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Thema: Why so curious ?

  1. #431
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    -Psychospielchen/Folter-mit-beschränktem-Cast-Double-Feature- Teil 2

    427. Hard Candy
    USA 2005; von David Slade

    (05.01.2010)
    Mit: Ellen Page, Patrick Wilson, Sandra Oh, Odessa Rae



    Der Film lebt neben seiner Inszenierung besonders von seinen beiden Hauptdarstellern, die bemerkenswerte Leistungen zeigen und sich somit jeweils mehrere Extrafleißsternchen eintragen lassen dürfen.

    Dazu kommt eine Geschichte, die zum Nachdenken in verschiedene Richtungen anregt. Heiligt der Zweck die Mittel ? (wobei man dann auch gleich klären müsste, was der Zweck überhaupt ist). Was ist von Selbstjustiz zu halten ?

    leichte
    Was der Film auch schafft ist, dass man als Zuschauer zwischen den Figuren hin- und hergerissen ist und am Ende, trotz Offenbarung der Wahrheit, doch auch nicht gänzlich zufrieden ist, harter Tobak eben, nichts für den kleinen (Film)hunger zwischendurch.

    Bisschen unschick ist für mich, dass fast über die gesamte Zeit Hayley die Oberhand hat, wäre es nicht spannender gewesen, wenn die Machtverhältnisse mal hin- und hergewechselt hätten !?

    Was genau Hayley zu ihrem Tun bewegt und angetrieben hat bleibt unaufgelöst. War sie eine Bekannte des Opfers ? Wie kam sie auf den/die Täter ? Eigentlich passt es so zum Film, eine Komplettlösung hatte ich zu keiner Zeit erwartet, aber so ganz zufriedenstellend ist das dann für mich nicht.


    Puh. Bewertung ist ganz schwierig. Da muss man den Film rein als Film sehen, losgelöst von einer tieferen, bedeutungsvolleren Ebene. I try

    7,5/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  2. #432
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    Re: Why so curious ?

    428. Selbst ist die Braut
    (The Proposal) USA 2009; von Anne Fletcher

    (06.01.2010)
    Mit: Sandra Bullock, Ryan Reynolds, Mary Steenburgen, Craig T. Nelson, Betty White, Malin Åkerman, Denis O’Hare, Oscár Núñez, Aasif Mandvi, Michael Nouri



    So, nach all dem nervenstrapazierenden Zeugs brauchte ich mal wieder eine vergleichsweise harmlose Komödie.

    Die Grundidee ist schon mal so schlecht nicht und quasi wie geschaffen für den Rest. Der ist dann überwiegend heiter und spaßig, auch dank den beiden gutaufgelegten Hauptdarstellern, sowie einer tollen Betty White in der Rolle der resoluten alten Dame mit Herz und Vorliebe für klare Worte.

    Die Ereignisse gegen Ende sind relativ vorhersehbar und drücken somit den Gesamteindruck nach unten. Manchmal wünscht man sich in solchen Filmen ein wenig mehr Mut zu ungewöhnlichen Verläufen. Aber anscheinend will man das große Publikum nicht verschrecken.

    Dass der Film dennoch recht ordentlich punktet liegt einfach an seinem Unterhaltungswert, den sympathischen Charakteren und dem meist gut getroffenen Humor.

    Ach und dann muss ich noch gestehen, dass mir bei der “Beichtszene“ Tränchen entwichen. Weiß auch nicht, Entschuldigungs-, Beicht-, Reue- und Klarstellungsszenen sind für mich filmisches Zwiebelschneiden und gehen mir nicht selten richtig ans Gemüt.

    7,5/10


    Aber dass die Amis bei ihren Einwanderungsbestimmungen so hart sind... ich meine hey, es geht hier um eine Person aus Kanada... die wohl harmlosesten und ungefährlichsten Menschen auf unserem Erdenrund. (Wie machen das eigentlich die unzähligen Schau- und Eishockeyspieler ? Na bestimmt gelten da wieder Sonderregelungen...).
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  3. #433
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    Re: Why so curious ?

