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Thema: Why so curious ?

  1. #471
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Die Götter müssen verrückt sein

    454. Kampf der Titanen
    (Clash of the Titans) GB/USA 2010; von Louis Leterrier

    (10.04.2010)
    Mit: Sam Worthington, Liam Neeson, Ralph Fiennes, Mads Mikkelsen, Jason Flemyng, Gemma Arterton, Alexa Davalos, Liam Cunningham, Hans Matheson, Ashraf Barhom, Mouloud Achour, Luke Evans, Izabella Miko, Nicholas Hoult, Pete Postlethwaite, Elizabeth McGovern, Martin McCann, Alexander Siddig, Danny Huston, Vincent Regan, Polly Walker, Tamer Hassan, Kaya Scodelario, Jamie Sives, Jane March, Natalija Vodianova



    Nun also mein erster (aktueller Kino-) 3D-Film, wobei ich ihn nach den ersten „Warnungen“ auch gerne in der üblichen (Film)Dimension gesehen hätte, aber die Kinos in meiner unmittelbaren Umgebung ließen mir leider keine Wahl. Ich erinnere mich noch dunkel, dass es glaube ich Anfang/Mitte der 80er mal einen ähnlichen (ersten ?) Boom in der Richtung gab, z.B. kann ich mich da an Jaws 3D erinnern, wobei verglichen mit dem Hype der letzten Wochen und Monate, der mehr von den Filmemachern und Kinobetreibern zu kommen scheint, war das damals nur ein Bömchen. Da lagen dann so vergleichsweise billige grün/rot-Brillen diversen Zeitungen bei. Jaja, die gute alte Zeit... als wir unsere Kurznachrichten noch in Schiefertafeln meiseln mussten... (daher auch SMS = SchiefertafelMeiselService) anyway.

    Leider wurde das (sehr großzügig interpretierte) Remake (was ja aber im Grunde nach erst mal nicht sonderlich schlimm ist) nur für diese Zwecke nachbearbeitet, so dass beim Dreh selbst im Prinzip dieses Feature gar nicht berücksichtigt wurde bzw. werden konnte. Und so ist das vermeintliche 3D-Spektakel eher eine laue Nummer. Richtig gut wirkte es kurz am Anfang, als die Sternbilder gezeigt wurden, das war richtig plastisch und gefiel, aber danach war es jetzt nicht mehr wirklich sonderlich großartig oder gar beeindruckend. Dazu kam dann auch, dass man bei den meisten Actionszenen vieles nicht wirklich gut erkennen konnte, wobei dies sicherlich nicht allein dem 3D-Effekt geschuldet ist nehme ich an. Diese modernen Regisseure arbeiten ja gerne mal mit schnellen Schnitten, warum auch immer. Außerdem hatte ich ja meine eigentlichen Augengläser nicht mehr auf und somit sah ich sowieso tendenziell etwas schlechter. Und so kann ich als Fazit festhalten, dass es wegen mir das alles jetzt nicht unbedingt braucht, wobei ich nicht ausschließen will, dass ich eines Tages von einem anderen Film in dieser Hinsicht besonders geflasht und somit eines besseren belehrt werde. Aber ich habe die Befürchtung, dass diese 3D-Sache zu sehr ausgeschlachtet wird und einem die künftigen Kinobesuche ein wenig leidlicher machen wird, zumindest wenn man keine Wahl hat. Denn erschwerend hinzu kommt ja auch noch der Mehrpreis und das Gedöns vor und nach der Vorstellung. Und diese 10,-- €-Kautionssache ist mir auch nicht geheuer... vermutlich verteilen die bei der Rückgabe Blüten oder es ist eine großangelegte mafiöse Geldwäsche...

    Anyway. Zum Film:

    Joa... ist irgendwie ganz seltsam mit dem Film, denn so ganz will sich eine große Begeisterung (gemessen an den ersten Erwartungen) nicht einstellen. Anfangs hatte ich sehr hohe Erwartungen, dann durch die ersten Reviews wurden diese stark nach unten gedrückt und so ließ ich es dann einfach mal auf mich zukommen. Die Effekte an sich und was man sich so hat einfallen lassen dem Zuschauer zu bieten ist anfürsich so schlecht nicht. Trotzdem wartet man auf große Verzückungen meist vergebens. Allerdings hatte ich so den Eindruck, dass er mir noch weitaus besser gefallen hat als vielen meiner Mitseher, was man so an Kommentaren während und kurz nach dem Film aufschnappen konnte, inkl. der meines Mitsehers. Vielleicht liegt das dann teilweise auch an der vergrößerten Erwartungshaltung, die sich vor allem ob der 3D-Sache und vielleicht sogar dem angehobenen Eintrittspreis ergibt, die Leute sind halt so wenn’s um’s Geld geht, das kennt man ja.

