MONTY PYTHON
(hinten, von links: Chapman, Idle, Gilliam
vorne, von links: Jones, Cleese, Palin)
Die wohl genialste Komikertruppe auf Erden.
Bestehend aus:
Dr. Graham (Arthur) Chapman; geb. am 8.1.1941 in Leicester, England; gest. am 4.10.1989
Sein Vater war Polizeiinspektor.
Chapman studierte in Cambridge Medizin und promovierte. Bereits während seines Studiums lernte er John Cleese kennen und bereits in den 60ern begannen beide Sketche zu schreiben. U. a. war er Teil des Cambridge University Footlights Dramatic Club, des Amateur-Theater-Clubs der Cambridge Universität (dessen Mitglieder u. a. auch Douglas Adams, John Cleese, Hugh Laurie und Emma Thompson waren).
Er war bis in die späten 70er einer exzessiven Alkoholsucht verfallen, welche schwere gesundheitliche Schäden verursachte. Er starb bereits 1989 an den Folgen von schweren Krebsgeschwüren im Rachen und an der Wirbelsäule. Natürlich war auch seine Trauerfeier ganz im MP-Stil gehalten; John Cleese begann eine Trauerrede mit einer Abwandlung des berühmten „Dead parrot“-Sketches und zum Schluss sangen alle Anwesenden „Always look on the bright side of life“.
Seine Homosexualität hat er lange Zeit geheim gehalten. Erst Mitte der 70er outete er sich.
John (Marwood) Cleese; geb. am 27.10.1939 in Weston-super-Mare, England
Sein Vater war Versicherungsvertreter. Dieser ließ den ursprünglichen Familiennamen "Cheese" im Jahre 1915 in "Cleese“ ändern.
Cleese studierte Jura an einem College in Cambridge und war, wie auch Chapman, Mitglied der Cambridge Footlights.
Mittlerweile ist er zum dritten Mal verheiratet und hat aus seinen beiden früheren Ehen jeweils ein Kind.
Im Jahr 2005 wurde eine Lemurenart nach ihm benannt (avahi cleesei), für dessen Schutz er sich sehr einsetzt. Eine zweifelhaftere Ehre wurde ihm durch die Benennung einer Müllhalde nach seinem Namen in der neuseeländischen Stadt Palmerston North zuteil (Mount Cleese), dies war die Reaktion darauf, dass er potenziellen Selbstmördern, die es nicht schafften sich selbst umzubringen, empfahl, einige Zeit in der Stadt zu verbringen, damit ihr Vorhaben gelänge.
Neben der Monty Python´s Flying Circus-Reihe und den MP-Kinofilmen spielte er u. a. auch bei Time bandits, Clockwise, Ein Fisch namens Wanda, Wilde Kreaturen, Erik der Wikinger, Die Welt ist nicht genug, Rat race, Harry Potter und der Stein der Weisen, Stirb an einem anderen Tag, 3 Engel für Charlie II und Mad about town mit.
Außerdem drehte er diverse Dokumentationen fürs Fernsehen. Anfang der 70er Jahre war er Rektor an einer Universität und tritt hin und wieder als Gastprofessor in der New Yorker Cornell Universität auf. Weiterhin ist er durch die Hauptrolle in der Serie Fawlty Towers bekannt.
Cleese ist Buddhist und Vegetarier und lebt mittlerweile in Kalifornien.
Terry (Vance) Gilliam; geb. am 22.11.1940 in Minneapolis, MN, USA
Terry Gilliam wurde als Sohn eines Handelsvertreters für Kaffee geboren. Er hat eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder.
Aufgrund des Asthmas seiner Schwester zog die Familie früh nach Kalifornien um. Dort studierte er in einem College in der Nähe von Los Angeles, zunächst Physik, später Kunst und schließlich Politikwissenschaften.
Er begann als Zeichner des Satire-Magazins HELP! Durch John Cleese kam er 1967 zur BBC. Bei der Monty Pythons-Serie war er zunächst Autor und Regisseur, später auch Darsteller. Außerdem war er für die skurrilen und abgedrehten Trickfilme zuständig.
U. a. führte er Regie bei Die Ritter der Kokosnuss, Jabberwocky, Time bandits, Brazil, König der Fischer, 12 Monkeys, Fear and loathing in Las Vegas und Brothers Grimm.
Fast wäre er der Regisseur der Harry Potter-Filme geworden (zumindest des Ersten), so war er der Wunschkandidat von Autorin Joanne K. Rowling, doch das zuständige Filmunternehmen, Warner Bros., lehnte ihn ab, worüber Gilliam sehr verärgert war.
Daneben hat er viele unvollendete Filmprojekte „in der Schublade“ an deren Verwirklichung er teilweise arbeitet.
Er ist seit 1973 verheiratet und hat drei Kinder.