    -Aktuelle-Filme-mit-Seth Rogen-und-mehr-oder-weniger-grenzwertigen-deutschen-Titeln-Triple-Feature- Teil 1

    429. Shopping-Center King
    (Observe and Report) USA 2009; von Jody Hill

    (06.01.2010)
    Mit: Seth Rogen, Ray Liotta, Michael Peña, Anna Faris, Dan Bakkedahl, John Yuan, Matt Yuan, Celia Weston, Collette Wolfe, Jesse Plemons, Randy Gambill, Alston Brown, Aziz Ansari, Patton Oswalt, Danny McBride



    Vielleicht einer der Filme, der im Kinojahr 2009 für die meisten Enttäuschungen gesorgt hat, was dann aber wohl zu 95% an falschen Erwartungen bzw. Voraussetzungen liegt, woran hierzulande sicher auch der relativ bescheuerte Titel maßgeblichen Anteil haben dürfte. Wer hier eine Komödie erwartet hat von vornherein verloren. Es gibt zwar einige Stellen an denen man lachen kann, aber das sind nicht mehr als kleine Auflockerungen für zwischendurch. Der Rest ist böse böse böse. Und mit dem Kaufhaus Cop hat es neben dem Lotterie-Gewinn-Auto nicht viel gemeinsam.

    Besonders bewundere ich hier den Mut von Rogen und Faris absolute Unsympathe zu geben (wobei Ronnie trotz seiner Art und seines Handelns nicht allein das große Arschloch ist, sondern man ihn nicht selten auch bedauern kann), bemerkenswert, dass Beiden dies so gut gelingt. In diese Riege lässt sich auch Patton Oswalt bequem einreihen, auch wenn es nur eine Kleinstrolle ist.

    Was soll ich sagen, ich fand den Film sehr interessant und ansprechend. Eben weil er keine klassische Komödie ist, sondern eigentlich sehr ernst. Doch letztlich ohne erhobenen Zeigefinger lässt er seine Figuren einfach leben. Der Hauptfigur möchte man eigentlich nicht begegnen, aber es ist eben auch ein Mensch mit Gefühlen und Träumen. Auch ihm wird Unrecht angetan. Man könnte sicherlich daraus eine vielseitige Charakterstudie ableiten, wenn man die Zeit und Muße dazu hätte.

    Mal etwas anderes und vielleicht deshalb so sehenswert. Und das einzig Schlimme daran ist der Gedanke, dass es solche Leute wirklich gibt.

    8,5/10

    Fuck you !
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  4. #434
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    Re: Why so curious ?

    -Aktuelle-Filme-mit-Seth Rogen-und-mehr-oder-weniger-grenzwertigen-deutschen-Titeln-Triple-Feature- Teil 2

    430. Wie das Leben so spielt
    (Funny People) USA 2009; von Judd Apatow

    (06.01.2010)
    Mit: Adam Sandler, Seth Rogen, Leslie Mann, Jonah Hill, Jason Schwartzman, Aubrey Plaza, Eric Bana, Maude Apatow, Iris Apatow, RZA, Aziz Ansari, Torsten Voges, Allan Wasserman, Andy Dick, Paul Reiser, Sarah Silverman, Charles Fleischer, Eminem, Ray Romano, Maggie Siff, Justin Long



    Als ich vor Beginn des Anschauens die Laufzeit sah staunte ich nicht schlecht. Zweieinhalb Stunden !? Für eine Komödie eher ungewöhnlich, auch wenn es, ganz Apatow-like, keine klassiche Komödie sein würde.

    Doch so lange wie der Film selbst ist muss ich es gar nicht machen und kann es letztlich in einem kleinen Wörtchen zusammenfassen: Wow !

    Genial wie sich komische und tragische Momente hier abwechseln. Wobei tragisch vielleicht ein wenig übertrieben ist, aber es besitzt eine gewisse Tiefe, die weit weg ist von Albernheiten und Witzen über Genitalien. Und daneben, und das ist aus meiner Sicht sehr erfreulich, ist der Film auch richtig witzig. Das Ansehen macht riesige Freude und es gibt trotz der überdurchschnittlichen Laufzeit keinen Durchhänger, und als dann der Abspann über den Bildschirm flimmerte denkt man ’och schade, das war’s schon !?’. Großer Teil des Erfolgsrezepts sind natürlich die sympathischen Charaktere.