    Die Story ist halt na ja... irgendwie seltsam... ich meine, klar, richtig übel ist sie nicht, dem Zuschauer wird recht klar eine gewisse Ausgangssituation vorgegeben, der man gut folgen kann und so sind die Fronten klar. Dabei ist das Ganze aber auch in gewisser Weise sehr umfangreich und tief, oberflächlich tief irgendwie. Die Dialoge wirken teilweise auch ein wenig hölzern. Die Frage ist nur, ob man eine besonders innovative Story und großartige verbale Freuden erwarten konnte... ja und nein. Ich glaube der Film scheitert ein wenig daran, dass er einerseits klassisches Hirnabschalt-Popcornkino sein will (was er letztlich auch zum größten Teil ist und was auch völlig in Ordnung geht), andererseits sich aber auch mit dem großen und umfassenden Thema der griechischen Mythologie anlegt, was dann in der Form nicht wirklich passen will und eher zu Nachteilen gereicht.

    Interessant ist zweifelsohne die Darstellerriege, wobei es erst beim Abspann richtig Formen annimmt, weil ich zugeben muss, z.B. Fiennes gar nicht erkannt zu haben (trotz klarer Hinweise dazu u. a. hier im Forum, wie ich jetzt erst sehe, aber trotzdem nicht gewusst, dass er mit von der Partie ist), von Jamie Sives oder gar Jane March ganz zu schweigen. Zu den Figuren fielen mir die beiden Ungetierjäger eher negativ auf, als sie sich irgendwann aus der Truppe ausklinken dachte ich erst so ’hä, was hatte es jetzt für einen Sinn, dass die dabei waren...’ aber Kollege Dude hier erinnerte mich dann in einem Gespräch daran, dass sie ja immerhin für Perseus’ Schild aus der Riesenskorpionhaut verantwortlich waren, welches unserem Helden ja wichtige Dienste bringen sollte. (Wobei das dann wiederum die Frage aufwirft, wie sie in so kurzer Zeit dieses herstellen konnten, wenn die Haut so undurchdringlich ist... aber gut, mit großen Logikfragen sollte man sich hier ja nicht wirklich aufhalten).

    Jedenfalls so insgesamt finde ich den Film jetzt mal gar nicht so übel. Nimmt man mal die 3D-Problematik raus und ist sich bewusst, dass es ein reiner Popcornfilm ist, kann man ordentlich unterhalten werden und die Effekte und Figuren die geboten werden sind so schlecht nicht. Was halt zu fehlen scheint ist eine Art Seele, eine Tiefe. Außerdem ist auch der Nährwert, das was noch nach Tagen nach der Sichtung im Kleinhirn verbleibt, nicht sonderlich hoch. Andererseits erschien mir die Zeit der Sichtung auch recht schnell zu vergehen, was ja für gewöhnlich eher ein Zeichen ist, welches für einen Film spricht. Und so gibt es von mir am Ende hauchdünne

    6,5/10.
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  2. #472
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Eine Klasse für sich

    Langes Filmwochenende, die Erste:

    455. Battle Royale
    (Batoru rowaiaru) J 2000; von Kinji Fukasaku

    (16.04.2010)
    Mit: Tatsuya Fujiwara, Aki Maeda, Tarô Yamamoto, Takeshi Kitano, Chiaki Kuriyama, Sosuke Takaoka, Takashi Tsukamoto, Yukihiro Kotani, Eri Ishikawa, Sayaka Kamiya, Aki Inoue, Takayo Mimura, Yutaka Shimada, Ren Matsuzawa, Hirohito Honda, Ryou Nitta, Sayaka Ikeda, Anna Nagata, Yukari Kanasawa, Misao Kato, Hitomi Hyuga, Satomi Ishii, Asami Kanai, Satomi Hanamura, Masanobu Ando, Kô Shibasaki, Yûko Miyamura



    Auch wenn die Grundidee so ganz neu nicht ist, so sind es aber die weiteren Details, das Einbinden einer fast sozialen, zumindest aber gesamtgesellschaftlichen Komponente. Was außerhalb der Insel passiert, wie die Gesellschaft diesen BR sieht, darauf wird quasi gar nicht eingegangen. Man kann sich lediglich zusammenreimen, dass es offensichtlich toleriert wird, auch wenn dem Publikum offensichtlich von den Ereignissen auf der Insel selbst nichts gezeigt wird. Insofern unterscheidet sich die Herangehensweise und die Begründung für die Initiatoren deutlich von im Ansatz ähnlicher Filme wie Das Millionenspiel, Running Man, Death Race (Remake) oder The Tournament, in denen das Publikum eine große Rolle spielt.

