filmes auf diese fragliche (aktuelle oder zukünftige) Praxis aufmerksam zu machen. Was mich in dem Zusammenhang allerdings überraschte war, dass dabei auch der Ton zu vernehmen war; das wäre dann nochmal ein weiterer mehr als bedenklicher Eingriff in die Privatsphäre.

    6,5/10
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  7. #367
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    Re: Why so curious ?

    363. Tatort – Der dunkle Fleck
    D 2002; von Peter F. Bringmann

    Episode 511; WDR, Münster; Erstausstrahlung: 20.10.2002
    (07.10.2009)
    Mit: Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, ChrisTine Urspruch, Mechthild Großmann, Oliver Bokern, Claus D. Clausnitzer, Sandra Leonhard, Dieter Kirchlechner, Renate Schroeter, Bastian Trost, Michaela Schaffrath, Johannes Rotter



    Hach war die Freude groß, als ich beim Durchstöbern des Programmheftes auf eine weitere Folge mit Thiel und Boerne stieß. Allerdings war dann auch zu lesen, dass dies der erste Fall des ungleichen Duos ist und so hatte ich dann doch auch ein wenig Bedenken ob dieser Tatsache. Denn ich kenne die Beiden ja schon quasi in einem fortgeschrittenen Stadium des Zusammenwirkens, und zu Beginn muss dies ja erst noch alles aufgebaut und erarbeitet werden. Daher dachte ich, dass ich hier in der Richtung nicht zu viel erwarten darf und das was ich bisher weiß auf 0 zurückstellen muss. Doch diese Befürchtung erwieß sich erfreulicherweise als falsch. Denn es geht von Anfang an gleich in der mir schon bekannten Weise vor sich und man braucht keine Zugeständnisse machen.

    Und es ist natürlich auch interessant nun den Anfang zu kennen und so bin ich natürlich eh froh jetzt auch die erste Folge des Duos gesehen zu haben. Und ich kann es nur noch mal wiederholen wie klasse ich die Beiden finde, sowohl die Figuren als auch die beiden Darsteller natürlich. Besonders möchte ich an der Stelle diesmal Prahl hervorheben, die Art was er sagt und vor allem wie er es sagt.

    Der Humor lässt allerdings in der zweiten Hälfte merklich nach, zugunsten des Falles, somit ist das also okay. Bezüglich des Falles lässt sich sagen, dass er gut war, aber jetzt nicht unbedingt supergroßartig, auch weil insgesamt doch auch 'Kommissar Zufall' sehr zum Tragen kommt, aber geschenkt. Denn hier ging es natürlich primär um den ersten Kontakt.

    Besonders nachvollziehen konnte ich die Szene, als Thiel von Boerne mitten in der Nacht aus dem Bett geklingelt wird... dieses fiese Geräusch der Haustürklingel, vor allem wenn man mitten aus dem Schlaf gerissen wird (ging mir diese Woche auch so, "dank" eines Paketboten für eine Nachbarin... und das früh morgens um halb zwölf).

    Zwei Kleinigkeiten haben mich aber dann doch auch ein wenig gestört. Wenngleich es vielleicht pingelig ist und auch jeweils ein ’unwahrscheinlich’ als ein ’ganzundgarunmöglich’ ist, aber da ich sonst alles so perfekt finde stößt dies eben besonders auf. Und zwar dass die Assistentin Krusenstern (sympathische und süße Person übrigens, die Kempter) mit 12 Jahren aus “Russland“ nach Deutschland kam aber völlig akzentfrei ist !? Und dass der britische Gewalttäter eine britische Fahne aufhängt... denn es wäre wohl bisschen naheliegender gewesen, wenn er eine englische Fahne aufhängt, oder vielleicht stammen seine Eltern sogar aus Wales und er hätte eben mit der walisischen Fahne hantiert etc.. Jaja, ich gebe ja zu, alles zu detailmäßig gedacht und auch eher unrelevant.

    Gut fand’ ich dafür, dass Thiel Staatsanwältin Klemm am Telefon für einen Mann hielt, völlig zu recht bei der tiefen Stimme. Da frage ich mich natürlich, ob diese besondere Stimme schon beim Casting ein relevantes Suchmerkmal war, oder ob sich dieser kleine Gag erst später und spontan ergeben hat.


    Sie sind wohl kein großer Freund von Nebensätzen !?

    Ich bin dein Vater !


    5/5 Handschellen


    Erkannt /Nicht erkannt : Erkannt natürlich "Grünbeinchen"; nicht erkannt die Schaffrath.
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  8. #368
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    Re: Why so curious ?

