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Thema: Why so curious ?

  1. #381
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    377. Topjob - Showdown im Supermarkt
    (The Promotion) USA 2008 von Steve Conrad
    (1)
    (01.11.2009)
    Seann William Scott (14), John C. Reilly (10), Jenna Fischer (4), Lili Taylor (10), Fred Armisen (4), Gil Bellows (4), Bobby Cannavale (5), Jason Bateman (11), Masi Oka (4)



    Ne, dat war nix. Nur selten komisch (sorry, aber bei den beiden Hauptdarstellern und u. a. Bateman in einer Nebenrolle darf man doch auch was spaßiges erwarten) und auch nicht wirklich dramatisch. Falls das der Versuch einer Sozial-Tragikomödie war, muss man feststellen, dass das die Amis nicht so wirklich drauf haben, das Genre geht klar an die alte Welt.

    Interessant sicherlich, dass man zunächst davon ausgeht, dass der neue Nebenbuhler der die Pläne unseres „Helden“ kreuzt ein perfekter Wiederling ist. Dem ist aber nicht so, denn auch er hat seine Probleme und vieles läuft nicht wie geplant, so gesehen sind beide annähernd auf Augenhöhe. Und obwohl beide so versessen auf den Job sind, machen sie so viel leichtsinnige bzw. fahrlässige Fehler, das war nicht immer nachvollziehbar. Und das Problem mit der Gang hätte man doch auch schon mit Hausverbot lösen können.

    Wirklich warm geworden bin ich mit beiden Figuren nicht. Die angenehmste Person war noch Dougs Freundin Jen. Übrigens hat mich Jenna Fischer paar Mal an eine junge Carrie Fisher erinnert. Verwandt können sie ja nicht sein, aber wenn man es nicht besser wüsste, könnte Jenna glatt als Carries Tochter durchgehen.

    4/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #382
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    378. Die Girls von St. Trinian
    (St. Trinian’s) GB 2007 von Oliver Parker
    (2) + Barnaby Thompson (1)
    (01.11.2009)
    Rupert Everett (7), Talulah Riley (1), Gemma Arterton (2), Tamsin Egerton (2), Antonia Bernath (1), Amara Karan (1), Juno Temple (1), Paloma Faith (1), Lily Cole (1), Kathryn Drysdale (1), Cloe Mackie (1), Holly Mackie (1), Colin Firth (5), Russell Brand (2), Lena Headey (3), Jodie Whittaker (1), Celia Imrie (7), Caterina Murino (2), Toby Jones (2), Anna Chancellor (4), Mischa Barton (6), Stephen Fry (6), Fenella Woolgar (3), Lucy Punch (2), Nathaniel Parker (4)



    Das nenn’ ich doch mal ein Feel-Good-Movie. Dabei stellenweise schwarzhumorig, politisch unkorrekt und Over the Top, aber vor allem sehr spaßig anzuschauen. Habe mich jedenfalls köstlich amüsiert, wobei die vielen jungen Damen durchaus auch ihren Teil dazu beitragen.

    Doch zu den Highlights gehört sicherlich die Performance von Rupert Everett als Dame, mehr oder weniger. Wenn er als sie und Colin Firth sich näher kommen ist das eine ganz große Freude... nur schade, dass die Kamera sich just in dem Moment zurückhält ( :wink. Herrlich auch das Hockeyspiel, oder wenn die ganze Bande das Museum stürmt, oder der Kunstraub, oder oder. Ganz viel tolle Momente hat der Film und wie gesagt, annähernd alle Darsteller machen sehr gute Arbeit, wobei ich denke, dass es auch allen sehr großen Spaß gemacht hat, vor und hinter der Kamera. Ich vermute auch, anstatt Wohnwagen hatten sie am Set Raubtierkäfige als Unterbringung. Wie gesagt, die Mädels machen richtig Freude (das Auge sieht ja mit) und auch der Lehrkörper von Sig.ra Murino ist 'Mamma mia !'. Lena Headey kommt leider etwas kurz, aber dafür gibt’s eine Neue in meiner Redhead-Sammlung. *breitundzufriedengrins*

    Wobei ich andererseits auch nicht verstehen kann, was so besonders sein soll, geht es nicht auf jeder Mädchenschule genau so zu !? :wink:

    Schade, dass den Film bislang nicht sehr viele gesehen zu haben scheinen. Ist vielleicht auch nicht für jeden geeignet, aber bisschen mehr Aufmerksamkeit hat er allemal verdient. Und mit großer Freude nahm’ ich auch zur Kenntnis, dass ein zweiter Teil kurz vor der Fertigstellung steht.

