Nun, Du weisst nicht, dass es nicht doch geplant war...und ich kann nicht garantieren, dass es so war, weswegen der Punkt nicht diskutabel ist. Allerdings finde ich es genauso unfair, SUCKER PUNCH einfach als 0815-Eyecandy-Film abzutun, wie Du es absurd findest, dass wir mehr darin erkennen. Vor allem ist es so, dass der BC und ich den Film nicht zusammen gesehen haben, lustigerweise aber trotzdem sehr ähnliche Gedanken dazu haben. Somit muss ja irgendwo etwas drin gewesen sein, dass uns auf diese Fährte brachte. Dies ist aber allerdings nur im Extended Cut zu finden...das sehen wir auch so. Die Kinofassung beraubt den Film fast komplett seiner Doppelbödigkeit, was ich dem Studio nur vehement vorwerfen kann...aber die hören ja nicht auf mich.
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Also, gerade bei DAWN OF THE DEAD oder WATCHMEN kann man nicht behaupten, es würde sich um reine, belanglose Tischfeuerwerke handeln. Vor Allem WATCHMEN bietet dafür viel zu wenig Action und viel zu viele Dialoge (wenn man es jetzt einfach mal plump daran festmachen will). Für mich ist Zack Snyder ein Geschichtenerzähler der grossen Wert auf die Optik legt, was mir - als Videophiler - entgegen kommt, da ich mit seinen Filmen die Möglichkeiten meines Equipments ausreizen kann. Dennoch steht die Geschichte aber im Vordergrund, denn ohne sie müsste/könnte ich Dir nur Recht geben.
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Warum denn? Weil er nicht alles auf dem Silbertablett serviert? Weil man selbst nach Hinweisen suchen muss? Weil man selbst interpretieren muss? Weil er den Zuschauer mit Eyecandy anlockt?...nur um dann hinter 2-3 Ecken mit Bratpfanne und Nudelholz zu lauern, und dem Zuschauer damit Eins über zu ziehen?
SUCKER PUNCH ist für mich eine brutale und düstere Geschichte über Freundschaft. Eine Freundschaft, welche an einem erbarmungs- und hoffnungslosen Ort entsteht und schlussendlich dazu führt, dass sich die Figuren füreinander aufopfern. Das ist sicher nichts Neues, aber in meinen Augen auch meilenweit davon entfernt, etwas Verwerfliches zu sein...im Gegenteil! Und, wenn diese Geschichte noch dermassen geschickt erzählt wird, dass der gemeine Kinogänger - der sich nur berieseln lassen will, und mehr nicht - im Grunde genommen ziemlich gekonnt hinters Licht geführt wird, dann kann ich mich - sofern ich all dies so sehe - nicht Deiner Meinung anschliessen.
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Das finde ich auch! Und ja, man könnte immer mehr sagen...das ist beim Reviews schreiben nicht anders, denn irgendwie habe ich da auch immer das Gefühl, dass ich noch dies und jenes hätte erwähnen können/müssen/sollen. Aber da muss man halt immer einen Kompromiss eingehen, denn die wenigsten Leute haben die Bereitschaft, lange Texte zu lesen oder lange Videos aufmerksam anzusehen. Traurig aber wahr!
Auf der anderen Seite muss ich aber zugeben, dass wir noch immer vieles besser machen können, und wir sind auch bestrebt uns stets weiter zu entwickeln. Ich hoffe, wir können diese Ziele in Zukunft auch immer wieder umsetzen!
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Ja, das tut man...aber nicht jeder sieht dies gleich als etwas Negatives an. Ich zum Beispiel.

Ich mag es halt immer wieder auch mal, wenn ich einen Film nur für den Unterhaltungs-Effekt anschauen kann. Für mich kann einfach ein banaler, simpler Film ebenso eine perfekte Wertung erreichen, wie ein tiefgründiges Werk...schliesslich kann man die meisten Genres eh nur schwer (wenn überhaupt) quer vergleichen. Und abgesehen davon sehe ich halt schon einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen Snyder und Bay.
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Das ist Ansichtssache...denn wenn dieser Fall eintreten würde, könnte man auch vorwerfen, dass er sich damit nur bei den elitär beurteilenden Journalisten einschleimen will, damit die ihm danach auch wohl gesonnen sind.

Ich finde es beispielsweise auch traurig, wie in letzter Zeit viele ältere Filme hier auf
MM zerrissen werden. Gut, jedem seine Meinung, und ich bin mir sicher, dass viele Autoren bei diversen Reviews von mir nur noch mit dem Kopf schütteln, aber trotzdem:
Ich frage mich immer wieder einfach "Ist der Mensch denn mit gar nichts zufrieden zu stellen? Kann man denn nicht einfach mal etwas geniessen, ohne es bis ins letzte Detail hinterfragen zu müssen?"
Wenn beide Fragen mit "Nein" beantwortet werden, kann ich um diese Welt nur noch weinen...und mich davon distanzieren (bzw. dies mindestens versuchen).
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THE ROCK ist sicher ein guter Film, aber den würde ich dennoch nicht in diese Kategorie stecken. Filme, wie WANTED, LEGENDE DER WÄCHTER, 300, SHOOT 'EM UP, CRANK usw. gehören für mich da rein. Pure Unterhaltung mit massig Eyecandy halt. Und die meisten dieser Filme liebe ich. Die kann ich mir immer wieder ansehen! Wenn ich mies drauf bin, um Sorgen und Probleme zu vergessen, wenn ich gut drauf bin, um die spassige Stimmung zu unterstreichen. Alles Tiefgründige verlangt mehr Ruhe und Aufmerksamkeit, und je nach Thema muss man dazu noch in einer bestimmten Stimmung sein...also ich zumindest. So ticke ich halt...und vielleicht erklärt das ein wenig besser meine Einstellung zu Filmen. Wenn nicht, habe ich bestimmt noch öfters Gelegenheit, hier einen neuen Versuch zu starten.
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Den hatte ich mehr als Beispiel für einen Film mit Szenen, bei welchen man automatisch weg guckt, aufgeführt...
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Hm...aber meine Antwort auf Keyzers Statement wird hierbei nicht mit einbezogen, wobei ich meiner Meinung nach doch ein gültiges Gegenargument geliefert habe...
Wie oben schon beschrieben, ist der Film eben keines von Beidem. Das ist ja der Clou an der Sache: Er ist verdammt gut und intelligent getarnt worden! Zwischen Schwarz und Weiss gibt es halt viele unterschiedliche Graustufen, und SUCKER PUNCH stellt eine bisher unbekannte Graustufe dar...eine, die so tut als sei es ein Weiss, dabei ist es aber tief Schwarz. Und nochmals der Hinweis: All dies trifft nur auf den Extended Cut zu!
Gut, dieverse Elemente wiederholen sich...das hat der BC ja auch zugegeben. Und wie ich dann gesagt habe:
Mich hat das weder gelangweilt, noch gestört! Ich war gefesselt und fasziniert...und das ist nicht etwas, dass ich bewusst steuern kann, das hat der Film in mir ausgelöst.
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