    Dabei ist die Idee gar nicht so dumm, wenn selbst die Methoden von Teenager außer Kontrolle irgendwann nicht mehr greifen, dann müssen halt härtere Bandagen her. Man muss jetzt nicht unbedingt lauter unschuldige Jugendliche dafür nehmen, aber zumindest die straffälligen und widerborstigen dürfen schon mal eine Nummer ziehen.

    Das Verhalten der vor vollendete Tatsachen gestellten Heranwachsenden ist dabei recht unterschiedlich, wobei es natürlich auch eines Anstubsens von außen bedarf, was mit den zwei kampferprobten Fremden bewerkstelligt wird. Ist schon interessant, wenn alte vernarbte Wunden aus der Schulzeit wieder aufbrechen und man plötzlich die Möglichkeit und vor allem die gegebene Legitimation dafür hat, sich bei den Klassenkameraden für unerfüllte Liebe oder das Klauen des Pausenbrots zu revanchieren. Oder auch wie wenig es stellenweise bedarf, um dieses perfide Todesspiel in Gang zu setzen. Auch wenn viele erst mal nicht darauf aus sind, ihrer aufgezwungenen Bestimmung zu folgen, so werden sie sich alle wenigstens verteidigen, und dann bekommt das auch schnell eine Eigendynamik, die den Grundsatz 'Survival of the fittest' auf die Spitze treibt.

    Die Szene mit den Mädels im Leuchtturm ist vielleicht insgesamt die interessanteste, besonders bezogen darauf, wenn man da auf psychologischer Ebene analysieren möchte. Zuerst ein scheinbar naives Heile Welt-Denken, ohne sich mit der Situation und den Konsequenzen auseinanderzusetzen, dass dann aber auch ein sehr wackeliges Kartenhaus ist, welches bei der kleinsten Störung in sich zusammenfällt.

    Das Ganze wird, für meine Wahrnehmung, typisch japanisch inszeniert, mit lautem Schreien und weit aufgerissenen Augen und Mündern sowie teilweise übermotiviert hastig wirkenden Bewegungen bei Tätern und Opfern, zumindest bei den eher einfältigeren Figuren. Bei den toughen Jungs und Mädels sieht das natürlich anders aus. Das Erklärungsvideo ist aufgrund seiner, besonders der Hauptakteurin geschuldeten, fast flippigen Art natürlich darauf angelegt den Zuschauer in ein gewisses Amusement zu schaukeln, dabei hebt sich das von der dramatischen Gesamtsituation deutlich ab und erzielt besonders deshalb auch seine Wirkung.


    Beim Ende macht man es sich dann mMn ein bisschen zu einfach. Wie konnte denn das Halsband nun geknackt werden !? Das wird großzügig verschwiegen. Und dann ist mir das Ende auch zu happy. Bei einem Film aus dem südostasiatischen Raum hätte ich mir gewünscht, dass die Boshaftigkeit bis zum bitteren Ende gnadenlos durchgezogen wird.


    Der Film ist gut inszeniert, hat Spannung und Drive, die Leistungen der meisten Darsteller sind gut, die Rückblenden interessant und die Rückwärtsszene mit dem springenden Basketball ein kleines Stück Kinomagie.

    7/10
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  3. #473
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    Sechs Chinesen und ein Kontrabass

    Langes Filmwochenende, die Zweite:

    456. King of California
    USA 2007; von Mike Cahill

    (17.04.2010)
    Mit: Michael Douglas, Evan Rachel Wood, Willis Burks II, Laura Kachergus, Paul Lieber, Kathleen Wilhoite, Anna Khaja, Allisyn Ashley Arm



    Wunderbarer kleiner „Indie-Film”. Michael Douglas als man on a mission zeigt mal wieder eine großartige darstellerische Leistung. Eigentlich mutet sich der kleine Film mit so einem großen Namen fast zuviel zu, doch Douglas gelingt es, ähnlich wie in Wonder Boys, erneut, sich zurückzunehmen und gleichzeitig aber die Rolle auf der der Schwerpunkt liegt, punktgenau auszufüllen.

    An seiner Seite eine ebenso bezaubernde wie ebenfalls erstklassig agierende Evan Rachel Wood. Diese beiden Figuren bilden den Schwerpunkt des Filmes, alle anderen sind nur Staffage, auch wenn Willis Burks II in einer Szene Mittelpunkt eines kleinen Highlights des Films sein darf.