    Ach ja und fast hätt' ich's vergessen, der Soundtrack gefällt auch.


    An der Stelle darf auch mal ein Lob an unseren (nicht immer zu recht) vielgescholtenen Dimitrios Athanassou ausgesprochen werden, Review trifft es ziemlich gut. *schleim* :wink:

    8/10

    “Auf meinen Befehl lasst ihr die Hölle los !”
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  3. #383
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    Re: Why so curious ?

    379. Looking for Eric
    GB/F/I/B/E 2009 von Ken Loach
    (1)
    (07.11.2009)
    Steve Evets (1), Éric Cantona (1), Stephanie Bishop (1), Gerard Kearns (1), Stefan Gumbs (1), Lucy-Jo Hudson (1), Matthew McNulty (1), Laura Ainsworth (1), John Henshaw (1), Justin Moorhouse (1), Des Sharples (1), Greg Cook (1), Smug Roberts (1), Johnny Travis (1), Steve Marsh (1)



    Als Schüler, als meine Film- und Kinobegeisterung anfing, konnte ich in meiner Heimatstadt auf insgesamt 16 Kinos zurückgreifen. Irgendwann hielt dann die Moderne einzug und es entstand in der größten, angrenzenden Kreisstadt ein moderner Kinokomplex(x), später noch mal eine weitere ähnliche Einrichtung in der Stadt selbst, die bisherigen 4 Kinos á 4 Säle machten dicht. Die gewohnten Kinos gab es nicht mehr, nur noch die Art moderner Bauten, wie sie für die Meisten der jüngeren Generation heute selbstverständlich ist. Doch vor geraumer Zeit öffnete einer der alten Vierersäle wieder und zeigt seit dem Filme, die von den modernen Ketten meist verschmäht werden, Arthaus-Kino nennt sich das dann. Gestern war ich nun das erste Mal wieder in einem meiner alten Wohnzimmer. Und schnell fallen einige Unterschiede auf, es gibt keine einzelnen Platztickets, sondern lediglich zwei Kategorien (offiziell Parkett oder Loge; de facto vorne oder hinten), preislich ist es nur knapp unter dem was man schon kennt.

    Und innen... die Lampenabdeckungen sind noch die alten, doch die Sitze sind zum Glück neu. Und dazu wahnsinnig bequem, auch die Beinfreiheit zur Seite und vor allem nach vorne ist geradezu paradiesisch. Man hat die Reihen also deutlich ausgelichtet. Warum auch nicht, besonders voll wird ein Saal wohl eh nicht mehr werden. Gestern, immerhin ein Samstag Abend eines tristen und regnerischen Herbsttages zur Primetime, waren im vermeintlichen Film des Tages gerade mal rund 20 Nasen anwesend. Auffällig auch die Altersstruktur. War ich zuletzt sonst einer der Ältesten, hat sich dies gestern ins Gegenteil umgekehrt. Auffällig ist auch, dass bevor der Film startet keine Musik dudelt. Jedenfalls ist dies zweifellos eine sehr schöne Einrichtung und eine Alternative zu den modernen Komplexen, die überwiegend ein junges Publikum ansprechen und dementsprechend ihre Filmauswahl treffen. Und so ist dann auch für die Filme jenseits des großen Massenpublikums gesorgt. Werde mal künftig bisschen mehr auch auf deren Wochenprogramm schielen.

    Doch zum Film selbst:

    Schön zur Abwechslung mal wieder einen Film als einer der Ersten zu sehen. Häufig ist dies ja eher ein Indiz dafür, dass der Film nicht unbedingt so dolle ist. Hierbei ist dem aber nicht so. Man muss auch kein Fußballinteressierter im Allgemeinen oder Manchester United- bzw. Éric Cantona-Fan im Besonderen sein, um mit dem Film etwas anfangen zu können. Wenngleich für einen der dem Rasensport zugetan ist sicherlich das ein oder andere kleine Schmankerl dabei ist. Wunderbar u. a. die Unterhaltung zwischen den beiden Erics in dem Hochhaus, will nicht zuviel vorweg nehmen, jedenfalls hatte ich da kurz ein wenig Gänsehaut.

