Ich hab mich, nachdem ich letztes Semester in Politik eine große Präsentation über die RAF halten sollte relativ stark mit den Hintergründen, Entstehung, Aktionen und den Reaktionen der RAF auseinander gesetzt. Und so muss ich sagen dass ich stark für eine Freilassung beziehungsweise Begnadigung bin. Sicher sind die Inhaftierten Terroristen, aber irgendwie, dass ging mir schon letztes Semester so, kann ich ihre Ideale und Ziele auch ein wenig (wenn sie nicht gerade Kommunisten gewesen wären :wink: ) nachvollziehen.Zitat von Die Zeit
Sicher, nach den Morden war eine Inhaftierung notwendig, aber ich denke, nach allem was sich die Bundesrepublik damals geleistet hat, sollte nun doch mal ein zaghafter Schritt der Aussöhnung passieren, was nach 24 (das sind in Worten: Vierundzwanzig!) Jahren Haft ja mal so langsam angebracht wäre. Ich wusste nicht dass in Deutschland jemals jemand zu fünfmal lebenslänglich verurteilt wurde, dachte sowas gäbs nur in den USandA. Zum Thema, was sich die Bundesrepublik damals alles geleistet hat: Die Hinrichtung von Baader, Ensslin und Raspe in Stammheim erachte ich zum Beispiel als eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Nachkriegszeit.
Glaubt denn noch ernsthaft wer, dass die 3 den Freitod gewählt haben? Nach diversen anderen Gutachten, und anderen äußerst mysteriösen Umständen? Baader wurde nach einem Gutachten vom BKA (!) mit einem Genickschuss aus 30 - 40cm Entfernung erschossen. Macht man das selber so? Ist das überhaupt selber möglich? Wüstensand in seiner Zelle. Nachweislich wurde Sand, der aufgrund der Körnung einer Wüste entstammen muss in Baaders Zelle gefunden. Moment, Mogadishu? Landshut - Verhandlung? Die Bundesrepublik leugnete konsequent den Vorwurf, Baader wurde nach Mogadishu geschafft, und als GSG9 die Landshut gestürmt hatte, sah man keinen Zweck mehr darin ihn am Leben zu halten. Und dann das Gefängnis Stammheim. Man baut doch nicht für 3 Leute ein Hochsicherheitsgefängnis, um sie dann da zwei Pistolen reinschmuggeln zu lassen, also bitte, so blöd kann man nicht sein.
Zum Vergleich der Freilassung, Teils Hochrangige NSDAP-Mitglieder wurden zu 20 Jahren (Speer), oder gar 8 Jahren (von Papen) verurteilt.
Und wenn man dann noch bedenkt wie viele Nazi-Verbrecher später in der Bundesrepublik in Politik und Wirtschaft integriet waren. So wie Schleyer, der arme Arbeitgeberpräsident und Reichsstudentenführer im Auftrag der SS.


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