    364. Die Kammer der toten Kinder
    (Le chambre des morts) F 2007 von Alfred Lot
    (1)
    (08.10.2009)
    Mélanie Laurent (2), Eric Caravaca (1), Gilles Lellouche (4), Jonathan Zaccaï (1), Céline Sallette (1), Laurence Côte (1), Jean-François Stévenin (2), Nathalie Richard (2), Stéphane Jobert (1), Alexandre Carrière (1), Jean-Pierre Gos (1)



    Eine recht verzweigte Story wird uns hier präsentiert. Kurz vor Weihnachten wird ein kleines Mädchen entführt und Lösegeld gefordert, doch es kommt nicht zur Geldübergabe, da kurz davor der Vater des Mädchens von zwei Freunden überfahren wird, die dann die Tasche mit den 2 Millionen Euro entdecken und damit abhauen. Kurz darauf findet die örtliche Polizei das entführte Mädchen tot. Doch die Art und Weise wie sie drapiert wurde und die Umstände weisen nicht auf eine spontane Aktion des Entführers hin. Die junge Polizistin Lucie, frischgebackene und alleinlebende Mutter von Zwillingen, beschäftigt sich interessenmäßig sehr mit der Psychologie von Serientätern und kann einige richtige und wichtige Hinweise geben. Aufgrund einer Spur am Tatort gerät plötzlich der bislang in den Hintergrund getretene Diebstahl von Wölfen und Kapuzineräffchen im nahegelegenen Zoo wieder in den Vordergrund und der Verdacht führt in die Kreise von Tierpräparatoren. Gleichzeitig wird auch die Spur um die fahrerflüchtigen verfolgt, die im Nachhinein davon erfahren, was sie noch verursacht haben und darüber in Streit geraten. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass der Entführer, der mittlerweile ein weiteres Mädchen entführt hat, auch nach den Beiden sucht um an sein entgangenes Geld zu kommen.

    Was sich bisschen verworren anhört ist es irgendwo auch. Anfürsich ist diese Komplexität und die mehreren Teilstränge sehr ansprechend, allerdings passiert irgendwie auch ziemlich viel, was man erst mal verarbeiten muss. Und ehrlich gesagt habe ich auch nicht alles abschließend verstanden, glaube ich, auch weil die ein oder andere Frage nicht ganz aufgelöst wird. Drum fällt es mir auch nicht einfach, allzuviel niederzuschreiben. Nur soviel, was gefällt ist die düstere Atmosphäre, die trotz der hellen und eigentlich einladenden Location geschaffen wird. Daneben ist es teilweise recht spannend und die Bemühungen und das Wirken der Polizei wirkt recht realistisch.

    Erwähnenswert ist noch eine recht unangenehme Szene mit einem toten Äffchen und die Erkenntnis, dass Mme. Laurent mit dunklen Haaren noch viel bezaubernder wirkt. Oh la la.

    7,5/10
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  9. #369
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    Re: Why so curious ?

    365. Nachbeben
    CH 2006 von Sina Werenfels
    (1)
    (09.10.2009)
    Michael Neuenschwander (1), Susanne-Marie Wrage (2), Georg Scharegg (1), Bettina Stucky (1), Leonardo Nigro (2), Olivia Frølich (1), Mikki Levy (1)



    Ein erfolgreicher Banker lädt seinen Chef nebst Gattin in seine prunkvolle Villa ein, der bringt gleich noch einen „Praktikanten“ mit. Die Stimmung ist gut, der Abend nimmt seinen Lauf. Doch die kleinen unangenehmen Kleinigkeiten die schon über den ganzen Tag immer mal wieder hervorblitzen treten so richtig zu Tage, als das dänische Au-Pair Mädchen des Hauses damit droht der hochschwangeren Frau des Chefs ihr Verhältnis zu stecken, dass er so nicht weiterführen will. Das Fiasko nimmt seinen Lauf, und so hat das Ganze schließlich noch unangenehme Konsequenzen.

    Die schöne Welt des (Geld)Scheins wird uns hier präsentiert und welche Lügen und Machtspielchen dahinterstehen, ein Blick hinter die geschönten Kulissen der (Neu)Reichen. Sicherlich wirkt vieles auch recht klischeehaft... sicherlich muss es nicht so ablaufen, aber es kann, insofern wird der in dem Fall wichtige Realismus gewahrt.

    Die schauspielerischen Leistungen sind fraglos gut und ebenso können Inszenierung und Drehbuch punkten. Ein kleiner Schwachpunkt ist für mich, dass letztlich nichts passiert, was man nicht vielleicht auch irgendwie erwarten konnte, wenngleich es einen dennoch nicht kaltlässt... das ist eben dem Drehbuch und den Schauspielern zu verdanken, die, obwohl sie auch künstliche Rollen spielen, sehr echt wirken. Und in Zeiten einer weltweiten Finanzkrise bekommt der Film gleich noch mehr Brisanz.