    Man könnte dem Film vorwerfen, dass er die wirklich großen Konflikte zwischen Vater und Tochter scheut, Charlie ist gerade so „wahnsinnig“ genug, dass es für diese Geschichte taugt, ohne aber allzu große Spannungen aufkommen zu lassen. Andererseits hätte ich aber auf einen neuen Familiendramenaufguss auch keine große Lust gehabt, insofern kommt mir das alles sehr entgegen. Zudem ist die Story derart gestaltet, dass man als Zuschauer auch immer ein wenig mitfiebern kann. Dabei besteht Charlies „Verrücktheit" im Wesentlichen lediglich darin, einem kühnen Traum ohne Widerworte zu folgen und dafür jegliche Hindernisse, welche fast jeden anderen irgendwann zur Aufgabe gezwungen hätten, sowohl sprichwörtlich als auch konkret aus dem Weg zu räumen.

    Besonders gefallen hat mir die Szene bei der „Grill-Party“ mit dem wunderbaren und passenden Summer breeze sowie das Schlussbild, trotz vermeintlich negativem Ausgang trägt es doch in gewisser Weise auch Hoffnung mit sich und einen positiven Blick in die Zukunft und dazu noch der wunderbare Song California stars.

    Gute-Laune-Film mit kleinen (abgerundeten) Ecken und Kanten.

    7,5/10
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  4. #474
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    Meet the Fosters

    Langes Filmwochenende, die Dritte:

    457. Date Night
    USA 2010; von Shawn Levy

    (18.04.2010)
    Mit: Steve Carell, Tina Fey, Taraji P. Henson, Jimmi Simpson, Common, William Fichtner, Ray Liotta, Mark Wahlberg, Kristen Wiig, Mark Ruffalo, James Franco, Mila Kunis, Bill Burr, Leighton Meester, Olivia Munn, J.B. Smoove, Gal Gadot



    Aufgrund der Besetzung und des Trailers war der Film natürlich gleich gekauft (im übertragenen Sinne versteht sich). Leider konnten meine hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllt werden, denn ein richtig großes Gagfeuerwerk ist es zu keiner Zeit.

    Der Humor rekrutiert sich hauptsächlich aus der teilweise recht trockenen Art von Carell und Fey, die zwar meist sehr pointiert ins Schwarze treffen, aber große laute Lacher ernten sie dadurch nicht. Allein mal wieder die Mimik von Carell ist schlichtweg göttlich, diese Blicke...

    Interessant sind in leider recht kurzen Szenen die Pärchen Kunis & Franco sowie Wiig & Ruffalo. Aus den Figuren ließen sich doch nette Spin-offs machen... aber sie kommen alle viel zu kurz und da geht es ihnen ähnlich wie den Herren Fichtner und Liotta.

    Kleine Highlights waren die Verfolgungsjagd mit den eingekeilten Fahrzeugen, der Auftritt der Fosters als Yuppies sowie die Szene in der Wohnung von Holbrooke, als es Phil deutlich schwer fällt sein unkomfortables Gefühl ob dessen Präsenz und Wirkung zu unterdrücken.

    Für einen netten Video-/DVD-/BR-/Holodeckprojektions-Abend, bei dem man auch mal kurz auf’s Klo oder in die Küche kann, zur leichten Unterhaltung also, bestens geeignet.

    6,5/10
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  5. #475
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    Both sides of the story

    Langes Filmwochenende, die Vierte:

    458. Wasting Away
    USA 2007; von Matthew Kohnen

    (18.04.2010)
    Mit: Matthew Davis, Oren Skoog, Julianna Robinson, Betsy Beutler, Colby French, Richard Riehle, Jack Orend, Michael Terry, Will Stiles, Tracey Walter, Joel McCrary



    Zweifellos eine sehr interessante und ansatzweise spaßig umgesetzte Grundidee, die auch noch visuell verhältnismäßig einfach aber dadurch sehr wirkungsvoll in Szene gesetzt wurde.

    Die Idee, eine Zombie-Infizierung aus Sicht der Infizierten zu zeigen wurde dabei schön zu Ende gedacht und ist insofern schlüssig nachvollziehbar und beschränkt sich nicht auf die allein schon gute Ausgangslage sondern wird weitergedacht und ausgearbeitet.

    Aber da gibt es halt auch so kleine mnjahajas, die Auftreten, wenn die Story oder einzelne Szenen nicht ganz rund sind oder kurz Pausen bezüglich des Fortgangs der Story aufkommen. Man merkt dem Ganzen dann eben an, dass kein großes Budget zur Verfügung stand und die Mittel der Drehbuchschreiber, Ausstatter und Schauspieler begrenzt waren. Dass dennoch was ordentliches draus geworden ist ist ja dafür umso bemerkenswerter. Aber so alles in allem konnte mich der Film dann insgesamt nicht ganz für sich gewinnen, von der herrlichen Grundidee mal abgesehen.

