"Cinema is dead. It died 1962, I think it was in October!" - So lautet eine der skurrilen, mit trockenem Humor vorgebrachten Bemerkungen von Aki Kaurismäki (*1957), dem aus Finnland stammenden "Chef-Melancholiker des europäischen Autorenkinos" (Rainer Gansera).
Aki Kaurismäki - IMDb
Kaurismäki, der oft mit seinem Bruder Mika zusammenarbeitete, wurde für uns "ältere Semester" um 1990 zum Kultregisseur mit seinen von einer Punk-Band handelnden "Leningrad Cowboys"-Filmen ("Leningrad Cowboys Go America", 1989, "Leningrad Cowboys Meet Moses", 1994). Nicht weniger Beachtung verdiente seine "proletarische Trilogie" ("Schatten im Paradies", 1986, "Ariel", 1988, und "Das Mädchen aus der Streichholzfabrik", 1990).
Obwohl der Regisseur, der "kurze" Filme (um die 70 Minuten) bevorzugte und mit lakonischem Bedauern feststellte, er könne keine Meisterwerke, aber Dokumente seiner Zeit drehen, bis heute (auch in England) sehenswerte Filme dreht und gelegentlich für Aufsehen sorgt (er weigerte sich z.B., "Lichter der Vorstadt", 2006, für eine Oscar-Nominierung als besten fremdsprachigen Film zuzulassen!), scheint er Filmfreunden im Gegensatz zu seinen Vorbildern Ozu und Godard gar nicht mehr so präsent zu sein.
Ich selber wurde kürzlich an ihn erinnert, als ich auf die Idee kam, seinen frühen "Hamlet Goes Business" (1987) nach meinem Urlaub als (einzigartiger, göttlicher, faszinierender etc.) Blogger zu besprechen. Die Figur Lauri (bei Shakespeare Laertes ohne "dd") kommt dort auf eine für ihn typisch sarkastische Weise ums Leben:
Nun würde es mich interessieren, ob Aki Kaurismäki auch für euch noch ein Thema ist, welche seiner Filme ihr kennt - und wie ihr ihn einschätzt.
P.S.: Ich habe es ausnahmsweise vorgezogen, nicht die Originaltitel zu nennen, da wohl nur wenige User des Finnischen mächtig sind.![]()


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