    Interessant ist der Film auch, weil er zu 90% in schwizerdütsch gehalten und entsprechend untertitelt ist (irgendwie eine niedliche Sprache, mit den ganzen 'li's am Ende). Daneben gibt es auch hochdeutsch sowie einige Brocken englisch, italienisch und dänisch zu vernehmen. Olivia Frølich ist übrigens kein Schauspiel-Profi sondern im wahren Leben eine vielversprechende junge Modefotografin.

    7/10

    Deal !?
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  10. #370
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    Re: Why so curious ?

    366. Hellboy
    USA 2004 von Guillermo del Toro
    (5)
    (11.10.2009)
    Ron Perlman (14), John Hurt (10), Selma Blair (7), Rupert Evans (1), Karel Roden (4), Jeffrey Tambor (9), Doug Jones (12), Brian Steele (9), Ladislav Beran (2), Biddy Hodson (2), Corey Johnson (4), Kevin Trainor (2), Brian Caspe (3), James Babson (4), Stephen Fisher (2), Garth Cooper (1)



    Endlich hat es mit mir und dem Film mal geklappt... allerdings mit einem mittelgroßen Wermutstropfen, denn mal wieder hatte die DVD ’nen Hau und so fehlen mir rund 10 Minuten an der Stelle als unser roter Held diesen Sammael in der U-Bahn verkloppt und bin dann erst wieder dabei, als der Gasmasken-Nazi wieder von den Toten aufersteht (wuaahhhhh... was ist in der Zeit nur alles passiert !?). Das hat den Sehspaß doch deutlich getrübt, a) weil ein Teil der Geschichte fehlte (bzw. immer noch fehlt) und b) weil ich mich massiv darüber geärgert habe (bzw. immer noch ärgere).

    Aber ansonsten war es wirklich eine sehr kurzweilige und vor allem auch spaßige Unterhaltung, die ich mir auch ungefähr so vorgestellt hatte. Die Eröffnungsszene hat mich zunächst etwas irritiert, weil das sehr düster war und so hatte ich es nicht unbedingt erwartet, aber sie war gut gemacht und interessant und eben die passende Einführung und natürlich auch notwendig.

    Danach steht eigentlich der Spaß und die Action im Vordergrund und beides wird vorbildlich bedient wie ich finde. Und mit dem Einsatz von Selma Blair kann man bei mir dann auch nicht viel falsch machen (die Figur nenn’ ich mal ’ne heiße Braut :wink.

    Was mir gefällt sind die Figuren, insbesondere deren „Design“ und natürlich der Humor, der hauptsächlich von der Art und den Sprüchen der Hauptfigur lebt. Wunderbar. Ein Held mit Ecken und Kanten hat ja immer was für sich, aber so was ist dann noch mal eine ganze Spur ansprechender. Obwohl er eigentlich von ganz unten kommt, wo’s den Vorstellungen entsprechend immer schnuckelig warm ist, ist er aber mal ’ne richtig coole Type.

    Die Story hat mich jetzt nicht besonders gestört, die Bösen wollen an die Weltherrschaft und die Guten wollen das verhindern... einerseits der simpelste Plot der Welt, aber andererseits auch nicht verkehrt und nachvollziehbar und Grundgerüst genug um daran eine prächtige und unterhaltsame Geschichte aufzuziehen. Simpel aber wirkungsvoll.

    Einzig gestört, neben der unfreiwilligen Unterbrechung, hat mich der erste Teil des Finales... kann gar nicht genau sagen woran es lag... am Ablauf, an der Inszenierung, an allem ein bisschen... hat mir einfach nicht so zugesagt; doch dann gibt’s ja erfreulicherweise noch das Finale vom Finale und das passt dann wieder zur Art vom Rest des Filmes, die man bis dahin schon so gut gefunden hat.

    Ein weiterer kleiner Punkt den ich mir anders gewünscht hätte ist noch, dass ich es besser gefunden hätte, wenn das Team um Red und Blue vor dem Einsatz in dem Museum noch einen anderen Einsatz gehabt hätte, der auch recht kurz hätte ausfallen können und natürlich zu einem guten Abschluss gebracht worden wäre, um die Figuren und ihre Fähigkeiten und Art des Vorgehens kurz kennenzulernen, wie es ja bei vielen Filmen gerade im Actionbereich der Fall ist. So gehört der erste Einsatz den der Zuschauer erlebt schon zu der Hauptstory dazu. Wie gesagt, kein Problem, nur eine „Anregung“.

    Wie dem auch sei, Film ist klasse, freue mich auf Teil 2 und gerne auch mehr.

    8/10

    Es ist ein Junge !
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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