    4,5/10
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  6. #476
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    House-Trap

    Langes Filmwochenende, die Fünfte:

    459. The Collector
    USA 2009; von Marcus Dunstan

    (19.04.2010)
    Mit: Josh Stewart, Juan Fernández, Michael Reilly Burke, Andrea Roth, Madeline Zima, Karley Scott Collins, Alex Feldman, William Prael, Robert Wisdom, Daniella Alonso, Haley Pullos



    Kein Plan ob man mich jetzt endgültig für unzurechnungsfähig halten mag, aber der Film hat es mir richtig angetan. Gar nicht jetzt wegen den menschlichen Malträtierungen an sich, die tun auch mir größtenteils weh und sind unangenehm zu schauen, aber das Ganze aus Sicht des Collectors, sein Tun, sein Auftreten, entbehrt nicht einer gewissen Faszination (rein innerhalb der fiktiven Welt versteht sich), die einen gleichermaßen packt und abstößt. Die Faszination des Schauderlichen und der menschlichen Abgründe.

    Die Fallen im Haus sind recht kreativ und auch richtig fies, so dass ein eventuell den Fängen scheinbar Entkommender blindlings in diese tappen muss ist geradezu mehr als gewollt und daher auch so perfide. Ein Entkommen eigentlich nicht möglich, und natürlich auch gar nicht vorgesehen.

    Und in diese für den Täter heile Welt bricht plötzlich ein zusätzlicher Aspekt in Form des Gelegenheitsdiebes Arkin ein, und so erfährt der Zuschauer durch ihn und vor allem mit ihm, nach und nach was hier überhaupt los ist. Ein zunächst eher ruhiges, nervenanspannendes Katz- und Mausspiel, welches teilweise hochklassig inszeniert ist, beginnt, wobei die Katze lange Zeit gar nicht weiß, dass eine Maus im Hause ist. Im letzten Drittel geht es dann aber richtig in die Vollen und das indirekte Duell wird sehr direkt und konkret. Und der Täter wird auch durch weitere unvorhergesehene Wendungen nicht aus seiner vermeintlichen Ruhe gebracht und verliert zu keiner Zeit die Souveränität, nicht mal, als die Polizei anrückt, denn für nahezu alle Eventualitäten hat er ja bestens vorgesorgt.

    Das Ganze erinnert doch schon sehr an die Saw-Welt, an deren späterer Entwicklung ja auch die maßgeblichen Herren dieses Films beteiligt waren. Dennoch ist es kein müder Saw-Klon, sondern eine eigenständige Geschichte, die sich in einem ganz wesentlichen Punkt von den Filmen um Jigsaw abhebt: der Intention des Täters. So wunderbar tiefgehend ja sogar nachvollziehbar dies in Saw gestaltet wird, so erfreulich ist es in dem Fall, dass nicht auf Teufel komm raus irgendwelche fadenscheinigen Hintergründe zusammengeschustert werden, an denen viele Filme des Serienkiller-Genres scheitern oder zumindest größeren Schaden nehmen. Hier bleiben die Hintergründe im Dunkel und ich finde, das passt bestens ins düstere und so sinnlos scheinende Bild.

    Ist zweifelsohne nichts für ganz zarte Gemüter, hält sich aber insgesamt noch einigermaßen in Grenzen, so dass es letztlich ertragbar und auf einem gehobenen Level bleibt.


    Die Szene zum Schluss mit dem sich überschlagenden Krankenwagen aus der Innenperspektive ist schlichtweg großartig inszeniert und lässt einen staunen.


    Großartiges Spiel übrigens auch von Stewart und Fernández, im Falle des Letzteren sogar trotz oder gerade wegen den eingeschränkten Möglichkeiten.

    Gefallen hat übrigens auch der Score, der gut gepasst hat.

    8,5/10


    PS: Ich hoffe nur, es gibt keine unnötigen Fortsetzungen. :wink: Auch wenn man grundsätzlich weiteres in der Richtung gerne sehen würde, ist doch die Gefahr, dass es insgesamt verliert, recht groß. So dass man dies hier einfach mal so stehen lassen sollte.
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  7. #477
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    Beware of the Defendog

    460. Defendor
    USA/CAN/GB 2009; von Peter Stebbings

    (20.04.2010)
    Mit: Woody Harrelson, Kat Dennings, Elias Koteas, Sandra Oh, Michael Kelly, Kristin Booth, Clark Johnson, Lisa Ray, Alan C. Peterson, Max Dreesen, Dakota Goyo



    Die tragische Geschichte eines Mannes, der ein Held sein wollte. Zweifellos ergeben sich auch komische Momente, besonders zu Anfang. Denn dem Zuschauer wird recht schnell klar, dass hier Anspruch und Wirklichkeit der Hauptfigur weit auseinanderklaffen. Doch der Humor spielt hier nur die zweite Geige, das Hauptinstrument spielt eine eher traurige Melodei.

