In Hollywood laufen die Bemühungen auf Hochtouren, den für Montag drohenden Streik der Drehbuchschreiber in letzter Minute abzuwenden.
ZITAT:
„Die Writers Guild wird am Montag um 00.01 Uhr in Streik treten“, hieß es in einer Email, die der Verbandsvorstand am Freitagnachmittag an die 12 000 Mitglieder verschickte. Von diesem Augenblick an müsse die Arbeit ruhen, hieß es. Der Streik wäre der erste Arbeitskampf der Autoren seit fast 20 Jahren.
[...]
Bei einer Abstimmung per E-Mail hatten sich die Autoren mit überwältigender Mehrheit (90,3 Prozent) für einen Arbeitskampf ausgesprochen, sollte es keinen „fairen und vernünftigen Vertrag“ mit den Produzenten geben. Zuletzt waren die Schreiber 1988 für 22 Wochen im Ausstand. Der Schaden für die Film- und Fernsehindustrie wurde damals auf 500 Millionen Dollar beziffert.
Quelle: http://www.focus.de
Ein Streik der Drehbuchautoren in Hollywood hätte weltweite Folgen
ZITAT:
Angesicht der bis zu siebenstelligen Schreibergagen, die in Hollywood bezahlt werden, mögen einem die Forderungen der Autorengewerkschaften wie Allüren verwöhnter Diven vorkommen. Den Hollywoodschreibern sind nämlich die vier Prozent Anteil an jeder verkauften DVD im In- und Ausland zu wenig, die ihnen laut Tarifvertrag zustehen.
Andererseits ist die Machtlosigkeit der Drehbuchschreiber in Hollywood sprichwörtlich. Selbst namhafte Autoren dürfen nicht zum Dreh, werden nicht zur Premiere eingeladen und müssen oft mit Anwälten dafür kämpfen, dass ihr Name im Vorspann ordentlich genannt wird. Doch alleine die Androhung eines Streiks versetzt Hollywood in Panik. Denn gemeinsam sind die Schreiber stark. Über 12 000 Autoren sind Mitglied der Writers Guild, und sie können die Traumfabrik lahmlegen.
[...]
Die amerikanischen Branchenblätter malen die Folgen eines Autorenstreiks jetzt schon in schlimmsten Details aus. Die Filmsaison 2009 werde ähnlich schwach wie 1989, weil viele Studios den Drehbeginn großer Produktionen vorziehen könnten. Andererseits wäre dies eine Chance für kleiner Produktionen, Dokumentarfilme und ausländische Produktionen, weil vor allem kurzfristig produzierte Fortsetzungen erfolgreicher Actionfilme wie "Spider Man" oder "Transformers" verzögert würden.
[...]
Den Rest der Welt würden die Folgen eines Autorenstreiks erst viel später erreichen. Die mittelmäßigen Filme kämen frühestens 2010 ins Kino. Die Umwälzungen der Fernsehlandschaft würde man hierzulande erst in zwei, drei Jahren kopieren.
Quelle: http://www.jetzt.de
-----------------------
Weiß nicht, was ihr darüber denkt, aber ich hab' das bis vor ein paar Tagen gar nicht als so einflussreich angesehen. Wegen den Blockbustern macht mir das eigentlich überhaupt nichts aus, die Chance für Independet-Produktionen in dieser Zeit zu punkten hört sich logisch an. Ist aber schade wegen den ganzen Serien, die werden wohl ihren Hochpunkt überschritten haben. Denn jetzt.de schreibt noch:
Dramatischer sieht es allerdings im Fernsehen aus. Nicht nur die Talkshows und Comedy-Sendungen wie Jon Stewarts "Daily Show" und "The Colbert Report" würden leiden. Die großen Serien wie "Lost", "Desperate Housewives" oder die verschiedenen "CSI"-Versionen, deren Autoren als Coproduzenten oft viel Macht und Einfluss besitzen, könnten eingestellt werden. Mittelmäßige Serien, die normalerweise nach fünf, sechs Folgen wieder aus dem Programm genommen würden, hätten eine garantierte Lebensdauer von einer Saison. Als ziemlich sicher gilt, dass sich die Fernsehsender dann noch mehr auf billig produzierte Reality-Sendungen und Spielshows verlegen, deren Autoren nur selten Mitglied der Gewerkschaft sind.


LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
da gefällt mir besonders der Spruch, daß sich bei "24" weiter Verzögerungen durch Kiefer Sutherlands Gefängsnisaufenthalten ergäben. Irgendwie cool.

Lesezeichen