Es gibt doch noch gute Ideen in der Spielentwicklung. Portal erinnert mich ein bischen an ein Szenario, wie man es in den Cube-Filmen vorfindet. Als Spieler muss man eine Reihe von Test-Kammern durchlaufen, so dass man sich wie die Laborratte im Labyrinth vorkommt. Im Szenario kommt auch viel Atmosphäre auf, man findet sich auf faszinierende Weise darin eingeschlossen vor und entwickelt relativ schnell ein besonderes Haßgefühl auf diese komische Computerstimme. Die Levels fand ich gut entwickelt, immer wieder mit originellen Herausforderungen, fordernd genug, aber nie tatsächlich frustrierend oder unfair. Den ersten Teil spielt man ziemlich schnell durch - ich hab etwa drei Stunden daran gespielt - beim zweiten Teil bekommt die Geschichte nach dieser Zeit eine weitere Wendung und es läuft erst mal noch weiter. Da bin ich noch dran. Gefallen tun mir auch die vielen Kleinigkeiten, die Kommentare hier und da, die Details in der fabrikähnlichen Umgebung, gute Ideen bei kleineren und größeren Wendungen in der Geschichte und der vorherrschende Humor. Das Spiel bietet für mich auch eine erfrischende Herausforderung in einer 3D-Umgebung einmal nicht hauptsächlich kämpfend oder schleichend umherzulaufen, sondern mit Tüftelei und einigem Geschick voranzukommen. Hat bei mir auch oft die Wirkung, dass ich beim Weiterspielen noch schnell mal die nächste Kammer ausprobieren will und dann doch noch eine ganze Zeit lang weiterspiele. Wer es noch nicht gespielt hat, dem kann ich die beiden Spiele empfehlen.