    Einerseits zeichnet Arthur Poppington eine deplatziert wirkende Naivität aus, andererseits besitzt er viel Mut und Tatendrang. Davon sogar mehr als ihm gut tut, denn auch wenn er nicht immer gleich ernst genommen wird, wenn die bösen Jungs von ihren Fäusten und Schusswaffen gebrauch machen, dann hat er logischerweise nichts entgegenzusetzen und muss kräftig einstecken. Und mit Murmeln und Limettensaft allein kommt man eben auch nicht sehr weit, wenn auch ganz wirkungslos diese Dinge nicht bleiben.

    Zum Glück hat er immerhin seinen Boss, der zusammen mit Frau und Sohnemann auch ein guter Freund ist, vielleicht noch der einzige. Doch auch er kann den fast vorgezeichneten tragischen Verlauf nicht abwenden, auch weil es für unseren Defendor eine große Lebensaufgabe ist, den vermeintlich Verantwortlichen am Tod seiner Mutter zur Strecke zu bringen.

    Interessanter Film mit einer weiteren Herangehensweise an die Superhelden-Thematik, in dem besonders Harrelson hervorsticht. Das Tragische überwiegt dabei das Komische deutlich, wobei beides gelungen ist. Die Figur der Kat bzw. ihr Verhalten sagte mir überhaupt nicht zu. Wer sie schlecht behandelt, dem rennt sie quasi nach und der der sie gut behandelt, den verarscht, beklaut, belügt sie etc. Will ja nicht mal behaupten, dass das unrealistisch wäre, ganz im Gegenteil, vermutlich nervt es auch deshalb. Die Wahrheit tut eben oft weh.

    6,5/10


    Waffen sind für Feiglinge !
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  8. #478
    Regisseur Avatar von Kalervo
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    Die bösen Cousins der Critters

    461. Feast
    USA 2005; von John Gulager

    (21.04.2010)
    Mit: Balthazar Getty, Krista Allen, Navi Rawat, Duane Whitaker, Clu Gulager, Henry Rollins, Judah Friedlander, Josh Zuckerman, Jenny Wade, Eileen Ryan, Jason Mewes, Eric Dane, Diane Ayala Goldner, Mike J. Regan



    Eine Gruppe von Menschen wird in einem kleinen Kaff von einem blutrünstigen Irgendwas angegriffen, dass wahlweise aus dem Weltraum oder einem ge- oder missglückten militärisch-/wissenschaftlichen Experiment entsprungen ist. Filme dieser Art gibt es zuhauf, ob der Blob (incl. Remake), Critters, Phantoms, The Mist, Slither... die Liste lässt sich beliebig fortsetzen und zeigt nur einige kleine bis mittlere Highlights dieses Sub-Genres auf. Somit ist man, wenn man dieser Art Filme etwas abgewinnen kann, als geübter Zuschauer natürlich hungrig auf neues. Wobei es sicherlich nicht einfach ist, ein nicht ganz neues Konzept mit frischen und aufregenden Ideen anzureichern.

    Den Machern von Feast (Mischung aus beast und fear !?) ist dies zweifelsohne gelungen. Mit splattrigen Einlagen, witzigen Szenen, interessanten Figuren sowie teils unüblichen Ideen und kleinen Schmankerl wird wahrlich nicht gegeizt (und der Film ist trotzdem geil). Das fängt schon mal mit Einblendungen bzw. Vorstellungen aller involvierten Figuren an, die zwar nicht super informativ, dafür aber sehr amüsant sind und wer im ersten Moment meint, dass damit das Ein oder Andere schon gespoilert wird, der wird im Laufe des Filmes eines besseren belehrt, sodass klar wird, dass man hier ganz klar ein wenig mit dem Zuschauer spielt. Jedenfalls hatte mich der Film bereits mit dieser netten und spaßigen Idee sofort auf seiner Seite.

    Wirklich ein sehr sehr kurzweiliger Film (auch wenn die Laufzeit eher im unteren Bereich liegt, vergeht diese extrem schnell), der Freunden des Genres schlichtweg gefallen muss, da lege ich mich einfach mal fest. Und trotz dessen, dass sich das Ganze nicht übermäßig ernst nimmt und immer auch ein fast heiterer Grundton gehalten werden kann, ist der Film dennoch auch im Rahmen seiner Möglichkeiten spannend und thrillt den Zuseher (jedenfalls bei mir hat er das geschafft).