Lange Zeit besaß der sowohl die US-amerikanische als auch die britische Staatsbürgerschaft. Anfang 2006 gab er jedoch aus Protest gegen die Politik von George W. Bush seinen US-Pass ab.
Eric Idle; geb. am 29.3.1943 in South Shields, England
Sein Vater diente der Royal Air Force und starb bei einem Autounfall, als Eric zwei Jahre alt war.
Neben den Sketchen schrieb und sang Idle mehrere Titel. Der bekannteste dürfte „Always look on the bright side of life” sein.
Neben seiner filmischen Laufbahn arbeitete er auch als Autor von Romanen und Sachbüchern.
Er war zweimal verheiratet und hat aus jeder Ehe ein Kind.
Neben der Monty Python´s Flying Circus-Reihe und den MP-Kinofilmen spielte er u. a. auch bei Die schrillen Vier auf Achse, In 80 Tagen um die Welt (1988), Nonnen auf der Flucht und Hollywood cops mit.
Terence Graham Perry „Terry“ Jones; geb. am 1.2.1942 in Colwyn Bay, Wales
Sein Vater war Bankangestellter.
Jones studierte in Oxford und kam damals schon mit dem Theaterspielen in Berührung. Dort lernte er auch Michael Palin kennen. Beide wirkten in den 60ern gemeinsam an diversen Fernsehshows mit.
Er führte Regie bei Das Leben des Brian sowie Der Sinn des Lebens. Außerdem entwickelte er auch eigene Projekte, u. a. ein Theaterstück, ein Science-Fiction Roman (zusammen mit Douglas Adams) und Kinderbücher. Weiterhin engagiert er sich sehr für den Umweltschutz.
Er ist seit 1970 verheiratet und hat zwei Kinder.
Im Oktober 2006 wurde bei ihm Darmkrebs diagnostiziert.
Michael (Edward) Palin; geb. am 5.5.1943 in Ranmoor (Sheffield), England
Sein Vater war Ingenieur einer Stahlfirma.
Nach dem Besuch der Grundschule, wo er bereits in Schulaufführungen mitwirkte, und eines Internats studierte er Geschichte an einem College in Oxford.
Er ist seit 1966 verheiratet und hat drei Kinder. Im Jahr 2000 wurde er von der englischen Königin zum Commander of the order of the British Empire ernannt.
Neben der Monty Python´s Flying Circus-Reihe und den MP-Kinofilmen spielte er u. a. auch bei Jabberwocky, Time bandits, Brazil, Ein Fisch namens Wanda und Wilde Kreaturen mit.
Außerdem wandelte er auf den Spuren von Phileas Fogg und drehte die BBC-Reise-Dokumentation "In 80 Tagen um die Welt“. Er verfasste auch mehrere Reisebücher.
Weiterhin wirkte Carol Cleveland (geb. am 13.1.1942 in London, England) in zahlreichen Sketchen der Flying Circus-Reihe, sowie den MP-Filmen mit.
Die Truppe begann ihr gemeinsames Werk mit der Serie Monty Python´s Flying Circus. Die Serie entstand zwischen 1969 und 1974 und beinhaltet insgesamt 45 Episoden (3 Seasons á 13 Folgen sowie eine 4. Staffel mit 6 Folgen, diese jedoch ohne Mitwirkung von John Cleese).
Die Serie bestach durch eine Aneinanderreihung teils sehr skurriler Sketche, die sich häufig durch einen sehr morbiden, (für die damalige Zeit) relativ tabulosen und abgedrehten Humor auszeichneten. Eines der Markenzeichen war der oft abrupte Abbruch des Sketches ohne Schlusspointe und den schlagartigen Übergang in eine neue Szene. Ebenso kamen kurze und schräge Trickfilmeinlagen zum Einsatz.
Viele der Sketche und einzelner Teile haben, ebenfalls wie diverse Sprüche aus den späteren Filmen, Kultcharakter erlangt und sind vielzitiert.
Im Weiteren entstanden folgende gemeinsame Filme:
1971 - And now for something completely different („Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft”)
1974 - Monty Python and the holy grail (“Die Ritter der Kokosnuss”)
(Original-Untertitel: Mønti Pythøn ik den høli gräilen)
1979 - Life of Brian (“Das Leben des Brian”)
1983 - The meaning of life (“Der Sinn des Lebens”)


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) angesehen und mich amüsiert wie eh und je. Abgesehen von der meist sensationell guten Flying-Circus-Serie, hat uns dieses Gespann auch drei ganz große Komödien der Filmgeschichte geschenkt. Mir gefällt der oben genannte, also Holy Grail, immernoch am besten; während der oft zitierte Life of Brian bei mir nur den dritten Platz einnehmen würde. The Meaning Of Life gefällt mir da noch ein wenig besser. Aber eigentlich sind alle drei ganz große Filme. Was bleibt noch zu sagen außer: The Kings Of Comedy!
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