    Ansonsten erwartet einen eine recht typische (und das ist positiv gemeint) britische Tragikomödie die im Arbeitermilieu spielt. Die Umgangsformen wirken zuweilen rau und unterschichtig, aber andererseits gibt es auch einiges, was die Menschen zusammenschweißt, sei es die unbestechliche Begeisterung für den Fußball oder der Zusammenhalt untereinander. Der Film ist wirklich auch was für’s Herz, wobei er kaum beschönigt. Ja und wer einige schöne Cantona-Tore mal wieder sehen möchte, der kommt auch auf seine Kosten. Allerdings nochmal, wer mit Fußball wenig bis garnix anfangen kann, sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Kein großer Film, aber gerade das macht ihn aus und begründet eine Sichtung, ebenso wie die Tatsache, dass die Leistungen vor und hinter der Kamera einfach stimmen.

    7,5/10

    Die Möwen folgen dem Kutter, weil sie denken dass Sardinen ins Meer geworfen werden !
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  4. #384
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    Re: Why so curious ?

    380. Der Glücksbringer
    (Good Luck Chuck) USA 2007 von Mark Helfrich
    (1)
    (08.11.2009)
    Dane Cook (4), Jessica Alba (2), Dan Fogler (3), Lonny Ross (2), Elia English (2), Chelan Simmons (4), Michelle Harrison (3), Steve Bacic (5)



    Das Schöne an dem Film ist u. a., dass er von vielen Sehern ordentliche Verrisse erhält, und noch schöner ist, dass mir das ziemlich Schnuppe sein kann.

    Klar ist das keine Sternstunde der Filmgeschichte oder der Schauspielkunst, aber er bietet dennoch kurzweiliges Vergnügen und Amusement, wenn man sich darauf einlassen kann. Noch zu Beginn war es ein wenig auf der Kippe, und es hätte durchaus passieren können, dass er mich genervt hätte, doch dann bekommt er doch die Kurve. Irgendwie fand ich auch die beiden Hauptfiguren durchaus sympathisch. Wobei Stu dafür ein ziemlicher Arsch ist und ich die Figur gar nicht mochte, aber gut, zur Not kann man ja auch mal viere gerade sein lassen.

    Es sind zwar viele zotige und schlüpfrige Sachen dabei, was hin und wieder grenzwertig ist, aber es bleibt letztlich immer noch gerade so im ertragbaren Bereich. Und wie gesagt, musste mehrmals lachen oder zumindest grinsen.

    Highlight sicherlich der Pinguin-Schlüpper.

    Btw. hat mich Dane Cook ziemlich an Jerry O'Connell erinnert... was aber vielleicht auch mit Tomcats zu tun hat.

    6,3/10

    Warum wollen sie mich eigentlich unbedingt zum Essen einladen ?
    Weil sie so hungrig aussehen !
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  5. #385
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    Re: Why so curious ?

    381. Tatort – Sonne und Sturm
    D 2003; von Thomas Jauch

    Episode 545; NDR, Hannover; Erstausstrahlung: 02.11.2003
    (12.11.2009)
    Mit: Maria Furtwängler, Ingo Naujoks, Jochen Nickel, Eva Kryll, Bernadette Heerwagen, Harald Schrott, Rainer Piwek, Steffen Groth, Johanna Gastdorf



    Nun also mein erster Hannoveraner Tatort, wobei sich das Meiste in einem kleinen Nest an der Nordsee abspielt und von der niedersächsischen Landeshauptstadt bekommt man quasi nichts zu sehen.

    Ist natürlich nicht unbedingt einfach, wenn man ein neues Ermittlerteam so mittendrin erlebt, ohne die Anfänge zu kennen, drum fehlt vielleicht ein bisschen eine Anlegestelle an den Charakter-Kai, aber dies wird mich natürlich bei jedem weiteren „neuen“ Team begleiten. Apropos Team... wenn ich das jetzt richtig mitbekommen habe, ist die Naujoks-Figur ja gar kein Ermittler, sondern nur (inoffizieller) Helfer und platonischer Freund !?