    Gut geeignet ist Feast auch für alle 30 Rock-Gegner, denn Judah Friedlander, der seine Rolle aus der preisgekrönten Serie nahezu kopiert, muss hier kräftig einstecken. In dem Zusammenhang sei auch noch erwähnt, dass wer ein Problem mit Maden hat, sich die Sichtung zweimal überlegen sollte. Ach ja, Henry Rollins-Freunde könnten ein wenig enttäuscht sein, spielt er doch hier zwar einerseits einen Macher, aber für seine Verhältnisse eher ein Weichei.

    9/10
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  9. #479
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    Who kicks the Ass-Kickers !?

    462. Kick-Ass
    USA/GB 2010; von Matthew Vaughn

    (24.04.2010)
    Mit: Aaron Johnson, Nicolas Cage, Chloë Grace Moretz, Mark Strong, Christopher Mintz-Plasse, Michael Rispoli, Stu Riley, Dexter Fletcher, Randall Batinkoff, Jason Flemyng, Tamer Hassan, Yancy Butler, Clark Duke, Evan Peters, Lyndsy Fonseca, Sophie Wu, Xander Berkeley, Omari Hardwick



    Um mal mit dem Schlussfazit anzufangen, muss ich sagen, dass ich insgesamt doch eher etwas enttäuscht von dem Ganzen bin. Aber das liegt vermutlich hauptsächlich mal wieder an (zu) hohen Erwartungen. Aber insgesamt war mir das am Ende des Filmes, als der Abspann vorbeizog und man das Gesehene ein erstes Mal kurz verarbeitet, doch zu wenig.

    Natürlich ist die Grundidee nicht schlecht, dass sich ein ansonsten nicht nennenswert auffallender Jugendlicher, angeregt durch seine Comic-Leidenschaft und ein überdurchschnittliches Gerechtigkeitsempfinden, aufmacht, dem Bösen den Kampf anzusagen, wobei seine größten Waffen seine kaum erschütterbare Einstellung und ein den Gegner verwirrender Aufzug ist. Dass das sehr naiv ist und nahezu zum Scheitern verurteilt wird recht früh klar, und so wäre seine Zeit als Held auch sehr begrenzt gewesen, gäbe es da nicht zwei nahezu echte Superhelden, die ihm den grüngesäumten Arsch retten: Ein ehemaliger Polizist, der sich für die an ihm ausgeübten Ungerechtigkeiten und dem daraus folgenden Tod seiner Frau rächen möchte. Als Verstärkung hat er seine kleine Tochter dabei, die lieber mit großen Schusswaffen und Messern hantiert als mit kleinen Hündchen und Frisierpuppen mit echten Haaren, und letzteres nur in Erwägung zieht um den Vater zu schocken (so wie wenn normale Mädchen ihre Eltern mit einem Tattoo oder ähnlichem an den Rand der erziehungsberechtigten Verzweiflung bringen). Und so macht man sich daran, dem Obergangster der Stadt das Handwerk zu legen, was der natürlich nicht mit sich machen lassen möchte. Eine ganz entscheidende Rolle nimmt auch noch dessen Sohn ein, der eigentlich eher harmlos wirkt, aber bislang dermaßen daran gescheitert ist, seinem Vater zu imponieren, dass er die große Möglichkeit dies doch zu tun wahrnimmt, ohne Rücksicht auf Verluste und scheinbar ohne große Skrupel. Dabei auch fast auf eine kindlich-naive Art, die er wiederum mit dem letztlich sehr perfiden Plan bei seinem Möchtegernhelden-Pendant ausnutzt, den er eigentlich nur als Freund möchte.

    Chloë Grace Moretz dürfte sich mit dieser Vorstellung wohl in einigen Filmfreundeherzen tief verankert haben, selten gab es so ein toughes und cooles „kleines Mädchen“ auf der Kinoleinwand (auf welches The Bride zu recht stolz gewesen wäre). Sicherlich ist da auch viel der Figur zu verdanken, aber das muss man auch erst mal so abliefern. Und klar wirkt das auch sehr gewollt, aber für meine Begriffe funktioniert das dennoch recht gut, wenn man sich drauf einlassen mag. Überhaupt, Big Daddy und seine Kleine sind für mich die Interessantesten Figuren des Filmes, wie alltäglich-normal sie einerseits noch sind und sich lecker Kakao mit Marshmallows machen und dabei gelöst und fast spielerisch sind um im nächsten Moment mit Hightechwaffen in den Kampf gegen die Unterwelt zu ziehen.

