"...Es erscheint naheliegend, daß sich Doillon in einer großen Nähe und Verbindung zu John Cassavetes sieht, dem Schauspielerregisseur par excellence (über den die Autorin ebenfalls ein sehr lesenswertes Buch geschrieben hat). Denn das Verhältnis zwischen Autor und Schauspieler als eine existenzielle Form der Arbeitsgemeinschaft, die im Sinne eines »work in progress« funktioniert, ist auch für Doillon eine der wesentlichen Grundlagen seines filmischen Schaffens. Anhand von Filmen wie »La femme qui pleure« oder »La puritaine« wird nachgezeichnet, wie seine Schauspielführung auf die Erzeugung einer Figur zielt, in der Autor und Schauspieler gleichermaßen sichtbar gemacht werden. In einigen Filmen hat Doillon selbst als Schauspieler agiert, ebenso Familienmitglieder (wie bei Cassavetes übrigens auch), und einige Male hat er sogar die Figur des Autors in die filmische Erzählung eingebunden – für Streiter eine Geste der Selbstbehauptung als Autorenfilmer. Doillon bewege sich auf der selben Ebene wie seine Figuren, nämlich in einem »gemeinschaftlichen Raum, der zu einem Leben wird, das zugleich vollkommen kinematografisch und real ist«. Man könnte diese Arbeitsmethode leicht mit Dogma-artigem Authentizismus verwechseln. Doch genau das Gegenteil tritt ein: Das Natürliche wird unnatürlich, fremd, theatral, fast exotisch." http://www.schnitt.de/232,1184,1


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Nach jeder Filmschau war ich aber wie mit einem Schatz beschenkt worden. 
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