    Noja, jedenfalls konnten mich die beiden Figuren nicht für sich begeistern, so als erster Eindruck. Die Naujoks-Figur soll wohl so eine Art amüsanter Sidekick sein, aber das hat für mich hier nicht funktioniert. Der Einstieg in den Fall war für mich auch ein wenig seltsam... hatte auch insgesamt dann ein wenig etwas missmarplehaftes, die wie zufällig in einen mysteriösen Fall hineingerät. Und der Fall selbst... na ja, da konnte man schon nach relativ kurzer Zeit die Lösung 50 Meter gegen den Küstenwind riechen, somit will während der gesamten Laufzeit keine Spannung aufkommen. Das erste Drittel wirkt besonders dröge, wird aber dann doch noch etwas besser.

    Gefallen hat mir dafür die Figur des Laboranten, der hat zwar leider nur zwei kurze Auftritte, aber da sehe ich Potential. Leider konnte ich bislang nicht herausfinden, wie die Figur bzw. der Darsteller heißt. Falls da also jemand Infos hat...

    Die kleinen Highlights werden dann durch die vergeblichen Flirt-Versuche des ortsansässigen Polizisten gesetzt und durch wenigstens einen sehr emotionalen Moment.

    2/5 Handschellen


    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin [2] (Köln)
    2. Stoever / Brockmöller [1] (Hamburg) + Thiel / Boerne [4] (Münster)
    4. Bati? / Leitmayr [1] (München)
    5. Lindholm / (Felser) [1] (Hannover)


    Hab’ übrigens mal ausgerechnet... wenn ich es richtig mitbekommen habe werden monatlich drei neue Tatorte produziert, also muss ich mindestens vier im Monat schauen um überhaupt aufzuholen. Wenn man nun die aktuelle Anzahl der abgedrehten Folgen (abzüglich der bereits Gesehenen) zu Grunde legt und davon ausgeht, dass ich einen pro Monat abarbeite, brauche ich noch gut 62 Jahre bis ich alle Folgen habe. Na dann... (wobei das mit den vier pro Monat schon nicht einfach scheint).
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  6. #386
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    Re: Why so curious ?

    382. Zwei Schwestern
    (Janghwa, Hongryeon) ROK 2003 von Ji-woon Kim
    (1)
    (14.11.2009)
    Su-jeong Lim (1), Geun-young Moon (1), Kap-su Kim (1), Jung-ah Yum (1)



    Aus der Sicht des „Grusel-Faktors“ ist dieser Film schon recht weit vorne. Einige spannungsgeladene und nervenstrapazierende Momente sind zweifellos vorhanen. Und dabei wird mehr auf Atmosphäre, Bilder und Geräusche gesetzt (subtile Mittel eben), weniger auf allzu blutiges (wobei Freunde des roten Lebenssaftes auch zufrieden sein werden), und das kann als sehr gelungen bezeichnet werden. Jedenfalls hat es diesbezüglich die gewollte Wirkung bei mir überwiegend erzielt.

    Andererseits ist da aber auch noch die Geschichte. Bisschen wirr und verschachtelt möchte ich mal sagen. Gegen Ende wird dann zwar einiges aufgelöst und man kann sich einen Reim darauf machen, aber großteils war das schon schwierig und am Ende bleiben auch noch Fragen offen und man bleibt teilweise im Unklaren, was nun echt war und was nicht und überhaupt. Ja und das ist dann eben nicht ganz mein Fall. Ist dann „meine Schuld“, schon klar, aber eben nicht zu ändern. Und ich denke zwar manchmal gerne mit, aber nicht unbedingt wenn ich dazu quasi gezwungen werde, das funktioniert bei mir meist nicht.

    Was dem Film auch zum Nachteil gereicht ist, dass sich bei mir manchmal schon von vornherein oder im Verlauf des Beginns eine Art innere Sperre bildet und ich kann dann irgendwie gar nicht mehr richtig alles aufnehmen. Weiß auch nicht wie ich das beschreiben soll. Vielleicht sollte ich meinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung stellen, die können das herausfinden wie und was und warum. Bis dahin muss ich einfach damit leben. Jedenfalls war diese Sperre hier recht schnell in Betrieb.

    Positiv seien noch die darstellerischen Leistungen erwähnt, besonders die von Su-jeong Lim und Jung-ah Yum.

    6/10


    Ich denke mir übrigens schon, dass das US-„Remake“ einen ganz anderen Verlauf hat. In der Form wird man das dem Massenpublikum nicht vorsetzen können.
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  7. #387
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    Spieglein Spieglein an der Wand...

