Nachdem ich die Serie lange Zeit ignoriert habe, kam es in der letzten Woche relativ spontan dazu, dass ich mit True Blood angefangen habe. Das heißt, die erste Staffel habe ich schon durch. Womit fange ich an? Gutes, Schlechtes? Okay, grundsätzlich gefallen mir bei True Blood die Rahmenbedingungen. Das die Vampirgesellschaft sich offenbart hat und mit der Menschheit koexistieren will ist ein vernünftiger Rahmen auf den man aufbauen kann. Auch in den Einzelheiten finde ich die eingeschlagene Richtung gut. Es erinnert mich entfernt an Ideen von Anne Rice oder meinetwegen auch dem Rollenspiel Vampire: Masquerade. Die Südstaatenumgebung finde ich wunderbar, eignet sie sich doch hervorragend für den Rassen-/Spezies-Clash. Außerdem hält sich hier auch traditionell die Nähe zum Mystischen und Übersinnlichen. Bei den Charakteren hat man eine brauchbare Mischung gefunden, wobei ich eher einige Nebencharaktere richig gut gelungen finde. Bei den Hauptcharakteren ist mir vor allem Sookie (Anna Paquin) eine Spur zu inkonsistent. Bei ihr und auch in anderen Momenten gibt es doch relativ viel 'Seriengetue', wo sich Gemütslagen, sowie Frieden und Konfliktmomente GZSZ-mäßig sprunghaft ändern können. Dass gilt auch für meinen Lieblingscharakter, der dann ganz zum Schluß plötzlich zum Übeltäter der Staffel auserkoren wird.
True Blood war für mich zwar keine Serie, die mich weggeblasen hat, dennoch fand ich die Staffel unterhaltsam und nicht langweilig. Ein paar Schwächen waren schon dabei, aber ich finde dass in der Idee noch viel Potential steckt und werde noch mit der nächsten Staffel dranbleiben. Ich finde man ist in der ersten Staffel noch sehr an der Oberfläche geblieben und hat recht wenig von den Vampiren mit ihren Strukturen und Charakteren mitbekommen. Das wurde zwar auch angeschnitten, aber viel mehr ging es um Sookies Liebesleben und den aktiven Mörder. Für die nächste Staffel wünsche ich mir mehr Einblick in die Vampirgesellschaft. Wie weit reichen deren Verbindungen? Welche Ziele verfolgen sie? Einiges mehr wird wohl noch kommen, immerhin schafft man sich zum Ende sehr viele Möglichkeiten die Geschichte wieter auszubauen.
Eins noch am Rande: ziemlich niedlich fand ich die Freundin von Jason, mit der er auf den V-Trip abfährt. Irgendwann wurde mir bewusst, dass das Lizzy Caplan, die in Freaks and Geeks die konservative Freundin von Lindsay spielt, ist. Das finde ich irgendwie lustig, wenn auch fast schon ein wenig bizarr, dass sie jetzt plötzlich sehr sexy wirkt.


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Und dann dieser Football-Typ, der neidisch auf ihn ist... hehe.
Vor Beginn hatte ich noch große Befürchtungen, dass der Charakter zum beeinflussbaren Sektenanhänger versaut wird, aber gerade seine Erlebnisse unter den Followers gehörten für mich noch zu den unterhaltsamsten. Naiv aber erfolgreich schlägt er sich tapfer durch und avanciert dank Leadership- und Paramilitary-Training stellenweise zum Helden der Stunde. Hatte seine Sternstunden vor allem bei der Godrick-Befreiung und als 'God who comes'. Jason Stackhouse hat in dieser Staffel klar gewonnen.
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