Nikita (2010)
Serienkonzept: Craig Silverstein
Produzenten: Craig Silverstein, Danny Cannon, McG und Peter Johnson
Besetzung: u.a. Maggie Q, Shane West, Lyndsy Fonseca, Aaron Stanford, Ashton Holmes, Tiffany Hines, Melinda Clarke und Xander Berkeley
Story:
Zitat von http://www.serienjunkies.de/nikita/
Ähnlich wie beim Highlander-Franchise bin ich auch immer dem Nikita-Franchise durch dick und dünn gefolgt, d.h. außer dem französischen Originalfilm von Luc Besson habe ich mir auch das amerikanische Kinoremake und die erste Nikita-Fernsehserie angeschaut. Die alte Fernsehserie mit Peta Wilson würde heutzutage wohl ein paar Lacher kassieren, weil sie mehr wie eine trashige actionlastige 90er Fashion Show daherkommt. Mir gefiel aber damals diese Serie sehr gut, weil ich auf meine Actionkosten kam und vor allem wegen den fiesen, intriganten Machenschaften, die innerhalb der Division so abliefen. Tja, eigentlich dachte ich, dass ich mit Nikita abgeschlossen hätte, aber dann kam diese neue Serie zutage. Ich war zunächst skeptisch, weil ich dachte, dass ich nun dasselbe in Grün sehen werde. Einiges bei der neuen Serie ist auch Altbekanntes für mich, das trifft vor allem bei den verschiedenen Charakteren zu. Durch den kleinen Kniff bei der veränderten Ausgangssituation von Nikita kam aber eine interessante Komponente für mich dazu. Nikita ist hier schon fertig ausgebildet und konnte der Divison entfliehen. Ihr Ziel ist nun Rache zu nehmen und dabei bekommt sie von verschiedenen Personen Unterstützung, was auch eine kleine neue Komponente ist. Trotzdem erlebt man durch die junge Rekrutin Alex die Ausbildung bei der Division mit, was zu den bekannten Elementen des Nikita-Universums gehört. Außer der Befürchtung von Altbekanntem hat mir noch der Sender Bauchschmerzen bereitet. The CW ist eigentlich für seine (Teenie-)Serien bekannt, wo hübsche junge Leute in schwülstiger Inszenierung irgendwelche Beziehungsprobleme durchleben (unabhängig in welchem Genre die Serie spielt). Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass dies hier überhaupt nicht zutrifft. Natürlich sehen die hier alle schnuffig aus und bändeln ein bisschen miteinander an, aber irgendwie ist es für mich nicht so aufdringlich, wie bei anderen Serien von The CW (vielleicht kann ich in diesem Fall auch einfach nur ein Auge mehr zudrücken). Ich habe das Gefühl, dass man hier ein eher älteres Publikum ansprechen will (ok, ein paar Teenies werden sie schon haben wollen). Bzgl. der Charaktere kann ich sagen, dass Maggie Q als Nikita hier eigentlich nichts falsch macht. Sie ist tough, sexy, willensstark und zeigt sich auch von ihrer menschlichen Seite. Auch in den Actionsequenzen enttäuscht sie mich nicht. Ein weiterer netter Zusatz ist natürlich die hübsche Lyndsy Fonseca, deren Charakter Alex eine Abwechslung bzw. Ergänzung zu Nikitas Missionen darstellt. Bei der alten Fernsehserie waren Operations (der Boss von Division) und Madeline (Ausbildungstante und rechte Hand vom Boss) immer meine Lieblingsfiguren, da die beiden sich immer so wunderbar fiese Dinge ausgedacht haben, um ihre Rekruten unter Kontrolle zu bringen bzw. sie zu brechen. Hier werden diese beiden Figuren (aber mit anderen Namen) von Xander Berkeley und Melinda Clarke gespielt, was ich nur begrüßen konnte, weil ich beide passend für die jeweilige Rolle finde. Leider lässt das Drehbuch diese Charaktere nicht so großartig sein, wie sie es damals waren. Berkeleys Figur Percy und dessen Methoden sind hier durchschaubarer und es ist eigentlich klar, dass er korrupt geworden ist. Zu Clarkes Rolle als Amanda kann man nicht viel sagen, da sie bisher nur sehr wenig zu tun hatte. Storymäßig wird hier natürlich nicht der mega-große Handlungsrahmen aufgespannt und man hangelt sich von Folge zu Folge zu einer neuen Mission, aber so einen leichten Masterplan, dem man sich annähert, gibt es schon. Lobend erwähnen muss ich die letzte Folge (1x11), denn die hat für mich richtig gerockt (vielleicht nicht in 'Spartacus: Blood and Sand'-Maßstäben, aber es war schon klasse, wie Nikita alle Rekruten außer Gefecht setzt). Tja, was soll ich insgesamt zu den bisherigen Folgen von Nikita sagen? Vielleicht bin ich nicht ganz objektiv, weil ich mich schon ein bisschen dem Nikita-Franchise verbunden fühle und als Action-Junkie auch vieles durchgehen lasse, aber mir hat's einfach Spaß gemacht die Folgen anzuschauen. Es gab immer unterhaltsame, kurzweilige Action, die für mich ohne größere Peinlichkeiten gut inszeniert war. Die Ladies sind selbstverständlich hübsche Hingucker, aber auch mit dem Rest der Besetzung hatte ich keine größeren Probleme. Wer also nicht einen ausgiebigen Storyverlauf braucht und einfach mal Action für zwischendurch sehen möchte, der könnte an Nikita vielleicht einen ähnlichen Gefallen finden wie ich.
Bilder zur Serie:
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