    383. Into the Mirror
    (Geoul sokeuro) ROK 2003 von Sung-ho Kim
    (1)
    (14.11.2009)
    Ji-tae Yu (2), Myeong-min Kim (1), Hye-na Kim (1), Ju-bong Gi (3), Myoeng-su Kim (1), Young-jin Lee (1), Eun-pyo Jeong (1)



    Im Vergleich zum Film zuvor hatte mich dieser hier schon gleich auf seiner Seite. Irgendwie schien mir die Inszenierung weitaus westlicher, bzw. war es für mich sofort zugänglich. Dennoch wird natürlich immer deutlich, wo wir uns befinden, siehe die respektvollen Gesten etc. gegenüber Vorgesetzten bzw. dem jeweiligen vermeintlich (sozial) höherrangigen Gegenüber, oder die seltsame Art Autorität auszustrahlen bzw. zu agieren, wie der Kaufhausdirektor, das hatte fast schon was von unfreiwilliger Komik.

    Neben der herrlichen Grundidee sind so drei, vier Szenen zu erleben, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde. Dabei ist der Film alles andere als besonders brutal oder blutrünstig (somit wohl weitaus harmloser als sein US-Remake, jedenfalls was man darübert so hört und liest). Aber die Sequenz mit dem Blut dass den Fliesenfugen folgt, oder der Ohrenbohrer im Aufzug mit der Vielzahl an Spiegelbildern, oder wenn die Spiegelbildhand die echte umgreift. *schauder*

    Ich stehe ja eh schon mit Spiegeln auf Kriegsfuß (mir gefällt einfach nicht was ich da zu sehen bekomme), aber jetzt hat sich das erstmal verschlimmert und so rückt die nächste Rasur erstmal in weite Ferne (wobei, ohne hingucken müsste doch auch gehen...).

    Das zweite und dritte Drittel des Filmes ist zwar dann etwas lahmer, weil es mehr kriminalistisch anstatt gruselig ist, aber das ist nicht allzu schlimm.

    Der kleine Schluss-Coup ist dann zwar für mich nicht ganz logisch nachvollziehbar (unterstreicht dafür allerdings den übernatürlichen Charakter), aber durchaus wirkungsvoll und schön langsam aufgebaut.

    Somit ein für mich gelungener Suspenser, wobei es mittlerweile auch fast schon ein wenig öde wird, da es in so vielen Gruslern aus dem südostasiatischen Raum darum geht, dass der Geist eines per Mord oder Unfall umgekommenen sich rächt und dafür in alle möglichen Alltagsgegenstände fährt. Aber gut, so lange es dann so durchaus einfallsreich umgesetzt wird, will man ja gar nix sagen.

    7,5/10
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  8. #388
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    Re: Why so curious ?

    384. Nausicaä aus dem Tal der Winde
    (Kaze no tani no Naushika) J 1984; von Hayao Miyazaki
    (1)
    (15.11.2009)
    Stimmen: Original: Sumi Shimamoto, Mahito Tsujimura, Hisako Kyôda, Gorô Naya, Ichirô Nagai; Kôhei Miyauchi, Jôji Yanami, Minoru Yada, Yôji Matsuda; dt.: Anke Kortemeier, Ilona Grandke, Claus Brockmeyer, Bert Franzke, Manfred Erdmann, Andreas Borcherding, Bernd Simon, Stefan Günther, Norbert Gastell



    Mein erstes Anime. Jedenfalls bezogen auf Produktionen in Spielfilmlänge. Die in den letzten Jahren im deutschen TV gelaufenen Serien im Anime-Hype blieben mir bis auf kurze Zappingeinlagen verwehrt, was aber natürlich gewollt war/ist. Allerdings habe ich in Kindertagen einige Serien gesehen, die teilweise oder überwiegend auch von fleißigen japanischen Zeichnerhänden gefertigt wurden, was ich aber zu der Zeit natürlich noch nicht ahnte (Biene Maja, Wickie, Heidi, etc.).

    Nun, zugegeben, bisher begegnete ich den Animes doch mit Vorbehalten und Skepsis, und emtsprechend war auch meine Gemengelage zu Beginn des Filmes, doch schon schnell legte ich diese Vorbehalte ab und genoss nur noch was da zu sehen war. Was mich zu Beginn noch störte waren Erklärungs-Monologe, in denen die Figuren beschrieben was sie tun oder was sie sehen oder was das nun für Folgen hat. Gestört hat es mich deshalb, weil dies "in der Realität“ natürlich Unfug ist und nur den Sinn hat, dem Zuschauer diese neue Welt, die voller unbekannter Sachverhalte ist, zu erklären. Natürlich ist sowas nicht unwichtig, aber bisschen gestört hat es mich doch, allerdings hält dies nicht lange an.