    Die gezeigten Stand-Ups wirken richtig gut und echt, was natürlich daran liegt, dass sie dafür geschrieben wurden. Dennoch eine perfekte Mischung aus Stand-Up-Humor und klassischem Humor, der besonders auch passend situationsbezogen ist. Sandler und Rogen sind sehr klasse. Freude machen auch die vielen Gastauftritte, auch wenn diese jeweils sehr kurz ausfallen, aber besonders die Szene mit Eminem ist sehr amüsant.

    Jonah Hill passt auch wieder gut und ist wirklich die kleine Ausgabe von Rogen. Mit Schwartzman habe ich mich ein wenig schwer getan. Ihm konnte ich noch nie viel abgewinnen, und ich finde er passt nicht in seiner Figur als "Comedian". Aber gut, macht seine Sache nicht schlecht, will ich gar nix sagen. Aubrey Plaza ist eine interessante Neuentdeckung, von der könnte man in Zukunft noch einiges sehen, erinnert mich ein wenig an eine junge Garofalo.

    Leslie Mann macht ihre Sache auch richtig gut. Und dann noch ein Wort zu Eric Bana. Bislang auch einer, der mich nicht sonderlich interessierte als Schauspieler, ist also keiner, den ich auf eine Promi-Party einladen würde, aber hier gefiel er mir richtig gut, was natürlich auch an der Rolle lag. Herrlich die Szene als er vom Aussie Football schwärmt. Ansonsten gefielen auch die Szenen mit dem schwedischen Arzt und wie sie ihn aufziehen.

    Spaßig natürlich auch die Anspielungen auf Filme, Serien, die Internet-Institutionen oder die Fake-Filme.

    Könnte noch weiter machen, oder ich mache es kurz: Wow !

    9/10

    Nutzen sie eigentlich MySpace ?
    Nein ich treib’s mit Frauen.


    Ich dachte Juden würden nicht gerne auf Listen stehen.


    PS: Cooles Shirt:

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  5. #435
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    Re: Why so curious ?

    -Aktuelle-Filme-mit-Seth Rogen-und-mehr-oder-weniger-grenzwertigen-deutschen-Titeln-Triple-Feature- Teil 3

    431. Ananas Express
    (Pineapple Express) USA 2008; von David Gordon Green

    (06.01.2010)
    Mit: Seth Rogen, James Franco, Danny McBride, Gary Cole, Rosie Pérez, Amber Heard, Kevin Corrigan, Craig Robinson, Ed Begley jr., Nora Dunn, Joe Lo Truglio, James Remar, Bill Hader, Cleo King, Ken Jeong



    Im Vergleich zu den zwei Filmen zuvor, die überwiegend oder zumindest teilweise ernsthafter sind, ist dies hier ein reiner Spaßfilm. Natürlich geht dies ein wenig zu Lasten der Charaktertiefe, aber die braucht es ja auch nicht immer. Was bleibt sind sympathische Figuren und tolle Darsteller, das geht dann bis in die kleinsten Nebenrollen. Sei es Bill Hader in der Anfangsszene, oder später die mir immer mehr auffallenden Craig Robinson und Ken Jeong. Mit Cole, Begley jr. und Remar hat man dazu gleich noch ein paar Schauspiel-Schwergewichte am Start, auch wenn diese alle viel zu wenig Screentime haben. Über Rogen und McBride muss ich eh nix mehr sagen, für Corrigan hatte ich auch schon immer was übrig und selbst Franco gefällt mir hier sehr gut.

    Am Ende wird es dann stellenweise richtig brutal, also nix schlimmes eigentlich, aber eben eher ungewöhnlich für eine sonst reine Komödie, oder sagen wir mal, unerwartet. So kommt mir das Ganze ein wenig wie eine moderne Version einer Buddy-Action-Komödie á la Lethal Weapon vor. Nur dass wir hier keine Cops haben, sondern Kiffer-Kumpel. Alles in allem jedenfalls ein Heidenspaß, den man bitte nicht ernst nehmen sollte. Eine weitere Facette des Apatow-Universums, und auch auf diesem Planeten sind die Lebensbedingungen gut.

    Irgendwie hatte/habe ich nicht so übermäßig gute Bewertungen/Meinungen im Hinterkopf... kann gar nicht verstehen, was man an dem Film nicht mögen könnte. Muss man eben alles etwas entstresster sehen.

    8/10

    Bruder vor Luder !
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  6. #436
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    Re: Why so curious ?

