Vincent Phillip D’Onofrio; geb. am 30.6.1959 in Brooklyn (New York)
D’Onofrios Eltern, beide US-Staatsbürger, lernten sich in Italien kennen, der Heimat seiner väterlichen Vorfahren. Das Paar ging zurück nach Nordamerika und heiratete dort. Kurz nach seiner Geburt trennten sich seine Eltern jedoch. In der Folge zogen er und der Rest der Familie (incl. zwei ältere Geschwister) häufig um. So wuchs er in Hawaii, Florida und Colorado auf. Ende der 70er verließ er das College zugunsten einer Schauspielausbildung, die er am American Stanislavsky Theatre in New York begann. Dort gehörte er schon bald zur Stammbesetzung und trat auch in Broadway-Stücken auf. 1983 trat er dann zum ersten Mal vor eine laufende Kamera: eine Nebenrolle in Die große Anmache (The first turn-on!). Neben einem Gastauftritt in einer Folge von Miami Vice setzte er dann bereits mit seinem dritten Spielfilm ein erstes größeres Ausrufezeichen, als vom Krieg gezeichneter Private in Kubricks Klassiker Full Metal Jacket. Für den 1,92 m großen Linkshänder war es der Beginn einer langen und abwechslungsreichen Karriere. 2004 erlitt er am Set von Criminal intent einen Schwächeanfall aufgrund von Überarbeitung, der aber ohne weitere Folgen blieb.
Er hat eine gemeinsame Tochter mit Schauspielkollegin und Ex-Frau Greta Scacchi, sowie zwei Söhne mit seiner aktuellen Lebensgefährtin Carin van der Donk.
Auswahl der Filme:
1987 Full Metal Jacket
1988 Pizza Pizza - Ein Stück vom Himmel (Mystic pizza)
1989 Die Jugger - Kampf der Besten (The blood of heroes)
1991 JFK - Tatort Dallas (JFK)
1992 The player
1992 Salz auf unserer Haut (Salt on our skin)
1992 Malcolm X
1994 Ed Wood
1995 Strange days
1996 Alle Liebe dieser Welt (The whole wide world)
1996 Minnesota (Feeling Minnesota)
1997 Men in black
1998 Die Newton Boys
1999 The 13th floor
2000 The cell
2002 The Salton Sea
2005 Thumbsucker
2006 Trennung mit Hindernissen (The break-up)
2009 Staten Island
Außerdem seit 2001 in der TV-Serie Criminal intent
Auszeichnungen:
1996 gewann er den Preis des Seattle International Film Festival als bester Hauptdarsteller für Alle Liebe dieser Welt.
1997 gewann er den Saturn Award als bester Nebendarsteller für Men in black.
Seltsam eigentlich, denn bisher gehörte D’Onofrio gar nicht mal unbedingt zu meinem engsten Favoritenkreis. Aber ich finde, der Mann hat eine entsprechende Nennung hier verdient. Was ihn wohl besonders auszeichnet ist seine Wandlungsfähigkeit. Er überzeugt als dem Druck des Krieges nicht gewachsener junger Mann in Full Metal Jacket genauso wie als Liebhaber in Salz auf unserer Haut, als skrupelloser Cop in Strange days, als Hülle für eine außerirdische Riesenkakerlake in Men in black, als fieser Ehemann in Minnesota oder auch in der Komödie Trennung mit Hindernissen. Ebenso in seiner Rolle in Criminal intent, in der er eine Figur verkörpert, die pflichtbewusst und fast arrogant rüberkommt und dabei zeigt er nicht selten eine besonders ausgeprägte Gestik.
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