Damit ich aus dem Lurkdome entfleuche mal was mehr filmisch-philosophisches:
Wie gesagt bin ich mehr ein Lurker auf diesem Board, was mehr daran liegt, dass ich bei den meisten Filmtopics mehr den Kopf schüttel, wenn ich sie lese. Will hier aber keinem auf die Füße treten.
Aber würdet ihr von Filmfans behaupten, dass sie eine sehr bissige Arroganz in ihren Postings an den Tag legen? Oder ist es in der Tat, dass sich die Leute so gut auskennen, dass sie Kritik gerecht und konstruktiv einsetzen?
Ich würde mich als stinknormalen Filmfan bezeichnen. Ich sitz generell 4x im Monat im Kino, und wenn mich die Uni nicht gerade davon abhält, schau ich auch öfters einen Film auf Video.
Ich habe in meinem Leben noch keinen Film gedreht, meine schauspielerischen Fähigkeiten lassen sich mit ein paar Schultheaterauftritten zusammenfassen. Ich schreibe allerdings Geschichten, und ich war weiß Gott schon wie oft davor mal ein Drehbuch zu verfassen. Zumindest tut es oft weh, wenn man sieht was bei RTL so alles produziert wird.
Mein Hintergrundwissen über Regie, Kamera etc. beruht auf dem was ich so gelesen hab, also auf rein theoretischen Kenntnissen.
Das macht mich zu einem absoluten Laien in meinem Augen. Wenn ich einen Film nicht mag, dann kann ich das eigentlich nur aus individuellen Standpunkten vertreten. Ich mochte das nicht, weil ... .
Aber wie gewichtig ist meine Meinung dann? Im Prinzip ist der Erfolg eines Filmes oft nur von der Menge der Zuschauer abhängig die in den Film reingehen, also der Menge der Leute die gesagt haben: Ich mochte den Film sehen, weil ... .
Worauf ich hinaus will. Ab wann darf meine Meinung zu einem Film ausreichend sein, um jemanden anzupampen, dass er keine Ahnung hat?
Ich erkenne verschiedenen Kamraeinstellungen, weiß vielleicht sogar warum der Regiesseur diese oder jene unbedingt wollte und wie sie nach dessen Meinung wirken sollte. Kann das dann mit der Wirkung auf mich vergleichen und daraus erst sagen, ob die gewollte Wirkung erzielt wurde.
Wie viele von ich haben so viel wissen, dass sie sagen könne: Das war jetzt aber schlecht gemacht oder vom Regisseur nicht gewollt?
Meistens fühlt man sich doch eher verarscht, weil eine bestimmte Sache zu offensichtlich ist, oder Dialoge zu flach und bewertet das negativ.
Meistens bewerte ich Kameraeinstellungen schlecht, weil nicht viel neues dabei war, oder ich hätte Sachen gerne anderes in Szene gesetzt. Wirklich angreifen kann ich aus eigener Erfahrung nur bei Fehlern in der Handlung und den Charakteren.
Suchen wir nicht immer nach Besonderheiten und Neuem in den Filmen? Is this a game with no aim?
Warum kann ein Film, der die Massen anzieht nicht auch tiefgründig sein, ich spiele hier auf Matrix/Gladiator an, weil ich das irgendwo gelesen hab. Wisst ihr woher die Filme ihren Hintergund nehmen?
Mich würden da mal so ein paar Meinungen interessieren.
Cheers Mes


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