    Was Hayao Miyazaki und sein Team in diesem vergleichsweise frühen Werk zeigen ist schon bombastisch. Die Welten und "Settings“, die Wesen, die Story (umfangreich, intelligent und dabei aber an keiner Stelle unlogisch oder unvollständig), die Animationen, wirklich alles ganz großes Kino und dabei gibt es keine nennenswerte Schwachstelle. Die Bilder wie gesagt ganz groß und mit viel detailtreue und einfallsreichen Ideen angereichert. Jedenfalls hat mich dieses fast epische Werk wirklich fangen können und abgesehen von einem wirklich ganz kleinen Durchhänger etwa zur Mitte vergingen die fast zwei Stunden sehr fix.

    Sehr interessant auch die titelgebende Hauptfigur Nausicaä, der man nur Respekt entgegenbringen kann ob ihres Wagemuts und ihrer selbstlosen Art und natürlich auch ihrer Liebe zu allen Geschöpfen, selbst zu den vermeintlich gefährlichen, für meinen Geschmack sehr vorbildlich das alles. Besonders beeindruckend natürlich die Szene in der sie von dem verängstigten Fuchshörnchen Tetto gebissen wird und dabei dieses Verhalten noch in Schutz nimmt, zu recht wie sich dann gleich erweist. Das erinnert mich ein wenig an eine kleine selbsterlebte Geschichte, aber damit will ich die Leser jetzt nicht unnötig langweilen.

    Apropos Fuchshörnchen Tetto... wenn das mal nicht eine ganz große "Inspiration" für den Schöpfer von Pikachu war, dann fress’ ich ‘nen Spielkarten-Stapel. Apropos Inspiration... das Ganze hat mich auch an einen anderen Zeichentrickfilm erinnert, Herrscher der Zeit. Den habe ich als Jugendlicher mal gesehen, und mal davon abgesehen, dass ich damals nicht alles verstanden und das Viele was da an visuellen Eindrücken auf mich einprasselte nicht komplett aufnehmen konnte, hat es mir doch sehr gefallen und fasziniert und ich wähnte schon, dass sich die Franzosen auch bei dem Film hier bedient haben, allerdings entstand Herrscher der Zeit sogar noch vor Nausicaä, wie ich eben feststelle. Auch entdeckt man einzelne Elemente, die man auch heute in vielen Realspielfilmen findet.

    Wenn man nun bedenkt, dass zu der Zeit die Computeranimationstechnik bei weitem nicht so ausgeprägt war wie heute, wurde damals wohl schön alles in aufwendiger Handarbeit erledigt... Hut ab.

    Auffällig ist übrigens auch, dass die Hauptfigur unten gar nix drunter trägt also diese Japaner...

    Jedenfalls bin ich nun Animes gegenüber ein wenig aufgeschlossener, allerdings kommt es wohl immer auch auf das Thema an. Fantasiewelten wie die in Nausicaä sind aber gerne Willkommen.

    8,5/10


    PS: Danke John :wink:
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  9. #389
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    Re: Why so curious ?

    385. Tatort - Sag nichts
    D 2003; von Lars Kraume

    Episode 551; WDR, Münster; Erstausstrahlung: 14.12.2003
    (15.11.2009)
    Mit: Axel Prahl, Jan Josef Liefers, Friederike Kempter, ChrisTine Urspruch, Mechthild Großmann, Oliver Bokern, Claus D. Clausnitzer, Jenny Schily, Otto Mellies, Harald Schrott, Julika Jenkins, Tina Engel



    Thiel und Boerne hatten die Ehre, mich in meinen Geburtstag zu begleiten, bzw. ich hatte die Ehre ihnen beim Arbeiten zuzusehen. Jedenfalls war dies mein kleines Geschenk an mich selbst.

    Und es hat wieder große Freude gemacht, zwar war insgesamt etwas weniger Humor festzustellen, aber dafür lag alle Aufmerksamkeit auf dem Fall, auf dessen Spur man erst im letzten Drittel kommt.

