367. Interstate 60
(Interstate 60: Episodes of the Road) USA/CAN 2002 von Bob Gale (1)
(12.10.2009)
James Marsden (8), Gary Oldman (12), Chris Cooper (8), Christopher Lloyd (20), Amy Smart (8), Art Evans (6), Kurt Russell (19), Ann-Margret (5), Melyssa Ade (1), Amy Stewart (1), John Bourgeois (3), Roz Michaels (1), Amy Jo Johnson (1), Rebecca Jenkins (2), Deborah Odell (1), Jane Moffat (4), Michael J. Fox (12)
Aus großer Kraft folgt große Verantwortung heißt es... doch dieser Maxime kann sich O. W. Grant (O. W. steht für One Wish) nicht ganz unterwerfen. Denn er, eine Art nordamerikanischer Kobold, erfüllt Wünsche. Jeder Person nur einen versteht sich, und das ohne Gegenleistung... eigentlich, ja eigentlich, denn sind wir doch mal ehrlich, er hat auch etwas davon, denn er macht sich regelrecht einen Spaß daraus, die unüberlegten und oftmals sehr egoistischen Wünsche so zu drehen, dass der Wünscher letztlich schlechter dasteht als zuvor und enttäuscht ist. Das erinnerte mich sehr an eine Akte X-Folge, in der ein weiblicher Dschinn ähnlich vorgeht und eine Person sich zB wünscht unsichtbar zu sein und prompt vom Auto überfahren wird, was in einer unvergesslichen Szene gipfelt, in der der Unsichtbare auf dem Seziertisch von Scully liegt und erstmal sichtbar gemacht werden muss. Nun kann man sagen, tja liebe Leute, wählt Eure Wünsche einfach mit Bedacht und denkt vorher auch über die möglichen Konsequenzen nach; allerdings ist dies leichter gesagt als getan. ZB die M. J. Fox-Figur zu Beginn... hatte sie überhaupt eine faire Chance ?
Doch dann kommt Neal ins Spiel, ein junger Mann auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und der richtigen Bestimmung. Sein Wunsch ist es Antworten zu erfahren, Antworten auf all seine Fragen über Gott und die Welt und über seine Zukunft. Dies beeindruckt den Wünscheerfüller in gewisser Weise und so erfüllt er ihm diesen Wunsch zunächst ohne offensichtlichen großen Haken und so findet sich unsere Hauptfigur Neal Oliver auf einem Highway wieder, den es eigentlich gar nicht gibt, mit dem Auftrag ein Paket unbekannten Inhalts an einen Ort zu bringen der auf keiner Landkarte verzeichnet ist, gleichzeitig auf der Suche nach seinem Glück in Form einer Frau, die er nur von Plakaten kennt, die außer ihm keiner sehen kann. Und während seiner Reise, anfangs vom affenkopfpfeiferauchenenden Wishmaster begleitet und immer unterstützt von seiner antwortgebenden Billardkugel, trifft er auf allerlei skurrile und besondere Menschen, mit denen er allerlei skurriles und besonderes erlebt. Er trifft auf seltsame Orte in denen unglaubliches vorgeht und muss die kleinen Prüfungen die ihm gestellt werden mit Wohlbedacht erfüllen. Ein Sinnsuche-Road-Trip der besonderen Art.
Übrigens halte ich die Initialen unserer Hauptfigur nicht für einen Zufall...
Wow. Diesen Film anzuschauen hat wirklich wirklich große Freude gemacht. Die Story an sich, die skurrilen und einfallsreichen Personen und Situationen, man fiebert richtig mit. Teilweise fast poetisch und tiefgründig, dann wieder spaßig, gegen Ende dann richtig spannend und ernst. Dazu kommt noch ein tolles Ensemble namhafter Darsteller, von denen für meine Begriffe besonders Cooper und Oldman hervorstechen. Und dann ist der Film vor allem auch eines... überraschend... immer wieder. Er sprüht vor kleinen Einfällen und Episoden und nach dem er sonst so familientauglich wirkt war dann die Episode mit der jungen Frau auf der Suche nach dem perfekten F... aber mal so richtig unerwartet und insgesamt doch recht amüsant.
Jeder, der ein bisschen ein Faible für fantastische und fast märchenhafte Geschichten hat, müsste dieses Werk in sein Filmherz schließen können. Viel mehr kann ich gar nicht sagen, wer ein wenig meint sich angesprochen zu fühlen soll es einfach mal wagen und auf diese Reise gehen und dem kleinen Träumer in sich eine Chance geben.
Vielleicht kann man dem Film vorwerfen, dass letztlich alles ein zu gutes Ende nimmt. Aber kann dies wirklich ein ernstgemeinter Vorwurf sein ? Je nach Einstellung des Sehers kann dies sicher so sein, aber so streng sollte man das nicht sehen und diesen wunderbaren Film einfach genießen.
Ein wahres Kleinod und Geheimtipp, der mehr Beachtung verdient hätte.
9/10
Erkannt/Nicht erkannt
: Nicht erkannt bzw. verwechselt habe ich die Stadt in der der Film zu Beginn spielt... dieser berühmte Bogen meinte ich gehört zu Minneapolis, aber es ist natürlich St. Louis. Und ehrlich gesagt, habe ich auch Oldman in der ersten Szene nicht erkannt. *schäm*


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/Nicht erkannt
: Nicht erkannt bzw. verwechselt habe ich die Stadt in der der Film zu Beginn spielt... dieser berühmte Bogen meinte ich gehört zu Minneapolis, aber es ist natürlich St. Louis. Und ehrlich gesagt, habe ich auch Oldman in der ersten Szene nicht erkannt. *schäm*
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