Kaum zu glauben aber wir sind in der 7.Woche des Müllmännerstreiks. Hätte nie geglaubt, daß es in Deutschland wirklich mal zu so einem langen Streik kommt. Gut die Franzosen, Italiener und Spanier sind solche ins tägliche Leben einschneidenden langdauernden Streiks ja gewohnt aber daß die Gewerkschaften hierzulande den Mumm und die Ausdauer dazu haben, hätt ich nicht beschwören wollen.
Wie steht Ihr denn zu dem Streik, was macht Ihr mit Eurem Müll? Stapeln, selber zur Halde bringen?
Auch wenn mir sowas nicht "schmeckt" überall Müllsäcke rumliegen zu sehen und rausgammelnden Müll so hat Verdi doch in dieser Frage meine Sympathie denn wann den Arbeitgebern Einhalt gebieten wenn nicht jetzt?`Die ganzen letzten Jahre gab es Opfer immer nur einseitig auf Arbeitnehmerseite. Auch wenn zugegeben die Bäume nicht (mehr) in den Himmel wachsen kann das mit dem einseitigen Diktat der Arbeitgeber so nicht weitergehen, man kann die Arbeitnehmer nicht ständig weiterschröpfen und mehr Leistung ohne Gegenleistung einfordern. Und das bezieh ich jetzt nicht auf den Öffentlichen Dienst allein sondern allgemein.
Mit ständig weniger Geld und mehr Arbeitszeit und Mobilität seitens der Arbeitnehmer müssen sich die Arbeitgeber nicht wundern, daß die so dringend geforderte Ankurbelung der "Nachfrage" weiter ausbleibt. Kunststück: der gemeine Mensch soll mit seiner weniger Zeit und seinem weniger Geld gleichzeitig auch noch kräftig einkaufen und dem Konsum frönen. Eine unlösbare Aufgabe würde ich meinen.
Mich nervt der Müllmännerstreik auch irgendwo aber das Verständnis überwiegt. Trag ich halt so lange meinen Müll auf die nächste Halde.


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