    -J.K. Simmons-in-einer-Nebenrolle-Double-Feature Teil 1

    432. Trauzeuge gesucht!
    (I Love You, Man) USA 2009; von John Hamburg

    (07.01.2010)
    Mit: Paul Rudd, Jason Segel, Rashida Jones, Jaime Pressly, Jon Favreau, Sarah Burns, Rob Huebel, Andy Samberg, J.K. Simmons, Jane Curtin, Joe Lo Truglio, Thomas Lennon, Aziz Ansari, Lou Ferrigno



    Keine Ahnung, warum ich bei Segel immer dran denke, dass er Michael heißt und Kanadier ist. Egal.

    Spaßiges Filmchen das. Das Duo harmoniert wunderbar vor der Kamera. Es gibt spaßige Szenen und durch die Bank weg ein gutes Gefühl für den Zuschauer. Die stimmigen Nebenrollenbesetzungen tun ihr Übriges (dabei fallen Joe Lo Truglio und Aziz Ansari auf, die mir zuletzt auffällig oft begegneten).

    Szenen mit allzu großen Peinlichkeiten bleiben aus, aber solcherlei Filme hat man eh schon genug gesehen, hier bleibt alles in einem äußerst realistischen Rahmen, das ist sehr angenehm. Es wird nicht auf Teufel komm raus unbedingt ein vermeintlicher Überbrüller nach dem Anderen zu Lasten der Glaubwürdigkeit rausgehauen.

    Kein Überfilm, aber sehr solide, angenehme Unterhaltung mit sympathischen Leuten.

    Ein Wort sei noch zu Rashida Jones verloren: bezaubernd.


    7,5/10


    Danke für den Tipp, Pitt. :wink:
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  7. #437
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    Re: Why so curious ?

    -J.K. Simmons-in-einer-Nebenrolle-Double-Feature Teil 2

    433. Jennifer’s Body
    USA 2009; von Karyn Kusama

    (07.01.2010)
    Mit: Megan Fox, Amanda Seyfried, Johnny Simmons, J.K. Simmons, Adam Brody, Chris Pratt, Amy Sedaris, Cynthia Stevenson, Kyle Gallner, Josh Emerson



    Bisher nur zwei Meinungen zu dem Film gehört/gelesen, und die gehen beide in eine ziemlich negative Richtung, drum war ich schon ziemlich vorgewarnt. Doch diese Ansichten kann ich nicht ganz bestätigen bzw. teilen.

    Bei der Szene am Anfang mit dem Ball an der Schnur musste ich das erste Mal lachen, als dann unvermittelt der Kick ins Gesicht der Kittelträgerin kam hatte mich der Film endgültig.

    Gut, in Sachen Blutrünstigkeit ist das Ganze weitaus harmloser als erwartet, und die Story an sich ist nicht unbedingt super raffiniert und ausgeklügelt, auch ist das Verhalten einiger Figuren, hauptsächlich das von Needy, nicht immer nachvollziehbar, aber dafür gab es doch einige Lacher, für mich. Ist halt ein recht böser, schwarzer und teils zynischer Humor, aber hat größtenteils meinen Geschmack getroffen. Oft sind es die kleinen Bemerkungen und Dinge am Rande, wie die Mutter bei der Beerdigung von Colin, als sie dem Sarg in dem ihr geliebter Sohn liegt als überteuert bezeichnet. Nur so als Beispiel. Und da merkt man auch, wer für das Drehbuch verantwortlich ist. Außerdem, allein für die Frisur von J.K. Simmons verdient der Film Extrapunkte.

    Besonders im letzten Drittel verliert der Film dann deutlich, bleibt aber für mich immer noch mehr als überdurchschnittlich, nicht nur wegen Megan’s Body. Ach ja, der Soundtrack gefällt auch noch.

    7/10

    Wer ist Phil Collins ?

    Es ist wahr, es steht bei Wikipedia !
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  8. #438
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    Re: Why so curious ?

    434. Know1ng
    USA/GB 2009; von Alex Proyas

    (07.01.2010)
    Mit: Nicolas Cage, Chandler Canterbury, Ben Mendelsohn, Rose Byrne, Lara Robinson, Nadia Townsend, D.G. Maloney, Danielle Carter



    Mein 23. Film mit Nicolas Cage, damit betritt er die Top Ten der von mir meistgesehenen Schauspieler und lässt Harrison Ford hinter sich. Das ist auch fast schon das Bemerkenswerteste was es hierzu zu sagen gibt.