    Der Film ist wahrlich nicht schlecht, er unterhält, hat wichtige Botschaften, ist teils spannend und gut inszeniert... aber so das letzte gewisse etwas fehlt dem Ganzen irgendwie und ich vermute, dass es vielleicht auch mehr ein Film für die wahren (und jüngeren) Comic-Freaks ist, zu denen ich mich nicht zählen kann und das Ganze in Comic-Form wohl auch viel besser funktioniert. Zudem dürften auch eher Jugendliche die Hauptzielgruppe sein, was man u. a. auch daran ablesen kann, dass drei Jugendliche Figuren im Fokus stehen und es auch im Subtext immer um die Beziehungen zu ihren Eltern geht. Außerdem geht es um eben teils banale Probleme mit denen sich Jugendliche in ihrer Entwicklung auseinanderzusetzen haben, hier nur eben in einem ungewöhnlicheren Kontext und größeren Gesamtzusammenhang.

    Richtig gut und daher erwähnenswert ist noch der Soundtrack. Und Nicolas Cage bekommt den Preis für die beste Michael Keaton-Parodie. :wink:



    Das Schlussbild habe ich dann ehrlich gesagt nicht ganz kapiert, hat Katie mit Dave Schluss gemacht ? Wenn ja warum ? War sie etwa die Eine, die mit seinem anderen Kumpel da geknutscht hat ? Und wenn nicht, wo war sie ? Und was sollte uns das sagen ? Und wer bin ich und wenn ja wie viele ?


    7/10
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  10. #480
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    Trio mit vier Fäusten

    463. Bitch Slap
    USA 2009; von Rick Jacobson

    (25.04.2010)
    Mit: Erin Cummings, Julia Voth, Ameríca Olivo, Michael Hurst, Ron Mélendez, William Gregory Lee, Minae Noji, Kevin Sorbo, Lucy Lawless, Renée O’Connor, Zoë Bell



    Endlich sehen dürfen. Endlich.

    Und nach so langer Zeit und diesem intensiven und die Erwartungen in die Höhe treibenden Vorspiel war fast zu erwarten, dass der Hauptakt ein klein wenig enttäuschen könnte. Aber ganz schlimm war es dann auch nicht und man hat noch gekuschelt und telefoniert auch sicher noch mal.

    Zunächst mal dürfte der Film nur auf eine begrenzte Zielgruppe treffen, was alleine ja nichts schlechtes ist. Allerdings will sich der Film meiner Meinung nach ein bisschen zu viel aufladen, woran er sich letztlich leicht verhebt. Einerseits will er eine Reminiszenz an die alten Exploitation-Filme sein, dies aber in einem völlig neuen und aktuellen Gewand. Mit filmtechnischen Spielereien und einem recht modernen Frauenbild. In diesem Punkt hinkt er deutlich hinter dem Grindhouse-Projekt von Tarantino und Rodríguez hinterher, die gar nicht erst versuchen auf Teufel komm raus auf modern zu machen (auch wenn Hinweise auf die Jetztzeit geliefert werden), sondern das Ganze bewusst auf alt getrimmt haben, was dann auch viel besser funktioniert hat. Und so ganz will diese Verschmelzung von traditionellem und gewollt-modernem bei Bitch Slap nicht passen.

    Dass man von der Story nicht allzu viel erwarten kann, war abzusehen, und so ist diese auch nur ein loses Vehikel, wobei man sich sichtlich Mühe gegeben hat, noch eine einigermaßen überraschende Auflösung zu bieten um sich auch somit von den alten Vorbildern deutlich abzuheben. Doch auch dies ist für meine Begriffe nicht optimal gelungen, weil sich ein gewisser trashiger Charme nicht recht entfalten konnte.

    Doch natürlich stehen nicht die Story an sich oder die Charaktere oder gar ein sozialkritischer Subtext im Fokus, sondern schlicht und ergreifend die drei Damen, die bei jeder sich ergebenden Möglichkeit in Szene gesetzt werden, dass es nur so eine Freude ist. So kann es auf einen ganz einfachen Nenner gebracht werden: wer sich den Film nur deswegen anschaut kommt absolut auf seine Kosten; wer dem nichts abgewinnen kann oder es zu plump oder gewollt oder sonst wie findet, der sollte die Sichtung sein lassen, weil es sonst nicht viel gibt, was einen über alle Maßen begeistern kann. Aber wenn man eine leicht trashige Neigung hat, kann man da auch schon noch was für sich herausziehen, wie die Japanerin mit dem Killer-Jojo, oder die vielen Rückblenden. Ach ja, Highlight natürlich die Wasser-Spiele.

    Letztlich eine filmische Visualisierung tumber Männerfantasien in altem Gewand mit modernem Touch, bei dem Zoë Bell als Darstellerin leider viel zu kurz kommt (mal abgesehen von ihrer Mitarbeit bei den Stunts und Kampfszenen).

    6/10
    Es kracht, es zischt, zu seh'n ist nischt

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