    Interessant sind die Gaststars diesmal. Die Eine ist die Tochter eines bekannten Politikers (und dazu recht hübsch mit ihren roten Haaren (die aber leider wohl nur gefärbt sind)), der Andere ist ein Synchronsprecher und den Dritten habe ich erst neulich ja schon bei einem anderen Tatort gesehen (was natürlich keine Seltenheit ist). Beide Male hat er übrigens mit verheirateten Frauen angebandelt, der Schelm.

    Gefallen haben mir natürlich die Häschen, allerdings war fast zu befürchten, dass das Thema Schlachten angerissen wird und man natürlich auch ein ebensolches Exemplar zu sehen bekommt.


    4/5 Handschellen


    Woher wissen sie denn, dass ich gesalzene Butter esse ?
    Ich hab’ mir neulich ein Stück aus ihrem Kühlschrank geliehen !
    Wie bitte..., sie waren in meiner Wohnung !?
    Ja !
    Während meiner Abwesenheit !?
    Nein, sie haben geschlafen !
    Ja und wieso klingeln sie dann nicht, wie jeder normale Mensch auch ?
    Ich wollt’ sie nicht wecken ! ... Ja jetzt haben sie sich doch nicht so. Ich habe ihnen noch ein stück ungesalzene Butter zurückgelegt !
    Wie bitte, sie... sie waren nochmal drin !?
    Natürlich. Ich bin doch kein Butterdieb !


    Wie heißt du denn ?
    Karl-Friedrich !
    Hmmm, das ist aber blöd !
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  10. #390
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    Re: Why so curious ?

    386. Tatort - Frauenmorde
    D 2003; von Nikolaus Stein von Kamienski

    Episode 526; hr, Frankfurt/Main; Erstausstrahlung: 09.03.2003
    (21.11.2009)
    Mit: Andrea Sawatzki, Jörg Schüttauf, Peter Lerchbaumer, Oliver Bootz, Chrissy Schulz, Tim Bergmann, Thomas Balou Martin, Iris Böhm, Jan-Gregor Kremp, Sabine Vitua, Rainer Will, Edda Leesch, Geoffrey Burton, Ann Sophie Schmitt, Stefan Weinert



    Story und Fall dieser für mich ersten Folge aus Mainhattan sind gut und recht spannend, das ist natürlich ein großes Plus. Bisschen Schwierigkeiten hatte ich dafür mit den Figuren, die mir noch nicht alle so zugänglich sind, und unangenehm fielen einige der Dialoge auf, sowie auch einige Handlungsweisen. Z.B. wie einfach es war, die Überwachung der Kommissarin bei ihrem Lockvogeleinsatz zu sprengen, sehr dilettantisch war das. Das Finale war auch bisschen seltsam, kleine Schweigen der Lämmer-Anleihe, nur ohne dunkel. Warum hat die Sänger denn so entsetzt geguckt und so schwer geatmet, der Mann war doch nur mit einer Videokamera „bewaffnet“... und überhaupt, diese Szene war jedenfalls ziemlich arschig.

    Auffallend sind die bestehende Unruhe und Hektik bei den Teambesprechungen, das ist irgendwie unangenehm zu schauen. Apropos Teambesprechungen, da fand auch eine der unvergesslichsten Szenen statt. Das FBI ist also jahrelang an einem Fall eines international agierenden Frauenmörders dran. Einzige Verbindung zu den willkürlich gewählt scheinenden Tatorten ist, dass es jeweils Direktflüge vom Airport Frankfurt in diese Städte gibt (darauf muss man erstmal kommen, alle Achtung), und just nach dieser Info hat der Frankfurter Kommissar die Idee, dass es sich bei dem Täter ja vielleicht um einen Piloten handeln könne... rightyright, darauf ist das FBI selbst natürlich nicht gekommen...

    Wie gesagt für die Personen bzw. Figuren brauche ich wohl noch etwas Zeit um reinzukommen, aber der Fall war recht spannend und bis auf die genannten Aussetzer auch sehenswert.

    somit knappe 3/5 Handschellen


    Tatort-Ermittler-Hitliste:

    1. Kressin [2] (Köln)
    2. Stoever / Brockmöller [1] (Hamburg) + Thiel / Boerne [5] (Münster)
    4. Bati? / Leitmayr [1] (München)
    5. Lindholm / (Felser) [1] (Hannover) + Sänger / Dellwo [1] (Frankfurt/Main)
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