    Na okay, klingt jetzt ziemlich übel. Dabei sind große Teile der ersten zwei Drittel noch recht gut anzusehen. Stellenweise spannend und mitreißend. Aber schon früh fallen Dinge auf, die weniger gefallen. So ist die Story insgesamt doch auch ein wenig weit hergeholt, gut, das trifft auf viele Filme zu, aber hier wirkt es richtig hanebüchen und alles ist von Zufällen nur so überhäuft. Allein, dass er ausgerechnet die Zahlenreihe mit 9 11 als erste aus dem riesigen Pulk an Zahlen herausnimmt, wohl das einzige Datum, bei dem man den zunächst mysteriösen Zahlenreihen ohne weiteres auf die Spur kommen kann.

    Das Ende ist dann einerseits einigermaßen konsequent, aber irgendwie auch ziemlich groß und, Fantasy und Fiction-Gedanken in allen Ehren, auch weit hergeholt und irgendwie auch großes Stirnrunzeln auslösend.

    Außerdem, warum gibt es seitens der, nennen wir sie mal Außerirdischen, so eine Last-Minute-Rettungsaktion ? Wenn die eh alles wissen und können hätten sie schon vor Jahrzehnten mit der Evakuierung anfangen können, und dann auch im großen Stil. Das Ganze hat also weniger mit der Story an sich zu tun, sondern hat rein dramaturgische Gründe.


    Aber was kümmern mich die Menschen... Hauptsache die Kaninchen sind gerettet !

    Ganz groß ist allerdings der Flugzeugabsturz und das Szenario danach. Da darf es keine zwei Meinungen geben, das ist richtig kinnladerunterklappend.

    Positiv ist auch noch Nadia Townsend zu erwähnen, die hier die jüngere Schwester von Cage spielt. Wirkte ansonsten aber überwiegend in wohl vergleichsweise unbekannteren australischen Filmen und Serien mit, so dass ein Wiedersehen in den Sternen steht.

    Insgesamt eine Mischung aus Emmerich und Shyamalan, was aber so nicht wirklich funktioniert; und mit Proyas' Dark City darf man es auch nicht vergleichen, dagegen stinkt der Film in allen Punkten ab.

    5,75/10
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  9. #439
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    Re: Why so curious ?

    435. Gran Torino
    USA/D 2008; von Clint Eastwood

    (17.01.2010)
    Mit: Clint Eastwood, Bee Vang, Ahney Her, Christopher Carley, Brian Haley, Geraldine Hughes, Brian Howe, John Carroll Lynch, Brooke Chia Thao, Chee Thao, Choua Kue



    Keine Ahnung ob es an den großen Vorschusslorbeeren von allen Seiten lag (= große Erwartungshaltung) oder vielleicht auch nur an mir, aber ich kann dem Film nicht übermäßig viel abgewinnen. Ich will nicht sagen, dass er schlecht ist, dafür gibt es zu viele Leute die das Gegenteil sagen und auch für mich positive Punkte, aber irgendwie kam der Film nicht so richtig bei mir an, bzw. nicht komplett.

    Den Beginn empfand ich als recht dröge, erst als Wally und die Nachbarfamilie sich näherkommen und er langsam auftaut, beginnt es interessanter zu werden. Aber ganz großes Kino ist dies für mich zu keiner Zeit. Womit ich auch ein klein wenig ein Problem habe ist mit der Figur selbst, insbesondere ihrer Wandlung, das ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Das Ende ist dann, wenn man kurz drüber nachdenkt, ziemlich klasse, weil die Hauptfigur hiermit das Bestmögliche aus der Situation macht; er sorgt dafür, dass die Gang aus dem Verkehr gezogen wird, ohne dass die Nachbarfamilie in Mitleidenschaft gerät und er selbst entgeht einer möglicherweise langwierigen und schmerzvollen (für Körper und Seele) Leidenszeit im Krankenhaus (noch dazu hat er das alles sehr geschickt vorbereitet). Dennoch frage ich mich, war es das wirklich wert ? Und ist das nicht zu schönmalerisch-amerikanisch, zu heroisch... noch dazu wo diese Wandlung vom eigenbrötlerischen Rassisten zum aufopfernden Helden nicht wirklich nachvollziehbar ist. Und so ist das für mich zu hollywoodmäßig-kitschig, zu konstruiert. Ich will ja nicht mal behaupten, dass so etwas in der Realität total abwegig wäre, aber als Film funktioniert dies einfach nicht so ganz bei mir.


