Kaum zu glauben, daß noch Niemand diesem großartigen Schauspieler und Komödianten einen "Walk of Fame"-Beitrag gewidmet hat.
Robin Williams beherrscht die Klaviatur der Gefühle mimisch wie kein Zweiter, den Balance-Akt zwischen eben noch explosivem Spaßmacher und dem traurigen Clown im nächsten Moment. Das liebe ich so an ihm. Außerdem den spontanen Improvisator etwa auf Pressekonferenzen, in Interviews oder bei Preisverleihungen, wo eine Gag-Salve nach der anderen aus seinem flinken Mund schießt.
Seine Liste beeindruckender Filme und Performances in selbigen ist immens lang. Alles hier zu nennen, führte zu weit.
Meine erste Berührung mit Robin Williams war der MORK VOM ORK, diese TV-Serie war damals einfach Klasse, auch wenn ich mich heute kaum noch erinnern kann. Seinen POPEYE hab ich nie gesehen, wohl aber seine ersten Leinwandversuche, die schon damals sein Talent erkennen ließen, etwa CLUB PARADISE oder MOSKAU IN NEW YORK. Aufsehen erregte er mit seinem GOO-OD MORNING VIETNAM, einem einzigartigen Spagat zwischen Beklemmung und Heiterkeit.
CLUB DER TOTEN DICHTER und KÖNIG DER FISCHER zeigten dann eher den Ritter der traurigen Gestalt, den Williams so toll mimt. Allein ein Blick in sein Gesicht, wenn er Traurigkeit und Melancholie mimisch darstellt, spricht Bände und verhilt dem Betrachter mitunter selbst zu feuchten Augen und einem Kloß im Hals. Ebenso wie in seiner Meisterleistung als Doktor in PATCH ADAMS oder dem sehr anspruchsvollen ZEIT DES ERWACHENS, in welchem er den ebenfalls famos spielenden Robert DeNiro glatt an die Wand spielt. Eine Meisterleistung bietet er auch in GOOD WILL HUNTING, ebenfalls eine eher dramatische Rolle. Mitunter spielt er sogar richtig ernste Rollen wie in ONE HOUR PHOTO, INSOMNIA oder richtig fies-schräge in TÖTET SMOOCHY.
Eher den Komödianten gibt Williams in Werken wie MRS. DOUBTFIRE, FLUBBER, EIN VATER ZU VIEL, NINE MONTHS und natürlich THE BIRDCAGE. Wobei auch bei diesen Filmen der "traurige Ritter" immer wieder durchblitzt. Einen zutiefst menschelnden Roboter spielte er in DER 200 JAHRE MANN, einem Plädoyer für Menschlichkeit und ebenfalls ein Gefühls-Tour-de-Force-Ritt von Robin Williams.
Nicht zu vergessen Robin Williams' unzählige Synchronisationen von Animationsfiguren, wo er dem Affen richtig Zucker gibt.
Was mir an Robin Williams neben dem oben Geschilderten so besonders gut gefällt ist, daß eigentlich in allen Rollen immer der Sympathische und der zutiefst Menschliche und Menschelnde durchblitzt.
Meine persönliche Robin Williams-Lieblinge sind (ohne Wertungsreihenfolge) ZEIT DES ERWACHENS, BIRDCAGE, MRS. DOUBTFIRE, DER 200 JAHRE MANN, FLUBBER und GOOD WILL HUNTING.


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