    Wie gesagt, es ist wahrlich kein schlechter Film, die Figur ist zweifellos interessant und sehr gut dargestellt vom Altmeister vor und hinter der Kamera. Auch die anderen Figuren interessieren einen und die Kameraarbeit ist gut, die Sprüche und Dialoge teilweise bitterböse und dabei oft auch amüsant, drum gibt es ja insgesamt auch eine ordentliche Bewertung. Aber ich hatte doch deutlich mehr erwartet. Somit gibt's knappe

    7/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

  10. #440
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Re: Why so curious ?

    436. The New Guy
    USA 2002; von Ed Decter

    (31.01.2010)
    Mit: DJ Qualls, Eliza Dushku, (Zooey Deschanel), Jerod Mixon, Parry Shen, Lyle Lovett, Eddie Griffin, Ross Patterson, Sunny Mabrey, Matt Gogin, Geoffrey Lewis, Kurt Fuller, Illeana Douglas, M.C. Gainey, Julius Carry, Horatio Sanz, Jerry O’Connell, Charlie O’Connell, Gene Simmons, Tony Hawk, Henry Rollins, Vanilla Ice, Tommy Lee



    Ich weiß auch nicht, ich kann mich für solche im großen Ganzen eigentlich harmlosen Highschool-Komödien recht schnell begeistern. Auch wenn sich vieles wiederholt und vorhersehbar ist, aber manchen, wie auch dieser hier, gelingt es einfach durch eine sympathische Truppe, viel Humor und netten Einfällen mich zu erfreuen. Dabei werden die Gags hier mit einer Leichtigkeit präsentiert, dass es einem schwer fällt nicht gutlaunig zu sein.

    Gibt schon einige herrliche Ideen und Späße wie ich finde, wobei es natürlich auch Szenen gibt wo man sich fragt ob das so hätte sein müssen, aber da muss man dann eben durch. Schon das Anfangsszenario fand ich recht nett und eine spaßige Idee, die dann später noch schön weitergedacht wird und am Ende mit einem Brüller aufhört. Den will ich auch nicht vorwegnehmen, aber auch ansonsten ist der Film gespickt mit Gastauftritten, die man gar nicht immer alle sofort erkennt (Vanille Ice, hallo !?). Und dass sich Lyle Lovett, der übrigens wirklich locker als DJ Qualls Erzeuger durchgehen könnte, für diesen Unsinn (allerdings ein sehr spaßiger und fluffig-leichter Unsinn) “hergibt“ spricht für ihn und für den Film. Ach ja und der Soundtrack gefällt auch und rundet das Ganze für mich gut ab.

    Wer also ein Herz für Highschool-Komödien hat und auch mal sich einfach zurücklehnen und Spaß haben kann ohne eine Neuerfindung des Kinos oder hohes Niveau zu erwarten, dem sei dieser Film sehr angeraten.


    Was aber eine Frechheit sondergleichen ist, da gibt es doch tatsächlich eine Schauspielerin die sich erdreistet unter Zooey Deschanels Namen zu agieren. Oder war sie das etwa doch höchstselbst !? Neeee... never ever. Also ich freute mich ja schon auf sie… und ich warte wann sie endlich erscheint, und warte und warte… und denke irgendwann, ‘hmmm… das wird doch nicht etwa die sein !?’, also schau ich bei der nächsten Einstellung mit ihr genauer hin und bemühe sogar das Standbild und mustere sie... und ’näää, das isse nich, kann se gar nich sein...’ offiziell aber doch, da hat sich wohl eine heimlich ihren Pass genommen und unter falschem Namen diesen Film gedreht. Null Ähnlichkeit. Null. Drum lässt es mich auch relativ kalt, dass sie mit diesem unbedeutenden Typen wie wild rumgeknutscht hat. Normalerweise ja Grund genug ihn ausfindig zu machen und unter großen Qualen langsam aber sicher in die Hölle zu führen *In-a-gadda-da-vida aufleg*, aber so hat er grade noch mal Glück gehabt.

    7,5/10
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